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Sonntag, 5. August 2018

Mitmach-Ausstellung in Ohrdruf

Im letzten Jahr hatte ich erstmalig von der Mitmach-Ausstellung gelesen. Da mir das so unheimlich gut gefallen hat und ich dort KatrinValomea und Petra getroffen hatte, wollte ich auch in diesem Jahr wieder dabei sein. Regina hatte auf ihrem Blog auch von der Mitmachausstellung berichtet. Hatte ich mich im letzten Jahr dort ausschließlich als Besucher gesehen und mit keinem Gedanken daran gedacht, auch Quilts mitzunehmen, habe ich mich in diesem Jahr wirklich gut darauf vorbereitet.

Zunächst wollte ich ja gern den Seaside-Town von Lynette Anderson dafür fertig stellen, aber irgendwie geht es mir mit diesem Quilt auch wieder so, dass ich damit nicht so recht voran komme. Ich bleibe dabei, der Chateaux Hexagon ist und bleibt - meiner Meinung nach - der schönste Quilt von Lynette Anderson. Nun ja, es ist ja nicht so, dass ich keine Quilts hätte, so habe ich eben meine anderen Herzensquilts mitgenommen: Mein Skizzenbuch, den Pflanzenhandel, meine 1 1/2 Wetterquilts, meinen Wunschgarten und auf Valomeas Idee hin mein Chateaux Hexagon. Ich hatte zu meinen Quilts noch ein klein bisschen was dazu geschrieben, ich finde es immer schön, wenn ich weiß, warum ein Quilt gerade so gemacht worden ist.

Die Fahrt nach Ohrdurf war total entspannt, wenn es nicht so unheimlich warm gewesen wäre, wäre es noch schöner gewesen. Obwohl Steffen wieder besser sehen und damit auch wieder Auto fahren kann, machen wir es doch so, dass ich weite Strecken oder Autobahn fahre. So auch gestern.
Ich bin ja immer ein wenig unsicher, wenn ich irgendwohin fahre und den Ablauf nicht genau kenne, so ging es mir gestern auch. Ich wusste ja gar nicht, wo ich meine Quilts aufhängen sollte und ob Valomea und Katrin schon da waren und wie das Ganze nun so abläuft. Aber meine Sorge war völlig unbegründet, am Eingang begrüßte uns gleich Regina und meinte, wir sollten uns einfach einen schönen Platz suchen. Das brauchte ich dann aber gar nicht, denn den hatten Katrin und Valomea schon gesucht. Sie waren nämlich schon da und so habe ich meine Qiults neben ihre gehängt.

Und so hingen unsere Wetterquilts nebeneinander. Das sah richtig schön aus.
Und wie im letzten Jahr auch, haben wir ein Wetterfeenfoto gemacht. :-)
 
 
Es hingen wirklich wunderschöne und sehr unterschiedliche Quilts auf den Leinen. Das ist, finde ich, das Schöne an solch einer Ausstellung.
Besonders interessant fand ich den Quilt von Regina. Es war ein interaktiver Quilt, der zum Ring genäht war und auf einer Rolle hing. Eigentlich fasst man Quilts ja nicht an, aber hier wurde direkt dazu aufgefordert. Man sollte/konnte/durfte den Quilt anfassen und über die Rolle ziehen. So hat er sich bewegt und man konnte immer wieder was Neues entdecken. Ich glaube, Katharina stand sechs, sieben Mal vor diesem Quilt und hat ihn sich angesehen. Als ich den Quilt angesehen habe, hat sich so eine Idee in meinem Kopf festgesetzt. Das wäre auch mal eine Idee für einen Monatsquilt. Mal gucken, ob ich die Idee weiter verfolge und wenn ja, in welcher Art und Weise.
 
