Mittwoch, 4. November 2026

Residenzstadt Gotha

Heute ist nun schon wieder mein letzter Urlaubstag, ist ja bei nur drei Tagen frei auch nicht so schwer. 😒 Gestern waren wir nun in Gotha, wir hatten nicht so viel Zeit, wir waren erst gegen Mittag dort. Wir haben uns morgens erst einmal gut Zeit gelassen und ehe zwei Leute fertig sind, das dauert. 😂Als erstes haben wir uns die Rembrandt-Ausstellung angesehen. Die war wirklich sehr schön. Sie hatte einen anderen Ansatz als die Ausstellung vor zwei Jahren in Leipzig im MdbK, aber so soll es ja auch sein. Es ging in der Ausstellung in Gotha darum, wie sich Rembrandt selbst zur Marke gemacht hat. 

Die Ausstellungsräume waren teilweise in einem wunderschönen leisen Beereton gestrichen, ich fand das richtig klasse und durch die recht hohen Räume wirkte das ganz besonders. In der Ausstellung wurde ein Gemälde von Rembrandt gezeigt, welches zum ersten Mal öffentlich gezeigt wird. Das war schon irgendwie schön, davor zu stehen. Besonders beeindruckend fand ich das Gemälde "Büste eines Greises mit goldener Kette". Man könnte fast meinen, dass der Abgebildete wirklich vor einem steht, es sieht alles so realistisch aus, das ist einfach beeindruckend.

Wir haben uns auch die ständige Ausstellung angesehen und standen dort unter anderem vor dem Gothaer Tafelaltar, über den auch hier noch interessante Informationen zu lesen sind, und der "zersägten Salome" (Samome mit Johannesschüssel). Von beiden Werken hatte ich mal einen Bericht in der Mediathek gesehen (ich sage es ja immer wieder: frühes Aufstehen und Fernsehen bildet).
Der Altar hat, wie so viele Kunstwerke, eine ganz besondere Geschichte, nach dem zweiten Weltkrieg wurden viele Teile der Gothaer Kunsstammlung nach Russland verbracht, so auch der Altar. Zwei Seitentafeln befinden sich heute noch dort. Der Museumsmitarbeiter hatte uns einiges über den Altar erzählt. Er wurde vor einigen Jahren aufwändig restauriert und ging dann auf Reisen in die USA. Die beiden seitlichen Tafeln, die sich in Russland befinden, konnten nachgearbeitet werden. Das sind die einzigen Kopien an dem Altar.
 

Dieses Bild hat auch seine ganz eigene Geschichte. Vermutlich ist es als Mitgift einer Herzogin nach Gotha gekommen und dort seit 1644 in der Sammlung nachweisbar.

1936 wurde dieses Gemälde an einen Kunsthändler verkauft (die Stiftungssatzung erlaubte den Verkauf von Dubletten und unbedeutenden Werken), der den unteren Teil absägte, weil sich das Bild nur mit dem oberen Teil besser verkaufen ließ. Den unteren Teil schickte er nach Gotha zurück, der obere wurde verkauft.

Als der obere Teil dann irgendwann zum Verkauf angeboten wurde, konnte dieser Teil  mit Hilfe der Kulturstiftung Gotha zurückgekauft werden. Das Gemälde wird nun so gezeigt, wie es derzeit ist, was ich wirklich toll finde. Ich frage mich aber immer noch, was ist das für ein Kunsthändler, der ein Gemälde, welches aus der Werkstatt von Lucas Cranach d. Ä. stammt, einfach zersägt. Der muss doch dann mehr Händler als etwas anderes gewesen sein.

Nachdem wir uns das Museum angesehen hatten, haben wir noch einen - wirklich kurzen - Bummel durch die Altstadt von Gotha gemacht. Gotha hat wirklich eine sehr schöne Altstadt und hat uns in seinen Bann gezogen. Schloß Friedenstein thront hoch über der Stadt und von dort hatten wir einen schönen Blick.

Auf dem nachfolgenden Foto kann man gut sehen, wie hoch das Schloß über der Stadt ist. 

