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Samstag, 12. September 2026

Die Galerie ist komplett

Habt vielen lieben Dank für eure Glückwünsche zu meinem Geburtstag. Ich habe so gern Geburtstag und irgendwie könnte der Tag gern ein wenig länger als die anderen sein. Aber nein, auch dieser Tag hat nur 24 Stunden. Überhaupt: Gern könnten meine Tage (aber bitte nicht die Arbeitstage) mehr als 24 Stunden haben, dann könnte ich mehr Zeit zu Hause verbringen und müsste nicht alles immer nur so nebenbei erledigen, hätte mehr Zeit für mein Hobby... Das wäre doch schön, oder?

Ich habe gerade mal wieder die Fotos auf dem PC sortiert und dabei gesehen, dass ich mit meinem Vollersroda-Quilt ja schon am 19. Juli begonnen habe, geheftet habe ich den Quilt am gleichen Tag und dann hing er im Wohnzimmer am Schrank. Zu der damaligen Zeit hingen drei, vier angefangene Quilts im Wohnzimmer am Schrank, so nach und nach wurde der Platz knapp und ich musste was dagegen tun. Also die halbfertigen Tops im Schlafzimmer an's Regal hängen.😂 Nein, Spaß beiseite: Quilten.

Am letzten Freitag nachmittag hatte ich schon an dem Quilt weitergearbeitet, Sonnabend, als so ziemlich alle aus der Familie ausgeflogen waren, habe ich mich endlich ganz intensiv damit beschäftigt und ihn weiter gequiltet. Ein wenig hatte ich damit ja schon Anfang August begonnen. Ich war hin- und hergerissen, wie ich quilten sollte: Dicht, wie bei dem dritten Gelmerodaquilt oder wenig, wie beim zweiten oder irgendwas dazwischen. Gedanklich war ich dann bei irgendwo dazwischen, so ähnlich, wie beim ersten Gelmerodaquilt.

Dadurch, dass die Stoffe teilweise recht groß waren, der Kleber sich auch schon wieder ein wenig gelöst hatte und ich, nachdem die Stoffe alle einmal fixiert waren, die Stecknadeln rausgezogen hatte, lagen die Stoffe manchmal recht locker und warfen ein wenig Wellen beim Quilten. Ich musste also recht dicht quilten. Auf dem folgenden Foto kann man es auch ganz gut erkennen:

Die Stellen, die ich dichter gequiltet hatte, sahen besser aus: 

Hier kann man auch gut den Unterschied zum Bereich darunter sehen, der noch so gut wie gar nicht gequiltet war. Durch das dichte Quilten konnte ich auch noch ein wenig Struktur in den Quilt bringen und so habe ich dann weiter gequiltet. Zwischendurch machte mir dann meine Nähmaschine Kummer, denn die Bedientasten funktionierten nicht mehr, auch Ein- und Ausschalten brachte keinen Erfolg. Ich habe sie dann einmal gründlich saubergemacht (es war auch dringend nötig) und dann ging es erst einmal wieder. Wahrscheinlich werde ich sie doch mal irgendwann wieder zur Wartung einsenden müssen.
 
Sonnabend bin ich dann wirklich mit meinem Quilt fertig geworden. Ich freue mich so sehr darüber und von der Rückseite kann man gut sehen, WIE dicht ich am Ende dann doch gequiltet habe.
Mein Quilt ist total schön geworden. Die Farben sind zwar anders, als im Originalbild. Zum einen liegt das daran, dass ich das Bild aus einem Buch abfotografiert habe (mir war tatsächlich entfallen, dass ich ja in Hamburg in der Kusthalle vor dem Original stand) und zum anderen hatte ich ausreichend große Oakshots eben nur  noch in diesem Farben. Aber ich finde, der Quilt fügt sich richtig gut in meine Feiningerquiltsammlung ein und es sieht richtig toll aus, wenn nun alle vier großen Quilts beieinander hängen:
(Das Bild soll nun wirklich so aussehen, das habe ich verpixelt.) Ich bin richtig zufrieden mit meinem Quilt, besonders von Weitem ist die Perspektive gut zu sehen.
Dieser Quilt hat zwar sehr lange für die Fertigstellung gebraucht, aber manches braucht eben seine Zeit. Manchmal dachte ich, die Luft ist komplett raus und er wird gar nicht fertig. Eigentlich dachte ich auch, dass ich nun mit dieser Art von Quilts "durch bin", aber inzwischen geistert mir eine weitere Idee im Kopf rum, so frei nach dem Motto "Nach dem Quilt ist vor dem Quilt. 😉

Samstag, 29. August 2026

VERLÄNGERT!

