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Sonntag, 23. November 2025

Gelmeroda genähmalt

Hier habe ich schon einmal ein Foto meines neuen Gelmerodaquilts gezeigt, ohne näher darauf einzugehen. Anfang November war ich in Soltau zu einem Nähkurs zum Thema "Nähmalen". Mir kam dann die Idee, einen großen Gelmerodaquilt zu nähmalen. Bevor ich mich aber an einen großen Quilt von 80 x 100 cm wage, wollte ich erst einmal testen, ob meine Idee überhaupt funktionieren könnte und so habe ich einen meiner Gelemrodaquilts genähmalt.

Da ich meiner Idee selber nicht so recht getraut habe, habe ich eine einfachen Baumwollstoff als Hintergrund genommen. Von einem fertigen Gelmerodaquilt habe ich auf wasserlöslichem Vlies die Konturen abgezeichnet und dieses Vlies dann auf meinen Hintergrundstoff gesteckt und außen festgeheftet. Da ich nur einen kleinen runden Stickrahmen hatte, habe ich einfach einen von meiner Stickmaschine genommen und damit gearbeitet. 

  
Da mein Hintergrundstoff ein dunkles grau war, habe ich mich entschieden, den Quilt ausschließlich in Grau-Tönen zu arbeiten. Als Garn habe ich Stickgarn verwendet und dann habe ich einfach angefangen.

Ich musste erst ein wenig in die Arbeit reinkommen, je länger ich genähmalt hatte, umso leichter fiel es mir. Ich habe mich Stück für Stück voran gearbeitet und immer auch versucht, die Stichrichtung zu ändern, um damit auch Struktur in meine Arbeit zu bekommen. Oftmals habe ich dann auch versucht, diese kleinen Kreise zu arbeiten, die wir im Kurs gelernt haben. Das war eine wirkliche Mammutaufgabe und gar nicht so einfach. 

Auf diesem Bild kann man es gut erkennen: Das helle Grau sind die kleinen Kreise, rechts und links daneben und auch darüber haben die Stiche eine entsprechende Richtung. Diese kleinen Kreise waren sehr zeitaufwändig, aber ich finde, sie sehen gut aus. 
Dieses Bild ist ein Ausschnitt vom fertigen Quilt, dort kann man gut erkennen, wie ich die verschiedenen Richtugnen gearbeitet habe. Ich habe immer mal weider ein bisschen an meinem Quilt gearbeitet, einmal auch morgens vor der Arbeit, da ich da mal wieder zeitig wach war.
Nach einer Woche intensiver Arbeit war dann mein Top fertig.

Ich hatte mich dazu entschlossen, nur das Gebäude selbst zu nähmalen, den Hintergrund habe ich komplett frei gelassen und diesen dann am Ende gequiltet. Das Gebäude erscheint auf dem Quilt ein klein wenig erhaben, denn meinen Stoff hatte ich vor Beginn der Arbeit mit Vlieseline hinterlegt und diese aufgebügelt, damit mein Stoff Stabilität hat. Bevor ich angefangen habe zu nähmalen, habe ich jedes Mal ausreißbares Stickvlies hinterlegt, so ist die Stickerei schon ziemlich fest geworden.


Ich finde meinen Quilt sehr schön und es war eine lohnenswerte Erfahrung und so weiß ich nun, wie ich - irgendwann - an den großen genähmalten Quilt herangehen muss. Bevor ich mit diesem Projekt aber anfangen werde, wird aber noch eine ganze Weile dauern. Das ist etwas, wo ich für bereit sein muss. 😉

Sonntag, 2. November 2025

Ein Kurs und eine wahnwitzige Idee

Ich hatte mich im Sommer ja für einen Onlinekurs "Nähmalen" angemeldet und das hat mir so richtig Spaß gemacht und so habe ich mich spontan entschieden, mir den letzten freien Platz im Kurs "Fadenmalen" in Soltau zu sichern. Über Dagmar, die Kursleiterin, bin ich zufällig bei Insta "gestolpert". Wir hatten uns auf den Patchworktagen in Goslar bei der Ausstellung der Rubinquilts unterhalten und sie hatte mir ihren ersten Quilt, den sie nicht einreichen konnte, da er nicht nur rot enthielt, und den eingereichten gezeigt und so kamen wir in's Gespräch. Als ich dann gesehen hatte, dass sie einen Kurs im Fadenmalen gibt, habe ich mich angemeldet und so bin ich dann gestern nach Soltau gefahren.

Ich habe mich für das begleitenden Fahren ab 51 entschieden. 😂Nein, ganz im Ernst, ich war sehr froh und dankbar, dass Johannes sich bereit erklärt hat, mich zu begleiten. Es war doch eine etwas längere Strecke und ich bin eine ganze Weile lange Strecken nicht mehr allein gefahren und fühlte mich ein wenig unsicher.

Der Kurs war in einem Hotel in Soltau, ich glaube, das war ein regelrechtes Tagungshotel, so viele Tagungsräume, wie es dort gab. Der Raum, in dem wir waren, war schön groß und geräumig und wir hatten Fenster und Türen zum Außenbereich, die wir dann öffnen konnten.

Die ersten Übungen betrafen wieder die richtige Fadenspannung. Erstaunlicherweise ist die bei meiner Maschine bei jedem Quiltfuß unterschiedlich. Nachdem diese dann richtig eingestellt war, ging es an die ersten Übungen zum Kennenlernen der Arbeitsweise.

