Sonntag, 6. September 2015

Das Spielfeld

Ich hatte ja gestern schon geschrieben, dass ich nun mit Hochdruck am Neffenquilt arbeiten "muss", da die Einschulung ja schon bald ist und der Quilt muss ja noch eine Reise durch halb Deutschland antreten.

Also habe ich heute Mittag mein Top geheftet. Was mich allerdings geritten hat, das dicke Volumenvlies zu verwenden, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich hatte mir extra Baumwoll-Polyestervlies bestellt, aber als ich angefangen hatte zu heften, habe ich gedacht, dass es ja ein schöner warmer Kuschelquilt werden soll und, obwohl ich mir beim letzten Quilt schon vorgenommen hatte, dieses Vlies nicht mehr zu verwenden, habe ich es doch wieder getan. Es muss ja auch aufgebraucht werden, aber es ist einfach viel zu voluminös und steif. Es lässt sich auch nicht wirklich schön quilten. :-(
Als das Top bei mir an Schrank hing, wusste ich schon irgendwie, wie ich den Quilt quilten wollte. Im Spielfeld wollte ich die Linien des Spielfeldes aufgreifen und den Mitteilkreis ein-, zweimal umrunden. Letztendlich habe ich den Mittelkreis und die Mittellinie dreimal umrundet. Es war aber wegen des unheimlich dicken Vlieses, weil der Quilt dadurch so viel Gewicht und Volumen hat, sehr schwer.

Bei meiner Nähmaschine ist ein Führungslineal dabei, welches in den Fuß eingesteckt wird und das mit einem kleinen Metallplättchen gehalten wird. Leider habe ich mir gleich bei der ersten Runde Das Plättchen verbogen, sodass mein Lineal auch in diesem Fuß keinen Halt mehr hat und ich die Abstände schätzen musste. :-(

So sind die Abstände leider nicht gleichmäßig geworden. Im Ganzen jedoch ist das Spielfeld so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe.
Die Mitte habe ich mit gelbem Verlaufsgarn gequiltet. Als Unterfaden habe ich Bottom Line verwendet. Das ist ein sehr feiner, dünner Faden, auf eine Spule passt viel mehr drauf, als von normalem Garn. So richtig viel kann ich zu dem Garn ja noch nicht sagen, weil - siehe oben - der Quilt so dick und schwer ist und das Quilten nicht wirklich gut von der Hand geht. Aber auch auf der Rückseite ist das Quiltmuster sehr gut zu erkennen.
 
Auf den linken Foto ist das Quiltmuster gut zu erkennen. Die Farbe gibt es allerdings nicht gut wieder, da ich es ohne Blitz aufgenommen habe, das rechte Foto gibt die Farbe der Rückseite gut wieder. Es ist ein richtig schönes helles Sonnengelb.
 
In den Ecken habe ich mir Linien vorgezeichnet, die konnte ich dann doch nicht frei Hand quilten. Die geraden Ecken sollen die Stahlkonstruktion in einem Stadion darstellen. Von diesen drei Linien ausgehend, habe ich innerhalb des Randes Linien im Zickzack gequiltet. Diese werde ich dann noch wiederholen, so wie bei dem Jinny-Beyer-Quilt.
Ein bisschen ist der Verlauf der Linien im Randbereich schon zu erkennen. Mal sehen, ob ich morgen schon an dem Quilt weiterarbeiten kann...


Kommentare:

nealichundderdickeopa hat gesagt…

Liebe Viola,
das wird ein einmaliger Kuschelquilt und Dein Neffe darf sich glücklich schätzen ob so einer kreativen Tante !!!
Alles Liebe, Katrin

Petruschka hat gesagt…

Dein Quiltdesign ist wieder wohlüberlegt und gefällt mir sehr gut.

Herzlichst, Petruschka

Valomea hat gesagt…

Liebe Viola,
neben mir sitzt unser 10-jähriger Junior, der auch noch Ferien hat und meinte gerade: so einen wünscht er sich zu Weihnachten auch! - na, wenn das nicht höchstes Lob aus BVB-Fan-Mund ist! :-)
LG
Valomea

Selbermacherin hat gesagt…

Der Quilt sieht soo toll aus!!!
Und ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass dein Neffe die Abstände abmessen wird *grins*
Super Teil!!
Susanne

Eva Leisure hat gesagt…

Respekt! Da warst du ja superfix.
Das Vlies sieht wirklich sehr kuschelig aus - vielleicht schlimm zu bearbeiten aber toll zum Kuscheln?
Viel Spaß beim Binding und Verschenken
Eva

tubbie66 hat gesagt…

Oh wie wunderbar dein Quilt geworden ist!