Im Café hing ja noch mein Votequilt, ich fand, es war nun an der Zeit, diesen Quilt mal zu wechseln. Und so habe ich den Mittwoch genutzt und noch den Monatsquilt für November gestickt und genäht. Und ich muss sagen, diesen Quilt finde ich bisher am allerschönsten der elf Quilts. Ich habe die Applikationen aus japanischen Webstoffen gearbeitet. Ich finde, das sieht richtig schön aus.
LyonelBs Blog
Plaudereien aus meinem Nähstübchen und mehr...
Samstag, 7. November 2026
Quiltwechsel
Mittwoch, 4. November 2026
Residenzstadt Gotha
Die Ausstellungsräume waren teilweise in einem wunderschönen leisen Beereton gestrichen, ich fand das richtig klasse und durch die recht hohen Räume wirkte das ganz besonders. In der Ausstellung wurde ein Gemälde von Rembrandt gezeigt, welches zum ersten Mal öffentlich gezeigt wird. Das war schon irgendwie schön, davor zu stehen. Besonders beeindruckend fand ich das Gemälde "Büste eines Greises mit goldener Kette". Man könnte fast meinen, dass der Abgebildete wirklich vor einem steht, es sieht alles so realistisch aus, das ist einfach beeindruckend.
Dieses Bild hat auch seine ganz eigene Geschichte. Vermutlich ist es als Mitgift einer Herzogin nach Gotha gekommen und dort seit 1644 in der Sammlung nachweisbar.
1936 wurde dieses Gemälde an einen Kunsthändler verkauft (die Stiftungssatzung erlaubte den Verkauf von Dubletten und unbedeutenden Werken), der den unteren Teil absägte, weil sich das Bild nur mit dem oberen Teil besser verkaufen ließ. Den unteren Teil schickte er nach Gotha zurück, der obere wurde verkauft.
Als der obere Teil dann irgendwann zum Verkauf angeboten wurde, konnte dieser Teil mit Hilfe der Kulturstiftung Gotha zurückgekauft werden. Das Gemälde wird nun so gezeigt, wie es derzeit ist, was ich wirklich toll finde. Ich frage mich aber immer noch, was ist das für ein Kunsthändler, der ein Gemälde, welches aus der Werkstatt von Lucas Cranach d. Ä. stammt, einfach zersägt. Der muss doch dann mehr Händler als etwas anderes gewesen sein.
Nachdem wir uns das Museum angesehen hatten, haben wir noch einen - wirklich kurzen - Bummel durch die Altstadt von Gotha gemacht. Gotha hat wirklich eine sehr schöne Altstadt und hat uns in seinen Bann gezogen. Schloß Friedenstein thront hoch über der Stadt und von dort hatten wir einen schönen Blick.
Auf dem nachfolgenden Foto kann man gut sehen, wie hoch das Schloß über der Stadt ist.Dienstag, 3. November 2026
Die Wappen ziehen in den Palast
Von der Entstehung meiner Wappen habe ich ja berichtet, aber fertig habe ich sie noch nicht gezeigt. Und das, obwohl sie schon seit ein paar Tagen fertig sind. Ich habe ganz intensiv daran gearbeitet, denn irgendwie habe ich bei solchen "Terminsachen" immer Sorge, es könnte irgendetwas passieren und ich kann es nicht fertigstellen.
Beide Wappen habe ich mit einem unsichtbaren Binding versehen. Beim Wappen des Prinzen stand das von Beginn an fest, dass ich das so machen wollte.
Die applizierten Motive habe ich mit Zickzackstich befestigt und dann innerhalb der Motive noch ein wenig gequiltet. Ich hoffe, das reicht.Montag, 2. November 2026
Ein Ausflug nach Halle
Habt vielen lieben Dank für eure Kommentare zu meinem letzten Beitrag, sehr habe ich mich darüber gefreut. Heute ist ein ganz entspannter Montag, denn ich habe meine restlichen drei Urlaubtage genommen. Ja, eine ganze Woche frei wäre natürlich schöner gewesen, aber durch den Wechsel im letzten Jahr hatte ich im alten Büro mehr Urlaub genommen, als mir bis September zugestanden hat. Da die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage günstig gefallen sind, hatten wir über Weihnachten im neuen Büro eine längere Zeit zu, für die aber mein Urlaub nicht mehr reichte. Ich konnte die fehlenden Tage vom neuen Urlaub nehmen, so dass ich in diesem Jahr eben diese zwei Tage weniger habe. Aber ich habe mich auch so über die drei Tage gefreut. Aber auch hier wird es so sein: Einmal umgedreht und sie sind vorbei.
