Montag, 31. August 2015

Mein Farbwirbel

Vielen, vielen Dank für Eure lieben Kommentare, hier und bei Facebook, zu meinem Farbwirbel. Ich habe mich sehr gefreut und kann ganz stolz berichten, dass ich nun einen perfekten Farbverlauf habe (finde ich).

Ich hatte Freitag Abend ja alle Teile noch einmal auseinander getrennt. Für Sonnabend habe ich mir dann vorgenommen, die Teile in aller Ruhe zusammen zu nähen. Zuerst hatte ich die Idee, meine Teile anhand der zusammen geklebten Schablonen zurechtzuschneiden. Dazu habe ich die einzelnen Schablonen so zusammengeklebt, dass sich die Markierungen getroffen haben.
Wie man auf dem Foto sieht, wäre zurechtschneiden aber keine so gute Idee gewesen, also habe ich die wieder verworfen. Also blieb mir nur die Möglichkeit, ganz genau zu bügeln, zu stecken und zu nähen und natürlich musste ich darauf achten, die richtigen Teile an die richtige Seite zu nähen, denn das war ein Tag zuvor mein Fehler...

Für das gelbe Teil, welches meiner Meinung nach etwas fehl am Platze war, habe ich lange überlegt und drei, vier Stoffe aufgelegt und an Hand des Fotos entschieden, ob der Stoff dafür passend ist oder nicht. Letztendlich habe ich mich für einen Batik in orange-rot entschieden und ich denke, der passt ganz gut an die Stelle.
Als ich angefangen habe zu nähen, hätte ich meine Teile bald wieder falsch herum zusammen genäht, zum Glück ist es mir noch vor dem ersten Stich aufgefallen.
Ach ja, das sieht schon richtig schön aus.
Da ist mein Wirbel noch ungebügelt, aber man sieht, dass es dieses Mal besser aussieht und die Teile auch besser zusammen passen. Ich habe es so gemacht, dass ich, wenn ich beim Zusammenstecken festgestellt habe, dass Nahtzugaben nicht überein stimmen, da immer noch ein wenig abgenäht habe. Die Nahtkreuzungen passen nicht an jeder Stelle zusammen, aber schon besser, als beim ersten Versuch.

Die Mitte habe ich, nachdem ich das ja nun gelernt habe, von Hand appliziert. Allerdings hätte ich dabei wohl aufpassen sollen, dass ich nicht mein Teil mit festnähe. Der Klassiker, nicht nur beim Quilten!

Leider hatte ich gestern nicht wirklich Zeit, um an meinem Top weiter zu arbeiten, aber ich habe meinen Kreis wenigstens auf den schwarzen Hintergrund gesteckt. Ja, das sieht echt gut aus!
Heute war ja unser erster Arbeitstag nach drei Wochen Urlaub, von daher wird es bestimmt noch eine Weile dauern, bevor mein Wirbel fertig wird, zumal der Neffenquilt nun oberste Priorität hat, denn die Einschulung ist gar nicht mehr lange hin.

Freitag, 28. August 2015

So ein Mist...

Schon vor einiger Zeit habe ich bei Craftsy einen tollen Quilt entdeckt. Leider gibt es den nur in einer Komplettpackung, mir hätte die Anleitung gereicht. Also habe ich gegrübelt und bin zu der Überzeugung gekommen, dass es bei dem Muster wohl die Dahlie handeln müsste. Also habe ich mir beim Handarbeitshaus die Zuschneideschablonen für die Dahlie bestellt. Aber so richtig habe ich mich nicht an den Quilt rangetraut. Tja und die Gesamtpackung war bei Craftsy relativ schnell ausverkauft. :-( Egal, ich habe ja genug Projekte.

