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Donnerstag, 6. März 2025

Prism Bom - der Zweite

In ein paar Tagen hat eine Freundin von uns einen runden Geburtstag und ich habe mir schon vor einer Weile überlegt, dass sie dann den zweiten Teil des Prism-BoM bekommt. Ich bin ja damals auch der Idee von Barbara gefolgt und habe mich entschieden, nicht einen großen, sondern zwei kleinere Quilts zu nähen. Den ersten Quilt hat ja die große Katharina zu ihrem runden Geburtstag im letzten Jahr bekommen. Da hatte ich mich für das schwarze Finish-Kit entschieden und eigentlich sollte der zweite Quilt nun mit dem blauen Rand werden. Allerdings habe ich mich dann dagegen entschieden, denn es wird ja nun bald so sein, dass Steffen Krankengeld bekommt und aus diesem Grund habe ich mich für eine kostengünstigere Variante entschieden. 😉

Ich hatte im Internet gesucht, ob ich von einem der Stoffe noch etwas nachkaufen kann und ich bin fündig geworden. Ich habe mich für den blauen Stoff entschieden. Probehalber habe ich die Blöcke mit den Zwischenstreifen mal ausgelegt und ich finde, auch diese Wirkung sehr schön. Die Blöcke habe ich genauso angeordnet, wie in dem anderen Quilt (schließlich habe ich die am Telefon mit Katharina damals schon passend sortiert - je genau, sie hat - unwissend - die Blöcke für ihren Quilt selbst sortiert 😂).

Den Quilt habe ich im Grunde genauso genäht, wie den anderen, mit Zwischenstreifen und einem breiten Rand. Um auf eine passable Größe für einen Kuschelquilt zu kommen, musste ich den Rand relativ breit machen. Erst war ich skeptisch, ob ich den Rand wirklich so breit machen sollte, am Ende war ich dann aber doch mit meiner Entscheidung zufrieden. Die Ecken habe ich als Briefecken genäht, so sieht es schöner aus.

So sieht das Top erst einmal noch ein wenig unspektakulär aus. Als Rückseite habe ich mich für ein weiches Fleece entschieden. Da habe ich wieder so eine Decke genommen, die ich auch für den Quilt von Katharina genommen habe. Das Quiltsandwich lag nun schon ein paar Tage bei uns im Wohnzimmer, gestern habe ich mich nun aufgerafft, den Quilt endlich zu quilten. Dabei habe ich nur gerade Linien gequiltet, quer durch die Blöcke, auch im Rand habe ich gerade Linien gequiltet. Und ich finde, es sieht richtig schön aus.
Auf dem Bild sieht es jetzt ein wenig dunkel aus, denn ich habe ohne Blitz fotografiert, um das Quilting gut erkennen zu können. In Binding habe ich ein kleines Label mit eingefasst (bin ich gerade im Labelfieber? 😉).
 
Das Binding ist ein wenig breit geraten. Ich hatte noch einen Zwischenstreifen über, die hatte ich 2,5 Inch breit geschnitten, und den habe ich gleich für das Binding verwendet. Über die Breite habe ich gar nicht weiter nachgedacht, sondern einfach meine Streifen so breit geschnitten. Nachdem ich das Binding auf der Rückseite angenäht hatte, habe ich überlegt, ob es vielleicht ein bisschen breit ist. Ja, es ist ein wenig breit, aber ich habe so gelassen. Das Binding habe ich von vorn ebenfalls mit der Maschine angenäht, durch die Breite des Bindings ist die Naht dann ausschließlich auf der Rückseite und nicht auf dem rückseitigen Binding mit zu sehen. Das wiederum finde ich gar nicht schlecht.
Dieser Quilt ist dem anderen zwar sehr ähnlich, hat aber doch eine ganz andere Wirkung. Ich freue mich, dass ich einen zweiten schönen Quilt aus dem Bom genäht habe und bin gespannt, was unsere Freundin dazu sagen wird.

Sonntag, 20. Oktober 2024

Check! Haken dran!

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem letzten Beitrag. Ulrike glaubt nicht, dass ich manchmal nicht so zielstrebig bin, wie das den Eindruck hat. Doch, dem ist so. Ihr glaubt ja gar nicht, wie viele Projekte ich angefangen und nicht zu Ende gebracht habe oder wie viele ich gleich gar nicht erst angefangen habe. Zum Beispiel überlege ich in letzter Zeit immer häufiger, ob ich den Dinner Plate Dahlia zu den Akten legen soll, bevor ich ihn begonnen habe. Ok, ich habe ja sowieso noch lange nicht alle Stoffe zusammen, aber mein Blick fällt immer mal wieder auf den Karton dazu und dann komme ich in's Grübeln... 

