Samstag, 22. Juli 2017

Schön, aber nicht unbedingt notwendig...

Eigentlich wollte ich ja noch ein wenig zu meinem Hundertwasserquilt schreiben, aber irgendwie bin ich noch nicht so recht dazu gekommen. Habt vielen lieben Dank für Eure zahlreichen Kommentare, über die ich mich wie immer riesig gefreut habe.

Ja, dieser Quilt hat mich geflügelt und mir unheimlich viel Spaß gemacht. Es war wie früher: Nach der Arbeit nach Hause kommen, schnell ankommen mit den anderen quatschen und dann an die Nähmaschine. Der Schwindel war dann auch wie früher, aber das habe ich doch ganz gern in Kauf genommen.

Eine Anleitung dazu hatte ich nicht wirklich. Ich habe das Buch Häuserpatchwork von Bernadette Mayr und das ist eigentlich - finde ich - völlig ausreichend. Ich habe mich sozusagen an Hand des dortigen Hundertwasserquilts durch die Kapitel gearbeitet und so nach und nach alles noch einmal ausprobiert. Angefangen hatte ich mit einem Fenstern, dann kam eine Tür hinzu, die ich dann später zu Fenstern umgearbeitet habe, weil sie mir als Tür nicht gefallen hatte. Die Ideen kamen mit dem Nähen, daher ist manches vielleicht auch nicht so gut gelungen oder musste noch einmal verändert werden. Eigentlich sollte der Quilt auch viel kleiner und schmaler werden, damit er Platz über dem Trockner findet - ok, davon habe ich mich ziemlich bald verabschiedet: Hundertwasser und klein, das ging bei mir überhaupt nicht...

Ein Kurs bei Bernadette Mayr zu besuchen ist bestimmt auch reizvoll und wenn mal einer in meiner Nähe wäre, würde ich da auch daran teilnehmen. Aber mir hat der Hausbau ohne Kurs mächtig viel Spaß gemacht und wie gesagt, das Buch ist eine große Hilfe.

Aber ich schweife gerade ab, denn eigentlich will ich ja erzählen, was supersupermegatoll, aber wirklich nicht lebensnotwendig ist. ;-)

Ich glaube, Ende 2006 war es, als ich unheimlich gern eine Covermaschine besitzen wollte. Ich hatte mir dann eine bei ebay gekauft. So richtig viel Geld war da nicht über und so musste ich doch irgendwie Kompromisse eingehen. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, von welcher Firma die Maschine war, ist eigentlich auch egal, denn ich hatte von Anfang an Probleme mit ihr und habe sie daher selten genutzt. Als ich vor ein paar Jahren dann für meinen Papa eine Hose umnähen und es besonders gut machen wollte, habe ich mit der Cover ein schönes Loch produziert. Darüber habe ich mich so geärgert, dass ich sie kurzer Hand in den Müll geworfen habe. :-( Damit war es mit dem Covern erst einmal gut, aber ich wollte schon gern wieder eine Covermaschine haben.

Also habe ich mich erneut umgesehen und eine Kombimaschine von Husqvarna gekauft. Da ich eine Overlock habe, habe ich die Kombimaschine nur zum Covern genutzt. Die nähte schon besser als die vorige, aber das Warhe war es auch nicht. Die meiste Zeit, bedingt auch dadurch, dass ich in den letzten Jahren viel mehr Quilts als Kleidung genäht habe, stand sie herum. Und wenn ich dann Kleidung genäht habe, habe ich lieber mit dem Dreifach-Zickzack-Stich gesäumt, als mich mit der Cover zu ärgern.

Irgendwann habe ich beschlossen, ich könnte sie ja verkaufen. Bis dann Werbung vom Nähpark auf  Facebook kam, dass dort gerade Leute diverse Covermaschinen getestet haben. Und so kam ich auf die Idee, mal anzufragen, ob sie meine Cover in Zahlung nehmen würden. Zuerst stand eine Brother auf meinem Plan, dann wurde es die neue Version der Janome Cover. Lange habe ich darüber nachgedacht, ob ich das tun sollte oder nicht, ob es sinnvoll ist oder nicht, ob ich die Maschine brauche oder nicht, ob, ob, ob, ob... Steffen konnte es schon nicht mehr hören und meinte nur, ich müsste doch wissen, was ich wollte.

