Sonntag, 22. Mai 2022

Es gibt wieder einen Anlass für ein Kleid

Ich habe es ja schon oft so gemacht, dass ich mir für besondere Anlässe besondere Kleidung nähe. Am Sonnabend ist mal wieder so ein Anlass: Katharina hat Geburtstag und wir haben uns Karten für den Friedrichstadtpalast bestellt.

Wir freuen uns schon sehr auf den Nachmittag im Palast, nur wissen wir derzeit noch nicht, ob Steffen auch mitkommen kann. Er wurde ja am 10. Mai operiert, nun ist es aber so, dass wir seitdem schon zweimal wieder in der Notaufnahme waren, morgen haben wir dort erneut einen Termin. Mal schauen, ob er mitkommen kann, sein Plan ist es auf jeden Fall. 

Nun ja und dieser Anlass braucht ein Kleid, finde ich. Im Netz habe ich tolle rote Schnürschuhe entdeckt, in die ich mich verliebt habe, klar, sind ja rote Schuhe. Und um diese Schuhe herum habe ich mir mein Outfit für Berlin überlegt. Mir schwebte ein rotes Kleid vor. Allerdigs war kein roter Jersey zu finden, der mir gefallen hat. Ewig habe ich im Netz gesucht und irgendwann bei Stoffjunkies diesen Stoff gefunden:

In den habe ich mich verliebt und mir - zum Glück - zwei Panele davon bestellt. Nun musste ich nur noch einen passenden Schnitt finden. Wieder habe ich Ewigkeiten mit der Suche im Netz und in meinen sämtlichen Ottobre Woman verbracht. Obwohl ich so viele Zeitschriften habe, war da kein Schnitt drin, der mir gefallen hat. Ich wollte eine einfache A-Linie, da ich finde, dass ein so ein großgemusterter Stoff nicht zerschnitten werden soll.

Letztendlich habe ich mich dann für einen Schnitt von Lillesol und Pelle entschieden. Das Hauptkriterium für meine Entscheidung waren die Brustabnäher. Ich finde einfach, die Sachen sitzen dann besser. 

Ich habe mich für das E-Book entschieden.

Vor dem Nähen steht erst einmal schneiden und kleben. Ich habe mich für meine übliche Größe entschieden, die ich immer nähe und den Einzelgrößenschnitt ausgedruckt.

Beim Zuschneiden war ich froh, zwei Panele bestellt zu haben, denn der Stoff von nur einem Panel hätte nur für Vorder- und Rückenteil gereicht, nicht aber für die Ärmel. Da ich genug Stoff hatte, konnte ich meine Schnittteile auch gut dem Muster anpassen. Ich habe mein Kleid gestern zusammengenäht und mal probiert, ob mein Plan aufgeht.

Ich bin mit dem Kleid noch nicht fertig, es fehlt am Halsausschnitt noch der Beleg und die Säume fehlen noch, aber ich finde es schon jetzt richtig schön. 😍

Sonntag, 8. Mai 2022

Kai hat heut frei... ;-)

Naja, nicht, Kai, sondern ich habe mir heute frei gegeben. 

Ruhig ist es im Moment bei mir und es gibt auch nicht wirklich was zu zeigen. Meine Nähmaschinen sind seit dem 19. April verwaist. Naja, nicht so richtig verwaist, sie stehen schon noch an ihrem angestammten Platz, aber abgedeckt und das wird wohl auch noch eine gaaaaanze Weile so bleiben.

Ich habe ja schon einmal geschrieben, dass ich mich entschieden habe, eine berufliche Weiterbildung neben meiner Arbeit zu machen, das meiste erfolgt im Selbststudium, pro Semester gibt es eine Woche eine Präsenzphase. Unsere erste Amtshandlung in Vorbereitung dieses Fernstudiums war, im Schlafzimmer mal wieder ein wenig hin und her zu organisieren. Ich wollte gern einen Arbeitspatz haben, aber meine Nähmaschinen nicht wegräumen, denn wenn ich dann doch mal ein wenig Zeit zum Nähen habe, möchte ich nicht erst Ewigkeiten damit verbringen, alles wieder hervorzuholen.

Die einzige Möglichkeit, die wir hatten, war, vor dem Fenster eine Tischplatte anzubringen. Das wollte ich zwar nicht, aber anders ging es nicht. Also sind wir irgendwann um Ostern herum in den Baumarkt gefahren und haben die Zutaten für einen weiteren Tisch gekauft. Selbst bei den paar Sachen haben wir gemerkt, wie teuer alles geworden ist. 