Vielen lieben Dank für eure Kommentare zu meinem letzten Beitrag, ich habe mich über jeden sehr gefreut. Ja, Kartons für Stoffe sind toll, ich habe auch ganz viele Schuhkartons, in denen ich meine Stoffe aufbewahre. Auch wenn ich meine Stoffe in meinem Leben wohl nicht mehr vernähen werden kann, ist es schön, hinter den Vorhang zu gucken und den Schatz zu sehen und ich gebe es zu, ich kaufe mir gern neue Stoffe. Ja, manchmal kommt dann das schlechte Gewissen, ob des Vernähens, aber hey... Es ist doch auch ein schönes Gefühl, aus dem Vorrat spontan einen Quilt nähen zu können. 😍

"Spontan einen Quilt nähen" bringt mich zu meinem Thema. Vielleicht hat es die ein oder andere mitbekommen, dass in einer Woche bei uns Landtagswahl ist. Eine, wie ich finde, sehr wichtige Wahl. Als ich Dienstag Abend im Bett lag, kam mir die Idee, den Votequilt noch einmal zu nähen und in meine Ausstellung zu hängen. Ich brauche ja nur das Schild, denn meinen zweiten Quilt habe ich ja mit einem Wechselschild genäht. Ich habe mich gedanklich mit meiner spontanen Idee mal wieder selbst sehr unter Druck gesetzt, vielleicht war auch das mit Auslöser für zwei weitere Kopfschmerznächte.

Egal: Mittwoch früh habe ich vor der Arbeit noch schnell den Schnitt gedruckt, Mittwoch und Donnerstag Abend nach der Arbeit genäht und dann war mein Vote-Schild fertig. Ich habe mich farblich an einem Votequilt orientiert, den ich im Netz gesehen hatte, er sollte so richtig knallen. Und ich finde, das tut er:

Gestern Nachmittag waren Steffen und ich im Café und es war ein wunderschöner Nachmittag. Wir hatten Detlef getroffen, der mich zu der Ausstellung "überredet" hat. Wir haben lange gesessen, leckeren Kuchen gegessen, guten Kaffee getrunken und erzählt. Es war ein richtig schöner Nachmittag. an meinen kleinen Quilt musste ich noch die Ecken für die Magneten zunähen. Sicherheitshalber wollte ich im Café erst testen, ob die Magneten richtig herum sind (nicht, dass der Quilt am Ende vom Hintergrund abgestoßen wird 😂). 

Bevor wir dann gegangen sind, habe ich den Quilt ausgetauscht. 

Ja, mein Quilt knallt und fällt richtig auf. er sieht schön aus und die Farben passen auch zum Hintergrundquilt. Da hatte ich zuerst so ein wenig meine Sorgen, ob blau und blau mit türkis auch zusammenpasst.
Liebe Leserinnen und Leser aus Sachsen-Anhalt: Geht am Sonntag bitte wählen, für Demokratie, Freiheit und unser aller gutes Leben und weil "Nie wieder ist jetzt!".
 
Ach ja, jetzt hätte ich fast die Verlängerung vergessen. Vor ein paar Tagen kam von Detlef die Anfrage, ob ich mir vorstellen könnte, die Quilts bis Ende des Jahres auszustellen. Aber ja, das kann ich mir vorstellen und ich freue mich sehr über die Möglichkeit, die mir da gegeben wird. 
 
