Montag, 16. Juli 2018

Bestmöglich hingepfuscht. ;-)

Habt vielen Dank für Eure aufmunternden Worte und lieben Ratschläge zu meinem Regalquilt. Der Kommentar von Este öffnete mir die Augen. Messen? Ähm, ne, hab ich nicht. Das Top sah irgendwie gerade aus und damit war ich zufrieden. Naja, da habe ich dann wohl Lehrgeld gezahlt.
Sehr ihr mein Problem? Als der Quilt so lang, habe ich es auf jeden Fall ganz deutlich gesehen.
Ohje, der Quilt ist unten offensichtlich breiter als oben. Ich habe dann das Binding unten teilweise abgetrennt und versucht, in den Regalstegen ein bisschen vom Stoff wegzunehmen. Professionell war das sicher nicht, aber wirkungsvoll.
Man sieht schon, dass ein ganz Teil vom Binding letztendlich weg musste.
Hier ist ein wenig zu erkennen, wie ich das Zuviel an Stoff weggenommen habe. Hinten ist nun zwar eine Falte im Quilt, aber das war mir dann egal, denn sonst hätte ich das ganz Quilting auftrennen müssen und das wollte ich nicht. Zunächst habe ich nur zwei Stege abgenäht und (logischerweise) das Binding auch schon wieder angenäht und dann gesehen, dass mein Quilt immer noch eine Beule hat. Also: Binding wieder abtrennen und dann einen weiteren Steg abnähen. Und dann lag mein Quilt so, dass ich damit endlich zufrieden sein konnte.
Ich habe ihn dann wieder aufgehängt und ich finde, so kann er nun bleiben bzw. so kann ich damit leben.
 
Minimale Wellen sind noch da, aber die sind nichts im Vergleich zu gestern. So kann der Quilt nun wirklich bleiben, den Rest macht dann vielleicht das Bleiband, welches ich unten noch annähen werde (ist schon bestellt und muss ja dann auch verarbeitet werden).

 
 
Hier seht ihr, wie ich meinen Quilt abgeändert habe. Es ist nicht wirklich schön, aber hey, der Zweck heiligt manchmal die Mittel. Ich werde dann noch ein paar Lavendelstäußchen nähen und die dann dort aufhängen. Fehlt nur noch der passende Stoff, den habe ich in meinen Kisten leider nicht mehr gefunden. Vielleicht hat ja jemand von Euch einen Stoff mit Lavendelsträußchen drauf und würde mir davon ein Stück (für drei Sträuße) im Tausch gegen einen anderen Stoff zusenden?!


Sonntag, 15. Juli 2018

Hängt! Hängt wellig! :-(

Eigentlich hatte ich vor, heute noch ein paar weitere Jane-Blöckchen zu nähen, aber es kam mal wieder anders. Gestern sind wir mal wieder holterdipolter zu Ikea gefahren, um für die Jungs einen Fernsehtisch zu kaufen. Sie bekommen den Fernseher, der immer bei uns im Schlafzimmer stand. Da der Platz, wo bisher der Fernseher stand, frei wurde, war da noch Platz für ein paar Billy-Aufsatzregale. So hat jeder was bekommen. Heute mussten wir nun aber erst einmal die Sachen aufbauen. Meine Aufsatzregale waren ja ganz schnell aufgebaut.
Nun muss ich nur noch etwas finden, was ich in die Schränke einsortiere, aber da finde ich mit Sicherheit etwas. Konnte ich vorher über meine Regalwand noch drüber gucken, geht das jetzt nicht mehr. ;-)
Hinter meinem Nähtisch habe ich gestern einen Quilt vor den Regalen angebracht, so sieht es ordentlicher aus und es staubt dann nicht mehr ganz so doll ein (oder ich sehe es nicht mehr). So kam mir dann die Idee, die Regalquilts für die Küche fertig zu machen. Geheftet hatte ich sie ja schon, ich brauchte also nur noch zu quilten. Und das habe ich heute Nachmittag gemacht. Zuerst habe ich den schmalen Quilt gequiltet und aufgehängt.
Das sieht schon einmal schön aus. Der Quilt hängt zwar unten nicht ganz gerade, aber damit kann ich leben. Also habe ich mit dem großen Quilt weitergemacht. So richtig viel Lust zum Quilten hatte ich nicht, aber ich habe ich durchgekämpft. Für den kleinen Quilt habe ich dunkles Baumwollgarn zum Quilten des Hintergrunds genommen, das gefiel mir aber nicht so, da das Garn so ein bisschen fusselig war. Für den großen Quilt habe ich dann Stickgarn genommen. Das sah besser aus, allerdings riss in der 75er Nadel immer der Faden. Ich habe dann eine 90er Nadel genommen, hatte da aber wieder Probleme, diese in den Nadelhalter zu bekommen. Ich muss mal gucken, woran das liegt, denn es ist ja nicht normal, die Nadel mit Hilfe einer Zange einzusetzen. :-( Ob in dem Nadelhalter irgendwie Rückstände sind, die das Einsetzen der Nadel behindern?