Zielstrebig bin ich schon, aber leider nicht bei allen Projekten und Dingen, ich glaube immer wieder, dass ich am besten unter Druck arbeiten kann - und so habe ich mir für den Prism-Bom eben einfach ein wenig Druck selber aufgebaut. Erst wenn ich einen der beiden Quilts fertig habe, wende ich mich wieder Gelmeroda zu. Ja, damit bin ich doch noch nicht durch, ich habe noch weitere Ideen und ich möchte noch einen weiteren großen Quilt nähen (davon schreibe ich ein anderes Mal mehr). Damit der Prism-Bom aber nun kein Ufo wird, habe ich mir zum Ziel gesetzt: Erst wird der fertiggestellt, dann kommen weitere Kirchen!

Gestern habe ich mich mit dem Binding beschäftig, mehr war ja wirklich nicht mehr zu machen. Inzwischen finde ich es schön, wenn das Binding rückseitig von Hand angenäht wird, das sieht einfach ordentlicher aus. Früher habe ich es oft so gemacht, dass ich das Binding von hinten mit Maschine angenäht habe und dann nach vorn geklappt und auch dort mit der Maschine angenäht habe. Das finde ich nun aber nicht mehr so schön, am liebsten nähe ich es rückseitig von Hand an, allerdings bin ich mir bei Kuschelfleecerückseiten immer unsicher, ob das dann auch hält, weil da ist ja erst einmal eine Menge Kuschel und dann nichts und irgendwann kommt dann was Festeres. Also habe ich mir überlegt, ich könnte ja mal wieder ein Binding mit Biese nähen. Gesagt, getan, die Anleitung dazu fand ich im Netz und so habe ich meine Streifen 1 1/4 und 1 1/2 (für die Biese) zugeschnitten.

Als ich den Streifen dann zur Hälfte gebügelt hatte, fand ich ihn schon ein wenig schmal, aber ich habe da nicht weiter drüber nachgedacht, die Maße werden schon passen. Stehen ja im Internet, müssen also stimmen. 😂Rückseitig habe ich das Binding mit der Maschine angenäht und dann auf die Vorderseite umgeklappt und dort in der Naht der Biese mit der Maschine angenäht.
Aber schon beim Umklappten habe ich gemerkt, dass das Binding ein wenig arg knapp ist und gut und gerne 1/4 Inch breiter hätte sein können. Aber lamentieren nützt nix, denn das Binding ist nun mal nur so breit wie es ist und das musste ich nur irgendwie an den Quilt bekommen. Ich musste mich also arg mühen, dass ich es vernünftig annähen kann. 
Hier sieht man ganz gut, was mein Problem war: Das Binding war zu knapp und konnte nicht ganz über die Naht gelegt werden.
Aber letzten Endes hat es geklappt und ich musste nur ein paar Mal trennen. Mein Quilt ist fertig und ich freue mich darüber. Anschließend habe ich ihn eine Runde Waschmaschine und Trockner gegönnt.

Der Quilt war noch nicht ganz trocken, als er aus dem Trockner kam und so habe ich ihn auf der Couch zum Trocknen ausgebreitet. Rusty und Hannah waren also die Ersten, die den Quilt eingeweiht haben.
Ich sehe gerade, ich muss mal noch ein schönes Foto vom Quilt machen; diese beiden Fotos werden dem Quilt nicht wirklich gerecht. Letztendlich freue ich mich unheimlich, dass ich einen der beiden Pris-Bom-Quilts fertig bekommen habe. Der andere, in blau, folgt dann irgendwann im nächsten Jahr. 
Die Rückseite sieht schön aus, da kann man das Quilting gut erkennen. 😍

Samstag, 19. Oktober 2024

nur ein kurzes Intermezzo

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem letzten Beitrag, ich habe mich sehr darüber gefreut und letztendlich war es gut, dass ich mich doch entschieden habe, den Quilt auf dem Rahmen zu quilten. Der bleibt ja immer einsatzbereit stehen und so konnte ich nach der Arbeit immer mal wieder einen oder zwei Blöcke quilten.