Naja, es nützt ja nichts, ich brauche Platz. Also haben wir die Sachen mitgenommen und einen Tisch "gebaut". So ganz einfach war das aber mal wieder nicht, denn, egal, was wir gemacht haben, an irgendeiner Seite war er immer höher als die anderen Tische. Am Ende haben wir dann doch alle Tische miteinander verschraubt und so bekamen wir dann auch ein wenig Halt in die Konstruktion. Ideal ist diese Lösung aber bei Weitem nicht, denn zum Fenster putzen müsste der neue Tisch eigentlich weg. Ich könnte jetzt aber auch zwei Jahre lang die Fenster nicht putzen... 😂😂😂
Egal, ich fand, ich war schon unheimlich fleißig in dem Studium und habe mich schon durch die Hälfte der einen von vier Kurseinheiten gearbeitet und so habe ich beschlossen: HEUTE GEBE ICH MIR FREI! Gestern habe ich mich schon durch die ersten Seiten der GmbH gequält, irgendwie wollte es mir nicht so gut von der Hand gehen und so habe ich heute mal eine Pause eingelegt. Ich denke, das tat ganz gut.
 
Allerdings habe ich nicht nur gechillt. Katharina ist in letzter Zeit wieder unheimlich gewachsen und so haben wir vor einiger Zeit ihren Kleiderschrank sortiert und drei oder vier oder vielleicht auch fünf große Tüten aussortiert. Ihr Schrank ist nun wirklich sehr schön aufgräumt und übersichtlich... ...aber auch leer. T-Shirts hat sie noch drei, allenfalls vier im Schrank. Ein bisschen wenig, es sei denn, ich wasche alle drei Tage. Und so habe ich dann heute für sie Shirts genäht.
 
Nach der "Pleite" mit der Hose habe ich mich entschlossen, das Ottobre-Kinder-Abo doch endlich zu kündigen und mich auf die Suche nach Schnitten für größere Kinder gemacht. Einfach sollten sie sein, aber doch den gewissen Pep haben. In diesem Buch bin ich fündig geworden.

 Als erstes habe ich ein Raglan-Shirt ausgesucht. Stoffe waren auch da, zum Glück auch in ihrer gewünschten Farbe und so habe ich heute angefangen. Eigentlich mag ich Raglanschnitte nicht so sehr, ich weiß gar nicht so recht warum. Aber den Schnitt fand ich wirklich schön, der ist auch recht variabel, lange oder kurze Ärmel, Kapuze oder Bündchen, Vokuhila oder nicht. Genau so mag ich es.

Beim ersten Shirt mussten wir erst noch ein wenig hinsichtlich der Länge probieren, ein ganz Teil konnte da noch abgeschnitten werden. Ich denke, Katharina findet das Shirt schön.

Den Stoff habe ich vor ein paar Jahren mal in einem Stoffpaket gehabt, das waren lauter Stoffe in blautönen, nun kommen sie mir zugute. Dann hatte ich noch einen Panelstoff mit einem Koalabären liegen. Der musste nun auch mit verarbeitet werden. Leider war der Druck mit dem Koala nicht wirklich mittig, so dass er auf dem Vorderteil ein wenig zur Seite gerutscht ist. Hätte ich ihn genau mittig gesetzt, hätte ich an der einen Seite ein Stück vom gemusterten Stoff mit drauf. Das wollte ich dann aber auch nicht, also habe ich mich für den etwas verrückten Koala entschieden.

Dann hatte ich noch einen Rest Stoff in lila mit Einhörnern, passend dazu hatte ich einen bordeauxfarbigen Unistoff. Beide Stoffe passten perfekt zueinander und so habe ich gemixt. Zunächst habe ich hauptsächlich den Einhornstoff verwendet und die Ärmel aus dem Unistoff genäht.


Dieses Shirt hatte Katharina heute auch schon zu unserem Ausflug an und ich glaube, sie hat sich darin wirklich sehr wohl gefühlt.

Zunächst war ich mir gar nicht so sicher, ob sie den Stoff noch mag, zum einen wegen der Einhörnern und zum anderen wegen der Farbe, ist ja schließlich kein blau. Aber hey, der Stoff ging durch die Kontrolle durch und ich konnte ihn vernähen.

