Mittwoch, 23. September 2026

zweimal Titelseite

Habt vielen, vielen Dank für eure Kommentare zu meinem letzten Gelmerodaquilt. Wie viele ich inzwischen habe, weiß ich immer noch nicht und auch nicht, ob ich noch einmal den Mut finde, mich mit den Quilts für eine Ausstellung bei den Patchworktagen zu bewerben. Ich weiß gar nicht, ob das für anderen so interessant ist, wie für mich oder auch für euch, weil ihr die Hintergründe zu den Quilts hier lesen könnt. In Suhl hätte es eben wegen der räumlichen Nähe gut gepasst, jetzt bin ich einfach hin- und hergerissen... Mmh.

Und außerdem sind sie ja gerade, wenn auch nur zum Teil, ausgestellt. In Halberstadt hängen in meiner Ausstellung ja auch einiger Gelmerodaquilts.

Überhaupt, meine Ausstellung. Im September hatte ich dort ein Treffen mit einer Mitarbeiterin der örtlichen Zeitung, dies hatte der Chef des Klosters organisiert. Das war ein wirklich schöner Nachmittag, zum einen gab es natürlich  mit Detlef viel über den Fußball zu erzählen, zum anderen war es auch unheimlich schön, einer Fremden so viel über meine Quilts und meine Leidenschaft und meine Ideen zu erzählen. Ja, ich erzähle meiner Familie auch davon, aber... Gut, lassen wir das. 😂Die Frau von der Zeitung war echt interessiert und hat sich ganz viele Notizen gemacht. Auf meine Frage, wo denn darüber vielleicht etwas zu lesen sein wird, meinte sie, in der Halberstädter Ausgabe und sie wird den Artikel auch den Wernigeröder Kollegen anbieten. Da das schon Anfang September war und ich seitdem nichts gelesen hatte, hatte ich dann irgendwann für mich entschieden, dass es doch nicht interessant genug für die Zeitung ist. Dann ist es eben so.

Tja, am Freitag schickte mir Steffen dann ein Foto über wahtsapp. Das macht er öfter, meist sind es irgendwelche Rezepte, die er auf Facebook oder Insta findet und so habe ich natürlich nicht gleich geguckt, was er geschickt hat. Als ich mit dem, was ich gerade gemacht hatte, fertig war, habe ich dann doch mal geguckt und da ist mir mein Herz fast stehengeblieben und eine ganz große, stille Freude hat sich breit gemacht: 

Ein Mitstreiter vom Jugendausschuss hat diesen +Artikel auf google gefunden und Steffen geschickt. Oh man, ich konnte es gar nicht fassen. Natürlich habe ich gleich geguckt, wie ich an den ganzen Artikel komme und habe ein 24h-Abo gefunden. Na los, Abo gemacht, Artikel gefunden, gelesen, gefreut und auf Sonnabend gewartet, da musste er doch dann in der Zeitung sein. Gleich morgens im Bett habe ich nachgesehen - und war enttäuscht. Kein Artikel, weder in der Halberstädter noch in der Wernigeröder Ausgabe. Na gut, dann wird es den Artikel eben nur online geben. Auch nicht schlimm, ich habe mich auch so gefreut und war einfach nur stolz auf mich. Sorry, wenn das jetzt eingebildet klingt.
 
Am Montag Abend bekam ich dann von meiner Cousine eine whatsapp-Nachricht geschickt:
Aaaahhh. Mein Artikel. Und warum sagt Papa mir das nicht? Er liest doch jeden Tag ganz intensiv die Zeitung, das muss er doch gesehen haben! Hatte er nicht, nein, in der Zeitung war nix. Also habe ich mir wieder ein 24h-Abo gegönnt und siehe da, da war mein Artikel:
 
