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Samstag, 30. September 2023

Leanne's House

Ach herrje, der September zog in's Land und nun steht schon der Goldene Oktober vor der Tür. Oktober, das bedeutet in diesem Jahr für  mich, zwei Brückentage und eine ganze Woche Urlaub, summa summarum 9 freie Tage zusätzlich zu den Wochenenden. Oh, wie ich mich darauf freue, merke ich doch immer mehr, wie die Kraft weniger wird. Am Blog merkt man es auch. Ich stehe morgens auf, drehe mich einmal um mich selbst und schon ist der Tag wieder rum. Eigentlich hatte ich ja gehofft, am Montag mal ganz allein für mich zu sein, aber da Johannes und auch Katharina frei haben, ist die Hütte wieder voll. Nunja, aber ich werde mal was nur für mich machen und darauf freue ich mich schon sehr: NÄHEN!!! Den ganzen, naja, wenigstens den halben Montag - hoffe ich!

Nähen entspannt mich immer wieder, so habe ich vor ein paar Tagen mit Katharina begonnen, an den schwarz-weiß Quilts zu arbeiten, einer ist schon in der Endfertigstellung, meine erste Idee habe ich - entsorgt. Leider ist es nicht so geworden, wie ich es mir erhofft hatte. Nun verfolge ich meine zweite Idee.

In meinem letzten Beitrag hatte ich ja schon angekündigt, dass Leanne's House nun endlich ein Quilt ist und hängt, lange hat es ja gedauert, den ersten Block dafür habe ich 2014 genäht und in diesem Jahr im Januar habe ich in der Woche in Leipzig ganz intensiv daran garbeitet. Nachdem ich das Top im Februar fertig gestellt hatte, lag es erst einmal wieder im Schrank, zum einen fehlte die Zeit, zum anderen die Idee zum Quilten. Longarmquilten hätte ich mir gut vorstellen können, aber das ist ja auch immer recht kostenintensiv. Also: Schrank, bis eine Idee kommt.

Anfang September wollte ich unbedingt etwas machen, etwas Zeigbares, etwas fertigstellen und was lag da näher, als endlich den Leanne's House zu beenden. Von meiner ehemaligen Kollegin bekam ich zum Geburtstag einen Gutschein für die Bastelkiste in Wernigerode und den habe ich in Vlies umgesetzt und dann meinen Quilt geheftet und gequiltet. Für die Rückseite habe ich einen Stoff genommen, den ich mir 2020 in Weimar von meinem Geburtstagsgeld gekauft hatte. Gedacht war der eigentlich mal für eine Bluse, aber mittlerweile konnte ich mir eine Bluse aus dem Stoff nicht mehr vorstellen und so wurde er Rückseite. Der Quilt ist also irgendwie auch ein Geburtstagsquilt.

Gequiltet habe ich mit der Maschine, einfach erst einmal in der Naht um die neun großen Blöcke herum. Ich habe dann immer mal wieder geguckt, wo der Quilt noch Stabilität braucht und dann noch innerhalb der Blöcke in der Naht gequiltet. Besonders kreativ ist das nun nicht, aber der Quilt wirkt ja schon allein durch die schönen, bestickten Blöcke, da kann das Quilting dann auch ruhig zuürkchaltender sein.

Für das Binding habe ich mich dann für lila entschieden. Zuerst hatte ich überlegt, das auch in grün zu machen, aber das wäre schwierig mit dem grünen Rand geworden. Da hätte schon ganz genau Farbe auf Farbe passen müssen. Also lila und letztendlich war das eine sehr gute Wahl. Um das Binding und den Tunnel rückseitig von Hand anzunähen, habe ich mich in die Sonne auf den Balkon gesetzt.

Ich liebe es, auf dem Balkon zu sitzen und ganz gemütlich das Binding von Hand anzunähen. Wenn ich noch an meine Anfangszeit beim Quilten denke, was dies für mich ein völlig abwegiger Gedanke.

Damit der Quilt Platz bekommt, musste Klimt erst einmal wieder weichen, der hing ja nun auch lange genug.

