Dieses Jahr kommt Weihnachten für mich mal nicht überraschend, nein, ich bin vorbereitet. Darf ich vorstellen: Familie Nissen!
Familie Nissen besteht aus dem Vater Nissefar Jullo und der Mutter Nissemor, den Zwillingen Julius und Julle und der Schwester Julia. Mit dazu gehören noch die Katze Joy und der Hund Lucky. Die ganze Familie ist auf dem kleinen Weihnachtsquilt versammelt. In der Mitte findet sich das Haus der Familie Nisse.
Begonnen habe ich mit den Stickerein schon Ende August, immer mal wieder habe ich daran gearbeitet. Manchmal habe ich dabei aber auch an mir gezweifelt, Stickdateien mit sage und schreibe 74 (!) Farbwechseln...
Diesen Block habe ich tatsächlich an zwei Tagen gestickt, gestern war ich einfach zu platt, um den noch fertig zu sticken. Ich habe auf gut Glück die Maschine ausgeschaltet und ein Foto gemacht, bei welchem Block ich aufgehört hatte. Die Maschine hat heute dann an genau der Stelle weiter gestickt. Ich hatte es vermutet, dass es so ein wird, war mir aber nicht sicht. Aber: Es hat geklappt.

Ausgelegt habe ich die Blöcke ein wenig anders, als ich sie dann wirklich zusammengenäht habe. Ich finde beide Versionen schön. Ich habe nur füßchenbreit neben der Naht gequiltet und um die größeren Motive herum noch ein wenig freihand. Mehr brauchte es gar nicht, die Motive an sich wirken ja. Gestickt habe ich auf recht altem Leinen, welches ich vor einigen Jahren mal von meiner Kollegin aus dem Nachlass ihrer Mutter bekommen hatte. Das Leinen ist an manchen Stellen schon geflickt, ein wenig dünn und hin und wieder findet sich ein kleiner Fleck, aber ich finde, das passte gerade sehr gut zu diesen Motiven.
Ich finde die Dateien einfach nur schön, es gibt in dem
Paket, welches ich mir gekauft habe, noch viele weitere Dateien und es war gar nicht so einfach, die Auswahl zu treffen, was ich sticken möchte. Ich hätte den Quilt gut und gern doppelt und dreifach so groß machen können.
Ich hatte zunächst überlegt, den Quilt mit einer Lichterkette zu versehen, dazu hätte ich in den fertigen Quilt kleine Ösen genäht und da dann die Lämpchen durchgestickt. Ich war mir aber nicht sicher, ob das wirklich gut funktioniert und so habe ich mich letztendlich dagegen entschieden. Ich finde, der Quilt sieht auch so schön aus. Beim Binding habe ich geschwankt zwischen rot und grün, Katharina meinte, grün wäre besser, denn der Quilt enthält viele rote Motive und bei einem roten Binding müsste ich dann genau den roten Farbton der Motive treffen. Ich war schon ein wenig erstaunt, wie logisch Katharina mit ihren 13 Jahren dieses Problem angegangen ist. Und so fiel dann meine/unsere Wahl auf ein grünes Binding mit goldenen Sternen.