Ich konnte nicht verstehen, dass Papa den Artikel Montag nicht gesehen hat. Bis ich genauer hingeschaut habe und festgestellt habe, dass ich Montag Abend online schon die Zeitung für Dienstag lesen konnte. Ok, da konnte er den Artikel ja nicht lesen. Ich habe erst einmal Screenshots gemacht und Steffen am Dienstag gebeten, eine Zeitung zu kaufen. Die Wernigeröder Ausgabe reichte, in der Halberstädter war der Artikel doch nicht drin. Er hat dann auch die Zeitung gekauft und meinte immer nur "Titelseite". Hä? Ich habe es nicht verstanden, bis ich dann zu Hause gesehen habe, dass der Bericht über meine Ausstellung wirklich auf der allerersten Seite der Zeitung angekündigt worden ist. Guckt doch mal:
Ist das nicht toll? Und der Artikel ist wirklich sehr umfangreicht, damit hätte ich nie und nimmer gerechnet: 
Und sogar mit einem Foto von mir selbst. 😊 Ich weiß gar nicht, was mich bewogen hat, gestern abend noch einmal zu gucken, ob in der Halberstäder Ausgabe von heute der Artikel vielleicht drin ist und ja! er ist drin! Natürlich habe ich gleich wieder einen Screenshot gemacht und meiner Familie die freudige Nachricht überbracht.
Johannes hat mir dann heute die Halberstädter Volksstimme besorgt und mir ein Foto geschickt. Ich habe mich erst einmal versichert, ob der Artikel dort wirklich drin ist. Kann ja sein, dass ich mich verguckt habe. 
Dass der Artikel wieder auf der ersten Seite angekündigt worden ist, habe ich natürlich nicht gesehen. Und so bin ich ein wenig freudig "ausgerastet", als ich das zu Hause gesehen habe. Was sagt mein sachlich-nüchterner Johannes? "Habe ich dir doch geschickt.". Ja, hast du, habe gesehen habe ich das nicht, ich habe nur geguckt, ob es die richtige Zeitung ist. 😂 Und guckt mal, wieder auf der Titelseite eine Ankündigung und wieder ein sehr großer Artikel über meine Ausstellung:
Ich freue mich so sehr darüber, deswegen musste ich jetzt mal die ganze Geschichte dazu aufschreiben. Auch, damit ich sie nicht vergesse, denn das ist irgendwie schön. Die Artikel sind inhaltlich identisch, aber das ist sowas von egal. Vielleicht locken die Artikel noch den ein oder anderen in's Café und meine Ausstellung. Das wäre ja wirklich schön. Und wer von euch Lesern bis hierher durchgehalten und mit gelesen hat, wird mit einem Foto von zweimal Titelseite belohnt:
(Und wie immer in letzter Zeit: Wenn ihr die unscharfen Fotos öffnet, könnt ihr die scharf sehen...)

Sonntag, 20. September 2026

Ich habe den Überblick verloren!

Vielleicht könnt ihr euch noch daran erinnern, dass ich im letzten Jahr bei meinen Gelmerodaquilts immer ganz genau wusste, wie viele ich bisher genäht habe. Gestern musste ich mir nun eingestehen, dass ich... ...den Überblick verloren habe. Nein, ich weiß wirklich nicht, wie viele Quilts es momentan sind, ich habe gestern gezählt, bin mir aber nicht ganz sicher, ob ich richtig gezäht habe. Zumal ja auch einige der Quilts mit in der Ausstellung in Halberstadt hängen. Naja, egal, dann muss ich eben am Ende des Jahres mal wieder eine VolksQuiltzählung machen. 😂

Wenn ich zur Arbeit fahre, fahre ich an einem Grundstück vorbei, vor dem ein Rosenbusch steht, zuerst waren die Blüten leuchtend orange und verfärbten sich dann immer mehr in's Rote. Irgendwann waren sie verblüht. Jetzt blüht der Busch ein zweites Mal, allerdings sind die Blüten jetzt gleich tiefrot. Das blühende Busch erinnerte mich daran, dass ich diese Farbkombination gern in einem Gelmerodaquilt verarbeiten wollte. Und so habe ich am Freitag mal passende Stoffe rausgesucht. Es war gar nicht so einfach, das passende Grün zu finden. Ich denke aber, dass ich eine gute Stoffwahl getroffen habe.

Zunächst wollte ich mal wieder einen Quilt nur aus den handgefärbten Stoffen nähen, dann habe ich für den orangenen Teil aber noch weitere Stoffe dazu genommen. Ich fand das passend und so kam mehr Leben und Bewegung in meinen Quilt.

