Sonntag, 28. August 2016

Die ganze Brust voller Glück

Nur noch zweimal schlafen und dann habe ich Geburtstag. So sehr ich mich jedes Jahr immer wieder auf meinen Geburtstag freue, so sehr kommt auch jedes Jahr Wehmut auf, denn für mich ist nach meinem Geburtstag der Sommer vorbei. Die Zeit der Leichtigkeit, Unbeschwertheit, die Zeit der kurzen Hosen, der Blumen - vorbei und dann kommt wieder der dunkle Herbst und der Winter, wo es kalt ist, morgens ist es dunkel, abends ist es dunkel... Die Schwalben sammeln sich, um in den Süden zu fliegen, sie können den Herbst und Winter einfach hier und hinter sich lassen.

Heute morgen war ich mal wieder ganz früh wach, so gegen sechs. Ich habe ja schon oft geschrieben, dass ich die Zeit morgens genieße. So auch heute. Von meinem Fenster aus konnte ich die Schwalben beobachten, es waren unheimlich viele und es schien, als würden sie die Zeit morgens genießen, genauso wie ich.
 
 
 
 Es hat Spaß gemacht, den Schwalben zuzusehen, ich hatte das Gefühl, es sind Kinder, die übermütig herumtollen und die letzte, unbeschwerte Zeit genießen. Irgendwie haben die umherfliegenden Schwalben meine Sommerend-Wehmut "weggeflogen".

Heute war, nicht nur wegen des schönen Morgens, ein schöner Tag. Wir waren heute mal wieder auf dem Fußballplatz, Johannes war als Schiedsrichter im Einsatz. Da es mit dem Angeln nicht geklappt hat, war Jonathan mit. Während des Spiels sagte er ganz traurig, dass er auch gern wieder Fußball spielen würde. Jonathan hatte von Anfang an das Problem, dass er immer in einer älteren Mannschaft spielen musste, da es in seiner Jugend keine Mannschaft bei uns gab. Tja und irgendwann gab es dann für ihn eben keine Mannschaft mehr. Wir haben lange überlegt, wie wir ihm helfen konnten. Oft haben wir die Möglichkeiten durchgesprochen, wieder verworfen, wieder gesprochen, das Für und Wider abgewogen, aber immer wieder verworfen. Heute nun lag die Lösung sozusagen vor uns, eine kurze Frage, Zeit passt, eine weitere Frage und schon war alles geklärt. Jonathan freut sich und auch wir sind glücklich, wir haben - im Moment - die für uns alle perfekte Lösung gefunden!

Aber nicht nur deswegen war es ein schöner Tag, er war rundum gelungen. Man jagt ja manchmal dem ganz Großen hinterher, weil man meint, es würde glücklich machen. Aber das Glück sind die kleinen Dinge, es braucht ganz wenig, um glücklich zu sein. Wenn man einmal erkannt hat, wie wenig glücklich macht, aber auch, wie kostbar das Glück ist, weiß man es irgendwie viel mehr zu schätzen. Heute war so ein Moment, nur ganz wenig, der aber unheimlich glücklich macht und wovon  ich noch lange zehren werde. Die ganze Welt ist rosarot und schön und leicht und einfach wunderbar.

Und weil ich so voll von Glück war, habe ich heute abend noch einen Jane-Block genäht, ich musste irgenwo hin mit meiner Freude. Von meiner reihenweisen Näherei bin ich erneut abgewichen, ich habe mir einfache Blöcke rausgesucht, schließlich wollte ich gern einen Block fertig bekommen. Meine Wahl fiel auf Block F12.
F12 - Starburst
Die Mitte passt nicht ganz, aber trotzdem finde ich den Block sehr schön.In meinen letzten Urlaubstagen habe ich noch zwei weitere Blöcke genäht:
K7 - Rose of Sharing
B8 - Water Lily
Vielleicht komme ich in der nächsten Woche wieder mal ein bisschen mehr dazu, meine Jane-Blöcke zu nähen. Heute nachmittag habe ich daran wieder ganz viel Spaß gefunden. Auch so ein kleines Teil vom Glück. :-)

Samstag, 27. August 2016

Modenschau

In den letzten Urlaubstagen war ich ja noch einmal so richtig im Kleidernährausch. Ich habe ziemlich viele Shirts für Katharina und anschließend für mich genäht. Ein paar Fotos von meinen Shirts habe ich ja schon gezeigt, aber logisch, dass ich mal noch ein paar schöne Fotos haben wollte. Also sind wir Sonntag Nachmittag noch losgefahren und haben ein paar Fotos gemacht.
Zwischen den beiden Fotos lag nur eine knappe halbe Stunde, aber es hat unheimlich viel Spaß gemacht.



