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Mittwoch, 3. Januar 2024

Starry Night

Meine Starry Night-Quilt hatte ich ja schon irgendwann Ende des letzten Jahres begonnen zu quilten. Zunächst hatte ich ihn mit dem Rahmen gequiltet, immer mal ein bisschen, wann es eben meine Zeit zuließ. Als es dann immer weiter auf Weihnachten zuging, hat Steffen mir zum Ziel gesetzt, dass der Quilt fertig werden soll, schließlich bräuchten wir Platz für den Weihnachtsbaum. Manchmal kann er aber auch ganz schön bieder sein. 😂 Und wenn er sich was in den Kopf gesetzt hat, kann er auch ganz schön hartnäckig sein. Wobei, wenn ich ganz ehrlich sein soll, war der Druck gar nicht so schlecht, sonst wäre mein Quilt wohl immer noch nicht fertig.

In der Adventszeit war es oftmals so, dass ich morgens sehr zeitig wach war und da die Maschine im Wohnzimmer stand, konnte ich - ohne den Rest beim Schlafen zu stören - quilten. Ich musste den Quilt öfter mal vor mich auf die Erde legen, da es mir echt schwerfiel, aus der Nähe beim Quilten Details zu erkenne, insbesondere mit den Häusern im unteren Bereich habe ich sehr gehadert. 

Wusste ich zunächst nicht so recht, wie ich quilten sollte, habe ich mich dann immer mehr am Gemälde orientiert und versuchte, den Stil ein bisschen in meinen Quilt zu transportieren. Ich denke, das ist mir stellenweise ganz gut gelungen.

Ich saß manchmal wirklich mit dem Handy an der Nähmaschine und habe beim Quilten auf's Handy geguckt, wie es im Original dargestellt ist. Verrückt, aber es hat Spaß gemacht.

Und noch bevor meine Familie wach geworden ist, war ich dann eines Sonntagmorgens mit meinem Quilt fertig. Ihr glaubt ja gar nicht, wie glücklich ich da war. Das war ein wundervolles Gefühl.
 
Das Binding habe ich in blautönen gemacht und dabei versucht, die Farben ein wenig dem Bild anzupassen.

Auf dem Foto kann man auch ganz gut die Struktur des Quiltens erkennen. Einzig im unteren Bereich, in dem die Häuser sind, habe ich nur innerhalb der Naht gequiltet, um die Häuser damit zu umranden und ein wenig deutlicher hervortreten zu lassen. Der Rest des Quilts ist ganz dicht in verschiedene Richtungen gequiltet. Letztendlich ist es genauso geworden, wie ich es mir vorgestellt habe, obwohl ich zwischenzeitlich daran arg gezweifelt habe.

Ich bin total happy mit meinem Quilt und er hat gleich einen schönen Platz bekommen:

Wenn ich am Tisch oder auf dem Sofa sitze, kann ich meinen Quilt sehen und mich daran freuen.

Samstag, 2. Dezember 2023

Starry Night - Update

Nun ist sie also da, die Adventszeit. Eine Zeit, die besinnlich sein und auf Weihnachten einstimmen soll. Manchmal gelingt das mehr und manchmal weniger. Wir haben in der Adventszeit immer unsere Hallenturniere, eine Zeit, die ich mag und auch wieder nicht. Allerdings ist es in diesem Jahr noch so, dass ich nur an den Futsal-Turnieren teilnehme, da habe ich im Dezember einen Tag, einen im Januar und einen im Februar. Noch steht das Fernstudium im Vordergrund. In meinem Blog habe ich wieder meinen virtuellen Adventskalender gestartet, vielleicht gefällt er dem ein oder anderen von euch. Ich freue mich jeden morgen, wenn die Tütchen mit den AMC, die ich bekommen habe, öffnen kann.

Aber eigentlich wollte ich ja von meinem Starry Night berichten. So wirklich gut voran gekommen bin ich noch nicht, das liegt aber nun an meiner fehlenden Zeit. Meine kleine Janome habe ich zur Wartung/Reparatur eingeschickt und die große quiltet nun anstandslos. Allein, mir fehlt die Zeit, um zu quilten.