Ja, na klar weiß ich das und so habe ich dann irgendwann noch einmal im Nähpark angerufen und meine Maschine bestellt und meine andere in Zahlung gegeben. Die Abwicklung ging wieder unheimlich schnell, noch in der gleichen Woche hatte ich die Maschine. Und da stand dann mein Paket im Flur, als ich nach Hause kam.

So eine neue Nähmaschine auszupacken, ist einfach toll: Erst einmal das Paket aufmachen, dann Styroport raus und dann blitzt es schon und die Maschinen riechen immer so gut... Hach, ich gerade gerade in's Schwärmen und es ist, als ob ich sie gerade noch einmal auspacken würde.

Meine Familie hat mich erst einmal eine Weile in Ruhe gelassen und dann kam Johannes an und meinte, wenn ich doch jetzt eine Nähmaschine habe, die Säume machen kann (ähm, das können die anderen auch, aber psst...), kann ich ihm ja gleich mal das rote Schiedsrichtertrikot ändern. Er mag nämlich keine langen Ärmel, er muss ein völlig gestörtes Temperaturempfinden haben, wenn er sebst bei 15, 20 Grad kurzärmelig rumläuft. Würde mir nur bedingt passieren. ;-)

Also habe ich eine eine Herausforderung gehabt und das glitschige Schiedsrichtertrikot geändert. In so ein teures Trikot zu schneiden, fiel mir nicht wirklich leicht. Ich wollte es besonders schön machen und hatte Stickgarn für die Nähte genommen, weil ich da fast hunderprozentig die passende Farbe hatte.
 
Allerdings eignet sich Stickgarn nur bedingt zum Covern, denn das Garn ist rutschig und mein Stoff war es auch und so ribbelte sich die Naht schneller auf, als ich gucken konnte. Aber egal: Das Trikot hat nun kurze Ärmel.

Man sieht, meine Cover hat einen kleinen Freiarm, das ist natürlich unheimlich praktisch, wenn kleinere Sachen zu säumen sind.

Nach dem Schiedsrichtertrikot habe ich mich dann an einem (schnellen) Rock für Pauline versucht. Auch der ist gelungen.


Als es in den letzten Tagen wieder etwas wärmer wurde, fiel mir auf, dass Katharina recht wenig kurze Hosen hat. Und die, die sie hat, sind in Größe 104, inzwischen trägt sie 116... 😱(Naja, beim dritten Kind ist das wohl so...). Also habe ich mich hingesetzt und ein paar Radlerhosen genäht. Die erste ist noch ein wenig zu lang und zu eng am Bein geworden, aber eine Caprihose kann man auch gebrauchen. Da ich gerade nicht drucken kann und in den vielen Ottobres keinen Schnitt für eine Radlerhose gefunden habe, habe ich den vorhandenen Leggingschnitt einfach auf gut Glück verändert. Die Beine sind jetzt weit genug, allerdings noch ein wenig lang. Aber das ist egal, so kann sie die Hosen über mehrere Jahre tragen... 😉
Ich habe in den Tiefen meiner Stoffschränke gekramt und einige Reste gefunden, aus denen ich Hosen nähen konnte.
Gestern Abend habe ich die restlichen Hosen dann am Bund und am Saum gecovert. Ein bisschen mulmig war mir schon dabei: Spätabends nach der Arbeit, eigentlich müde und unter Zeitdruck - das waren sonst immer die besten Voraussetzungen für eine Dreifach-Zickzack-Stich-Naht. Aber hey, es ist super geworden. Selbst an den Nahtstellen muckte meine Maschine nicht rum. Gut, es ist wohl mal ein ausgelassener Stich, aber kein Fadenriss, nix überhaupt nix. Und die Nähte sehen einfach nur toll aus:
Und die Nähte sehen allo so picobello aus, das ist kein Zufallsprodukt. Ach, was bin ich froh, dass ich mich so entschieden habe. Endlich einmal eine Covermaschine, die von Anfang an mein Herz erwärmt. Gut, man braucht sie wirklich nicht, aber es ist schön, eine zu haben. 😍
Ich bin so glücklich über meine Maschine, ich glaube, Katharina braucht noch eine ganze Menge Hosen, Shirt, Kleider und natürlich alle mit einem perfekten Coversaum.

Ups, das ist jetzt ein gaz langer Beitrag gewesen, das lag nur daran, weil es ewig gedauert hat, die Bilder vom Handy runterzuladen. Ob wohl jemand bis zum Schluss liest? Aber deswegen blogge ich ja, da kann ich schwafeln ohne Ende... 😉

Sonntag, 16. Juli 2017

Geschafft!

