Sonntag, 31. Mai 2015

Das ist meine Neue!

Von unserem Spontankauf "Waschmaschine" hatte ich ja schon geschrieben. Seit gestern steht und wäscht sie. Und wie sie wäscht... ;-) Und wie es bei einer Quilterin ist, habe ich nach dem Leerlauf einen Quilt gewaschen, Jonathans Schlafquilt musste dazu herhalten.
Die neue Waschmaschine ist nicht ganz so tief wie die alte, obwohl sie sogar 8 kg Fassungsvermögen hat. Das ist wirklich enorm, das habe ich heute gemerkt, als ich die Wäsche aufgehängt habe, so viele Leinen brauchte ich sonst für 1 1/2 Maschinen...
Man sieht, ich freue mich über die neue Waschmaschine und nun hoffe ich, dass sie etwas länger hält.

Samstag, 30. Mai 2015

Na toll!

Man hat ja im Tagesablauf so seinen ganz bestimmten Rhythmus. Ich mache es oft so, dass ich, bevor ich zur Arbeit gehe, meine Waschmaschine programmiere, so dass sie fertig ist, wenn ich von der Arbeite komme. Dann wandert die Wäsche in den Trockner und ich kann die nächste Maschine waschen. So habe ich es gestern auch wieder gemacht. Waschmaschine und Trockner liefen und gedanklich habe ich schon die nächste Wäsche geplant - bleibt leider bei fünf Personen nicht aus. :-(

Der Trockner hörte sich ja gut an, aber die Waschmaschine hat irgendwie komische Geräusche gemacht und sie hat auch nicht wirklich das gemacht, was sie sollte. Och nö, jetzt nicht auch noch die Waschmaschine (das Auto reicht doch wohl). Naja, sie hat zwar gewaschen, nehme ich an, aber nicht mehr geschleudert und die Geräusche, die da aus meiner Waschmaschine kamen, waren grässlich. Wir hatten erst die Idee, dass es vielleicht der Keilriemen sein könnte, aber der war da, wo er hingehörte.

Also haben wir - Kampf gegen die Wegwerfgesellschaft - den Fachhändler angerufen und wegen einer Reparatur gefragt. Nur leider lohnt sich diese nicht mehr, da sie fast so teuer wie eine neue Waschmaschine ist und wenn die Maschine 15.000 Betriebsstunden gelaufen ist, dann hat sie ihren Dienst getan.

Ups... Und das bei einer Markenmaschine. Das hat mich dann doch ziemlich von den Socken gehauen und dabei ist die Maschine ja gerade sieben Jahre alt. Ich kam mir irgendwie ein wenig veralbert vor, meine erste Waschmaschine hatte dreizehn Jahre gehalten.

Naja, lamentieren nützt ja nix, also bin ich gestern (Steffen war wieder, na wo wohl, genau: beim Fußball) losgefahren und habe nach einer neuen Waschmaschine Ausschau gehalten. Im Mediamarkt in Halberstadt bin ich dann, dank einer wirklich sehr guten Beratung, fündig geworden. Und so habe ich nun seit gestern Abend eine Waschmaschine im Auto, die dann heute morgen an ihren Platz kommt und dann - für hoffentlich längere Zeit - ihren Dienst aufnimmt.

Mittwoch, 27. Mai 2015

Nur noch einmal schlafen...

...und dann wird unser kleines Mäuschen schon drei Jahre alt jung. Ich kann gar nicht sagen, wer sich mehr auf den Geburtstag freut: Katharina oder ich. Ich selbst habe ja auch unheimlich gern Geburtstag und freue mich jedes Jahr wie ein kleines Kind auf meinen Geburtstag. Aber ich freue mich auch jedes Jahr, wenn die Kinder Geburtstag haben, ich fiebere mit ihnen regelrecht mit. Und bei Katharina bin ich nun natürlich auch ganz gespannt, ob sie sich denn über ihre Geschenke freut.

Das eine Geschenk, welches sie sich gewünscht hat, ist kein wirklich typisches Mädchengeschenk, andererseits wieder doch: ein PINKER Bagger. Hey Kind, warum denn muss der Bagger pink sein? Ist gelb nicht auch eine schöne Farbe? Ich hätte ja gar nicht gedacht, dass es pinke Bagger gibt, aber Amazon hat wirklich alles, auch pinke Bagger. Also zieht morgen ein pinker Bagger bei uns ein.