Ich finde meinen Quilt sehr schön und ich bin stolz darauf, dass er endlich fertig geworden ist. Das Foto ist nicht das allerbeste, aber ein wenig kann man die Schönheit doch erkennen. Die Quiltstange hängt ein wenig durch, die ist etwas dünn. Das wollten wir eigentlich mal ändern, aber wie das so ist, die wird wohl - wenn sie nicht gebrochen ist - in ein paar Jahren noch so durchhängen... 😂😂😂

Sonntag, 10. September 2023

Wo soll ich anfangen?

So richtig weiß ich im Moment gar nicht, wo ich anfangen soll. Lange war es mal wieder still auf meinem Blog, zum Schreiben fehlte einfach die Zeit und zum Lesen auf anderen Blogs komme ich erst recht nicht. Ich habe gerade gesehen, dass ich den ganzen August nichts geschrieben habe, dabei hatten wir im August doch Urlaub, drei ganze Wochen lang. Irgendwie kam mir die Zeit gar nicht so lange vor, sie ist nur so verflogen.

Wir waren mit Katharina drei Tage in Berlin und haben dort Kultur pur genossen, manchmal haben sich Johannes und Hennis uns angeschlossen und es war richtig schön. Von Berlin sind wir dann direkt weiter nach Werben im Spreewald gefahren und haben dort dann noch einmal fünf Tag Urlaub mit meinen Eltern verbracht. Auch das war sehr schön und wir haben viele schöne Erinnerungen mit nach Hause genommen. Diese Erinnerungen habe ich bereits in ein Fotobuch gepackt, eines haben meine Eltern als Dankeschön bekommen. Unsere schlummern noch auf dem PC, dafür muss ich jetzt erst wieder ein bisschen Taler ansammeln, denn ich habe mich mal für die Lay-Flat-Bindung entschieden. Das ist eine Art, bei der man das Fotobuch ganz plan aufklappen kann, eine schöne Sache für besondere Momente, aber eben auch ein bisschen kostenintensiver.

Wieder zu Hause hatte uns der Alltag schneller wieder als uns lieb war, Steffen musste wieder in's Krankenhaus. Bei einer Kontrolluntersuchung wurde erneut etwas im Hoden entdeckt und der Urologe wollte das lieber operativ abklären lassen. Wir gehen derzeit davon aus, dass kein neuer Krebs gefunden worden ist: Nach der OP wurde bereits gesagt, dass nichts entdeckt worden ist und von der Probe haben wir bisher noch keinen histologischen Befund. Also glauben wir an das Gute und denken positiv!

Dann haben wir - bevor Steffen in's Krankenhaus gegangen ist - noch das Zimmer von Katharina umgeräumt, schließlich ist ja Johannes Ende August wieder bei uns eingezogen. Er hat sein Studium ohne Abschluss beendet und wollte eigentlich eine Ausbildung beginnen. Nur leider hat er entweder Absagen oder gar keine Antwort bekommen. Hey, die Firmen sollen mir nichts erzählen, sie würden keine adäquaten Auszubildenden finden, eine Antwort wäre doch wenigstens angebracht, entweder auf die Bewerbung oder aber nach einen Vorstellungsgespräch. Egal, Johannes hat sich umorientiert und arbeitet nun erst einmal, um die Zeit zu überbrücken, im HKK-Hotel an der Rezeption. Und ich muss sagen, er sieht in den Sachen richtig chic aus (was bin ich stolz auf mein großes Kind) und die Arbeit macht ihm Spaß. Wir werden sehen, wohin ihn das Leben noch so treibt, die nächste Zeit ist er erst einmal wieder bei uns und wir üben das Zusammenleben und das Einschränken. 

Hin und wieder habe ich auch ein wenig genäht, im Sommer waren es mal wieder Zeugnismappen, vier an der Zahl. Ich muss sagen, es fiel mir noch nie so schwer, wie in diesem Jahr, die Zeugnismappen zu nähen. Irgendwie habe ich keinen rechten Zugang dazu gefunden. Vielleicht liegt es daran, dass die letzte Einschulung bei uns nun auch schon sechs Jahre her ist und ich mit dem Schulanfang nicht mehr so viele Verbindungen habe.

Letztendlich ist es ja egal, die Hüllen sind fertig geworden und die Kinder haben sich darüber gefreut.

Dann habe ich auch wieder die Karten für den AMC-Adventskalender genäht, mittlerweile habe ich 24, fehlen also nur noch vier Karten (Silvester, 25., 26. und noch eine für den Geburtstag, der kurz darauf im Januar folgt). Am schwersten fällt mir die Karte für den 6.12., da habe ich bisher absolut noch keine Idee. Aber die wird schon noch kommen.

