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Freitag, 4. September 2026

365 Tage...

      

...liegen zwiscshen diesen beiden Fotos. Ein Jahr, in dem viel passiert ist. Am Sonntag hatte ich Geburtstag, beide Fotos sind von meinem Geburtstag, das linke von 2025, das rechte ist aktuell. Letztes Jahr ging es mir zu meinem Geburtstag nicht wirklich gut. Ich habe auch an diese Zeit nur wage Erinnerungen, alles ist wie in weiche, weiße Watte gepackt. In diesem Jahr war es ganz anders und das ist das allerschönste Geburtstagsgeschenk, welches ich hatte. Nicht, dass die anderen nicht auch schön gewesen wären, aber das war tatsächlich das allerschönste und da bin ich unheimlich dankbar dafür. 

Wir hatten Sonntag einen wunderschönen Tag, Steffen hatte sich überlegt, dass wir nach Leipzig in den Botanischen Garten fahren. Auch darüber habe ich mich sehr gefreut, besonders gefreut hat mich, dass sich Steffen selbst was überlegt hat. Bei uns ist es eher so, dass ich plane und organisiere und Steffen alles gut findet und mitkommt. Einerseits ist das schön, andererseits ist es aber auch weniger schön, denn so liegt die Entscheidung und die Verantwortung immer bei mir. Und so habe ich mich natürlich unheimlich darüber gefreut, dass er sich mal selber Gedanken gemacht hat, sowohl um einen schönen Tag für mich/uns und auch um ein Geschenk.

Kennt ihr diese Karaffen, die beim Eingießen gluckern? Ich hatte darüber mal einen Beitrag bei Instagram gesehen und war fasziniert davon und so einen schöne Karaffe habe ich zum Geburtstag bekommen. Und sie gluckert so schön beim Eingießen, einfach herrlich. Leider kann ich, aus welchen Gründen auch immer, kein Video hochladen, so müsst ihr euch mit einem Foto einer glücklichen Karaffenbsitzerin zufrieden geben.
In Leipzig hatten wir einen richtig schönen Tag, der Botanische Garten ist toll, viele Pflanzen blühten noch, auch wenn man die unheimliche Trockenheit der letzten Wochen deutlich sehen konnte. Aber es war unabhängig davon richtig schön. Oft haben wir auf den Bänken gesessen und einfach nur geschaut und die Seele baumeln lassen.
(Ich habe immer noch nicht herausgefunden, warum manche Fotos so seltsam aussehen, wenn man die Fotos groß ansieht, sehen sie normal aus.)
Ich habe mich sehr über "meinen" Garten gefreut, ein ganzer Bereich mit Viola und allen Varianten.
Nach dem Botanischen Garten sind wir noch zur Peterskirche gefahren und ich muss sagen, es war ein schönes Gefühl, wieder dort zu sein. Hat sie mich doch an eine sehr schöne und wichtige Zeit erinnert. Gern denke ich an die Zeit des Fernstudiums zurück und hin und wieder denke ich, dass ich gern mal ein paar Tage nur für mich wegfahren würde... Die Fenster der Kirche haben nichts, aber auch rein gar nichts von ihrer Faszination verloren.
Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich noch immer nicht die richtige Farbe für dieses Petrol gefunden habe:
Ich werde wohl noch ein wenig weitersuchen müssen. Gern würde ich mir die Fenster einmal wirklich aus der Nähe ansehen... Am Abend hatten wir uns dann noch mit den Jungs in Halberstadt beim Döner getroffen und dort den Tag schön ausklingen lassen. Es war ein wunderschöner Tag und ich bin unheimlich froh, dass dieser nicht im weichen, weißen Nebel versunken ist.
Ich habe gerade gesehen, dass es beim Bingo ein Feld "Geburtstag" gibt, na, wenn das mal kein Zeichen ist. :-)

Dienstag, 18. August 2026

Gefühlt mitten in der Nacht

DAS hatte ich schon lange nicht mehr. Heute war ich mal wieder gefühlt mitten in der Nacht wach, tatsächlich war es wohl so gegen vier. Seitdem ich das Hormongel nehme, schlafe ich wirklich sehr gut. Ich muss zwar nachts einmal raus, aber dann lege ich mich hin und schlafe wieder ein, das hatte ich bis zum Beginn der Einnahme schon seit Jahren nicht mehr. Wie oft habe ich da nachts manchmal wach gelegen und das nicht erst seit vier oder halb fünf, sondern manchmal schon seit zwei, halb drei.