Also: Wenn ihr Zeit und Lust habt, fahrt gern bis Ende des Jahres nach Halberstadt in das Café des Burchardiklosters, verbringt einen schönen Nachmittag, bestaunt meine Quilts und habt einen schöne Zeit. Und ja, gern könnt ihr mir schreiben, wenn ihr einen Besuch plant, ich versuche gern, ein Treffen einzurichten.

Montag, 8. Juni 2026

The heart of lion - fertig!

Habt vielen Dank für euren lieben Kommentare zu meinem Top vom Löwenquilt. Ja, die Farben sind der Hammer, die waren es auch, die mich magisch angezogen haben. Naja und so kam dann eben eines zum anderen. Glücklicherweise habe ich für Katharina die Hose gekürzt und wollte ihr ein Label "aufschwatzen". Als ich die Labels aus dem Regal genommen habe, fiel mein Blick auf das Stoffpaket. Irgendwie hatte ich das schon wieder fast vergessen. Aber eben nur fast. Und so habe ich nun einen wunderschönen Löwenquilt zu Hause.

Ich glaube, so kommen die Farben dem Original am nächsten. Es ist gar nicht so einfach, Farben so richtig zu fotografieren. Gequiltet habe ich füßchenbreit neben der Naht, manchmal eben auch ein bisschen weniger als füßchenbreit, je nachdem, was das Stoffstück hergegeben hat.

Zum Quilten habe ich mir verschiedene Stickgarne rausgesucht, die ich dann während des Quiltes aber noch einmal verändert habe. Ich muss sagen, das dicke Stickgarn gefällt mir am besten. Ich denke, wenn ich neues Garn brauche, werde so nach und nach auf dieses Garn umstellen.

Für das Binding habe ich die drei verschiedenen rosa Stoffe ausgesucht.
Am besten gefiel es mir mit dem ganz dunklen Stoff, der hat alles im Rahmen gehalten und so hat mein Löwe ein dunkles Binding bekommen. Dieser Quilt war mal wieder "Nähen wie im Rausch" innerhalb nur einer Woche habe ich das Top genäht und eine Woche habe ich zum Quilten und fertigstellen gebraucht. Wahrscheinlich brauchte ich das mal wieder. 😊

Sonntag, 31. Mai 2026

The heart of lion

Habt vielen Dank für eure Kommentare zu meiner Jane, die im Moment erst einmal wieder liegt und auf das Weiterquilten wartet. Aber nun hat es so lange gedauert, da kommt es auf ein paar Jahre mehr oder weniger nicht an. 😂

Am Pfingstmontag hatte Katharina gefragt, ob ich ihr aus einer langen eine kurze Hose machen könnte. Konnte ich, habe ich auch gemacht. Weil ich ihr ein Label angeboten hatte, was sie nicht wollte, fiel mein Blick im Regal auf eine Tüte und ich musste erst einmal gucken, was darin ist. Ach ja, ein Stoffpaket für einen Quilt. Ups, hatte ich denn die Anleitung schon gekauft? Ja, hatte ich, sie war auch schon auf dem Rechner und wenn ich die Anleitung schon mal offen habe, kann ich den Schnitt doch gleich mal drucken.

Und so kam dann eins zum anderen, wenn ich drucke, kann ich ja auch mal gucken und ausschneiden und nähen und Teile zusammennähen...  Die Stoffe waren Moda Solid, bisher kannte ich diese Stoffe noch nicht. Alle waren schon beschriftet, das machte den Anfang leichter. 

Manche der Schnitteile waren, im Gegensatz zu den Sachen, die ich bisher genäht hatte, richtig groß. 

Da Anleitung lesen was für Anfänger ist, habe ich mit dem aufwändigsten Teil begonnen, dem einen Auge. Da waren ziemlich viele kleine Teile zu nähen. Den linken Bereich des Quilts habe ich am Sonntag fertig genäht. Das sah schon richtig gut aus.
Erst später habe ich dann gelesen, dass von dem Shop, bei dem ich das Stoffpaket gekauft habe, empfohlen wird, zuerst die großen Schnittteile zu nähen und anschließend die kleineren, da dann auch Reste mit verbraucht werden können. Ohje, seit diesem Zeitpunkt hatte ich Sorge, dass meine Stoffe eventuell nicht reichen könnten. Ich kam leider erst wieder am Donnerstag dazu, ein wenig an meinem Quilt weiterzunähen. Ich habe dann zunächst die größten Teile genäht und je mehr große Teile ich genäht hatte, umso zuversichtlicher wurde ich, dass die Stoffe reichen.
 
