Sonntag, 14. August 2016

Gerettet, was zu retten war

Als ich die Stoffe wieder wegräumen wollte, kam mir die Idee, ich könnte für Katharina ja auch noch ein paar Langarmshirts nähen. Also habe ich meine Stoffe erst einmal noch draußen gelassen. Die ersten beiden Langarmshirts habe ich gestern genäht, inzwischen geht mir der Schnitt richtig gut von der Hand.

Heute habe ich mir dann einen ganz Besonderen Stoff vorgenommen: Elefant Girl. Als Katharina neu geboren war, hatte ich ihr die Jungsversion davon gekauft und ihr davon ein Kleid genäht. Ah, was habe ich das geliebt, aber irgendwann war es dann mal zu klein. Im Netz bin ich dann über den Elefangirl-Stoff gestolpert und habe davon einen Meter bestellt. Heute nun wollte ich den anschneiden. Ich hatte überlegt, ob ich Stoff sparend zuschneide oder dem Muster entsprechend, so dass Muster vorn und hinten gleich verläuft. Ich habe mich dann für die Stoff sparende Variante entschiede, zum Glück fällt es nicht wirklich auf, aber sonst hätte ich vom Stoff so viel Verschnitt gehabt.

Die Tunika ist mir gut gelungen, bis auf den Halsausschnitt, denn da habe ich das Einfassband ein wenig zu knapp geschnitten. Anstatt dass ich den Einfassstreifen noch einmal zuschneide, habe ich ihn - mit einem unguten Gefühl - angenäht. Naja, das Ergebnis war nicht wirklich schön:
Das Bündchen ist für den Halsausschnitt viel zu klein gewesen und hinten habe ich auch noch eine Falte eingenäht. Als wir heute Nachmittag aus Wernigerode wieder gekommen sind, habe ich ganz mutig in meine Tunika geschnitten und das Bündchen abgeschnitten. Trennen ging nicht, da ich es mit der Overlock und dem Dreifach-Zickzack-Stich angenäht hatte.
So war dann aber der Halsauschnitt viel zu weit. Also habe ich mit dem Schnittteil für das geteilte Oberteil ein Teil gemacht, was ich unter den Halsausschnitt nähen konnte. Erst wollte ich das verstürzen, aber das ist mir irgendwie nicht gelungen. Also habe ich das Teil, welches ich vorher an den Schultern zusammengenäht hatte, unter meine Tunika gelegt und den Oberstoff dann nach innen eingeschlagen. Das Ganze habe ich dann von außen mit Dreifach-Zickzack-Stich festgenäht.

Den überstehenden Stoff habe ich dann knappkantig abgeschnitten.
Dabei fiel mir auf, dass das untere Teil an den Schultern ungleich breit war, das habe ich dann entsprechend korrigiert und dannk onnte ich den Halsausschnitt einfassen. Dieses Mal habe ich aber drei-, viermal geprüft, ob der Streifen lang genugt ist.
So gefiel mir das Shirt schon richtig gut, aber um den Lagenlook so richtig komplett zu machen, habe ich dann unten aus dem Streifenstoff auch noch was angenäht. Der Saum war schon gesäumt, natürlich auch wieder mit Dreifach-Zickzack, ein Auftrennen wäre möglich gewesen, aber dazu hatte ich, ehrlich gesagt, keine Lust. Also habe ich da ein wenig geschummelt und das "Unterteil" von links knapp neben dem Saum angenäht. Dann konnte es nach unten geschlagen werden und nun sieht es so aus, als würde Katharina ein kürzeres über einem längeren Shirt tragen:
Das ständige Anprobieren während des Nähens hat Katharina schon ziemlich gestört und eigentlich wollte sie die Tunika auch nicht anprobieren, als sie fertig war. Dann hat sie es aber doch gemacht und sich wohl gefühlt und die Tunika auch gleich angelassen. :-)

Kommentare:

Sabine's Harz Quilt hat gesagt…

Bei Dir sieht das alles so einfach aus und sitzt danach so gut. Ei tolles Shirt und ich staune jedesmal wie groß Katharina schon geworden ist.
LG Sabine

Selbermacherin hat gesagt…

Oh jöööh sieht das süß aus!
Hast du wrklich gut gemacht!!!!
Susanne