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Samstag, 17. August 2024

Hoffentlich habe ich mich nicht überschätzt!

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinen letzten Beiträgen, ich habe mich, wie immer, sehr darüber gefreut. 

So gaaaanz langsam wird mein bestandenes Fernstudium real, mein Zeugnis lag ja noch eine ganze Woche auf dem Wohnzimmertisch, am Donnerstag habe ich es dann doch weggeheftet. Ich habe mich täglich davon überzeugt, dass die Noten nicht verschwunden sind, sie sind geblieben und sie machen mich stolz. Stolz auf das, was ich geleistet habe, was ich erreicht habe! Auch mein Chef hat sich über den Abschluss gefreut, ich habe einen tollen Blumenstrauß bekommen und er hat für uns alle ein Mittagessen spendiert. Viele aus dem Kurs haben gesagt, dass sie nach dem Abschluss mit ihrem Arbeitgeber über eine Gehaltserhöhung sprechen werden. Mir ist für mich selbst so etwas immer unangenehm. Ich habe es in meinem vorherigen Büro nie gelernt, mich auch für mich einzusetzen und so habe ich dieses Gespräch einfach mal vor mir hergeschoben. Das war eine gute Entscheidung, denn mein Chef kam von sich aus auf mich zu und hat das Gespräch mit mir geführt und mir eine Gehaltserhöhung angeboten. Ich habe mich so sehr darüber gefreut. Aus meinem alten Büro kenne ich so etwas nicht, auch nicht die Anerkennung für etwas Geleistetes.

Da liegt es nun in meinem Ordner "Viola Arbeit". Wenn ich das Foto so sehe, kommt Wehmut bei mir auf, weil diese Zeit nun schon wieder vorbei ist, auch wenn es eine arbeits- und teilweise entbehrungsreiche Zeit war, war es doch auch eine sehr schöne Zeit, insbesondere die Zeit der Präsenzphasen. Das war meine ganz besondere Auszeit in diesen zwei Jahren, wie habe ich diese Wochen genossen. War ich in der allerersten Präsenzphase noch nicht ganz so mutig, wurde es immer besser und ich habe sowohl Leipzig als auch Hamburg so sehr erkundet und lieben gelernt. Bei Hamburg war es Liebe auf den ersten Blick, bei Leipzig dagegen hat sich die Liebe entwickelt. In der zweiten Präsenzphase hatte ich mir ja Handarbeit mitgenommen, weil ich dachte, dass ich ja eigentlich alles Wichtige gesehen habe. Naja und dann habe ich meine Peterskirche entdeckt und so fingen eigentlich meine intensiven Entdeckungsspaziergänge an.

Aber eigentlich wollte ich ja was ganz anderes erzählen, nun bin ich schon wieder vom Thema abgekommen.

Mich hat mal wieder ein Projekt gefunden. Auf Instagram folge ich einer Quilterin, die unheimlich toll von Hand appliziert und die, meiner Meinung nach, ihren ganz eigenen Stil hat. Ihre Quilts haben einen hohen Wiedererkennungswert. Ich hatte auf Insta habe ich ein paar Videos ihres neuen Quilts Sleeping Fairies gesehen und mich ganz spontan in den Quilt verliebt. Als ich dann gelesen hatte, dass die Anleitung nun zu kaufen ist, habe ich mir die natürlich gleich gekauft und schon kurze Zeit später war der Brief dann da:
Mir hatten ganz besonders die beiden Frauen links und rechts am Rand gefallen, deswegen hatte ich mich so spontan verliebt. Zuerst hatte ich überlegt, für den Quilt japanische Webstoffe zu verwenden (vielleicht wede ich auch welche davon mit verarbeiten), aber dann fielen mir wieder Stoffe ein, die ich bei QuiltCabin gesehen habe und die mir auch sehr gut gefallen. Naja und so kam dann eines zum anderen. ich fand, ich konnte mich für das gute Zeugnis belohnen und habe mir die Stoffe bestellt. Das sind ganz besondere Stoffe, sehr weich und die Farben sind so schön gedeckt. Ich finde, die Stoffe absolut passend für den Quilt.

Manchmal, ich denke, wenn der Rechnungsbetrag eine bestimmte Summe übersteigt, kommen die Stoffe im genähten Stoffbeutel. Das finde ich eine total tolle Idee. Mein erster Stoffbeutel, den ich von diesem Shop bekomme habe, hat mich zur mündlichen Prüfung begleitet, denn da passten der Habersack und der Ergänzungsband perfekt rein:

Und noch einmal die schönen Stoffe ohne Beutel. Noch kann man nicht ganz so viel erkennen, wenn ich dann anfange, zeige ich die Stoffe noch einmal separat. Es sind nämlich so kleine Kreuzchen eingewebt. Mir kribbelt es ja schon sehr in den Fingern, mit dem Projekt anzufangen, ich habe aber auch ein wenig (große) Sorge, dass ich mich damit übernommen habe, denn wenn ich von Hand appliziere, dann entweder mit Wollfilz oder offenkantig mit Flanell. Bei diesem Projekt ist das wegen der Feinheiten nicht möglich, da muss ich die Stoffe schon richtig applizieren. Das ist jetzt falsch ausgedrückt, Applizieren mit Flanell oder Wollfilz ist auch richtiges applizieren (falsch gibt es ja eh nicht), aber ich muss eben eine Nahtzugabe umschlagen. Na, mal sehen. Wenn ich Motivation von euch brauche, würde ich mal ganz laut danach rufen. 😂😉