Die Stadt ist wirklich sehr schön, es war gestern nur leider ziemlich kalt und windig. Wir haben beschlossen, dass wir noch einmal nach Gotha fahren werden, zum einen, um uns das Schloß Friedenstein anzusehen und zum anderen um uns die Stadt noch ein wenig näher und genauer anzusehen, dann aber bei einem bisschen wärmeren Wetter. 
Ach ja, das war ein richtig schöner Tag gestern. Und wisst ihr was? Mein Rembrandt-Hoodie hat Nachwuchs bekommen: 

Dienstag, 3. November 2026

Die Wappen ziehen in den Palast

Von der Entstehung meiner Wappen habe ich ja berichtet, aber fertig habe ich sie noch nicht gezeigt. Und das, obwohl sie schon seit ein paar Tagen fertig sind. Ich habe ganz intensiv daran gearbeitet, denn irgendwie habe ich bei solchen "Terminsachen" immer Sorge, es könnte irgendetwas passieren und ich kann es nicht fertigstellen.

Beide Wappen habe ich mit einem unsichtbaren Binding versehen. Beim Wappen des Prinzen stand das von Beginn an fest, dass ich das so machen wollte.

Die applizierten Motive habe ich mit Zickzackstich befestigt und dann innerhalb der Motive noch ein wenig gequiltet. Ich hoffe, das reicht. 

Das Wappen der Prinzessin bekam noch die Krone "aufgesetzt". Diese habe ich wieder aus der goldenen Plottfolie gearbeitet. Die Krone habe ich ein wenig feiner ausgeschnitten, ist ja auch eine Prinzessinenkrone. So sehr ich probiert und hin- und hergeschoben habe: Sie sitzt leider doch ein wenig schief. 
Ja,  mich ärgert das. Aber da hatte ich nun keine Möglichkeit mehr, das zu ändern. Auch dieses Wappen habe ich am Ende mit einem unsichtbaren Binding eingefasst. Ich denke, das passt am besten zu einem Wappen. Auch hier habe ich nur sparsam gequiltet. 
Natürlich habe ich beide Wappen mal nebeneinander aufgehängt. 

Gestern wurden die Wappen abgeholt und es war die Schauspielerin mit, die die Prinzessin spielt. Sie war von ihrem Wappen begeistert (von dem anderen natürlich auch). Sie stellte sich als Paula vor und im Nachhinein fiel mir dann auf, dass meine Monogramme K (atharina) P (rinzessin) ja auch K (atharina) und P (aula) heißen könnten. Ach, ich freue mich über diesen Zufall. 😍 
 
Ich bin schon sehr auf den 23.12. gespannt, dann sehen wir uns in der Baumannshöhe den Froschkönig an.

Montag, 2. November 2026

Ein Ausflug nach Halle

Habt vielen lieben Dank für eure Kommentare zu meinem letzten Beitrag, sehr habe ich mich darüber gefreut. Heute ist ein ganz entspannter Montag, denn ich habe meine restlichen drei Urlaubtage genommen. Ja, eine ganze Woche frei wäre natürlich schöner gewesen, aber durch den Wechsel im letzten Jahr hatte ich im alten Büro mehr Urlaub genommen, als mir bis September zugestanden hat. Da die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage günstig gefallen sind, hatten wir über Weihnachten im neuen Büro eine längere Zeit zu, für die aber mein Urlaub nicht mehr reichte. Ich konnte die fehlenden Tage vom neuen Urlaub nehmen, so dass ich in diesem Jahr eben diese zwei Tage weniger habe. Aber ich habe mich auch so über die drei Tage gefreut. Aber auch hier wird es so sein: Einmal umgedreht und sie sind vorbei.

Ich wäre ja zu gern nach Güstrow gefahren, um mir dort das Barlach-Museum und den Schwebenden anzusehen, aber Steffen (und auch meine Kollegin, die aus Güstrow kommt) meinen, das ist für einen Tagesauflug zu weit. Habe ich dann auch eingesehen. Unsere Wahl fiel dann auf Halle. Ich hatte einen Bericht gesehen, dass dort eine Ausstellung über Benita Koch-Otte stattfindet. Sie war am Bauhaus und später an der Burg Giebichenstein beschäftigt. Da die Ausstellung erst um 14 Uhr öffnet, sind wir vorher noch in die Moritzburg gegangen und haben uns dort die Sammlung der Moderne bis 1945 angesehen. 