Das Top habe ich Freitag wirklich noch fertig genäht und schon als das obere Teil vom Quilt auf der Bügelmatte lag, habe ich mich schon selber beglückwünscht, weil die Farbwahl einfach nahezu perfekt gewesen war. Genau so sollte es aussehen:

Schwierigkeiten bereitet mit inzwischen mehr und mehr das Quilten der Gelmerodaquilts, denn sie sollen ja alle irgendwie unterschiedlich und individuell sein. Bei diesem Quilt habe ich das Gebäude im Nahtschatten gequiltet und im Himmel aufsteigende Wellenlinien. Im unteren Bereich habe ich meinen Quilt mal wieder bestempelt. Vom Büro hatte ich mir zum Geburtstag Stempel mit Gräsern gewünscht, die waren perfekt dafür geeignet. Die länglichen Gräser habe ich noch ein wenig umgequiltet, ansonsten habe ich im unteren Bereich nicht weiter gequiltet. 

Im Himmelbereich habe ich gestern Abend unzählige kleine orangene Glasperlen aufgenäht, oben mehr, nach unten hin werden es dezent weniger. Ich finde, das sieht richtig gut aus und gibt dem Quilt noch das gewisse Extra. Ich habe auch im grünen Bereich mit orangenem Garn gequiltet, einfach um eine Verbindung zwischen den beiden Farben herzustellen.
Und so sieht mein neuester Gelmerodaquilt im Ganzen aus (und wenn dann noch die Strümpfe zum Quilt passen, dürfen sie einfach mal mit auf's Foto).
Und jetzt gibt es auch noch einmal ein ordentliches Fotos, ohne farblich passende Strümpfe.  
Leider ist es nicht ganz so einfach, die Farben richtig einzufangen, aber vielleicht ergibt sich aus der Gesamtheit der Fotos eine passende Richtung der Farbe. Das ist nun mein Quilt Nr. ichweißnichtwieviel meiner Gelmerodaserie. Nein, das Thema ist für mich doch noch nicht auserzählt, auch wenn ich das schon oft gedacht habe, aber noch gibt es so viele Ideen und Eindrücke, die ich gern in diesem Quilts verarbeiten möchte, dass ich noch einige dieser Quilts nähen werde. 😍

Sonntag, 13. September 2026

Pusteblumen

Ich freue mich ja immer über eure Kommentare, ganz besonders freue ich mich, wenn jemand, der sonst eher ein stiller Mitleser ist, mir einen Kommentar hinerläßt und noch größer ist die Freude, wenn mir in eben jenem Kommentar jemand schreibt, dass er in meiner Ausstellung war. So wie Barbara. Herzlichen Dank für Deinen Besuch im Café. Es freut mich sehr!

Barbara fand die Pusteblumen besonders interessant. Der Quilt ist schon ziemlich alt, genau genommen 14 Jahre. Begonnen habe ich den Quilt zum Ende meiner Schwangerschaft mit Katharina, ich war schon im Mutterschutz und es war einer der wenigen guten Tage und den habe ich genutzt, um zu nähen. Ich war unheimlich glücklich darüber, dass ich die Kraft gefunden habe, mal wieder zu nähen.

Ich konnte den Quilt in der Schwangerschaft aber nicht mehr beenden, das habe ich dann erst irgendwann im Sommer gemacht. Um vom Quilt schöne Fotos zu machen, bin ich dann mit Johannes und Katharina (im Kinderwagen) spazieren gegangen. Auf der Wiese lagen scshon die ersten Heurollen und dort haben wir den Quilt dann "fliegen gelassen" und richtig schöne Fotos gemacht. Davon habe ich mir dann sogar Postkarten gemacht.

Die Anleitung zum Quilt habe ich aus der Burda Patchwork aus dem Jahr 2007. Ich liebe die Burda Patchwork, schade, dass es diese Zeitschrift nicht mehr gibt. Aber zum Glück habe ich alle Ausgaben davbon (ebay sei dank 😊😉). Entworfen hat den Quilt Renate Bieber. 

Vielleicht hilft das schon weiter, Barbara, wenn nicht, meld dich gern per E-Mail bei mir.

