Dienstag, 18. Juli 2023

Patchworkausstellung in Bad Berka

Bei Regina auf dem Blog hatte ich vor einiger Zeit gelesen, dass in Bad Berka eine Patchworkausstellung der Gruppe QuilThuer stattfindet. Diesen Termin hatte ich mir gleich in meinen Handykalender eingetragen und mich dann darauf gefreut. So richtig konnte ich mich aber irgendwie gar nicht darauf vorbereiten, es war immer irgendwas, was zu erledigen war. Irgendwann habe ich mit Katrin über die Ausstellung getextet und Katrin hat mich darauf hingewiesen, dass es Sonnabend in Bad Berka eine Mitmachausstellung geben wird. Das war an mir ja sowas von total vorbeigegangen. Zum Glück hat Katrin mich darauf hingewiesen und so habe ich dann Sonnabend früh noch schnell drei Quilts eingepackt: Unser Mittwochsprojekt, die Nähmaschine und meinen Heimatquilt. Den Heimatquilt hatte ich ja gemeinsam mit Katrin und Marion genäht, die Nähmaschine hatte Katrin ein wenig nach mir im Rahmen eines Internetnähens genäht. So konnten wir unsere "gemeinsam" genähten Quilts zusammen aufhängen. Leider haben wir gar nicht daran gedacht, Elke davon zu erzählen, denn sonst hätte auch sie ihren Heimatquilt mitbringen können, schließlich hat Elke den schon ein paar Jahre vor uns genäht.

Steffen und ich sind ganz allein nach Bad Berka gefahren, Johannes wohnt ja nicht mehr bzw. noch nicht wieder bei uns, Jonathan war mit seiner Freundin über's Wochenende weggefahren und Katharina ist am Sonnabend mit ihrer Freundin und deren Eltern in den Urlaub gefahren.

Es war schon ein wenig komisch, dass alle unserer Familie in unterschiedliche Richtungen unterwegs waren und wir dann allein gefahren sind. Katharina wurde auch von einigen vermisst, schließlich haben wir zusammen unser Mittwochsprojekt genäht und darüber auch auf  dem Blog berichtet.

Die Ausstellung war in der Pfarrhaus und -garten der Marienkirche in Bad Berka. Es war ein wenig versteckt, zum Glück stand dann aber Reginas Auto in der Einfahrt und so wussten wir: Hier sind wir richtig.
Das Auto ist einfach ein absoluter Hingucker und lockt auch gleich Schaulustige an. Als wir den Hof betraten, rief uns gleich Elke zu, auch Petra kam gleich auf uns zu und ein wenig weiter hinten winkte noch Katrin. Ach, ich habe mich so sehr gefreut, alle wieder zu sehen. Bevor wir uns die Ausstellung ansehen konnten, haben wir im Garten schon eine ganze Weile geschwatzt und uns alle über das Wiedersehen gefreut, schließlich haben wir uns ewig nicht gesehen. Auf dem Weg zur Ausstellung begrüßte mich dann Ute, ich glaube, ich habe sie erst einmal reichlich verdattert angesehen, ich hatte zu dem Gesicht so gar keinen Namen parat... Das ist mein unheimlich schlechtes Namensgedächtnis (es sei mir bitte verziehen).

Die Gruppe QuilThuer hat Arbeiten zu den Themen "Schrift", "Himmelstürmer" und "Mut zur Lücke" ausgestellt. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie jeder einzelne das Thema umgesetzt hat. Die Arbeiten sind alle in der gleichen Größe genäht. Ich kann gar nicht sagen, welcher der Quilts mir am besten gefallen, hat, aber wohl der mit den Pusteblumen, denn ich liebe Pusteblumen.
Den Schriftquilt von Petra finde ich auch sehr schön, besonders toll finde ich, dass man schon ein wenig nachdenken muss über die Wörter. Allerdings musste ich Petra erst wegen des Wortes mit "Beu" fragen, da muss man ein wenig um die Ecke denken. Findet ihr die Lösung?
Nachdem wir uns die Ausstellung angesehen hatten, haben wir erst einmal den leckeren Kuchen probiert und dann ganz lange im Garten gesessen und über dieses und jenes erzählt. 