Ich wäre ja zu gern nach Güstrow gefahren, um mir dort das Barlach-Museum und den Schwebenden anzusehen, aber Steffen (und auch meine Kollegin, die aus Güstrow kommt) meinen, das ist für einen Tagesauflug zu weit. Habe ich dann auch eingesehen. Unsere Wahl fiel dann auf Halle. Ich hatte einen Bericht gesehen, dass dort eine Ausstellung über Benita Koch-Otte stattfindet. Sie war am Bauhaus und später an der Burg Giebichenstein beschäftigt. Da die Ausstellung erst um 14 Uhr öffnet, sind wir vorher noch in die Moritzburg gegangen und haben uns dort die Sammlung der Moderne bis 1945 angesehen.
Eine weise und gute Entscheidung. 1999 waren Steffen und ich schon einmal in der Moritzburg, allerdings kann ich mich an die Ausstellungsräume nur noch ganz dunkel erinnern.
Sonntag, 1. November 2026
Singe, wem Gesang gegeben
Mir ist er nicht gegeben und wenn ich ganz ehrlich bin, singe ich auch nicht sonderlich gern. Ich höre Radio, morgens auf dem Weg zur Arbeit und auf dem Weg nach Hause, das war es aber auch schon. Es gibt ja Menschen, die den ganzen Tag das Radio anhaben. Mich stört das eher, denn dann ist es ja nur Gedudel im Hintergrund und es bleibt nicht im Kopf. Bei mir ist das irgendwie anders, diese paar Minuten auf dem Weg zur Arbeit höre ich intensiv und es bleibt mir Vieles im Kopf. Diese paar Minuten reichen mir vollkommen hin. Und nein, wir haben zu Hause auch kein Radio. Ich bin auch nicht DER Konzertgänger, der so jedes Konzert mitnehmen muss. Nein, im Gegenteil, wenn es ein Konzert ist, dann eines, was mir wirklich gefällt (ok, zu Depeche Mode gehe ich mit, weil ich Steffen liebe, meine Musik ist das nicht) und - in dem Alter bin ich inzwischen - wo ich auch die Möglichkeit habe, zu sitzen. 😂
Das Konzert war sehr schön, begonnen hat er mit drei Liedern von seinem neuen Album (welches ich natürlich auch nicht kenne 😂). Und mir ist was passiert, was mir noch nie auf einem Konzert passiert ist: Ich musste bei einem Lied weinen. Mir liefen einfach die Tränen und ich konnte nix dagegen machen. Das Lied hat so sehr mein Herz berührt, dass ich jetzt hier sitze, meinen Beitrag schreibe - und mir das Lied noch einmal anhöre. Ja, sowas mache ich auch hin und wieder. Das Lied heißt "Einen andern Menschen lieben" und ich glaube, das könnte sich einreihen in meine Reihe Lieblingslieder.
Sonntag, 25. Oktober 2026
Das Wappen der Prinzessin
Nicht nur der Prinz, sondern auch die Prinzessin haben ein eigenes Wappen. Wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass mir das der Prinzessin ein wenig mehr Kopfzerbrechen bereitet hat, als das des Prinzen. Ich wusste, dass ich (Friedens)Tauben mit im Wappen haben wollte. Die Prinzessin wird als friedliebend dargestellt und was passt da besser als Friedenstauben und die sind heute wichtiger denn je.
Also oben sollten zwei Tauben sein, die zueinander gucken und damit auch den Wunsch nach Gemeinsamkeit darstellen sollen. Eine Stickdatei, die mir passend erschien, habe ich nach langer Suche gefunden. Beim Sticken habe ich einfach ein paar Sequenzen übersprungen, denn ursprünglich ist um die Taube herum ein Blätterkranz.
Mit dem roten unteren Teil sieht das Wappen schon richtig schön aus:
Also war es eigentlich irgendwie doch gut, dass das K so schief gesessen hat, denn sonst hätte ich den ronten unteren Bereich wahrscheinlich nicht genäht.