Samstag, 12. September 2026

Die Galerie ist komplett

Habt vielen lieben Dank für eure Glückwünsche zu meinem Geburtstag. Ich habe so gern Geburtstag und irgendwie könnte der Tag gern ein wenig länger als die anderen sein. Aber nein, auch dieser Tag hat nur 24 Stunden. Überhaupt: Gern könnten meine Tage (aber bitte nicht die Arbeitstage) mehr als 24 Stunden haben, dann könnte ich mehr Zeit zu Hause verbringen und müsste nicht alles immer nur so nebenbei erledigen, hätte mehr Zeit für mein Hobby... Das wäre doch schön, oder?

Ich habe gerade mal wieder die Fotos auf dem PC sortiert und dabei gesehen, dass ich mit meinem Vollersroda-Quilt ja schon am 19. Juli begonnen habe, geheftet habe ich den Quilt am gleichen Tag und dann hing er im Wohnzimmer am Schrank. Zu der damaligen Zeit hingen drei, vier angefangene Quilts im Wohnzimmer am Schrank, so nach und nach wurde der Platz knapp und ich musste was dagegen tun. Also die halbfertigen Tops im Schlafzimmer an's Regal hängen.😂 Nein, Spaß beiseite: Quilten.

Am letzten Freitag nachmittag hatte ich schon an dem Quilt weitergearbeitet, Sonnabend, als so ziemlich alle aus der Familie ausgeflogen waren, habe ich mich endlich ganz intensiv damit beschäftigt und ihn weiter gequiltet. Ein wenig hatte ich damit ja schon Anfang August begonnen. Ich war hin- und hergerissen, wie ich quilten sollte: Dicht, wie bei dem dritten Gelmerodaquilt oder wenig, wie beim zweiten oder irgendwas dazwischen. Gedanklich war ich dann bei irgendwo dazwischen, so ähnlich, wie beim ersten Gelmerodaquilt.

Dadurch, dass die Stoffe teilweise recht groß waren, der Kleber sich auch schon wieder ein wenig gelöst hatte und ich, nachdem die Stoffe alle einmal fixiert waren, die Stecknadeln rausgezogen hatte, lagen die Stoffe manchmal recht locker und warfen ein wenig Wellen beim Quilten. Ich musste also recht dicht quilten. Auf dem folgenden Foto kann man es auch ganz gut erkennen:

Die Stellen, die ich dichter gequiltet hatte, sahen besser aus: 

Hier kann man auch gut den Unterschied zum Bereich darunter sehen, der noch so gut wie gar nicht gequiltet war. Durch das dichte Quilten konnte ich auch noch ein wenig Struktur in den Quilt bringen und so habe ich dann weiter gequiltet. Zwischendurch machte mir dann meine Nähmaschine Kummer, denn die Bedientasten funktionierten nicht mehr, auch Ein- und Ausschalten brachte keinen Erfolg. Ich habe sie dann einmal gründlich saubergemacht (es war auch dringend nötig) und dann ging es erst einmal wieder. Wahrscheinlich werde ich sie doch mal irgendwann wieder zur Wartung einsenden müssen.
 
Sonnabend bin ich dann wirklich mit meinem Quilt fertig geworden. Ich freue mich so sehr darüber und von der Rückseite kann man gut sehen, WIE dicht ich am Ende dann doch gequiltet habe.
Mein Quilt ist total schön geworden. Die Farben sind zwar anders, als im Originalbild. Zum einen liegt das daran, dass ich das Bild aus einem Buch abfotografiert habe (mir war tatsächlich entfallen, dass ich ja in Hamburg in der Kusthalle vor dem Original stand) und zum anderen hatte ich ausreichend große Oakshots eben nur  noch in diesem Farben. Aber ich finde, der Quilt fügt sich richtig gut in meine Feiningerquiltsammlung ein und es sieht richtig toll aus, wenn nun alle vier großen Quilts beieinander hängen:
(Das Bild soll nun wirklich so aussehen, das habe ich verpixelt.) Ich bin richtig zufrieden mit meinem Quilt, besonders von Weitem ist die Perspektive gut zu sehen.
Dieser Quilt hat zwar sehr lange für die Fertigstellung gebraucht, aber manches braucht eben seine Zeit. Manchmal dachte ich, die Luft ist komplett raus und er wird gar nicht fertig. Eigentlich dachte ich auch, dass ich nun mit dieser Art von Quilts "durch bin", aber inzwischen geistert mir eine weitere Idee im Kopf rum, so frei nach dem Motto "Nach dem Quilt ist vor dem Quilt. 😉