Mein Hundertwasser-Quilt ist fertig und heute gibt es erst einmal nur ein paar Fotos (Text folgt dann in den nächsten Tagen):
 
Ich freue mich sehr über meinen Quilt. Er hängt über dem Schreibtisch im Wohnzimmer (wo eigentlich der Leannes House hängen sollte, aber der dauert ja noch Ewigkeiten). ;-)

Sonntag, 9. Juli 2017

Quiltanfang

Heute morgen habe ich mich erst einmal auf die Suche nach Vlies begeben, leider habe ich kein ausreichend großes Stück gehabt, so dass ich mal wieder stückeln musste. Ich bin Katharina heute noch dankbar, dass sie mir seinerzeit den Tipp gegeben hat, denn sonst hätte ich heute mit meinem Hundertwasserquilt nicht weiter machen können. Und dann wollte ich eigentlich nur mal testen, ob Rückseite und Vlies nun passend sind und weil alles so gut gepasst hatte, habe ich gleich mal geheftet. Leider habe ich da nicht daran gedacht, dass meine Rückseite noch nicht gebügelt war. Ich habe nun also einen schön gehefteten Quilt mit ungebügelter Rückseite und einer dicken Falte drin. Aber mein Top ist so schön glatt, also bleibt es nun so.

Ich habe ja schon seit einigen Tage überlegt, ob ich meinen Quilt mit schwarzem Garn quilten sollte, die Idee geistert in meinem Kopf herum, seitdem ich diesen einen tollen Quilt gesehen habe. Da ich mir aber nicht sicher war, habe ich erst einmal an einem Stück getestet:
Zunächst habe ich mit meiner Janome, einer 90er  Quiltnadel und schwarzem King-Tut-Garn probiert. Das Ergebnis war einfach zu nur Heulen, man sieht es ja, nur ausgelassene Stiche.
Zur Probe habe ich dann einfach mal eine 75er Nadel genommen, obwohl man das Garn ausschließlich mit 90er Nadel nähen soll. Das war dann schon besser, noch besser aber waren die Ergebnisse mit der Bernina. Also habe ich entschieden,

den Quilt auf der Bernina zu quilten. Ich habe den BSR-Fuß verwendet. So langsam gewöhne ich mich auch daran, aber ich habe oftmals noch Probleme mit der Geschwindigkeit. Die Stiche werden schön gleichmäßig, aber sobald ich zu schnell bin, fängt es an zu piepen. :-(



So ganz leicht fiel mir das Quilten nicht, schwarzes Garn auf bunten Stoffen - das fällt schon ziemlich extrem auf. Die ersten Quiltlinien sind auch noch ziemlich gerade, schön gleichmäßig, aber es fehlt da noch ein wenig der Schwung...
Bei den folgenden Blöcken wurde es dann schon ein wenig leichter.

Vorhin kam mir dann die Idee, um die Blöcke herum noch eine Umrandung zu quilten, so wie gekritzelt. Bei zwei der Baumkugeln habe ich das vorhin noch schnell probiert - und ja, genauso gefällt es mir:


Ich bin heute schon ganz schön weit gekommen und so sieht mein Top bisher aus:
 
 
Ich glaube, die nächsten Tage werde ich wohl nicht dazu kommen, an meinem Quilt weiter zu arbeiten, denn zum einen muss ich bis 17 Uhr arbeiten, zum anderen habe ich in der Woche noch zwei Termine nach der Arbeit. Aber er hängt jetzt erst einmal am Schrank und mein Blick kann darauf fallen... ...und ich kann mich freuen. :-)

Samstag, 8. Juli 2017

Gartenbau

Heute Morgen habe ich zunächst einmal die beiden Säulen genäht, die ich noch für mein Haus haben wollte. Das Wenden war ein bisschen fummelig, aber es hat dann doch geklappt. Dann habe ich mich der Beule zugewandt und die ganz unspektakulär abgenäht.
Man sieht, ich habe einfach in einem Bogen den überschüssigen Stoff abgenäht. Ich hatte dann in dem Hausblock darunter auch noch einen Überschuss an Stoff, auch den habe ich noch ein wenig abgenäht - den Rest wird's Quilten bringen (hoffentlich).

