Sonntag, 26. April 2015

Dieser und jener Plan

Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon den Plan für den Quilt für meinen kleinen Neffen zur Taufe über den Haufen geworfen haben. Zuerst wollte ich ihm einen Winnie-Pooh-Quilt nähen, dann habe ich überlegt, ihm aus den Blöcken vom ABC-Swap einen Quilt zu nähen und nun bin ich über diese Stickdateien gestolpert. Und diese werden nun zu seinem Quilt.

Heute habe ich schon angefangen und einige der 35 Blöcke gestickt. Auch bei mir gucken die Tiere über die Kante und ich glaube, das wird ein schöner Quilt.
Ich werde versuchen, in den nächsten Tage weitere Blöcke zu sticken, jetzt muss ich so langsam in die Gänge kommen, denn der Quilt muss am 13. Mai fertig sein - und dazwischen liegt ja noch unsere Jugendweihe.

Nachdem nun meine Oase fertig ist, "musste" eine neue Sofaarbeit her. Und weil ich ja auch meine Ufos weghaben möchte, habe ich überlegt, dass es nun an der Zeit ist, mit meinem Wunschgarten weiter zu machen... Das Kistchen habe ich auf jeden Fall schon einmal hervorgeholt. ;-)

Donnerstag, 23. April 2015

Ismaels Orangen

Über einen anderen Blog, ich weiß jetzt nur nicht mehr, welcher das war, bin ich auf ein sehr interessantes Projekt gestoßen: Blog dein Buch. Dein hörte sich sehr interessant an und so habe ich mich mit meinem Blog beworben und ich wurde angenommen.

Meine Wahl für ein erstes Buch, welches ich gern lesen und anschließend besprechen wollte, fiel auf das Buch Ismaels Orangen. Zum einen, weil mir das Cover so gut gefallen hat und zum anderen hat mich der "Untertitel" angesprochen: Kann Liebe wachsen, wo Hass gesät wird? Eine spannende Frage.
 

Das Buch ist bei Blanvalet erschienen, es ist gebunden mit Schutzumschlag und umfasst 444 Seiten.
ISBN: 978-3-7645-0516-5
Klappentext: "1948 lebt der siebenjährige Salim Al-Ismaeli als Sohn eines wohlhabenden Orangenzüchters in Jaffa. Das sogenannte Orangenhaus, in dem die Familie wohnt, ist Salims ganzer Stolz. Wie für seine Brüder Hassan und Rafan wurde zu seiner Geburt ein Baum im Garten gepflanzt, von dem Salim hofft, bald die ersten Früchte ernten zu dürfen - dann wird er ein Mann. Doch bevor er diesen Schritt ins Erwachsenenleben machen kann, bricht in Palästina der Krieg aus. Die Familie muss ihr Land verlassen und nach Nazareth fliehen, wo Salims Halbschwester Nadia und ihr Mann ihnen Unterschlupf gewähren. Salim trägt ein Foto vom Orangenhaus bei sich, das sein kostbarster Schatz ist - und bald der letzte Beweis seines einstigen Glücks..."
 
 
 
 
Ganz so einfach war der Einstig für mich in das Buch nicht, etwas störend fand ich, dass die Erläuterung der Fremdwörter am Schluss des Buches war, so musste ich immer wieder hin- und herblättern und war jedes Mal wieder aus dem Text rausgerissen. Schließlich habe ich dann die Begriffe nicht mehr nachgeschlagen, zumal sie auch meist im Text auch noch erläutert wurde. Nach den ersten dreißig, vierzig Seiten war ich dann schon so von der Geschichte gefangen, dass ich mich auf jede freie Minute, die ich zum Lesen hatte gefreut habe.
 
Im Buch gibt es zwei Handlungsstränge, zum einen die Geschichte des kleinen Salim, ein Junge arabischer Herkunft und die der kleinen Judit, die Tochter von Holocaustüberlebenden, die in London aufwächst. Eigentlich ist es ja fast zu erwarten, dass sich Salim und Judit treffen, die Erwartung wird nicht enttäuscht. Beide treffen sich im London der 60er Jahre und fühlen sich, trotz, oder vielleicht gerade wegen, ihrer unterschiedlichen Herkunft, sehr zueinander hingezogen.  Sie verlieben sich ineinander, heiraten, trotz der Widerstände ihrer Familien und müssen sehr für ihre Liebe und ihr gemeinsames Leben kämpfen. Wir begleiten die Familie zum Ende der 80er Jahre, gehen mit ihr zusammen durch Höhe und Tiefen... Manchmal hätte ich den einen oder anderen gern geschüttelt, damit er aufwacht und in das Hier und Jetzt zurückkehrt... Das Buch nimmt eine überraschende Wendung, wobei, wenn man zwischen den Zeilen gelesen hat, musste es eigentlich irgendwie so kommen. Das Ende ist ein Ende, welches dem Leser Raum für seine eigene Geschichte gibt, das gefällt mir. Es wird ein Spannungsbogen aufgebaut, der von der ersten bis zur letzten Seite bestehen bleibt.
 