Zwischendurch habe ich immer mal wieder ein klein wenig an dem Quilt garbeitet, die Pinie ist nun gequiltet, heute habe ich einige der kleinen Sterne gequiltet und bin mutig gewesen und habe mit dem gelben Garn der Sterne im Himmelbereich weitergequiltet. Ich finde, das gelb macht sich im Himmelbereich echt gut...

Mal sehen, wann ich das nächste Mal daran weiter arbeiten kann, morgen bin ich erst einmal zum Hallenturnier und dann fängt ja schon wieder die neue Arbeitswoche an. Warum ist das Wochenende eigentlich immer kürzer als die Arbeitwoche.

Sonntag, 12. November 2023

Starry Night - quilten

Es freut mich, dass mein Starry Night-Top bei euch so gut ankommt. Das Nähen des Tops war ja eine Herausforderung durch die vielen und teilweise auch kleinen Teile. Aber das Quilten hat mir noch größere Kopfzerbrechen bereitet. Immer wieder habe ich mir Gedanken darüber gemacht, oftmals habe ich überlegt, ob ich das Top zum Quilten weggeben sollte. Aus Kostengründen (😉🙈) habe ich mich dann dagegen entschieden und vielleicht ist das ja auch mal eine Möglichkeit, den Quiltrahmen mal wieder zu benutzen.

Also haben wir ein wenig "umgeräumt" und den Hometrainer auf den Boden und den Quiltrahmen vom Boden geholt. Wie auch bei den letzten Malen habe ich beim Zusammenbau wieder ein wenig gehadert, irgendwie ist das immer wieder schwierig, aber irgendwann war dann der Rahmen zusammengebaut und ich konnte anfangen, das Top zu quilten.

Ich hatte schon immer wieder im Netz nach Anregungen gesucht und dann kan mir die Idee, den Quilt in Anlehnung an das Gemälde von van Gogh zu quilten. Er hat das Bild ja irgendwie mit Strichen gemalt, das gefiel mir gut und so versuche ich nun, meinen Quilt in dem Stil zu quilten.

Zunächst habe ich mich nicht wirklich getraut, mit dem Quilten anzufangen, aber ich habe dann einfach irgendwann begonnen. Einfach war es nicht, denn mir ist der Faden gerissen, die Spulenkapselhat sich verhakt, die Nadel ist gebrochen... Irgendwie stand es bisher unter keinem guten Stern. Zum Glück hatte ich noch eine Spulenkapsel, so dass ich mit der kleinen Janome weiterquilten konnte. Allerdings hatte ich erneut das Problem, dass die Spulenkapsel "gesprungen" ist und sich total verklemmt hat. Am Ende hatte ich dann zwei geschrottete Spulenkapsel und die Metallhalterung, in der die Spulenkapsel sitzt, hat nun einen Grat. Also werde ich mich morgend dann telefonischt mit dem Nähpark in Verbindung setzen und meine Nähmaschine einsenden. Es muss ja einen Grund haben, dass es nicht funktoniert hat.

Mmh...? Und nun? Aufhören oder doch die große Janome versuchen. Icch meine, ich hatte die schon einmal in dem Rahmen gehabt, war dann aber der Meinung, dass diese für den Schlitten zu schwer ist. Aber es blieb mir ja eigentlich nichts anderes übrig, als es zu versuchen. 


Eigentlich quiltet es sich mit der großen Janome gar nicht schlecht, der Durchlass von 34 cm ist schon enorm (die andere hat einen Durchlass von - ich meine - 28 cm). Vielleicht war das mit der kleinen Janome ein Zeichen? Ich überlege ja immer mal wieder, irgendwann mal - in ferner Zukunft - eine Quiltmaschine zu kaufen. Ich habe mich damit immer mal wieder flüchtig beschäftigt, ja, das wäre schon schön. Allerdings habe ich gelesen, dass die, die in Frage kämen, ja nur 2 cm mehr Duchlass hat, als meine Nähmaschine. Das war mir so gar nicht bewusst und für 2 cm mehr so viel Geld? Nö, eigentlich nicht. Vielleicht sollte die kleine Nähmaschine den Geist aufgeben, so dass ich mit der großen quilten und feststellen muss, dass die ja wirklich auf den Rahmen passt und ich eigentlich gar keine anderen Maschine brauche. Ok, Mission erfüllt!