Unsere Quilts flatterten im Wind auf den Wäscheleinen (zum Glück war Wind, denn sonst wäre es am Sonnabend wohl gar nicht auszuhalten gewesen, denn es war ein sehr heißer Tag).
Schön sehen die Quilts nebeneinander aus.
Petras Quilt mit den Stickereien und Applikationen ist auch wunderschön.
Zum Abschluss des schönen Tages haben wir noch ein gemeinsames Foto gemacht, schließlich haben wir das die Jahre vorher auch immer gemacht.
Und noch ein Erinnerungsfoto von Katrin und mir vor unseren Heimtquilts:
Nachdem wir dann alle irgendwann voneinander Abschied genommen hatten, sind Steffen und ich noch nach Weimar gefahren, dort haben wir ein Thüringer Bratwurst und ein riesen Eis gegessen, Die Kugeln waren riesig groß und haben auch nur 1,50 Euro gekostet:
Irgendwann konnten wir dann aber auch nicht mehr und sind durch Weimars Innenstadt zurück zum Auto spaziert. Ich war froh, dass Steffen gefahren ist und ich mich ausruhen und dann kurz vor Elbingerode, den wunderschönen Sonnenuntergang genießen konnte. Steffen hat dann sogar noch einmal gedreht, dass ich noch fotografieren konnte. Und guckt mal: Es hat sich echt gelohnt!
Es war ein wirklich schöner Tag und ich freue mich, dass wir dort gewesen sind.

Freitag, 7. Juli 2023

Hamburg

"Hamburg war ein voller Erfolg für dich." So hat es Steffen am Mittwoch zu mir gesagt, als wir zusammen nach der Arbeit nach Hause gefahren sind. Ja, Hamburg war ein voller Erfolg für mich. Die Woche war sehr intensiv, lehrreich (ich weiß jetzt, was ich noch nicht kann und noch viel, viel mehr lernen muss), schön, interessant... Ach, sie war alles für mich.

Als erstes war bin ich stolz auf mich, dass ich das alles so gut gemeistert habe: U-Bahn fahren, sich allein in einer Großstadt orientieren, auf Entdeckungstour gehen... Damit ich in der U-Bahn wusste, wann ich in welche Richtung fahren muss, sind wir den Weg am Sonntag einmal abgefahren und ich habe mir Fotos gemacht, wie die Richtung heißt, in die die Bahn fährt. Das hat auch gut geklappt. Überhaupt ist U-Bahn fahren gar nicht so schlimm, wie ich dachte.  Die Bahn kommt gefühlt ständig, man geht los und schwupps kommt eine Bahn. Hier ist es so, wenn man den Bus verpasst hat, muss man eine Stunde auf den nächsten warten. Ich habe immer überlegt, ob die Menschen, die auf die U-Bahn angewiesen sind, um zum Beispiel zur Arbeit zu fahren, zu einer bestimmten Zeit das Haus verlassen und eine bestimmte U-Bahn nehmen oder ob sie einfach losgehen, wenn sie fertig sind und dann ist da eine Bahn...

Leider hat sich mein Schlafproblem auch in Hamburg nicht gegeben, manchmal war ich schon um vier wach. Naja, dann habe ich eben das Beste daraus gemacht und mir schon morgens vor dem Unterricht was angesehen. Hat bestimmt auch noch keiner gemacht: Sightseeing vor dem Unterricht. 

Ich hatte mir eine Wochenkarte für die HVV gekauft und war damit mobil, die habe ich auch ganz viel genutzt. am Ende war es mir sehr vertraut.

Auf Facebook habe ich eine Gruppe entdeckt, in welcher Bilder von Hamburg gezeigt werden, dort habe ich mir ganz viele Anregungen geholt, was ich mir ansehen könnte. Oftmals bin ich aber einfach drauflos gegangen und habe geguckt, was ich Schönes sehe. Ich kann gar nicht sagen, was mir am Besten gefallen hat, es war alles in der Gesamtheit schön. Beeindruckt hat mich der Park Planten un Blomen: Mitten in der Großstadt gibt es eine Oase der Ruhe und Erholung. Den Park habe ich dreimal besucht und immer wieder Neues entdeckt.

Bei meinen morgendlichen Besuchen bei Planten un Blomen habe ich gelernt, dass es blöd ist, in der Nähe der Rasensprenger stehen zu bleiben und zu überlegen, ob er wohl zurückkommt: Er kommt auf jeden Fall zurück. Naja, es war immer so warm, dass ich recht schnell wieder getrocknet bin.
Ich hatte ein Date (auch morgens) mit Heidi Kabel, habe mir die U-Bahn-Station Überseeqartier angesehen, habe auf der Jan-Fedder-Promenade gesessen, die Seele baumeln lassen und unheimlich leckere Franzbrötchen gegessen, ich war am Jungfernstieg, weiß jetzt, dass die Elbe Ebbe und Flut hat... 
...habe Kirchen besichtigt, war auf dem Turm der Kirche St. Michaelis, bin froh, dass ich in meinem Zuhause keine 2.800 Fenster putzen muss... Ach, es war so wunderschön in Hamburg. Auch wenn ich allein war, so hat mich das nicht gestört, ich musste mich nur um mich kümmern und konnte mich treiben lassen.