Ich bin ein bekennender "Erst-die-letzte-Seite-Leser", danach entscheide ich, ob mich ein Buch anspricht oder nicht. Hier war es so, dass ich, obwohl ich den Schluss zuerst gelesen hatte, nicht wusste, wie das Buch ausgeht, das ist es, was mich an Büchern fasziniert: Spannung bis zum Schluss!
 
Die Autorin Claire Hajaj ist 1973 in London geboren und selbst zwischen zwei Kulturen aufgewachsen, ihr Vater ist Palästinenser, die Mutter Jüdin. Sie lebte sowohl im Nahen Osten als auch in England. Sie weiß also, wovon sie schreibt. Das Buch "Ismaels Orangen" ist ihr erster Roman und ich bin gespannt, ob weitere und mit welchem Thema folgen werden.
 
Das Buch gibt es sowohl als gebundene Ausgabe (19,99 EUR), als auch als Kindle-Edition, Hörbuch (Download) oder Hörbuch-CD und von mir gibt es dazu eine klare Kaufempfehlung.


Sonntag, 19. April 2015

Meine Oase

Da ist sie wieder, diese stille, tiefe Freude, wenn ein Quilt, der mir sehr am Herzen liegt und mir sehr viel bedeutet, fertig ist. So ging es mir heute Vormittag mit meiner Oase, nun ist sie endlich fertig. Mit dem Quilten bin ich gestern fertig geworden und dann habe ich das Binding geschnitten und vorderseitig schon angenäht. Die Rückseite habe ich mir dann für heute aufgehoben. Zuerst erschien es mir unendlich, schließlich habe ich neun Bindingstreifen geschnitten... Aber dann ging mir das rückseitige Annähen so fix von der Hand, das lag auch daran, dass ich eine Stunde, na gut, ich übertreibe jetzt, es waren nur 59 Minuten und 29 Sekunden, mit meiner Schwester telefoniert haben und wir uns so viel zu erzählen hatten, dass Jakob irgendwann gefordert hat, dass nun aber handyfreie Zeit ist. ;-) Also musste ich den Rest des Bindings ohne Unterhaltung annähen, aber das war dann nicht mehr viel und nun ist sie fertig: Meine Oase!





Es ist gar nicht so einfach, den schönen Quilt passend in Szene zu setzen und so überlege ich, ob wir nicht noch irgendwo anders hinfahren und bessere Fotos machen sollten. Vielleicht finden wir nachher auf dem Weg zum Fußball einen schönen Ort. ;-)

Freitag, 17. April 2015

Für jeden Kindergartentag der Woche eine...

Wer meinen Blog verfolgt, hat bestimmt schon gemerkt, dass es hier im Moment sehr ruhig ist. Maja hat gerade auf ihrem Blog geschrieben, dass sie vermutet, dass die Zeitdiebe bei ihr unterwegs sind.
Das verstehe ich gar nicht, denn die Zeitdiebe sind doch immerzu bei mir unterwegs. :-(

Heute habe ich aber endlich einmal wieder Zeit zum Nähen gehabt. Geplant war das schon lange, denn die Fußballmütze, die ich Katharina vor einer ganzen Weile genäht hatte, war nun wirklich zu klein geworden, also musste eine neue Mütze her. Ausgedruckt hatte ich den Schnitt schon vor ein paar Tagen, zum Nähen bin ich jedoch erst heute gekommen.

Zuerst habe ich nur eine Mütze genäht, dann noch eine und dann hatte ich die Idee, Katharinas Kindergartenfreund auch mit einer Mütze zu bedenken. Weil es sich ja nun wirklich nicht lohnt, einen Schnitt für nur eine einzige Mütze auszudrucken. Und weil meine kleine Katharina sich dann auch noch eine pinke Mütze und eine Beaniemütze gewünscht hatte, habe ich einfach noch ein bisschen weiter genäht und so sind doch glatt sieben neue Mützen entstanden:
Logisch, dass neben einer pinken Mütze auch eine Fußballmütze dabei sein musste. So kann Katharina passend gekleidet mit uns auf dem Fußballplatz gehen. Und beim Stöbern in meiner Jerseyschatzkiste habe ich noch den Rhinoboy gefunden. In diesen Stoff habe ich mich verliebt, als ich ihn das erste Mal gesehen habe. Wie der Name schon sagt, ist es eigentlich die Jungsvariante dieses Stoffes, aber den fand ich viel schöner, als die Mädchenvariante. Den Stoff habe ich gehegt wie einen Schatz und die Sachen, die ich daraus genäht habe, kommen auf jeden Fall in Katharinas Erinnerungskiste. Für Katharina hatte ich aus diesem Stoff ein Kleid genäht. Aus dem Rest hatte ich dann noch einen Pullover genäht, den wir verschenkt bekommen haben - und als er dann zu klein wurde, haben wir ihn für Katharina wieder bekommen. ;-) Und nun also noch eine Mütze, ich hoffe, ihr gefällt sie genauso gut wie mir. :-)

Tja und weil ja fünf der Mützen bei uns bleiben, könnte Katharina jeden Wochentag eine andere Mütze aufsetzen, ich bin ja sehr gespannt, welches ihre Lieblingsmütze wird...