Nun muss ich nur mit dem Quilten weiter voran kommen. Heute stockte es trotzdem irgendwie. Nachdem ich in der Mitte einen Wirbel fast fertig hatte, habe ich dann die Zypresse quilten wollen. Allerdings war der helle Unterfaden auf der Oberseite zu sehen. Also habe ich das alles wieder aufgetrennt... ...und dann Feierabend gemacht. Heute werde ich mit meinem Starry Night also nicht weitermachen. Die Arbeit daran ruht nun erst einmal bis zum Wochenende. Dann kann ich mir auch überlegen, wie ich weiterquilten möchte.

Donnerstag, 9. November 2023

16/16

Ich freue mich, dass euch meine beiden Beiträge über Frankfurt und Feiniger gut gefallen haben, so dass vielleicht der ein oder andere doch überlegt, sich die Ausstellung anzusehen. Für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt, die Ausstellung zu besuchen und ich würde es immer wieder machen. Gut, nun muss ich aber auch sagen, dass wir von Göttingen eine super Verbindung nach Frankfurt hatten und dass mit dem Zug auch alles geklappt hat, wir hatten keine Verspätung, mussten nicht warten, Züge sind nicht komplett ausgefallen. Das hat sicher auch alles dazu beigetragen, dass es ein so schöner Tag war.

Nach Frankfurt war ich erst einmal drei Tage ausgeknockt, ich habe ja schon lange eine Erkältung mit mir rumgeschleppt und ich bin Mittwoch auch brav zur Arbeit gefahren, nur hat mich meine Kollegin gar nicht bis in mein Büro gelassen, sie hat ein Machtwort gesprochen und mich sofort wieder nach Hause geschickt (zum Glück). Bis Freitag Mittag habe ich dann Couching gemacht und dann ging es steil bergauf und seit Sonnabend war ich dann - bis auf Schnupfen - wieder fit. Das hat mich dann auch dazu bewogen, die restlichen Blöcke für meinen Starry Night zu nähen. 

Am Montag vor dem Feiertag hatte ich Brückentag und auch da sind weitere Blöcke entstanden, nämlich diese hier:

12/16

13/16

Diese beiden Blöcke komplettieren die dritte Reihe.


14/16

Dieser Block war wirklich eine Herausforderung, er bestand aus insgesamt 28 (!) Einzelteilen und manche Übergänge passen nicht ganz genau, aber ich habe geguckt, dass sie meistens passen, ein wenig "beweglicher" wird der Block/Quilt ja noch, wenn dann das Papier weg ist und ich denke, durch das Quilten (wie???) ergibt sich auch noch mal einiges. In dem oberen Bild sehen die Übergänge an der Turmspitze echt schlimm aus, in natura und wenn der Block dann im Quilt mit sitzt, ist es nicht mehr so extrem zu sehen. Ich denke, das kann ich ganz gut durch das Quilten ausgleichen.

So hatte ich zum Sonnabend nur noch zwei Lücken in meinem Quiltbild.

Die beiden Blöcke in der unteren Reihe waren die aufwändigsten im ganzen Quilt, einer hatte 24, der andere 28 Einzelteile. Betrachtet man die Blöcke einzeln, ist nicht wirklich vie zu erkennen, sitzen sie aber im Quilttop ist die Landschaft wunderbar zu erkennen. Die letzten beiden Blöcke waren dann wieder einfacher, da sie aus weniger und auch größeren Teilen bestanden. Zunächst habe ich D3 genäht.

15/16

Die Farben sind ein wenig verfälscht durch den Blitz, im Gesamtfoto kann man sie besser erkennen. Da ich in regelmäßigen Abständen die Stoffe, die nicht mehr verwendet werden, beiseite gelegt hatte, ging es, je mehr Blöcke genäht waren, mit dem Hin- und Herräumen schneller. So habe ich Sonnabend nur den einen Block genäht und alles für Sonntag beiseite gelegt.

Sonntag habe ich dann zeitiger begonnen und mich an den letzten Block gemacht: 14 Teil mit 28 Stoffen. Solche Zahlenspielerein liebe ich ja.

 

Ein Teil war dabei, bei welchem der Stoff "ZZ" zu verwenden war, das hätte ich gern ganz zum Schluss genäht und ZZ als allerletzten Stoff. Das ging leider nicht, da ZZ als erstes zu nehmen war. ;-) Aber eigentlich ist es ja auch egal, welcher Stoff der letzte ist.