Von beiden Stoffen waren noch Reste über, die zu schade zum Entsorgen waren, da zu viel. Allerdings waren es aber auch nur Reste und so musste ich beim letzten Shirt dann ein wenig stückeln. Für Kapuze, Vorderteil und Ärmel hatten die Stoffe noch gereicht, beim Rückenteil fehlte mir dann ein schmaler Streifen von knapp fünf Zentimetern. Die habe ich dann einfach aus dem Einhornstoff geschnitten und diesen dann an das Rückenteil genäht, so hat das Shirt an den Seiten einen schmale eingesetzten Streifen. 

Ich bin mit meiner Shirtausbeute von heute überaus zufrieden und überhaupt war es ein schöner Tag: Das erste Frühstück in diesem Jahr auf dem Balkon, strahlender Sonnenschein, Eis in Tanne an der Eishexe, ein schöner Nachmittag...

 

Mein Plan, die Nähmaschinen stehen zu lassen, damit ich in einer freien Minute gleich losnähen und nicht erst lange räumen muss, ist vollends aufgegangen:

Habe ich Zeit, kann ich ganz schnell anfangen mit nähen und wenn ich damit fertig bin, kann ich dann ganz einfach wieder weiter lernen. Genauso wollte ich es haben!

Mittwoch, 27. April 2022

Der erste Versuch mit einem FBA

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare und E-Mails zu meinem letzten Beitrag. Mein Outfit habe ich ja schon am Osterwochenende genäht und da hatte ich dann auch noch Zeit, mich mit dem Brustabnäher zu beschäftigen.

Auf die Seite von Pattydoo bin ich bei meiner Recherche auch gestoßen und daran habe ich mich dann orientiert. Allerdings hatte ich mit den Ottobre-Schnitten ein kleines Größenproblem, denn ich lag mit meiner Weite, die laut Pattydoo maßgeblich ist, zwei Zentimeter über dem einen Schnitt in der Größentabelle, die nächste Größe, die die ich sonst immer genäht habe, war etwas weiter entfernt.

Ich habe dann trotzdem die 46 genommen und dann entsprechend der Anleitung den Abnäher gezeichnet. In der Erklärung ist das wirklich sehr gut beschrieben.

Allerdings ist mir beim ersten Versuch ein Fehler passiert: Ich habe mein Schnitteil nicht an der Seite des Ärmels aufgeschnitten, sondern an der Seite, die zur vorderen Mitte zeigt. Ich habe x-mal versucht, den Schnitt aufzuschieben, es wollte mir einfach nicht gelingen. Ich war schon kurz davor, aufzugeben, aber dann habe ich mir die Anleitung noch einmal genau angesehen und meinen Fehler bemerkt.

Also habe ich meinen ersten Schnitt wieder mit Klebestreifen verschlossen und dann das Schnittteil an der richtigen Seite aufgeschnitten und siehe da, plötzlich ging alles wie von selbst und ich konnte den Schnitt um die benötigte Weite aufschieben.

Das Schnittteil habe ich dann auf Papier gelegt und den nötigen Abnäher eingezeichnet. Ich war echt gespannt, ob es mir wohl wirklich gelungen war, einen Abnäher in einen bestehenden Schnitt einzuarbeiten. Darüber nachgedacht hatte ich schon desöfteren, allein mir fehlte bisher die Muße, ich damit zu beschäftigen.

Man kann ein wenig erkennen, dass die Falten im Brustbereich schon weniger geworden sind. Ganz werde ich sie wohl kaum wegbekommen. Aber mit dem Zustand kann ich ganz gut leben. Allerdings finde ich bei diesem Shirt, auf Grund der Tatsache, dass ich nun Größe 46, anstatt der üblichen Gr. 48 zugeschnitten habe, die Ärmel am Oberarm ein wenig eng. Beim nächsten Versuch werde ich dann die Ärmel im oberen Bereich ein wenig aufschneiden und aufschieben und auch den Halsausschnitt werde ich ein wenig tiefer machen.


Dieses Shirt habe ich nach dem gleichen Schnitt wie das Wolkenshirt, aber in Größe 48, genäht. Man kann gut verkennen, dass im Brustbereich meiner Meinung nach ein Zuviel an Stoff ist. 

Ganz genau lässt sich die Passform allerdings nicht vergleichen, da der Wolkenjersey fester ist als der kleingemusterte, deswegen sitzt das obere Shirt auch enger.

