Montag, 27. Oktober 2014

Was Sonnabend blau war, war gestern rot. ;-)

Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich Sonnabend früh an/mit meiner Stickmaschine fast verzweifelt wäre und ich nicht verstanden habe, warum sie dann problemlos stickte.

Nana hatte ja geschrieben, dass es - kurioserweise - Garne gibt, die eben nicht funktionieren. Solche Garne habe ich wohl auch erwischt. Wobei... ...blau hat gestern funktioniert. Ich habe nämlich gestern noch gestickt. Letztes Jahr hatte ich mir eine schöne Stickdatei gekauft und auch gleich angefangen, sie zu sticken. Es sollte ein Quilt werden, den ich an die Wand in Katharinas Zimmer hängen wollte. Vor einem Jahr war sie noch ziemlich viel auf der Erde unterwegs und an der Stelle, wo sie viel gespielt hat, ist einen Außenwand und da sollte der Quilt als hin, um die Kälte abzuhalten.

Der Anfang der Stickereine flutschte nur so und wie es oftmals so ist, kamen tausend andere wichtige Dinge dazwischen und das Teil landete halbfertig in der Kiste. Die Filzanhänger habe ich mittlerweile zu Topflappen für ihre Kinderküche umfunktioniert.

Gestern fiel mir das Teil, als ich was gesucht habe, wieder in die Hände und ich habe überlegt, was ich daraus mal machen könnte. Den Quilt zum Kälteschutz brauchte es nun wirklich nicht mehr, aber ein Kopfschutz fürs Bettchen - das wär doch mal was.

Also habe ich gestickt, gestickt und gestickt und habe jedes Mal, wenn ich blau genommen habe, meiner Stickmaschine eingeredet, dass das KEIN blaues Garn ist. Es hat funktioniert: Der blaue Faden ist nicht gerissen - aber dafür der rote. Ich hätte das Garn ja schon viel eher aussortieren können, aber auf die Idee bin ich Dummerchen erst bei dem letzten Motiv gekommen.

Ich hatte mir auch schon überlegt, wie ich den Kopfschutz am Bett anbringen wollte. Ich wollte es so nähen, dass auf der Rückseite wie eine Tasche angenäht ist, die ich über das Bett ziehe. Der Plan war ganz einfach: Vorderseite, doppelt Thermolam, Rückseite, Tasche, alles passend und richtig herum aufeinanderlegen, nähen, verstürzen - und gut ist. Tja, soweit, so gut. Nur leider habe ich die Teile in der falschen Reihenfolge aufeinander gelegt.

So dass nun zwar die Tasche vernünftig verstürzt ist, Vorderteil und Rückseite und Vlies aber leider nicht. Jetzt sind die Nähte unter der Tasche leider zu sehen. Aber ich habe es so gelassen, wer weiß, was mir beim Trennen noch passiert wäre. Den unteren Rand von meinem Kopfschutz habe ich dann einfach mit einem Binding eingefasst. Es sieht zwar nicht so perfekt aus, aber ich glaube, Katharina ist das egal.
Und wenn sie gerade mal nicht schlafen kann oder will, hat sie nun wenigstens was Schönes zum Gucken und zum Entdecken.

Sonntag, 26. Oktober 2014

Er ist wunderschön geworden!

Wer mit mir auf Facebook befreundet ist, hat ja schon ein Foto von meinem Farmers Market gesehen. Nachdem ich ihn noch einmal gewaschen und dieses Mal auf der Leine getrocknet hatte, sah er viel besser aus, als noch den Abend zuvor.

Und weil Freitag so wunderschönes Herbstwetter war, habe ich beschlossen, von diesem Quilt mal wieder Fotos in der Natur zu machen. Eigentlich schwebten mir ja Fotos mit buntem Laub im Hintergrund vor, aber da wir dann bei meinen Eltern geholfen haben, den Wohnwagen in's "Winterquartier" zu schieben, habe ich meinen Plan ein wenig genändert und die Fotos zunächst bei meinen Eltern auf der Terrasse gemacht. Im Licht der Sonne sah mein Quilt noch viel schöner aus:
 



 
 




Auf den Fotos ist auch ein bisschen zu erkennen, wie ich gequiltet habe. Zwar ist der Quilt noch immer "schrumpelig", aber lange nicht mehr so sehr, wie nach der Runde im Trockner. Man sieht zwar immer noch den Zug vom Trocknen, aber damit kann ich nun leben und bei der nächsten Wäsche mache ich es, wie es mir Valomea geschrieben hat: Über mehrere Leinen hängen, das ist auch fast wie liegend trocknen.

