Donnerstag, 1. Oktober 2026

3. Bingo-Zeige-was-auch-immer

Die ein oder andere von euch hat es schon gesehen, ich habe heute früh einen Beitrag geschrieben und weil der so passend war, wollte ich ihn gern bei Anni beim Bingo verlinken. Gut, dass ich heute mal wieder gefühlt mitten in der Nacht wach war und so Zeit hatte, vor der Arbeit einen Blogbeitrag zu schreiben, denn sonst hätte ich es gar nicht mitbekommen, dass schon wieder der vierteljährliche Zeigetermin - fast rum ist. Meinen heutigen Beitrag konnte ich leider nicht mehr verlinken, da die Linkparty schon geschlossen ist, damit mir das mit dem Vierteljahresrückblick nicht auch passiert, müsst ihr eben zwei Beträge heute überstehen oder einfach weiter scrollen. 😂

Viele Bingofelder habe ich seit dem letzten Rückblick nicht füllen können, aber sechs sind doch dazu gekommen. Angefangen hat es mit meiner Buchhülle, die ich für mein Gästebuch (ob da wohl jemand was eingetragen hat? Ich habe noch nicht rein geguckt, erst, wenn meine Ausstellung zu Ende ist, gucke ich es mir an. Damit ich nicht enttäuscht bin, wenn keiner oder nur ganz wenige reingeschrieben haben) zu meiner Ausstellung genäht habe. "Zum Schutz von" passte dazu perfekt. 

Zur "Sommerliebe" passte mein Lavendelsommer perfekt. Übrigens habe ich da nach zwei Monaten nun endlich die restlichen Hexagons aufgenäht, fertig ist der Quilt aber noch nicht.

Im Sommer hatte ich wieder am Gildesommer teilgenommen und da den Kurs von Carmen mitgenäht, denn ich fand ihren Quilt Geborgenheit so wunderschön, das ist ein tolles "Muster". Mein Quilt ist ganz zügig fertig geworden, auch wenn ich mal wieder trennen musste, denn ich hatte ein Teil verkehrt herum eingenäht. Nachdem ich das behoben hatte, sah das Muster viel gefälliger und schöner aus.

Zum Bingofeld "Upcycling" passte natürlich ganz wunderbar die Verwertung der ausgedienten Urkundenkästen für meine Stoffe. Das war ein wahrer Glücksgriff und macht mich sehr glücklich. 

Der von diesem Vierteljahr schönste Beitrag war mein Beitrag 365 Tage zum Bingofeld "Geburtstag", zum einen war es ein wunderschöner Tag und zum anderen bin ich einfach froh, dass es mir wieder gut geht und ich hoffe natürlich, dass das auch weiterhin so bleibt. Es war nicht nur mein Geburtstag, sondern auch unser 31. Hochzeitstag. Wahnsinn: 31 Jahre! Wir waren ja in Leipzig im Botanischen Garten und auch wenn ich diese Graffitis gar nicht mag, passte es doch irgendwie zu uns.


Und nein, wir haben das natürlich nicht produziert. Das letzte Feld in diesem Jahr füllt mein Beitrag von heute morgen (ich hoffe, ich darf den hier mit dazu zählen, auch wenn ich ihn in der Linkparty nicht mehr eintragen konnte).  
Am Wochenende hatten wir ja einen schönen Ausflug nach Nordhausen gemacht und es war wirklich sehr, sehr schön. Der Feininger-Blick war toll und wir waren "unterwegs", haben mal wieder was zusammen gemacht, es war einfach auch was für die Seele.

Mit diesen sechs Beiträgen habe ich auf meiner Karte nun schon 21 (!) Bingofelder ankreuzen können, nein, ein Bingo ist noch nicht dabei, aber auch nicht mehr in allzu weiter Ferne (hoffe ich). 

Der Feininger-Blick

In einem Kommentar hatte mir Barbara geschrieben, dass Feininger auch in Nordhausen gewesen ist und dort die Blasii-Kirche gemalt hatte. Das war mir überhaupt nicht bewusst. Die Stadt Nordhausen hat vor einigen Jahren die Stelle, von der aus Feininger die Kirche gemalt hat, mit einer Tafel versehen und dort sozusagen den "Feininger-Blick" installiert. Schon als ich den Kommentar gelesen hatte, war klar, dass das nun der Grund ist, mal nach Nordhausen zu fahren. Wir haben uns schon immer mal vorgenommen, durch Nordhausen nicht nur durch zu fahren.