Eine weise und gute Entscheidung. 1999 waren Steffen und ich schon einmal in der Moritzburg, allerdings kann ich mich an die Ausstellungsräume nur noch ganz dunkel erinnern.

    
Mir war gar nicht mehr bewusst, dass wir damals zweimal in der Moritzburg waren, einmal im Oktober 1999, davon ist das erste Foto und dann noch einmal im Januar 2000, davon sind die beiden folgenden Fotos. Wahnsinn,wie sich das verändert hat.

Ich habe eben erst über die Erweiterung des Museumsbaus nachgelesen und beschlossen, dass wir beim nächsten Mal mehr als nur die eine Ausstellung ansehen werden. Ich finde, die Erweiterung richtig gelungen. Es ist schon krass zu sehen, wie sehr sich das verändert hat und wie wenig zu DDR-Zeiten dafür getan worden ist... Da war die Moritzburg ja noch eine Ruine. 
 
Gestern hatten wir uns nur die Sammlung der Moderne bis 1945 angesehen, unser Hauptziel war ja die Ausstellung über Benita Koch-Otte.
 
Die Gestaltung des Museums in der Moritzburg hat mir sehr gut gefallen, hell und luftig, mit vielen Sichtachsen. Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch, denn den haben wir fest eingeplant, da dort ab Ende November eine Ausstellung über Johanna Schütz-Wolff, die ich mir sehr gern ansehen möchte.

Ich finde das Zusammenspiel von alt und neu absolut gelungen und faszinierend. In der Ausstellung war auch eine Installation eines "digitalen" Museums, mittels einer VR-Brille konnte man verschiedene nachgestellte Räume ansehen. Ich habe mir natürlich den Feiningerraum mit allen (!) elf Hallegemälden angesehen. Eines ist vernichtet, von diesem war ein schwarz-weiß Foto in der Ausstellung, die anderen und ganz viele Zeichnungen hingen im "Original" dort. Das war für mich eigentlich das allerschönste dieses Tages.
 
Nach dem Besuch in der Moritzburg haben wir einen ganz kurzen Abstecher in den Dom gemacht, allerdings wirklich nur kurz, denn dort waren zwei Veranstaltungen im Rahmen des Silbersalzfestivals. Anschließend sind wir dann zur Kulturstiftung Sachsen-Anhalt gefahren und haben uns dort die andere Ausstellung angesehen. Das ist eine kleine Ausstellung, in welcher Arbeiten von Künstlern gezeigt werden, die sich mit Benita Koch-Otte beschäftigt haben. Es werden auch Originalarbeiten von ihr selbst sowie Briefe und Arbeiten vor den Webereien von ihr gezeigt. Das war sehr interessant.
Den Farbkreis auf dem unteren Foto hat eine der Künstlerinnen gestickt.
Eigentlich wollte ich ja keine Farbkombinationen mehr für Gelmerodaquilts sammeln, aber manchmal geht das einfach nicht anders. Da springt mich etwas an und ruft "Lass mich ein Gelmerodaquilt werden!". Naja und wenn der Ruf so laut ist,  muss ich wenigstens ein Foto machen. 
Es war sehr schwer, die richtige Farbe zu treffen, mal war es zu hell, mal zu dunkel. Nun überlege ich, ob ich passende Farben in meinem Fundus finden könnte... ...ich habe ja drei Tage Urlaub und heute liegt nichts weiter an.

Der Tag gestern war ein richtig schöner Tag, der hat mir Freude gemacht und ich freue mich schon auf Dienstag, da fahren wir nach Gotha. Und heute genieße ich einfach einen freien Tag und vielleicht suche ich mal nach Stoffen in petrol-rot-irgendwas.