Als wir im Urlaub waren und die Jungs sich um kostenfreies W-Lan gekümmert hatten, hatte ich spaßeshalber mal bei Craftsy geguckt und was sehe ich da? Na klar, die Packung. Dieses Mal habe ich dann nicht wieder überlegt und probiert, den Quilt selbst zu konstruieren, sondern habe mir die Packung bestellt. Nachdem ich dann die Mail bekommen hatte, dass meine Ware im Versand ist, habe ich ganz oft in der Sendungsverfolgung nachgesehen, wo mein Paket dann ist. Die Übergabe an DPD stand dort zum Beispiel seit Montag und nichts hat sich verändert. Heute habe ich dann gar nicht mehr geguckt und heute hat der DPD-Fahrer geklingelt und hatte doch tatsächlich mein Craftsy-Paket. Als Jonathan damit hochkam, kam ich mir vor, wie in der Zalando-Werbung... ;-)

Logisch, dass ich gleich ausgepackt und nach einiger Überlegung auch noch damit angefangen habe. Die Stoffe sind einfach toll, alles Batiks und die Farbpalette ist schon klasse. In dem Farbwirbel kommt kein Stoff doppelt vor. Ich war dann dabei, die Stoffe zu sortieren und habe ich ehrlich gewundert, warum denn auf jedem Stoff ein kleines Klebchen mit einer Zahl klebt. Naja, ich habe da nicht weiter drüber nachgedacht.

Erst nach einer ganzen Weile ist mir aufgefallen, dass die Zahlen auf den Klebchen mit den Zahlen in der Anleitung übereinstimmen. :-(
Wär ja auch blöd, sich die Anleitung, auch wenn sie auf Englisch ist, vorher mal komplett durchzulesen. Ich habe es dann aber doch noch sortiert bekommen und meine Teile entsprechend zugeschnitten.
 Wo es hingehen soll, ist schon zu erkennen. Nun hieß es, Teile zusammen zu nähen. Das habe ich getan und zum Glück schon beim zweiten Bogen festgestellt, dass ich die größten Teile verkehrt herum sortiert habe. Also vom ersten Teil wieder abtrennen und neu sortieren. Dann konnte es weitergehen. Ich habe es sogar so weit geschafft, die Bögen zum Kreis zusammen zu nähen.
 Ich musste ein wenig zirkulieren, aber irgendwie hat es gepasst. Leider war der Kreis stellenweise ein wenig zu groß, sicher lag das daran, dass es bei mir immer eine gewisse Abweichung gibt, wenn ich mit Papierschablonen zuschneide. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich mich immer sehr bemühe, mit dem Rollschneider nicht ins Papier zu schneiden und dann immer ein, zwei Millimeter zu groß zuschneide. Ich habe dann hier und da ein wenig abgenäht, dann passten zwar die Übergänge nicht mehr so ganz, aber es war ok. Ich habe dann sogar die Mitte noch festgesteckt und wolle dann beim Fernsehen  das Teil applizieren.
Als mein Teil dann so auf dem Fußboden lag, kam es mir irgendwie komisch vor. So genau konnte ich es noch nicht sagen, aber ich fühlte, dass es so nicht passt. Also habe ich mir das Bild angesehen und festgestellt, dass ich wohl drei, vier Teile vertauscht hatte und zwar die grünen. Also habe ich mal wieder getrennt und getrennt und getrennt.
So sieht es schon besser aus, aber ganz stimmig scheint es noch immer nicht zu sein. Irgendwann habe ich dann meinen Fehler entdeckt: Ich habe die Teile an der falschen Seite zusammen genäht. So ein Mist aber auch, denn nun konnte ich alles wieder auftrennen. Naja, was soll's. Nachdem ich alles getrennt hatte, habe ich meine Teile zusammen gelegt und nun kann man endlich den richtigen Farbwirbel erkennen:
Auf dem Foto ist zu erkennen, dass ein gelbes Teil falsch ist. Laut Anleitung hätte da ein Teil mit Nr. 7354 hingehört, in meiner Packung war jedoch ein Stoff mit Nummer 7324 über. Ich habe angenommen, dass der Stoff dann wohl an diese Stelle gehört, aber auf dem Foto sieht man, dass es nicht passt. Also mache ich mich mal auf die Suche nach einem Stoff in orangerot... Ich hoffe, ich finde was Passendes... ;-)

Donnerstag, 27. August 2015

Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder ereilt es uns und die Schule fängt wieder an. Irgendwie scheint die Zeit der Sommerferien nur so vorbei zu fliegen. Der erste Schultag ist auch für uns immer mit einiger Arbeit verbunden, so müssen die Leihbücher kontrolliert und die Mängel aufgeschrieben werden (kann mir einer sagen, warum ich ein Geschichtsbuch ausgeliehen habe, obwohl hier zu Hause genauso ein Buch noch von Johannes liegt und weiß einer, warum ich bei Johannes ein Buch ausleihen wollte, was er gar nicht braucht?) und alle Bücher müssen eingekleidet werden. Schon seit ein paar Jahren haben die Kinder genähte Umschläge, die halten wenigstens länger als die aus Kunststoff.