Ich habe mir in Hamburg zwei tolle Kirchen angesehen: Die Hauptkirche St. Petri und die Hauptkirche St. Michaelis. Zwei Kirchen, wie sie unterschiedlicher wohl nicht sein können, aber beide unheimlich schön.

Es ist auch möglich, die Türme der Kirchen zu besteigen. Dies habe ich in St. Michaelis gemacht, denn dort kann man mit dem Fahrstuhl hochfahren (ich war ziemlich fußlahm, trotz Ticket für die Öffis). Der Ausblick war beeindruckend, der Wind auch.
Ich war auch auf der Plaza der Elbphilharmonie. Auch wenn das Bauwerk unter den Einheimischen unheimlich umstritten ist, so gehört es doch irgendwie zu Hamburg dazu, egal, wie man dazu steht und faszinierend ist es allemal und die Aussicht sowieso. Toll fand ich auch die Speicherstadt, das Kantorhausviertel und das Chilehaus (auch so etwas, was ich über Facebook entdeckt habe).
Wenn ich ein interessantes Gebäude gesehen habe, habe ich versucht, dorthin zu kommen, um es mir anzusehen und so stand ich Freitag plötzlich vor der Hamburger Kunsthalle. Eine Weile habe ich überlegt, ob ich das Geld in den Eintritt investiere, habe mir dann aber überlegt, warum eigentlich nicht. Und hey, weil es schon 17 Uhr war, gab es ein Abendticket, schließlich hatte ich nur noch eine Stunde. Das fand ich klasse. Ich habe mich für die alten Gemälde entschieden, bei der kurzen Zeit musste ich eine Wahl treffen und meine Wahl war gut. Zum einen ist das Gebäude beeindruckend: Man geht eine breite Treppe hoch, rechts und links hängen riesige Kunstwerke, man fühlt sich plötzlich so klein in dieser Umgebung.
Und dann stand ich plötzlich, völlig unerwartet, vor einem Feiningergemälde. Wow, das wusste ich nicht und ich fing gleich ein wenig an zu tränen...
Insgesamt drei Gemälde, unter anderem eines aus dem Zyklus der Hallebilder sind in der Kunsthalle zu sehen. Aber nicht nur die Bilder, sondern noch viele weitere, wunderschöne Bilder. Schade, dass ich nur eine Stunde zum gucken hatte, ich hätte gern noch mehr und länger die Bilder angesehen...
Die Sonnenstrahlen auf dem unteren Bild wirken absolut realistisch.
Am Sonnabend nach der Klausur haben Steffen und Katharina mich abgeholt und wir haben zu dritt noch einen Bummel durch Hamburg gemacht. Ich habe vieles von dem, was ich gesehen habe, gezeigt und konnte ein bisschen angeben...
Na klar, auch zu dritt waren wir auf der Plaza der Elphi, der Ausblick ist grandios. Durch die Speicherstadt sind wir dann wieder zurück zum Hotel geschlendert.
Irgendwann fing es an zu tröpfeln, das fanden wir noch gar nicht schlimm, auch nicht, als die Tropfen etwas kräftiger wurden. Als sich das Ganze aber zum Wolkenbruch steigerte, mussten wir uns erst einmal unterstellen. Hamburg weinte, weil meine Woche zu Ende war. Aber ich komme ganz bestimmt noch einmal wieder, schließlich habe ich noch das ein oder andere, was ich mir ansehen möchte, so zum Beispiel den Friedhof Ohlsdorf.

Mittwoch, 5. Juli 2023

...wenn es sich anfühlt wie schweben...

Das ist ein unbeschreibliches Gefühl, alles wird ganz weich und leicht und man strahlt über das ganze Gesicht und kriegt sich gar nicht wieder ein. So geht es mir seit heute nach dem Mittag. Heute kamen nämlich die Ergebnisse der Klausur, die wir in Hamburg geschrieben haben.

Wir hatten in Hamburg ja zwei Tage Handels- und Gesellschaftsrecht. Es stresst mich noch immer, aber nicht mehr ganz so viel. Ich hatte beim Üben vor der Klausur ein Thema großzügig ausgeklammert, eines, bei dem ich immer meine Probleme habe und mir unsicher bin. Ich dachte, das wird schon nicht drankommen, was dran kam, brauche ich sicher nicht weiter auszuführen: Ja, genau, dieses Thema.  Also blieb mir nicht weiter über, als mit dem Gesetz zu arbeiten und mich daran zu orientieren und das habe ich gemacht und ich fand nach der Klausur, dass ich das doch ganz gut hinbekommen habe. Ich hatte ein Bestanden-Gefühl. Das ist ja auch schon viel wert.