Sonntag, 1. November 2026

Singe, wem Gesang gegeben

Mir ist er nicht gegeben und wenn ich ganz ehrlich bin, singe ich auch nicht sonderlich gern. Ich höre Radio, morgens auf dem Weg zur Arbeit und auf dem Weg nach Hause, das war es aber auch schon. Es gibt ja Menschen, die den ganzen Tag das Radio anhaben. Mich stört das eher, denn dann ist es ja nur Gedudel im Hintergrund und es bleibt nicht im Kopf. Bei mir ist das irgendwie anders, diese paar Minuten auf dem Weg zur Arbeit höre ich intensiv und es bleibt mir Vieles im Kopf. Diese paar Minuten reichen mir vollkommen hin. Und nein, wir haben zu Hause auch kein Radio. Ich bin auch nicht DER Konzertgänger, der so jedes Konzert mitnehmen muss. Nein, im Gegenteil, wenn es ein Konzert ist, dann eines, was mir wirklich gefällt (ok, zu Depeche Mode gehe ich mit, weil ich Steffen liebe, meine Musik ist das nicht) und - in dem Alter bin ich inzwischen - wo ich auch die Möglichkeit habe, zu sitzen. 😂

Gestern nun waren wir mal wieder bei Heinz Rudolf Kunze in Ilsenburg. Die Karten hatten wir schon vor über einem Jahr gekauft. So richtig viel Lust hatte ich in den letzten Tagen nicht, es ist momentan einfach wieder viel zu viel für mich und ich habe Sorge, dass es wieder so wird, wie vor einem Jahr. Die Tage schwanken, es gibt Gute und es gibt weniger Gute und gar nicht Gute... Wir sind natürlich trotzdem zum Konzert gefahren, um acht fing es an und gegen sieben sind wir losgefahren. Wir hatten ja Sitzplätze. 😉 Wir haben die Tickets wieder in der letzten Reihe gekauft, so können wir uns nämlich auch ganz prima hinstellen. Die Idee hatten andere auch, aber wir fanden trotzdem noch einen Platz zum Stehen. 

Das Konzert war sehr schön, begonnen hat er mit drei Liedern von seinem neuen Album (welches ich natürlich auch nicht kenne 😂). Und mir ist was passiert, was mir noch nie auf einem Konzert passiert ist: Ich musste bei einem Lied weinen. Mir liefen einfach die Tränen und ich konnte nix dagegen machen. Das Lied hat so sehr mein Herz berührt, dass ich jetzt hier sitze, meinen Beitrag schreibe - und mir das Lied noch einmal anhöre. Ja, sowas mache ich auch hin und wieder. Das Lied heißt "Einen andern Menschen lieben" und ich glaube, das könnte sich einreihen in meine Reihe Lieblingslieder.

Ich hatte auf einem Konzert von ihm schon einmal so einen Moment mit einem Lied. Andere Paare haben ja IHR Lied. So etwas haben wir beide irgendwie nicht. Wir waren vor vielen, vielen Jahren mal in Wernigerode im HKK zum Solokonzert von Heinz Rudolf Kunze und da hat er das Lied "So wie du bist" gesungen und irgenwie hat das uns beide zur gleichen Zeit berührt und wir mussten uns ansehen. Das war ein zauberhafter Moment und das Lied gehört seitdem zu uns. Mit dem Lied gestern war auch auch ähnlich, wir haben beide in dem Moment an den anderen gedacht. 😍
 
Das Konzert war unheimlich schön und es hat Glücksmomente geschaffen, die gerade jetzt wieder so wichtig für mich sind. 
Irgendwie ging das Konzert, auch wenn es bis 23 Uhr ging, viel zu schnell vorbei. Was ich immer nicht verstehen kann, ist, warum die Leute schon um 22.13 Uhr den Saal verlassen und damit eine dreiviertel Stunde des Konzerts verpassen... Wir sind auf jeden Fall bis zum Schluss geblieben und haben es natürlich keine Sekunde bereut. Im Gegenteil! 
Wir werden ganz sicher wiederkommen, mal schauen, ob wir uns Tickets für nächstes Jahr in Thale im Bergtheater kaufen werden (leider sind sie immer ganz schön teuer, der Preis ist das Einzige, was uns derzeit noch davon abhält)...
 