Beim Quilten habe ich dann mal wieder den Klassiker geschafft: Rückseite festgequiltet.
Ich habe das dann ganz unorthodox gelöst und meine Rückseite einfach weggeschnitten. ;-) Der Quilt soll ja ein Regal verhüllen und nicht auf eine Ausstellung reisen.
 
Da der Quilt in einer Gardinenleiste hängt, brauchte ich auch keinen Tunnel anzunähen. Ich habe wieder Faltenband aufgenäht und Haken eingefädelt. Steffen war so nett, den Quilt aufzuhängen, denn da oben kam ich beim besten Willen nicht dran. Und nun hängt mein Quilt:
Die Größe passt wirklich perfekt. Das hätte ich so nicht erwartet, da ich ungefähr gemessen habe. Was mich allerdings ziemlich ärgert ist, dass der Quilt unten total wellig hängt. :-( Ich verstehe es nicht so ganz, da ich das Top mit dem Binding extra ein wenig eingehalten habe.
 
 
Ach Mensch, das ärgert mich schon irgendwie. Dass der Quilt wellig hängt, sieht man ja nur, wenn man von unten guckt, von vorne und aus der Ferne fällt es nicht so sehr auf. Ich muss mal überlegen, was ich da tun kann.

Donnerstag, 12. Juli 2018

Neues vom Pflanzenhandel

Ihr Lieben, habt ganz vielen Dank für Eure lieben Kommentare zu meinen beiden Regalquilts. Ich habe mich sehr über Euer Interesse gefreut. Ja, es hat mal wieder ganz viel Spaß gemacht, so spontan etwas zu nähen und hat Lust auf mehr gemacht. Mehr, weil ich noch soooo viele Lebensmittelstoffe habe und deswegen unbedingt noch einen Quilt nähen muss und zum anderen, weil es mal wieder so viel Spaß gemacht hat. Und wisst ihr was? So langsam kommt in mir die Lust auf meine Jane wieder zum Vorschein. Auch da hätte ich eigentlich genug Stoffe, aber kürzlich sind mir ein paar Stoffe "in den Warenkorb gehüpft", die perfekt für meine Jane sind. Bestimmt werde ich in den nächsten Wochen daran auch mal wieder nähen. Ich glaube, den letzten Block habe ich im letzten Jahr im August genäht, als ich mit Steffen in der Uniklinik zum Lasern war...

