Montag, 18. Juli 2016

Shibori - Traditionelles Färben neu interpretiert

Auf der Facebook-Seite von



  habe ich den Hinweis auf ein tolles Buch entdeckt:
Shibori - Traditionelles Färben neu interpretiert von Christiane Hübner.
Die Autorin hat an der Bauhaus-Universität in Weimar Architektur und Prduktdesign studiert. Seitdem Studium hat sie sich mit Japan auseinandergesetzt, eine Japanreise hat das Interesse noch vesrstärkt und es kam der Wunsch hinzu, handwerkliche Techniken zu erlernen. Frau Hübner hat auch eine ganz tolle Webseite.

Das war ein Buch und Thema ganz nach meinem Geschmack, also habe ich mich dafür beworben und mich unheimlich gefreut, als ich die Mail bekam, dass ich für eine Rezension ausgewählt worden bin. Kurze Zeit später war das Buch, welches im Verlag Freies Geistesleben erschienen ist, schon da.
Das Buch hat eine, wie ich finde, sehr schöne quadratische Form, ist gebunden und auf schönem, griffigen Papier gedruckt. Das Buch hat 144 Seiten.

Zunächst gibt es eine kurze Einfühung in die Welt des Shibori. Eigentlich weiß ich ja, was Shibori ist, aber es war sehr interessant, zu erfahren, warum die Art des Färbens entstanden ist. Wie Patchwork auch, ist es sozusagen eine Restverwertung, denn die Armen konnten es sich damals nicht leisten, neue Kleidung zu kaufen. So wurde die alte Kleidung geflickt und umgefärbt und sah dadurch anders und wieder neu aus. Dann folgt eine kurze Auflistung der Hilfsmittel und der Stoffe, die zum Färben geeignet sind. Gefärbt wurde seinerzeit hauptsächlich mit Indigo und so finden sich im Buch, was ich besonders interessant finde, auch Rezpte für Indigofärbungen, aber auch andere Farbrezepte sind enthalten. Es folgt noch eine kurze Erklärung zur Farblehre und dann folgen schon auf vielen Seiten die unterschiedlichen Abbindetechniken.

Jede Technik wird mit dem Namen bezeichnet und in vielen Bildern und den dazugehörigen Erklärungen veranschaulicht. So kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Zu jeder Färbetechnik gibt es eine Nähidee, diese reichen von Lunchbags, über Buchhüllen, Vasenhüllen (ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt), Utensilo, Tischedecken, Servietten, Kissenhüllen, Strandlaken und, und, und... Es ist für jeden Geschmack was dabei. Am Ende des Buches findet sich für jedes Projekt ein Schnittmuster, nicht in Originalgröße, aber mit den genauen Maßen, so dass ein Nachzeichnen kein Problem ist. Die Schnitte sind einfach gehalten, lassen dadurch aber Platz für eigene Ideen.

Die Techniken sind unterteilt in "Nähreservierung", "Klemmreservierung" und "Falt- und Abbindereservierung". Jeder Name sagt schon aus, wie die Reservierung der Stoffe erfolgt, entweder durch Nähen (Hand oder Maschine), durch Abbinden und Falten oder durch Klemmen. Die Klemmreservierung finde ich persönlich am spannendsten. Ausgangspunkt dieser Art ist immer ein im Zickzack gefalteter Stoff, dieser wird um ein Holzplättchen aus Sperrholz gelegt und in einer bestimmten Art gefaltet und dann mit Gummibändern oder Schnur fixiert. Durch diese Art des Reservieren und Färbens entstehen schöne grafische Muster. Das werde ich auf jeden Fall probieren, Stoff ist schon gekauft.

Dieses Buch ist meiner Meinung nach eine echte Bereichung auf dem DIY-Buchmarkt und von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung.

Ein herzliches Dankeschön von mir geht an den Verlag Freies Geistesleben und Blogg dein Buch, dass ich dieses Buch bekommen habe.

Das Buch kostet 19,90 EUR und ist z. B. direkt beim Verlag bestellbar. Natürlich ist das Buch auch im örtlichen Handel unter folgender ISBN erhältlich: 978-3-7725-2743-2.

1 Kommentar:

Marika hat gesagt…

Liebe Viola

Vielen liebern Danke für die Buchvorstellung , gefärbt habe ich auch schon einmal,
Ich komme mit dem nähen schon nicht hinterher, deswegen Färbe ich auch nicht noch :) , alles zuviel lol

Liebe Grüße Marika