Mittwoch, 7. Oktober 2026

rote Schuhe

Schon lange habe ich überlegt, dass wir mal wieder unseren Schuhschrank sortieren müssten, da sammeln sich immer wieder so viele Schuhe an. Früher (ohje, wie sich das jetzt anhört) hatte ich immer richtig schöne Schuhe, aber irgendwann kamen dann die Wehwehchen an den Füßen hinzu und irgendwie mag ich nun keine Schuhe mehr anziehen, die sich beim ersten Reinschlüpfen nicht gut anfühlen. Nein, frau wächst da nicht rein und nein, die Schuhe weiten sich auch nicht. Im Laufe der Jahre habe ich auch festgestellt, dass Schuhe auch nicht mit den Kinderfüßen mitwachsen, aus diesen Gründen braucht man sie auch nicht aufzuheben. Sortieren war also angesagt. Wir hatten schon graue Müllsäcke gekauft und heute war es nun soweit.

Ganz eisern habe ich die beiden Schuhschränke sortiert, manche Schuhe waren zum Wegschmeißen ein wenig zu schade, aber wohin damit? Und sie bei Kleinanzeigen einstellen und sich vielleicht noch mit potentiellen Käufern "rumärgern"... Nein, dazu hatte ich auch keine Lust: Also aussortieren, auch wenn es schwerfällt. Vier große Säcke sind zusammen gekommen. 🙈Und nein, wir sind nicht ausgezogen. 😂😂😂

Zu meiner Ehrrettung muss ich aber auch sagen, dass da nicht nur Schuhe drin sind, sondern zum Beipsiel auch der Müll aus meinem Nähmülleimer, da sammelt sich ja auch einiges an. Ich habe die Schuhe natürlich nicht einfach so weggeschmissen, nein, ich habe sie vorher anprobiert und überlegt, ob sie mich noch glücklich machen.

Manche Schuhe machen mich nicht ganz so dolle glücklich, berühren aber mein Herz. Meine Kolibrischuhe zum Beispiel.
Die hatte ich mir zu Jonathans Jugendweihe gekauft, die passten perfekt zu meinem Kleid. Oft hatte ich die Schuhe nicht an, weil die Füße davon müde werden und sie am Haken drücken, aber trennen kann ich mich davon nicht und wenn ich dicke Strümpfe anziehe, könnte ich sie theoretisch ein bisschen anziehen. Und da ich im Schrank ja nun Platz habe, kommen sie da wieder rein.
 
Und natürlich berühren meine roten Schuhe mein Herz. 2022 war ja kein so richtig schönes Jahr für uns, der erste Krebs bei Steffen wurde festgestellt und operiert und dann kam die unaussprechliche Krankheit dazu, und ein mehrwöchiger Krankenhausaufenthalt. In dessen Folge ich allein mit den Kindern nach Berlin in den Friedrichstadtpalast fahren musste. Ich habe dann die roten Schnürschuhe entdeckt und mir dazu dann passend ein Kleid genäht. Ich habe mich in den Sachen so wohl gefühlt.  

Als wir dann 2024 mit Steffen zusammen wieder in den Friedrichstadtpalast gefahren sind, habe ich aus Sentimentalität die Sachen wieder angezogen, aber ohne die roten Schuhe, denn die haben gedrückt. Also, die roten Schuhe haben schon immer gedrückt und tun das auch immer noch.

Ich habe die Schuhe heute ganz lange angehabt und lange mit mir gerungen, was ich mit den Schuhen machen soll. Anziehen? Weg? Ach, ich weiß es nicht, lange habe ich überlegt, Steffen und Johannes mehrfach dazu befragt, allein helfen konnten oder wollten sie mir nicht. Ich habe dann überlegt, die Schuhe wegzuwerfen. Nein, wenn sie drücken und ich sie nicht mehr anziehen kann, können sie weg.
 
Guckt: 
Ganz weit weg. In den Schrank. Sie fressen ja kein Brot und ich habe ja jetzt Platz. 😂Und vielleicht finde ich ja irgendwann ein paar rote Schuhe, die passen, nicht drücken und genauso schön sind. 😍 Und noch ein weiteres Paar rote Schuhe habe ich gefunden - und nicht entsorgt:
 
Jonathans erste Fußballschuhe, ich glaube, das war eine Größe 28, weil es sie kleiner nicht gab. Aber gut, in diese Schuhe ist er dann tatsächlich reingewachsen. 😉