Dort, wo wir die Fotos gemacht haben, waren wir früher oft, als die Jungs noch klein waren und Lust hatten (oder nicht getraut haben, zu widersprechen), mit uns Ausflüge zu machen. Einmal haben wir mit den Jungs - Katharina gab es damals noch nicht - zu meinem Geburtstag ein Picknick gemacht. Das hat Spaß gemacht und ich muss gleich wieder daran denken, als ob es gestern gewesen wäre. ;-)

Letzten Sonntag war es schon richtig herbstlich und dass es noch einmal so ein traumhaft schönes Sommerwetter mit diesen Temperaturen wird, hätte ich da nicht gedacht. Aber weil es so war geworden ist, habe ich mir überlegt, heute könnte ich ja mal ein oder zwei Tops nähen. Als ich kürzlich bei Stoffversand4u bestellt habe, gab es ab einem bestimmten Einkaufswert ein Überraschungspaket. Ich bekma zu meiner Bestellung das M-Paket dazu. In diesem Paket war ein kanpper Meter von einem Stoff, den ich mir, als wir bei Katharina in Delmenhorst waren, dort schon zum Geburtstag ausgesucht hatte. Der Stoff reichte gerade für ein Top. Da ich aber nicht gleich den guten Stoff verschneiden wollte, habe ich aus einem anderen Stoff erst einmal ein Probeteil genäht.
Es ist gar nicht so einfach, vernünftige Fotos zu machen, wenn keiner da ist. Mit Selbstauslöser ist es etwas schwierig... Nachdem es mit dem Probestoff doch gut geklappt hat, habe ich meinen anderen Stoff doch angeschnitten und noch ein weiteres Top genäht.
Leider hat der leuchtend grüne Stoff nicht mehr gereicht, um das Halsbündchen im Bruch zuzuschneiden. Also habe ich zwei Nähte gemacht und hatte es eigentlich so abgemessen und gesteckt, dass die beiden Nähte vom Halsbündchen auf die Schulternähte treffen. Aber leider hat es dann bei Annähen doch nicht so geklappt, vorn fehlte mir Bündchen, so dass ich nun vorn eine Naht habe. Aber tragbar ist das Top trotzdem. ;-) Und nun muss ich überlegen, welches Teil ich heute ausführen möchte...


Sonntag, 21. August 2016

Kleiderschrank auffüllen

Nachdem ich mit den Sachen für Katharina fertig war, hatte ich mich erst einmal wieder meiner Jane zugewandt. Zwei neue Blöcke sind entstanden, die zeige ich dann bald. Wie ich auf die Idee gekommen bin, für mich mal wieder was zum Anziehen zu nähen, weiß ich nicht mehr, auf jeden Fall habe ich erst einmal meine Stoffe hervorgeholt:
Das ist ein ganz ordentlicher Stapel und wie Katharina schreibt, vernäht sind sie viel schöner, als wenn sie im Schrank liegen würden. Also habe ich meinen bewährten Ottobre-Schnitt hervorgeholt und begonnen, einige Shirts für mich zu nähen.

Es sind jetzt leider nur ein paar Handyfotos, aber ich glaube, man kann ganz gut was erkennen. Der Schnitt ist aus der ersten (?) Damen-Ottobre. Nachdem ich nun endlich die richtige Größe habe, bin ich mit dem Schnitt richtig zufrieden. Bei Juliane hatte ich vor einiger Zeit einen tollen Stoff gekauft, der sehr auffällig ist. Den habe ich gestern auch noch zu einem Shirt vernäht. Allerdings habe ich bei der Bestellung überhaupt nicht daran gedacht, dass der Stoff als Rapport verkauft wird. Ich hatte also nur einen Rapport und musste ziemlich zirkeln, dass ich ein Shirt da rausbekomme.
Ich wollte gern, dass das Kreuz vorn genau mittig sitzt, das tut es auch, dadurch ist allerdings eine kleine Ecke vom Kreuz in der Nahtzugabe vom Ärmel verschwunden. Da ich nur so wenig Stoff hatte, hätte ich es auch gar nicht anders zuschneiden können. Mein Stoff war so knappt, dass ich die Ärmel einzeln aus den Resten zuschneiden musste.
Ok, es ist nicht unbedingt meine Frabe, aber das Shirt finde ich mittlerweile trotzdem schön. ;-) Wenn ich mir das Wetter draußen angucke, werde ich heute allerdings einige Teile mit längeren Ärmeln nähen...

