Sonntag, 21. August 2016

Kleiderschrank auffüllen

Nachdem ich mit den Sachen für Katharina fertig war, hatte ich mich erst einmal wieder meiner Jane zugewandt. Zwei neue Blöcke sind entstanden, die zeige ich dann bald. Wie ich auf die Idee gekommen bin, für mich mal wieder was zum Anziehen zu nähen, weiß ich nicht mehr, auf jeden Fall habe ich erst einmal meine Stoffe hervorgeholt:
Das ist ein ganz ordentlicher Stapel und wie Katharina schreibt, vernäht sind sie viel schöner, als wenn sie im Schrank liegen würden. Also habe ich meinen bewährten Ottobre-Schnitt hervorgeholt und begonnen, einige Shirts für mich zu nähen.

Es sind jetzt leider nur ein paar Handyfotos, aber ich glaube, man kann ganz gut was erkennen. Der Schnitt ist aus der ersten (?) Damen-Ottobre. Nachdem ich nun endlich die richtige Größe habe, bin ich mit dem Schnitt richtig zufrieden. Bei Juliane hatte ich vor einiger Zeit einen tollen Stoff gekauft, der sehr auffällig ist. Den habe ich gestern auch noch zu einem Shirt vernäht. Allerdings habe ich bei der Bestellung überhaupt nicht daran gedacht, dass der Stoff als Rapport verkauft wird. Ich hatte also nur einen Rapport und musste ziemlich zirkeln, dass ich ein Shirt da rausbekomme.
Ich wollte gern, dass das Kreuz vorn genau mittig sitzt, das tut es auch, dadurch ist allerdings eine kleine Ecke vom Kreuz in der Nahtzugabe vom Ärmel verschwunden. Da ich nur so wenig Stoff hatte, hätte ich es auch gar nicht anders zuschneiden können. Mein Stoff war so knappt, dass ich die Ärmel einzeln aus den Resten zuschneiden musste.
Ok, es ist nicht unbedingt meine Frabe, aber das Shirt finde ich mittlerweile trotzdem schön. ;-) Wenn ich mir das Wetter draußen angucke, werde ich heute allerdings einige Teile mit längeren Ärmeln nähen...

Donnerstag, 18. August 2016

Ich war im Paradies

Ich glaube bald, gestern war der schönste Urlaubstag für mich: Wir waren nämlich mal wieder in Delmenhorst. Wir sind nicht wegen der Stadt oder einer Sehenswürdigkeit dorthin gefahren, nein, wir haben Katharina besucht. Ach, ich habe mich auf diesen Tag schon so ewig gefreut. Kurz bevor unser Urlaub begonnen hat, habe ich gefragt ob wir sie mal wieder besuchen kommen dürfen. Und dann haben wir uns einen Termin ausgemacht, der an einem Dienstag oder Mittwoch sein musste. Also Mittwoch in unserer letzten Urlaubswoche, so als krönender Abschluss des Urlaubs. Wegen der Fahrt zu Katharina habe ich sogar den Besuch der Quiltausstellung in Lübbecke gecancelt, innerhalb von drei Tage zweimal so weite Strecken fahren, das ist mir dann doch nichts.

Für die Fahrt hatte ich mir wieder zwei Jane-Blöcke vorbereitet. Dabei bin ich schon wieder von meinem Plan, Reihe für Reihe zu arbeiten, abgewichen, denn ich habe nach Appli- und Handnähblöcken gesucht. Ich habe mich dann für einen Block aus Reihe F und einen aus Reihe K entschieden. Allerdings habe ich auf der Fahrt nur einen Block genäht. Ich habe mich zunächst für den Block entschieden, wo der Hintergrund nicht gepatcht werden muss.
F13 - Tour de France
Klar sieht man die Applistiche ein wenig, daran muss ich noch ein bisschen mehr arbeiten und wie auch bei den letzten Applikationen waren diese irgendwie ein bisschen zu groß. Ich weiß gar nicht, was ich da immer falsch mache...

Bei Katharina haben Steffen und ich uns nach einem ausgiebigen Frühstück dann getrennt. Aber nur für ein paar Stunden. ;-) Er ist mit Katharina nach Bremen zum Weserstadion gefahren (ok, das hätte auch mich gelockt) und ich bin mit Katharina nach Ganderkesee zum Stoffladen gefahren.