In den letzten Tagen habe ich hin und wieder an meinen Pflanzenhandelblöcken gestickt. Appliziert waren sie ja alle fertig, nun ging es an's Besticken. Begonnen hatte ich mit dem Mohn. Für meinen Skizzenbuchquilt hatte ich ja Garn in Anthrazit genommen. Das passte sehr gut und man konnte die Stickerei gut lesen und erkennen. Die Farbe hatte ich leider nicht mehr und da ich Garn aus meinen Beständen verwenden wollte, standen so etwas wie aubergine und ein rostton. Letztendlich habe ich mich für rost entschieden und schon bei den ersten Stichen bin ich in's Grübeln gekommen, aber nur ein bisschen.
Man sieht, dass die Schrift schlecht zu lesen ist. Ich habe aber dann doch fertig gestickt. Warum, weiß ich selbst nicht so genau.
Zum Test hatte ich dann mal meinen Mohnblock auf meinen Skizzenbuchquilt gesteckt und festgestellt, dass ich mit dem Rostton nicht wirklich eine gute Wahl getroffen habe. Also habe ich meine nächsten Blöcke mit dem Garn in aubergine bestickt. Und ich muss sagen, die Stickerei kann man viel besser erkennen.
Mit dem Mohnblock konnte ich mich nicht anfreuden. Lange habe ich überlegt, ob ich ihn so lasse, habe mich dann aber doch zum Auftrennen entschieden. Ohja, das Auftrennen war fast schwieriger, als das Sticken. ;-)
Letztendlich bin ich froh, dass ich mir die Mühe des Auftrennens gemacht habe und sobald ich mit meinem Rittersporn fertig bin, nehme ich mir den Mohnblock mal wieder vor.

Sonntag, 8. Juli 2018

Fisch, Käse, Salat und Gewürze - und ein weiteres Top

Habt vielen Dank für Eure lieben Kommentare. Wie immer habe ich mich über jeden sehr gefreut. Ja, diese Art der Vorratshaltung macht viel Spaß, es ist einfacher, als einkochen, aber nicht ganz so nahrhaft. Da ich an den letzten beiden Tagen wieder ziemlich früh wach war, habe ich gleich an meinen Blöcken weitergenäht. Ich habe wohl schon vermutet, dass ich - trotz Wochenende - früh wach sein werde und habe vom Freitag gleich meine Nähmaschine im Wohnzimmer stehengelassen. So konnte ich meine Zeit am Morgen sinnvoll nutzen: Star Trek-Folgen gucken und Blöcke nähen.

 
Freitag mittag hatte ich mir noch ein paar weitere Stoffe bestellt. Erstaunt war ich, dass die schon Sonnabend geliefert worden sind. So konnte ichd ann wunderbar weiternähen. Besonders gefreut hatte ich mich über den Stoff mit dem Obst- und dem grünen Salat. Die habe ich natürlich auch gleich verarbeitet:
Auf jeden Fall finden sich in meinem Regal auch ein paar Kochbücher und ganz rechts finden sich meine beiden Salatschüsseln. ;-) Oben steht frischer Obstsalat und darunter eine Schüssel mit gemischtem grünen Salat. Lecker! In Renates Vorlagen fanden sich auch zwei Gläser für Fisch. Logisch, dass auch die mit in meinen Quilt sollten. So richtigen Fischstoff hatte ich allerdings nicht, da musste ich improvisieren. In meinen Stoffen fanden sich dann aber ein Batik mit Fisch und ein Stoff, der an Fisch erinnert. Und so finden sich in meinem Vorratsregal auch Fischkonserven.
Da ich in Renates Vorlagen auch eine geniale Käseglocke entdeckt hatte, habe ich mir extra Käsestoff bestellt. Den habe ich heute morgen verarbeitet. Passend dazu habe ich dann auch die zwei Gewürzmühlen genäht. Hätte ich aber mal auf der ein oder anderen Tupperparty besser aufgepasst, hätte ich auch gewusst, wie die richtig auszusehen haben:
Da hieß es dann trennen... :-( Aber das Trennen hat sich gelohnt.
Und dann war es an der Zeit, die bisher fertigen Blöcke mal zusammen auszulegen, um zu sehen, wie viele Blöcke ich denn noch nähen kann.
Tja, da brauche ich dann gar keine Blöcke mehr, denn die Maße sind schon so gut wie erreicht und es müssen ja auch noch die Regalwände dazwischen. Damit habe ich mich dann heute beschäftigt und mein Top zusammengenäht. Da meine Blöcke alle aus unterschiedlichen Serien waren und damit unterschiedliche Größen hatten, musste ich meine Blöcke ein wenig anpassen. Aber das war kein Problem und so ist nun mein Top fertig zusammengenäht.
Man sieht, dass das ein Regal ist, welches immer mal wieder erweitert worden ist und da es nicht im direkten Blickfang ist, ist es auch kein perfektes Regal. Bei diesem Regal war es nur wichtig, Platz für die Vorräte zu haben. ;-)
BNun muss ich die beiden Tops nur noch sandwichen und quilten. bei den anderen beiden Regalquilts hatte ich so gemacht, dass ich im Hintergrund gestippelt habe. Mal schauen, wie ich die beiden neuen Quilts quilten werde. Auf jeden Fall möchte ich das in den nächsten Tagen machen, damit die beiden Tops gar nicht erst wieder als Ufo enden...