Mittwoch, 21. Oktober 2026
Das Wappen des Prinzen
So ganz weiß ich gerade nicht, wie ich anfangen soll... Kürzlich rief mich Steffen auf Arbeit an und meinte, der Kämmerer unserer Stadt hätte ihn wegen mir angerufen. Hä??? Was habe ich denn mit dem Kämmerer zu schaffen und dann ratterte in meinem Kopf, was wir eventuell mit der Stadt finaziell zu schaffen haben. Katharina ist ja nun schon eine ganze Weile, um genau zu sein, fünf Jahre aus der Betreuung raus, also was könnte da sein? Nichts. In dieser Beziehung rein gar nichts.
Es war ganz anders, es gibt (Schande, ich wusste es auch nicht) ein Theaterensemble, welches unter anderem auch in der Baumannshöhle in Rübeland spielt. Die Schauspieler waren irgendwann auch im Burchardikloster und hatten dort meine Quilts gesehen. Ein paar Wochen später haben sie die Requisiten für ihr neues Stück besprochen und hatten überlegt, ob ich ihnen vielleicht helfen könnte. Um mich zu erreichen, hatten sie sich an den Kämmerer gewandt, denn der war vorher in der Höhle tätig und wir kennen und - na klar, vom Fußball. Also keine Rechnungen offen. Glück gehabt. Na klar, können meine Kontaktdaten weitergegeben werden, ich helfe gern.
Ich hatte dann mit einer der Schauspielerinnen telefoniert und wir hatten uns kurz über die Einzelheiten unterhalten und was überhaupt gewünscht ist. Gut, die Zeit bis 12.11. ist ein wenig knapp, aber ich habe trotzdem und sofort zugesagt. Schließlich predige meinen Kindern ja nicht umsonst immer und immer wieder, dass Ehrenamt wichtig ist.
Meine Hilfe wird für das Stück "Der Froschkönig" gebraucht, welches demnächst in der Baumannshöhle aufgeführt wird. Für den Prinzen und die Prinzessind waren jeweils ein Wappen gewünscht. Ich hatte um Infos zu Farben und Eigenschaften der Personen im Stück gebeten und dann überlegt, wie ich diese in dem Wappen unterbringen kann.
Begonnen habe ich mit dem Wappen des Prinzen. Das Stück beleuchtet auch ein wenig die Zeit bevor der Prinz zum Frosch wird und dort wird er als eitel, arrogant beschrieben, der meint, er wäre etwas besseres als Prinz. Ui, das ist doch was. Die Farbidee war blau gold(gelb). Damit konnte ich gut arbeiten und meine erste Idee war, in dem Wappen einen Spiegel darzustellen und natürlich Pfauenfedern. Wobei, da kam mir wieder der Spruch meiner Mama in den Sinn, die immer sagte, Pfauenfedern im Haus bringen Unglück. Ich meine mich zu erinnern, dass meine Schwester vor Ewigkeiten mal eine Pfauenfeder mit nach Hause brachte und dann wurde ja beim Mama der Hirntumor festgestellt. Heute weiß ich nicht einmal mehr, ob das überhaupt im zeitlichen Zusammenhang steht, aber ich habe es seitdem immer vermieden, irgendetwas mit Pfauen in mein zu Hause zu lassen.
Aber egal, ein Pfau ist eitel und deswegen mussten die Federn sein. Zunächst habe ich das Grundgerüst des Wappens genäht und darauf die anderen Motive (Schwert, Krone, Zepter, Reichsapfel, schließlich streb mein Prinz ja nach etwas Höhrem) angeordent. Es war für mich gar nicht so einfach, die Gegenstände richtig zu zeichnen, einzig mit dem Spiegel hatte ich wenig Probleme. 😂
Zum Glück ging alles gut und auch die Federn sitzen an der richtigen Stelle. Sie sollten den Spiegel von unten einrahmen und das tun sie. Ich muss aber sagen, die ersten Stiche in den kleinen Quilt und die Plotterfolie waren aufregend: Klappt alles, bleibt die Folie heil oder wird sie durch die Stiche zerstört...









