Auf dem Feld hinterm Haus lagen noch die ganzen Heurollen und da haben wir dann auch noch einmal Fotos gemacht. Logisch, dass Katharina auch mit auf's Bild musste.

Das Wollvlies ist wunderbar warm und ich habe es nicht bereut, dass ich es genommen habe und beim nächsten Mal packe ich den Quilt nicht in den Trockner.

Und nun zeige ich Euch auch noch mein neues Profilbild. Das hat Steffen gemacht und ich finde, es ist ein richtig schönes Foto.

Samstag, 25. Oktober 2014

Ob sie's geahnt hat?

Als ich Ende des Sommers zwei Sachen für meine Freundin gestickt hatte, bin ich schon fast an meiner Maschine verzweifelt, ständig ist der Faden gerissen, manchmal schon nach zwei, drei Stichen wieder. Alles Saubermachen und neu Einfädeln hat nichts genützt. An den T-Shirts für Jakob bin ich dann verzweifelt und habe mir mal wieder neue Spulenkapseln bestellt.

Aber irgendwer hatte ein Problem damit, dass ich zum Feiertag (3. Oktober) mit meiner Maschine sticke, denn die erste Lieferung kam nicht bei mir an. Der Händler hat dann nach einigen Tagen einen neuen Brief versandt, der dann zwar bei mir ankam, aber nur eine Spulenkapsel enthielt, da nur noch eine auf Lager war. Aber egal, das wird schon. Also habe ich froh angefangen zu sticken und der erste Stich ging in die Spulenkapsel und damit war an Sticken ohne Fadenriss nicht mehr zu denken. Am liebsten hätte ich meiner Maschine denselben Gang gegönnt, wie vor zwei Jahren der Covermaschine: Ab in die Tonne. Aber dafür war sie dann doch zu teuer.

Also habe ich vor zwei Wochen mit den Kundendienst telefoniert und meine Maschine eingeschickt und gestern kam sie wieder wohlbehalten bei mir an. Am längsten hat jeweils der Transport gedauert. Ich bin aber erst heute dazu gekommen, sie auszuprobieren und es gab wieder bitterliche Tränen: Der Faden ist schon wieder ständig gerissen.

Ich habe dann verschiedene andere Fäden probiert, die gingen alle, nur nicht die Marathongarne und bisher habe ich problemlos damit gestickt. Egal, ich bin für meine Stickereien auf andere Garne ausgewichen, aber da da die Farbauswahl sowas von gering ist, musste ich beim letzten wieder das Marathongarn versuchen und siehe da: Es geht!!!

Und dann bin ich ganz mutig geworden und habe mir drei FSL-Dateien gekauft. Bisher habe ich die gemieden, weil ich immer gedacht habe, das kann ich nicht... Tja, und nun ist meine erste Datei fertig und es ist mir nur einmal der Faden gerissen, weil die Nadel abgebrochen ist. HURRA!!!
Ach Mann, hätte ich gewusst, dass das so easy geht, hätte ich mir gleich das Set gekauft. So habe ich erst einmal nur die drei zum Testen genommen. Aber ich freue mich und Anfang nächster Woche soll wohl auch die zweite ausstehende Spulenkapsel verschickt werden. Vielleicht brauche ich sie ja gar nicht, aber es ist immer gut, eine neue zu Hause zu haben. Ach übrigens, gestickt habe ich, na klar, mit Marathongarn. Vielleicht mag meine Maschine kein blau???

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Manches muss man nicht selbst testen.

Mein Winterquilt ist fertig - und ich auch.

Am Montag habe ich, gleich nachdem ich nach Hause gekommen bin, an meinem Quilt weitergearbeitet. Mir gingen zwar so nach und nach die Ideen für Quiltmuster aus, aber irgendwie hat es sich dann doch ergeben, dass ich fertig geworden bin. Und weil ich so unheimlich stolz auf meinen Quilt bin war, kommen jetzt ein paar Fotos:


Auf dem oberen Foto kann man auf der Rückseite so richtig schön erkennen, wie ich die einzelnen Blöcke gequiltet habe. Durch den Lichteinfall sieht es, finde ich, ganz besonders schön aus.

