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Donnerstag, 16. Juli 2020

Neues vom Camper

Für den Camperquilt für meine Freundin habe ich mir ja ein persönliches Ziel gesetzt und um das auch zu erreichen, musste ich nun mal so langsam wieder daran arbeiten.

Die noch fehlenden Buchstaben habe ich am Wochenende genäht - dann konnte ich aber auch keine Buchstaben mehr sehen.
Und, wenn ich ganz ehrlich sein soll, sind die Texte auf unseren Silberhochzeitsquilts am Wochenende ziemlich zusammengeschrumpft. 😉 Ich denke mittlerweile, dass ich die Quilts nicht bis zur Silberhochzeit schaffen werde. Das ist aber auch nicht wirklich schlimm, ich mache mir da auch keinen Stress, denn ich habe mich für Anfang Dezember zum Nähtreffen angemeldet und da habe ich gaaaanz viel Zeit für z. B. Silberhochzeitsquilts.

Um den Camperquilt herum soll ja ein Karorand sein und so habe ich heute erst einmal Quadrate geschnitten. Gut, ich hätte auch Streifen aneinander nähen und dann daraus Quadrate schneiden können, aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht.

An den kurzen Seiten brauche ich jeweils 10 Reihen, an den Längsseiten jeweils 16 Reihen mit je 2 Quadraten, das macht so ungefähr 104 Quadrate. In die Ecken wollte ich keine Four-Patch-Blöcke setzen, sondern ganze Quadrate und so habe ich von meinen 104 zu schneidenden Quadraten mal eben 16 abgezogen (4 für jede Ecke und da ich vier Ecken habe, komme ich auf 16 Quadrate, die ich abziehen kann). Blöd nur, dass ich die Quadrate in meiner Rechnung vorher nicht dazu addiert hatte. Und ihr ahnt es sicher schon: ich habe dann logischerweise 16 Qudarte zu wenig geschnitten und natürlich auch zu wenig Stoff bestellt (ja, mein Sohn, passiert, wenn man in der 11. versucht, Mathe abzuwählen. 😂).
Seht ihr die Lücken da? Ich habe noch kurzzeitig überlegt, ob ich die vielleicht  als Kontrast mit anderen brauen Stoffen füllen könnte. Aber das gefiel mir so gar nicht.
Und Stückwerk soll es nicht werden, also habe ich noch einmal Stoff nachbestellt. Dieses Mal dann hoffentlich genug Stoff. 😉

Montag, 20. Juli 2020

Applaus, Applaus

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare, besonders hilfreich waren die "Garten"kommentare. Ich habe jetzt mal unsere Pflanzen gedüngt und auch gegen die Blattläuse sind wir vorgegangen. Es scheint so, als hätte ich diesen Kampf gerade mal gewonnen. Ach ja und gestern habe ich gesehen, dass Paul zurück ist:
Er hat es sich wieder in der Sonnenblume gemütlich gemacht, ich denke, da findet er genug Nahrung. Unsere Sonnenblume habe ich jetzt mal ein wenig festgebunden, mittlerweile ist sie weit über den Stab hinaus gewachsen. Zum Glück kauft Steffen alle naselang Schnürsenkel und so hatte ich was zum Festbinden. 😂

Aber von Paul wollte ich gar nicht schreiben, denn von dem inzwischen fertigen Camper-Quilttop. Am Sonnabend waren wir den ganzen Tag unterwegs und so musste ich am Sonntag nähen, nähen, nähen, denn sonst würde ich den Quilt nicht schaffen.

Zunächst hatte ich ja überlegt, den Wohnwagen zu applizieren, aber so ganz glücklich war ich mit der Überlegung nicht. Und so habe ich das Gerüst vom Wohnwagen zunächst ganz klassisch gepatcht. Die Fenster und Lüftungsgitter habe ich appliziert.
Von der Vorlage habe ich dann die Feinheiten übernommen und auf Vliesofix gezeichnet.
Den Bogen am hinteren Teil des Wohnwagens habe ich mit der Maschine genäht, schließlich habe ich das bei meinen bisherigen Heimatblöcken ausreichend geübt.
Tja und nun stand nur noch die Frage, wie ich den Wohnwagen auf/in den Hintergrund bekomme. Wieder habe ich es mit Einnähen probiert. Dazu habe ich zunächst die Rundung des Wohnwagens auf den Hintergrundstoff gezeichnet und dann die Rundung genäht.
Es ging besser als erwartet und die kleinen Falten, die da hin und wieder waren, konnte ich gut ausbügeln.
Hier ist der Wohnwagen schon fertig eingenäht und alle Teile appliziert, auch eine Deichsel gibt es und logischerweise die Begrenzungsleuchten. Die Tür und das Lüftungsgitter im unteren Bereich werde ich später durch das Quilten darstellen.

Als nächstes habe ich dann die Buchstaben zusammengenäht, vorher musste ich die Buchstaben aber auf das passende Maß schneiden. Blöd nur, wenn frau dann einen schon passenden Block "zurecht" schneidet:
Schon ganz schön blöd, aber passiert ist passiert und so habe ich die schmalen Streifen, die vorher die richtige Breite hatten, abgetrennt und passende Streifen angenäht. Die habe ich dann aber nicht noch einmal zu klein geschnitten.
Als nächstes habe ich dann die fehlenden Karo- und die Randblöcke genäht und dann meinen ganzen Einzelteile mal zusammen ausgelegt:
Nun hieß es, die Lücken so zu füllen, dass mein Mittelteil genau 100 x 160 cm groß wird, denn darauf hatte ich meine Ränder angepasst. Und ja! Es hat funktioniert.
Hey, ich finde, das sieht richtig schön aus. Damit war ich dann aber auch total erschlagen und eigentlich hätte mir heute ein Tag Urlaub gut getan. 😂 Aber man kann sich ja nicht einfach von der Arbeit abmelden... 😉 Während meiner Mittagspause habe ich heute in Wernigerode einen passenden Rückseitenstoff (gewünscht war Kuschelfleece) gekauft und nach der Arbeit habe ich Rückseite, Vlies und Top geheftet. Katharina hat fleißig mitgeholen.
Wenn ich nun jeden Tag nach der Arbeit eine Stunde daran quilte, könnte ich den Quilt bis zum Wochenende schaffen. Das ist zumindest mein Plan.

Eine kleine Sache ist mir schief gegangen. An der linken Rundung des Wohnagens habe ich beim Einnähen in den Hintergrund leider eine Nahtzugabe nicht erwischt. Das ist mir erst aufgefallen, als das Top komplett fertig war.
Nun überlege ich schon, wie ich das beheben kann, hauptsächlich deshalb, damit die offene Naht nicht ausfranst... Mist, irgendwas geht auch immer schief...