Naja und dann ist da ja noch das Heidikleidchen... Katharina hat leider mitbekommen, dass ich das Kleid genäht habe, so ist es leider keine Überraschung. Aber ich habe ihr gesagt, dass das Kleid zum Geburtstag ist und ich es einpacke und sie es dann bekommt. Ich habe ihr dann gesagt, wenn sie es auswickelt, soll sie sich freuen und sagen "Oh ein Kleid, ein Kleid!" ;-) Steffen habe mir vorhin erzählt, dass sie heute schon nach dem Kleid gefragt hat. Einmal muss sie noch schlafen, dann darf sie auswickeln.

Das Kleid habe ich gestern noch fertig genäht und damit ja nix schief geht, habe ich die Säume mit der Hus mit dem dreigeteiltem Zickzackstich genäht. Am Saum musste ich ein Stück wieder auftrennen, weil sich da der Stoff so verschoben hat, aber das war dann auch egal. So ist das Kleid fast perfekt geworden. ;-)

Der Geburtstagstisch ist auch schon hergerichtet. 
Da Katharina morgen ja trotz Geburtstag in den Kindergarten geht und ich arbeiten muss, gibt es morgen früh nur einen "kleinen" Geburtstagstisch. Die anderen Päckchen gibt es dann morgen nachmittag. Und dieses Jahr können wir die Kerze sogar anzünden, denn ich weiß, wo ein Feuerzeug liegt (im letzten Jahr hatte ich eine Geburtstagskerze, aber kein Feuer...).

Montag, 25. Mai 2015

Klimperklein-Trägerkleid

In drei Tagen ist es soweit, denn dann hat unsere Katharina ihren dritten Geburtstag. Ich hatte mir vorgenommen, ihr zum Geburtstag auch mal was zum Anziehen zu nähen. Meine Wahl fiel auf den Heidistoff, den ich vor über einem Jahr gekauft hatte. Fehlt nur noch der passende Schnitt. Katharina hatte mir das Trägerkleid von Klimperklein ans Herz gelegt und genau dafür habe ich mich dann entschieden. Bei diesem Schnitt war auch nicht ganz so viel zusammen zu kleben, das ist das, was mich von den E-Books immer abhält...

Bevor ich meinen guten Heidistoff anschneide, habe ich erst einmal mit anderen Stoffen "geübt", schließlich wollte ich erst einmal gucken, wie der Schnitt sitzt. Also habe ich zwei Stoffe rausgesucht, von denen ich dachte, dass sie zusammen passen würden und so ist Sonnabend dieses kleine Kleidchen entstanden:
Einen ersten Praxistest hat das Kleid auch schon bestanden, denn gestern hatte Katharina es den ganzen Tag an. Und weil der Schnitt so vielseitig ist, habe ich heute noch eine Tunika danach genäht.
Dieses Mal habe ich das Oberteil geteilt und eine "Knopfleiste" mit eingearbeitet. Unter die "Knopfleiste" habe ich noch schmale Paspeln genäht, damit es ein wenig hübscher aussieht. Die Knöpfe sind natürlich nur Atrappe...
Das einzige, was nicht ganz so perfekt geworden sind, sind die Covernähte. Da kämpfe ich immer wieder mit, aber es ist vorzeigbar und Steffen hatte wieder seinen Standardspruch auf Lager: "Das sieht kein Mensch!"...
Naja, Katharina scheint es zu gefallen und das ist die Hauptsache. Die Rückseite ist komplett aus dem Fußballstoff gearbeitet und so ist der nun auch so gut wie aufgebraucht.
Tja und nachdem das nun so gut geklappt hat, habe ich mich dann doch getraut, den Heidistoff anzuschneiden. Daraus wird dann aber wieder ein Kleid, denn zu solch einem Mädchenstoff passt ja nur ein Kleid und natürlich muss auch das Kleid wieder einen Volant haben...
Das Kleid ist noch nicht fertig, aber man sieht schon, in welche Richtung es geht. Die Rückseite ist komplett aus dem Motivstoff und den Rest davon habe ich für die Vorderseite genommen. Mit dem Motivstoff wollte ich besonders sparsam umgehen, daher ist auf dem Rockteil oben das Motiv recht blöd abgeschnitten, so dass da zwei Füße zu sehen sind. Aber so ist von dem Motiv schön viel zu sehen und ich habe vom Stoff noch so richtig viel übrig... ;-)
Hier habe ich wieder eine "Knopfleiste" genäht, die Ränder habe ich mit Falzband mit gehäkelter Kante verziert. Davon hatte ich noch ein Stück in meiner Bänderkiste... Morgen werde ich das Kleid fertig nähen, dabei habe ich mir aber fest vorgenommen, die Nähte mit meiner HUS mit dem dreigeteilten Zickzackstich nähen... Mit einer unschönen Covernaht bei diesem schönen Stoff könnte ich nicht wirklich gut leben. ;-)

Montag, 18. Mai 2015

Ein Ufo weniger

Schon seit einer ganzen Weile hängen meine Küchenquilttops ja schon in der Küche, Quilts waren daraus bisher noch nicht geworden.