16/16

Es ist geschafft! Alle Blöcke sind genäht!

Dann musste ich die restlichen Blöcke nur noch zusammennähen und mein Top anschließend zusammensetzen. Und so sieht es nun aus:

Ich finde, das sieht wunderschön aus und ich bin ein klein wenig stolz auf mich, dass ich es doch so gut hinbekommen habe. Auch die Rückseite sieht klasse aus, zeigt mir aber gleichzeitig auch, dass da mit dem Papier rauszupfen noch eine Menge Arbeit vor mir liegt.
Insgesamt besteht das Quilttop aus 104 unterschiedlichen Kona Cottonstoffen und 960 Einzelteilen. Wahnsinn. Zunächst hatte ich überlegt, ob der Quilt nur aus Unistoffen nicht langweilig aussehen würde und es vielleicht schöner gewesen wäre, Batiks zu verwenden oder eventuell falsche Unis. Inzwischen finde ich aber, dass Batiks viel zu unruhig gewesen wären, die Unistoffe in den viele Farbabstufungen geben dem Quilt genau die Lebendigkeit, aber auch wieder Ruhe, die solche ein kleinteiliges Bild braucht.

Mal schauen, wann ich daran weiter arbeiten kann. Eigentlich wollte ich ab November ja wieder intensiv für das Fernstudium arbeiten, aber momentan sind auf Arbeit ganz viele krank und so bleibt nach der Arbeit irgendwie keine Kraft mehr dafür. Vielleicht mache ich am Wochenende ein wenig was und zur Belohnung/Entspannung arbeite ich dann ein wenig an meinem Quilttop.

Sonntag, 29. Oktober 2023

Unterschlagen

Beim Scrollen durch meinen Blog habe ich gerade festgestellt, dass ich die anderen fertigen Blöcke des Starry Night-Quilt unterschlagen habe. Daher zeige ich diese hier jetzt ohne großen Text dazu, den habe ich ja schon hier geschrieben.

5/16

6/16

7/16

8/16

Reihe zwei

Reihe eins und zwei

11/16

In den letzten beiden Tage habe ich wieder recht intensiv an meinen Blöcken für den Starry Night-Quilt genäht. Naja, mehr oder weniger, denn gestern war ich eher nicht so produktiv, sondern habe mich mittags sogar mal hingelegt. Aber hey, das muss auch mal sein und es tat mir gut. ;-)

So ist gestern "nur" ein Block entstanden. Eigentlich lohnt es sich nicht wirklich, dafür die Stoffen hinzuräumen, aber was soll's. Inzwischen bin ich in der dritten Reihe angefangen und ich habe wieder der "Reihe nach" genäht.

Leider sind mir die rot eingekreisten Stellen erst aufgefallen, als der Block fertig war und so habe ich mal wieder getrennt. Ganz hundertprozentig passend habe ich ich es nicht hinbekommen, aber der Block ist akzeptabel.

9/16

In der vierten und letzten Reihe sind zwei Blöcke, die aus unheimlich vielen Einzelteilen bestehen. Damit diese Blöcke nicht ganz zum Schluss bleiben, habe ich dann entschieden, aus der vierten Reihe schon einen Block zu nähen. Zunächst einmal musste ich die Vorlage wieder kopieren und ausschneiden: 24 (!) Einzelteile. 

Eigentlich hatte ich gedacht, heute damit gut voran zu kommen, schließlich hat der Tag ja eine Stunde mehr. Allerdings konnte ich diese nicht wirklich gut nutzen, denn dadurch, dass Johannes wieder bei uns eingezogen ist und auch ein bisschen Raum für sich braucht, haben wir im Wohnhzimmer einen Schreibtisch für ihn hingestellt. Dafür mussten wir ein wenig umräumen und meine kleine Wohnzimmernähmaschine musste weichen. Tja, und so konnte ich heute früh, obwohl ich seit viertel sechs wach war, die geschenkte Stunde nicht wirklich nutzen. :-( Also habe ich mich wieder durch die Mediathek geklickt und gewartet, dass mal irgendwer aufsteht.