Im letzten Jahr musste ich  ja zehn Umschläge neu nähen, in diesem Jahr - ACHTUNG, jetzt kommt's - nur einen einzigen und zwar einen ganz kleinen in ungefähr A6-Größe. Ich glaube, ich habe die Jungs beim Abendbrot und auch vorher mindestens zwanzig Mal gefragt, ob auch wirklich alle Bücher einen Umschlag haben... Haben sie. ;-)

Aber dafür habe ich noch etwas anderes genäht und zwar noch einmal eine Hülle für eine Zeugnismappe. Nein, nicht für meine Jungs, da hat ja das eine Kind nicht einmal mehr eine Zeugnismappe, die hat sich in Wohlgefallen aufgelöst und seitdem sind die Zeugnisse im Papphefter abgeheftet. ;-)

Ein kleines Mädchen kommt in die Schule und sollte eine Kleinigkeit bekommen und da habe ich mich mit meiner Kollegin auf eine Hülle für die Zeugnismappe "geeinigt". Die Fertigung lag dann bei mir. Und so sieht sie aus:
Der grüne Stoff war eigentlich für die Zwischenstreifen von meinem Wunschgarten gedacht, aber das war mir dann doch zu grell. Nun hat er eine gute Verwendung in der Hülle gefunden. Verziert habe ich die Hülle mit Blumen, die ich mal von Veri geschenkt bekommen habe. Bei Katharinas Ordnerhülle hatte ich die Blümchen auch schon einmal verwendet. Auch auf der Rückseite der Hülle finden sich Blumen, wie auf einer Blumenwiese.
Die Hülle habe ich mit dünnem Vlies gedoppelt und gequiltet und dann erst mit der Innenseite verstürzt. An der rückwärtigen Umschlagklappe habe ich das letzte der Mädchenlabel angenäht. Nun sind sie wirklich aufgebraucht. :-(
Ich hoffe, dass wir mit der Hülle eine Freude machen können und wünschen der kleinen Schulanfängerin eine schöne Schulzeit.

Mittwoch, 26. August 2015

Manche Dinge kosten echt Überwindung!!!

Vielen Dank euch allen für eure lieben Kommentare zu meinen letzten Beiträgen. Über jeden einzelnen habe ich mich sehr gefreut. :-)

Gestern Abend haben Steffen und ich was ganz Spontanes gemacht: Wir waren in Magdeburg zum Fußball. Wir haben in dieser Woche ja noch Urlaub und auch Steffen ist, was das Pfeifen angeht, noch ein wenig im Urlaubsmodus und weniger unterwegs. Also haben wir ganz spontan Karten bestellt und sind zu einem der in der 3. Liga vielen Ostderbys gefahren (Magdeburg gegen Chemnitz).

Obwohl ganz viele Fußballfans die gleiche Idee wie wir hatten, sind wir gut durch Magdeburg durchgekommen und hatte keinen Stau. Wir haben ein wenig vom Stadion entfernt geparkt und waren da schon in diesem Sog drin, dem man sich unschwer entziehen kann, wenn ganz viele Menschen den gleichen Weg, das gleiche Ziel haben. Also sind wir einfach den anderen hinterher gegangen. Und nein, wenn die Straße frei ist, interessiert da keine Fußgängerampel oder Verkehrsinsel... :-(

Am und im Stadion war logischerweise alles blau-weiß. Wir waren vor fast fünfzehn Jahren mal dort im, damals noch alten Stadion, als Magdeburg im Pokal gegen Bayern gespielt hatte. Das war schon ein unheimliches Erlebnis.
Unsere Plätze waren ganz oben im Stadion, links von uns, getrennt durch zwei freigebliebene Blöcke, saßen die mitgereisten Chemnitz-Fans.
Zu Beginn war auch dieser Block noch recht leer, aber kurz vor Beginn des Spiels hat er sich dann zusehends gefüllt. Die Chemnitzer haben von Beginn an Stimmung gemacht und das über das gesamte Spiel.

