Samstag, 19. September 2015

Ein Quilt für die Seele

In letzter Zeit habe ich einige von meinen Quilts verschenkt und einige Quit von Anfang an für andere genäht. Das macht mir auch immer wieder Spaß und ich gebe auch gerne meine Quilts weg, aber zur Zeit ist es so, dass ich mal was zum Seele streicheln brauche. So richtig gut drauf bin ich nicht und es fällt mir nicht ganz so einfach im Moment. Also habe ich gestern überlegt, dass ich mal dringend ein Erfolgserlebnis bräuchte. Unter meinem Bett liegt ja schon seit geraumer Zeit ein Quilt, der schon geheftet ist und wo ich auch schon mit dem Quilten begonnen habe. Eigentlich wollte ich den Quilt von Hand quilten, aber - naja.

Nun habe ich überlegt, ob es geht, einen Quilt, den ich von Hand begonnen habe, mit der Maschine zu Ende zu bringen. Ich habe - danke Katharina - entschieden, dass es wohl gehen müsste und so habe ich mir heute mein Top vorgenommen und im Wohnzimmer ausgebreitet. Wie ich quilten wollte, wusste ich noch nicht, aber ich habe mir schon einmal die passenden Garne rausgesucht. Zum Glück ist mein Vorrat von Romy noch nicht ganz aufgebraucht.

Eigentlich habe ich damit für fast jeden Block die passende Farbe. Und wenn ich das Körbchen so auf meinen Quilt stehen sehe, freue ich mich noch einmal darüber. Den Korb habe ich vor einiger Zeit mal von meiner Oma geschenkt bekommen, den hat sie in der Tagespflege hergestellt. Der steht auf meinem Zuschneidetisch und nimmt mal dieses und mal jenes auf.

Auch wenn ich bei der Quiltidee so völlig planlos bin/war, bei diesem Block wusste ich irgendwie von Anfang an, dass ich ihn so quilten wollte, wie ich es gemacht habe.

Das bot sich ja geradezu an und ich finde, es hebt den Stern extra hervor. Bei diesem Quilt habe ich ein Baumwoll-Polyester-Vlies als Einlage genommen. Das lässt sich viel einfacher quilten, als das dicke Volumenvlies bei den beiden Neffenquilts.

Und weil heute wieder Sonnabend ist, habe ich während der Sky Bundesliagkonferenz sechs Blöcke gequiltet:
 



 
Morgen werde ich dann an dem Quilt weiterarbeiten. Die großen Blöcke sind ja kein Problem, nur bei den 6-Inch-Blöcken weiß ich noch nicht genau, wie ich die quilten werde. In der Mitte hatte ich ja begonnen, von Hand federn zu quilten. Die werde ich so lassen und dann an die Federn Stippling anschließen. Damit wede ich auch die Zwischenstreifen quilten.

Freitag, 18. September 2015

Wohin die Reise geht...

Als ich am Sonntag nach Haus gekommen bin, habe ich gleich meinen Neffenquilt fertig gemacht. Viel war nicht mehr zu quilten und dann habe ich mich mit dem Binding gemüht. Dabei habe ich beschlossen, NIE, NIE, NIE wieder das dicke Volumenvlies zu nehmen. Es ist einfach zu dick. Mal schauen, was ich mit dem Rest mache, der noch auf dem Schrank liegt, allzu viel ist es zum Glück nicht mehr.
Ich hatte erst überlegt, den Quilt Montag fertig zu nähen, weil ich von dem Wochenendausflug doch ganz schon geschafft war, zum Glück habe ich meinen inneren Schweinehund überwunden und den Quilt gleich Sonntag noch beendet, denn seit Montag ist bei uns mal wieder alles anders, denn Steffen liegt mal wieder im Krankenhaus. Und deswegen gibt es vom Neffenquilt auch gar keine wirklich schönen Fotos...
Das Foto habe ich schnell Dienstag früh gemacht, bevor ich den Quilt - standesgemäß in Weihnachtspapier - eingewickelt habe.
Auf der Rückseite ist das Quilting sehr schön zu erkennen, man sieht auch, wie kuschelig die Rückseite ist. Dafür habe ich doch gern das Gefussel ertragen...
Die Fusseln waren sehr hartnäckig und anhänglich, überall habe ich sie gefunden, selbst im Büro... ;-) Inzwischen hat der Quilt seinen Empfänger erreicht und ich glaube, nein, ich weiß, dass er sich sehr darüber gefreut hat.