Samstag, 3. Oktober 2026

in meiner Ausstellung

Heute ist ein besonderer Tag, zum einen für uns alle in Deutschland, feiern wir doch zum 36. Mal die deutsche Wiedervereinigung und zum anderen wird unser Sandwichkind heute 23 Jahre "alt". Jonathan war heute morgen mit seinen Fußballkindern unterwegs und ist dann zu uns gekommen und wir haben schon auf die Schnelle einen Kaffee getrunken. Es war lustig, er hat seine Geschenke ausgepackt und wir haben ein wenig erzählt. Und wie das so ist, man wird ein wenig sentimental und überlegt, was war und was ist. Jonathan erzählte, dass er mit 23 nun schon seit über einem Jahr ausgezogen ist. Was meinte sein schlagfertiger Bruder dazu: "Ey Mann, in deinem Alter bin ich hier schon wieder eingezogen!". 😂

Anschließend sind wir mit unseren Kindern und Freunden von den Jungs nach Halberstadt in's Klostercafé gefahren. Wir wollten gern Jonathan einen schönen Nachmittag bereiten und Johannes und Katharina die Ausstellung zeigen, beides haben wir miteinander verbunden. Das Wetter war mal wieder richtig schön und es war ein wunderbarer Nachmittag.

Der Kuchen war heute wieder ganz besonders lecker, Himbeer-Mascarpone-Torte. Ein wahrer Traum. Es war schön, in so einer großen Runde dort im Café zu sitzen und den jungen Leuten bei ihren Erzählungen zuzuhören. Sie haben sich auch die Quilts angesehen und guckt mal, was für eine schöne Collage Colien dazu erstellt hat:

Überhaupt war es interessant zu sehen, dass ich doch einige der Besucher meine Quilts angesehen und auch die Erklärungen dazu durchgelesen haben. Die beiden Damen vom Café erzählten auch, dass nach dem Erscheinen des Zeitungsartikels doch einige Besucher mehr kamen und bisher war wohl noch keiner dabei, der gesagt hat, dass es ihm nicht gefällt. Das freut mich natürlich sehr.
Das war wirklich ein sehr schöner Nachmittag und weil das irgendwie zu "Essen hält Leib und Seele zusammen" passt, kreuze ich dieses Feld im Bingo an und verlinke meinen Beitrag zu Anni zum Bingo.

Donnerstag, 1. Oktober 2026

3. Bingo-Zeige-was-auch-immer

Die ein oder andere von euch hat es schon gesehen, ich habe heute früh einen Beitrag geschrieben und weil der so passend war, wollte ich ihn gern bei Anni beim Bingo verlinken. Gut, dass ich heute mal wieder gefühlt mitten in der Nacht wach war und so Zeit hatte, vor der Arbeit einen Blogbeitrag zu schreiben, denn sonst hätte ich es gar nicht mitbekommen, dass schon wieder der vierteljährliche Zeigetermin - fast rum ist. Meinen heutigen Beitrag konnte ich leider nicht mehr verlinken, da die Linkparty schon geschlossen ist, damit mir das mit dem Vierteljahresrückblick nicht auch passiert, müsst ihr eben zwei Beträge heute überstehen oder einfach weiter scrollen. 😂

Viele Bingofelder habe ich seit dem letzten Rückblick nicht füllen können, aber sechs sind doch dazu gekommen. Angefangen hat es mit meiner Buchhülle, die ich für mein Gästebuch (ob da wohl jemand was eingetragen hat? Ich habe noch nicht rein geguckt, erst, wenn meine Ausstellung zu Ende ist, gucke ich es mir an. Damit ich nicht enttäuscht bin, wenn keiner oder nur ganz wenige reingeschrieben haben) zu meiner Ausstellung genäht habe. "Zum Schutz von" passte dazu perfekt. 

Zur "Sommerliebe" passte mein Lavendelsommer perfekt. Übrigens habe ich da nach zwei Monaten nun endlich die restlichen Hexagons aufgenäht, fertig ist der Quilt aber noch nicht.

Im Sommer hatte ich wieder am Gildesommer teilgenommen und da den Kurs von Carmen mitgenäht, denn ich fand ihren Quilt Geborgenheit so wunderschön, das ist ein tolles "Muster". Mein Quilt ist ganz zügig fertig geworden, auch wenn ich mal wieder trennen musste, denn ich hatte ein Teil verkehrt herum eingenäht. Nachdem ich das behoben hatte, sah das Muster viel gefälliger und schöner aus.

Zum Bingofeld "Upcycling" passte natürlich ganz wunderbar die Verwertung der ausgedienten Urkundenkästen für meine Stoffe. Das war ein wahrer Glücksgriff und macht mich sehr glücklich. 