Ich war immerzu nur am Gucken und habe versucht, ganz viele Eindrücke im Kopf und im Herzen festzuhalten und aufzusaugen. Es war einmalig!
 
Zu Anfang das noch recht leere Stadion, welches sich dann aber nach und nach gefüllt hat. Ich wusste gar nicht, wohin ich zuerst gucken sollte.
Was ich allerdings nicht verstehen konnte und kann, ist, dass viele erst nach Beginn des Spiels gekommen sind und schon vor Abpfiff der ersten Halbzeit wieder gegangen sind, um sich was zu Trinken zu holen... Wenn ich zum Fußball gehe, möchte ich doch von Anfang bis Ende gucken?! Egal, wir saßen pünktlich auf unseren Plätzen und konnte die Atmosphäre genießen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben die Chemnitzer Fans in ihrem Block irgendwelche Pyrotechnik gezündet, der Stadionsprecher hat gleich darauf hingewiesen, dass das unerwünscht ist und das bitte unterbleiben soll.
Das sind dann immer die Momente, wo es mir ein wenig unheimlich wird. Was geschieht dann weiter? Eskaliert die ganze Situation oder geht alles friedlich über die Bühne? Es blieb alles friedlich, die Magdeburger Fans aus dem Block U haben "dagegen" gehalten. Sie standen ganz ruhig, haben alle ihre Schals hochgehalten und waren ruhig, so, als ob sie still dagegen protestieren.
Die Fans aus Block U (DER Magdeburger Fanblock) haben sowieso für ein für mich Kuriosum gesorgt. Immer wenn sie gehüpft sind oder sich in der Masse bewegt haben, haben unsere Sitze in ihrem Takt mit gewippt. Zuerst dachte ich, dass diejenigen, die hinter uns standen, an unseren Sitzen gewackelt haben, aber Steffen hat mich dann darauf hingewiesen, dass es sie Schwingungen sind, die sich da fortsetzen. Das war irgendwie ein irres Gefühl... Und überhaupt die Stimmung. Während der gesamten neunzig Minuten war es eine grandiose Stimmung. Das ist schon ein tolles Erlebnis.

Das Spiel war klasse, es gab eigentlich keine Phase, wo es abgeflacht und nicht interessant war, es ging immer hin und her und in der zweiten Halbzeit hätte Chemnitz durchaus den Ausgleich schießen können, aber Magdeburg hat das 1:0 gut verteidigt und dann in der zweiten Halbzeit sogar noch auf 2:0 erhöht. Klasse!
Auch der Weg vom Stadion zum Parkplatz war einfach und ohne Probleme, wir sind einfach wieder den anderen hinterher gegangen, sie werden wohl das gleiche Ziel haben. Und da war es dann wieder mein Dilemma. An der ersten breiten Straße konnte ich mich ja noch durchsetzen, dass wir die Straße an der Verkehrsinsel überqueren, an der nächsten Fußgängerampel hat Steffen mich dann schon gewarnt "Wehe, du bleibst stehen! Du wärst die Einzige!"... Naja, mit gehangen, mit gefangen, aber es hat mich große Überwindung gekostet!

Es war alles prima organisiert, am Einlass mussten wir nicht warten, an den Versorgungsständen und Toiletten nicht, überall waren Sicherheitsleute und haben für Ordnung gesorgt. Außerhalb vom Stadion waren unheimlich viele Polizisten im Einsatz, es gab keinen Grund, sich zu irgendeiner Zeit unsicher zu fühlen. Dabei ist mir mal wieder aufgefallen bzw. bewusst geworden, wie viele Menschen dienstlich und ehrenamtlich im Einsatz sind und ihre Freizeit opfern, damit andere sicher ihrem Vergnügen nachgehen können. Auch wenn es wohl keiner liest, den es betrifft, sage ich einfach mal "Danke!".