Die ganze Woche bin ich zu nichts gekommen, ich hätte auch gern mal wieder genäht oder gestickt, aber abends bin ich einfach nur noch völlig müde und platt in's Bett gefallen. Und wenn morgens um fünf der Wecker geklingelt hat, habe ich nicht nur einmal überlegt, ob es sich überhaupt lohnt, aufzustehen. Letztendlich habe ich die Antwort vertagt und bin so aufgestanden.

Heute Nachmittag dann habe ich mir einfach mal die Zeit genommen und mal wieder was genäht. Bei Roswitha gibt es einen neuen Mysterie. Im letzten Advent hatte sie ja in ihrer Facebook-Gruppe einen Wintermysterie veröffentlich. Da gab es bis Weihnachten jeden Tag einen Block. Der tiefverschneiten Wintermagie folgt nun der Frühlingszauber. Mir wäre der Sommer lieber gewesen, aber eigentlich ist die Reihenfolge, in der die Mysteries genäht werden, ja egal.

Die Anleitung habe ich sofort nach Erscheinen gekauft, aber erst heute bin ich zum Nähen gekommen. Ich habe in meinen Stoffboxen nach Stoffen in Frühlingsfarben gesucht, gar nicht so einfach, denn die meisten Stoffe sind bunt und kräftig von den Farben her. Ich habe aber Stoffe gefunden und den ersten Block des Mysteries genäht.
Und weil ich nicht richtig aufgepasst habe, habe ich die Eckblöcke falsch herum angenäht, also hieß es mal wieder Trennen. Die Mühe hat sich allerdings gelohnt, denn der Block ist wirklich schön geworden.
Wenn ich mir beide Varianten so ansehe, muss ich sagen, dass die erste Version auch gar nicht so schlecht ausgesehen hat. Ich bin nun sehr gespannt, wie es mit diesem Mysterie weiter geht und in welchem Rhythmus die Blöcke erscheinen. Ich hoffe, ich muss nicht ganz so lange auf die Fortsetzung warten...

Sonntag, 13. September 2015

Ein überraschendes Wochenende

Dieses Wochenende war es dann nun soweit: Die Überraschungsfahrt stand an. Ein Kollege von Steffen hat eine Fahrt organisiert, von der nur das Datum bekannt war. Im letzten Jahr konnte wir nicht mitfahren, da es genau an Jonathans Geburtstag war, aber dieses Jahr hat es geklappt und so sind wir Sonnabend dann mit unbekanntem Ziel losgefahren. Das Geheimnis wurde alsbald gelüftet: Zuerst ging es nach Leipzig zum Flughafen, wo wir gefrühstückt haben und dann eine Flughafenrundfahrt hatten. Das war wirklich interessant.

 Bevor wir allerdings auf das Gelände durften, mussten wir erst einmal Formulare ausfüllen und eine Sicherheitskontrolle über uns ergehen lassen. Dann aber durften wir mit dem Bus auf das Gelände fahren. Die Führung war unheimlich interessant.





 Besonders spannend fand ich die Fahrt über die Landebahn...

Unser nächstes und eigentliches Ziel war dann Meißen. Was habe ich mich darüber gefreut, wir waren ja schon einmal in Meißen, als wir noch keine Kinder hatten, es ist also schon eine halbe Ewigkeit her. In Meißen haben wir dann die Schwerter Brauerei besucht und dort eine Bierverkostung gehabt. Wir haben unheimlich viel über Bier, Bierbrauen und die Geschichte erfahren und auch verschiedene Biersorten gekostet. Gut, ich bin nun nicht der Biertrinker, aber Spaß gemacht hat es allemal.

Bevor wir uns heute dann wieder auf den Heimweg gemacht haben, haben wir noch einmal die Innenstadt von Meißen besucht. Meißen ist eine tolle Stadt, die 2002 und 2013 arg vom Hochwasser betroffen war. Davon ist heute, mit Ausnahme der Wasserstandsmarkierungen, schon nichts mehr zu sehen.
Schade, dass wir am Wochenende in Meißen waren, denn als erstes habe ich einen Stoffladen und als zweites ein Nähmaschinengeschäft entdeckt. Und noch einmal schade war es, dass wir so gar nicht wussten, wo es hinging, sonst hätte ich doch bestimmt versucht, in der freien Zeit nach Gröbern ins Handarbeitshaus zu fahren. Aber egal. Wir haben die Zeit in Meißen sehr genossen und einfach in der Sonne gesessen.
 