Heute war es allerdings dann doch mal wieder so, dass ich nicht mehr in den Schlaf gekommen bin, auch an Halbschlaf war nicht mehr zu denken. Ach was soll's: Ich bin zwar noch so richtig, richtig müde (und heute muss ich noch einmal bis 17 Uhr 😴), aber im Bett liegen und warten, dass man einschläft, ist auch blöd. Und wenn ich schon einmal Zeit habe, kann ich ja auch mal von meiner Wochenendaktion berichten. 😊😉

Auf Arbeit sind ein paar Urkundenkästen leer geworden, weil ich den Inhalt von mehreren Kästen eines Jahrgangs in einem, maximal zwei Kästen zusammengefasst habe. In dem Büro, wo ich jetzt bin, ist nicht so viel Platz wie in dem Büro davor und so muss manches eben zusammengefasst werden. Die Urkundenkästen sind recht stabil, aber ungünstig im täglichen Gebrauch, da sie nach oben hin geöffnet werden müssen. Wenn man da Urkunden rausnehmen möchte, muss man den ganzen Kasten öffnen, bei den anderen zieht man einfach den Einschub raus. Von den Kästen, die nach oben hin aufgeklappt werden müssen, können demzufolge nur wenige Kästen übereinander stehen, denn es ist absolut blöd, wenn da zehn Käste gestapelt sind und man an den unteren muss... Egal. Die Kästen sind leer und mein Chef hatte dafür keine weitere Verwendung und so habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen und gefragt, ob ich die eventuell mit nach Hause nehmen dürfte. Woher er wohl wusste, dass ich da Stoffe reinpacken will??? 

Am Freitag habe ich die ersten Kästen mit nach Hause genommen. Eigentlich wollte ich die erst in Gebrauch nehmen, wenn ich mein eigenes Nähzimmer habe, aber... Naja, ich und meine Pläne. Ich habe die mal wieder komplett über den Haufen geworfen und am Sonntag ein wenig sortiert, aussortiert und neu geordnet. Die Konastoffe aus dem Stoffabo mussten dringend mal sortiert werden. 

Sieht das nicht toll aus? Aber ich finde, momentan ist die Auswahl noch ziemlich blaulastig, da fehlt für meinen Geschmack noch ein wenig rot und orange. Egal, noch läuft das Abo ja. Ich überlege zwar immer mal wieder, es zu beenden, aber wenn ich dann die Stoffe sehe, kann ich das (noch) nicht. 😂😂😂Und außerdem stehen ja noch neun Kästen auf Arbeit, die ich noch mit nach Hause nehmen muss/darf und die können ja nun wirklich nicht leer bleiben. 😂

Ich habe meine Stoffe nach Farben sortiert, bei manchen war das gar nicht so einfach: Ist das nun gelb oder doch eher grün?  

    
Wenn ich nun die Stoffe rausnehme, muss ich nur daran denken, dass die vordere Längsseite der Kästen auch aufklappt. Passt man nicht auf, liegen die Stoffe auf der Erde. Aber da gewöhnt man sich ganz schnell daran. Katharina hat mir für die Kästen Schilder gemalt. Diese sind das absolute Highlight an meinen Urkundenstoffkästen. 
Und weil das Wiederverwertung vom Allerfeinsten ist, setzte ich im Bingo von Anni ein Kreuz bei Upcycling. Damit habe ich schon 19 Kreuze setzen können, ich finde, das ist  eine ganze Menge. Und vielleicht schaffe ich ja irgendwann doch ein Bingo, in zwei Reihen fehlt mir jeweils nur noch ein Kreuz, aber das sind Themen, wo mir bestimmt nur schwer was zu einfällt. 😉