Naja, auf jeden Fall weiß ich, dass ich die Änderungen einarbeiten kann, allerdings muss ich bestimmt noch einiges ausprobieren. Das wird aber bestimmt eher weniger in der nächsten Zeit sein.

Samstag, 23. April 2022

Mein Weihnachtsoutfit

Lange war es ruhig auf meinem Blog und es wird wohl auch nicht besser werden, denn ich habe mich dazu entschieden, eine berufliche Weiterbildung zu machen, die über zwei Jahre geht. Das hat natürlich absoluten Vorrang vor allem anderen. Da die endgültige Entscheidung darüber erst zwei Wochen nach Beginn des Lehrgangs gefallen ist, fehlen mir nun auch noch gut drei Wochen Bearbeitungszeit... Nun ja, ich werde sehen, wie es klappt.

Einige von euch haben gefragt, wo ich die Harry-Potter-Stickdatei gekauft habe. Ich kann es nicht sagen, wo die her ist, eine Quelle finde ich in dem Dateiordner nicht, ich kann nur noch sagen, dass es wohl eine russische Seite gewesen sein muss, denn in den Farblagen ist russisch geschrieben. Wenn man aber googelt, findet man auch ähnliche Dateien.

2016 (?) könnte es gewesen sein, da habe ich mir beim Stoffbüro (den Shop gibt es leider nicht mehr, was ich sehr schade finde, denn dort gab es sehr schöne Stoffe) zwei schöne Stoffe bestellt und wollte mir daraus ein Outfit, bestehend aus Rock, Shirt und Weste, zu Weihnachten nähen. Allein dazu gekommen bin ich nicht, vor ein paar Wochen habe ich die Stoffe dann ein weiteres Mal gewaschen, denn die Kanten waren doch schon ein wenig eingestaubt.

Zu Ostern kam mir dann die Idee, dass ich mir daraus ja nun endlich einmal die Sachen nähen könnten. Zuerst hatte ich überlegt, ein weiteres Chloe-Kleid zu nähen, dann habe ich mich aber doch dagegen entschieden. Naja nicht so ganz, denn für den Rock habe ich das Unterteil des Chloe-Kleides genommen. Für das Shirt habe ich einen Ottobreschnitt genommen, den ich schon oft genäht habe. 


Das Shirt ist leider im Bereich der Oberweite zu groß, dieses Problem habe ich immer: Entweder passt das Shirt obenrum ganz gut, dann ist es aber an den Ärmeln und am Rest zu eng oder aber es passt sonst und ist obenrum zu weit. Ich werde wohl nicht umhin kommen, künftig Shirts mit FBA zu nähen.

Ich habe auch alles Zeitschriften danach durchgeblättert, aber nicht ein Shirtschnitt mit FBA gefunden. Ein bisschen wundert mich das und ich verstehe nicht ganz, warum das so ist. Es ist doch viel schöner, wenn ein Shirt gut sitzt und unter den Ärmeln keine Falten schlägt.

An dem linken Bild sieht man sehr gut, was ich meine, ich denke, der Stoff tut ein Übriges dazu, denn er hat wenig bis kein elastischen Anteil, sondern ist eher so gerippt.

Egal, das Shirt ist nun so und ich habe es sowohl Ostersonntag als auch schon auf Arbeit getragen und ich habe mich doch ganz wohl in meinem Outfit gefühlt. Es ist zwar nicht zu Weihnachten fertig geworden, aber wenigstens überhaupt irgendwann. ;-)

Dienstag, 12. April 2022

5. Bloggeburtstag bei Jenny

Im März hat Jenny auf ihrem Blog geschrieben, dass sie zu ihrem Bloggeburtstag wieder eine Party machen möchte. Genäht werden sollte ein kleines Täschen, eine MiMi Pouch. Bis dato hatte ich von der Tasche noch nie gehört, was aber eher daran liegt, dass ich nicht der Taschennäher bin. Ein kleines Täschchen war überschaubar, also habe ich mich spontan dafür angemeldet.

Als ich von Jenny dann die Mail mit meinem Wichtelpartner bekam habe ich mich sehr gefreut: Ich durfte Ulrike bewichteln. Ulrike hat im Moment gerade keine so einfache Zeit, das reale Leben hat andere "Pläne" für sie und so ist es auf ihrem Blog etwas ruhiger. In ruhigen Minuten wandern meine Gedanken zu ihr und ich überlege, wie es ihr so geht. Also durfte ich sie bewichteln. Wie meine Tasche werden sollte, stand von dem Zeitpunkt an fest, an dem ich in der Mail gelesen hatte, wen ich bewichteln durfte.