Sonntag, 23. August 2015

Der Neffenquilt

Den Anfang vom Neffenquilt hatte ich ja schon gezeigt. Nachdem ich festgestellt habe, dass ich für meinen Lynette-Anderson-Quilt die Gans falsch herum aufgezeichnet habe, habe ich den erst einmal beiseite gelegt.
Toll, oder? Eigentlich wollte ich da ein bisschen dran weiter arbeiten, so dass ich auf der Couch was machen kann, aber ich habe mich über die falsche Gans, nein, eigentlich über mich selbst ziemlich geärgert, so dass ich erst einmal mit dem Neffenquilt weitergemacht habe. Der ist ja eigentlich auch wichtiger, denn die Einschulung ist schon bald.

Einen Fußballquilt hatte ich ja schon einmal genäht, aber leider hatte ich mir da keine Maße für das Fußballfeld aufgeschrieben. Warum auch?! Also habe ich nach Gefühl genäht.
 
Und wie man sieht, hat es sogar geklappt. Die Rundungen habe ich aus Schrägband gearbeitet und dann appliziert. Bei diesem Quilt habe ich dann die Naht an der Stelle, wo die Rundung anfängt und aufhört, noch einmal ein wenig aufgetrennt, um den Anfang und das Ende des Schrägstreifens dort in der Naht zu verstecken. War zwar ein bisschen mehr Arbeit, aber es sieht ordentlich aus.

In den Mittelkreis habe ich, wie damals beim Schalke-Quilt auch, das Vereinslogo appliziert. Leider musste ich dafür anderen Stoff nehmen, als für die Strafraumlinien. Aber von der Ferne fällt das gar nicht weiter auf...
Bei den Zahlen und Buchstaben habe ich zunächst nicht daran gedacht, dass ich die ja spiegelverkehrt aufzeichnen muss... :-( Der zweite Versuch hat dann aber geklappt.

Für den zweiten inneren Rand habe ich schwarz-weißen Fußballstoff gekauft, wobei ich dann aber doch wieder ins Grübeln gekommen bin, ob der passt. Aber wie man sieht, passt es gut und es ist ein Hingucker.

Tja und dann hieß es messen, rechnen und hin- und herüberlegen, wie ich das Mittelteil mit meinen vorhandenen Blöcken auf das passende Maß für einen Kuschelquilt bekomme. Das war gar nicht so einfach und oft habe ich meine Überlegungen über den Haufen geworfen.

 Wenn ich mir meinen Zahlenzettel so ansehe, muss ich wohl froh sein, dass am Ende doch ein passabler Quilt bei rausgekommen ist. ;-) Die Ecken waren noch einmal eine kleine Grübelei, zuerst wollte ich die ja im 45-Grad-Winkel nähen. Dann hatte ich überlegt, einen großen schwarzen Block zu nehmen.

 
Das war mir dann aber doch zu heftig. Neue Nine-Patches wollte ich aber auch nicht nähen, also habe ich mich letztendlich für vier kleine schwarze Eckblöcke und einen schwarzen Rand um den Quilt entschieden. Nachdem ich die erste Reihe der Nine-Patches zusammengenäht hatte, bin ich echt in's Grübeln gekommen, ob ich mich nicht doch irgendwie vermessen oder verrechnet habe, denn es fehlte doch ein ganzes Stück.
 
Aber mir gutem Bügeln habe ich meine Streifen dann doch auf das richtige Maß gebracht. Ich hatte mich weder vermessen, noch verrechnet. ;-)




Gestern Abend habe ich dann gleich meine Nähmaschine in's Wohnzimmer getragen, sodass ich heute morgen nach dem Frühstück gleich mit den Nähen anfangen konnte. Und das habe ich auch gemacht und so kann ich ganz stolz berichten: Mein Top ist fertig. Und ich muss sagen, ich finde es wirklich gelungen (ok, bis auf die Farben und das Logo, die sind nun nicht so meins), aber meine Idee und Umsetzung finde ich gut. Ja, ich weiß, Eigenlob stinkt... :-(
 
Nun warte ich nur noch auf das bestellte Kuschelfleece für die Rückseite und dann kann aus dem Top ein Quilt werden. Wie ich quilten werde, weiß ich inzwischen auch schon. Nur wegen des Garns überlege ich noch ein klein wenig. Bei Romy Bürgers habe ich ja ein ganz tolles Garn in genau DEN Farben entdeckt, aber das ist eine große Kone... Mmh, ich denke, ich werde es doch bestellen. ;-)

Donnerstag, 20. August 2015

Manches kommt genau zur rechten Zeit

Noch in Italien erreichte mich eine E-Mail von Marie-Louise mit dem netten Hinweis, dass ich bei ihrer Verlosung gewonnen habe. Daran hatte ich schon gar nicht mehr gedacht und umso mehr habe ich mich darüber gefreut.

