Vor einer Weile hatte ich auf Instagram einen weiteren Quilt von Carmen Bickle gesehen, der mich sofort in seinen Bann zog. Für diesen Quilt bot Carmen im Gildesommer einen Kurs an. Die die Plätze begrenzt sind, habe ich es wie im letzten Jahr gemacht: Erinnerung ins Handy eingegeben, damit ich ja nicht den Anmeldebeginn vergesse. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, WIE sehr ich mich gefreut habe, als ich den Kurs gebucht hatte.
LyonelBs Blog
Plaudereien aus meinem Nähstübchen und mehr...
Sonntag, 9. August 2026
Geborgenheit
Donnerstag, 6. August 2026
Schritt für Schritt
Habt vielen lieben Dank für eure Kommentare zu meinem weiteren Feiningerquilt. Da habe ich mich sehr darüber gefreut, besonders freut es mich immer, wenn ich durch meine Beträge andere inspirieren kann oder auch stille Mitleser einen Kommentar schreiben. Ja, mit dieser Variante kann man sicher das ein oder andere Gemälde nacharbeiten, allerdings denke ich, dürfen sie nicht zu "kleinteilig" sein. Aber solche Bilder in der Art von Lyonel Feininger oder auch kubistische denke ich, sollten machbar sein.
Mein Top hing ja eine ganze Weile am Schrank und es zeigte sich mal wieder, dass der Sprühkleber doch sehr temporär ist. Seit dem ersten Feiningerquilt weiß ich das ja und so habe ich immer gleich mit Stecknadeln geheftet. Als erstes habe ich erst einmal wieder in meinen Garnen gesucht, welche für meinen Quilt passend sein könnten. Aber wie es immer so ist, es kommen immer wieder weitere Garne hinzu.
Mein Poster habe ich in Blickrichtung von der Nähmaschine aufgehängt, so kann ich immer wieder gucken, wo ich was am besten wie quilte. (Wow, was für ein Satz! 😂)Zunächst habe ich erst einmal alle offenen Kanten gequiltet, dabei hat sich manches Stoffstück ein klein wenig verschoben. Da ich aber ausreichend Nahtzugabe an allen Kanten hatte, war das zum Glück kein größeres Problem.
Bei diesem Quilt war es mir wichtig, bestimmte Linien doch so zu quilten, wie sie im Gemälde zu finden sind. Ich habe daher überlegt, diese Linien auf dem Quilt vorzuzeichnen. Meine Frixion-Stifte waren leider alle leer, aber mir fiel ein Kalkstift von Bohin in die Hände. Damit habe ich dann die Linien aufgezeichnet, das ging gut (ich hoffe nur, dass die Linien, sofern sie nicht komplett überquiltet sind, dann auch wieder weggehen)... Mit einem feuchten Tuch konnte ich sie nur so semi wegwischen.
Ich habe überlegt, ob ich die Details, die ich noch auf das Top aufbringen möchte (Fenster, Türen usw.), aufquilte oder Stoffe aufnähe. Diese Frage habe ich Steffen auch gestellt. Seine Antwort hat mal wieder eindeutig bewiesen, dass Männer im Allgemeinen und meiner im Besonderen nicht multitaskingfähig sein. Auf meine Überlegung, ob ich Stoffe aufnähe oder die Details quilte hat er geantwortet: Das glabue ich. Er hat dann wohl selber mitbekommen, dass die Antwort nicht auf meine Frage gepasst hat und meinte dann so halb entschuldigend: Wie war nochmal die Frage...
Ich habe mich dann für eine Mischung aus Stoff und Quilten entschieden. Ich quilte jeden Abend ein bisschen, ich muss immer ein wenig Abstand zum Quilt haben, so alles in einem Rutsch geht hier irgendwie nicht.