Freitag abend wollten Steffen und ich zum Fußball fahren und so habe ich das Schwimmen ausgelassen (wenn ich schwimme, bin ich abends einfach nur noch platt und müde) und habe stattdessen an meinen Teilen weitergenäht. Ich bin richtig gut vorangekommen und es war schon zu erkenne, dass der Löwe richtig toll wird.
Gestern habe ich dann die weiteren fehlenden Teile genäht und irgendwann fehlte nur noch das rechte Auge. 
Das rechte Auge und die beiden Teile mit dem Bart waren echt die schlimmsten zu nähen. Die Bartteile waren recht groß und unhandlich und alle drei Teile enthielten sehr viele Teile. 
Letztendlich habe ich es dann aber doch geschafft und konnte dann abends beim Fernseh gucken meine Teile zusammennähen.
Ich hatte beim Zusammennähen der großen Teile erst ein bisschen Sorge, ob die Übergänge passen. Zweimal musste ich trennen, da es nicht ganz genau passte. Nachdem das erledigt war, war ich dann auch zufrieden. Nun steht die Frage im Raum, wie ich den Löwen quilten soll. Ich denke, ich werde es so machen, wie die Designerin, füßchenbreit neben der Naht.

Freitag, 22. Mai 2026

Drahtglas

Habt vielen lieben Dank für eure Kommentare, über die dieses Mal nicht nur ich mich, sondern auch Katharina sehr gefreut hat. Ja, das Bild hat sie wirklich schön gemalt und ich liebe diesen Quilt. Eigentlich liebe ich alle meine Quilts, die Gelmerodaquilts ganz besonders, aber mancher liegt mir ein klein wenig mehr am Herzen als die anderen...

Mein Arenaquilt ist auch schon seit einer Weile fertig, aber bisher hat er es noch nicht in den Blog geschafft. Ich habe ihn sehr dicht, ein klein wenig zu dicht, gequiltet. Ich habe mich dabei am Abstand des Nähfußes orientiert, sowohl in den horizontalen als auch in den vertikalen Quiltlinien und so sah mein Quilt am Ende wie eben Drahtglas aus.

Dieses Glas verbind ich mit meiner Kindheit, da wir zu Hause mindestens ein Kellerfenster aus Drahtglas hatten. Ich musste Papa erst einmal fragen, ob das Glas einen bestimmten Namen hat, ich konnte mich nur an die leicht gebliche Farbe und das Karo darin erinnern.

Mein Quilt hing auch schon am Platz, den musste er nun aber schon wieder für den Maiquilt räumen. Ich merke, ich brauche dringend mehr Platz, sowohl zum Hinhängen der Quilts als auch zum Verstauen...

Da das Wetter gerade so wunderschön ist, habe ich meinen Quilt auf dem Balkon fotografiert, ich finde, die Farben leuchten gerade da so richtig toll.

 
Ichh abe den Quilt mit einem unsichtbaren Binding versehen, so stört nichts die Arenaansicht.

Dienstag, 12. Mai 2026

Mein Arenaquilt

Vor ein paar Tagen hatte ich ja erzählt, dass ich im Netz einen tollen Quilt gesehen hatte und mir dafür die Blöcke gezeichnet habe. Am Wochenende nun habe ich die weiteren Blöcke genäht. Beim Ausschneiden der Vorlagen hatte ich tatkräftige Unterstützung von Katharina.