Als heute früh mein Blick auf meinen Pusteblumenquilt fiel, kam mir die Idee, ich könnte meine Bäume ja auch auffilzen. Also habe ich mal wieder die Filzmaschine hervorgeholt (dieses Mal musste ich auch nicht erst meinen Netzstecker suchen, der war nämlich da, wo er hingehört).
Zu Anfang hatte ich nur zwei Nadeln in der Maschine (war vom letzten Gebrauch noch so), aber dann wurde ich mutiger und habe die anderen zehn Nadeln auch noch reingeschraubt - und dann ging sozusagen die Post ab.
Allerdings musste ich dann auch sehr aufpassen, nicht zu sehr auf den Hintergrundstoff zu treffen, denn der zieht Fäden, ist ja auch kein Wunder, wenn da zwölf Nadeln mit Widerhaken drauf treffen.
Man sieht, mein Top nimmt so langsam Form und Gestalt an. Ich habe dann noch die beiden Säulen aufgenäht und dann aus Resten vom Baumwollsatin die bunten Zwischenstreifen genäht. Den Abschluss bildet dann ein mehr oder weniger breiter Streifen vom Hintergrundstoff.

Mein Plan war eigentlich, mein Top, nachdem ich dann die beiden Ränder angenäht habe, auf eine vernünftige rechteckige Form zu bringen. Von dieser Idee musste ich mich dann aber sehr schnell verabschieden, denn hätte ich das gemacht, wären oben wohl die bunten Streifen und womöglich ein Teil des Hauses mit verschwunden. Ja, bei mir ist nicht nur das Haus schief, nein, auch mein Quilt ist schief.

Egal, das bleibt nun so, gerade Quilts kann jeder.

Nun steht nur noch das Quilten aus. Im Netzt habe ich in den letzten Tage gefühlte hundert Hundertwasserquilts angesehen, zwei sind mir besonders in Erinnerung geblieben. Zum einen der rote mit den Augen und zum anderen dieser hier. Faszinierend finde ich daran, dass er mit schwarzem Garn gequiltet ist, dadurch sieht er noch mehr nach Hundertwasser aus. Nun überlege ich, ob ich das mit meinem Quilt auch machen sollte...?! dann darf nichts, aber auch gar nichts schiefgehen, denn das sieht sonst wirklich richtig blöd aus. Na, ich überlege noch, was ich tun werde. Ich muss sowieso erst einmal schauen, ob ich noch genügend Vlies zu Hause habe.

Freitag, 7. Juli 2017

Rück- und Weiterbau

Habt vielen Dank für Eure lieben Kommentare zu meinem Haus. Die Anregung dazu habe ich aus dem Buch "Häuser-Patchwork".
Dieses Buch gibt es allerdings, soweit ich weiß, nur noch antiquarisch  und das zu einem stolzen Preis. :-( Bin ich froh, dass ich mein Buch schon habe. ;-)

Zunächst habe ich heute an der rechte Seite meines Quilts weitergenäht. Ich wollte ja auch gern einen Turm in meinem Haus haben, also habe ich zwei Fenster genäht und darum einen Turm. Unten im Turm ist ein Tor, durch das man in meinen Turm hinein gehen kann. Tja, dummerweise war vor dem Torbogen ein Balkon:
Das mit dem Balkon wäre an und für sich ja gar nicht schlecht, aber leider ist er zu hoch. Zum Vergleich habe ich den Balkon einmal herunter geklappt, das gefiel mir dann doch besser. Also habe ich alles wieder abgetrennt - und dabei war diese Einheit schon so gut wie fertig.
 
