Mittwoch, 5. Oktober 2016

Eigentlich...

...würde ich jetzt gern im Bett liegen und tief und fest schlafen, denn es ist gerade 0.26 Uhr und es ist für mich völlig untypisch, zu dieser Zeit nicht zu schlafen. Aber ich komme heute einfach nicht in den Schlaf, ich weiß allerdings gar nicht, was mich so sehr um den Schlaf bringt, denn ich habe ausnahmsweise mal nix zum Grübeln und müde und fertig müsste ich auch sein, denn die letzten beiden Tage haben wir mal wieder Möbel aufgebaut und umgeräumt. Jetzt ist für dieses Jahr aber definitv Schluss, ich möchte keine Möbel mehr aufbauen, keine Zimmer mehr umräumen, nichts mehr neu einrichten...

Am Wochenende waren Steffen und ich zu einem Kurzurlaub in Dresden. Ein Kollege von ihm hat wieder eine Überraschungsfahrt organisiert und weil die letzte uns so viel Spaß gemacht hat, haben wir uns auch in diesem Jahr wieder angemeldet und waren mit dabei. Wussten wir im letzten Jahr noch nichts, so wussten wir in diesem Jahr, dass es nach Dresden gehen würde. Darauf habe ich mich ganz besonders gefreut. In Dresden bin ich immer wieder gern, zum letzten Mal waren wir dort, da waren die Jungs beide noch im Kindergarten, Mensch, ist das lange her.

Also Dresden. Gefrühstückt haben wir wieder gut und reichlich am Leipziger Flughafen und dann ging es mit dem Bus weiter nach Dresden. Dort hatten wir dann bis gegen 16 Uhr Zeit für uns. Eigentlich wollten wir uns nur irgendwo in die Sonne setzen, aber die offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit haben uns sozusagen einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn in diesem Jahr war die Feier wieder in Dresden und dementsprechend voll war die Stadt. Dabei mussten wir daran denken, dass wir vor 16 Jahren auch zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden waren, damals allerdings noch zu zweit und ein wenig traurig, weil es mit dem Baby einfach nicht klappen wollte. Was wir damals noch nicht wussten: Als winzig kleines Pünktchen war Johannes doch schon dabei. ;-)

Nun, denn haben wir uns eben in's Getümmel gestürzt und uns die Frauenkirche, den Fürstenzug, den Schlossplatz, den Zwinger und was es sonst noch auf die Schnelle in Dresden zu sehen gibt, angeguckt:


Eigentlich stand an dem Eingang zur Frauenkirche, dass dort Fotografieren verboten ist, aber da es alle gemacht haben, bin ich über meinen Schatten gesprungen und habe auch in aller Schnelle das ein oder andere Handyfoto gemacht. Es ist aber auch eine Pracht, die dort zu sehen ist, das ist Wahnsinn. Und wann man überlegt, wie viel von der Kirche zerstört war, ist es erstaunlich, dass sie überhaupt wieder aufgebaut worden ist. Als ich Kind war, war ich mit meinen Eltern auch mal in Dresden und kann mich da noch dunkel an den Schutthaufen "Frauenkirche" erinnern...

Wenn man schon in Dresden ist, gehört ein Besuch im Zwinger einfach dazu, auch wenn man schon ganz oft dort gewesen ist.

Als wir das letzte Mal im Zwinger waren, waren wir abends da, die Jungs waren noch klein und eigentlich wollten wir zu Steffens Opa zum runden Geburtstag. Allerdings hatten wir so ein schlechtes Quartier erwischt (mit Ofenheizung und der Winter war arschkalt, wenn wir in der Wohnung gesprochen haben, gab es Kondenswölkchen), so dass wir Mitten in der Nacht wieder nach Hause gefahren sind. Wenn ich heute daran denke, werde ich noch immer traurig und wütend zugleich.

 

Anschließend haben wir im Sophienkeller ein ganz leckeres Essen gehabt. Ich habe noch nie so lecker gegessen und wenn ich daran denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen und ich bekomme gleich wieder Hunger. Der Höhepunkt des Abends war dann aber ein Besuch in der Comödie Dresden. Dort haben wir "Ganz großes Kino" gesehen, ein Stück, in dem in zwei Stunden die besten Filme präsentiert werden - natürlich auf irrsinnig lustige Weise und zwar so schön, dass sogar ich als Filmmuffel so gut wie alle Filme zuordnen konnte. Schade, dass ich so wenig im Kopf behalten habe, es waren einfach viel zu viele Gags, aber es war unheimlich toll!!!

Am nächsten Morgen stand dann noch ein Abstecher zur Moritzburg auf dem Programm, bevor es dann gegen Mittag wieder nach Hause ging. Auch auf der Moritzburg waren Steffen und ich schon, auch ohne Kinder.
Mir wurde gesagt, dass ich unbedingt den goldenen Schuh anprobieren muss, der auf der Treppe ist und den Aschenbröder in dem Film "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" dort auf der Treppe verloren hat.
 
Ich habe mir wirklich allergrößte Mühe gegeben und alles versucht, aber der Schuh war einfach zu klein, selbst ohne Strumpf hat er nicht gepasst. Aber ich denke, das liegt wohl daran, dass ich meinen Prinzen ja schon lange gefunden habe und was will frau denn mit zwei Prinzen??? ;-)











Anschließend haben wir noch ein wenig das schöne Wetter und die traumhafte Gegen genossen. Wie schon vor einem Jahr in Meißen: Einfach die Ruhe genießen, Auspannen, Kraft tanken...
  

Ach ja, das war wieder ein traumhaft schönes Wochenende und ganz bestimmt werden wir mit den Kindern noch einmal nach Dresden und zur Moritzburg fahren. Das haben wir uns ganz fest vorgenommen!

Kommentare:

Valomea hat gesagt…

Dresden ist auch meine heimliche Liebe! Diese Stadt ist toll! Leider macht sie in letzter Zeit recht viel negative Schlagzeilen!
LG
Valomea

Nana hat gesagt…

Was für wudervolle Fotos.

Nana

Heike R. hat gesagt…

Du hast wunderbar über Dresden geschrieben. Es ist eine tolle Stadt. Wir haben dort studiert und lieben sie seit dem. Schön, dass ich Deinen Blog gefunden habe. Viele Grüße aus Thüringen Heike

Selbermacherin hat gesagt…

Oh wie schön!!
So einen Kurzurlaub könnte ich gerade echt auch gut gebrauchen!!!
Hmm vielleicht überred ich ja meine beiden fürs Wochenende?
*grübel*
In Dresden war ich glaub noch nie!!
Sollte ich auch mal in die Planung nehmen.. deine Bilder machen richtig Lust darauf!
Susanne

Bente-I like to QuiltBlog hat gesagt…

Danke für en schönen Bericht und die tollen Fotos aus Dresden.
Liebe Grüße
Bente

white and vintage hat gesagt…

Hallo Lyonel,
habe gerade auf deinen Blog gefunden. Wunderschöne Bilder aus Dresden zeigst du. Das letzte Bild mit der Spiegelung im Wasser ist super schön!
Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
Christine