Der Aufstieg zur Albrechtsburg war nicht ganz so einfach, aber er hat sich gelohnt, der Ausblick über die Stadt und die Elbe ist einfach unheimlich schön.

 

 
Leider habe ich überhaupt nicht daran gedacht, einen Fotoapparat mitzunehmen, von daher gibt es auch nur Handyfotos, aber es kommt ja eher darauf an, was auf den Fotos drauf ist. ;-)

 
Wenn wir irgendwann nicht wieder zum Bus gemusst hätten, wäre ich auf der Bank über der Stadt, unterhalb der Burg, in der Sonne wohl noch ewig sitzen geblieben... Es war einfach zu schön: kein Geschnatter, kein Gezanke, kein Stress, einfach nur Ruhe... Schade, dass diese Momente so selten sind, aber dafür sind sie kostbar.

Mittwoch, 9. September 2015

Der alte Lappen hat ausgedient.

Vielen lieben Dank Euch allen für Eure lieben Kommentare. Im Moment ruht die Arbeit am Neffenquilt, da ich in dieser Woche bis 17 Uhr arbeiten muss... ...aber eigentlich müsste ich, denn schon in der kommenden Woche ist die Einschulung.

Heute habe ich ganz tolle Post bekommen. Bei Kerstin habe ich vor einiger Zeit tolle Seifenschalen gesehen. Naja und dann habe ich Kerstin gefragt, ob sie noch eine Seifenschale hat, denn unsere Seife liegt immer auf einem Lappen. Nicht schön, aber es hilft. Kerstin hatte noch eine Schale und wir wurden uns ganz schnell einig und schon heute war die Seifenschale da.
An der Verpackung sieht man schön, welche Leidenschaft Kerstin hat. ;-) Meine Katharina hat sich unheimlich über die Stoffreste gefreut, sie konnte sie gleich gebrauchen - wofür ist allerdings ihr Geheimnis.

Die Seifenschale ist in natura noch viel schöner, als auf den Fotos:
Toll, oder? Und viel besser, als mein Lappen:
Und die Schale passt perfekt auf die Ecke vom Waschbecken:

Ich freue mich unheimlich über meine Seifenschale. Toll, dass das Geschäft zustande gekommen ist. ;-)

Sonntag, 6. September 2015

Das Spielfeld

Ich hatte ja gestern schon geschrieben, dass ich nun mit Hochdruck am Neffenquilt arbeiten "muss", da die Einschulung ja schon bald ist und der Quilt muss ja noch eine Reise durch halb Deutschland antreten.

Also habe ich heute Mittag mein Top geheftet. Was mich allerdings geritten hat, das dicke Volumenvlies zu verwenden, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich hatte mir extra Baumwoll-Polyestervlies bestellt, aber als ich angefangen hatte zu heften, habe ich gedacht, dass es ja ein schöner warmer Kuschelquilt werden soll und, obwohl ich mir beim letzten Quilt schon vorgenommen hatte, dieses Vlies nicht mehr zu verwenden, habe ich es doch wieder getan. Es muss ja auch aufgebraucht werden, aber es ist einfach viel zu voluminös und steif. Es lässt sich auch nicht wirklich schön quilten. :-(
Als das Top bei mir an Schrank hing, wusste ich schon irgendwie, wie ich den Quilt quilten wollte. Im Spielfeld wollte ich die Linien des Spielfeldes aufgreifen und den Mitteilkreis ein-, zweimal umrunden. Letztendlich habe ich den Mittelkreis und die Mittellinie dreimal umrundet. Es war aber wegen des unheimlich dicken Vlieses, weil der Quilt dadurch so viel Gewicht und Volumen hat, sehr schwer.

Bei meiner Nähmaschine ist ein Führungslineal dabei, welches in den Fuß eingesteckt wird und das mit einem kleinen Metallplättchen gehalten wird. Leider habe ich mir gleich bei der ersten Runde Das Plättchen verbogen, sodass mein Lineal auch in diesem Fuß keinen Halt mehr hat und ich die Abstände schätzen musste. :-(

So sind die Abstände leider nicht gleichmäßig geworden. Im Ganzen jedoch ist das Spielfeld so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe.
Die Mitte habe ich mit gelbem Verlaufsgarn gequiltet. Als Unterfaden habe ich Bottom Line verwendet. Das ist ein sehr feiner, dünner Faden, auf eine Spule passt viel mehr drauf, als von normalem Garn. So richtig viel kann ich zu dem Garn ja noch nicht sagen, weil - siehe oben - der Quilt so dick und schwer ist und das Quilten nicht wirklich gut von der Hand geht. Aber auch auf der Rückseite ist das Quiltmuster sehr gut zu erkennen.
 