Der von diesem Vierteljahr schönste Beitrag war mein Beitrag 365 Tage zum Bingofeld "Geburtstag", zum einen war es ein wunderschöner Tag und zum anderen bin ich einfach froh, dass es mir wieder gut geht und ich hoffe natürlich, dass das auch weiterhin so bleibt. Es war nicht nur mein Geburtstag, sondern auch unser 31. Hochzeitstag. Wahnsinn: 31 Jahre! Wir waren ja in Leipzig im Botanischen Garten und auch wenn ich diese Graffitis gar nicht mag, passte es doch irgendwie zu uns.


Und nein, wir haben das natürlich nicht produziert. Das letzte Feld in diesem Jahr füllt mein Beitrag von heute morgen (ich hoffe, ich darf den hier mit dazu zählen, auch wenn ich ihn in der Linkparty nicht mehr eintragen konnte).  
Am Wochenende hatten wir ja einen schönen Ausflug nach Nordhausen gemacht und es war wirklich sehr, sehr schön. Der Feininger-Blick war toll und wir waren "unterwegs", haben mal wieder was zusammen gemacht, es war einfach auch was für die Seele.

Mit diesen sechs Beiträgen habe ich auf meiner Karte nun schon 21 (!) Bingofelder ankreuzen können, nein, ein Bingo ist noch nicht dabei, aber auch nicht mehr in allzu weiter Ferne (hoffe ich). 

Der Feininger-Blick

In einem Kommentar hatte mir Barbara geschrieben, dass Feininger auch in Nordhausen gewesen ist und dort die Blasii-Kirche gemalt hatte. Das war mir überhaupt nicht bewusst. Die Stadt Nordhausen hat vor einigen Jahren die Stelle, von der aus Feininger die Kirche gemalt hat, mit einer Tafel versehen und dort sozusagen den "Feininger-Blick" installiert. Schon als ich den Kommentar gelesen hatte, war klar, dass das nun der Grund ist, mal nach Nordhausen zu fahren. Wir haben uns schon immer mal vorgenommen, durch Nordhausen nicht nur durch zu fahren.

Wir hatten uns den Sonntag dafür ausgesucht, der seinem Namen wirklich alle Ehre machte. Schnell haben wir die Kirche und anschließend einen Parkplatz in der Altstadt gefunden. Wir haben uns dann von den Türmen anziehen lassen, der Weg war einfach zu finden und schwupps, standen wir am Feininger-Blick.
(Irgendwie hatte ich die leise Hoffnung, dass die Bilder nicht so pixelig aussehen, wenn ich den Beitrag über das Tablet schreibe...). Ich kann verstehen, dass Feininger diesen Blick spannend fand, die unterschiedlich hohen Türme sehen ja auch toll aus. Wir haben uns dann auch die Kirche von innen angesehen. Die Sonne zauberte durch die bunten Fenster wunderbare Lichtspiele an die Wand. Ansonsten war die Kirche eher schlicht in der Ausstattung, dafür zog das Kreuz alle Blicke auf sich.
Durch die Altstadt sind wir dann noch zum Dom gegangen. Die Spuren, die der Krieg hinterlassen hat, war überall zu sehen. Die Stadt wurde zu dreiviertel im Krieg zerstört, die Altstadt brannte fast völlig nieder und so sind zwischen den wenigen verbliebenen Fachwerkhäusern natürlich neue Gebäude zu sehen. Eben geht man noch über eine unebene kleine Kopfsteinpflasterstraße und dann vor einer großen mehrspurigen Straße und Neubauten zu stehen. Ich finde es immer wieder schade, wenn es in einer Stadt kein wirkliches Zentrum gibt, von dem alles ausgeht, ob es das in Nordhausen gibt, konnten wir nicht erkennen. Das, was wir aber von der Altstadt gesehen haben, war toll. 
Auch der Dom ist im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt worden. Gut kann man erkennen, was neu und was alt ist. Ist der Dom von außen schon toll anzusehen, beeindruckt er von innen aber noch einmal mehr, denn er ist hell und wirkt luftig. Diese Schwere und das Bedrückende, die manchmal von Kirchen ausgeht, hat er überhaupt nicht. So luftig, wie mir der Dom erschien, war der Altarraum prachtvoll gemschmückt. Aber es passt ganz wunderbar zusammen.
Im Gegensatz dazu dann der prachtvolle Altarraum:
Unter dem Altarraum befand sich die Krypta, die war für mich der schönste Ort: Ruhig und irgendwie würdevoll.
Das war wirklich ein sehr schöner Tag und es hat sich wirklich gelohnt, den Feininger-Blick zu suchen. Wenn die Baustelle um die Blasii-Kirche herum fertig ist, wird es bestimmt noch viel schöner werden. Wir haben ja nur einen ganz kleinen Teil von Nordhausen gesehen, aber es war ein sehr schöner Teil und es war ein richtig schöner Tag.
Und weil wir unterwegs waren, kreuze ich dafür das Feld "unterwegs" im Bingo von Anni an. Ich habe zwar noch immer kein Bingo, aber meine Karte füllt sich so langsam und noch sind ja drei Monate Zeit, das ein oder andere Kreuz zu setzen. Vielleicht habe ich ja zum Jahresende dann doch ein Bingo zusammen. 😉