Die Studienunterlagen für das vierte und letzte Semester sind auch schon hier und gedanklich beschäftige ich mich bereits mit der vierten Einsendearbeit (Kostenrecht). Ich finde sie schon recht schwer und mein Ziel hier ist, einfach zu bestehen. Ich denke, ich habe das Ergebnis zu den gestellten Fragen, aber ich finde noch nicht so den rechten Einstieg in die Arbeit. Was weiß ich denn, wie eine Stellungnahme auszusehen hat, was ich bearbeiten muss und was dabei rausgelassen werden muss. Naja, ein wenig Zeit habe ich ja noch, die Arbeit muss ich spätestens Ende Oktober absenden. Wenn ich darüber so nachdenke, ist die Zeit auch sehr schnell vergangen und nun bin ich schon auf der Zielgeraden!

Ja und gestern habe ich dann auch mal wieder einen Quilt fertig gestellt: Mein Leanne's House-Quilt. Eigentlich wollte ich davon berichten, aber das hebe ich mir für einen separaten Beitrag auf. Erstens hat der Quilt das verdient und zweitens wird dieser hier sonst viel zu lang.

Freitag, 10. Februar 2023

Die Würfel sind gefallen

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare und E-Mails zu meinem letzten Posts. Es war gar nicht einfach, eine Entscheidung für den "Mittelspruch" zu treffen. Zuerst hatte ich mich für die Idee von E. aus Wien - einer stillen Blogleserin - entschieden "Erfreue dich an den einfachen Dingen des Lebens." Der hatte sich in meinem Kopf festgesetzt. Gestern hatte ich dann noch einmal nach "Dankbarkeit" gesucht und bin irgendwie auf einen alten Thread von Facebook gestoßen, in dem es um die schönsten Sprüche von Winnie Puuh ging. Ach ja, der war schön zu lesen und ich war daran erinnert, als unsere Jungs noch klein waren, insbesondere Johannes, denn er hat gern gelesen und als er geboren war, hatten wir ein Abo von Winnie Puuh-Büchern. 😍 Und ja, Winnie Puuh hat sich auch mal zu den kleinen Dingen des Lebens geäußert und so habe ich dann meinen Spruch gefunden.

An diesem Block war wieder eine ganze Menge zu sticken, daran habe ich eine Weile gesessen, aber nun ist der Block fertig. Das war der letzte, den ich für meinen Quilt sticken musste. Nachdem ich mit dem Block heute fertig war, habe ich meine Teile natürlich auch gleich zusammengenäht. Und musste dabei an Regina denken: Ja, natürlich, ich habe getrennt. 😂😂😂 Beim ersten Trennen hatte ich einen falschen Block erwischt. Das war aber schnell erledigt und dann konnte ich mein Top bewundern.

Ich finde, es sieht schön aus, aber die Stelle links fiel mir immer in's Auge, auch wenn ich mich ganz doll bemüht habe, dort nicht hinzugucken, ich musste einfach...

Die anderen 1,5 Inch-Quadrate habe ich immer unsortiert zusammengenäht, diese hier habe ich, weil ich Stoff sparen wollte, sortiert genäht. Das passte aber nicht zum Gesamtbild des Quilts und dann - ja, ich habe es getan:

Kurz entschlossen habe ich neue Quadrate zugeschnitten, zusammengenäht, meinen Quilt getrennt und...
...mein neues Teil in die Lücke genäht. Dabei habe ich es wieder so gemacht, dass ich ausschließlich das "falsche" Teil rausgetrennt habe. Bisher hat sich das immer sehr gut bewährt.

Nachdem ich fertig war, habe ich dann allerdings noch einmal ein kleines Stück aufgetrennt, da die Nähte dort ein wenig zu viel verschoben waren. Nach dem erneuten Zusammennähen ist zwar noch immer eine Abweichung da, aber mit der kann ich leben.