Sonntag, 9. August 2026

Geborgenheit

Vor einer Weile hatte ich auf Instagram einen weiteren Quilt von Carmen Bickle gesehen, der mich sofort in seinen Bann zog. Für diesen Quilt bot Carmen im Gildesommer einen Kurs an. Die die Plätze begrenzt sind, habe ich es wie im letzten Jahr gemacht: Erinnerung ins Handy eingegeben, damit ich ja nicht den Anmeldebeginn vergesse. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, WIE sehr ich mich gefreut habe, als ich den Kurs gebucht hatte.

Und dann hieß es warten, dass es endlich der 8. August wird. Gestern war es dann soweit. Da ich seit einiger Zeit ein Stoffabo mit Konastoffen habe, musste ich keine neuen Stoffe bestellen, denn ich habe in den Stoffen genau die Farben gefunden, die mir vorschwebten. Farblich wollte ich mich am Beispiel von Carmen orientieren, allerdings habe ich mich für einen dunkelgrauen Hintergrund entschieden.

Bevor es gestern losging, musste ich erst einmal noch die ganzen Vorlagen ausschneiden, die ich auf Freezer Paper ausgedruckt hatte. Im letzten Jahr hatte ich kein Papier, welches ich bedrucken konnte, da war Katharina so lieb, die Vorlage abzuzeichnen und für mich auszuschneiden. Da ich im letzten Jahr  nicht wusste, wie Katharina die ausgeschnittenen Vorlagen sortiert hatte, bin ich im Kurs teilweise ganz schön in's Straucheln gekommen, habe ewig Vorlagen gesucht und doch immer mal wieder überlegt, ob ich das alles hinbekommen kann. Das hing damals sicher auch mit meiner persönlichen Situation zusammen.

Dieses Jahr hatte ich mich für Blätter entschieden und habe diese dann bedruckt. Das ging auch sehr gut. 
 

Ich hatte wegen der Vielzahl an Vorlagen und wegen der Erinnerung an den Picasso-Kurs doch einige Bedenken, ob ich das schaffen kann. Zwischendurch kam immer mal wieder die Erinnerung an den letzten Sommer in mir hoch und verursachte mir ein beklemmendes Gefühl. Aber: Meine Sorge war unbegründet, es ging alles richtig gut und nachdem ich dann wieder wusste, wie die Nahtzugabe angezeichnet bzw. angeschnitten werden kann, lief alles.  Ich bin im Kurs wirklich sehr gut voran gekommen, sicher kam mir dabei auch zugute, dass ich schon den Picassokurs gemacht hatte und mit der Arbeit mit Freezer Paper und Carmens Anleitung vertraut war.

Obwohl ich sehr penibel die Passmarken übertragen habe, musste ich doch hin und wieder trennen, weil die Übergänge nicht ganz genau gestimmt haben.
 
Das Trennen hatte sich immer wieder gelohnt, auch wenn ich den Übergang im ersten Foto insgesamt dreimal auftrennen musste. Am Ende aber passten die Übergänge richtig gut und ich war zufrieden. Manche Teile waren doch recht klein, aber durch die gut überlegte Nähreigenfolgte fügte sich alles perfekt zusammen. Am Ende habe ich jedoch überlegt, ob ich von Carmens Nähreihenfolge irgendwie abweichen sollte, denn das Kindergesicht wurde in einen geschlossenen Kreis eingenäht. Ich wusste nicht, ob mir das gelingen würde. Letztendlich habe ich mich doch dazu entschlossen, der Reihenfolge von Carmen zu folgen, das war auch gut. Das Einnähen in den Kreis ging erstaunlich gut.
 