Donnerstag, 18. August 2016

Ich war im Paradies

Ich glaube bald, gestern war der schönste Urlaubstag für mich: Wir waren nämlich mal wieder in Delmenhorst. Wir sind nicht wegen der Stadt oder einer Sehenswürdigkeit dorthin gefahren, nein, wir haben Katharina besucht. Ach, ich habe mich auf diesen Tag schon so ewig gefreut. Kurz bevor unser Urlaub begonnen hat, habe ich gefragt ob wir sie mal wieder besuchen kommen dürfen. Und dann haben wir uns einen Termin ausgemacht, der an einem Dienstag oder Mittwoch sein musste. Also Mittwoch in unserer letzten Urlaubswoche, so als krönender Abschluss des Urlaubs. Wegen der Fahrt zu Katharina habe ich sogar den Besuch der Quiltausstellung in Lübbecke gecancelt, innerhalb von drei Tage zweimal so weite Strecken fahren, das ist mir dann doch nichts.

Für die Fahrt hatte ich mir wieder zwei Jane-Blöcke vorbereitet. Dabei bin ich schon wieder von meinem Plan, Reihe für Reihe zu arbeiten, abgewichen, denn ich habe nach Appli- und Handnähblöcken gesucht. Ich habe mich dann für einen Block aus Reihe F und einen aus Reihe K entschieden. Allerdings habe ich auf der Fahrt nur einen Block genäht. Ich habe mich zunächst für den Block entschieden, wo der Hintergrund nicht gepatcht werden muss.
F13 - Tour de France
Klar sieht man die Applistiche ein wenig, daran muss ich noch ein bisschen mehr arbeiten und wie auch bei den letzten Applikationen waren diese irgendwie ein bisschen zu groß. Ich weiß gar nicht, was ich da immer falsch mache...

Bei Katharina haben Steffen und ich uns nach einem ausgiebigen Frühstück dann getrennt. Aber nur für ein paar Stunden. ;-) Er ist mit Katharina nach Bremen zum Weserstadion gefahren (ok, das hätte auch mich gelockt) und ich bin mit Katharina nach Ganderkesee zum Stoffladen gefahren.

Ich habe mich dort gefühlt, als wäre ich im Paradies. All diese vielen schönen Stoffe, dann lagen die passenden Farben immer gleich übereinander. Ich konnte mich gar nicht sattsehen und musste immer wieder über die Stoffe streicheln. Beim ersten Rundgang konnte ich mich gar nicht entscheiden und wäre wohl fast ohne einen Stoff aus dem Laden rausgegangen. Aber zum Glück haben Katharina und ich noch eine weitere Runde gedreht und so habe ich dann meine Stoffe gefunden:
Daraus wird eine Tunika aus der allerersten Damen Ottobre. Damit werde ich wohl gleich am Wochenende anfangen.  Und auch meine kleine Katharina ist nicht zu kurz gekommen. An diesen beiden Stoffen konnte ich beim besten Willen nicht vorbei gehen:
Auf der Rückfahrt nach Hause hat sie mir schon gesagt, was sie daraus genäht haben möchte und wie ich die Stoffe anordnen soll. Sie war ganz aufgeregt, als sie davon erzählt at. Einfach süß... Und in der Restekiste habe ich noch einen Bienenjersey gefunden, daraus wird ein T-Shirt für Katharina.
Wir waren dann noch in Delmenhorst in einem weiteren Stoffladen, aber da ich ja schon Stoffe gekauft hatte, habe ich mich da zurückgehalten. So gut möchte ich es auch mal haben: Fünf Minuten in die oder fünf Minuten in die andere Richtung und schon im Paradies sein... Den Rest des Tages haben wir dann bei Katharina auf der Terrasse und auf einem Spielplatz in ihrer Nähe verbracht. Ich habe traumhafte Quilts gesehen, einer schöner als der andere. Wir haben uns viel zu erzählen gehabt, der Tag verging viel zu schnell und irgendwann war es dann an der Zeit, die Heimfahrt anzutreten.
Schade, dass die Zeit so schnell vergangen ist. Es war ein wunderschöner Tag, wie geschrieben: Ein krönender Urlaubsabschluss. Vielen Dank liebe Katharina für diesen tollen Tag. Es war sehr schön bei und mit Dir!