Das Nähen der Blöcke ging relativ schnell. Ich hatte im Vorfeld gemessen, wie groß die Stoffe ungefähr sein müssen, die ich brauche, um die Blöcke zu nähen und so hatte ich mir die vorab zugeschnitten. Das ist für mich beim Nähen auf Papier eigentlich völlig untypisch, da ich da sonst immer eher der Typ "Stoffverschwender" bin. Ich muss aber sagen, dass es so zügiger ging. Es waren ja auch immer die gleichen Teile, die ich brauchte, da ist es zeitsprender, die vorab schon grob zuzuschneiden.

Ich habe immer sieben Blöcke für eine Reihe genäht und wenn die fertig waren, habe ich sie gleich zusammengenäht. Schon bei der ersten Reihe war die Dreidimensionalität gut zu erkennen:

Bei zwei Reihen ist der Effekt schon noch besser zu erkennen. 

Ich habe einen ganzen Nachmittag intensiv genäht und habe alle Blöcke fertig bekommen. Diese habe ich dann zusammengenäht. Die Blöcke sind ja schräg und damit ich nicht so viel Verschnitt habe, habe ich immer zwei Reihen zusammengenäht und diese Zweierreihen dann um einen Block versetzt aneinander genäht. Ob das so richtig war, weiß ich nicht, für mich fühlte es sich richtig an. Oben und unten habe ich mein Top dann noch mit Streifen ergänzt. Und dann war mein Top des Arena-Quilts fertig:
Arenaquilt deshalb, weil ich mich das Aussehen an das Colosseum von Rom erinnert (ich war da zwar noch nie, aber für mich sieht das so aus), es könnte aber auch ein großes Fußballstadium von außen sein und die dunklen Stellen sind die Eingänge zum Innenraum. 
 

Sonntag, 10. Mai 2026

Im Netz gesehen

Ja, ich bin zu viel im Netz unterwegs, ich weiß das. Das Problem ist aber dieser blöde Algorithmus. Ich lese was, lasse eine Reaktion da und bekomme sofort Beiträge zu ähnlichen Themen angezeigt. Oh, das ist interessant, da muss ich mal gucken, hey, die macht tolle Quilts... Naja, die ein oder andere von euch wird es kennen. Und so bekam ich kürzlich auf Instagram die Seite von Sarah Ruiz vorgeschlagen. Und weil ich ein braver Bürger bin, habe ich mir die Seite natürlich angesehen und bin dabei auf ihren "Rise over Run" Quilt gestoßen. 

Der gefiel mir und so habe ich ein wenig auf ihrem Blog und in ihrem Shop gesucht, ob es dazu eine Anleitung gibt. Gab es nicht. Aber den Quilt wollte ich schon gern nähen und so habe ich ihn mir genauer angesehen und habe gesehen, dass er keine Y-Nähte enthält. Auf ihrem Blog habe ich dann gesehen, dass sie den Quilt auf Papier genäht hat. 

Also habe ich mich daran gemacht, und versucht, mir den Block zu zeichnen. Mein erster, nicht wirklich intensiv ausgeführter Versuch in EQ8 scheiterte. Die Blöcke sind nämlich nicht gerade, sondern schräg und das konnte ich nicht zeichnen. Ich hätte mich damit wohl nur mehr beschäftigen müssen, aber dazu fehlte mir die Lust. Ich wollte ja nähen. 😂

Also habe ich es ganz klassisch mit Papier, Lineal und Stift versucht und das funktionierte auch ganz gut. Meine Zeichnung sah tatsächlich wie die Blöcke im Quilt aus (dass ich mal wieder nicht daran gedacht habe, dass ich die Vorlage spiegelverkehrt hätte zeichnen müssen, sage ich jetzt mal nicht). 