Gut, mein Quilt ist nicht ganz eben geworden, die ein oder andere Beule ist da, aber ich habe ihn mit ganz viel Dampf gebügelt und gestern Abend gleich noch geheftet. 😉Nun muss ich mich noch um die Details wie Mund, Nase und Augen kümmern und dann kann ich meinen Quilt quilten. Das ist auch dringend nötig, denn nun hängen schon vier angefangene Sachen im Wohnzimmer und im Schlafzimmer liegen auch zwei fertige Tops. 🙈

Und weil das so ein schönes und gut zu nähendes Muster war, setzte ich im Bingo von Anni ein Kreuz bei "Muster" und verlinke meinen Beitrag zum Bingo 2026.

Sonntag, 26. Juli 2026

Wenn man sich verliest

Eigentlich wollte ich einen Beitrag zu meinen ganzen Projekten schreiben, die ich derzeit in intensiver Arbeit habe - das sind vier und drei davon hängen im Wohnzimmer an den Schränken -, aber ich habe gerade gesehen, dass ich einen Kommentar von Rela falsch gelesen habe. Sie schrieb mir nämlich zu meinem Lavendelsommer, dass ich eventuell ein paar weniger helle Hexagons nehmen soll. Das weniger habe ich überlesen und so helle Hexagons rausgesucht und auf meinem Quilt angeordnet.

Ich habe sie dann gestern Abend zusammengenäht und auf meinen Quilt gesteckt. Da der Lavendelsommer einer der drei Quilts ist, die im Wohnzimmer hängen, konnte ich die Hexies immer wieder umstecken. Ich weiß gar nicht, wie viele Versionen nicht probiert habe. Immer war etwas, was mich gestört hat.

So sieht mein Top derzeit aus:

Jetzt habe ich gerade Regains Kommentar noch einmal richtig gelesen, sie schrieb doch, so wie ich es meinte gelesen  zu haben, "wenige helle Hexagons". Aber egal, wie sie es nun meinte oder wie ich es gelesen habe, der Kommentar brachte mich heute dazu, die Hexies noch einmal zu überdenken, denn wenn ich Dinge auf das Top nähe, die so gut wie gar nicht zu sehen sind, kann ich es auch gleich lassen. Ich habe gerade spontan entschieden, die Hexies so nicht auf den Quilt zu nähen, da man sie ja gar nicht sieht. Dumm ist nur, dass ich ja schon das Papier entfert habe und einige Hexies dabei sind, die ich einzeln auf nähen wollte. 

Nun brauche ich dafür mal den Rat aller versierten Handnäherinnen: Kann ich die einzelnen Hexagons ohne Papier auch noch weiter verwenden? Zusammennähen wird da eher sicher nicht gehen, oder? 😦
 
Nachtrag: Während ich mal wieder warten musste, bis ich das obige Bild vom Handy runterladen konnte (ich weiß nicht, warum das immer so ewig dauert, ehe alle Fotos auf dem Handy erkannt worden sind) hab eich meine Hexies noch einmal neu sortiert. So sieht mein Top nun aus:
Ich lasse es - sicherheitshalber - erst einmal noch am Schrank hängen, bevor ich die Hexies aufnähe, mal schauen, ob es mir in ein paar Tagen auch  noch gefällt. Momentan bin ich mit der derzeitigen Anordnung doch ganz zufrieden. 
 
Im Urlaub haben wir dann doch noch ein paar Balkonpflanden gekauft. Eigentlich wollte ich das in diesem Jahr nicht, da das Gießen und die Pflege der Blumen auch wieder eine Arbeit ist, die mir obliegt, aber irgendwie sah der Balkon ohne Blumen traurig aus. Also sind wir vor gut 14 Tage noch schnell in's Gartencenter gefahren und haben ein paar Pflanzen gekauft. Großwar die Auswahl nicht mehr, wir mussten nehmen, was noch da war. Aber egal, es sieht nun doch schön aus. Auch eine Lavendelpflanze ist mit dabei (passend zu meinem Lavendelsommer) und die bekommt schon reichlich Besuch von einer kleinen Hummel:
 
Und da das alles zum Bingothema "Sommerliebe" passt, setzt ich endlich mal wieder ein Kreuz im Bingo von Anni.