Nach dem Frühstück habe ich dann mit meinem kleinteiligen Block begonnen. Ich finde, die Teile mit kleineren zu benähenden Teilen sind einfacher zu nähen, dabei muss ich weniger trennen, als wenn die Teile größer sind, aber es nahm heute überhaupt kein Ende...

Habe ich es bisher so gemacht, dass ich die Einzelteile erst dann zurecht geschnitten habe, als ich alle benäht hatte, habe ich es bei diesem Block so geamcht, dass ich getrimmt habe, wenn ich zehn Einzelteile fertig hatte. 

Auch diesen Block habe ich vor dem Zusammennähen erst einmal ausgelegt, ich finde, dann habe ich eine bessere Übersicht über die einzelnen Teile.

Da lag noch einmal eine Menge Arbeit vor mir, aber nach gut 4 Stunden war dann dieser Block geschafft:

Und ich finde, die Mühe hat sich gelohnt, denn der Block ist schön geworden und die Übergänge passen gut.

10/16

So ganz genau kann man nicht erkennen, was der Block darstellt, anders sieht es aber aus, wenn ich den Block an die bisherigen lege:

Noch einen weiteren Block habe ich heute genäht, denn nur für einen Block ist das Stoffe rausräumen zu viel Aufwand. Dieser Block war wieder aus der dritten Reihe und bestand nur aus zehn Einzelteilen. Logisch, dass ich damit um einiges schneller fertig werde. Aber bei diesem Block musste ich leider häufiger trennen als bei dem vorigen. Denn die zu benähenden Teile waren wieder größer und oftmals habe ich den Stoff zu knapp angelegt, so dass entweder die Nahtzugabe zu knapp war oder der Stoff gar nicht gereicht hatte. Ich weiß gar nicht, wie oft ich getrennt und neu angelegt habe. Aber auch dieser Block war dann irgendwann fertig und nun fehlen mir nur noch fünf.

11/16

In der Übersicht kann man wieder besser sehen, wie sich der Block in's Gesamtbild einfügt:

Morgen werde ich dann erst einmal in der dritten Reihe weiternähen und dann mal sehen, wie weit ich komme, vielleicht schaffe ich dann doch noch den ein oder anderen Block aus der vierten Reihe. Schön, dass ich morgen Brückentag habe, wir haben am Dienstag ja einen Feiertag. Den werde ich allerdings nicht an der Nähmaschine, sondern auf dem Weg und dann in Frankfurt verbringen. Ich habe kürzlich gelesen, dass in der Kunsthalle Schirn eine große Feininger-Ausstellung stattfinden. Diese wollen wir uns anschauen. Ich freue mich darauf schon sehr, denn in der Ausstellung wird das Gemälde hängen (also nicht nur, sondern auch), nach welchem ich meine Gelmerodaquilts nähe!!! 😍😍😍

Donnerstag, 26. Oktober 2023

Mein ganz eigenes Probenähen

Vielen Dank für eurer Interesse an meinem neuen Projekt. Im Moment ruht die Arbeit daran, dann es ist einfach zu aufwändig, die Stoffe immer rein- und rauszuräumen. Wenn ich mir die viele Arbeit mache, muss es sich auch lohnen, so dass ich wenigstens mehr als einen Block nähen kann. Dies ist aber abends nach der Arbeit nicht möglich. Zum Glück liegt aber bald ein langes Wochenende mit einem Brückentag vor mir, so dass ich denke, dass ich am Wochenende ein Stück mit meinem Starry Night Quilt weiterkomme.

Bevor ich mit dem Starry Night angefangen habe, habe ich mein Schnitt für meine kleinen Gelmeroda-Quilts verfeinert. Marion hatte mich darauf hingewiesen, dass ich bestimmt seitlich die Nahtzugabe vergessen habe, denn wenn die ersten beiden Quilts dann ein Binding bekommen werden, werden die Spitzen des Dachs in der Nahtzugabe verschwinen. Ups. Da musste ich noch einmal nacharbeiten.

Ich habe zunächst meine Vorlage überarbeitet und das Dach nicht mehr an den Enden des Quilts enden lassen.Gleichzeitig habe ich noch einen Schatten eingezeichnet, so dass das Dach einen 3D-Effekt erhält. In der Vorlage ist der Effekt noch nicht wirklich zu sehen, im fertigen Quilt dann aber doch. Anschließend habe ich die Änderungen in meine Originalvorlage übertragen.