Dadurch, dass wir vom Kurs eine Whatsapp-Gruppe haben, wusste ich schon, dass die Briefe heute kommen. Einige bekommen ihre Post immer sehr zeitig. Glücklicherweise war ich heute nicht im Homeoffice, sondern im Büro. Als die Postfrau kam, bin ich gleich zu ihr gestürmt und habe schon meinen Brief gesehen und als ich ihn aufgemacht habe, habe ich angefangen zu juchzen, mein Herz fing an zu klopfen und meine Hände fingen an zu zittern. Sicherheitshalber habe ich dann doch nochmal auf meine Note geguckt. Ne, passt, ist wirklich eine... ...eins (sehr gut).

Ich sitze gerade hier und starre wieder auf die Note und schwebe. Ich kann es nicht glauben und das im Handels- und Gesellschaftsrecht. Ein Gebiet, welches ich 29 Jahre nicht machen musste und welches mir noch immer Herzklopfen bereitet und in welchem ich immer noch sehr langsam bin. Naja, ich arbeite darin ja auch gerade erst seit letztem Sommer... Meine Kolleginnen haben sich mit mir gefreut und mich gleich ganz fest gedrückt. Immer wieder habe ich auf meinen Brief geguckt, ob meine Note wirklich stimmt - hätte ja sein können, dass ich mich in meiner Aufregung verguckt habe...

Ich habe mir vor ein paar Tagen (in Erwartung meines Ergebnisses) einen neuen Charm für mein Armband bestellt. Ich war in Hamburg dreimal bei Planten un Blomen und habe mich in den Park (und auch in Hamburg) verliebt und da passte dieser Charm besonders gut:
Stiefmütterchen (lat. Viola irgendwas), Schmetterlinge und eine kleine Schnecke zieren ihn. Ja, das ist eine schöne Erinnerung an Hamburg. Ich hatte eigentlich einen Charm gesucht, der ein typisches Motiv von Hamburg zeigt, so wie mein Apfelweibla von Bamberg, aber leider habe ich da nicht so das Passende gefunden und der Charm von Pandora hat mir nicht gefallen.

Stunden-, tagelange habe ich das Internet durchforstet und irgendwann habe ich ein Anhänger gefunden, zwar nicht das, was ich wollte, aber doch auch schön. Und so habe ich mit dem Händler dazu geschrieben und mir dann den Anhänger bestellt. 
Ich habe dann zufällig entdeckt, dass es diese Anhänger von verschiedenen Städten gibt, unter anderem auch von Bamberg. Steffen meinte dann, ich soll ihn mir bestellen. Ich hatte erst überlegt, da er doch nicht ganz günstig war, aber am Ende habe ich ihn mir dann doch gekauft. Und so sieht mein Urlaubslieblingsstadterinnerungsarmband aus:
Ja Bamberg und Hamburg sind mir in so lieber Erinnerung, das sind zwei sehr schöne Städte. Von Hamburg werde ich demnächst berichten, eigentlich wollte ich das mit meiner Note in einem Bericht zusammenfassen, aber ich freue mich so sehr über die Note, das musste ein eigener Beitrag werden.

Sonntag, 2. Juli 2023

Das Binding

 

Das kann jetzt irgendwie nicht wahr sein. Als ich gestern die Decke zum Essen abgenommen habe, habe ich das dort entdeckt. Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich fand, dass das Binding mit den Maßen arg knapp war und das war dann auch deutlich zu sehen, an vielen Stellen war es nicht schön genäht.

Zuerst hatte ich ja überlegt, nur das ausgefranste Binding abzutrennen, aber da ich solche Stellen, wie oben in auf den Bildern an mehreren Stellen im Binding hatte, habe ich mal eben das komplette Binding abgetrennt. Den ganzen Vormittag heute habe ich daran gesessen.
Nun ja, es war eine absolute Scheißarbeit, das Binding vorn und hinten abzutrennen, aber wenn ich wieder einen schönen Quilt haben wollte, musste es wohl sein. Ich habe dann beim zweiten Mal auch nicht das Binding mit Biese angenäht, sondern ein ganz normales, welches ich von vorn mit der Maschine und von hinten mit der Hand angenäht habe. Den ganzen Abend habe ich daran gesessen. Aber nun sieht das Binding schön aus und die schadhafte Stelle ist auch weg.
So, nun kann ich den Quilt ohne schlechtes Gewissen mit nach Bad Berka bringen (ich habe auch endlich rückseitig die kleinen Fädchen abgeschnitten - eine Arbeit, die ich so gar nicht liebe...).
Perfekt! So gefällt es mir sehr gut und ich freue mich, dass ich mir die Mühe gemacht habe, das komplette Binding zu erneuern.