Wir hatten uns den Sonntag dafür ausgesucht, der seinem Namen wirklich alle Ehre machte. Schnell haben wir die Kirche und anschließend einen Parkplatz in der Altstadt gefunden. Wir haben uns dann von den Türmen anziehen lassen, der Weg war einfach zu finden und schwupps, standen wir am Feininger-Blick.
(Irgendwie hatte ich die leise Hoffnung, dass die Bilder nicht so pixelig aussehen, wenn ich den Beitrag über das Tablet schreibe...). Ich kann verstehen, dass Feininger diesen Blick spannend fand, die unterschiedlich hohen Türme sehen ja auch toll aus. Wir haben uns dann auch die Kirche von innen angesehen. Die Sonne zauberte durch die bunten Fenster wunderbare Lichtspiele an die Wand. Ansonsten war die Kirche eher schlicht in der Ausstattung, dafür zog das Kreuz alle Blicke auf sich.
Durch die Altstadt sind wir dann noch zum Dom gegangen. Die Spuren, die der Krieg hinterlassen hat, war überall zu sehen. Die Stadt wurde zu dreiviertel im Krieg zerstört, die Altstadt brannte fast völlig nieder und so sind zwischen den wenigen verbliebenen Fachwerkhäusern natürlich neue Gebäude zu sehen. Eben geht man noch über eine unebene kleine Kopfsteinpflasterstraße und dann vor einer großen mehrspurigen Straße und Neubauten zu stehen. Ich finde es immer wieder schade, wenn es in einer Stadt kein wirkliches Zentrum gibt, von dem alles ausgeht, ob es das in Nordhausen gibt, konnten wir nicht erkennen. Das, was wir aber von der Altstadt gesehen haben, war toll. 
Auch der Dom ist im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt worden. Gut kann man erkennen, was neu und was alt ist. Ist der Dom von außen schon toll anzusehen, beeindruckt er von innen aber noch einmal mehr, denn er ist hell und wirkt luftig. Diese Schwere und das Bedrückende, die manchmal von Kirchen ausgeht, hat er überhaupt nicht. So luftig, wie mir der Dom erschien, war der Altarraum prachtvoll gemschmückt. Aber es passt ganz wunderbar zusammen.
Im Gegensatz dazu dann der prachtvolle Altarraum:
Unter dem Altarraum befand sich die Krypta, die war für mich der schönste Ort: Ruhig und irgendwie würdevoll.
Das war wirklich ein sehr schöner Tag und es hat sich wirklich gelohnt, den Feininger-Blick zu suchen. Wenn die Baustelle um die Blasii-Kirche herum fertig ist, wird es bestimmt noch viel schöner werden. Wir haben ja nur einen ganz kleinen Teil von Nordhausen gesehen, aber es war ein sehr schöner Teil und es war ein richtig schöner Tag.
Und weil wir unterwegs waren, kreuze ich dafür das Feld "unterwegs" im Bingo von Anni an. Ich habe zwar noch immer kein Bingo, aber meine Karte füllt sich so langsam und noch sind ja drei Monate Zeit, das ein oder andere Kreuz zu setzen. Vielleicht habe ich ja zum Jahresende dann doch ein Bingo zusammen. 😉

Sonntag, 27. September 2026

Was lange währt...

...wird gut. Das stimmt. Mein zweiter Versuch, den Gelmerodaquilt nach dem Kalenderblatt zu nähen, hing ja sehr lange unfertig im Wohnzimmer am Schrank. Genäht hatte ich das Top ja schon im Juli genäht, seitdem hing es hier und wartete auf seine Fertigstellung. So ganz wusste ich nicht, ob ich mit dem Top zufrieden war,besonders störte mich links der eine dunkle Stoff.

Ich habe gerade in den Fotos nachgesehen und dabei kam mir wieder in den Sinn, dass ich links schon eine Änderung vorgenommen habe.

Zuerst war der Himmel unter dem Dachüberstand hell und die Stelle daneben dunkel. Das wasr für mich aber widersprüchlich und so habe ich diese Stelle schon ziemlich gleich geändert und die Farben getauscht: Dunkel innen und hell außen, so sah es dann tatsächlich besser aus. Zumindest diese Stelle, denn die Stelle darunter gefiel mir nun so gar nicht, da die Farben hell und dunkel einen Bruch hatten, es war nicht mehr stimmig. Und das war auch der Grund, warum mein Top dann erst einmal eine Weile hing. Sollte ich da trennen oder nicht? 