Freitag, 4. September 2026

365 Tage...

      

...liegen zwiscshen diesen beiden Fotos. Ein Jahr, in dem viel passiert ist. Am Sonntag hatte ich Geburtstag, beide Fotos sind von meinem Geburtstag, das linke von 2025, das rechte ist aktuell. Letztes Jahr ging es mir zu meinem Geburtstag nicht wirklich gut. Ich habe auch an diese Zeit nur wage Erinnerungen, alles ist wie in weiche, weiße Watte gepackt. In diesem Jahr war es ganz anders und das ist das allerschönste Geburtstagsgeschenk, welches ich hatte. Nicht, dass die anderen nicht auch schön gewesen wären, aber das war tatsächlich das allerschönste und da bin ich unheimlich dankbar dafür. 

Wir hatten Sonntag einen wunderschönen Tag, Steffen hatte sich überlegt, dass wir nach Leipzig in den Botanischen Garten fahren. Auch darüber habe ich mich sehr gefreut, besonders gefreut hat mich, dass sich Steffen selbst was überlegt hat. Bei uns ist es eher so, dass ich plane und organisiere und Steffen alles gut findet und mitkommt. Einerseits ist das schön, andererseits ist es aber auch weniger schön, denn so liegt die Entscheidung und die Verantwortung immer bei mir. Und so habe ich mich natürlich unheimlich darüber gefreut, dass er sich mal selber Gedanken gemacht hat, sowohl um einen schönen Tag für mich/uns und auch um ein Geschenk.

Kennt ihr diese Karaffen, die beim Eingießen gluckern? Ich hatte darüber mal einen Beitrag bei Instagram gesehen und war fasziniert davon und so einen schöne Karaffe habe ich zum Geburtstag bekommen. Und sie gluckert so schön beim Eingießen, einfach herrlich. Leider kann ich, aus welchen Gründen auch immer, kein Video hochladen, so müsst ihr euch mit einem Foto einer glücklichen Karaffenbsitzerin zufrieden geben.
In Leipzig hatten wir einen richtig schönen Tag, der Botanische Garten ist toll, viele Pflanzen blühten noch, auch wenn man die unheimliche Trockenheit der letzten Wochen deutlich sehen konnte. Aber es war unabhängig davon richtig schön. Oft haben wir auf den Bänken gesessen und einfach nur geschaut und die Seele baumeln lassen.
(Ich habe immer noch nicht herausgefunden, warum manche Fotos so seltsam aussehen, wenn man die Fotos groß ansieht, sehen sie normal aus.)
Ich habe mich sehr über "meinen" Garten gefreut, ein ganzer Bereich mit Viola und allen Varianten.
Nach dem Botanischen Garten sind wir noch zur Peterskirche gefahren und ich muss sagen, es war ein schönes Gefühl, wieder dort zu sein. Hat sie mich doch an eine sehr schöne und wichtige Zeit erinnert. Gern denke ich an die Zeit des Fernstudiums zurück und hin und wieder denke ich, dass ich gern mal ein paar Tage nur für mich wegfahren würde... Die Fenster der Kirche haben nichts, aber auch rein gar nichts von ihrer Faszination verloren.
Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich noch immer nicht die richtige Farbe für dieses Petrol gefunden habe:
Ich werde wohl noch ein wenig weitersuchen müssen. Gern würde ich mir die Fenster einmal wirklich aus der Nähe ansehen... Am Abend hatten wir uns dann noch mit den Jungs in Halberstadt beim Döner getroffen und dort den Tag schön ausklingen lassen. Es war ein wunderschöner Tag und ich bin unheimlich froh, dass dieser nicht im weichen, weißen Nebel versunken ist.
Ich habe gerade gesehen, dass es beim Bingo ein Feld "Geburtstag" gibt, na, wenn das mal kein Zeichen ist. :-)

Samstag, 29. August 2026

VERLÄNGERT!