Meinen schon genähten Balkon wollte ich nun aber nicht entsorgen und so habe ich probiert, wo er mir am besten gefallen würde:
Mein erster Gedanke war, den Balkon über meinen Torbogen zu platzieren. Den Torbogen habe ich übrigens auch noch einmal verändert. Die "Nase", die da von links herein geragt hat, hat mir dann doch irgendwie missfallen, also habe ich auch die zurückgebaut. Ich hatte auch überlegt, den Balkon links oben über mein Haus zu nähen und ihn mit zwei Säulen abzustützen. Letztendlich habe ich mich dann doch dazu entschieden, den Balkon über meinen Torbogen zu setzen.
Man sieht auf dem Foto auch schön den Abschluss meiner linken Treppe. Da habe ich noch eine kleine Mauer genäht. Die habe ich wieder verstürzt und ein Stück franselige Webkante mitgefasst.
Das kleine Hausteil links oben hat auch noch eine "Mütze" bekommen. Allerdings haben da die Mieter mal wieder das Bodenfenster offengelassen... :-(
Für meine rechte Hausseite habe ich noch eine Säule genäht. Besonders gut gefällt mir der Abschluss über der rechte Treppe. Diese Idee habe ich von einem tollen Hunderwasserquilt, den ich auf Pinterest entdeckt habe.
Ich habe dann auch gleich mein top zusammengesetzt. Das war nicht ganz so einfach, da ich ja schon ein wenig zusammen genäht hatte. Hätte ich meinen Quilt Reihe für Reihe zusammen genätht, wäre es nicht so schwer gewesen, aber so habe ich dann immer wieder mal hier und mal da ein Stück eingesetzt. Leider sieht man das an meinem Quilt: Er beult!
Aber hey, das soll mich jetzt mal gar nicht stören, das nähe ich ab und gut ist.
Für die linke Seite werde ich noch eine Säule nähen, dafür werde ich wieder meine Reste verwenden. Den Abschluss der Säule wird der letzte Rest meines zurückgebauten Balkons bilden. Tja, dann fehlen bei meinem Haus nur noch die Bäume und der Rand und dann wäre das Top sogar schon fertig.

Mittwoch, 5. Juli 2017

Mein Haus wächst

Ich freue mich sehr, mit welch großem Interesse ihr meinen Hausbau verfolgt. Euer Interesse spornt mich zusätzlich an und ich freue mich, dass ich wieder ein paar neue Bauteile zeigen kann. Auch heute habe ich nach der Arbeit wieder ein bisschen an meinem Haus weiter gearbeitet.

Zunächst einmal habe ich einen neuen Fensterhintergrund genäht, da mir der andere gestern ja dann doch zu wenig Nahtzugabe hatte.
 
Jetzt bin ich mit meinem Fenster zufrieden und muss keine Bedenken haben, dass der Hintergrund ausreißt. Den Hintergrund, den ich herausgetrennt habe, habe ich zu einem weiteren Fenster verarbeitet. Zum Wegwerfen war mir das Teil dann doch zu schade.


Dann habe ich mich meinem größten Problem zugewendet: Nämlich der Kuppel. Da habe ich ja schon die ganze Zeit überlegt, wie ich das nähen soll. Zunächst habe ich zwei Stücken Hintergrund genommen, dazwischen habe ich ein farbiges Stück Stoff genäht. Zwischen diesen Streifen und dem Hintergrund habe ich das untere Teil der Kuppel zwischen gefasst.
Nachdem ich das Teil zusammengenäht hatte, konnte ich das untere Teil herunter klappen und dann die Kuppel applizieren.
An die Kuppel habe ich dann auch schon das Teil mit den beiden kleinen Fenstern angenäht, einfach um zu sehen, ob ich auf dem richtigen Weg bin. Ich hatte mir im Vorfeld zwar überlegt, wie ich meine Bauteile zusammen setzen möchte, aber letztendlich ist es dann doch irgendwie anders geworden. Das obere Teil meines Hauses ist nun schon halbfertig, rechts und links fehlt noch ein wenig was, ein paar Ideen dafür habe ich auch schon.
Bernadette Mayr verwendet in ihrem Quilts sehr häufig schwarz-weiß gestreifte Stoffe, gerade auch bei den Häuserquilts. Die gestreiften Stoffe geben, finde ich, den Quilts das gewisse Etwas. Nur leider habe ich keinen schwarz-weiß gestreiften Stoff gefunden. Also habe ich mir ein paar andere gestreifte Patchworkstoffe bestellt. Allerdings konnte ich mich nicht damit anfreunden, normale Baumwollstoffe mit den handgefärbtem Baumwollsatin zu kombinieren. Der Baumwollsatin hat so einen schönen satten Schimmer, den die normalen Baumwollstoffe leider nicht haben. Aber Streifenstoffe wolle ich schon in meinem Quilt haben, also habe ich Reste von meinen Stoffen aneinander genäth und mir so meinen eigenen Streifenstoff "hergestellt".
Einen dieser Streifenstoffe habe ich in dem rechten unteren Block verwendet. Ich finde, das sieht doch gar nicht so schlecht aus!