Heute erreichte mich dann ihr liebes Päckchen. Allein schon das Auspacken war eine rechte Freude:
Und der Inhalt erst... :-)
Liebevoll eingewickelt war ein Utensilo aus Jeans und innen mit tollen roten Wachstuch mit weißen Punkten. Marie-Louise, wusstest Du, dass ich vor zwei, drei Tagen gerade darüber nachgedacht habe, für unser Bad einige Utensilos zu nähen?
Und wusstest Du etwa auch, dass ich in diesem Jahr auf dem Kunsthandwerkermarkt keine Seife kaufen konnte, weil die Händlerin, wo ich immer kaufe, nicht da war? In dem Utensilo waren nämlich drei selbstgemachte Badekugeln. Ach, wie sehr ich mich auf mein nächstes Bad freue. Liebe Marie-Louise, habe vielen, vielen Dank für diese tolle Überraschung, über die ich mich sehr gefreut habe.

Und dann kann ich noch den Anfang des Einschulungsquilts für meinen Neffen zeigen, der Mitte September in die Schule kommt. Für den äußeren Rand habe ich mich für Disappearing Ninepatch-Blöcke entschieden... In den nächsten Tagen werde ich das Mittelteil arbeiten und den Rand, welcher zwischen Mittelteil und Rand kommt. Mal schauen, wie der Quilt letztendlich werden wird...
Jetzt lasse ich die Blöcke erst einmal ein paar Tage liegen, um zu sehen, ob die Farben passend verteilt und angeordnet sind.

Mein Urlaubsprojekt

Urlaub haben ist wirklich schön, ich habe Zeit für all die Dinge, die im normalen Alltag manchmal ein wenig zu kurz kommen und natürlich habe ich dann auch Zeit für mein Hobby und muss kein schlechtes Gewissen haben. Und weil ich auch im Urlaub nicht einfach untätig rumsitzen kann, habe ich mir ein spezielles Urlaubsprojekt ausgesucht. Hier habe ich meine beiden Projekte schon einmal vorgestellt gehabt. Zuerst sollte es ja der Applique Sampler werden, aber nachdem ich die Anleitung für den Chateau Hexagon gefunden hatte, ist es der geworden.

Stoffe von Lynette Anderson habe ich ja genug, da ich eigentlich mal einen BoM nähen wollte. Den habe ich dann aber doch nicht genäht, sondern die Stoffe gesammelt, um daraus vielleicht irgendwann mal einen Baby Jane zu nähen. Irgendwann, in meinem zweiten oder dritten Leben. ;-)

Für meinen Chaeteau Hexagon habe ich zu Hause schon alles vorbereitet: Applikationen  aufgemalt und ausgeschnitten

auf den Stoff aufgebügelt und auch da wieder ausgeschnitten. Block für Block in Tütchen verpackt,
die Stickmotive vorgezeichnet, die Stoffe mit Vlies hinterbügelt. Stickgarn, Nadeln, Garn, Schere, Appliwerkzeug, Fingerhut und Kleber eingepackt... Ich habe mich schon sehr darauf gefreut, mit diesem tollen Quilt anzufangen. Und ich habe auch im Urlaub, immer wenn ich Lust und Laune hatte, daran genäht.

Für die Applikationen habe ich schon vor einiger Zeit bei Sigrid eine wunderbare Anleitung entdeckt. Nach dieser habe ich dann meine Teile appliziert und ich (als bisher eingefleischter Maschinennäher) muss sagen, das geht wirklich gut und - was noch viel wichtiger ist - es macht Spaß!