Ich habe mich dort gefühlt, als wäre ich im Paradies. All diese vielen schönen Stoffe, dann lagen die passenden Farben immer gleich übereinander. Ich konnte mich gar nicht sattsehen und musste immer wieder über die Stoffe streicheln. Beim ersten Rundgang konnte ich mich gar nicht entscheiden und wäre wohl fast ohne einen Stoff aus dem Laden rausgegangen. Aber zum Glück haben Katharina und ich noch eine weitere Runde gedreht und so habe ich dann meine Stoffe gefunden:
Daraus wird eine Tunika aus der allerersten Damen Ottobre. Damit werde ich wohl gleich am Wochenende anfangen.  Und auch meine kleine Katharina ist nicht zu kurz gekommen. An diesen beiden Stoffen konnte ich beim besten Willen nicht vorbei gehen:
Auf der Rückfahrt nach Hause hat sie mir schon gesagt, was sie daraus genäht haben möchte und wie ich die Stoffe anordnen soll. Sie war ganz aufgeregt, als sie davon erzählt at. Einfach süß... Und in der Restekiste habe ich noch einen Bienenjersey gefunden, daraus wird ein T-Shirt für Katharina.
Wir waren dann noch in Delmenhorst in einem weiteren Stoffladen, aber da ich ja schon Stoffe gekauft hatte, habe ich mich da zurückgehalten. So gut möchte ich es auch mal haben: Fünf Minuten in die oder fünf Minuten in die andere Richtung und schon im Paradies sein... Den Rest des Tages haben wir dann bei Katharina auf der Terrasse und auf einem Spielplatz in ihrer Nähe verbracht. Ich habe traumhafte Quilts gesehen, einer schöner als der andere. Wir haben uns viel zu erzählen gehabt, der Tag verging viel zu schnell und irgendwann war es dann an der Zeit, die Heimfahrt anzutreten.
Schade, dass die Zeit so schnell vergangen ist. Es war ein wunderschöner Tag, wie geschrieben: Ein krönender Urlaubsabschluss. Vielen Dank liebe Katharina für diesen tollen Tag. Es war sehr schön bei und mit Dir!

Dienstag, 16. August 2016

Vor-Geburtstagsüberraschungen

Zunächst einmal habt vielen Dank für Eure lieben Kommentare, wie immer habe ich mich über jeden einzelnen sehr gefreut.

Gestern habe ich noch einmal ein Langarmshirt für Katharina genäht, in einer recht gewagten Farbkombination, aber so kann sie nicht verloren gehen, denn sie LEUCHTET!!! In einer Restekiste hatte ich mal einen Rest Jersey in dunkelpink mit grünen Punkten gekauft, es war wirklich nur ein ganz schmaler Rest, den habe ich mit leuchtend hellgrün kombiniert und herausgekommen ist dieses tolle Shirt:

 
Das Webband auf der Naht war eigentlich gar nicht geplant, denn ich hatte vor, in die Naht ein kleines gefaltetes Stück von dem Webband einzunähen. Das habe ich auch gemacht, aber leider habe ich da Vorder- und Rückenteil verwechselt. Aufgefallen ist es mir leider erst dann, als ich Vorder- und Rückenteil an den Schultern zusammengenäht habe. Damit es nicht ganz so doof aussieht, aber ich das Webband hinten gelassen und vor dann einmal komplett aufgenäht.
In den linken Ärmel habe ich auch noch ein gefaltetes Webband eingenäht. Mit diesem Shirt und den beiden Langarmshirts vom Wochenende, die ich noch nicht gezeigt habe, beschließe ich jetzt erst einmal das Kleidung nähen, nun ist mal wieder meine Jane an der Reihe.

Jetzt kann ich beim Waschen dann so nach und nach die Sachen aussortieren, die Katharina wirklich zu klein geworden sind, zum Beispiel das Fußball-Shirt, welches ich ihr vor einem Jahr genäht habe.

Nun komme ich aber endlich zu meiner Überschrift zurück. Vor einer Weile habe ich auf Facebook, weil irgendwer, der mit irgendwem befreundet ist, mit dem ich auch befreundet bin, eine Seite geliked hat, eine tolle Erdbeerkette gesehen. Die Kette war ein Traum, für mein Budget aber leider zu teuer. Das war aber kein Problem, denn Roswitha bot mir an, mir eine Kette zu fertigen, die innerhalb meiner Schmerzgrenze liegt. Das hat sie auch gemacht und gestern habe ich nun Post bekommen:

MEINE Edrbeerkette! Ist die nicht schön. Und auch wenn ich erst in 14 Tagen Geburtstag habe, habe ich sie gestern doch gleich ausgeführt und mich damit so unheimlich wohl gefühlt. Die Kette ist kompeltt aus Glas gearbeitet, aber gar nicht schwer. Im Gegenteil, ich musste immer wieder an den Hals fassen, ob die Kette noch da ist, weil ich sie gar nicht mehr gemerkt habe. Hach, ich freue mich so sehr.
Ich habe mir dann noch einen kleinen Magnolienanhänger gegönnt, weil ich Magnolien so sehr mag:

Ich muss mir nur noch Kettenverschlüsse besorgen und dann kan nich den Anhänger auf Seidenschnüre fädeln, die ich noch von meinem Stoffabo von Martina habe.