Dieses Fragment hängt nun erst einmal über meinem Zuschneidetisch. Morgen werde ich hoffentlich für die rechte Seite noch ein Fensterelement nähen. Links möchte ich eine Säule und ein Geländer darüber nähen. Mal schauen, ob mir das gelingt.


Dienstag, 4. Juli 2017

"Baustellen"-Update

Habt vielen lieben Dank für Eure Kommentare zu meinem Anfang vom Hundertwasserquilt. Und ja, Susanne, Du hast Recht, es geht mir besser, ich bin zuversichtlicher und denke, dass es irgendwie besser wird. Auf jeden Fall war ich Sonntag sehr euphorisch und das Ergebnis kann sich ja sehen lassen. :-))

Gestern habe ich gleich nach der Arbeit mit den Bauarbeiten weiter gemacht. Johannes hatte "Kinder"geburtstag gefeiert, aber die Jugendlichen müssen wir Eltern ja nicht mehr bespaßen, da ist es nur wichtig, dass sie dann was zu futtern haben. ;-) Also habe ich einfach die Zeit genutzt und mich an die Nähmaschine gesetzt.
Eigentlich war hier mein Plan, einen Torbogen zu nähen, allerdings hätte ich dafür um meine Nählinie herum mehr Stoff gebraucht und zum anderen hätte ich dann innerhalb des Stoffes schneiden müssen. Ein Torbogen ist es leider nicht geworden. Mein Fehler ist mir erst nach dem Wenden aufgefallen und irgendwann kam mir dann die Idee, dass mein vermurkster Torbogen ja einfach ein Balkon werden könnte. Gelegt habe ich ihn schon einmal und ich finde, es passt doch richtig gut.

Links neben dem Balkon sieht man ein weiteres Fenster, welches ich gestern genäht habe. In dem Buch von Bernadette Mayr habe ich dann noch gelesen, dass man ja auch in vorhandene Hausteile noch weitere Fenster in Paspeltechnik einarbeiten kann. Das habe ich dann auch gemacht und zwei Paspelfenster gearbeitet. Allerdings hätte ich bei meinen Fenstern nicht ganz so geizeig sein sollen und nicht nur Stoffreste verwenden sollen. Dann wäre es mir nämlich sicher auch nicht zweimal passiert, dass ich an meinem Fensterteil viel zu wenig Nahtzugabe gehabt habe.
 
Vom ersten Paspelfenster habe ich meinen Hintergrund wieder abgetrennt und extra ein kleineres Fenster gearbeitet. Aber auch da war mein Hintergrund zu klein. So etwas Blödes kann wirklich nur mir passieren. ;-) Heute habe ich dann den Fensterhintergrund ein drittes Mal abgetrennt.
Gestern habe ich dann auch den Zwiebelturm genäht, damit habe ich mich allerdings sehr schwer getan. :-( Aber egal, mein Turm ist fertig geworden. Ich habe auch gleich die beiden kleinen Fenstereinheiten unter dem Turm zusammengenäht. Da ich keinen Streifenstoff habe, habe ich einfach eine Webkante mit kleinen Fusseln angenäht.
Ich bin mir allerdings noch nicht so ganz sicher, wie ich meinen Turm unten weiter verarbeiten soll... In meinen Turm habe ich wieder ein kleines Paspelfenster eingebaut. Und da war auch der Fensterhintergrund nicht zu knapp. ;-)

Ach ja und meinen Torbogen habe ich dann doch noch genäht bekommen, dieses Mal habe ich meinen Stoff auch an der richtigen Seite zurückgeschnitten.
Spaßeshalber habe ich auch dort wieder ein Stück Webkante unterlegt, ich glaube, die werde ich dort auch annähen.











Und so sieht mein "Haus" derzeit aus:
Gestern habe ich ja viel mit rot, orange und gelb gearbeitet, ich finde, seitdem sieht mein Haus viel frischer und lebendiger aus. Und auch wenn meine gelben und orangen Stoffe doch eher kühlere Töne haben, sieht mein Haus nun irgendwie warm aus. Es war gut, ein neues Stoffpäckchen anzuschneiden und nicht nur aus den vorhandenen Resten zu nähen.

Ich habe mir heute überlegt, dass ich meine Gebäudeteile an den Seiten rund gestalten werde. Wie ich das machen soll, weiß ich noch nicht so recht, aber die Idee hat sich in meinem Kopf festgesetzt. Mal schauen, ob ich morgen dazu komme, ein paar weitere Teile zu nähen. :-)