Gestern nun habe ich meinen freien Nachmittag genutzt und eines dieser beiden Tops zu einem Quilt werden lassen. Eine ganze Weile hatte ich überlegt, wie ich quitlen wollte. Letztendlich habe ich mich dazu entschlossen, zunächst die Blöcke in der Naht und anschließend den Hintergrund im Stippling zu quilten. Dadurch sind die Gläser, Flaschen und Körbe sehr schön und deutlich zu erkennen.
 
Ein wenig schwierig war die Innenecke am Binding und ich habe beim Binding annähen wieder mal überlegt, warum ich es mir unnötig schwer gemacht habe. Aber der Quilt sollte ja passgenau zwischen und unter die Schränke passen.
Die untere Hälfte vom Quilt ist auch mit einem Tunnel versehen, damit die linke Ecke nicht immer abknickt. Lieder hängt der Quilt mal wieder nicht so schön gerade, irgendwie habe ich in letzter Zeit ein Händchen dafür, die Quilts wellig zu nähen... :-( 
Beim Nähen hatte ich tatkräftige Unterstützung und ich war an früher erinnert, denn Jonathan hat, wenn ich genäht habe, auch oft hinter mit auf dem Stuhl gesessen. Er hat dann Müllauto gespielt. ;-)

Freitag, 15. Mai 2015

So...

So! Das sagt eigentlich schon alles, denn zwei der drei Großereignisse im Mai haben wir sozusagen hinter uns gebracht. Von Johannes' Jugendweihe hatte ich ja schon geschrieben, es war einfach nur toll und nun warte ich sehnsüchtig auf die Bilder und die DVD, denn dann kann ich endlich die Danksagungen fertig machen und mir in aller Ruhe noch einmal die Feierstunde ansehen.

Heute sind wir nun von der Taufe unseres Neffen wiedergekommen. Leider musste ich am Mittwoch noch bis 15 Uhr arbeiten und so konnten wir erst halb vier losfahren. Und diese Idee hatten einige. Wir haben zwar nicht wirklich im Stau gestanden, glücklicherweise hat unser Navi uns um den ein oder anderen Stau herumgeleitet, aber die Straßen waren so unheimlich voll, dass es nicht wirklich Spaß gemacht hat. Katharina musste alle halbe Stunde pullern und wenn sie nicht pullern musste, so tat ihr der Po vom langen Sitzen weh und das hat sie dann natürlich kund getan. Die letzten zwei Stunden der Fahrt lautstark und unter Tränen. Am Ende waren wir alle irgendwie am Ende und ich war kurz davor, unseren Italienurlaub im Sommer zu canceln... Das Wetter tat ein übriges dazu, auch wenn es faszinierende Wolkenschauspiele am Himmel gab, den Starkregen hätte es nun nicht noch unbedingt gebraucht.


Aber wir konnten immer noch froh sein, nicht auf der anderen Seite zu fahren, denn da war die Autoschlange ungleich länger...
Als wir dann abends gegen dreiviertel zehn in der Ferienwohnung angekommen sind, wollte ich nur noch in's Bett. Den anderen von uns ging es ebenso. Und wie es meistens ist, wenn wir in Reutlingen sind, hat uns am nächsten Morgen mal wieder Regen geweckt und die Taufe war doch bei einem Freiluftgottesdienst. Na, wir haben dem Wetter getrotzt und zum Mittag kam doch glatt noch mal die Sonne raus.

Meinen Quilt habe ich auch noch rechtzeitig fertig bekommen, manchmal war ich aber kurz davor, einen Gutschein zu verschenken. Irgendwie konnte ich dann nicht mehr. Am Sonnabend habe ich dann das Top zusammen gesetzt, die letzte Naht am Top, Nähmaschine ausgemacht und schon hatte unser Besuch geklingelt. ;-) Wenn das mal kein Timing ist.

Sonntag habe ich dann geheftet und gequiltet, was mich allerdings geritten hat, dickes Volumenvlies und Fleece als Rückseite zu nehmen, weiß ich wirklich nicht. Es war so ein dickes, voluminöses Sandwich, dass es nicht wirklich gut zu quilten war. Und wenn dann der Anschiebetisch auch noch gebrochen ist, ist es nicht wirklich günstig...
Künftig passe ich beim Umräumen viel besser auf, worauf Steffen tritt und ich hoffe doch sehr, dass es nicht wieder meinen Anschiebetisch erwischt. Aber inzwischen ist er wieder repariert und ich hoffe, er macht ihn nicht ein drittes Mal kaputt.