Auf den linken Foto ist das Quiltmuster gut zu erkennen. Die Farbe gibt es allerdings nicht gut wieder, da ich es ohne Blitz aufgenommen habe, das rechte Foto gibt die Farbe der Rückseite gut wieder. Es ist ein richtig schönes helles Sonnengelb.

In den Ecken habe ich mir Linien vorgezeichnet, die konnte ich dann doch nicht frei Hand quilten. Die geraden Ecken sollen die Stahlkonstruktion in einem Stadion darstellen. Von diesen drei Linien ausgehend, habe ich innerhalb des Randes Linien im Zickzack gequiltet. Diese werde ich dann noch wiederholen, so wie bei dem Jinny-Beyer-Quilt.
Ein bisschen ist der Verlauf der Linien im Randbereich schon zu erkennen. Mal sehen, ob ich morgen schon an dem Quilt weiterarbeiten kann...


Samstag, 5. September 2015

Norráker - Guten Appetit.

Sicher habt ihr schon gemerkt, dass es in meinem Blog wieder ein bisschen ruhiger geworden ist, das liegt daran, dass seit Montag unser Urlaub vorbei ist und wir wieder zur Arbeit gehen. Naja und dieses Jahr war es ja leider so, dass neben der Arbeit wenig Zeit blieb, entweder fürs Hobby oder fürs Bloggen. Aufgeben mag ich meinen Blog aber nicht, denn ich weiß, es wird auch mal wieder anders! Naja und so werden die Beiträge weniger, aber dafür länger... ;-)

Fange ich mal der Reihe nach an. Seit Sonntag bin ich auch schon wieder ein Jahr älter. Da ich Sonntag noch ziemlich viel zu tun hatte und auch nicht mehr schlafen konnte, bin ich ganz zeitig aufgestanden und habe die Briefe aus der Geburtstagsliste aufgemacht. Das war richtig schön. Im letzten Jahr habe ich ja eine Pause gemacht, in diesem Jahr war ich wieder mit dabei. Es hat wieder ganz viel Spaß gemacht, all die tollen Briefe aufzumachen und die schönen Stoffe auszuwickeln. Mein Wunsch waren Lynette-Anderson-Stoffe aus der Serie "Pocketful of Daisies" oder aber Lecienstoffe in gedeckten Farben. Und diese tolle Stoffvielfalt habe ich bekommen:
Und auch die Karten und Beigaben waren schön, über jede einzelne habe ich mich riesig gefreut.
Besonders hat mich der gestrickte Spüllappen von Gisela gefreut. Ich hatte 2009 von Gisela schon solch einen Spüli zum Geburtstag bekommen und dann 2010 mit ihr einen Tausch vereinbart. Die Lappen habe ich ALLE immer noch in Benutzung (so sehen sie leider schon aus, manche werden nur noch durch die Fäden zusammengehalten) und nun gab es einen neuen. Allerdings bringe ich es nicht übers Herz, die kaputten Spülis zu entsorgen. Bei Gelegenheit muss ich glatt mal ein Foto davon posten...

Ein paar Tage vor meinem Geburtstag erreichte mich dann noch ein Päckchen von Silvia. In dem Päckchen plätscherte es - ja, ich gebe es zu, ich habe mal ein wenig geschüttelt - und ich dachte erst, dass vielleicht etwas kaputt gegangen sein könnte. Aber war es zum Glück nicht. Silvia hat mir einen tollen Einkaufsbeutel genäht; der zusammengepackt eine Herzform hat und ausgepackt riesig ist. Der Beutel ist sofort in meine Handtasche gewandert, denn ich mag keine Plastiktüten und gekaufte Beutel mit Werbeaufdruck auch nicht.
 
Von Katrin hat mich ein lieber Brief erreicht - der Umschlag war aus einem großen Umschlag selbst genäht, das muss ich mir merken, ich habe nie die passende Größe da - und ausgepackt habe ich ganz wunderschöne Knöpfe für meinen Chateau Hexagon-Quilt. Eingewickelt waren die Knöpfe in einem schönen roten Stoff und zusammengehalten mit einem Webband.
Leider bin ich mit dem Quilt noch nicht wirklich weiter gekommen... :-(