Freitag abend bekam ich eine Mail von Hermes, dass mir am Montag ein Paket zu gestellt werden soll. Ich hatte ja angenommen, dass es mein Päckchen von Roswitha sein wird, aber das Päckchen von Roswitha kam mit der normalen Post.Nun fing natürlich die Grübelei an, die dann darin endete, dass sie die von Hermes wohl in der Mailadresse geirrt hatten, denn ich hatte nichts bestellt. Aber nein, sie hatten sich nicht geirrt, ich bekam wirklich ein Paket. Ein Blick auf den Adresszettel hat mich dann zum Grinsen gebracht: Silvia hat den Abflug nach Birmingham genutzt und von München ein Paket zum Geburtstag für mich auf Reisen geschickt.
Na super, dabei weiß Silvia doch genau, wie es um meine Geduld bestellt ist... :-( Ich gebe es zu, ein wenig habe ich das Paket schon hin- und hergedreht, aber der Hinweis auf dem Adressaufkleber hat mich dann doch zurückschrecken lassen:
Noch 14 lange TAge und ich bin schon so neugierig. Eines kann ich meinen Jungs aber ganz gewiss sagen: ES IST KEINE PLAYSTATION FÜR EUCH DA DRIN!!! Denn das hatten beide unabhängig voneinander vermutet, als sie den Karton gesehen haben. Jonathan kam heute prüfend ins Schlafzimmer, wo der Karton steht und meinte bedauernd, ach, noch nicht aufgemacht? Ist wohl doch keine Playsi drin?!

Sonntag, 14. August 2016

Gerettet, was zu retten war

Als ich die Stoffe wieder wegräumen wollte, kam mir die Idee, ich könnte für Katharina ja auch noch ein paar Langarmshirts nähen. Also habe ich meine Stoffe erst einmal noch draußen gelassen. Die ersten beiden Langarmshirts habe ich gestern genäht, inzwischen geht mir der Schnitt richtig gut von der Hand.

Heute habe ich mir dann einen ganz Besonderen Stoff vorgenommen: Elefant Girl. Als Katharina neu geboren war, hatte ich ihr die Jungsversion davon gekauft und ihr davon ein Kleid genäht. Ah, was habe ich das geliebt, aber irgendwann war es dann mal zu klein. Im Netz bin ich dann über den Elefangirl-Stoff gestolpert und habe davon einen Meter bestellt. Heute nun wollte ich den anschneiden. Ich hatte überlegt, ob ich Stoff sparend zuschneide oder dem Muster entsprechend, so dass Muster vorn und hinten gleich verläuft. Ich habe mich dann für die Stoff sparende Variante entschiede, zum Glück fällt es nicht wirklich auf, aber sonst hätte ich vom Stoff so viel Verschnitt gehabt.

Die Tunika ist mir gut gelungen, bis auf den Halsausschnitt, denn da habe ich das Einfassband ein wenig zu knapp geschnitten. Anstatt dass ich den Einfassstreifen noch einmal zuschneide, habe ich ihn - mit einem unguten Gefühl - angenäht. Naja, das Ergebnis war nicht wirklich schön:
Das Bündchen ist für den Halsausschnitt viel zu klein gewesen und hinten habe ich auch noch eine Falte eingenäht. Als wir heute Nachmittag aus Wernigerode wieder gekommen sind, habe ich ganz mutig in meine Tunika geschnitten und das Bündchen abgeschnitten. Trennen ging nicht, da ich es mit der Overlock und dem Dreifach-Zickzack-Stich angenäht hatte.
So war dann aber der Halsauschnitt viel zu weit. Also habe ich mit dem Schnittteil für das geteilte Oberteil ein Teil gemacht, was ich unter den Halsausschnitt nähen konnte. Erst wollte ich das verstürzen, aber das ist mir irgendwie nicht gelungen. Also habe ich das Teil, welches ich vorher an den Schultern zusammengenäht hatte, unter meine Tunika gelegt und den Oberstoff dann nach innen eingeschlagen. Das Ganze habe ich dann von außen mit Dreifach-Zickzack-Stich festgenäht.