Samstag, 7. Juli 2018

Weiter geht's mit der Vorratshaltung

Habt vielen Dank für Eure lieben Kommentare und Eure lieben Hinweise, so habe ich doch noch weitere Vorlagen gefunden. Von Renate bekam ich Vorlagen, die sie sich damals mit EQ gezeichnet hat. Auf die Idee, die Vorlagen selbst zu zeichnen, bin ich nicht gekommen. Wobei mir da nun gerade einfällt, dass ich das damals für die Salatschüssel auch gemacht habe... Naja, nun bin ich aber gut versorgt und kann weiter nähen. Mittlerweile weiß ich auch wieder, wo ich damals die Vorlagen entdeckt habe. Manchmal ist es einfach nur ein falscher Suchbegriff, der nichts finden lässt und viel Zeit verbraucht. :-(

Bei uns spielt sich der Arbeitsalltag wieder ein. Steffen hatte in der vergangen Woche Spätschicht und ich - logischerweise, da ja Katharina nicht allein bleiben kann - Frühschicht. Zunächst war es... ...blöd, aber nach ein, zwei Tagen war ich in dem Rhythmus drin und habe die Zeit, in der Steffen auf Arbeit war, für mein Hobby genutzt. Auch das war etwas, was ich ja eigentlich seitdem Steffen krank geworden ist, nicht mehr hatte. Seitdem waren wir ja eigentlich immer zusammen. Das war auch sehr schön, aber... ...tja, ich war eben nie allein. ;-) Auf jeden Fall habe ich in der vergangen Woche nach der Arbeit ein wenig nähen können. Und so sind weitere Blöcke für meinen Regalquilt entstanden.
Zum einen sind diese Essig- und Ölflasche entstanden. Die Vorlage dazu ist aus dem Patchwork- und Quiltforum. Dort hatte ich seinerzeit einige Vorlagen von einem Regalquilt gefunden und ja, die Vorlagen sind noch da.
Auch die Vorlage für diesen Block habe ich aus dem Patchwork- und Quiltforum. Der gestaltete sich gar nicht so einfach zu nähen. Nachdem der Block fertig war, habe ich festgestellt, dass ich an dem eingekochten Spargel oben einen falschen Stoff angenäht hatte:
Wie ihr auf dem oberen Foto sehen könnt, habe ich den silbernen Streifen abgetrennt und durch einen Streifen des Hintergrundstoffes ersetzt. So sieht der Block auch viel stimmiger aus. Noch ein weiterer Block ist entstanden und zwar ein Glas eingekochter Aprikosen. Die Vorlage für diesen Block habe ich von Renate bekommen.
Jetzt wäre mal ein Foto aller Blöcke nebeneinander schön. Aber das habe ich leider (noch) nicht. Gestern habe ich mir noch einmal Stoffe mit Lebensmitteln bestellt. Heute sollen sie sogar schon ankommen, dann kann ich weitere Blöcke nähen.

Mittwoch, 4. Juli 2018

Einkochen

Vor ein paar Tagen habe ich euch ja von meinem weiteren Regalquilt berichtet und auch davon, dass in der Küche noch ein weiteres Regal zu verstecken wäre. So habe cih in den letzten Tagen (fast verzweifelt) nach weiteren Glasvorlagen gesucht. Schließlich hatte ich die von Quilt-Glück schon für die beiden ersten Regalquilts verwendet und ich wollte gern ein bisschen Abwchslung in meine Regale bringen. Allerdings war ich wenig erfolgreich. Mit Ausnahme der Blocke, die ich am Sonntag genäht hatte, habe ich - bis auf den Gläserstapel von Regina Grewe - keine weiteren Vorlagen gefunden.