2020 hatte ich schon einmal ein HP-Logo gestickt und das wollte ich für Ulrikes Täschchen auch nehmen. Also habe ich nach langer Zeit mal wieder meine Stickmaschine arbeiten lassen. Um zu wissen, welche Farbe für die Tasche gut ist, habe ich auf Ulrikes Blog mal quer gelesen und mich dann für blau entschieden. Ich hoffe, es war die richtige Entscheidung.

Auf das Vorderteil der Tasche habe ich die Stickerei gesetzt und das Teil mit gerade Linien gequiltet. Die Rückseite der Tasche habe ich geteilt genäht und die Naht mit einem Webband verziert.

Katharinas Freundin war ganz entzückt, als sie die Tasche gesehen hat und wollte das Logo auch gern gestickt haben. Das haben wir dann in einer Projekttasche verarbeitet, die ich mit Katharina und ihrer Freundin am letzten Wochenende genäht habe. Die beiden haben das wirklich gut gemacht.

Aber wieder zurück zu Ulrikes Tasche. Diese ist schon bei ihr in Dänemark angekommen und sie hat sich sehr gerüber gefreut. Die kleine Wichtelei zu Jennys 5. Bloggeburtstag hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Herzlichen Dank dafür.

Als ich gestern nach Hause gekommen bin, erwartete mich eine Überraschung. Durch den vielen Trubel in der letzten Zeit habe ich an mein Täschchen so gar nicht mehr gedacht.  Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich das Päckchen vorfand. Es war von Ingrid. Ihr Name kam mir schon bekannt vor, als ich dann aber den eingewickelten Inhalt des Pakets sah, wusste ich, dass ich von Ingrid schon einmal Post bekommen hatte. Ingrids Art der Verpackung hat einen unheimlich hohen Wiedererkennungswert.

Im Paket lagen zwei kleine Päckchen. Nanu?! Instinktiv habe ich zuerst zu dem Päckchen mit der Erwachsenenkarte gegriffen und das war eine weise Entscheidung, denn dieses Päckchen war für mich. 

Zum Vorschein kam ein total süßes Täschchen mit Rosaliestoff und grün abgesetzt. Eine wunderbar frühlingshafte Stoffkombination. Im Täschen habe ich noch einen kleinen Stempel vorgefunden. 

Das andere Päckchen war für Katharina. Herzlichen Dank dafür, sie hat sich unheimlich darüber gefreut, auch über die liebe Karte, die Ingrid ihr geschrieben hat. Auch Katharina hat eine Mimipouch bekommen, auch mit Rosaliestoff, dieses Mal aber mit rosa abgesetzt. 

Im Täschchen war eine kleine Schere und ein Bleistift mit einem Quiltmotiv.

Das war eine schöne Wichtelei, die Jenny dort zu ihrem 5. Bloggeburtstag organisiert hat. Mir hat das Nähen der Tasche ganz viel Spaß gemacht. Mein Päckchen ist schon vor einer Weile bei Ulrike angekommen und hat ihr Freude bereitet. Was mir wiederum Freude bereitet hat, genauso viel Freude hat mir auch das Auspacken des Päckchens gestern von Ingrid bereitet. Vielen Dank an Jenny und Ingrid und Ulrike...

Sonntag, 10. April 2022

Und dann ging alles ganz schnell

Kennt ihr das? Lange überlegt man, wie man etwas angehen kann und irgendwann macht es sozusagen "klick", dann ist da eine Idee und dann fügt sich alles wie von selbst. So ging es mir mit meinen Gartenfeen. Ich hatte ja schon oft geschrieben, dass ich überlege, wie ich die freie Fläche an der linken Seite des Quilts gestalten sollte. 

Ich habe immer wieder überlegt, war im Bastelladen und habe noch einmal vor dem Regal mit den Webbändern gestanden und überlegt. Aber bei den Webbändern war mir immer zu viel andere Farbe mit dabei, ich wollte gern in meinem Farbthema "grün" bleiben. Also kein weiteres Webband, nicht nur wegen der Farbe, sondern auch wegen der Handstickereinen, diese würden dann wegen des Webbandes in den Hintergrund treten und das würde ihnen nicht gerecht werden. Also habe ich das Webband wieder verworfen. Irgendwann fiel mir dann ein, dass ich schon irgendwann mal Blüten gemacht habe, ähnlich wie die Jojos.