Dienstag, 16. August 2016

Vor-Geburtstagsüberraschungen

Zunächst einmal habt vielen Dank für Eure lieben Kommentare, wie immer habe ich mich über jeden einzelnen sehr gefreut.

Gestern habe ich noch einmal ein Langarmshirt für Katharina genäht, in einer recht gewagten Farbkombination, aber so kann sie nicht verloren gehen, denn sie LEUCHTET!!! In einer Restekiste hatte ich mal einen Rest Jersey in dunkelpink mit grünen Punkten gekauft, es war wirklich nur ein ganz schmaler Rest, den habe ich mit leuchtend hellgrün kombiniert und herausgekommen ist dieses tolle Shirt:

 
Das Webband auf der Naht war eigentlich gar nicht geplant, denn ich hatte vor, in die Naht ein kleines gefaltetes Stück von dem Webband einzunähen. Das habe ich auch gemacht, aber leider habe ich da Vorder- und Rückenteil verwechselt. Aufgefallen ist es mir leider erst dann, als ich Vorder- und Rückenteil an den Schultern zusammengenäht habe. Damit es nicht ganz so doof aussieht, aber ich das Webband hinten gelassen und vor dann einmal komplett aufgenäht.
In den linken Ärmel habe ich auch noch ein gefaltetes Webband eingenäht. Mit diesem Shirt und den beiden Langarmshirts vom Wochenende, die ich noch nicht gezeigt habe, beschließe ich jetzt erst einmal das Kleidung nähen, nun ist mal wieder meine Jane an der Reihe.

Jetzt kann ich beim Waschen dann so nach und nach die Sachen aussortieren, die Katharina wirklich zu klein geworden sind, zum Beispiel das Fußball-Shirt, welches ich ihr vor einem Jahr genäht habe.

Nun komme ich aber endlich zu meiner Überschrift zurück. Vor einer Weile habe ich auf Facebook, weil irgendwer, der mit irgendwem befreundet ist, mit dem ich auch befreundet bin, eine Seite geliked hat, eine tolle Erdbeerkette gesehen. Die Kette war ein Traum, für mein Budget aber leider zu teuer. Das war aber kein Problem, denn Roswitha bot mir an, mir eine Kette zu fertigen, die innerhalb meiner Schmerzgrenze liegt. Das hat sie auch gemacht und gestern habe ich nun Post bekommen:

MEINE Edrbeerkette! Ist die nicht schön. Und auch wenn ich erst in 14 Tagen Geburtstag habe, habe ich sie gestern doch gleich ausgeführt und mich damit so unheimlich wohl gefühlt. Die Kette ist kompeltt aus Glas gearbeitet, aber gar nicht schwer. Im Gegenteil, ich musste immer wieder an den Hals fassen, ob die Kette noch da ist, weil ich sie gar nicht mehr gemerkt habe. Hach, ich freue mich so sehr.
Ich habe mir dann noch einen kleinen Magnolienanhänger gegönnt, weil ich Magnolien so sehr mag:

Ich muss mir nur noch Kettenverschlüsse besorgen und dann kan nich den Anhänger auf Seidenschnüre fädeln, die ich noch von meinem Stoffabo von Martina habe.

Freitag abend bekam ich eine Mail von Hermes, dass mir am Montag ein Paket zu gestellt werden soll. Ich hatte ja angenommen, dass es mein Päckchen von Roswitha sein wird, aber das Päckchen von Roswitha kam mit der normalen Post.Nun fing natürlich die Grübelei an, die dann darin endete, dass sie die von Hermes wohl in der Mailadresse geirrt hatten, denn ich hatte nichts bestellt. Aber nein, sie hatten sich nicht geirrt, ich bekam wirklich ein Paket. Ein Blick auf den Adresszettel hat mich dann zum Grinsen gebracht: Silvia hat den Abflug nach Birmingham genutzt und von München ein Paket zum Geburtstag für mich auf Reisen geschickt.
Na super, dabei weiß Silvia doch genau, wie es um meine Geduld bestellt ist... :-( Ich gebe es zu, ein wenig habe ich das Paket schon hin- und hergedreht, aber der Hinweis auf dem Adressaufkleber hat mich dann doch zurückschrecken lassen:
Noch 14 lange TAge und ich bin schon so neugierig. Eines kann ich meinen Jungs aber ganz gewiss sagen: ES IST KEINE PLAYSTATION FÜR EUCH DA DRIN!!! Denn das hatten beide unabhängig voneinander vermutet, als sie den Karton gesehen haben. Jonathan kam heute prüfend ins Schlafzimmer, wo der Karton steht und meinte bedauernd, ach, noch nicht aufgemacht? Ist wohl doch keine Playsi drin?!