Das war der erste Block, der fertig geworden ist und ich finde, er sieht doch ganz gut aus. 2 1/2 Blöcke habe ich in Italien fertig gestellt, hier zu Hause geht es nun weiter mit diesem schönen Quilt.
Ich habe mir ja nur die Anleitung gekauft, die Knöpfe sind zwar schön, aber sie waren mir ein wenig zu teuer. Bei Planet Patchwork habe ich vorgestern ein paar Knöpfe entdeckt, die ich für meinen Quilt nutzen kann. Nur die Uhr und die Hände bereiten mir ein wenig Kopfzerbrechen, mal schauen, was mir dazu einfällt.

Dienstag, 18. August 2015

Urlaub

Wir sind wieder zurück, gut erholt, alle mit ein bisschen mehr Farbe und mit vielen Erinnerungen. Ja, wir waren im Urlaub. Im letzten Jahr hatten wir schon festgestellt, dass wir so ziemlich zeitgleich mit meinen Eltern Urlaub haben und so haben wir beschlossen, mal wieder mit nach Dei Fiori zu fahren. Ich muss dazu sagen, ich bin nicht so sehr der Camping-Urlauber, aber ein paar Tage alle paar Jahre, das geht.

Die Vorfreude war riesig groß und nachdem alles dann doch irgendwie im Auto verstaut war, sind wir Sonnabend Abend zehn nach sechs losgefahren und waren dann Sonntag früh zwanzig vor sieben in Italien. Wir sind perfekt durchgekommen und wenn wir nicht die Autobahnabfahrt in Trento verpasst hätten, wären wir wohl schon um sechs am Zeltplatz gewesen. ;-) Wir sind wegen der großen Hitze nachts gefahren und so haben wir die Alpen, die Zugspitze, Innsbruck, Udine und Verona im Vorbeifahren nachts gesehen - naja oder wenigstens die Lichter davon, Venedig (naja, die Mautstation bei Venedig...) dann im Vorbeifahren im Sonnenaufgang. ;-)

Die ersten Tag war es eigentlich viel zu warm, da waren wir entweder im Wasser oder am Zelt im Schatten.

 
Wenn wir was unternommen haben, dann war das irgendwie nur in den Abendstunden möglich und da waren dann auch die Mücken unterwegs. Mich mochte sie irgendwie am meisten... :-( Am schlimmsten waren die Mücken, als wir abends in Punta Sabbioni am Leuchtturm waren, da hatte ich innerhalb einer Minute gleich zehn, zwölf Stiche abbekommen.
Schön war es trotzdem, aber so richtig Spaß gemacht hat es nicht.
 
Auf dem Markt waren wir auch, das gehört einfach dazu. Wir haben uns für den Markt in Treporti entschieden. Man kann jeden Tag einen anderen Markt besuchen und es ist immer wieder sehenswert:

Auf dem Markt gab es sogar Stickgarn, da konnte ich die Docken kaufen, die ich vergessen hatte, einzupacken. ;-)
Einen kurzen Abstecher in die Lagune haben wir auch gemacht, für viel mehr war es an dem Tag einfach zu heiß. Wettermäßig hatten wir alles dabei: Hitze ohne Ende, Gewitter, Sturm, Regen, wobei mir ganz normales Sommerwetter am liebsten gewesen wäre. Unser kleines Zelt hat jedoch allen Wettern getrotzt und auch wenn es nachts manchmal etwas kalt und zugig war, so sind wir doch nicht naß geworden und weggeflogen sind wir auch nicht. Ein Sturm war so heftig, dass Bäume umgestürzt und Äste abgebrochen sind und am Strand die Sonnenschirme und Liegen durcheinander geflogen sind. 
 
Und weil ich Venedig so faszinierend finde und wir Katharina Venedig auch mal zeigen wollten, haben wir auch einen Ausflug nach Venedig gemacht. Ganz spontan und völlig ungeplant. ;-) Obwohl wir sonntags in Venedig waren und es kein Strandwetter war, hielten sich die Besucheranströme vor dem Mittag wirklich in Grenzen.
Wir haben dann einen Bummel durch Venedig gemacht, außerhalb der üblichen Touristenpfade. Das allerdings ist nur dem Umstand geschuldet, dass wir am Markusplatz um die falsche Ecke gebogen sind und immer weiter von der Rialtobrücke weggegangen sind. Egal, schön war's trotzdem.