Blieb dann nur noch der Rand. Gern hätte ich einen schmalen lila und einen etwas breiteren grünen Rand genäht. Allerdings reichten dafür meine Stoffe nicht mehr. Zunächst hatte ich überlegt, einen ganz schmalen grünen Rand, nur aus einer Farbe, zu nähen. Aber das war auch nicht so das Wahre. Ich habe mich dann für einen "Farbverlaufrand" von hell nach dunkel entschieden. Ich habe immer zwei Farben für eine Seite genommen und die eine Farbe dann über die Ecke fortgeführt. Beschreiben lässt sich das etwas schwer, ich glaube, man kann es besser sehen:

Ja, ein wenig ist meine Randlösung zu erkennen und nun bin ich wirklich zufrieden. Und ja, auch so etwas kann das Seelenleben wieder in Einklang bringen. 😍Bleibt nur noch die Frage, wie ich den Quilt quilten soll. Im Netz habe ich einen gesehen, der auf der Longarm gequiltet worden ist, das hat mir auch sehr gut gefallen. Von Hand werde ich eher nicht quilten, denn das dauert mir zu lange und im Moment ist das mit der Zeit so eine Sache... Mmh... Naja, ich grübele noch, im Moment freue ich mich erst einmal, dass dieses Top nun fertig ist. Den ersten Block habe ich wirklich schon 2014 (!) genäht.

Dienstag, 7. Februar 2023

Ich brauche eure Hilfe!

Ja, genau, ich brauche eure Hilfe. Ich habe ja schon einmal geschrieben, dass ich für meinen Leanne's House-Quilt die Worte auf Deutsch sticke. Ich finde, das passt einfach besser zu mir. Allerdings überlege ich schon seit geraumer Zeit, was ich auf den Mittelblock sticken soll. Bisher habe ich wortwörtlich übersetzt, allerdings sagt mir das bei dem Spruch in der Mitte sogar nicht zu.

Ja, Dankbarkeit für die kleinen, alltäglichen Dinge ist wichtig. Seit Mai 2014 weiß ich das umso mehr und ich bin für jeden Tag dankbar, an dem Steffen und ich zusammen sind. So sagte doch kürzlich der Arzt zu ihm, dass er ja doch schon ganz schön oft an die Himmelstür geklopft hätte. Ja, das hat er in der Tag und deswegen bin ich froh und dankbar für jeden Tag. Aber die wortwörtliche Übersetzung gefällt mir nicht und ich suche nun schon seit Ewigkeiten, was ich stattdessen sticken könnte.

Und nun frage ich euch: Habt ihr eine schöne Idee? Einen schönen Spruch? Dann lasst es mich wissen. Bitte, bitte.

So sieht der Block im Original aus.

In meinem letzten Beitrag hatte ich ja den "Sommer"Block gezeigt und geschrieben, dass ich da noch etwas sticken möchte, da da noch eine recht große Lücke ist. Das habe ich heute dann auch erledigt und so sieht mein Sommer-Schriftzug nun aus.

Ja, so gefällt mir das Teil viel besser. Heute bin ich nun auch mit dem vorletzten Block fertig geworden. Nun fehlt wirklich nur noch ein einziger Block (siehe oben 😉).

Mein Gänseblümchenblock. Hier kam mal wieder mein Leuchtkasten zum Einsatz, den mir mein Papa gebaut hat. die bisherigen Motive habe ich freihand gezeichnet, hier habe ich bei der Kanne unten rechts meinen Kasten verwendet.
So ist ein Kreis dann auch wirklich ein runder Kreis geworden. 
Und auch dieser Block ist mittlerweile fertig:
Hach, ich freue mich, dass ich so gut voran gekommen bin. 😍

Montag, 6. Februar 2023

Die Zeit ist reif

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem letzten Beitrag. Leipzig liegt nun schon wieder ein paar Tage zurück und ich warte auf das Ergebnis der Klausur. Ich muss aber noch ein paar Tage warten, denn ich meine, das erhalten wir Ende Februar. Aber hey, die Zeit vergeht so schnell, ist doch der erste Monat des Jahres schon wieder vorbei.

Für Leipzig hatte ich mir ja ein Uralt-Ufo rausgesucht, mein Leanne's House-Quilt. In Leipzig habe ich einen Block fertig gestellt und einen weiteren begonnen. An dem angefangenen Block habe ich in den letzten Tagen immer mal ein wenig gestickt und ich muss sagen, es hat wieder richtig viel Spaß gemacht. Vor ein paar Tagen schon bin ich mit den Block fertig geworden.