Das Museum ist auch sehr schön. Wir haben auch eine Führung mitgemacht und viel über den Tobiashammer erfahren. Steffen und ich waren dort schon einmal vor 20 Jahren. Meine Güte, wie sich das anhört. ;-)
 
 
Auf jeden Fall war es ein wunderschöner Ausflug. Steffen, Katharina und ich hatten ganz viel Spaß, wir haben gefühlt mehrere Stunden "Ich sehe was, was du nicht siehst" gespielt (schwierig im Moment, da draußen eigentlich alles nur verbrannt und trocken ist), wir haben viel gelacht und einen schönen Tag gehabt. Bei mir kam die Lust wieder, mehr zu nähen, ich denke, ich komme wieder etwas mehr zu "meiner Mitte" (hoffe ich). Und den Termin für nächstes Jahr (3. August 2019) habe ich mir schon ganz fest in meinen Kalender eingetragen.


Freitag, 1. April 2016

Ich bau mir ein Schloss, das an der Wand nun hängt...

(Melodie müsst ihr euch selbst denken.)

Zunächst einmal habt vielen Dank für Eure lieben Kommentare zu meinen letzten Beiträgen. Die Hexagons habe ich immer zwischendurch gemacht, wenn wir vom Renovieren die Nase voll hatten. Ja richtig, wir haben mal wieder renoviert: letzte Woche Donnerstag und Freitag haben wir die Kinderzimmer umgeräumt und ab Dienstag haben wir Küche, Bad und Flur gemalert. Auch wenn wir nur gemalert haben, war es trotzdem eine Menge Arbeit. Aber nun sind wir fertig und alle Räume erstrahlen wieder in frischem Weiß (es war auch dringend notwendig!).

Donnerstag haben wir Pause gemacht, irgendwie konnten wir uns zu keinem Farbeimer aufraffen. :-( Ich habe mich dann mit meinem Quilt und den Hexagons beschäftigt. Dann habe ich gefühlte Tausend Streifen geschnitten und die Ränder genäht. Ich konnte nicht mehr wirklich aufhören, ich WOLLTE meinen Quilt am Donnerstag so weit wie möglich fertig stellen. Und das ist mir auch gut gelungen.
Bei der Rückseite ärgert mich nur, dass mir einmal die Nahtzugabe um gekippt ist.
Ich gebe es ganz ehrlich zu, dass ich überlegt habe, den Rand an der Stelle noch einmal abzutrennen. Ich habe es dann aber doch so gelassen, das wäre dann wohl doch ein bisschen arg pingelig gewesen... Als ich mit dem Quilt angefangen hatte, habe ich ja zunächst überlegt, den Streifenrand wegzulassen, weil er mir nicht so richtig gefiel. Aber jetzt muss ich sagen, er gibt dem Quilt so das gewisse Etwas.
Gequiltet habe ich meinen Quilt mit der Maschine im Nahtschatten. Zum einen wusste ich nicht, wie ich ihn hätte quilten sollen und zum anderen traue ich mir Handquilten noch nicht so wirklich zu, dass es dann neben den Stickereien, die ich inzwischen schon ganz passabel kann, auch wirklich schön aussieht und, das war der Hauptgrund, warum ich mit Maschine gequiltet habe, es waren ja sehr viele Schichten, durch die ich hätte durchgehen müssen. Also: Maschinenquilten. Und es sieht gut aus. So lenkt nichts von den Blöcken ab.

Ich hatte mir damals ja nur die Anleitung bestellt, die Knöpfe waren mir ein wenig zu teuer und so habe ich eben improvisiert und z. B. die dritte Gans oder den Brunnen, die im Original Knöpfe sind, gestickt. Dafür habe ich eben andere Knöpfe aufgenäht. Das war meine Beschäftigung heute morgen. Dann brauchte ich nur noch das Binding rückseitig annähen und den Tunnel und dann war mein Quilt fertig. Und weil heute die Sonne so schön schien, sind wir heute am späten Nachmittag noch losgefahren, um schöne Fotos vom Quilt zu machen.
Zuerst haben wir am Blauen See geguckt. Aber da war es nicht so wirklich schön, zum einen, weil bei uns der Frühling noch nicht so richtig Einzug gehalten hat und alles noch so trüb aussieht und zum anderen, weil der See (noch) nicht blau war. Er sah einfach nur blöd aus. Vielleicht waren wir auch einfach nur zu früh da...

Also sind wir weiter gefahren und haben auf dem Weg einen schönen blühenden Strauch entdeckt. Steffen hat sofort angehalten und so konnte ich schöne Fotos von meinem Quilt machen.
Und jetzt kommen ein paar Detailfotos von den einzelnen Blöcken.