Gequiltet habe ich den Quilt nur in der Naht und auch das Binding habe ich mit Hand angenäht, irgendwann wollte ich ihn nur noch fertig bekommen. Aber er ist schön geworden und die Mühe hat sich echt gelohnt.
Für die Rückseite hatte ich bei Buttinette einen tollen Kuschelfleece mit kleinen Giraffen drauf bestellt. Der war unheimlich weich und kuschelig, nur einen kleinen Fehler hatte der Stoff: Wegen der Giraffen konnte ich ihn nicht stoffsparend verwenden. Bei kleinen Quilts lege ich den Quilt sonst immer quer auf den Stoff und bekomme so mehr raus, aber das war ja nun egal.
Hätten meine Kinder nicht schon so viele Quilts, wäre es mir bestimmt schwer gefallen, den Quilt wegzugeben. Aber ich denke, unser Neffe hat sich darüber gefreut und das ist doch die Hauptsache.

Ich muss sagen, das Geld für die Stickdatei hat sich auf jeden Fall gelohnt und ich weiß schon jetzt, dass ich die noch einmal verwenden werde. ;-)

Und zu guter Letzt möchte ich noch, auch wenn es schon fast wieder eine Woche her ist, zeigen, was mir meine drei Kinder zum Muttertag geschenkt haben. Ich musste ja wirklich schmunzeln, denn die Jungs haben in dieser Beziehung ganz eindeutig Steffens und meine Gene, denn auch wir schenken und unsere Geschenke immer vor dem eigentlichen Tag, weil wir es vor Spannung und Freude nicht aushalten können. Und meine Jungs haben es ebenso gehandhabt: Jonathan hat mir das Tuch, welches er auf dem Flohmarkt für mich gekauft hat, gleich am Dienstag geschenkt und Johannes hat mir die Udo-Jürgens-CD, die er für mich ausgesucht hat, gleich am Sonnabend gegeben. Einzig, Katharina hat mir ihre Karte, das gefaltete Herz und den gemalten Schmetterling erst am Sonntag gegeben.
Ich habe mich über alles sehr gefreut, die Jungs haben ganz tolle Sachen für mich ausgesucht, jeder hat etwas entsprechend seiner Möglichkeiten für mich gehabt, es war eine tolle Überraschung. Tausend Dank meine allerliebsten Kinder!!!

Mittwoch, 6. Mai 2015

Weit hinter dem Horizont

Noch ein weiteres Buch habe ich über die Plattform Blog dein Buch erhalten, nämlich "Weit hinter dem Horizont" von Christina Lawens. Das Buch ist im Edel E-Books, dem rein digitalen Buchverlag der Edel Germany GmbH erschienen.

Kurzbeschreibung:

"Florence Letrec ist eine junge, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris. Lange war sie nicht mehr in ihrer Heimat, an der wild-romantischen Küste der Bretagne - zu schmerzlich sind die Erinnerungen. Florences Eltern sterben bei einer Explosion auf einem Leuchtturm, als sie gerade zwölf Jahre alt war. Sie wuchs gut behütet bei ihrer Großmutter im malerischen Locronan auf. Eines Tages erhält Florence einen Brief ihrer totgeglaubten Mutter aus einem Kloster, der sie zurück in die Betragne führt. Dort begibt sie sich gemeinsam mit ihrer Jugendliebe Serge auf eine Reise in die Vergangenheit ihrer Familiengeschichte, in tiefe menschliche Abgründe. Dabei entdeckt sie die Memoiren ihrer Mutter und begreift, warum ihre Großmutter alles getan hat, um ein Verbrechen zu vertuschen und Serge und sie auseinander zu bringen. Florence riskiert dabei nicht nur ihren guten Ruf, sondern auch ihr Leben in Paris und den Zusammenhalt ihrer Familie und einstiger Freunde. Plötzlich weiß Florence, dass sie all ihre Pläne überdenken und ihrer inneren Stimme vertrauen muss..."

Die Kurzbeschreibung lässt auf einen kurzweiligen Roman hoffen, der von allem ein bisschen enthält: Familiengeschichte, Liebesgeschichte, Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft, kurz, ein Buch, welches den Leser den Alltag vergessen lässt, bei dem man abschalten und ein bisschen träumen kann. Und so ist es auch. Schon nach den ersten Seiten habe ich mit Florence mitgefiebert und konnte es gar nicht erwarten, weiter lesen zu können.