Freitag, 3. Juli 2026

(M)eine Vernissage

Es ist geschafft! Vielen Dank für eure aufmunternden Worte, darüber habe ich mich sehr gefreut. Ich habe die Eröffnung geschafft und habe es auch geschafft, über mich zu sprechen. Ich gebe es zu, das fällt mir schwer, ganz im Gegensatz dazu, wenn ich über andere spreche. Ich war unheimlich aufgeregt, kennt man mich, hat man es gemerkt. Die anderen Besucher haben es sicher eher nicht gemerkt. 

Mein Papa und meine Tante waren mit zur Eröffnung, das hat mich sehr gefreut. Ich wusste ja gar nicht, wie so etwas abläuft, ob ich da Besucher mitbringen kann oder ob das Café voll ist... Wir saßen vor der Eröffnung am Tisch und Jonathan meinte, es würde wer reinkommen, ob ich die kenne. Ich habe ihm gesagt, dass ich hier keinen kenne. "Muttilein, es sieht aber so aus, als ob sie dich sucht!". Ähm ja, ich kannte sie wirklich. Es war eine ehemalige Kollegin, sie war aber nur die "Vorhut", sie hatte noch zwei weitere ehemalige Kolleginnen im Schlepptau. Ich habe mich so sehr darüber gefreut, dass die drei zu meiner Eröffnung gekommen sind, es war eine echte Überraschung. Vielen lieben Dank ihr drei dafür! 😍

Wir haben einen sehr schönen Nachmittag gemeinsam verbracht, viele der Cafébesucher haben sich die Quilts angesehen, einige haben mich dazu auch gefragt (ich bin ja nicht der Mensch, der anderen Leute von sich aus anspricht) und wir haben uns toll unterhalten. Eine der Besucherinnen kannte Lyonel Feininger und wir haben uns lange über ihn und seine Kunst unterhalten.

Letztendlich bin ich froh, das habe ich auch in meiner Rede gesagt, dass Detlef hinsichtlich der Ausstellung so hartnäckig war und immer wieder nachgefragt hat, so dass ich am Ende dann doch nachgegeben und gesagt habe, ich mache es. Sonst hätte ich diese Erfahrungen gestern nicht machen können. Vielen Dank dafür.

Wenn ihr die Ausstellung besuchen möchtet, worüber ich mich wahnsinnig freuen würde, könnt ihr das zu den Öffnungszeiten des Cafés Donnerstag bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr. Es ist ratsam, vorher anzurufen und einen Tisch zu reservieren, da die Plätze begrenzt sind. Bei schönem Wetter, kann man auch draußen sitzen, das ist auch wunderschön: Unter einer großen Trauerweide kann man sitzen und gemütlich Kaffee trinken und den selbst gebackenen Kuchen essen.

Und wenn ihr dann meine Ausstellung besucht, schreibt mir doch bitte ein paar liebe Worte in mein Gästebuch, so dass ich mir dann am Ende in aller Ruhe die Meinungen der Besucher durchlesen kann. Vielleicht findet sich auch der ein oder andere Hinweis, was ich vielleicht künftig noch anders, besser machen könnte.

Für das Buch habe ich extra noch einen Umschlag genäht. Vorn habe ich ein Hexagon aufgenäht (dazu muss ich noch einen eigenen Beitrag schreiben, ihr versierten Hexie-Näherinnen lacht euch kaputt über mich 😂). Das Buch ist in meiner Lieblingsfarbe rot eingeschlagen.

Und da ich mit dem Umschlag das Buch und mit dem Buch die Erinnerungen schütze, setzte ich ein Kreuz im Bingo von Anni bei "zum Schutz von".

Sonntag, 28. Juni 2026

Zweite Zeigewoche beim Bingo 2026

Ach herrje, nun ist schon der zweite vierteljährliche Zeigetag beim Bingo. Diese Daten habe ich irgendwie noch gar nicht auf dem Schirm. Ich muss jetzt erst einmal gucken, welche Bingofelder ich seit April ankreuzen konnte...