  
Wer wollte, konnte dann schon mit richtigen Arbeiten beginnen. Ich hatte mir gestern früh, ganz spontan, noch ein, zwei Fotos von der Kirche in Gelmeroda ausgedruckt und schnell noch ein paar passende Garne dazu eingepackt. Naja und so habe ich dann eben mit meiner kleinen Kirche angefangen. Zunächst habe ich die Umrisse auf den Stoff gezeichnet, diesen dann in einen (viel zu kleinen) Stickrahmen gespannt und zunächst die Konturen genäht.
Da ich nur einen kleinen Stickrahmen hatte (den habe ich mir noch im Bastelladen gekauft, ich sage jetzt nicht, dass ich beim Aufräumen kürzlich drei oder vier Stickrahmen entsorgt habe 😏), musste ich meine Arbeit immer mal wieder umspannen und dummerweise habe ich dann vergessen, das Stickvlies unterzulegen. Dadurch hat sich meine Arbeit ziemlich zusammengezogen.
Ich bekam von Dagmar den Hinweis, dass ich auch den Hintergrund quilten soll, dann fällt das Zusammengezogene an der Stickerei nicht mehr so arg auf. Das werde ich dann demnächst machen. Zum Abschluss habe ich mich dann noch an einem Kürbis versucht. Ok, das Blatt ist nicht ganz so passend, aber ich denke, man kann erkennen, was es darstellen soll.
 
Den Kürbis habe ich mit drei, vier verschiedenen Orange und Brauntönen garbeitet, so sieht er ein wenig lebendiger aus. Die Zwischenräume zwischen den einzelnen Nähten habe ich dann noch mit Buntstift ausgemalt. Wobei, wenn ich mir den Kürbis so ansehe, wäre es besser gewesen, ihn flächiger zu gestalten: In einem Bereich mit einer Farbe arbeiten und dann mit einer zweiten Farbe nur ein paar Akzente setzen. Das werde ich veilleicht noch einmal versuchen.
 
Es war ein sehr schöner Kurs und hat mir viel Spaß gemacht. Auch wenn ich die Dinge aus den Onlinekurs vom Sommer her schon kannte, ist es doch in Präsenz noch einmal etwas anderes. Man kann sich austauschen, sieht, was und wie die anderen arbeiten. Wenn ich allerdings daran denke, wie viel ich vorher bedenken und einpacken musste, ist ein Onlinekurs doch einfacher. Es hat beides seine Vor- und Nachteile.
 
Als ich gestern früh so meine Sachen eingepackt und noch die Fotos ausgedruckt habe, kam mir die Idee, mal einen Gelmerodaquilt zu nähmalen. Diese Idee hat sich nun schon etwas fester in meinem Kopf festgesetzt und ich habe schon einmal nach einem passenden Hintergrundstoff und nach Stickgarnen geguckt. Und wer kommt denn auf die Idee, dass ich am liebsten gleich anfangen würde, nein, nein, nein... 😂
 
Meine Wahl fiel auf Gelmeroda XI. Ich finde, das Bild hat sehr viel Potential zum Nähmalen. Mal schauen, ob mir das auch so gelingt, wie ich es mir vorstelle... 

Freitag, 18. Juli 2025

Üben, üben, üben

Da auf meinem Überraschungsbaum ein genähmalter Vogel sitzen soll, hatte ich vor einiger Zeit geguckt, ob es dazu einen Anleitung oder einen Kurs gibt. Auf der Seite von Bernina bin ich fündig geworden: Ein Onlinekurs in drei Teilen und dann auch noch während meines Urlaubs. Und so habe ich mich kurzer Hand angemeldet.

So habe ich nun in dieser Woche von Dienstag bis Donnerstag frühmorgnes eine Stunde einen Onlinekurs gehabt. 

Und ich muss sagen, es war sehr hilf- und lehrreich. Als erstes ging es darum, die richtige Fadenspannung zu finden. Dabei habe ich festgestellt, dass bei jedem der drei Quilt-/Stopffüße die beste Fadenspannung eine andere ist. Damit hätte ich nun überhaupt nicht gerechnet.

Am ersten Tag ging es darum, ein Gefühl für das freie Nähen zu bekommen. Als Übung diente eine Vorlage mit einem Fahrrad, welche gearbeitet werden sollte. Als erstes habe ich sie mit dem "hüpfenden" Fuß gearbeitet.


Ich weiß nicht, aber mit dem Fuß werde ich nicht so richtig warm. Auch zum Quilten nehme ich den nicht. Am nächsten Tag habe ich dann das Fahrrad noch einmal mit dem "festen" Quiltfuß gearbeitet. Gut, ich hatte nun auch schon ein wenig Übung, aber ich finde trotzdem, dass es mit dem Fuß besser geworden ist.
Das sieht schon ein wenig flüssiger aus.

Weitere Aufgabe, ich glaube, am zweiten Tag, war dann, ein Reh zu sticken. Hierzu gab es im Kurs eine genaue Erläuterung, was zu beachten und zu tun ist. Nachdem das Webinar vorbei war, habe ich mich gleich an das Reh gemacht. Ich habe zwar ein bisschen was wieder aufgetrennt, aber anstonsten bin ich mit der Arbeit ganz zufrieden:

Die gestrige Aufgabe bestand dann darin, einen Vogel zu arbeiten. Hier mussten wir dann teilweise schon selber sehen, wie die Wuchsrichtung des Fells ist. Beim Reh war diese in der Vorlage noch eingezeichnet. Der Vogel ist eine Kombination von Applikation und freihand Sticken. So finde ich ihn schon ganz passabel.
Vielleicht habe ich ein wenig viel gestickt, von meinen verwendeten Stoffen ist jetzt nicht mehr ganz so viel zu sehen. Aber ich übe ja noch. Gerade der Vogel war eine gute Übung, denn ich möchte ja gern zwei genähmalte Vögel in meinen Überraschungsbaum setzen. 😉