Dienstag, 31. Mai 2016

Dem Alltag entfliehen

Irgendwann im letzten Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr bekam ich eine E-Mail. Der Verfasser hat sich zunächst höflich vorgestellt und mich und Steffen dann zu einer Überraschungsparty zu einem runden Geburtstag eingeladen. Wir haben kurz überlegt, schließlich würde die Feier genau an Katharinas 4. Geburtstag stattfinden, aber dann haben wir zugesagt, schließlich wird frau nur einmal fünfzig...

Je näher der Termin dann kam, umso aufgeregter wurde ich, schließlich kannte wir uns ja nicht persönlich, sondern nur von unseren gemeinsamen Aktionen, von E-Mails und Whatsapp-Nachrichten. Am Freitag Vormittag haben Steffen und ich uns dann auf einen Weg von gut 750 km gemacht. Es war irgendwie ein bisschen wie Urlaub haben. ;-) Und als wir dann angekommen waren, habe ich mich erst einmal an der traumhaften Landschaft gefreut. Am liebsten hätte ich an jeder Stelle angehalten und Fotos gemacht:
Dieses Foto fand ich so schön, dass ich gleich überlegt habe, es als mein neues Whatsapp-Profilbild zu nehmen. Schließlich können ja alle meine Kontakte wissen, wie schön es dort ist. Aber Steffen meinte, die halbe Stunde müsste ich nun noch abwarten, schließlich ist es ja ein Überraschungsbesuch.
 
Man sieht schon, die Berge sind um einiges höher als die bei uns und ja, wir sind nach Österreich gefahren. Die Überraschung war dann auch perfekt gelungen. Als wir Silvias Terrasse betraten, meinte sie in schönstem Österreichisch, dass sie das nun erst einmal verdauen muss. Ist gar nicht so einfach, wenn man eine viertel Stunde vorher erfährt, dass am nächsten Abend ein Party steigt - und dann kommen am Abend vorher auch schon die ersten Gäste. ;-)

Schräg gegenüber von Silvias Haus hatte ihr Mann für uns eine tolle Ferienwohnung organisiert. Einfach traumhaft, da konnten wir uns wohlfühlen.
 

 


Die Wohnung war geschmackvoll eingerichtet, moderne Möbel wechselten sich mit liebevoll restaurierten Antiquitäten ab, ergänzt wurde das alles mit Kunstobjekten und Gemälden. Alle Sachen hätte man kaufen können. Am meisten hatte es mir der große Bauerntisch angetan:
 
Wenn ich mal ganz viel Geld und Platz habe, kaufe ich mir auch solch einen Tisch. ;-)
Sonnabend Vormittag hat Steffen sich Waidhofen angeschaut und ich habe mit Silvia erzählt, mir ihre Quilts angesehen, mir ihren tollen La Passion gezeigt und mir eine Idee in den Kopf gesetzt, leckeren Kaffee getrunken und gelernt, wie man Needleturn ohne Klebevlies appliziert.
 
Es ist noch verbesserungswürdig, aber für den ersten Versuch ist es doch gar nicht so schlecht geworden. ich werde fleißig weiter üben.

Am Nachmittag hat Silvia uns dann ihre schöne Stadt gezeigt. Ich bin unheimlich begeistert von Waidhofen.
 

 

 

Ich konnte mich gar nicht stattsehen und habe versucht, alle Eindrücke aufzusagen und nichts zu vergessen.
 

Am Abend war dann in der Stadtgalerie die Überraschungsparty. Silvia hat auf ihrem Blog dazu einen schönen Beitrag geschrieben. Die Galerie war wunderschön dekoriert. Man konnte sehen, dass dort eine Feier für einen stattfinden, der für sein Leben gern näht. An den Wänden hingen Quilts, die Silvia für ihre Kinder genäht hatte. Da sie ja die Quilts aus dem Haus von Silvia schlecht entführen konnten, das wäre dann aufgefallen, haben sie eben die Quilts mal wieder mit nach Hause gebracht. Eine tolle Idee.

Die Tische waren mit Stoffresten dekoriert. Es gab Blumenvasen, die eigentlich Wollknäule waren, auf den Tischen lagen Knöpfe, Bänder, Spitzen, Borten. Das war eine wunderbare Idee, die Silvias Familie dort hatte. Das Buffet war toll und ich habe versucht, so Vieles wie möglich zu kosten. ;-) Manuela hatte für ihre Mutti eine ganz tolle Torte gebacken: Wahnsinn, so etwas hatte ich noch nie gesehen:
Eine Quiltmaster 1966. Schade, dass ich von dem Buffet noch so satt war, ich konnte gar nicht so viel von der leckeren Torte essen, wie ich gewollt hätte. Das war eine klasse Idee und Manuela hatte an alles gedacht: Schere, Rollschneider, Knöpfe, Maßband, Spulen und logisch, dass unter der Maschine ein Quilt liegt.
Foto von Silvias Blog
Es war eine tolle Feier und obwohl wir bis dato, außer Silvia und ihre Familie niemanden kannte, haben wir uns sofort wohl- und liebevoll aufgenommen gefühlt. Ok, wir hatten hin und wieder Probleme, alles zu verstehen, aber auch das war kein Problem, mal hat Steffen mehr verstanden, mal ich und wenn es gar nicht zu verstehen war, haben sie es eben für uns in Hochdeutsch nochmal wiederholt. ;-)