Wir sind dann noch weiter zur Teufelsmauer bei Weddersleben gefahren. Zum einen war das Wetter so schön und zum anderen habe ich gehofft, auch da noch schöne Bilder machen zu können.
 
 
Wir sind dann auch noch zur Teufelsmauer hinaufgegangen. Leider war der direkte Zugang inzwischen abgesperrt. Trotzdem haben wir auch da noch das ein oder andere Foto gemacht, nicht nur von meinem Quilt.
Es war wunderschön dort, die Sonne schien, der Himmel war strahlend blau. Einfach nur toll.
 

Donnerstag, 31. März 2016

Viele, viele Hexagons

Am Sonntag hatte ich ja schon meinen Fortschritt mit meinen Hexagons gezeigt. Abends habe ich immer mal wieder die anderen Hexagons zusammengenäht und appliziert.
Wie ihr seht, habe ich über dem Tor doch die Hexagons appliziert. Das kam irgendwie automatisch, erst als sie fest waren, fiel mir ein, dass ich ja überlegt, hatte, die wegzulassen. Aber dann sollte es wohl so sein. ;-)

Vorgestern Abend habe ich dann die große Kette zusammen genäht. Die ist allerdings noch nicht appliziert. Vielleicht komme ich heute dazu...

Sonntag, 27. März 2016

Mein Chateau

Katrins Quilt ist mittlerweile fertig, ich habe es aber erst gestern entdeckt. Mensch, das ist ja nun ein richtiger Ansporn für mich, mit meinem Chateau auch endlich voranzukommen. Heute ist zwar nicht der 6. des Monats, aber jetzt zeige ich immer meinen Fortschritt, wenn es einen gibt.

Am 6. März hatte ich ja mein Chateau schon einmal gezeigt und seitdem hing es bei mir am Schrank. Und mein Blick fiel ständig auf die schiefe Eingangstür. Zuerst hat es mich noch nicht so richtig gestört, aber je länger und öfter ich darauf geguckt habe, umso sicherer war ich mir, dass die Tür so nicht bleiben kann und so habe ich gestern eine neue Tür gemacht. Diese habe ich oben mit einer Rundung gearbeitet, ich finde, das passt am besten zu einer Schlosstür. Und diese Tür ist sogar gerade und hängt nicht so windschief in den Angeln.
Die Fenster zu besticken, war gar nicht so einfach, denn da musste ich ja durch einige Schichten durch: Stickvlies, Hintergrund, Appliziervlies, Schloss, Appliziervlies, Fenster. Die ersten Stiche habe ich durch alle Schichten gemacht, dann habe ich nur noch durch die applizierten Teile gestickt, das ging besser und so konnte ich gestern Abend dann meine Fensterbauer und auch die Dachdecker in den Feierabend entlassen.

Heute habe ich dann die beiden Bäume gestickt, das war noch einmal ein bisschen aufwändig. Überhaupt war der Block recht aufwändig, zum einen natürlich wegen der vielen Applikationen und zum anderen wegen der vielen Stickereien. Als ich mit dem Projekt angefangen hatte, habe ich überlegt, ob ich diese Block irgendwie vereinfachen könnte. Wie man sieht, habe ich ihn letztendlich genauso gearbeitet, wie er in der Vorlage angegeben ist, ich habe nichts vereinfacht oder weggelassen. Aber ich gebe es zu, vor diesem Block hatte ich Respekt. Aber: Ich habe es geschafft.

Nun muss ich nur noch gefühlte Millionen Minihexagons aneinander nähen und dann noch applizieren - dann bin ich mit dem schönen Projekt schon fast fertig. Nachdem ich heute eine halbe Ewigkeit nach meinen Hexagons gesucht habe, habe ich die ersten beiden Reihen zusammengenäht und appliziert. Das ist gar nicht so einfach und ich habe schon überlegt, dass es bestimmt einfacher wäre, die Hexagonketten zu applizieren, hätte ich nicht schon alle Teile zusammengenäht.