Sonntag, 27. September 2026

Was lange währt...

...wird gut. Das stimmt. Mein zweiter Versuch, den Gelmerodaquilt nach dem Kalenderblatt zu nähen, hing ja sehr lange unfertig im Wohnzimmer am Schrank. Genäht hatte ich das Top ja schon im Juli genäht, seitdem hing es hier und wartete auf seine Fertigstellung. So ganz wusste ich nicht, ob ich mit dem Top zufrieden war,besonders störte mich links der eine dunkle Stoff.

Ich habe gerade in den Fotos nachgesehen und dabei kam mir wieder in den Sinn, dass ich links schon eine Änderung vorgenommen habe.

Zuerst war der Himmel unter dem Dachüberstand hell und die Stelle daneben dunkel. Das wasr für mich aber widersprüchlich und so habe ich diese Stelle schon ziemlich gleich geändert und die Farben getauscht: Dunkel innen und hell außen, so sah es dann tatsächlich besser aus. Zumindest diese Stelle, denn die Stelle darunter gefiel mir nun so gar nicht, da die Farben hell und dunkel einen Bruch hatten, es war nicht mehr stimmig. Und das war auch der Grund, warum mein Top dann erst einmal eine Weile hing. Sollte ich da trennen oder nicht? 

Um zu probieren, was besser aussieht, habe ich ein helles Stück Stoff aufgesteckt. Ja, das sah doch irgendwie besser aus, aber...
Ich glaube, so sieht es stimmiger aus. So hing das Teil erst einmal Wochen im Wohnzimmer am Schrank, dann im Schlafzimmer. Bis Freitag, da kam mir morgens vor der Arbeit die Eingebung, dass es nun so sein soll. Naja, ich hatte noch ein wenig Zeit und habe begonnen, das Teil rauszutrennen. 
Ich hatte gedacht, dass es reicht, nur das dunkle Teil rauszutrennen, aber ich musste letztendlich doch das gesamte linke Teil abtrennen, da ich mein Teil nicht gut einnähen konnte. Naja und dann passten die Übergänge nicht so gut und ich musste auch da noch einmal trennen und dann war mein Top so, dass ich damit zufrieden sein konnte.
Vor dem Quilten habe ich zwei Lagen Organza aufgelegt, wobei ich die untere Lage ein wenig aufgeschnitten habe, so dass im Bereich des hellen unteren Teils weniger Organza aufliegt. Dieser Teil soll doch heller sein. Gequiltet habe ich, in Anlehnung an das Kalenderbild, mit pinkem Garn. Unten habe ich die Nähte nachgequiltet, oben habe ich strenge parallele Linien gequitet. Eigentlich wollte ich im oberen Bereich Rechtecke quilten, aber letztendlich habe ich es bei den Linien belassen. Das war stimmig.
Ich hätte den unteren Organza ein wenig ordentlicher wegschneiden können, so sieht es unordentlich aus, aber so bin ich nun mal in meinen spontanen Entscheidungen.
Mit dem Quilt bin ich zufrieden, ich finde, er gibt das Kalenderbild gut wieder, zumindest für meinen Geschmack. Es war gut, dass ich mich mit dem ersten Versuch nicht zufrieden gegeben habe, denn sonst hätte ich diesen schönen Quilt nicht genäht. 
In diesem Monat ist auf dem Kalender ein Bild in ähnlicher Art und Weise und ja, auch dieses habe ich fotografiert und werde versuchen, es farblich in einem Gelmerodaquilt festzuhalten.
Ich habe am Freitag mal meine Sammlung gezählt, allerdings habe bin ich mir nicht mehr sicher, ob das die Nummer 54 oder 55 ist. Ich muss nochmal zählen... 😂