Viele Blöcke waren es ja nicht, die zu quilten waren, zwölf im Ganzen und die waren dann am Donnerstag Abend fertig gequiltet. Das war schon ein sehr schönes Gefühl, schließlich habe mich mir ja ein Ziel gesetzt: Erst möchte ich diesen Quilt beenden, bevor ich etwas anderes anfange. Sonst bin ich ja nicht so zielstrebig, aber wenn ich den jetzt wieder halbfertig weglege, bleibt er dort womöglich wieder Ewigkeiten liegen und dafür ist der Quilt einfach zu bunt, zu lebhaft, zu farbenfroh...

Das Quilting ist besser von der Rückseite her zu erkennen:

Sicher, perfekt ist es nicht geworden, aber  das ist auch nicht mein Anspruch. An den ersten gequilteten Blöcken ist zu sehen, dass ich erst einmal wieder in das freie Quilte rein finden musste. Das geht mir kurioserweise immer so. Es ist mir auch aufgefallen, dass der Schlitten mit der großen Nähmaschine nicht ganz so federleicht zu bewegen ist. Ist ja eigentlich auch kein Wunder, denn die Maschine hat ja ein Gewicht von 17 Kilo. Das ist teilweise gar nicht so einfach, dieses Gewicht zu bewegen, zumal ich hin und wieder den Schlitten mit einer Hand bewege, weil ich zum Beispiel beim Nähbeginn die Fäden festhalte. Ideal wäre also eine Maschine mit so einem großen Durchlass, aber mit weniger Gewicht. 😊 Aber wich will nicht jammern oder nach einer anderen Maschine gucken, ich bin zufrieden, das waren nur mal so Gedanken.

Die schwarzen Zwischenstreifen habe ich nicht freihand, sondern mit dem Obertransportfuß gequiltet und zwar immer beginnend ab einer Ecke des türkisen Quadrats und dann zickzack bis zur nächsten Ecke. Das habe ich in jedem Zwischenstreifen zweimal gemacht. So habe ich schon öfter gequiltet, ich finde den Kontrast zum freihand gequilteten und den strengen Linien schön. Ich finde, so ein Quilt muss ja auch ein wenig Spannung bieten, wenn man ihn ansieht.

Es war ganz schön viel Stoff, den ich da immer durch meine Nähmaschine schieben musste, aber es hat wunderbar geklappt. Gut, anstrengend ist es und ich merke es heute in meinen Schultern und Oberarmen, aber dieses extreme Durchschieben und -zwängen ist nicht mehr. Der große Durchlass ist wirklich schön. Zwischendurch habe ich auch mal im Stehen gequiltet, das ging auch sehr gut, nur müsste dazu die Maschine noch ein klein wenig höher stehen.
Auf diesen beiden Bilder kann man das gesamte Quilting gut sehen. Bei den schwarzen Zwischenstreifen bin ich jedoch keinen festen Abständen gefolgt, sondern ich habe die geraden Linien einfach so angesetzt, wie es gerade passte. Wichtig war mir nur, immer an den Ecken einen Quadrats zu beginnen und zu enden.
Den breiten Rand habe ich dann wieder freihand gequiltet und bin dabei den türkisfarbigen Stilen der Pflanzen gefolgt.
An der Ecke sind alle drei Quiltstile gut zu erkennen und ich freue mich, dass ich es so gemacht habe. Ich finde, das ist richtig schön geworden.
Da ich dann heute nur noch das Binding annähen muss und mit den Quilten nun fertig bin, habe ich den Rahmen gleich wieder auseinander gebaut. Das ging dieses Mal richtig gut und leicht und ich war damit schnell fertig. Und weil ich manchmal dumme Ideen habe, habe ich probiert, ob ich den Rahmen eventuell gleich wieder auf den Boden bringen könnte. Ja, ich hätte auf Steffen warten können, aber ich wollte ihm eine Freude machen, dass es im Wohnzimmer wieder wohnlich ist.
Ich gebe zu, es war ganz schön schwer und warten wäre sicher einfacher gewesen, aber wenn ich mir doch was in den Kopf setze, dann gibt es manchmal kein Halten mehr. Steffen kann ein Lied davon singen. Er hat sich gefreut, dass alles wieder ordentlich war, hat aber auch gesagt, dass ich hätte warten sollen, denn zu zweit trägt sich der Rahmen doch einfacher. 😍😉Egal, der Rahmen steht nun wieder auf dem Boden und wartet auf seinen neuen Einsatz:
Das Quilten hat mal wieder richtig Spaß gemacht, der Quilt hat ja doch eine ganz schöne Größe. Ich habe dieses Jahr zwar einige Quilts genäht, aber eben doch viel kleiner. Wenn der Quilt fertig ist, werde ich mich auch wieder den kleineren Sachen zuwenden, schließlich habe ich noch einige Ideen für Gelmeroda und die nächsten Blöcke für den Gewächshaus-Bom warten auch darauf, dass sie genäht werden.