Dann habe ich meinen Schnitt wieder in Sektionen unterteilt und geschaut, wie es sich gut auf Papier nähen lasst. Dabei fiel mir dann auch wieder ein, warum das Dach an der einen Seite bis zur Binding ging: Weil ich die Linie verlängert hatte, auf der ich den Schnitt beim ersten Versuch unterteilt hatte. Ich hatte am Dach geteilt und weil es sich so besser händeln liess, das Dach bis zur Seite verlängert. 

Nun musste ich erst einmal gucken, ob sich der Schnitt so gut nähen lässt.

Für diesen Versuch habe ich mich für Grüntöne (passend zum Mai?) entschieden.

Das Nähen war gar nicht so einfach, zum einen hat das Dach nicht ganz genau mit dem Turm zusammengepasst, ein Teil war zu groß...

...zum anderen passten die Übergängen an den schrägen Teilen nicht wirklich und ich musste sehr viel trennen.

Auch wenn ich viel trennen musste und der Weg kein einfacher war, ist das Top trotzdem sehr schön geworden.

Da aber auch dieses Top noch nicht fehlerfrei ist und es beim Nähen die ein oder andere Schwierigkeit gab, musste ich mein Schnitt noch weiter überarbeiten und testen. Davon berichte ich beim nächsten Post.

Samstag, 21. Oktober 2023

Starry Night 4/16

Ich freue mich, dass ich einigen von euch helfen konnte, so dass das Kommentieren auf den Blogs wieder möglich ist. Also war es offenbar irgendein Update oder was auch immer, was diese Einstellung verändert hat und ich dachte seinerzeit, dass es mit unserem neuen Laptop zusammenhängt. Dass auch andere dieses Problem haben, war mir da ja nicht bewusst.

Ich habe in dieser Woche Urlaub und inzwischen bin ich darüber sehr froh und dankbar, dass ich diese Woche habe. Zum einen konnte ich mich so doch ein wenig erholen und abschalten. Hey, ich habe diese Woche sogar mal ein wenig länger schlafen können, es sei denn, ich musste wollte nach Aschersleben zum Zoll. Da war ich ja schon Jahre nicht mehr. Früher, als ich mit Katharina in Elternzeit war, war ich da öfter.

Ende August hatte ich Werbung für eine Vorbestellung eines Quiltkits bekommen, Versand sollte ab dem 9. Oktober sein. Mmh, eigentlich habe ich genug Projekte und Stoffe und Ideen, als ich das Schlafzimmer sortiert habe, habe ich so viele Kits gefunden, dass ich die nächsten Jahre gut versorgt bin. Das war aber erst kürzlich, ich meine, Anfang Oktober und so konnte ich das Ende August natürlich noch nicht wissen und - habe geklickt.

Durch die Einsendearbeit ist die Bestellung in meinem Kopf gedanklich wieder ganz weit nach hinten gerutscht, bis ich dann eine Versandmitteilung bekommen habe. Ich habe dann immer mal wieder geschaut, wo sich mein Paket gerade befindet und irgendwann stand dort, dass es in Deutschland angekommen sei. Katharina brachte dann Mittwoch einen, nein zwei Briefe der Post mit hoch. Über beide habe ich mich irrsinnig gefreut. Der erste war der mit dem Rückschein, das bedeutet, dass meine Einsendearbeit angekommen ist (nun heißt es hoffen, dass sie gut geworden ist und ich sie bestanden habe, das werde ich aber erst Ende November erfahren) und der andere Brief war die Mitteilung, dass mein Paket beim Zoll liegt. Da passt es doch, dass ich gerade Urlaub habe.

Mittwoch Abend habe ich mich dann durch die Internetzollanmeldung gekämpft und Donnerstag sind wir ganz zeitig aufgestanden, haben Johannes zur Arbeit gefahren und sind dann weiter gefahren nach Aschersleben zum Zoll. Der Zoll ist inzwischen in ein sehr schönes, neues Gebäude umgezogen, ich kannte noch das alte Gebäude, welches wohl noch von DDR-Zeiten war. Das neue Gebäude ist hell und freundlich.