Aus meinem Weihnachtskleid habe ich einen Gelmerodaquilt genäht und damit das Feld "Raus aus der Komfortzone" angekreuzt. Ja, damit musste ichmeine Komfortzone verlassen, insbesondere wegen des Bindings.

Für meine Ausstellung, die am Donnerstag eröffnet wird und für die ich noch ganz viel vorbereiten muss, habe ich mir Flyer bestellt und damit die öffnen kann, habe ich naütrlich "mich kann man öffnen" angekreuzt. 

Im April habe ich meinen Überraschungsbaum fertiggestellt und darauf finden sich ganz viele unterschiedliche Tiere, es geht ganz schön "tierisch" zu auf dem Baum. Der wird übrigens auch in der Ausstellung zu sehen sein.  

"Von ach du Schreck zu wow" beschreibt eindrucksvoll die Entstehungsgeschichte meines Portraitquilts - auch für die Ausstellung (so eitel bin ich dann normal doch nicht, dass ich ohne Grund einen Quilt mit einem Portrait von mir nähe und auch noch aufhänge... 😂😂😂). 

Für meinen Blätterquilt musste ich ganze dreimal Stoff nachbestellen. Irgendwann konnte ich ihn dann aber das Top fertigstellen und weil die Blöcke auf Papier genäht sind, habe ich das Kreuz bei "Papier" gesetzt.

Den Quilt und die Farbkombination hatte ich ja im Internet gesehen, ich habe die Idee von rot und orange aufgegriffen und so habe ich ein Kreuz bei "bei anderen gesehen" gesetzt. 

Zu Ostern habe ich noch einmal Tulpenutensilos genäht, damit der Osterhase alle Nester gut verpacken konnte, so habe ich dann ein Kreuz bei Ostern setzen können. 

Das erste Kreuz im neuen Quartal konnte ich wegen meines Überraschungsbaums setzen, denn es ist doch ein wirklich buntes Treiben auf dem Baum. 

So sind im zweiten Quartal acht weitere Kreuze zu meinem Bingofeld hinzugekommen, ein Bingo habe ich noch nicht, aber in manchen Zeilen bin ich doch auf einem guten Weg. Mal schauen, ob und wenn ja, wann ich das erste Mal "Bingo" rufen kann.

Samstag, 9. Mai 2026

Eine Hommage an's Weihnachtskleid

In meinem letzten Beitrag hatte ich ja schon angedeutet, dass der pinke Gelmerodaquilt schon nicht mehr der Neueste ist. Mein neuer Gelmerodaquilt ist eine Hommage an mein Weihnachtskleid von 2023, naja, eigentlich ist der Quilt das Weihnachtskleid. Lange Geschichte. 2023 hatte ich mir ein Kleid gekauft, welches ich unheimlich schön fand. Heiligabend habe ich es getragen, allerdings gibt es von mir kein wirkliches Foto in dem Kleid, man kann es immer nur erahnen. Und die Fotos, die es gibt, sind entweder Selfies oder welche, die wir mit Selbstauslöser gemacht haben und da gucke ich... ...seltsam.

Ja, von meiner restlichen Familie gibt es schön Fotos von Weihnachten, denn die mache ich ja. 😂Nur mich fotografiert immer keiner. Aber egal, ich schweife ab. Als wir am letzten Wochenende in Berlin im Friedrichstadtpalast waren, stand ich mal wieder überlegend vor meinem Kleiderschrank und hatte unter anderem das Weihnachtskleid in der engeren Auswahl. Aber irgendwie fand ich, dass ich in dem Kleid wie eine schwangere Weihnachtsbaumkugel aussah und so habe ich kurzerhand entschieden, dieses Kleid kommt weg. Ich habe mich darin nicht mehr wohlgefühlt. Das Kleid hatte eine Naht ziemlich weit oben und da ich doch ein wenig zugelegt habe, sah das nun eben unvorteilhaft aus. Also: WEG! Naja, nicht so ganz weg, denn das Kleid hat mich an die Fenster in der Peterskirche in Leipzig erinnert, speziell natürlich an die Fenster und die Farbe, die mich damals so sehr fasziniert hat: 

Es geht um den Hintergrund hinter den beiden Personen in der mittleren Reihe. Ich kann diese Farbe gar nicht wirklich beschreiben, ist es petrol, ein tiefes dunkelblaugrün? Aber ich kann sie fühlen, immer noch nach der langen Zeit in meinem Herzen. Sie löst eine Faszination in mir aus, so etwas hatte ich bisher noch nicht erlebt. Sehen und hin und weg sein war damals eins.
 