Als ich den Block genäht habe, habe ich nicht darauf geachtet, dass im unteren Teil auch gestickt wird, sonst hätte ich dafür hellere Stoffe genommen. Aber nun ist es eben so und so offenbart der Quilt eben nicht alles auf den ersten Blick. 😉

Als nächstes hatte ich mir einen Block vorgenommen, bei dem recht viel zu applizieren war. Die ganzen Teile hatte ich mir für Leipzig schon vorbereitet und so ging es recht schnell. Ich habe meine Teile erst einmal zum Applizieren vorbereitet und auf meinen Block aufgesteckt um zu prüfen, ob es so stimmig ist.
Das war mein erster Versuch, am Ende habe ich die Teile noch ein wenig anders angeordnet.
Bei diesem Block war mehr zu applizieren als zu sticken. Die Stiele der Blüten wurden auch gestickt, das hat mir ein wenig Schwierigkeiten bereitet und ganz so schön sind die Stiele nicht geworden.
Den Henkel am Korb habe ich weggelassen, der hätte ich gleichen Stil gestickt werden sollen, wie die Stiele der Blüten. Och nö, gibt auch Körbe oder Behältnisse für Blumen ohne Henkel. 😂

Dieser Block steht für den Sommer, zumindest sagt das die Stickerei auf dem Block aus. Allerdings werde ich da noch irgendetwas dazu sticken, da oben rechts doch noch viel freie Fläche ist.
So sieht mein Block im Gesamten aus.
Trotz der kleinen Holprigkeiten sieht mein Block doch sehr schön aus. Somit sind nun die obere und die untere Reihe komplett. Ich habe meine Blöcke mal zusammen ausgelegt, allerdings habe ich die beiden Reihen zusammen hingelegt. Ihr müsst euch dazwischen also eine Lücke denken.
Irgendwie fühlt es sich so an, als wäre die Zeit für diesen Quilt jetzt reif, es macht mir Spaß die Blöcke zu sticken und ich freue mich, wenn ich dann alle fertig habe. Fehlen ja nur noch drei... 😍

Samstag, 28. Januar 2023

Leipzig und so

In der vergangenen Woche war ich wieder in Leipzig zur zweiten Präsenzphase des Fernstudiums. Obwohl ich ja nun schon eine Woche hinter mir hatte, war ich trotzdem wieder sehr aufgeregt, das wird sich bei mir wohl nie ändern. Dieses Mal fand die Veranstaltung in einem anderen Hotel statt (schade, ich fand es im Marriott damals sehr schön). Das andere Hotel lag nicht ganz im Zentrum, es war ungefähr 1,5 km Fußweg bis zum Alten Rathaus. Dieses Mal war mein Plan aber ein wenig zu handarbeiten, ich hatte mir extra was eingepackt. Meine Wahl fiel auf die Blöcke vom Quilt Leanne's House. Ich glaube, ich war länger mit dem Einpacken der Handarbeitssachen beschäftigt, als mit dem eigentlichen Koffer packen. Ich musste ja einiges vorbereiten und möglichst an alles denken. Als ich dann aber am ersten Tag angefangen habe, habe ich festgestellt, dass ich doch nicht an alles gedacht hatte, denn ich hatte vergessen, Applikationsgarn einzupacken. :-(

Nunja, zuerst hatte ich überlegt, ob ich in die Stadt laufe und gucke, ob ich in einem Geschäft Garn bekomme. Dann habe ich aber entschieden, das nicht zu tun. Ich habe dann mein Stickgarn geteilt und mit einem Faden appliziert und es ging, sogar richtig gut.