Meinen Block habe ich dann auseinander geschnitten, auf Papier geklebt und eine Nahtzugabe herum angezeichnet. Diese Vorlage habe ich dann zweimal kopiert, die Teile ausgeschnitten, wieder auf ein Blatt geklebt, damit ich nicht nur drei kleine Teile auf einem Blatt ausdrucke, und dann so oft ausgedruckt, wie ich sie brauchte. Ja, das wäre sicher auch irgendwie anders gegangen, aber so bin ich auch zum Ziel gekommen.
Hilfreich wäre es gewesen, die Teile gerade untereinander zu legen, so dass ich beim Ausschneiden einfach ein Lineal hätte anlegen und daran lang schneiden können. Daran habe ich da aber nicht gedacht und so musste ich am Ende jedes Teil mit der Schere ausschneiden. 😂

So ein Quilt wirkt, finde ich, am besten mit Unistoffen und so habe ich in den Kona Cotton gesucht. Hier habe ich seit einiger Zeit ein Abo und bekomme jeden Monat 50 cm von fünf farblich passenden Stoffen. Inzwischen habe ich schon eine schöne Auswahl und kann auch mal spontan kleinere Quilts nähen. Diese Stoffe waren meine Wahl, wobei ich noch zwischen geblich und lachs geschwankt habe.
Den lachsfarbenen Stoff habe ich dann aussortiert. Ich denke das war eine gute Wahl. So habe ich dann die ersten Blöcke Probe genäht und schon da war der Effekt einigermaßen zu erkennen:
 
Als ich diese vier Blöckchen genäht hatte, war ich schon ein wenig stolz auf mich, dass es mir gelungen war, die Blöcke zu zeichnen und dass der Effekt auch wirklich so war, wie in dem Quilt, den ich da gesehen hatte.

Donnerstag, 30. April 2026

Kleine weiße Friedenstaube...

...fliege über's Land. Ok, die Noten und die Melodie müsst ihr euch jetzt selber dazu denken. Dieses Lied kam mir sofort in den Kopf, als ich die Anleitung für die Taube mit dem Olivenzweig gesehen hatte. Und ich wusste sofort, dass ich diese Taube für meinen Wechselquilt nähen wollte. 

Angefangen hatte ich mit dem Zweig, denn der war nicht so kleinteilig wie die Taube. Ich hatte von anderen Quilts noch ein paar passende Reststoffe über, die habe ich verwendet. Ich muss aber immer wieder feststellen, dass ich nicht wirklich der Restenäher bin, denn es hat mich schon ganz schön gestresst,  nicht zu wissen, ob meine Stoffe wirklich reichen würden. Um es vorweg zu nehmen: Die Stoffe haben gereicht. 😂

Die Taube zu nähen war dann doch recht aufwändig und zweimal habe ich ein Teil vom Himmel vergessen. Einmal fiel es mir auf und ich musste an der Stelle etwas korrigieren, beim anderen Mal habe ich es nicht gesehen und dort ist die eine Feder etwas höher als die anderen. Aber das ist egal. Meine Taube ist fertig und sie sieht einfach nur süß aus.

Ich finde das Foto mit dem Schatten der Gardine irgendwie schön. Gequiltet habe ich nur den Hintergrund, wobei das wieder ein wenig tricky war, denn es wurden wieder einige Stiche ausgelassen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass Aurifilgarn ist nicht so gut zum freihandquilten auf handgefärbten Stoffen... Ich habe dann ein anderes Garn genommen und dann ging es kurioserweise besser. 

Ich habe dann auch gleich den Quilt am großen Quilt gewechselt. Zunächst fand ich blau und blau nicht so passend, aber inzwischen finde ich es doch ganz gut.

Ich freue mich über meinen kleinen Quilt.  

Gefreut habe ich mich auch vor zwei Tagen, als ich von der Arbeit nach Hause kam und eine Karte von der Kirche in Gelmeroda auf dem Küchentsich gesehen habe. Erst habe ich überlegt, ob mir diese Karte aus irgendeinem Buch oder so gefallen ist. Dann hatte ich kurz überlegt, ob mir jemand aus Weimar geschrieben hat. Aber nein, ganz anders: Eine stille Blogleserin hat mir geschrieben, dass sie meinen Blog gern liest und wegen meiner Schwärmerei, als sie in Thüringen war, in Gelmeroda gewesen ist. Und von diesem Besuch hat sie mir die Karte geschrieben.

Liebe U., habe vielen, lieben Dank für diese tolle Überraschung. Leider kann ich Dir  nicht anders danke sagen, als über meinen Blog, da ich keine Kontaktdaten von Dir habe. 