Dienstag, 15. Oktober 2024

Wer etwas nicht will, findet Gründe, wer etwas will, findet Wege!

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinen letzten Beiträgen, ich habe mich - wie immer - sehr darüber gefreut. Und ja, ihr habt Recht wenn ihr schreibt, dass es richtig ist, das Leben zu genießen. Im Moment können wir das auch. Als die Jungs noch keiner waren, ging das nicht so gut wie jetzt, da hatten wir doch erheblich weniger Geld zur Verfügung und mussten arg gucken, was wir machen und was nicht. Wir haben aber doch immer geguckt, dass wir schöne Sachen machen, nur eben mehr in unserer Nähe. Schon damals waren Ausflüge mit ziemlichen Kosten verbunden. Die Kosten sind nicht weniger geworden, aber das Geld doch ein wenig mehr und das macht es leichter, doch immer mal wieder was zu unternehmen. 

Ich hatte hier hatte ich ja einige Gründe aufgeführt, warum es schwierig ist, den Quilt mit bzw. auf dem Quiltrahmen zu quilten. Also das Quilten an sich ist nicht die Schwierigkeit, eher - wie eigentlich immer bei uns - der Platz. Lange habe ich überlegt, was ich mache, was überlegt und dann doch wieder verworfen. Letzten Endes habe ich mich dann doch dazu entschieden, den Hometrainer auf den Boden bringen zu lassen (irgendwie ist das nun auch besser für mein Gewissen, denn der hat mich schon oft sehr vorwurfsvoll angeguckt) und den Quiltrahmen runter zu holen. Jonathan und Steffen haben ganz schön gebuckelt und ich musste beiden viele "Liebesaugen" zuwerfen, aber dann haben sie es doch gemacht. Und beim Aufbauen des Rahmens war es genauso, wie ich es befürchte, es war wieder schwierig, das eine Teil in das andere zu bekommen. Gleich als ich den Rahmen gekauft hatte, war mir dort aus Unkenntnis etwas abgebrochen und das ist das, was es schwierig macht, den Rahmen aufzubauen. Und genau davor graut mir immer.

Sonntag habe ich mit dem Quilten begonnen. Wobei mir das an dem Tag nicht wo wirklich leicht fiel, denn wir waren ja wegen unseres Ausflugs erst gegen dreiviertel zwei zu Hause und entsprechend spät im Bett. Zunächst habe ich mit der kleinen Janome gequiltet, aber es hat mich schon gestört, dass ich dann oft umspannen musste und irgendwann habe ich mich dann entschieden die Große zu holen.

Ja und mit ihr fing dann das Drama an: Ständig ist der Faden gerissen, obwohl ich extra eine neue Nadel und von der Stärke her passenden Ober- und Unterfaden. Indes genützt hat es nichts. In meiner letzten Verzweiflung habe ich dann eine andere Nadelsorte genommen und siehe da: Es funktionierte. Ich musste in das Quilten erst wieder reinkommen und die ersten Stiche sehen dementsprechend aus, aber es wird wieder besser. Heute habe ich dann wieder zwei Blöcke gequiltet, es geht gut voran.

Ich habe aber gemerkt, dass es doch ziemlich dunkel ist, besonders, wenn ich abends nach der Arbeit mal noch ein wenig quilten möchte. Ich habe dann probiert, ob mir nicht die Pflanzenlampe helfen könnte. Sie gibt gutes Licht, allerdings begrenzt auf einen kleinen Teil des Quilts. Ich müsste von beiden Seiten Licht haben. Am besten wäre es, wenn ich die Lampen rechts und links an den Griffen anbringen könnte. Da muss ich mir mal irgendwas überlegen.

Ich bin mit den Blöcken schon gut voran gekommen, eine Idee für die Zwischenstreifen habe ich auch schon. Nun muss mir noch noch einfallen, wie ich den Rand quilten könnte.