Florence lebt in Paris und ist eine bekannte Schriftstellerin. Für ihren Traum vom Schreiben hat sie hart gearbeitet und gönnt sich keine Pause. Sie lebt mit einem Anwalt zusammen, jedoch in einer für meine Begriffe seltsamen Beziehung. Ein Brief aus einem Kloster führt sie zurück in ihre alte Heimat und dort beginnt Florence, Fragen zu stellen. Fragen nach der Vergangenheit, aber auch Fragen nach ihrem Leben und ihrer Zukunft. Florence beginnt, ihr Leben und ihre Beziehung zu hinterfragen und schlägt am Ende einen Weg ein, der zu Beginn des Buches nicht unbedingt zu erwarten war, der mich aber sehr gefreut hat.

Das Buch ist gut geschrieben und lässt sich leicht und einfach lesen, einzig einmal war für mich etwas unlogisch in der Reihenfolge der Geschehnisse, aber das hat den Spaß am Buch keinesfalls getrübt. Besonders gut hat mir die anschauliche Beschreibung der Protagonisten und der Landschaft gefallen, manches fand ich so gut beschrieben, dass ich meinte, ich könnte es selbst sehen, spüren, erleben.

Dieser Roman ist bereits der dritte der Autorin und ich denke, dass ich mir die anderen beiden Bücher auf jeden Fall ansehen werde. Das Buch hat 389 Seiten und ist unter folgender ISBN 978-3-95530-716-5 erhältlich. Für mich hat es sich gelohnt, das Buch zu lesen und ich kann es auf jeden Fall weiter empfehlen.

Sonntag, 3. Mai 2015

Johannes' großer Tag

Ich habe ja auf meinen Blog schon hin und wieder davon geschrieben, dass Johannes in diesem Jahr Jugendweihe hat. Mit der Jugendweihe werden die Jugendlichen symbolisch in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen. Auch zu meiner Zeit gab es die Jugendweihe, aber da war es was ganz anderes und so haben wir lange überlegt, ob Johannes die Jugendweihe mitmachen soll/möchte/kann oder nicht. Letztendlich haben wir die Entscheidung ihm überlassen und er hat sich entscheiden, an der Jugendweihe teilzunehmen.

Im Vorfeld gab es einige Jugendstunden, in denen die Jugendlichen für sie wichtige Themen kennenlernen und so eine kleine Vorbereitung mit auf das Erwachsenenleben bekommen. Der Höhepunkt ist dann natürlich die Feierstunde und die anschließende Jugendweihefeier mit der Familie.

Ich war ein bisschen zwiegespalten, ob der Feierstunde, aber das war völlig unbegründet. Die Feierstunde war wunderschön und dem Anlass entsprechend. Der Redner war spitze, ist in seiner Rede wunderbar auf die Jugendlichen und ihre derzeitige Situation des Erwachsenwerdens eingegangen, hat ihnen tolle Worte mit auf den Weg gegeben, hat sich bei seiner Rede nicht nur stur an sein Manuskript gehalten, sondern hat aktuelle Ereignisse mit einfließen lassen, kurzum, es war eine tolle Rede. Und nun haben wir einen jungen Erwachsenen zu Hause (und während ich diese Worte schreibe, muss ich doch glatt schon wieder mit den Tränen kämpfen), dabei war er doch gerade erst geboren... Wo sind denn nur die 14 Jahre geblieben???

Ich weiß gar nicht, wie oft ich wegen der Feier und der ganzen Organisation nachts wach gelegen und gegrübelt habe, wie oft habe ich geweint, weil ich meinte, es nicht alles zu schaffen, wie oft habe ich überlegt, alles abzusagen... Am Sonnabend bin ich schon zwanzig vor sechs aufgestanden und haben den Rest noch vorbereitet. Und dann ging doch alles irgendwie ganz einfach und schwupps - war der schöne Tag auch schon wieder vorbei. Warum ziehen sich die Vorbereitungen nur immer so lange hin und der eigentliche Tag verfliegt dann wie im Nu? Aber wir haben schöne Erinnerungen an den Tag, wir haben ihn gemeinsam mit unseren lieben Menschen um uns erleben können (meine Oma war in Gedanken bei uns, leider konnten wir sie nicht zu uns holen) und ich habe mal wieder gemerkt, was für eine tolle Familie wir eigentlich sind.
Und Johannes hat mich heute morgen ganz fest gedrückt und mir gesagt, wie schön der gestrige Tag für ihn war. Und was will man als Eltern mehr? Danke, mein Sohn, dass es Dich gibt! Wir sind stolz auf Dich!