Der Dienstag stand dann, Fußball und Sky sei Dank, ganz im Zeichen des Binding annähen. Rückseitig habe ich es sogar von Hand angenäht:
Und dann war er eben fertig, mein neuer, schöner Quilt.
Während ich gequiltet habe, habe ich schon darüber nachgedacht, ob Wollvlies wohl in der Waschmaschine gewaschen werde kann. Zum Glück habe ich den "Beipackzettel" vor dem Entsorgen erst einmal gelesen und da stand dann so sinngemäß, dass das Vlies kalt in der Waschmaschine gewaschen werden kann und ein liegendes Trocknen empfohlen wird. Trocknen im Trockner wird nicht empfohlen, da wegen der Temperatur das Vlies recht stark schrumpfen kann. Aha... Und irgendwie war mir auch so, das in der Anleitung von meinem neuen Trockner steht, dass Wolle nicht im Trockner getrocknet werden kann. Ach, so schlimm wird's schon nicht sein, also: Quilt in den Trockner.

Zuerst war ich ja noch zögerlich und habe eine halbe Stunde Kaltluft gewählt. Ach, mein Quilt sah toll aus, also wird er auch irgendein Programm überstehen. Ich habe dann in meiner Liste geguckt und entschieden, dass ein Programm für Dessous schon schonend sein wird. Wird es bestimmt auch sein, aber wohl doch eher für Dessous. Mein Quilt war eine einzige Katastrophe und ich war gestern Abend so traurig, dass ich ihn am liebsten gleich entsorgt hätte.
Das Vlies hatte sich total zusammengezogen (die, die die Anleitung geschrieben haben, hatte wohl doch recht). Ich hätte ja auch hören können, schließlich hat mir Google den Text so wunderbar übersetzt. :-(

Heute morgen führte mich mein erster Gang ins Wohnzimmer zu meinem Katastrophenquilt, aber oh Wunder, er ist über Nacht nicht wieder glatt geworden. Mehr versauen konnte ich nicht, also habe ich ihn gleich noch einmal gewaschen - und nein, nicht wieder im Trockner getrocknet, sondern auf dem Boden aufgehängt.
So ganz viel ist auf dem Foto nicht zu erkennen, schließlich war das von heute früh. Aber ein bisschen sieht man, dass das Quiltmuster rückseitig wieder zu erkennen ist, das war gestern Abend gar nicht mehr gegeben. Also hat die erneute Wäsche wenigstens ein bisschen was gebracht und wieder eines habe ich gelernt: Wenn die Vlieshersteller vom Trocknen im Trockner abraten, dann meinen die das auch so!!!

Samstag, 18. Oktober 2014

Es wird ein Winterquilt!

Am letzten Sonnabend hatte ich ja schon meinen halbfertigen Farmers Market gezeigt und am Sonntag habe ich es wirklich geschafft und mein Quilttop fertig gestellt. Seit Sonntag hing der Quilt nun bei mir am Schrank. Zum einen, weil Vlies und Rückseite noch nicht bestellt bzw. da waren und zum anderen, um mir eine Eingebung hinsichtlich des Quiltmusters zu verschaffen.
Auf die richtige Eingebung warte ich allerdings bis heute, lediglich bei der Mitte wusste ich, wie ich die quilten wollte. Der Rest ergibt sich, denke ich, beim Quilten.

Als Vlies habe ich mich für Wollvlies entschieden (zum ersten Mal) und ich bin gespannt, wie es ist. Beim Quilten selbst war es schon seeehr warm. Und auch die Rückseite ist dieses Mal was ganz anderes als sonst: Ich habe mich für Flanell entschieden. In Bordeaux mit kleinen weißen Pünktchen. Und bisher bin ich sowohl vom Quilt, als auch von der Rückseite begeistert. Beim Heften und auch noch beim Quilten fällt mir immer wieder auf, dass mein Vlies nach Schaf riecht, was aber nicht unangenehm ist.

Ein bisschen habe ich heute auch schon mit dem Quilten angefangen und weil heute Sonnabend ist und damit Bundesliga-Konferenz auf Sky kommt, habe ich mir meine Nähmaschine mit ins Wohnzimmer genommen. So konnte ich Fußball gucken und meinen Quilt quilten.