Also habe ich zunächst einmal auf die Vorlagen von Quilt-Glück zurückgegriffen. Ich habe mir dabei die Vorlagen herausgesucht, die nicht ganz so viele kleine Teile enthielten. ;-) Als erstes habe ich allerdings Blaubeermarmelade eingekoch. Auch diese findet sich in meinem Regal.
Das Marmeladenglas ist etwas kleiner, als die bisherigen Blöcke. Aber das ist ja bei Marmeladengläsern meistens so.
Da mein Quilt eine Länge von 170 und eine Höhe von 40 cm haben soll, brauche ich eine Menge Blöcke und so habe ich heute noch weitere genäht. Zunächst habe ich Gemüse und Sauerkonserven eingekocht:
Vielleicht komme ich auch morgen nach der Arbeit wieder zum Nähen, so würde mein Regal schneller wachsen, als gedacht. Aber zunächst wären noch weitere Vorlagen toll... Mmh.

Sonntag, 1. Juli 2018

Mal eben schnell nähen

Vor gut drei Jahren hatte ich für unsere Küche die Regalquilts fertig gestellt. Die Quilts waren genau auf unsere Küchenschränke angepasst. Da Stauraum bei uns immer zu wenig ist, haben wir irgendwann für die Küche noch ein kleines Regal gekauft. Zum einen stand das nun zur Hälfte vor meinem Regalquilt, zum anderen hatte es keinen Quilt. Ändern wollte ich das schon ewig und so habe ich irgedwann beschlossen, da muss ein Quilt davor und habe begonnen, Blöcke einen Block zu nähen. Der verschwand dann im Blockbuch....
...und da lag er dann - bis mir heute die Idee kam, ich könnte nun mal den Regalquilt nähen.

Also habe ich mir eine Vorlage gesucht. Die ganz kleinen Blöcke aus den beiden vorherigen Regalquilts wollte ich nicht nähen, denn kleine Blöcke haben viele kleine Teile und die nehmen viel Zeit in Anspruch. Zum Glück habe ich einen schönen Block gefunden. Der wurde auch nicht auf Papier genäht.
Als Steffen meine Kritzelei gesehen hat, hat er mich doch glatt gefragt, ob ich weiß, was ich tue. Na klar weiß ich das! So ein Block ist ja nicht wirklich schwer zu nähen. Der erste Block ging auch ganz einfach und gut zu nähen. Beim zweiten Block musste ich meine Nadelposition etwas nach rechts verstellen, da das Mittelteil etwas zu schmal war (Reste eben). Und da fing das Dilemma irgendwie an. Meine Nähmaschine machte nur noch Schlaufen:
Ich bekam natürlich gleich ein schlechtes Gewissen und habe erst einmal gereinigt, neu eingefädelt, neue Nadel - alles hat nichts gebracht. Im Gegenteil die Schlaufen wurden irgendwie immer mehr.
Ich habe dann in allerletzter Verzweiflung meine Nadel wieder in die Originalposition und dann wieder nach rechts verstellt - und es ging.
Was der Fehler war, weiß ich nicht. Ich war zwischendurch den Tränen nahe, weil ich es mir nicht erklären konnte. Aber dann habe ich mich einfach nur gefreut und meine Blöcke weiter genäht. Erst hatte ich vier, dann habe ich noch fünf weitere genäht, um dann noch einen weiteren zu nähen. Schließlich kann man eine gerade Anzahl besser verarbeiten. Ich habe dann immer zwei Blöcke aneinander genäht.
Mit einem Rand drumherum passen sie genau vor unser Regal.
Ich finde, unsere Ecke sieht nun richtig schön aus.
Allerdings habe ich einen Fehler gemacht, denn die Möhren stehen auf dem Kopf. Eigentlich hatte ich mir jeden Motivstoff so hingelegt, wie er später im Block vernäht werden sollte. Allerdings habe ich die Stoffe manchmal gedreht, um die Abweichungen bei den Seitenteilen abzufangen. Blöd nur, dass ich dabei nicht auf das Muster geachtet habe. Ich überlege, ob ich die Möhren so lasse, ansonsten müsste ich den Block noch einmal komplett auftrennen. Steffen meint ja, das wäre egal und es sieht keiner, aber das sagt er ja irgendwie immer. Na, ich überlege noch...