Am Sonntag hieß es nach einem leckeren, ausgiebigen Frühstück schon wieder Abschied nehmen. Schade, dass die Zeit so schnell vergangen ist, gern wäre ich noch länger geblieben (aber ich muss zugeben, ich hatte auch schon wieder Heimweh und habe meine Kinder vermisst).
Liebe Silvia, lieber Kurt, wir danken Euch recht herzlich für Eure Gastfreundschaft und die Einladung. Wir sind sehr gern gekommen und waren traurig, als es dann schon wieder Zeit zur Abfahrt war. Wenn wir an die schönen Stunden zurückdenken wollen, genießen wir leckere Mozarttaler mit einem Kaffee mit Kaffeegewürz und zu ganz besonderen Momenten genießen wir einen Nusslikör. :-)
 

Sonntag, 29. Mai 2016

Nur ein Wochenende

Wir waren nur ein Wochenende nicht da, aber die Zeit haben meine Orchideen, besonders die bei Katharina im Zimmer und die reduzierte zum Muttertag, genutzt, um so richtig aufzublühen.








Dienstag, 24. Mai 2016

The sky is the Limit....

Nun ist der Monat schon fast wieder rum und bisher habe ich mich nur gedanklich mit dem aktuellen Hasenbach-Block beschäftigt.

Also habe ich gestern erst einmal alle Vorlagen ausgeschnitten. Das war auch schon wieder eine zeitintensive Beschäftigung.
Die schönste Aufgabe an diesen Blöcken ist für mich immer das Aussuchen der Stoffe: passt dieser oder vielleicht doch eher jener?Und wie wird der fertige Block aussehen?
Für heute hatte ich mir den Himmelbereich vorgenommen. Sonst nähe ich die Teile ja immer recht wahllos. Dieses Mal habe ich überlegt, ich könnte mal ein bisschen geplanter nähen. Das habe ich gemacht und so ist mein Himmelbereich schon fertig. Und man sieht sogar, was es werden soll.
Sieht doch prima aus und sogar Steffen hat schon was erkannt. Dieser Block soll ja eine Kirche werden. Im Originalblock sind die Fenster blau. Mir schweben aber eher Kirchenfenster in warmen Farben vor und nun überlege ich, ob ich den Stoff wohl für meine Fenster verwenden könnte...

Sonntag, 22. Mai 2016

Ein Miniquiltnäher werde ich wohl nicht...

Bei einer meiner Aufzählungen von meinen ganzen Monatsprojekten habe ich ja schon einmal davon geschrieben, dass ich einen BoM von Marie Suarez habe. Als ich den Quilt zum ersten Mal gesehen habe, fand ich ihn so toll, dass ich mich ganz spontan dafür angemeldet habe, das war noch einige Wochen vor dem Start. So nach und nach habe ich den BoM dann aber überall im Netz gesehen und irgendwie die Lust daran verloren. Als ich ihn bestellt hatte, hatte ich angenommen, dass es ihn nicht so häufig geben wird, aber dem ist nicht so. Naja, egal.

Bei Facebook ist mir dann noch ein weiterer BoM von Marie Suarez begegnet. Der gefiel mir ja noch viel besser, als der andere BoM, also habe ich mich mit der Anbieterin in Verbindung gesetzt und so bekomme ich nun monatlich Post, die mir spanisch vorkommt. ;-)

Freitag hatte ich eine Benachrichtigungskarte im Postkasten, dass ich auf der Post ein Einschreiben abholen könnte. Da ich gar nicht mehr an den spanischen BoM gedacht habe, habe ich natürlich krampfhaft überlegt, was das sein könnte. Meine Überlegungen gingen von Post vom Finanzamt über einen Strafzettel bis hin zu noch schlimmeren Möglichkeiten, an den BoM habe ich beim besten Willen nicht gedacht.

Da Steffen am Freitag, Sonnabend und Sonntag zum Pfeifen unterwegs war, habe ich die Zeit genutzt, um meinen ersten Block zu arbeiten. Auch wenn der BoM im Mai startet, beginnt es doch mit dem Januarblock, so dass ich in der Sonne ein schneebedecktes Haus gearbeitet habe.