Den überstehenden Stoff habe ich dann knappkantig abgeschnitten.
Dabei fiel mir auf, dass das untere Teil an den Schultern ungleich breit war, das habe ich dann entsprechend korrigiert und dannk onnte ich den Halsausschnitt einfassen. Dieses Mal habe ich aber drei-, viermal geprüft, ob der Streifen lang genugt ist.
So gefiel mir das Shirt schon richtig gut, aber um den Lagenlook so richtig komplett zu machen, habe ich dann unten aus dem Streifenstoff auch noch was angenäht. Der Saum war schon gesäumt, natürlich auch wieder mit Dreifach-Zickzack, ein Auftrennen wäre möglich gewesen, aber dazu hatte ich, ehrlich gesagt, keine Lust. Also habe ich da ein wenig geschummelt und das "Unterteil" von links knapp neben dem Saum angenäht. Dann konnte es nach unten geschlagen werden und nun sieht es so aus, als würde Katharina ein kürzeres über einem längeren Shirt tragen:
Das ständige Anprobieren während des Nähens hat Katharina schon ziemlich gestört und eigentlich wollte sie die Tunika auch nicht anprobieren, als sie fertig war. Dann hat sie es aber doch gemacht und sich wohl gefühlt und die Tunika auch gleich angelassen. :-)

"Was issen das da für ne alte Kiste?"

Super, meine Tochter, ich grübele ewig lange, ob ich mir die Kiste kaufe und du nennst es alte Kiste... ;-)

Heute war in Wernigerode wieder Kunsthandwerkermarkt und da ich gehofft habe, dass Seife und Sinne dort wieder anzutreffen ist, sind wir nach Wernigerode gefahren. Der Seifenstand war, wie im letzten Jahr auch schon, leider nicht da. Überhaupt hat mich der Markt irgendwie ein wenig enttäuscht. Das Angebot war so lala und nichts, was mich so wirklich vom Hocker gerissen hat. Einzig der Stand mit den Holzarbeiten weckte mein Interesse und da ganz besonders eine Kiste. Da die aber nicht ganz preiswert war, habe ich eine halbe Ewigkeit überlegt und gerechnet und Steffen meinte, ich soll die Kiste mitnehmen, wenn ich sie denn haben möchte. Naja, so ganz wohl war mir dabei trotzdem nicht, aber dann habe ich sie doch gekauft. Und das ist nun meine neue Kiste:

Die Kiste ist so stabil, dass man darauf sogar sitzen oder stehen kann. Also kann ich sie auch als Fußbank beim Handnähen nutzen. ;-)

Samstag, 13. August 2016

Jane macht Kleiderpause...

Mit meiner Jane bin ich im Moment nur gedanklich beschäftigt, sie ist musste in der letzten Woche ein wenig in den Hintergrund treten. Zunächst standen ja die Buchumschläge auf dem Programm, zum anderen wollte ich gern für Katharina noch einige Kleidungsstücke nähen. Wenn sie nach unserem Urlaub wieder in den Kindergarten geht, geht sie in die Bienengruppe, das ist dann schon die vorletzte Kindergartengruppe. Ich habe kürzlich so einen schönen grauen Stoff mit Bienen bekommen und da hatte ich die Idee, ihr daraus ein Kleid zu nähen.

Damit bei dem Bienenstoff nichts schief geht, habe ich zunächst aus anderen Stoffen den Schnitt "getestet". Naja, eigentlich musste ich den nicht mehr testen, denn ich habe mich wieder für den Schnitt Trägerkleid von Klimperklein entschieden. E-Books mag ich eigentlich wegen des vielen Klebens und Schneidens eigentlich gar nicht, aber dieses macht da eine große Ausnahme. Der Schnitt ist so variabel, da kann man so viele verschiedene Dinge kombinieren und das Kleidungsstück sieht jedes Mal anders aus.

Zunächst habe ich Katharina ein Langarmshirt in Tunikalänge, eine Tunika mit kurzen Ärmeln und ein Kleid mit Rüsche und kurzen Ärmeln genäht.

Diese beiden Stoff sind Reststücke von Stoffe und Kreatives, dort stöbere ich sehr gern in der Restekiste, und auch wenn es nur Stücken von 20 cm sind, für eine kleine Passe oder kurze Ärmelchen reichen die Stoffe immer noch. Ich finde, das ist eine gute Gelegenheit, günstig an tolle Stoffe zu kommen.
 