 
Es ist zu sehen, dass an den Häusern der Zahn der Zeit bzw. das Wasser nagt. Und wir haben auch Ecken gesehen, die nicht so schön waren, aber das gehört einfach dazu. Venedig ist und bleibt für mich einfach interessant und faszinierend.
 

In diese Ecken hatten sich weniger Touristen verirrt, eigentlich nur fünf und das waren wir. Als wir dann zum Wasser kamen, hatten wir wieder den typischen Venedigblick, leider kamen wir da nicht rüber, eine Brücke war nicht in Sicht und so mussten wir wieder umkehren und den ganzen Weg zurückgehen. ;-)
Die Rialtobrücke war auch nicht wirklich in Sicht, das lag allerdings eher an den Menschenmassen, die sich darüber hinweg gequält haben:
Die andere Seite der Rialtobrücke war leider gerade eingerüstet, aber den Blick über den Canal Grande haben wir einmal genossen.
Ich habe mich in Venedig ganz oft gefragt, wie die Postkartenfotos entstehen, gibt es wirklich Tage, an denen 1. schönes Fotowetter ist und 2. keine Menschen da sind? Oder werden die Leute in mühevoller Kleinarbeit alle weg retuschiert??? Ich zeig Euch mal, was ich mit vielen Menschen meine:
Mir ist auch aufgefallen, dass auf dem Markusplatz wieder Tauben sind. Als wir 2007 zum ersten Mal in Venedig waren, wurde dort sogar noch Taubenfutter verkauft und es war eine Attraktion, die Tauben dort zu füttern. Sie haben sich sogar auf die ausgestreckten Arme der Leute gesetzt. 2010 waren am Markusplatz überall Schilder angebracht, dass es strengstens verboten ist, die Tauben zu füttern. In meiner Erinnerung waren da auf dem Markusplatz auch kaum Tauben. In diesem Jahr waren sie wieder da und wurden teilweise auch wieder gefüttert...
Eigentlich kann man Venedig gar nicht in ein paar Stunden erkunden, da geht man wirklich nur auf den Touristenpfaden. Ich habe mir ganz fest vorgenommen, noch einmal wieder zu kommen und dann länger zu bleiben. Mein Traum ist ja, mal zum Hochwasser in Venedig zu sein. ;-) Irgendwann einmal, ganz sicher!
 
Eigentlich wollten wir noch ein paar Tage länger in Italien bleiben, aber nachdem wir drei Nächte schlechtes Wetter hatten, haben wir gestern früh spontan entschieden, schon nach Hause zu fahren. Für die ersten dreißig Kilometer haben wir drei Stunden gebraucht, es ist immer wieder mühsam, von der Halbinsel runter zu kommen. Das war etwas nervig und so waren wir ganze fünfzehn Stunden unterwegs... Wir sind dieses Mal über den Plöckenpass und die Felbertauernstraße gefahren. Wow! So eine tolle Landschaft. Der Plöckenpass hat unser Navi doch ziemlich durcheinander gebracht, irgendwann auf der Hälfte des Passes meinte die nette Dame "Wenn möglich bitte wenden!". Das war dann offensichtlich zu viel hin und her. ;-) Aber das Navi scheint von unserer Fußballleidenschaft zu wissen, denn es hat uns direkt durch München geleitet, warum auch immer. Aber so haben wir uns die Allianz-Arena noch angesehen - und wir waren nicht die einzigen, die da nachts standen und fotografiert haben.
Sogar mit Farbwechsel, wobei uns allen rot am besten gefiel.

Nach über fünfzehn Stunden und gut 1000 km sind wir dann heute Nacht um drei in's Bett gefallen.
 
Es war ein schöner Urlaub, aber wir haben festgestellt, dass wir mit Italien wettermäßig irgendwie nicht so richtig viel Glück haben. Dreimal waren wir bisher dort und dreimal hatten wir nicht nur Sonnenschein, sondern immer wieder Regen. :-( Egal, wir haben das Beste daraus gemacht. Nun heißt es erst einmal, knapp tausend Bilder zu sichten und daraus ein schönes Fotobuch zu erstellen, damit die Erinnerungen noch lange bleiben... :-)