Vom ersten Herz die Spitze sieht ja ganz gut aus, die von dem Herz auf dem unteren Foto leider nicht. Mit den Spitzen, egal ob Herz oder Melone, kämpfe ich beim Applizieren ja immer. Da habe ich irgendwie noch keine wirkliche Lösung gefunden, die schön spitz zu bekommen. Zumal die Spitzen bei diesen Herzen auch wirklich sehr dünn waren...
In meinem jugendlichen Leichtsinn habe ich alle noch fehlenden sechs Blöcke eingepackt, ich hatte ernsthaft gedacht, ganz viele davon zu schaffen. 😂 Sicher hätte ich mehr geschafft, wenn ich ganz konsequent nach dem Unterricht in meinem Zimmer geblieben wäre und gestickt hätte. Aber ich brauchte ja was zu essen und mir war so kalt, dass ich Dienstag erst einmal wieder in's Zentrum gegangen bin und mir eine lange Strickjacke und einen Schal gekauft habe. Damit ging es dann besser.
Manchmal war ich morgens auch ganz zeitig wach und habe dann noch ein wenig gestickt, was soll ich auch sonst machen... Einen Block habe ich fertig gestellt.
In das freie Feld in dem hellen Block werde ich noch ein Herz applizieren. Im Originalquilt ist das nicht, aber die helle, freie Stelle gefällt mir nicht. Beim Nähen der Blöcke habe ich dummerweise nicht richtig darauf geachtet, was bestickt wird und was nicht. Offenbar dachte ich, dort wird auch gestickt. Mit diesem Block habe ich nun schon vier fertige Blöcke, neun hat der Quilt insgesamt. Es geht also voran.

Einen weiteren Block habe ich in Leipzig begonnen. Auch bei diesem habe ich wieder festgestellt, dass ich beim Nähen der Blöcke mehr darauf hätte achten müssen, was bestickt wird und was nicht. In diesem Post hatte ich ja geschrieben, dass ich die restlichen fehlenden Blöcke genäht hatte und dabei einen Block noch einmal genäht habe, da das Muster nicht wirklich zu erkennen war. Tja, das war auch so ein Block, bei dem ich mal mehr hätte gucken müssen, denn die Teile, die ich damals neu genäht hatte, wurden auch bestickt. 

Zum einen war da kein Stickvlies hinter gebügelt und zum anderen waren die Flächen, die ich bestick habe, sehr dunkel, so dass man die Stickereien erst auf den zweiten Blick erkennen kann.
Das ist nicht schön, aber nun nicht mehr zu ändern. Mit diesem Block bin ich in Leipzig nicht fertig geworden, daran arbeite ich derzeit zu Hause weiter. Ich habe mir vorgenommen, diesen Quilt demnächst (Bedeutung: "in der näheren Zukunft" 😉) fertigzustellen.
Ich habe in Leipzig aber nicht nur gestickt oder für die Klausur gelernt. Wenn ich aus meinem Fenster gesehen habe, habe ich einen Turm gesehen:
Der Turm sah immer wieder anders aus, aber immer faszinierend.
Als ich Dienstag in die Stadt gegangen bin, habe ich beim Überqueren der Straße den Turm wieder entdeckt und mir gedacht, ich gehe mal gucken, was das ist. Es war eine Kirche und ein Schild, dass die Kirche offen sei, lud ein. Also habe ich mir die Kirche angesehen und war fasziniert. Nicht so sehr von der Kirche an sich, aber von den wundervollen Fenstern.
Ich konnte mich an den Fenstern gar nicht sattsehen. Ich hatte mich dann noch ein wenig mit dem Herrn unterhalten, der erzählte mir, dass die grauen Flächen in den Fenstern nicht rekonstruiert werden können, da nicht nachvollzogen werden konnte, wie das Motiv dort aussah. Die Fenster strahlten, das war irre, die Farben leuchteten und ich war fasziniert davon.

Am Freitag Abend, nachdem ich meinte, ausreichend gelernt zu haben, bin ich noch einmal rausgegangen, da ich mir wieder was zu Essen geholt habe (um die Ecke vom Hotel war ein leckerer Dönerimbiss, den Dürüm mit Falaffel und Halloumi kann ich empfehlen). Da am Dönerwagen eine lange Schlage war, bin ich noch einmal zur Kirche gegangen und habe dort noch ein wenig geguckt. Offenbar war dort abends eine Veranstaltung, denn sie war erleuchtet und es war ziemlich viel Bewegung dort. Auch abends, im Dunkeln sah sie wunderschön aus.
Dieser Spaziergang hatte ich sich wieder echt gelohnt und ich hatte dann Hoffnung, dass die Schlange am Dönerstand kürzer war - aber weit gefehlt, sie war noch länger als vorher. Na, egal, dann habe ich mich eben angestellt... ;-)

Wenn ich die weiteren Hürden bestehe, bin ich im Januar 24 wieder in Leipzig, dann werde ich bei der Zimmerbuchung angeben, dass ich wieder ein Zimmer mit Blick zur Kirche haben möchte, dann ist das Heimweh nicht ganz so groß...