In der Mitte habe ich zunächst die Linien der Flying-Geese-Einheiten in der Naht gequiltet und in die geteilten Quadrate habe ich, im Kontrast dazu, Blumen gequiltet.

In den Quadratblöcken werde ich mal Federn versuchen. Zum Glück habe ich viele dieser Blöcke, denn da muss ich noch ganz viel üben. Aber die Grundzüge sind schon zu erkennen.
 

So und da darf der Quilt nun bis morgen erst einmal liegen bleiben. Auf dem Foto ist auch die Rückseite zu erkennen, wobei sie in natura nicht ganz so grell und kräftig ist.

Samstag, 11. Oktober 2014

Da waren's nur noch sechs.

Ja genau, nur noch sechs Blöcke trennen mich von einem traumhaft schönen Quilttop. Ich war fleißig und eisern und habe meinen Plan gleich am Freitag in die Tag umgesetzt. Steffen hatte ja mit der Jugend ein Fußballspiel und ich habe meinem süßen Töchterchen mit Nachdruck klargemacht, dass sie gern mit ihrem Papa zum Fußball möchte. Und das hat auch geklappt und so konnte ich gleich Freitag an meinem Top weiterarbeiten.

Gestern habe ich die Blöcke der 7. Lieferung genäht, wobei am Abend dann aber die Konzentration unheimlich nachgelassen hat, das habe ich heute morgen festgestellt, weil ich noch ein Teil über hatte. Also musste ich alles wieder auftrennen. Ich wundere mich bloß, warum die Blöcke trotzdem zusammengepasst haben...
Ich habe meine Teile noch nicht gleich zusammengenäht, da ich hinsichtlich der Blöcke der 8. Lieferung erst nach den Farben gucken wollte. Immer wenn ich Teile fertig hatte, habe ich sie auf Bügel gehängt, dafür eignen sich ganz prima die Kinderhosenbügel von C & A.

Heute morgen habe ich gleich an meinen Blöcken weitergenäht und zwischendurch habe ich auch noch Hefeklöße gemacht. Wie konnte ich nur auf so eine dämliche Idee kommen? Immer wieder musste ich in die Küche, aber sie waren total lecker.
Nachdem Katharina sich durch Gucken und Kosten überzeugt hat, dass die Hefeklöße gut gehen, deckt sie sie wieder ordentlich zu. ;-)

Heute Nachmittag ging es dann ganz eisern mit meinen Blöcken weiter und so kann ich nun stolz verkünden: Meinem Top fehlen nur noch die sechs unteren Blöcke und es ist auch schon soweit zusammengenäht:
Letztendlich war es gut, dass ich die Blöcke der 8. Lieferung noch nicht zusammengenäht hatte, denn ich hatte ich bei einem Block vertan und das Teil aus den 2-Inch-Quadraten verkehrt herum angenäht, sodass dort nun zwei helle Quadrate aufeinander treffen. Wenn man nur flüchtig hinsieht, fällt es nicht auf, aber dadurch haben alle anderen Blöcke nicht mehr so recht gepasst, immer stießen zwei helle oder zwei dunkle Quadrate aneinander. Also habe ich kurzerhand das Layout so abgewandelt, dass es wieder passt.

Jetzt muss ich nur überlegen, wie ich diesen lebhaften Quilt quilten werde. Mmh... Mein Jonathan meinte heute beim Abendbrot, als ich diese Überlegung schon einmal ausgesprochen habe "Romy Bürgers!". :-) Das würde ich ja gern, aber dafür muss ich erst wieder ein wenig sparen, also muss ich mich da selber durchbeißen.
Wenn ich mir das "Liegefoto" ansehe, gefällt mir das Top im Liegen fast noch besser, als wenn es hängt...

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Meine Lebensgeister kehren zurück...

Ich hatte ja schon öfter mal erwähnt, dass ich seit September wieder voll arbeiten gehe und ich mich dadurch erst einmal komplett neu orientieren und meinen Zeitplan neu ordnen musste. Gerade als ich dabei war, mussten wir uns auf Arbeit an eine neue Situation gewöhnen, die von uns allen ziemlich viel fordert und noch bis mindestens Ende des Jahres anhält.

Dadurch war die Zeit für mein Hobby so gut wie nicht mehr vorhanden (ist sie jetzt auch nicht), aber inzwischen habe ich sozusagen meinen Frieden damit geschlossen und meine Nähzeit auf's Wochenende verlegt. Seitdem ich mich gedanklich damit arrangiert habe, geht es mir auch besser und es kommt wieder die Lust auf neue Projekte und darauf, alte fertig zu stellen.