Ich überlege, ob ich über dem Gartentor auch die Hexagone appliziere oder ob ich das frei lasse, da ich jetzt aber ins Bett gehe, habe ich eine ganze Nacht Zeit, darüber nachzudenken. ;-)

Sonntag, 6. März 2016

Heute ist der Sechste

Und das bedeutet, wieder ist ein Monat in's Land gegangen und ich kann ganz stolz die Fortschritte von meinem Chateau Hexagon zeigen (aber Achtung, das wird dieses Mal ein ganz langer Post.).

Von meiner lieben Post, die ich von Katrin bekommen habe, habe ich hier ja schon berichtet und natürlich habe ich meinen Rittersporn sofort eingepflanzt. Und was soll ich sagen, er hat sich perfekt in meinen Garten eingefügt und er scheint auch sehr gut angewachsen zu sein.
 
Vor lauter Freude über die Post ist mir, bis zu Katrins Mail, die liebe süße Karte gar nicht aufgefallen, daher muss ich die Karte jetzt noch zeigen. Ich finde, sie passt perfekt zu den kleinen Jojos.
Auf dem linken Bild sieht man schon, dass ich auch den achten Block fertig habe. Der war gar nicht so einfach zu sticken, ich musste auch etwas auftrennen, denn das Gartentor ist mir überhaupt nicht gelungen und es war zuerst total schief.
Da bin ich wirklich völlig vom Weg abgekommen. Das konnte so nicht bleiben und ich habe es noch einmal aufgetrennt.
So sieht es schon viel besser aus und so habe ich es dann gelassen. Auf meine Pfähle habe ich oben noch eine Verzierung aufgebracht, irgendwie gehört das für mich zu einem Schlosstor. Meine Blumen auf der linken Seite sind farbenfroher als die auf der rechten Seite. Das liegt daran, dass ich links alle Garnreste verstickt habe, die noch in den Nadeln im Nadelkissen waren. ;-)
Mein Tor ist zwar schön, aber durch die Kullern oben kann ich die Hexagons nicht durchgehend aufnähen, entweder würden sie die Kullern überdecken oder wenn ich sie weiter hoch setze, überdecken sie einen Teil der darüber liegenden Stickerei. Also lasse ich da, wo meine Kullern sind, Lücken.

Mit meinen Hexagons bin ich auch schon fast fertig. Bezogen und geheftet sind alle und ich habe sie schon ausgelegt und sortiert.

Damit ich beim Zusammennähen nicht durcheinander komme, habe ich meine Hexagons schon zu kleinen Päckchen zusammengepackt und beschriftet, welches wo hin gehört.
Nun muss ich die Hexagone nur noch zusammennähen, das wird bestimmt noch einmal eine ganze Menge Arbeit. ;-)

Der letzte Block, der zu applizieren und zu sticken war, war Block 9, der mit dem Schloss. Als ich mit dem Projekt angefangen hatte, habe ich mir überlegt, ob ich da nicht vielleicht etwas vereinfachen könnte. Ich habe auch überlegt, ob ich die Teile nicht vielleicht mit der Maschine applizieren sollte, die Fenster waren mir zu viele. Letztendlich habe ich mich aber dann doch dazu entschieden, die Teile von Hand zu applizieren und mit der Erfahren der letzten acht Blöcke fiel mir das auch nicht mehr wirklich schwer.
Zum Glück habe ich die Tür erst einmal aufgesteckt, bevor ich sie appliziert habe, denn so konnte ich mich gegen die Blumentür entscheiden. Als ich die Sachen zugeschnitten habe, wollte ich Stoff sparen und habe Tür und Berg aus dem gleichen Stoff geschnitten. Jetzt sehe ich, dass das nicht passt.

Das rechte Dach ist mir leider beim Applizieren verrutscht und wenn ich nun schon darüber nachdenke, ob ich das so lassen kann, dann ist es doch wohl besser, es noch einmal abzutrennen. Hätte ich es so gelassen, es hätte mich ewig gestört.
Mit dunkler Tür und geradem Dach gefällt mir mein Schloss nun so richtig gut und ich kann mich daran machen, die Feinheiten zu sticken. Das ist noch einmal eine ganze Menge Arbeit, die da auf mich zukommt, aber wenn ich damit fertig bin, werde ich unheimlich stolz auf mich sein.