Ach ja, ich kann zwar nicht selber singen, aber dafür ein Kreuz im Bingo von Anita setzen, nämlich eben bei dem Feld "Singe, wem Gesange gegeben oder eben etwas mit Musik".  Ich habe damit zwar noch immer kein Bingo, aber eine inzwischen gut gefüllte Bingo-Karte. Damit hätte ich zu Beginn nämlich gar nicht gerechnet.

Sonntag, 25. Oktober 2026

Das Wappen der Prinzessin

Nicht nur der Prinz, sondern auch die Prinzessin haben ein eigenes Wappen. Wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass mir das der Prinzessin ein wenig mehr Kopfzerbrechen bereitet hat, als das des Prinzen. Ich wusste, dass ich (Friedens)Tauben mit im Wappen haben wollte. Die Prinzessin wird als friedliebend dargestellt und was passt da besser als Friedenstauben und die sind heute wichtiger denn je.

Also oben sollten zwei Tauben sein, die zueinander gucken und damit auch den Wunsch nach Gemeinsamkeit darstellen sollen. Eine Stickdatei, die mir passend erschien, habe ich nach langer Suche gefunden. Beim Sticken habe ich einfach ein paar Sequenzen übersprungen, denn ursprünglich ist um die Taube herum ein Blätterkranz.

Unter die Tauben habe ich ein rotes Herz gesetzt, darauf ein etwas kleineres, goldenes Herz. Ein Herz aus Gold steht ja nun einmal für so tolle Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, ohne Boshaftigkeit sein... ...kurz irgendwie ist das ja ein Synonym für einen tollen, liebenswerten Menschen. Blumen sollten aber auch noch mit in das Wappen rein: Rosen. Rosen aber in weiß für die Reinheit der Prinzessin. Diese habe ich in einem Bogen unter dem Herz gestickt. 

So gefiel mir das Wappen schon gut, allerdings war neben dem Herz noch zu viel Platz. Den wollte ich gern noch ausfüllen und habe dann in das Foto verschiedene Varianten gemalt, was da hinpassen könnte:
Letztendlich habe ich mich für die Monogramme entschieden, links ein K und rechts ein P für Katharina, Prinzessin. Lange musste ich suchen, bis ich die passenden Stickdateien gefunden hatte. Zuerst schwebte mir was mit Rosen umrankt vor, am Ende habe ich barocke Monogrammbuchstaben gefunden. Die sind von einer Krone gekrönt, das passt auch.
 
Dass die Datei zwei Farben hat, habe ich allerdings erst viel zu spät gesehen, nämlich erst dann, als ich scchon einige Stiche gestickt hatte. Naja, dann war es auch egal und letztendlich sieht das Monogramm einfarbig auch viel besser aus. Also war es gut, dass ich das nicht von Beginn an gesehen habe.
Super, obwohl ich x-mal probiert und wieder ausgemessen hatte, wo die Dateien sitzen müssen, sind sie unterschiedlich hoch und - was noch viel schlimmer ist - das K sitzt schief. Da bin ich dann wohl beim Aufkleben meines Quilts auf den Stickrahmen verrutscht. Und nun? Von dem grünen Stoff hatte ich leider nichts mehr über, aber so schief wollte ich die Datei auch nicht lassen. Aber, da sich die Theaterleute für die Prinzessin grün und rot als Wappenfarbe vorstellen konnten, habe ich einfach ein Stück von dem Stoff abgeschnitten und das K noch einmal gestickt. Mein Wappen hat dann unten eine rote "Spitze" bekommen. So konnte ich den Wunsch nach einen rot-grünen Wappen erfüllen und ein gerades K anbringen.
Das K habe ich dann appliziert und das ist kaum zu sehen.
 

Mit dem roten unteren Teil sieht das Wappen schon richtig schön aus:

Also war es eigentlich irgendwie doch gut, dass das K so schief gesessen hat, denn sonst hätte ich den ronten unteren Bereich wahrscheinlich nicht genäht.