Um zu probieren, was besser aussieht, habe ich ein helles Stück Stoff aufgesteckt. Ja, das sah doch irgendwie besser aus, aber...
Ich glaube, so sieht es stimmiger aus. So hing das Teil erst einmal Wochen im Wohnzimmer am Schrank, dann im Schlafzimmer. Bis Freitag, da kam mir morgens vor der Arbeit die Eingebung, dass es nun so sein soll. Naja, ich hatte noch ein wenig Zeit und habe begonnen, das Teil rauszutrennen. 
Ich hatte gedacht, dass es reicht, nur das dunkle Teil rauszutrennen, aber ich musste letztendlich doch das gesamte linke Teil abtrennen, da ich mein Teil nicht gut einnähen konnte. Naja und dann passten die Übergänge nicht so gut und ich musste auch da noch einmal trennen und dann war mein Top so, dass ich damit zufrieden sein konnte.
Vor dem Quilten habe ich zwei Lagen Organza aufgelegt, wobei ich die untere Lage ein wenig aufgeschnitten habe, so dass im Bereich des hellen unteren Teils weniger Organza aufliegt. Dieser Teil soll doch heller sein. Gequiltet habe ich, in Anlehnung an das Kalenderbild, mit pinkem Garn. Unten habe ich die Nähte nachgequiltet, oben habe ich strenge parallele Linien gequitet. Eigentlich wollte ich im oberen Bereich Rechtecke quilten, aber letztendlich habe ich es bei den Linien belassen. Das war stimmig.
Ich hätte den unteren Organza ein wenig ordentlicher wegschneiden können, so sieht es unordentlich aus, aber so bin ich nun mal in meinen spontanen Entscheidungen.
Mit dem Quilt bin ich zufrieden, ich finde, er gibt das Kalenderbild gut wieder, zumindest für meinen Geschmack. Es war gut, dass ich mich mit dem ersten Versuch nicht zufrieden gegeben habe, denn sonst hätte ich diesen schönen Quilt nicht genäht. 
In diesem Monat ist auf dem Kalender ein Bild in ähnlicher Art und Weise und ja, auch dieses habe ich fotografiert und werde versuchen, es farblich in einem Gelmerodaquilt festzuhalten.
Ich habe am Freitag mal meine Sammlung gezählt, allerdings habe bin ich mir nicht mehr sicher, ob das die Nummer 54 oder 55 ist. Ich muss nochmal zählen... 😂 

Mittwoch, 23. September 2026

zweimal Titelseite

Habt vielen, vielen Dank für eure Kommentare zu meinem letzten Gelmerodaquilt. Wie viele ich inzwischen habe, weiß ich immer noch nicht und auch nicht, ob ich noch einmal den Mut finde, mich mit den Quilts für eine Ausstellung bei den Patchworktagen zu bewerben. Ich weiß gar nicht, ob das für anderen so interessant ist, wie für mich oder auch für euch, weil ihr die Hintergründe zu den Quilts hier lesen könnt. In Suhl hätte es eben wegen der räumlichen Nähe gut gepasst, jetzt bin ich einfach hin- und hergerissen... Mmh.

Und außerdem sind sie ja gerade, wenn auch nur zum Teil, ausgestellt. In Halberstadt hängen in meiner Ausstellung ja auch einiger Gelmerodaquilts.

Überhaupt, meine Ausstellung. Im September hatte ich dort ein Treffen mit einer Mitarbeiterin der örtlichen Zeitung, dies hatte der Chef des Klosters organisiert. Das war ein wirklich schöner Nachmittag, zum einen gab es natürlich  mit Detlef viel über den Fußball zu erzählen, zum anderen war es auch unheimlich schön, einer Fremden so viel über meine Quilts und meine Leidenschaft und meine Ideen zu erzählen. Ja, ich erzähle meiner Familie auch davon, aber... Gut, lassen wir das. 😂Die Frau von der Zeitung war echt interessiert und hat sich ganz viele Notizen gemacht. Auf meine Frage, wo denn darüber vielleicht etwas zu lesen sein wird, meinte sie, in der Halberstädter Ausgabe und sie wird den Artikel auch den Wernigeröder Kollegen anbieten. Da das schon Anfang September war und ich seitdem nichts gelesen hatte, hatte ich dann irgendwann für mich entschieden, dass es doch nicht interessant genug für die Zeitung ist. Dann ist es eben so.