Samstag, 5. Oktober 2024

...wie früher...

Gestern habe ich ja schon geschrieben, dass alle Blöcke für den Prism-Bom fertig genäht sind und, wie ihr euch sicher denken könnt, habe ich auch gestern noch die Blöcke ausgelegt. Es interessierte mich einfach zu sehr, wie die Blöcke in der Kombination aussehen. Es auf dem Bild zu sehen ist eines, aber in natura sieht es ja immer noch einmal anders aus. Und so habe ich meine Blöcke als erstes ausgelegt:

Mein Blick fiel als erstes und immer wieder auf den dazu genähten Block mit dem grünen Rand. Allein sah er so schön aus, aber in der Gesamtheit mit den anderen Blöcken fällt er, finde ich, ganz schön auf. Also habe ich die Sashinstreifen und die Cornerstones geschnitten und mit ausgelegt. Vielleicht wirken die Blöcke dann ja ganz anders.

Ja, es wirkt ganz anders, aber mein Blick fiel immer wieder auf den grünen Block. Also habe ich die Blöcke umsortiert:

Ich habe lange überlegt, ob ich den Block noch einmal neu nähe bzw. die Außenränder ändere, meine rosa Variante, die ich gelegt hatte, überzeugte mich dann aber auch nicht:
Irgendwann habe ich ein Foto der ausgelegten Blöcke an die große Katharina geschickt, ich wusste einfach nicht, wohin mit dem grünen Block. Früher, als ich mit Katharina in Elternzeit war, haben wir das ganz oft gemacht, dass wir uns gegenseitig beim Blockauslegen geholfen haben. So war es auch dieses Mal, die Hilfe von Katharina kam prompt. Zuerst über den Messenger und dann irgendwann über's Telefon. Manches geht telefonisch einfach schneller als zu schreiben. Und so haben wir telefoniert und Blöcke sortiert und nach einigem Schieben stach der grüne Block gar nicht mehr so heraus und ich war zufrieden und schön war es auch, mal wieder mit Katharina zu telefonieren.
Für diese Variante habe ich mich letztendlich entschieden und auch schon einmal die Border - wenn auch verkehrt herum - angelegt. Ich denke, so wird es schön aussehen. Ich habe dann auch gestern noch die Blöcke mit den Zwischenstreifen und -blöcken zusammengenäht. Dann war aber auch Schicht im Schacht, man muss es ja nicht übertreiben.
Heute morgen habe ich dann gleich begonnen, die Border zuzuschneiden, das war eine echt mühselige Arbeit, zumal ich das mit der Schere gemacht habe. So viel Geschnippel, an jeder Border musste ich ja rechts und links was abschneiden. Die Ecken werden ja als Briefecken genäht und ich habe mich arg bemüht, dass das Muster in den Ecken gut übereinstimmt. Das ist mir aber nur so semi gelungen. Aber hey, das Top ist fertig und das sogar vor meinem selbst gesteckten Ziel von Sonntag. 
Das Schwarz der Zwischenstreifen lässt die Farben so richtig leuchten, es verstärkt das Leuchten noch einmal mehr und durch den hellen Rand der Border bekommt der Quilt dann doch wieder Leichtigkeit und wirkt nicht so schwer. Eigentlich hatte ich für die Rückseite schon Kuschelfleece bestellt, das müsste ich aber stückeln. Heute kam mir dann die Idee, ich könnte ja eine Decke als Rückseite kaufen, bei diesem Quilt hatte ich das schon einmal gemacht. Ich habe dann auch eine Decke gefunden, die die gleiche Stärke hat wie die bestellte Meterware. Na klar, ich habe noch geheftet, wenn schon, denn schon:
Mein Quiltröllchen liegt nun im Wohnzimmer und wartet auf das Quilten. Ich werde nachher vorbeugend schon einmal die Nähmaschine in's Wohnzimmer tragen. Wir gehen heute Abend zwar zum Konzert (ich freue mich schon), aber es kann ja durchaus sein, dass ich trotzdem wieder pünktlich wach bin und dann kann ich die Nichtschlafenszeit ja auch sinnvoll nutzen - schließlich habe mich mir ein Ziel gesetzt. Und wenn dem so ist, bin ich auch ziemlich zielstrebig und ehrgeizig, meine Ziele auch zu schaffen.