Mittwoch, 21. Oktober 2026

Das Wappen des Prinzen

So ganz weiß ich gerade nicht, wie ich anfangen soll... Kürzlich rief mich Steffen auf Arbeit an und meinte, der Kämmerer unserer Stadt hätte ihn wegen mir angerufen. Hä??? Was habe ich denn mit dem Kämmerer zu schaffen und dann ratterte in meinem Kopf, was wir eventuell mit der Stadt finaziell zu schaffen haben. Katharina ist ja nun schon eine ganze Weile, um genau zu sein, fünf Jahre aus der Betreuung raus, also was könnte da sein? Nichts. In dieser Beziehung rein gar nichts.

Es war ganz anders, es gibt (Schande, ich wusste es auch nicht) ein Theaterensemble, welches unter anderem auch in der Baumannshöhle in Rübeland spielt. Die Schauspieler waren irgendwann auch im Burchardikloster und hatten dort meine Quilts gesehen. Ein paar Wochen später haben sie die Requisiten für ihr neues Stück besprochen und hatten überlegt, ob ich ihnen vielleicht helfen könnte. Um mich zu erreichen, hatten sie sich an den Kämmerer gewandt, denn der war vorher in der Höhle tätig und wir kennen und - na klar, vom Fußball. Also keine Rechnungen offen. Glück gehabt. Na klar, können meine Kontaktdaten weitergegeben werden, ich helfe gern.

Ich hatte dann mit einer der Schauspielerinnen telefoniert und wir hatten uns kurz über die Einzelheiten unterhalten und was überhaupt gewünscht ist. Gut, die Zeit bis 12.11. ist ein wenig knapp, aber ich habe trotzdem und sofort zugesagt. Schließlich predige meinen Kindern ja nicht umsonst immer und immer wieder, dass Ehrenamt wichtig ist.

Meine Hilfe wird für das Stück "Der Froschkönig" gebraucht, welches demnächst in der Baumannshöhle aufgeführt wird. Für den Prinzen und die Prinzessind waren jeweils ein Wappen gewünscht. Ich hatte um Infos zu Farben und Eigenschaften der Personen im Stück gebeten und dann überlegt, wie ich diese in dem Wappen unterbringen kann. 

Begonnen habe ich mit dem Wappen des Prinzen. Das Stück beleuchtet auch ein wenig die Zeit bevor der Prinz zum Frosch wird und dort wird er als eitel, arrogant beschrieben, der meint, er wäre etwas besseres als Prinz. Ui, das ist doch was. Die Farbidee war blau gold(gelb). Damit konnte ich gut arbeiten und meine erste Idee war, in dem Wappen einen Spiegel darzustellen und natürlich Pfauenfedern. Wobei, da kam mir wieder der Spruch meiner Mama in den Sinn, die immer sagte, Pfauenfedern im Haus bringen Unglück. Ich meine mich zu erinnern, dass meine Schwester vor Ewigkeiten mal eine Pfauenfeder mit nach Hause brachte und dann wurde ja beim Mama der Hirntumor festgestellt. Heute weiß ich nicht einmal mehr, ob das überhaupt im zeitlichen Zusammenhang steht, aber ich habe es seitdem immer vermieden, irgendetwas mit Pfauen in mein zu Hause zu lassen.

Aber egal, ein Pfau ist eitel und deswegen mussten die Federn sein. Zunächst habe ich das Grundgerüst des Wappens genäht und darauf die anderen Motive (Schwert, Krone, Zepter, Reichsapfel, schließlich streb mein Prinz ja nach etwas Höhrem) angeordent. Es war für mich gar nicht so einfach, die Gegenstände richtig zu zeichnen, einzig mit dem Spiegel hatte ich wenig Probleme. 😂

Zunächst hatte ich die Krone aus rot-goldenem Stoff ausgeschnitten, aber das fand ich nicht passend. Bei einem richtigen Wappen sind die Motive ja farblich umgekehrt, so habe ich es bei meiner Krone dann auch gemacht und auch die anderen Motive habe ich farblich immer anders herum zum Schild gestaltet. Für den Spiegel habe ich extra Plotterfolie in Gold und Silber gekauft.