Mal gucken, ob ich noch ein klein wenig weiterquilte, noch ist eine Menge zu tun.Samstag, 1. August 2026
Vollersroda
Ich hatte ja schon einmal geschrieben, dass im Wohnzimmer momentan drei Gelmerodaquilts hängen und dazwischen ein anderer und dass das überhaupt nicht zueinander passt. Also habe ich in meinem Urlaub überlegt, welcher Quilt dazu passen würde. Ich habe in meinen Büchern geblättert und dann fiel meine Wahl auf "Vollersroda":
Ich habe das Bild aus einem Buch abfotografiert, so hatte ich es mit dem rosa Gelmerodaquilt auch gemacht. Die Poster bestelle ich mir immer bei Cewe, die haben nämlich genau so eine Größe, wie Feininger die Gemälde gemalt hat. Ich habe mein Bild noch ein wenig bearbeitet, damit die Konturen stärker sichtbar sind.
Angefangen habe ich mit meinem Quilt am letzten Urlaubswochenende. Das Aussuchen, Schneiden und Auflegen der Stoffe ging relativ schnell. Allerdings war ich in den Farben schon recht eingeschränkt, denn auch diesen Quilt wollte ich aus Oakshotstoffen nähen und da kann ich ja nichts mehr nachbestellen, sondern muss nehmen, was ich habe.
Meine Vorgehensweise war wie bei den anderen drei Quilts auch: Stoffe aussuchen, Formen aufzeichnen, ausschneiden, auf den Stoff stecken, ausschneiden und auf den Hintergrund legen. Ich bin gut voran gekommen, mein Bild habe ich an dem einen Tag fertig bekommen. Meine Stoffe habe ich mit Sprühkleber aufgeklebt. Mein Top habe ich dann auch gleich mit Vlies und Rückseite versehen und mit gefühlt hunderten Stecknadeln geheftet.
Auf dem Foto sind auch die Farben ganz andere, als auf meinem Foto. Das ist mir schon häufiger mal aufgefallen, dass die Farben in den unterschiedlichen Büchern auch unterschiedlich gedruckt sind. Gut, ich muss mich nicht grämen, denn türkis, was ich eigentlich für den Himmelbereich nehmen wollte, hatte ich in ausreichender Menge sowieso nicht mehr und so passt der Quilt farblich dann auch besser zu den schon vorhandenen drei Quilts (wenn er denn mal fertig wird).
Sonntag, 26. Juli 2026
Wenn man sich verliest
Eigentlich wollte ich einen Beitrag zu meinen ganzen Projekten schreiben, die ich derzeit in intensiver Arbeit habe - das sind vier und drei davon hängen im Wohnzimmer an den Schränken -, aber ich habe gerade gesehen, dass ich einen Kommentar von Rela falsch gelesen habe. Sie schrieb mir nämlich zu meinem Lavendelsommer, dass ich eventuell ein paar weniger helle Hexagons nehmen soll. Das weniger habe ich überlesen und so helle Hexagons rausgesucht und auf meinem Quilt angeordnet.
So sieht mein Top derzeit aus:
Jetzt habe ich gerade Regains Kommentar noch einmal richtig gelesen, sie schrieb doch, so wie ich es meinte gelesen zu haben, "wenige helle Hexagons". Aber egal, wie sie es nun meinte oder wie ich es gelesen habe, der Kommentar brachte mich heute dazu, die Hexies noch einmal zu überdenken, denn wenn ich Dinge auf das Top nähe, die so gut wie gar nicht zu sehen sind, kann ich es auch gleich lassen. Ich habe gerade spontan entschieden, die Hexies so nicht auf den Quilt zu nähen, da man sie ja gar nicht sieht. Dumm ist nur, dass ich ja schon das Papier entfert habe und einige Hexies dabei sind, die ich einzeln auf nähen wollte.
Montag, 20. Juli 2026
Lavendelsommer
Viele Quilter geben ihren Quilts Namen. Als ich die Quilts für meine Ausstellung zusammengesucht habe und die Beschreibungen dazu geschrieben habe, habe ich den Quilts auch "Namen" gegeben bzw. jene verwendet, die ich im Blog dazu geschrieben habe. Ein Label bekommen meine Quilts, die bei mir zu Hause bleiben nicht, ganz selten ist es so, dass ein Quilt schon einen Namen hat, bevor er überhaupt fertig ist. Bei meinem Lavendelquilt ist das anders, da fiel mir ganz spontan "Lavendelsommer" ein und so hat mein noch nicht fertiger Quilt schon einen Namen: Lavendelsommer.