Dienstag, 21. April 2026

Aprilvogel

Als ich am Sonntag meinen Portraitquilt zum Fotografieren aufgehängt habe, ist mir aufgefallen, dass es der Aprilvogel noch gar nicht in meinen Blog geschafft habe. 😳Dabei ist er genauso niedlich, wie die anderen drei Vögel:

 

So ist der Schriftzug April ganz gut zu erkennen, wenn der kleine Quilt aber an dem großen Quilt hängt, ist der Schriftzug ein wenig dunkel. 

Ich bin schon sehr auf den Maivogel gespannt. Den werde ich dann hoffentlich auch zeitnah im Blog zeigen.

Sonntag, 19. April 2026

Geschafft!

Ja, mein Portrait ist fertig und hey, es gefällt mir gut. Sicher könnte ich das ein oder andere Detail besser oder anders gestaltet haben... Aber mein Quilt ist fertig und ich blicke mir entgegen. Ich habe mich an Reginas Rat gehalten und nur sehr sparsam gequiltet. Ob sich das als praktisch erweist, werde ich sehen.

Ich habe auf meinem Top die Details, die ich im Gesicht quilten wollte, aufgezeichnet. Dazu habe ichm ich an meinem Ausdruck orientiert. Anschließend habe ich mein Top mit Vlies und Rückseite gedoppelt, gut geheftet und sicherheitshalber noch einmal gebügelt. Ähm ja, mein Top war dann wirklich schön glatt, allerdings waren dann auch meine aufgezeichneten Linien weg, denn ich hatte mit einem Frixion-Stift vorgezeichnet. Blöd. 

Ganz schwach waren meine Linien noch zu sehen, so konnte ich die Linien noch einmal nachzeichnen, so dass ich mich daran beim quilten orientieren konnte.

Ich habe zunächst das Gesicht umrandet, um es auf den Haaren zu fixieren. Die Haare habe ich - im Gegensatz zum Gesicht - recht intensiv gequiltet, um damit die Locken darzustellen. Ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen.

Die aufgezeichneten Falten habe ich dann gequiltet, um die Augen herum und die Grübchen am Mund. Irgendwie sah mein Quilt aber seltsam aus. Ich musste eine Weile darauf gucken und dann fiel es mir auf, dass das linke Auge nicht gut geworden ist. Das Auge selber ist von der Form her anders als das rechte (das ist auch in natura so) und hängt im Augenwinkel ein wenig nach unten. Beim Quilten habe ich dann aber noch einen "draufgesetzt" und das Auge blöd dargestellt:

Seht ihr es? Das Augte sitzt schief im Gesicht und so habe ich mühevoll die Quiltstiche wieder aufgetrennt und das Auge innen anders dargestellt. So gefällt es mir nun besser. 

Ja, so sah es besser aus. Blieben nur noch die "Falten" am rechten Brillenbügel. Die passen da so gar nicht hin. Auch die habe ich getrennt. Ein paar kleine Löcher sind noch zu sehen, aber es eiht besser aus. Da ich Ohrringe trage, habe ich dem Quilt tatsächlich einen Ohrring verpasst. So sieht es irgendwie realistischer aus. Das Portrait ist wohl nich nicht perfekt und je länger ich es ansehe, umso mehr fällt mir auf, was ich anders hätte machen können. Aber ich bin stolz auf mich, dass ich es überhaupt gewagt und nicht aufgegeben habe. Der Quilt gefällt mir und wird dann ab Juli in der Ausstellung hängen, denn dafür habe ich ihn gemacht.

Samstag, 18. April 2026

Sie hatte recht!

Hier hatte ich ja von meiner Idee berichtet, einen Portraitquilt von mir für die Ausstellung zu arbeiten. Ich hatte versucht, das Bild ziemlich genau an den Konturen nachzuzeichnen. Allerdings stellte mich das dann beim Ausschneiden der Schablonen und Stoffe vor gewisse Schwierigkeiten. So filigran kann ich nicht schneiden. Ich hatte mir dann Steam-a-seam bestellt, aber so richtig habe ich zu dem Projekt keinen Zugang gefunden.