Zu meinem Kleid habe ich dann weitere passende Stoffe rausgesucht. Allein schon diese Auswahl hat mich irgendwie glücklich gemacht. 
 
  
Also habe ich aus meinem Kleid, sowohl dem Oberkleid als auch dem Futterstoff und noch einigen anderen petrolfarbigen Stoffen einen Gelmerodaquilt genäht. Das ist wieder einer der Quilts, bei dem ich viel experimentiert habe. So habe ich das Dach mit Gaze genäht, darunter habe ich einen normalen Baumwollstoff gelegt, sonst wäre es zu dünn geworden. Der Kirchturm ist das Futter des Kleides, ein etwas dickerer, dehnbarer Stoff.
 
Für den Uhrenkasten habe ich mich für einen bronzefarbigen, in alle Richtungen dehnbaren Stoff entschieden. Auch der ist etwas dicker, ich kann gar nicht genau sagen, was das für ein Stoff ist, er fasst sich an der Oberfläche fast ein wenig gummiartig an. Aber die Farbe passte fast genau zu den Tupfen im Himmelbereich. 
 
Ich habe verschiedene Stoffe miteinander kombiniert, Beim Zusammennähen von Ober- und Unterteil habe ich ein Stück eines "Kreativstoffs" mitgefasst, so dass die Fransen noch zu sehen sind. Den Rest auf der Rückseite habe ich zurückgeschnitten.
 
Gequiltet habe ich diesen Quilt nur sehr sparsam, da die Stoffe für sich sprechen und das Quilting nicht ablenken sollte. Um den Ganzen dann noch die Krone aufzusetzen, habe ich den sehr dehnbaren, bronzefarbigen Stoff für das Binding verwendet. Das war eine echte Herausforderung (dehnbar, seeeehr dehnbar). Ich nähe einen langen Streifen und fasse damit den Quilt fast komplett ein. Anfang und Ende des Bindings lege ich dann übereinander, messe die Breite des Bindings ab und nähe von links oben nach rechts unten zusammen und schneide den Rest weg. Dann kann ich das Binding fertig an den Quilt annähen und habe einen perfekten Abschluss. Obwohl ich beim Zusammennähen schon immer ein wenig schmaler messe und schneide, als die Bindingstreifen wirklich sind, hatte ich bei diesem Quilt so viel Binding über, dass sich am Ende eine Falte ergeben hat.
Zunächst habe ich das Binding komplett angenäht, um dann am nächsten Tag zu entscheiden, dass das so nicht bleiben kann. Ich musste immerzu auf diese Falte gucken. Also habe ich mein Binding teilweise wieder abgetrennt und den Streifen noch weiter zusammengenäht.
 
Auf dem zweiten Foto kann man gut das Zuviel an Binding erkennen und das, obwohl der Streifen schon weniger war das die Strecke, die noch ein Binding bekommen musste. Naja, der Stoff war eben wirklich extrem dehnbar. Nachdem ich mein Binding dann wieder angenäht hatte, sah es viel, viel besser aus. Eine winzig kleine Falte ist noch da, aber mit der kann ich gut leben.
Dieser Quilt ist die Nummer 53 in meiner Sammlung und irgendwie etwas ganz Besonderes. Momentan mag ich diesen Quilt am allermeisten (wobei das ein Empfinden ist, welches manchmal täglich wechselt. 😉).
 