Freitag habe ich meine Blöcke zurecht geschnitten und mit Füllblöcken miteinander verbunden. Das war mal wieder ziemlich planlos und spontan, es hat aber am Ende doch alles ganz gut zusammengepasst.
Ich habe erst den oberen Teil und anschließend den unteren Teil des Quilts zusammengesetzt, dabei habe ich leider nicht darauf geachtet, dass alle Teile gut zusammenpassen. An der rechten Seite des Quilts passen die Nähte nicht überein. Ich habe da aus der Not eine Tugend gemacht und auch dort die Rüschenborte angenäht. Ja, so sah es gut aus. Das innere Top habe ich dann noch mit Lavendelstoff eingerahmt. Das Schräband für die Wimpelkette habe ich mit dem Schrädbandformer selbst gemacht. Das ging richtig gut und das dunkle lila des Bandes gibt dem Quilt noch einmal ein wenig mehr Spannung.Zum Testen habe ich die Hexies mal aufgelegt, an dieser Idee habe ich mich größtenteils orientiert. Freitag haben wir sozusagen ein festes Ritual: Meist gucken wir "Elefant, Tiger & Co." und anschließend die beiden Krimis, die im Zweiten kommen. Irgendwie ist das jedoch in den letzten Wochen nicht so gewesen, irgendwas war immer. Freitag habe ich mal wieder dem Ritual gefrönt, Krimis geguckt und dabei meine Hexies zusammengenäht und anschließend auch gleich appliziert.
Samstag, 18. Juli 2026
Es ließ mir einfach keine Ruhe
Wer mich kennt, weiß, dass ich der Gelmerodaquilt nach dem Kalenderblatt nicht losgelassen hat. Ich hatte aus meinen Vorräten schon Stoffe rausgesucht, die ich passend fand, hatte sicherheitshalber aber auch noch welche bestellt. Bei den bestellten Stoffen hatte ich mich für vier Grunge-Stoffe entschieden. Die Grungestoffe sind ja noch ein klein wenig gemustert und ich fand das für meinen Quilt besonders passend. Gerade der türkise Stoff ist so richtig passend, denn er hat ein leichtes rosa Muster aufgedruckt.
Ich habe mir mein Foto vom Kalender ausgedruckt und in meine Blickrichtung an den Bildschirm gehängt, so konnte ich immer gucken, welche Farbe an welche Stelle müsste. Dieses Mal hatte ich schon bei den ersten Nähten das Gefühl, das wird gut. Über manche Teile hatte ich noch rosafarbigen Feintüll gelegt, so schimmert der Stoff noch besonders schön.

Donnerstag, 16. Juli 2026
Ein Lavendelquilt
Vielen Dank für eure aufmunternden Worte zu meinem Gelmerodaquilt. Ich bin gespannt, ob ich irgendwann den Farbton vom Kalenderbild so gut getroffen habe, dass ich wirklich zufrieden bin. Einen weiteren Versuch habe ich bisher noch nicht gestartet, denn da ist mir doch glatt der Lavendelquilt dazwischen gekommen. Auf der Seite vom Klostercafé haben sie ein bisschen über mich geschrieben und mich und meine Arbeitsweise so wunderschön umschrieben: "Ihre Arbeitsweise ist spontan und intuitiv – manchmal legt sie ein begonnenes Projekt beiseite, weil eine neue Idee sie sofort fesselt." 😍
Also habe ich ganz spontan und intuitiv ein neues Projekt begonnen, in den letzten Tagen habe ich ganz intensiv die Lavendelblöcke gestickt. Die Dateien habe ich hier entdeckt. Die Dateien sind so zauberhaft und lassen sich sehr gut sticken. Inzwischen habe ich schon alle Dateien fertig.


