Oh ja, das sieht schon richtig schön aus. Lange habe ich nach den passenden Federn gesucht. Sie sollten ein wenig gebogen sein, denn die wollte ich unterhalb des Spiegels platzieren. Ihr glaubt ja gar nicht, wie oft ich probiert habe, ob der Sitz wirklich richtig ist. Natürlich habe ich im Vorfeld gegoogelt, ob die Plotterfolie bestickt werden kann. Es wäre so ärgerlich gewesen, wenn die durch das Sticken zerstört worden wäre. 

Zum Glück ging alles gut und auch die Federn sitzen an der richtigen Stelle. Sie sollten den Spiegel von unten einrahmen und das tun sie. Ich muss aber sagen, die ersten Stiche in den kleinen Quilt und die Plotterfolie waren aufregend: Klappt alles, bleibt die Folie heil oder wird sie durch die Stiche zerstört...

Auf dem Foto kann man auch gut sehen, dass ich die Motive mit Zickzack appliziert habe. Dazu habe ich schon gleich Vlies untergelegt. Nun muss ich das Wappen nur noch zum Quilt machen. Hier werde ich ein unsichtbares Binding machen, denn ich habe von dem goldenen Stoff nur noch Reste. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das geteilte Binding auch passgenau zu der Mittelnaht hinbekommen hätte. Also ein unsichtbares Binding.

Ich bin bisher sehr zufrieden mit meinem ersten Wappen und was das allerschönste ist: Den Theaterleuten gefällt es auch und das ist die Hauptsache. Und soll ich euch was sagen: Ich werde meine Wappen dann auch in Aktion sehen, denn wir haben heute gerade Karten für die Vorstellung am 23.12. gekauft. Ich bin schon sehr gespannt auf die Vorstellung und freue mich schon sehr darauf.

Montag, 19. Oktober 2026

Die passende Haarkur

Habt vielen lieben Dank für eure lieben und aufmunternden Worte zu meinem Pullover. Ich war schon ziemlich traurig darüber und habe auch die KI befragt. Sie scheint immer besser zu werden, denn ich habe so ziemlich die gleiche Antwort bekommen, wie sie mir Elke geschrieben hat. Zum Glück war mein Pullover nicht verfilzt und so hat er eine Haarkur bekommen. 

Da habe ich sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn so konnte ich einige Haarkuren aufbrauchen. 😂

  
Ich habe den Pullover dann schön im Wasser eingeweicht und geschwenkt und noch lieb geguckt und ganz viel Hoffnung, das ses funktioniert, mit eingewaschen.

 Meinen Pullover habe ich dann liegend auf dem Fußboden im Wohnzimmer getrocknet, den Rest durfte er dann heute auf dem Bügel hängend in der Dusche trocknen.
Gleich, als ich dann heute zu Hause war, habe ich meine Pullover angesehen. Er sah schon irgendwie "luftiger" aus als am Wochenende. Und ja, er ist wieder tragbar, er ist nicht mehr so quietscheng, sondern wieder ein wenig fluffiger. Oh, ich bin ja so froh darüber. 
 
Ok, die Ärmel hatten gern die "Trockner"länge behalten könnten (die waren von Anfang an so lang), aber alles Gute hat man nie beisammen. 😂

Und auch am Bauch sitzt der Pullover nun wieder viel besser. Ich könnte ja jetzt behaupten, dass ich am Bauch abgenommen habe, aber das glaubt mir sicher sowieso keiner und innerhalb von zwei Tagen so viel abnehmen, dass ein Kleidungsstück wieder passt, ist dann wohl eher eine Geschichte aus dem brühmten Paulanergarten. 😉
Von der Haarkur ist noch eine ganze Menge da, was Johannes zu der Aussage veranlasst hat, dass Papa den Pullover ja wieder in den Trockner tun kann. Ich wüsste ja jetzt, wie ich das wieder beheben kann. Nein, auch wenn noch viel Haarkur da ist, bitte kein Trockner mehr für meinen Pullover. Und ja, jetzt werde ich meine Nicht-Trockner-geeigneten Sachen wieder extra sammeln...