Da ich bei diesem Quilt mit dem dehnbaren Was-auch-immer-Stoff schon eine Herausforderung zu meistern hatte, die mich schon ein wenig meinen Grenzen nahe gebracht hat, setze ich im Bingo von Anni ein Kreuz bei "Raus aus der Komfortzone". 

Donnerstag, 7. Mai 2026

Ein Karton ich

Habt vielen lieben Dank für eure Kommentare zu meinem neuesten letzten Gelmerodaquilt (der Neueste ist es schon nicht mehr 😉). Ja, die Farben sind etwas Besonderes und ich sehe mir den Quilt sehr gern an. Eigentlich wollte ich auch von meinem - nun wirklich - neuesten Quilt berichten, aber da kam mir heute die Post dazwischen.

Ich habe ja immer schon mal angedeutet, dass ich eine Ausstellung machen soll/kann/darf. So langsam aber sicher rückt der Termin näher; auf der Seite des Cafés wurde die Ausstellung schon angekündigt:

Auch wenn ich mich lange dagegen gesträubt habe, so langsam finde ich Gefallen an dem Gedanken und plane nun auch schon. Kürzlich war ich im Café und habe mir die Räumlichkeiten angesehen. Wieder zu Hause habe ich erst einmal alle Wandquilts hervorgeholt und auf einen Haufen gelegt; einige Quilts hängen ja auch noch an der Wand. Nun muss ich auswählen, welche ich Quilts ich zeigen möchte.

Wenn ich denn diese Auswahl getroffen habe, muss ich noch gucken, welche Quilts ich wo aufhängen möchte. Da ich das ja, wegen der gerade laufenden Ausstellung, schlecht vor Ort testen kann, werde ich mir demnächst im Wohnzimmer Platz schaffen und mir eine imaginäre Bilderleiste in der Größe der Leisten im Café denken und dann die Quilts sortieren und platzieren. Die ungefähren Maße hatte ich mir beim Besuch im Café notiert. Allerdings weiß ich derzeit gerade nicht, wo ich den Zettel deponiert habe... 😕 Na gut, der findet sich hoffentlich wieder an.

Aber zurück zum Ich im Karton: Wenn ich in Ausstellungen bin, nehme ich mir gern was mit, um zu Hause noch einmal etwas anzuschauen oder durchzulesen. Und so habe ich mir gedacht, wenn ich schon eine Ausstellung mache, dann  möchte ich dafür auch einen Flyer haben. Das mag jetzt vielleicht ein wenig hochtrabend klingen, aber egal. Also habe ich mich mal im Netz auf die Suche gemacht, wie man überhaupt einen Flyer erstellt und habe ein wenig probiert. Gefühlt habe ich eine halbe Ewigkeit gesessen, ehe ich einen passablen Entwurf hatte.

Den ersten Entwurf habe ich dann noch einmal überarbeitet, es ist gar nicht so einfach, etwa Schönes, nicht zu Überladenes zu machen, was die Leute interessiert und was sie zu Hause noch einmal gern in die Hand nehmen. Mein Gedanke ich, dass die Flyer im Café ausliegen und die Besucher sie dann mitnehmen können.

Bevor ich meine Flyer bestellt habe, habe ich sie natürlich erst einmal zu Hause gedruckt, beide Seiten zusammengeklebt und gefaltet und ja, das sah schon toll aus:

  

Nachdem ich zufrieden war und Steffen mir gut zugeredet hatte, habe ich sie dann bestellt. Der Druck und die Lieferung gingen wirklich schnell. Am Wochenende hatte ich bestellt und schon heute kam das Paket bei mir an. Ui, das ist irgendwie ein tolles Gefühl:

Beim Fotografieren musste ich schmunzeln, denn mein Handy hat immer gleich den QR-Code gescannt und den Link zu meinem Blog empfohlen. Ich finde die Flyer richtig schön geworden und freue mich darüber. 😊Ich habe mich beim meinen Flyern für einen Falzflyer mit Wickelfalz entschieden (ja, das habe ich gelernt) und weil man den Flyer öffnen kann, setze ich beim Bingo von Anni ein Kreuz bei "mich kann man öffnen".