Tja, am Freitag schickte mir Steffen dann ein Foto über wahtsapp. Das macht er öfter, meist sind es irgendwelche Rezepte, die er auf Facebook oder Insta findet und so habe ich natürlich nicht gleich geguckt, was er geschickt hat. Als ich mit dem, was ich gerade gemacht hatte, fertig war, habe ich dann doch mal geguckt und da ist mir mein Herz fast stehengeblieben und eine ganz große, stille Freude hat sich breit gemacht: 

Ein Mitstreiter vom Jugendausschuss hat diesen +Artikel auf google gefunden und Steffen geschickt. Oh man, ich konnte es gar nicht fassen. Natürlich habe ich gleich geguckt, wie ich an den ganzen Artikel komme und habe ein 24h-Abo gefunden. Na los, Abo gemacht, Artikel gefunden, gelesen, gefreut und auf Sonnabend gewartet, da musste er doch dann in der Zeitung sein. Gleich morgens im Bett habe ich nachgesehen - und war enttäuscht. Kein Artikel, weder in der Halberstädter noch in der Wernigeröder Ausgabe. Na gut, dann wird es den Artikel eben nur online geben. Auch nicht schlimm, ich habe mich auch so gefreut und war einfach nur stolz auf mich. Sorry, wenn das jetzt eingebildet klingt.
 
Am Montag Abend bekam ich dann von meiner Cousine eine whatsapp-Nachricht geschickt:
Aaaahhh. Mein Artikel. Und warum sagt Papa mir das nicht? Er liest doch jeden Tag ganz intensiv die Zeitung, das muss er doch gesehen haben! Hatte er nicht, nein, in der Zeitung war nix. Also habe ich mir wieder ein 24h-Abo gegönnt und siehe da, da war mein Artikel:
 
Ich konnte nicht verstehen, dass Papa den Artikel Montag nicht gesehen hat. Bis ich genauer hingeschaut habe und festgestellt habe, dass ich Montag Abend online schon die Zeitung für Dienstag lesen konnte. Ok, da konnte er den Artikel ja nicht lesen. Ich habe erst einmal Screenshots gemacht und Steffen am Dienstag gebeten, eine Zeitung zu kaufen. Die Wernigeröder Ausgabe reichte, in der Halberstädter war der Artikel doch nicht drin. Er hat dann auch die Zeitung gekauft und meinte immer nur "Titelseite". Hä? Ich habe es nicht verstanden, bis ich dann zu Hause gesehen habe, dass der Bericht über meine Ausstellung wirklich auf der allerersten Seite der Zeitung angekündigt worden ist. Guckt doch mal:
Ist das nicht toll? Und der Artikel ist wirklich sehr umfangreicht, damit hätte ich nie und nimmer gerechnet: 
Und sogar mit einem Foto von mir selbst. 😊 Ich weiß gar nicht, was mich bewogen hat, gestern abend noch einmal zu gucken, ob in der Halberstäder Ausgabe von heute der Artikel vielleicht drin ist und ja! er ist drin! Natürlich habe ich gleich wieder einen Screenshot gemacht und meiner Familie die freudige Nachricht überbracht.
Johannes hat mir dann heute die Halberstädter Volksstimme besorgt und mir ein Foto geschickt. Ich habe mich erst einmal versichert, ob der Artikel dort wirklich drin ist. Kann ja sein, dass ich mich verguckt habe. 
Dass der Artikel wieder auf der ersten Seite angekündigt worden ist, habe ich natürlich nicht gesehen. Und so bin ich ein wenig freudig "ausgerastet", als ich das zu Hause gesehen habe. Was sagt mein sachlich-nüchterner Johannes? "Habe ich dir doch geschickt.". Ja, hast du, aber gesehen habe ich das nicht, ich habe nur geguckt, ob es die richtige Zeitung ist. 😂 Und guckt mal, wieder auf der Titelseite eine Ankündigung und wieder ein sehr großer Artikel über meine Ausstellung:
Ich freue mich so sehr darüber, deswegen musste ich jetzt mal die ganze Geschichte dazu aufschreiben. Auch, damit ich sie nicht vergesse, denn das ist irgendwie schön. Die Artikel sind inhaltlich identisch, aber das ist sowas von egal. Vielleicht locken die Artikel noch den ein oder anderen in's Café und meine Ausstellung. Das wäre ja wirklich schön. Und wer von euch Lesern bis hierher durchgehalten und mit gelesen hat, wird mit einem Foto von zweimal Titelseite belohnt:
(Und wie immer in letzter Zeit: Wenn ihr die unscharfen Fotos öffnet, könnt ihr die scharf sehen...)