Vielen lieben Dank für eure Kommentare zu meinem letzten Beitrag, ich habe mich über jeden sehr gefreut. Ja, Kartons für Stoffe sind toll, ich habe auch ganz viele Schuhkartons, in denen ich meine Stoffe aufbewahre. Auch wenn ich meine Stoffe in meinem Leben wohl nicht mehr vernähen werden kann, ist es schön, hinter den Vorhang zu gucken und den Schatz zu sehen und ich gebe es zu, ich kaufe mir gern neue Stoffe. Ja, manchmal kommt dann das schlechte Gewissen, ob des Vernähens, aber hey... Es ist doch auch ein schönes Gefühl, aus dem Vorrat spontan einen Quilt nähen zu können. 😍

"Spontan einen Quilt nähen" bringt mich zu meinem Thema. Vielleicht hat es die ein oder andere mitbekommen, dass in einer Woche bei uns Landtagswahl ist. Eine, wie ich finde, sehr wichtige Wahl. Als ich Dienstag Abend im Bett lag, kam mir die Idee, den Votequilt noch einmal zu nähen und in meine Ausstellung zu hängen. Ich brauche ja nur das Schild, denn meinen zweiten Quilt habe ich ja mit einem Wechselschild genäht. Ich habe mich gedanklich mit meiner spontanen Idee mal wieder selbst sehr unter Druck gesetzt, vielleicht war auch das mit Auslöser für zwei weitere Kopfschmerznächte.

Egal: Mittwoch früh habe ich vor der Arbeit noch schnell den Schnitt gedruckt, Mittwoch und Donnerstag Abend nach der Arbeit genäht und dann war mein Vote-Schild fertig. Ich habe mich farblich an einem Votequilt orientiert, den ich im Netz gesehen hatte, er sollte so richtig knallen. Und ich finde, das tut er:

Gestern Nachmittag waren Steffen und ich im Café und es war ein wunderschöner Nachmittag. Wir hatten Detlef getroffen, der mich zu der Ausstellung "überredet" hat. Wir haben lange gesessen, leckeren Kuchen gegessen, guten Kaffee getrunken und erzählt. Es war ein richtig schöner Nachmittag. an meinen kleinen Quilt musste ich noch die Ecken für die Magneten zunähen. Sicherheitshalber wollte ich im Café erst testen, ob die Magneten richtig herum sind (nicht, dass der Quilt am Ende vom Hintergrund abgestoßen wird 😂). 

Bevor wir dann gegangen sind, habe ich den Quilt ausgetauscht. 

Ja, mein Quilt knallt und fällt richtig auf. er sieht schön aus und die Farben passen auch zum Hintergrundquilt. Da hatte ich zuerst so ein wenig meine Sorgen, ob blau und blau mit türkis auch zusammenpasst.
Liebe Leserinnen und Leser aus Sachsen-Anhalt: Geht am Sonntag bitte wählen, für Demokratie, Freiheit und unser aller gutes Leben und weil "Nie wieder ist jetzt!".
 
Ach ja, jetzt hätte ich fast die Verlängerung vergessen. Vor ein paar Tagen kam von Detlef die Anfrage, ob ich mir vorstellen könnte, die Quilts bis Ende des Jahres auszustellen. Aber ja, das kann ich mir vorstellen und ich freue mich sehr über die Möglichkeit, die mir da gegeben wird. 
 
Also: Wenn ihr Zeit und Lust habt, fahrt gern bis Ende des Jahres nach Halberstadt in das Café des Burchardiklosters, verbringt einen schönen Nachmittag, bestaunt meine Quilts und habt einen schöne Zeit. Und ja, gern könnt ihr mir schreiben, wenn ihr einen Besuch plant, ich versuche gern, ein Treffen einzurichten.