Zuerst hatte ich überlegt, mir dazu eine Schablone zu kaufen, aber dann habe ich überlegt, dasss es ja auch ohne die Schablone gehen muss. Dann Youtube wusste ich dann auch, wie es geht. Zunächst musste ich mich aber erst einmal für eine Blütenfarbe entscheiden.

Diese beiden Stoffen warn in der engeren Wahl, am Ende habe ich mich für den linken Stoff entschieden. Den Anstoß dazu gab Henni. Um die Blütenblätter zu arbeiten, brauchte ich Kreise, die habe ich mir mit Hilfe eines Glases aufgezeichnet und dann gefaltet und genäht.

Am Ende habe ich mich für fünf Blütenblätter entschieden und die Mitte mit einem Knopf verziert.

Als ich mir den Knopf für die Mitte rausgesucht habe, habe ich zum einen festgestellt, dass mein Glas mit den grünen Knöpfen seeehr leer ist, zum anderen habe ich noch ein paar andere schöne Knöpfe gefunden und dann stand die Idee fest, unter der Blüte noch ein paar Knöpfe anzunähen.

Die Knöpfe stellen dann die Blumen dar, die noch nicht aufgeblüht sind, eine der Blumen ist schon aufgeblüht und zeigt seine volle Pracht.

Bevor ich die Knöpfe annähen konnte, habe ich aber meinen Quilt erst einmal gequiltet. Dazu habe ich lediglich in der Naht um die Blöcke herum mit der Maschine gequiltet. Dazu habe ich den Obertransportfuß angebracht, so dass sich die drei Lagen möglichst wenig verschieben können.

Für das Binding habe ich mir viele unterschiedliche grüne Stoffe genommen und damit noch einmal die Vielfalt der Natur aufgegriffen. Ganz zum Schluss habe ich dann die Knöpfe aufgenäht.

So hat nun auch die linke Seite des Quilts seine Verzierung bekommen und das - meiner Meinung nach - rechtslastige verloren. Nun bin ich mit meinem Quilt vollauf zufrieden!

Gestern haben wir dann das (vermeintlich) schöne Wetter genutzt und haben einen kleinen Spaziergang gemacht. Klar, dass ich meinen Quilt dabei hatte und wir versucht haben, Fotos zu machen. Allerdings haben wir gestern das Aprilwetter zu spüren bekommen: Als wir uns entschieden haben, raus zu gehen, schien die Sonne aus allen Knopflöchern, als wir dann unten waren, fing gerade der Schneesturm an. Wir haben uns davon aber nicht abhalten lassen und sind trotzdem eine kleine Runde gegangen. Ein paar Fotos konnten wir auch machen, allerdings war es doch recht windig.

Am Himmel kann man ein wenig sehen, dass wir gestern typisches Aprilwetter hatten. Egal, schön war unsere kleine Runde trotzdem, besonders schön war daran aber, dass wir die Runde zu zweit gemacht haben, vor drei Wochen noch sah das gar nicht so aus.

Samstag, 9. April 2022

Kämpfer

Als wir im März die ersten warmen Tage hatten, brauchte ich unbedingt was für meine Seele. So habe ich mit Katharina die Balkonkästen frühlingshaft bepflanzt. Voller Stolz hatte ich davon berichtet. Allerdings hatte Frau Holle eine ganz andere Meinung und so waren meine Blümchen ein paar Tage später unter einer dicken Schneedecke versteckt.

Na wunderbar, wer braucht denn im April noch Schnee und kaltes Wetter? Ich in diesem Jahr nicht. Oft habe ich nach der Arbeit nach meinen Blümchen geguckt und gehofft, dass sie nicht alle eingegangen sind. 

Gut, die Hyazinthen haben den Kälteeinbruch wohl eher nicht überlegt, die stehen auch nur noch dann aufrecht, wenn die sie stütze. Da erde ich einfach die Blüten abschneiden und gucken, was passiert.

Aber guckt doch mal, was ich in den Primeln entdeckt habe:

Kleine neue Blüten und nun hoffe ich, dass es bald ein wenig wärmer wird und meine Blumen sich ein wenig erholen können.

Auch der Korb, den ich von meiner Schwester geschenkt bekommen habe, scheint, den Wintereinbruch gut überstanden zu haben. Die Zwiebeln treiben aus und auch das Tausendschönchen sieht wieder ein wenig besser aus.

