Ende April waren wir zur Konfirmation unseres Neffen in die Nähe von Tübingen eingeladen. Dies ist immer eine unheimlich lange Fahrt, die ich ungern auf mich nehme. :-( Ich fahre nicht so gern so weit weg und ich finde auch keine Erfüllung darin, mehrere Stunden oder Tage zu fahren, um an einen Urlaubsort zu kommen. Ach, am liebsten bin ich sowieso zu Hause, schließlich bekomme ich woanders immer Heimweh. Nun ja, egal, wir haben also eine Fahrt nach Ba-Wü geplant.
Damit sich die lange und weite Fahrt auch lohnt, haben wir beschlossen, daraus einen Minikuzrurlaub zu machen. Ich habe - die Jungs mögen es mir verzeihen - für Katharina für freitags eine Freistellung aus der Schule beantragt. Das mache ich sonst nicht, denn wenn keine Ferien sind, geht man eben in die Schule und fährt nicht weg. Wenn ich keinen Urlaub habe, kann ich auch nicht einfach nicht zur Arbeit gehen.
Eigentlich wollten wir Freitag zeitig losfahren, aber durch verschiedene Umstände haben wir dann erst Freitag früh die Koffer gepackt und sind dann so gegen zehn losgefahren. Laut Navi war es eine Fahrt von knapp sechs Stunden, am Ende waren es 7 Stunden und 50 Minuten. Es hat dann auch gereicht, es hat die ganze Fahrt mehr oder weniger stark geregnet und es war viel Verkehr unterwegs, zum Glück standen wir nicht wirklich im Stau (das hätte mir noch gefehlt).
Eigentlich wollten wir uns Freitag Reutlingen ansehen, dort hatten wir ein Hotel.Unser Plan war eigentlich, uns Freitag Reutlingen anzusehen, am Sonnabend uns in der Umgebung etwas anzusehen und am Montag auf dem Heimweg in Esslingen anzuhalten. Wenn ich schreibe, war, könnt ihr euch sicher denken, dass es natürlich ganz anders kam.
Die Basilika war unheimlich beeindruckend. Wir saßen staunend dort drin und haben versucht, so viel wie möglich aufzusaugen und gedanklich mitzunehmen.Schaut man ganz genau hin, kann man am Horizont die Alpen entdecken... Wir sind dann weiter nach Meersburg gefahren, die Parkplatzsuche gestaltete sich erst ein wenig schwierig, da viele Menschen bei diesem schönen Wetter wohl die Idee hatten, die Stadt zu besuchen. Zum Glück brauche ich mit meinem kleinen roten Auto nur einen kleinen Platz und so sind wir fündig geworden und musste auch gar nicht so weit bis in's Zentrum laufen.
Der Aufstieg schien beschwerlich, aber durch die Treppen, die wir genommen hatten, relativierte es sich dann wieder.Gut kann man sehen, dass es vom Ufer bis in die Stadt ein ziemlicher Höhenunterschied ist.
Das kleine Häuschen mit der Terrasse sieht zwar schön aus, aber ich glaube nicht, das ich dort wohnen möchte, wo täglich Hunderte Touristen dran vorbeigehen und auf die Terrasse gucken...
Von oben hatten wir noch einmal einen wundervollen Blick über den Bodensee.Gern hätte ich irgendwo mal die Füße in's Wasser gehalten, aber dort, wo wir waren, gab es die Möglichkeit leider nicht. Dazu hätten wir sicher woanders hinfahren müssen, aber dafür war leider keine Zeit.
Meersburg bleibt uns in Erinnerung, es war ein schöner Tag, den wir dort verlebt haben. Wir haben uns treiben lassen, haben echten Bodenseewein getrunken (leider nur ein Glas, wir mussten ja wieder nach Reutlingen kommen), haben das schöne Wetter genossen, haben festgestellt, dass es noch kleinere rote Autos als meins gibt...

























