Dienstag, 18. August 2026

Gefühlt mitten in der Nacht

DAS hatte ich schon lange nicht mehr. Heute war ich mal wieder gefühlt mitten in der Nacht wach, tatsächlich war es wohl so gegen vier. Seitdem ich das Hormongel nehme, schlafe ich wirklich sehr gut. Ich muss zwar nachts einmal raus, aber dann lege ich mich hin und schlafe wieder ein, das hatte ich bis zum Beginn der Einnahme schon seit Jahren nicht mehr. Wie oft habe ich da nachts manchmal wach gelegen und das nicht erst seit vier oder halb fünf, sondern manchmal schon seit zwei, halb drei.

Heute war es allerdings dann doch mal wieder so, dass ich nicht mehr in den Schlaf gekommen bin, auch an Halbschlaf war nicht mehr zu denken. Ach was soll's: Ich bin zwar noch so richtig, richtig müde (und heute muss ich noch einmal bis 17 Uhr 😴), aber im Bett liegen und warten, dass man einschläft, ist auch blöd. Und wenn ich schon einmal Zeit habe, kann ich ja auch mal von meiner Wochenendaktion berichten. 😊😉

Auf Arbeit sind ein paar Urkundenkästen leer geworden, weil ich den Inhalt von mehreren Kästen eines Jahrgangs in einem, maximal zwei Kästen zusammengefasst habe. In dem Büro, wo ich jetzt bin, ist nicht so viel Platz wie in dem Büro davor und so muss manches eben zusammengefasst werden. Die Urkundenkästen sind recht stabil, aber ungünstig im täglichen Gebrauch, da sie nach oben hin geöffnet werden müssen. Wenn man da Urkunden rausnehmen möchte, muss man den ganzen Kasten öffnen, bei den anderen zieht man einfach den Einschub raus. Von den Kästen, die nach oben hin aufgeklappt werden müssen, können demzufolge nur wenige Kästen übereinander stehen, denn es ist absolut blöd, wenn da zehn Käste gestapelt sind und man an den unteren muss... Egal. Die Kästen sind leer und mein Chef hatte dafür keine weitere Verwendung und so habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen und gefragt, ob ich die eventuell mit nach Hause nehmen dürfte. Woher er wohl wusste, dass ich da Stoffe reinpacken will??? 

Am Freitag habe ich die ersten Kästen mit nach Hause genommen. Eigentlich wollte ich die erst in Gebrauch nehmen, wenn ich mein eigenes Nähzimmer habe, aber... Naja, ich und meine Pläne. Ich habe die mal wieder komplett über den Haufen geworfen und am Sonntag ein wenig sortiert, aussortiert und neu geordnet. Die Konastoffe aus dem Stoffabo mussten dringend mal sortiert werden. 

Sieht das nicht toll aus? Aber ich finde, momentan ist die Auswahl noch ziemlich blaulastig, da fehlt für meinen Geschmack noch ein wenig rot und orange. Egal, noch läuft das Abo ja. Ich überlege zwar immer mal wieder, es zu beenden, aber wenn ich dann die Stoffe sehe, kann ich das (noch) nicht. 😂😂😂Und außerdem stehen ja noch neun Kästen auf Arbeit, die ich noch mit nach Hause nehmen muss/darf und die können ja nun wirklich nicht leer bleiben. 😂

Ich habe meine Stoffe nach Farben sortiert, bei manchen war das gar nicht so einfach: Ist das nun gelb oder doch eher grün?  

    
Wenn ich nun die Stoffe rausnehme, muss ich nur daran denken, dass die vordere Längsseite der Kästen auch aufklappt. Passt man nicht auf, liegen die Stoffe auf der Erde. Aber da gewöhnt man sich ganz schnell daran. Katharina hat mir für die Kästen Schilder gemalt. Diese sind das absolute Highlight an meinen Urkundenstoffkästen. 
Und weil das Wiederverwertung vom Allerfeinsten ist, setzte ich im Bingo von Anni ein Kreuz bei Upcycling. Damit habe ich schon 19 Kreuze setzen können, ich finde, das ist  eine ganze Menge. Und vielleicht schaffe ich ja irgendwann doch ein Bingo, in zwei Reihen fehlt mir jeweils nur noch ein Kreuz, aber das sind Themen, wo mir bestimmt nur schwer was zu einfällt. 😉