Im vorderen Teil habe ich die Zwiebeln eingepflanzt, die bekommen ganz feine grüne Spitzen. Ich bin gespannt, was das am Ende wird (ich weiß es gerade nicht mehr).


 
Auf jeden Fall freue ich mich, dass nicht alles erfroren ist. Ihr hattet also recht, wenn ihr geschrieben habt, dass die Frühlingsblumen teilweise sehr robust sind und den Wintereinbruch wohl überstehen werden.

Samstag, 2. April 2022

Gartenfeen mit Schnee

Nun ist das erste Vierteljahr des Jahres schon wieder vorbei, die Zeit fliegt nur so dahin. Was war das für eine Zeit. Bei uns kehrt seit gestern wieder das halbwegs normale Leben ein, nach fast drei Wochen sind wir wieder komplett, im Mai steht dann noch einmal eine Reha an. Gut, das ist dann aber eine andere Situation, als die, die wir gerade hatten. Wir werden es sehen...

Eigentlich hatten wir uns schon auf den Frühling gefreut und meine bepflanzten Blumenkästen habe ich ja schon gezeigt. Allerdings hatte Frau Holle irgendwie eine ganz andere Idee vom Frühling. Schon am Donnerstag Abend fielen die ersten Schneeflocken bei uns.

Freitag früh erwartete mich dann ein etwas anderes Bild auf meinem Balkon.

Tja... Ich glaube, das war wohl nix mit meiner Frühlingsbepflanzung. Naja, einen Versuch war es wert. Wer konnte denn ahnen, dass es am 1. April noch einmal so viel Schnee gibt? Da fällt mir die Geschichte ein, wie mich mein Vater früher immer in den April geschickt hat. Am 1. April hat er mich als ich noch Kind war, jeden Morgen mit den Worten "Es hat geschneit" geweckt. 😂

Zum Glück "leben" meine Gartenfeen nur in einem virtuellen Garten und hängen wohlbehalten im Wohnzimmer am Schrank.

Das Feld um mein Radieschen ist inzwischen fertig bepflanzt. Den Anfang dazu hatte ich ja schon gezeigt. Nun habe ich auch die beiden unteren Felder fertig.

So gefällt es mir richtig gut. Im oberen linkgen Feld ist ein Jojo applziert, welches von der Farbe her fast genau zum Hintergrund passt, so ist es kaum zu erkennen. Aber ich finde, das stört nicht, im Gegenteil.

Ich hatte ja überlegt, ob ich das Schildchen mit dem Rosmarin-Schriftzug sticke. Ich habe mich dann doch dafür entschieden. Schwierig war die Wahl des Stoffes, viele habe ich probiert, ehe ich mich dann für einen Stoff entschieden habe. Vor einigen Jahren bin ich ja auf das Stickgarn von Yoko Saito gestoßen, welches ich mir immer im Handarbeitshaus bestellt habe. Leider scheint das Garn auszulaufen, auch habe ich es in keinen anderen Shop gefunden.

Ja, ich weiß, es gibt viele Stickgarne, aber ich mag die auf den Strängen nicht so sehr, ich habe Stickgarn lieber als Röllchen. Irgendwann habe ich festgestellt, dass es von Aurifil ebenfalls Stickgarn gibt und das auch noch auf Röllchen. Als ich überlegt hatte, die Gartenfeen zu sticken, hatte ich mir zwei Röllchen Stickgarn von Aurifil bestellt und dies habe ich nun bei dem Schriftzug getestet.

Lange habe ich nicht gestickt und meine Stiche werden leider nie so schön gleichmäßig sein, aber mein Schildchen finde ich sehr schön. Ich habe eine Weile überlegt, wie ich die Öse arbeite, ob ich sie sticke oder aber vielleicht eine echte Öse anbringe. Ich habe mir dann im Bastelladen eine Packung Ösen gekauft und eine echte Öse eingearbeitet. Als Aufhänger wollte ich gern ein Stück grünes Seidenband einfädeln. Allerdings musste ich mein Tütchen erst einmal eine ganze Weile suchen. Zum Glück habe ich sie dann noch gefunden.

Die rechte Seite meines Tops sieht nun schon richtig fertig aus. Ich überlege noch eine Weile, was ich an der linken Seite machen werde. Es eilt ja nicht und ich lasse mir Zeit zum Überlegen.