Die Tunika finde ich besonders niedlich. Die hat wieder ein zweigeteiltes Vorder- und Rückenteil. Hier habe ich jedoch kein Webband aufgenäht, sondern die Naht mit der Coverlock abgesteppt. Vorn habe ich eine Zierblende angebracht und Kamsnaps angebracht. Unter der Blende habe ich schmale Paspelstreifen, die Ärmel- und Saumabschlüsse habe ich mit dem lila Patchworkstoff gearbeitet.

Für das Kleid habe ich einen gehüteten Schatz, nämlich einen der Hafenkitz-Stoffe von Alles für Selbermacher angeschnitten. So ganz leicht fiel es mir nicht, aber ich habe ja noch viele andere Hafenkitzstoffe und noch brauche ich für Katharina ja nicht solch große Mengen an Stoff, so dass noch immer was übrig ist.

Hier habe ich nur das Vorderteil geteilt, der Rücken ist komplett aus Hafenkitzstoff. Die unsere Saumkante habe ich mit - tja, wie nennt sich das denn, was ich da verwendet habe? Jedenfalls ist das Band gefaltet und hat am unteren Ende eine Art Häkelkante. Damit habe ich den Saum des Kleides eingefasst. So musste ich keinen weiteren Saum einschlagen.

Nicht dass ihr jetzt denkt, ich habe schmutzige Stoffe verarbeitet, nein, so wie die Teile fertig waren, wollte Katharina sie anziehen und nicht wieder ausziehen, bis das nächste Kleidungsstück fertig war. Was schöneres kann es doch gar nicht geben. Als ich die Stoffe rausgesucht hatte und sie im Schlafzimmer auf dem Boden lagen, kam sie rein, schlug die Hände über dem Kopf zusammen und rief ganz erfreut aus: "Oh Mami, was sind das für wundervolle Stoffe!" :-))

Freitag früh habe ich dann weitere Teile zugeschnitten. Da Katharina die Nacht wieder bei uns im Bett verbracht hat, bin ich mit Sack und Pack zum Zuschneiden in's Wohnzimmer umgezogen. Da ich dort aber nicht nähen kann, konnte ich nur zuschneiden. Das habe ich genutzt und gleich vier verschiedene Teile zugeschnitten und dass, was möglich war, habe ich auch gleich gesteckt, so dass ich dann, als Katharina irgendwann ausgeschlafen hatte, gleich nähen konnte.
Da ich ja noch immer auf ein bisscchen sommerliche Temperaturen hoffe, habe ich ihr drei Tuniken mit kurzen Ärmeln genäht. Auch hier habe ich wieder reichlich Reste aus verschiedenen Restekisten der Onlineshops verarbeitet.


 Das orangene Shirt hat nicht nur von an der Teilung ein Webband, sondern auch noch am linken Ärmel. Ich glaube, das organene Shirt gefällt mir personlich am Besten. Katharina findet zum Glück alle drei schön. Das blaue ist gerade mit ihr vor der Tür Laufrad fahren.

Da es bei Stoff und Liebe am Freitag möglich war, die neue Heidi-Stoffe vorzubestellen, habe ich dann doch endlich ein weiteres Heidikleid aus dem ersten (?) Heidistoff genäht. Von dem Beistfoff hatte ich nichts mehr, aber ich habe einen passenden gefunden und so gibt es nun ein Heidikleid in leuchtendem Grün.

 Beim Zuschnitt war ich ganz sparsam, schließlich ist der Stoff eine Rarität. Wobei das vielleicht schon eher unter Geiz fällt?
Dass die Schrift auf meinen Schnittteil drauf ist, habe ich gesehen, aber gedanklich nicht wirklich verarbeitet. Naja, da passt dann wieder mein Lieblingsspruch: "Das verschwindet in der Nahtzugabe!". Und es ist auch wirklich fast verschwunden:
Katharinas Schrank ist nun wieder ganz gut gefüllt, sodass ich die Sachen, die zu klein oder die nicht mehr ansehnlich sind, aussortieren kann.

Eigentlich hatte ich nun vor, die Stoffe wieder wegzuräumen, heute morgen habe ich mir jedoch überlegt, dass da einige Stoffe dabei sind, die ich nun langsam mal vernähen müsste, sonst ist Katharina aus den Mustern "herausgewachsen" und außerdem wird es ja auch bald wieder kälter. 
So habe ich heute morgen überlegt, dass ich noch die ein oder andere Tunika mit langen Ärmeln nähen werde. Jane hat also noch ein paar Tage Pause. ;-) 
PS: Und die Bienenkombi "fehlt" ja auch noch...