Freitag, 4. Oktober 2024

Die nächsten bunten Blöcke

Ich habe mir ja ein selbst gesetztes Ziel für die bunten Blöcke gesetzt, im Oktober möchte ich mit dem Quilt fertig werden. Erst wenn der Quilt geschafft ist, wende ich mich dann wieder Gelmeroda zu. Ich gebe ja zu, es juckt schon wieder in den Fingern, schließlich habe ich noch die ein oder andere Idee für Gelmeroda. Aber: Erst die Pflicht und dann die Kür.

Und so habe ich gestern und heute dann wieder bunte Blöcke genäht. Durch das Mittwochsnähen bin ich mit meinen bunten Blöcken ein wenig in's Hintertreffen geraten. Glücklicherweise konnte ich mich gestern ein wenig aus den Vorbereitungen rausnehmen und nähen und so sind gestern die beiden Blöcke der 10. Lieferung entstanden:

Damit waren dann alle "offiziellen" Blöcke genäht und ich musste überlegen, welche zwei Blöcke ich zusätzlich nähen wollte. Ich wollte ja keinen Block doppelt im Quilt habe, so habe ich mich entschieden, zwei oder drei Blöcke miteinander zu kombinieren. Dazu habe ich zunächst erst einmal alle Stoffe sortiert. Bisher hatte ich sie immer Lieferungsweise zusammengelegt, nun war es aber besser, sie nach Motiv und Farbe zu sortieren, so kann ich gut sehen, wie viele Stoffe ich habe.

 
Es sind wirklich unheimlich viele Stoffe, auch in wirklich großen Stücken, über geblieben, so konnte ich gut die noch fehlenden vier Blöcke zu nähen. Da die letzten Blöcke sehr viel blau und lila enthielten, habe ich mich entschieden, den Block eher in warmen Farben und mit grün und orange zu nähen. Ich habe Elemente von Block 2 und 6 kombiniert.
Und schon jetzt, wenn der Block noch nicht zusammengenäht ist, sieht er schon schön aus. Gern hätte ich gestern den noch fertig genäht, aber irgendwann war ich dann auch zu geschafft und schließlich kamen ja dann auch bald Jonathans Gäste. Aber heute war ja auch noch ein Tag und so habe ich als erstes die Blöcke komplett zusammengenäht.
Diese beiden Blöcke leuchten so wunderbar, das ist richtig schön. Dann fehlte ja für jeden Quilt noch ein Block, mit dem habe ich mich am schwersten getan. Zunächst hatte ich überlegt, einen Block aus dem Civil War-Quilt zu nähen: Double Aster. Das war aber gar nicht so einfach, denn ich musste erst einmal - gefühlt eine halbe Ewigkeit - die Anleitung suchen. Nachdem ich sie gefunden hatte, musste ich feststellen, dass der Block nicht in's Konzept des Quilts passt. Na toll, nun musste ich noch einmal überlegen.

Ich habe mich dann sozusagen von der Ecke zur Mitte hin vorgearbeitet und immer Schritt für Schritt geguckt, was ich wie nähen könnte.
Ja, so könnte es gut aussehen und so habe ich dann begonnen, die Teile zusammen zu nähen, jedoch nicht, ohne die ein oder andere Naht wieder aufzutrennen. Ich habe wieder gemerkt, wenn ich in Gedanken bin, klappt das Nähen nicht so gut, aber letztendlich habe ich auch diese Blöcke fertig genäht.
Irgendwie sahen die Blöcke dann aber doch seltsam aus, dass ich die "Blütenblätter" verkehrt herum angenäht hatte, ist mir erst nach einer ganzen Weile des Suchens aufgefallen. Naja, so habe ich dann noch ein weiteres Mal getrennt, zunächst aber nur bei einem Block. Aber auch hier muss ich sagen, hat sich das Trennen gelohnt, denn der Block sieht dann doch stimmiger aus:
Links ist die getrennte, rechts die ungetrennte Version. Die linke Version gefällt mir besser und so werde ich den anderen Block, wenn ich dann die zweite Version des Quilts nähe, auch auftrennen. Damit habe ich nun alle benötigten Blöcke genäht und es geht an's Auslegen und Zusammennähen des Tops. Das Auslegen ist, finde ich, immer die schönste Arbeit, wenn ich einen Quilt nähe, das Hin- und Herschieben der Blöcke, das Überlegen und neu Sortieren - ach, das macht Spaß und bekommt einen eigenen Beitrag im Blog.