Ich hatte in der Zollanmeldung die falsche Warengruppennummer angegeben, damit habe ich wohl am längsten gekämpft, aber der Zöllner hat dann die richtige rausgesucht. Und nachdem ich dann bezahlt hatte, konnte ich dann mein Paket in Empfang nehmen. 😍Hach, ich habe mich so sehr darüber gefreut. Und der Zöllner hat uns dann noch viel Spaß beim Basteln gewünscht (da musste ich glatt wieder an den Quiltrahmen denken, den ich mal beim Zoll abgeholt habe und bei dem dann in der Zollanmeldung "Holzrahmen für Bastlerzwecke" stand 😂).

So ein kleines, unscheinbares Päckchen und doch löst es größe Freude aus! Nachdem wir dann wieder zu Hause waren, habe ich erst einmal ausgepackt und ein wenig sortiert und dann wollte mich doch irgendwie der Mut verlassen:

Tausend Zettel, hundert Stoffe und fast tausend Teile. Das ist mal eine Hausnummer. Aber ich muss sagen, es ist alles wunderbar beschrieben, theoretisch könnte ich ohne Kopieren sofort die Vorlagen verwenden, die Stoffe sind alle sortiert und gekennzeichnet, auf den Vorlagen steht genau drauf, wo welcher Stoff hinkommt. Es ist auf den ersten Blick alles perfekt. Zunächst habe ich begonnen, die 104 Stoffe zu sortieren.

Zu jedem Stoff gibt es einen Zuschnittplan dazu, damit man sehen kann, wie oft der Stoff verwendet wird und wie man am besten die Stoffe schneidet. Das finde ich wirklich praktisch. Sämtliche Kits der Firma werden aus Kona Cotton genäht und die Bezeichnung der Stoffe ist immer gleich, so kann man problemlos, wenn man mehrere Kits näht, übrig gebliebene Stoffe im nächsten Quilt verwenden. Das finde ich wirklich gut. Ich möchte aber erst einmal dieses Kit nähen.

Der erste Block ging gut von der Hand.

1/16

Eine weitere Besonderheit der Firma ist, dass die einzelnen Teile immer zu einem A4-Block zusammengenäht werden, so dass der Quilt am Ende immer aus den rechteckigen Teilen zusammengesetzt wird. Auch das finde ich eine gute Lösung.

2/16

Die Übergänge passen ganz gut, auch dafür gibt es eine Besonderheit. An den Enden der einzelnen Teile ist eingezeichnet, wie die Teile an das andere Teil anzulegen sind.

Ich habe das im Foto mal rot umrandet. Das ist wirklich eine Erleichterung und eine gute Idee, so muss man, insbesondere bei schrägen Teilen nicht immer hin- und herprobieren.

3/16

Mit der ersten Reihe bin ich schon fertig geworden, das letzt Teil hat mir dann aber doch einiges an Kopfzerbrechen bereitet. Das Teil wurde aus sehr vielen Einzelteilen zusammengesetzt und dann ist es ja immer ein wenig schwieriger, diese passgenau zusammenzunähen. Und egal wie sehr ich aufpasse, Abweichungen gibt es immer mal.

Die Abweichung bei dem blauen Stern gefiel mir gar nicht und so habe ich das Teil wieder abgetrennt und ein wenig versetzt angenäht.

Danach war es zwar noch nicht perfekt, aber es gefiel mir viel besser:

So habe ich dann mein Teil an die anderen drei Teile genäht und mich gefreut, dass meine erste Reihe fertig ist:

Irgendwann schoss es dann in meine Kopf, dass das helle Teil im linken Teil falsch sein muss und ja, es ist falsch. Ich habe MM mit MN verwechselt. Ah, so ein Mist. Aber sowas kann ich ja, ich habe ja schon ganz oft nur einzelne teile herausgetrennt und neu wieder eingenäht. So habe ich es auch hier gemacht. Ich habe nur das Nötigste getrennt und das helle Teil herausgetrennt und durch ein Teil in der richtigen Farbe erstetzt.

Es war ein bisschen Fummelarbeit und ich musste noch einmal trenne, weil die Naht schief war, aber letztendlich hat es sich gelohnt und mein viertes Teil sieht nun auch stimmig aus.

4/16
Und noch einmal alle vier Teile in einer Reihe zusammen:

Ich finde, das sieht schon richtig, richtig schön aus und ich freue mich, wenn ich heute wieder ein wenig an meinem Top weiternähen kann.