Ich musste mein Bild ja spiegelverkehrt ausdrucken, damit es dann auf dem Stoff richtig herum appliziert werden kann. Und da hatte ich dann auch schon wieder mein erstes Problem: Seitdem wir den anderen Drucker haben, schaffe ich es irgendwie nicht, Bilder spiegelverkehrt herum auszudrucken. Ich meine, bei dem alten Drucker konnte ich das im Druckmenü einstellen. Für den neuen Drucker gibt es kein so richiges Druckmenü - oder ich habe es noch nicht gefunden. Heute beim Mittag war ich dann soweit, das Projekt ad acta zu legen.

Aber, es kam eine gehörige Portion Motivation von Katharina:

Danach konnte ich ja nun gar nicht aufhören. Also habe ich als erstes mein Bild noch einmal nachgezeichnet, dieses Mal habe ich die Ränder ein wenig vereinfacht. 

Diese Zeichnung hatte ich dann eingescannt, mit einem Bildprogramm gespiegelt und dann wieder ausgedruckt. Warum auch immer, aber der Drucker hat das Bild vergrößert. Ich weiß nicht warum das so passiert ist, aber in der Größe hat mir das Bild irgendwie nicht mehr gefallen. Gefühlt war es riesig. Ich habe es dann noch ein paar Mal versucht, aber es wurde immer wieder zu groß. Ich habe dann überlegt, ob ich das Vlies vielleicht auch auf der anderen Seite bedrucken konnte, dann muss ich das Bild nicht erst spiegel. Das ging auch, allerdings war dann kaum noch was zu sehen. Diesen Ausdruck habe ich dann aber doch als Grundlage genommen. Zuerst habe ich die schwachen Linien versucht auszuschneiden, dann habe ich den Ausdruck auf meinen Leuchtkasten gelegt und die Linien dann noch einmal nachgezeichnet.
 
Das war dann eine gute Grundlage mit der ich arbeiten konnte. Zunächst habe ich das Gesicht aus dem mittelgrauen Stoff gearbeitet, darauf habe ich dann zunächst die größeren Teile aufgelegt. Gut war der Hinweis von Regina, dass ich die Teile erst dann aufbügeln soll, wenn alle perfekt liegen, da das Vlies auch ein wenig haftet. Dieser Hinweis war gut, denn so konnte ich ein wenig probieren, bis alles stimmig aussah. Erstaunlich finde ich, dass selbst mit ein paar Teilen schon das Gesicht gut zu erkennen war.
Erkenne nur ich mich oder sehen andere das vielleicht auch schon? Etwas schwierig war die Brille, denn die ist eigentlich schon sehr schmal. So schmal konnte ich die nicht arbeiten, daher habe ich die Brille ein wenig dicker gearbeitet.
 
Nachdem ich dann soweit alles ausgeschnitten und arrangiert hatte, habe ich aus dunklem Stoff die Haare und den Arm garbeitet und am Ende alles festgebügelt. Auf dem Foto fehlen noch die hellen Ecken in den Augen, so sieht das Bild noch ein wenig trüb aus. 
Tja und was soll ich sagen? Da hänge ich nun am Schrank... 😉Ich bin ein wenig stolz darauf, dass ich es wirklich geschafft habe und ja, Katharina hatte recht! Ich schaffe das!
 
Ich werde beim Quilte dann noch ein paar kleine Feinheiten einarbeiten, insbesondere die Pupillen, denn die fehlen hier noch. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das wirklich schaffe, ich war zwischendurch schon ganz schön verzweifelt und wollte eigentlich aufgeben. Hier kann ich guten Gewissens ein Kreuz im Bingo bei "Von ach du Schreck zu wow" setzen, denn das beschreibt es zu einhundert Prozent! Von ach du Schreck zu wow! Und so verlinke ich meinen Beitrag bei Antetanni beim Bingo.
Ich zeige noch einmal alle drei Bilder nebeneinander: