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Sonntag, 8. April 2018

Murphys Gesetz

Kennt Ihr Murphys Gesetzt? Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen? Ich kenne dieses Gesetz auch und seit gestern ganz besonders. Gestern habe ich mich nämlich mit meiner Jacke für die Jugendweihe beschäftigt. Als erstes habe ich meinen Schnitt KOPIERT!
Bevor ich meine Teile zugeschnitten habe, habe ich x-mal probiert, ob es so auch wirklich passend ist, ich habe mir unheimlich große Mühe gegeben, es sollte doch alles perfekt und gut werden. Nach den ersten Schnitten wurde ich dann aber zuversichtlicher. Ich habe dann auch gleich meine Teile zusammengenäht und natürlich auch die Nähte ausgebügelt. Ich habe schon lange kein Teil mehr genäht, wo es so wichtig war, die Nähte zu bügeln. Ich habe sogar ein feuchtes Tuch verwendet, allerdings habe ich nicht darand gedacht, die Temperatur des Bügeleisens zu reduzieren. Das Ergebnis war ganz deutlich auch meinem Rückenteil zu sehen.
Ich hätte heulen können - nein, ganz ehrlich, ich habe geweint. Das durfte doch alles nicht wahr sein. Naja, ich habe dann auf jeden Fall weiter genäht und auch gut gebügelt. Die Ärmel werden eingehalten in das Armloch genäht, dadurch legt sich die Ärmelkugel richtig schön in die Rundung. Das konnte ich sehr gut sehen, als ich die Teile in der Hand hatte. Ein Ärmelplättbrett habe ich leider nicht und mir fiel wieder ein, dass ich mal ein Bügelei gesehen habe und seit gestern wusste ich auch genau, wofür so etwas benötigt wird. Da ich aber keines habe, habe ich gedacht, mit geringer Temperatur könnte ich die Armkugel über der Hand ausbügeln. Blöde Idee, denn auch eine geringe Bügeleisentemperatur ist heiß.

Ich habe dann meine Jacke weiter genäht. Besonders überlegen und probieren musste ich, als ich den Schalkragen mit dem Schößchen angesteckt habe. Beim zweiten Versuch hat es dann aber geklappt und ich fand, meine jacke sah gut aus. Ich habe sie dann auch mit dem Kleid anprobiert und Jonathan sollte ein paar Fotos machen - und dann fiel mir die hintere Naht auf dem Schalkragen auf. Das durfte doch nicht wahr sein!!! Er hat fotografiert und meinte, er würde nicht eher aufhören, bis ich wieder freundlich gucke. Zum Glück hatte erkeine Speicherkarte drin, denn ich konnte auch nicht fröhlich gucken.
Oh nein. Als ich den Schalkragen mit dem Schößchen zusammen genäht habe, habe ich extra darauf geachtet, dass alle Nähte in die gleiche Richtung zeigen. Das hätte ich wohl nicht tun sollen, denn dadurch ist es passiert. So ein Mist. Das alles aufzutrennen habe ich mir nicht getraut, also habe ich versucht, nach einer anderen Lösung zu suchen:
 
Ich habe mich dann für ein schmaleres Webband entschieden. Damit das Band die Naht vollständig verdeckt, habe ich zunächst die Nahtzugabe abgeschnitten und dann das Webband aufgenäht.
So habe ich es dann erst einmal gelassen, denn ich musste Steffen und Jonathan nach Ilsenburg fahren. Jonathan hat zu Weihnachten wieder Karten für das Wrestling bekommen und das war nun gestern. Auf dem Weg nach Ilsenburg und zurück, immerhin fast eine Stunde, habe ich überlegt, dass ich das Webband so nicht haben möchte. Also: Trennen.
 
Es war ganz schön mühsam, die Naht wieder aufzutrennen, aber es hat sich gelohnt und ich bin nun ganz, ganz doll zufrieden mit meiner Jacke (vorher war ich es nur zu 80%).
Es gibt leider noch keine schönen Tragfotos.
 
Die Ärmelaufschläge habe ich gestern Abend noch festgenäht, ich finde aber, da müsste noch ein richtig schöner Knopf dran. Vor einer Weile hatte ich - für ein anderes Projekt - drei schöne Knöpfe gekauft. Allerdings weiß ich nicht mehr, wo ich die hingelegt habe. Und ich überlege, ob ich die Jacke zum Schließen mach... Aber dann habe ich das Problem mit dem Knopfloch. Na, ein bisschen Zeit zum Überlegen habe ich ja noch. Und dann muss ich noch das Kleid auf die passende Länge bringen und auch die Ärmel kürzen. Auf jeden Fall bin ich sehr zufrieden mit meinen Sachen. :-)

Kommentare:

Valomea hat gesagt…

Liebe Viola,
trennen war eine gute Entscheidung! Und Wollwalk verzeiht das doch... ;-)
LG
Valomea

Renate hat gesagt…

Hallo Viola,
na, dann ist es ja doch gut ausgegangen! Eine tolle Jacke!
Liebe Grüße
Renate