Die Stoffe sind von den Farben her ähnlich wie bei dem anderen BoM und auch hier ist es eine Kombination von Patchwork, Applizieren und Sticken. Die Sterne waren schon ziemlich klein und fummelig. Und so wirklich zufrieden bin ich nicht, denn man sieht immer ganz genau, wo ich die Nahtzugabe eingeschnitten habe.

Nachdem der Stern dann appliziert war, sah es nicht mehr ganz so schrecklich aus, aber so richtig toll ist er nicht geworden. Das gab dann für mich den Ausschlag, irgendwann die andere Appliziermethode zu lernen. Im Moment mache ich es ja so, wie es Sigrid auf ihrem Blog beschrieben hat. Aber durch das Vlies finde ich die Applikation auch ein wenig fest, also werde ich es mal anders versuchen zu lernen.
Was mich letztendlich zu diesem Quilt bewogen hat, war, dass auf jeden Block ein Miniquilt zu finden ist. Bei dem Januarblock sitzt er oben links. Die Quadrate habe ich ausgemessen und dann normal zugeschnitten, leider habe ich dabei nur einmal die Nahtzugabe dazugegeben, so dass die ersten Quadrate alle zu klein geworden sind. Die Sternenspitzen wollte ich erst auf Papier nähen, aber dafür hätte mein Stoff nicht gereicht. Also habe ich mir Schablonen ausgeschnitten und dann die Stoffe damit zugeschnitten. Damit mein Quilt auch ein bisschen quiltig aussieht, habe ich ihn vor dem Applizieren mit dünnem Vlies hinterlegt, so sieht er auch wie ein richtiger Quilt aus.
Ein kleines bisschen fällt auf, dass in dem Miniquilt zwei verschiedene Rottöne verarbeitet sind. Dadurch, dass ich mich bei den ersten Quadraten verschnitten habe, reichte mein Stoff nicht und ich musste in meinen Kisten nach passendem Stoff gucken. So ganz passt der Ton nicht zueinander, aber ich finde, es geht trotzdem.  Mein kleiner Winterblock gefällt mir sehr gut und ich bin nun schon sehr gespannt auf den Februarblock.

Montag, 16. Mai 2016

Mein schneller Zwischendurchquilt ist fertig.

Ich habe ja gestern schon geschrieben, dass ich im Moment an Sachen dran bleiben muss, sonst landen sie als Ufo in der Kiste. Also habe ich heute morgen gleich meine Kaleidoskopquilt gequiltet. Dabei hatte ich fleißige Hilfe von Katharina. Katharina wollte gucken, was ich mache und ist auf den Tisch geklettert, damit sie besser gucken konnte.
Katharina hat dann immer den Nähfuß gehoben und gesenkt, wenn ich ihr das gesagt habe. War absolut niedlich, wie emsig sie dabei war, mir zu helfen. Ich finde, wir haben es gut gemacht. ;-)

Zur Auswahl standen zwei Garne, die ich in meinem Abo von Romy Bürgers habe:
Erst fand ich das rechte Garn besser, letztendlich habe ich mich aber doch für das linke, etwas auffälligere Garn entschieden. War auch keine schlechte Idee, denn ich finde, der Quilt ist toll geworden. Und das Beste ist: Er passt genau neben die Badezimmertür, denn wenn ich ehrlich bin, habe ich das vorher nicht gemessen.
Wir sind heute auch noch losgefahren, um schöne Fotos zu machen. Erst wollten wir zur Ruine der Königsburg, aber just, als wir in Königshütte waren, fing es an zu regnen. Also sind wir weiter gefahren, erst ohne Ziel, dann aber nach Wendefurth. Um dort festzustellen, dass es schweinekalt war und dort bestimmt keine schönen Fotos möglich sind. Also sind wir weiter gefahren und dann fiel uns in Treseburg der Wilhelmsblick ein. Da waren wir vor drei Jahren schon einmal, also sind wir dort hingefahren und haben meinen Quilt fotografiert.
Katharina hat sich erst einmal in den Quilt gekuschelt...
 

  

 
 Von meiner "Heimat im Abendlicht" gibt es ja auch noch nicht so wirklich schöne Fotos und so habe ich die Chance genutzt und den Quilt auch gleich mit zum Fotografieren genommen. Und so zeige ich von diesem Quilt jetzt auch noch ein paar schöne Fotos. Auch wenn es lausig kalt und ziemlich windig gewesen ist, hat es doch ganz viel Spaß gemacht, diesen kleinen Ausflug zu machen. Schade, dass morgen die freien Tage schon wieder vorbei sind. Steffen und Johannes waren zwar Sonnabend und Sonntag zum Fußball unterwegs, aber ich hatte so mal wieder ganz viel Zeit zum Nähen - und die habe ich auch genutzt. Schade, dass die Zeit so knapp ist.