Am Wochenende habe ich gleich damit angefangen, alte Projekte zu nähen. Mein Farmers Market ist so ein altes Projekt. Ich weiß gar nicht mehr genau, seit wann ich den habe, auf jeden Fall kam heute die letzte Lieferung (also muss er ja schon seit Oktober/November 2013 hier liegen). Unabhängig davon habe ich mir am Wochenende vorgenommen: DER WIRD JETZT FERTIG!!! Eigentlich hatte ich gehofft, an dem langen Wochenende ein bisschen weiter zu kommen, aber da Steffen dreimal als Schiedsrichter im Einsatz war, kam es eben anders. Nichtsdestotrotz habe ich ein bisschen nähen können und habe doch glatt ein paar Blöcke geschafft. Und als ich die Blöcke der 5. Lieferung so vor mir liegen sah, wusste ich auch wieder, was mich an diesem Quilt so fasziniert hat.
Die sechste und die achte Lieferung habe ich auch schon genäht, aber davon gibt es kein Foto (noch nicht), ich habe lieber genäht. Und ich fiebere - ehrlich gesagt - schon unheimlich dem Freitag entgegen. Da habe ich schon um drei Feierabend und Steffen ist mit seiner Jugend zum Fußball unterwegs und nimmt Katharina mit... Muss ich mehr sagen?

Ich habe aber nicht nur alte Projekte, sondern auch einige neue (die Lebensgeister - siehe Überschrift - sind wirklich wieder da). Im aktuellen Newsletter von quiltmania war mal wieder ein Hinweis auf einen neuen BoM. Eine ganze Nacht habe ich darüber geschlafen und morgens den Bestellbutton gedrückt und dann war ich ganz hibbelig, wann er denn kommt. Sonnabend kam er dann und ich war hin und weg, allein schon von den Stoffen.

Und während ich mich noch über meinen Brief gefreut und das Einschreiben unterschrieben habe, meinte der Postbote zu mir, dass "dieser Brief dann wohl auch" für mich sei. Es war eine Postsache und das bedeutet ja Post vom Zoll. Man konnte allerdings nur die Straße und den Ort lesen, wie er daraus auf mich geschlossen hat, ist mir bis heute unerklärlich. Und dann ist es irgendwie total blöd, wenn man zwei Bestellungen aus Amerika laufen hat und nicht weiß, welche beim Zoll liegt. Also habe ich Steffen mit allen Unterlagen ausgestattet und er war so lieb, mir die Sachen vom Zoll abzuholen. Und es waren meine Stoffe für den Jinny-Beyer-Quilt. Das sind Stoffe - Wahnsinn!

Und als ob das nicht genug wäre, habe ich mir zur Belohnung einen Quilt beim Handarbeitshaus bestellt. Der stach mir sofort in's Auge, als ich den neuen Katalog angesehen habe. Der Quilt ist ein Traum und die Lecien-Stoffe ja sowieso. Einziges Manko für mich ist, dass er wieder mit Schablonen zugeschnitten wird... Lange habe ich überlegt, da ich ja eigentlich genug Quilts und Projekte habe, aber nachdem weil ich eine Sonderzahlung bekommen habe, habe ich gedacht, das ist jetzt DIE Gelegenheit. Und heute kam mein Paket. Wow, die Stoffe sind wunderschön und ich freue mich schon irrsinnig darauf, den Quilt zu nähen:
Eine ganze Zeit lang, im Grunde genommen schon seitdem ich mit meinem Quilt "Meine Ende und mein Anfang" fertig war, hatte ich nicht so richtig Lust, einen Quilt zu nähen. Katharina sagt immer zu mir, alles hat seine Zeit und ich fühle, dass jetzt die Zeit kommt, in der ich wieder Lust auf meine Nähmaschine habe und ich freue mich darauf. Im Moment bin ich so voller Elan! Ich habe auch sogar schon wieder zwei, drei Nächte durchgeschlafen und habe nachts nicht Ewigkeiten wach gelegen und über die Arbeit nachgedacht. Und wenn ich morgens dann noch irgendwann ohne Kopfschmerzen aufwache, dann ist es wohl nahezu perfekt! :-)