Und von der großen Katharina habe ich zu den beiden tollen Stöffchen und gestrickten Socken für warme Füße eine tolle genähte Viola-Tasche bekommen. Viola-Tasche deshalb, weil es genau MEINE Farben sind und MEIN Stoff ist. Katharina hatte diese Tasche schon einmal genäht und ich hatte gefragt, ob sie vielleicht so groß sei, dass da die Sauna-Sachen reinpassen würden. Ich wollte mir solche eine Tasche dann nämlich auch nähen. Na, das brauche ich dann ja nicht mehr. Ich habe ja jetzt eine. Allerdings habe ich noch nicht probiert, ob die Sauna-Sachen da reinpassen, denn im Sommer waren wir nicht in der Sauna, da war es ja auch so warm genug. ;-)
Das Foto wird der Tasche jetzt gar nicht wirklich gerecht, denn die ist einfach nur toll. Vorn hat sie noch Taschen mit Gummizug, sowas würde mir wohl nie gelingen und an der Seite noch zwei Taschen mit Reißverschluss. Sie ist einfach nur wunderschön!!!

So und nun komme ich zur eigentlichen Überschrift meines Posts. Wir wohnen ja in einem Mehrfamilienhaus und da ist die Küche relativ klein. Wir haben aber noch Glück, denn in unserer Küche kann man zu fünft sitzen. Es gibt auch Wohnungen, gebaut zu DDR-Zeiten, wo die Küche nur ein schmaler Schlauch ist. Es ist gar nicht so einfach, für solche eine recht kleine Küche einen passenden Tisch zu finden. Vor vielen Jahren habe ich mal auf dem Sperrmüll einen wirklich schmalen, kleinen Tisch gefunden. Der stand jahrelang in unserer Küche. Nun sind wir seit drei Jahren einer mehr und die Jungs werden auch immer größer und so wurde es am Tisch immer enger. Bei fast jeder Mahlzeit gab es Diskussionen. Das Minikind hat sich lauthals beschwert, wenn Wurst oder Käse in ihrer Nähe standen, die Jungs haben sich ständig gekabbelt, weil der eine einen Zentimeter mehr Platz hatte als der andere und Steffen und ich saßen sowieso immer über Eck... Alles nicht wirklich tragisch, aber nervig.

Und als wir kürzlich bei Ikea waren, fiel uns die Tischgruppe Norraker auf. Die schien wie geschaffen für unsere Küche zu sein. Der Tisch etwas breiter und größer als unserer, die Stühle stapelbar und Bank und Hocker perfekt unter den Tisch zu schieben. Wir haben dann überlegt und entschieden, dass das unser Weihnachtskauf werden wird.

Naja und letzten Mittwoch ist es morgens mal wieder fast eskaliert (nicht nur wegen des Platzmangels beim Frühstück) und ich war so genervt davon, dass ich entschieden habe: Es ist schon fast Weihnachten und wir fahren zu Ikea und kaufen die Sachen. Das haben wir dann am Donnerstag Nachmittag nach der Arbeit gemacht. So schnell waren Steffen und ich schon lange nicht mehr durch den Ikea durch. Wir haben die Möbelabteilung links liegen gelassen und sind gleich in die Markthalle gegangen und haben die Sachen gekauft. Tisch, Hocker und Bänke lagen ganz sichtbar gleich am Eingang. Aber die Stühle haben wir nicht auf Anhieb gefunden. Die Suche sagte uns dann, wo sie lagen und - es war unser Glückstag - da lagen noch genau ZWEI Stühle. Und mehr wollten wir ja auch nicht.

Der Aufbau war einfach, wie eigentlich immer bei Ikea und seit Freitag Nachmittag können wir nun in aller Ruhe essen. Klar es ist nun etwas enger in unserer Küche, aber weil an den Längsseiten vom Tisch die Bank und der Hocker stehen, habe ich mehr Platz. So kann ich nun am Herd was machen, auch wenn dort an der Tischseite wer sitzt. Das war vorher nicht so, da Stühle ja doch mehr Platz einnehmen. Ach, was ist das jetzt schön.
Wenn wir sonst fertig waren mit Essen, kamen drei Stühle immer in die Ecken neben dem Schrank, sonst hätten wir uns in der Küche gar nicht mehr bewegen können. Die neuen Stühle sind noch besser stapelbar als unsere alten, passen auch genau in die Ecke, müssen sie aber nicht mehr. Denn die Bank passt perfekt unter den Tisch. Und wenn ich die Stühle ranschiebe, passt der Hocker genau dazwischen. Das nenne ich mal durchdacht!
Und so sieht es nun aus. Ihr merkt wohl schon, dass ich mich wie irre darüber freue. ;-)