Die beiden Blöcke, die ich nicht mit vernäht habe, werde ich für einen weiteren Regalquilt verwenden. Über unserer Küchentür haben wir nämlich auch noch Stauraum geschaffen. Den wollte ich auch schon lange mit einem Quilt abdecken. Dafür muss ich aber noch weitere Blöcke nähen.

Die Sonnenblume

Seit gestern habe ich nun alle Blöcke für meinen Pflanzenhandel fertig appliziert. Ich hatte ja als letzten Block eine Sonnenblume, sozusagen als Erinnerung, ausgewählt. Die Blätter hatte ich im Lauf der Woche appliziert und auch schon gezeigt. Gestern morgen habe ich dann die Blütenblätter appliziert.

Ich hatte mir vorgestellt, zwei Reihen Blütenblätter zu arbeiten, zunächst wollte ich gern zwei verschiedene Farbtöne verwenden. Aber vom Wollfilz, den ich dafür verwenden wollte, hatte ich keine zwei nah beieinander liegenden Farben, die Farbunterschiede waren jeweils zu groß. Daher habe ich dann doch nur mit einer Blütenfarbe gearbeitet.

Im Vorfeld habe ich mir die Blütenblätter wieder aufgelegt. Es ist gar nicht so einfach, ohne Hilfe einen Kreis zu legen.
Ich habe dann doch noch einmal alle Blütenblätter abgemacht und mir eine Vorlage geschnitten. Dann bekam ich den Kreis auch besser gelegt:
 
Und dann hieß es applizieren und applizieren. Mittlerweile geht mir das aber ganz gut von der Hand. Wenn ich mir nur nicht so oft in den linken Daumen stechen würde. :-( Der ist schon ziemlich zerstochen und weh tut es außerdem. Wie macht ihr das eigentlich? Gibt es dafür einen Schutz oder stelle ich mich einfach nur zu dämlich an?
Eigentlich wollte ich die Blütenblätter vom zweiten Kreis immer genau in die Lücke von zwei Blättern des ersten Kreises legen. Aber das ist mir nicht immer ganz genau gelungen. Aber egal: Die beiden Kreise sind appliziert und ich denke, man kann die Blume gut erkennen.
Die Mitte habe ich aus Flanell gearbeitet. Von meinem Skizzenbuchquilt habe ich ja noch ganz viele Stoffe, unter anderen einen braunen mit kleinem Karo. Der war perfekt für die Mitte der Sonnenblume. So kann man fast die Kerne erahnen. Die Mitte habe ich etwas kleiner gearbeitet als die Papierschablone. So sah es stimmiger aus.
Morgen muss ich noch kleine braune Perlen kaufen, damit ich auch bei diesem Block wieder ein paar Perlen aufsticken kann. Leider habe ich keine braunen, sonst könnte ich den Block gleich komplett fertig machen. Nun geht es an's Besticken der Blöcke. Schließlich sollen die Kunden auch wissen, welche Pflanzen es sind, welche Eigenschaften sie haben und wie teuer sie sind. In der kommenden Woche muss ich nach der Arbeit mit dem Bus nach Hause fahren, da Steffen Spätschicht hat und probieren will, allein zu fahren, damit ich ihn nicht abholen muss. Ich habe mir überlegt, dass ich das Besticken dann vielleicht im Bus machen könnte. Ich werde mir dann immer alles vorbereiten und versuchen, ob es gelingt. Schließlich muss ich die Zeit ja sinnvoll nutzen. ;-)
 Ich habe mal alle meine Blöcke zusammen ausgelegt. Die Schwierigkeit besteht nun darin, alles sinnvoll auf ein einheitliches Maß zu bekommen. Irgendwie habe ich im Vorfeld da mal wieder gar nicht daran gedacht. :-( Aber das wird schon irgendwie klappen. Und wenn nicht, muss ich eben meinen Quilt vergrößern.