Sonntag, 5. April 2015

Nur noch der Rand...

Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, über Ostern mit dem Jinny-Beyer-Projekt anzufangen, aber dann habe ich mir überlegt, dass ich irgendwie gerade ein bisschen Lust auf quilten habe und so habe ich an meiner Oase weiter gequiltet.

So ganz viel in den Blöcken war nicht mehr zu quilten und so kann ich nun ganz stolz berichten, dass die Blöcke fertig gequiltet sind. Ich hatte es ja zunächst so gemacht, dass ich erst die geraden Linien gequiltet habe. Für die großen braunen Dreiecke hatte ich mir die Blüten bis zum Schluss aufgehoben. Das war dann meine heutige Beschäftigung. Ich habe mich ein wenig vor diesen Blöcken gedrückt, da ich mit der Art, das Muster aufzuzeichnen, nicht so richtig zufrieden bin: Die Kreide löst sich in Wohlgefallen auf, sobald ich den Knoten vom Anfang in den Quilt gezogen habe und der andere Stift ist auch nicht so recht zu sehen.
Letztendlich habe ich dann doch wieder mit dem Kreidestift aufgezeichnet, ich hoffe nur, dass grün besser aus dem Stoff wieder rausgeht, als pink... ;-)
Wie man sieht, ging dann mein braunes Quiltgarn zur Neige und ich hatte doch noch ein paar Dreiecke zu quilten. Aber: Es hat ganz genau gereicht.
Von der Vorderseite ist leider nicht so wirklich viel vom Quiltmuster zu sehen, aber es ist wirklich da.
Und weil ich ein ganz klein wenig stolz auf meinen Quilt bin, zeige ich jetzt schon mal ein paar Fotos vom Quilting:
Auf dem Gesamtbild sieht man nicht so viel vom Quiltmuster, daher folgen jetzt noch Einzelbilder. Die Ecken finde ich besonders gut gelungen.
 
Und auch das Muster finde ich schön.

  
Morgen werde ich mich dann mit den beiden äußeren Rändern beschäftigen und dann werde ich vielleicht bald einen schönen neuen Quilt haben. Ich freue mich schon darauf.

Donnerstag, 2. April 2015

Oh, das ist neu. Das ist schön!

Mit den Worten hat Katharina gestern meinen neuen Quilt kommentiert. Das hat mich natürlich unheimlich gefreut.
Nachdem mein Top fertig war, wusste ich nicht so recht, wie ich es quilten sollte, daher lag es noch ein paar Tage so auf dem Zuschneidetisch und hat mich immer wieder "angesehen". Gestern nun habe ich einfach mal drauflos gequiltet und es ist ganz ordentlich geworden. Einzig die grünen Flächen gefallen mir nicht so ganz, aber auftrennen ging nicht, da das ein Baumwollsatin ist und da die Nählöcher immer zu sehen sind. Also musste es so bleiben.
In den Diamanten sieht man das Quilting auf Grund des gemusterten Stoffs leider fast gar nicht. Durch das unterschiedliche Quilting in den Diamanten in der Mitte fällt nun aber mehr auf, dass die Stoffe unterschiedlich sind, das ging vorher etwas unter. Trotz der kleinen Fehler finde ich die Wirkung insgesamt schön und ich bin mit meinem kleinen Quilt zufrieden.

Und dann habe ich Dienstag ein wundervolles Paket bekommen. Craftsy hatte ja schon Ende letzten Jahres angekündigt, dass es in diesem Jahr einen BoM von Jinny Beyer geben wird. Es gab auch ein Stoffpaket dazu, um welches ich schon lange rumgeschlichen bin. Als das Kit noch lieferbar war, konnte ich mich nicht entscheiden, ob oder ob nicht. Und als ich mich dann entschlossen habe, DEN WILL ICH NÄHEN, war das Kit ständig ausverkauft.

Aber dann im Februar war es lieferbar, das war meine Chance. Weil es aber abends schon so spät war, hatte ich überlegt, die Bestellung gleich am nächsten Morgen aufzugeben. Pustekuchen, da war das Kit schon wieder ausverkauft und ich habe mich grün und blau und sonstwas geärgert. Ich glaube, ich habe mich gefühlte tausend Mal auf der Warteliste von Craftsy eingetragen und irgendwann im März kam eine Mail, dass das Kit wieder verfügbar war.

Smartphone sei dank konnte ich es gleich bestellen und glücklicherweise hatte ich auch meine Kreditkarte dabei und schwupps hatte ich es bestellt. Und dann hieß es warten, warten, warten. Ich habe täglich, manchmal stündlich in der Sendungsverfolgung geguckt, wo mein Paket ist. Und Dienstag stand dann da, dass es in Deutschland ist und schon war es da. Und was soll ich sagen: Die Stoffe sind einfach ein Traum:

Sieht das nicht toll aus? Ich glaube, ich hätte mich ewig geärgert, wenn ich dieses Mal das Kit nicht bestellt hätte. Und nun habe ich über Ostern einiges zu tun, denn vier Blöcke sind ja schon verfügbar. ;-)