Sonntag, 14. August 2016

Gerettet, was zu retten war

Als ich die Stoffe wieder wegräumen wollte, kam mir die Idee, ich könnte für Katharina ja auch noch ein paar Langarmshirts nähen. Also habe ich meine Stoffe erst einmal noch draußen gelassen. Die ersten beiden Langarmshirts habe ich gestern genäht, inzwischen geht mir der Schnitt richtig gut von der Hand.

Heute habe ich mir dann einen ganz Besonderen Stoff vorgenommen: Elefant Girl. Als Katharina neu geboren war, hatte ich ihr die Jungsversion davon gekauft und ihr davon ein Kleid genäht. Ah, was habe ich das geliebt, aber irgendwann war es dann mal zu klein. Im Netz bin ich dann über den Elefangirl-Stoff gestolpert und habe davon einen Meter bestellt. Heute nun wollte ich den anschneiden. Ich hatte überlegt, ob ich Stoff sparend zuschneide oder dem Muster entsprechend, so dass Muster vorn und hinten gleich verläuft. Ich habe mich dann für die Stoff sparende Variante entschiede, zum Glück fällt es nicht wirklich auf, aber sonst hätte ich vom Stoff so viel Verschnitt gehabt.

Die Tunika ist mir gut gelungen, bis auf den Halsausschnitt, denn da habe ich das Einfassband ein wenig zu knapp geschnitten. Anstatt dass ich den Einfassstreifen noch einmal zuschneide, habe ich ihn - mit einem unguten Gefühl - angenäht. Naja, das Ergebnis war nicht wirklich schön:
Das Bündchen ist für den Halsausschnitt viel zu klein gewesen und hinten habe ich auch noch eine Falte eingenäht. Als wir heute Nachmittag aus Wernigerode wieder gekommen sind, habe ich ganz mutig in meine Tunika geschnitten und das Bündchen abgeschnitten. Trennen ging nicht, da ich es mit der Overlock und dem Dreifach-Zickzack-Stich angenäht hatte.
So war dann aber der Halsauschnitt viel zu weit. Also habe ich mit dem Schnittteil für das geteilte Oberteil ein Teil gemacht, was ich unter den Halsausschnitt nähen konnte. Erst wollte ich das verstürzen, aber das ist mir irgendwie nicht gelungen. Also habe ich das Teil, welches ich vorher an den Schultern zusammengenäht hatte, unter meine Tunika gelegt und den Oberstoff dann nach innen eingeschlagen. Das Ganze habe ich dann von außen mit Dreifach-Zickzack-Stich festgenäht.

Den überstehenden Stoff habe ich dann knappkantig abgeschnitten.
Dabei fiel mir auf, dass das untere Teil an den Schultern ungleich breit war, das habe ich dann entsprechend korrigiert und dannk onnte ich den Halsausschnitt einfassen. Dieses Mal habe ich aber drei-, viermal geprüft, ob der Streifen lang genugt ist.
So gefiel mir das Shirt schon richtig gut, aber um den Lagenlook so richtig komplett zu machen, habe ich dann unten aus dem Streifenstoff auch noch was angenäht. Der Saum war schon gesäumt, natürlich auch wieder mit Dreifach-Zickzack, ein Auftrennen wäre möglich gewesen, aber dazu hatte ich, ehrlich gesagt, keine Lust. Also habe ich da ein wenig geschummelt und das "Unterteil" von links knapp neben dem Saum angenäht. Dann konnte es nach unten geschlagen werden und nun sieht es so aus, als würde Katharina ein kürzeres über einem längeren Shirt tragen:
Das ständige Anprobieren während des Nähens hat Katharina schon ziemlich gestört und eigentlich wollte sie die Tunika auch nicht anprobieren, als sie fertig war. Dann hat sie es aber doch gemacht und sich wohl gefühlt und die Tunika auch gleich angelassen. :-)