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Sonntag, 28. Juni 2020

Der Schwung des Lockdown...

...ist mir irgendwie abhanden gekommen. Geht es euch auch so? Im März, als das Leben ruhen musste, hatte ich einen Schwung in mir, den ich gut für meine Projekte genutzt habe. Vieles ist in der Zeit entstanden. Wir mussten ja, außer für die Arbeit, zu Hause bleiben. So etwas kenne ich sonst ja nicht, wir sind viel unterwegs und so habe ich die Zeit zu Hause genossen.

Ich habe gerade mal nachgesehen, was ich in der Zeit alles genäht habe, es war eine ganze Menge:
- der Quilt für Henni,
- der kleine Häuserquilt,
- den Pflanzenhandel habe ich fertig gestellt,
- meinen Wartequilt habe ich fertig gemacht,
- den Stiftequilt für Katharina,
- viele Projektmappen,
- das Top vom Gemeinschaftsgarten,
- die Heimatblöcke,
- die Stadt der Türme...

Ich finde, das ist eine ganze Menge, die ich in der Zeit geschafft habe, aber nun ist der Schwung irgendwie abhanden gekommen und irgendwie muss ich mich ganz doll motivieren, um überhaupt etwas anzufangen. Da das aber auch kein Zustand ist, der mir gefällt, habe ich mir gestern mal die Stadt der Türme vorgenommen. Geheftet war das Top schon lange und dann lag es und lag und lag.

So ganz genau wusste ich icht, wie ich das Top quilten wollte, einzig, dass ich das Motiv im Mittelteil aufgreifen wollte, wusste ich. Und so habe ich in der Mitte mit dem Quilten begonnen und habe die Motive nachgezeichnet.
Im unteren Teil habe ich Wasser gequiltet.
Schwierig war es, für den Rand was passendes zu finden. Im oberen Bereich habeich Sonne, Mond und Sterne und Wolken gequiltet bzw. in den Hexagons erkannt und aufgegriffen.
Im unteren Bereich habe ich versucht, das Dunkle ien wenig aufzugreifen. Manchmal finden sich Kreisel (Marktplätze?), Blumen...
Ich habe mich entschieden, bei diesem Quilt das Binding komplett nach hinten zu klappen, so dass von vorn das Binding nicht zu sehen ist, ich denke, dass das besser zu dieser Art Quilt passt.
Im Moment ist das Binding hinten mit Stecknadeln festgesteckt, ich muss es noch annähen, ebenso den Aufhängetunnel und dann ist dieser farbenfrohe Quilt fertig.

Dienstag, 28. April 2020

Stadt der Türme

Habt vielen Dank für Eure lieben Kommentare zu meinen letzten Beiträgen. Für meinen Kaleidoquilt habe ich ein Panel mit zwei aufgedruckten Bildern gekauft. Von denen habe ich dann aber nur ein Bild verwendet. Aus sechs Bildern habe ich die Kaleidoskope geschnitten und das 7. Bild habe ich dann in die Mitte gesetzt. Meine Streifen für die Kaleidos habe ich 10 cm breit geschnitten, da das Bild 40 cm breit war und ich so keinen Verschnitt hatte.

Ich habe meine Kaleidos doch noch ein wenig hin- und hersortiert und mich dann an das Zusammensetzen des Tops gemacht. Das hatte ich mir irgendwie leichter vorgestellt und ich musste sehr oft trennen. Leider ist mein Top auch ein bisschen aus der Form geraten, das habe ich dann gemerkt, als ich die Kaleidoskope im unteren Bereich annähen wollte:
Es ist ganz gut zu erkennen, dass mein unterer Teil breiter war, als der Rest vom Quilt. Also habe ich alles wieder abgetrennt, meine Kaleidoskope mit ein wenig mehr Nahtzugabe zusammengenäht und dann habe ich sie erneut angenäht. Allerdings habe ich mich dann dafür entschieden, unten die Kaleidoskope gerade abzuschneiden. Oben appliziere ich ja die Hexagone. Ein kleines bisschen schief ist mein Top noch, ich habe es im oberen Bereich noch ein wenig abgeändert, so war es nicht mehr ganz so windschief.
Vor der Änderung
Nach der Änderung
So kann ich nun mit dem Quilt leben, eine Idee, wie ich das Top quilte, habe ich auch schon. Heute war ich in Wernigerode im Bastelladen und habe Vlies und Rückseite gekauft. Mal sehen, vielleicht kann ich am Wochenende mit dem Quilten anfangen.

Ach ja, einen Namen hat mein Quilt auch schon: Stadt der Türme. Das Bild erinnert mich an Bautzen, wo ich mit Steffen im März 2019 war.

Ursula hatte mir den Hinweis gegeben, die Kräuter, die ich auf dem Balkon habe, in eine Topfpyramide zu pflanzen. Davon hatte ich bis dato noch nicht gehört, aber zum Glück gibt es das Internet und da habe ich Anregungen gefunden. Steffen war gestern im Gartencenter und hat eingekauft.
Daraus haben wir dann gestern die Pyramide zusammengesetzt und bepflanzt.
 
Ich hoffe nur, dass ich den Schnittlauch nicht zu dicht an die zweite Schale gepflanzt habe. Naja, das werde ich dann sehen und notfalls kann ich das ja bestimmt noch einmal ändern. Von meiner Kollegin bekam ich gestern, weil ich für sie und die Kinder Masken genäht habe, zwei Pflanzen: Einen Lavendel und eine Margarite. Es sieht jetzt wunderschön auf unserem Balkon aus:
 
 
 
Mal schauen, ob alle dies Pflanzen den Sommer überstehen... ...und wenn nicht, kaufen wir eben neue. Es fehlen nun nur noch die Erdbeeren und die Tomaten. Aber sie sind in Sicht. ;-) Ich hätte ja auf dem Balkon auch gern ein Insektenhotel, aber wir können nichts an die Wand anschrauben und ich weiß nicht, ob die Bienen das Hotel auch finden würden, wenn es auf der Erde steht... Mhh???

Dienstag, 23. Mai 2023

Unser Kurz"urlaub" Ende April - Teil III

Ulm?! Was kennt man von Ulm? Das Münster. Und sonst noch? Mmh. Eigentlich... ...nur das Münster. Das wollten wir uns gern noch ansehen, wenn wir doch einmal in der Nähe sind. Und so sind wir dann von Blaubeuren nach Ulm gefahren. Bis Ulm konnten wir gut fahren, in Ulm war es nicht ganz so einfach, einen Parkplatz zu finden und einmal habe ich übersehen, dass ich in einen Kreisverkehr fahre, zum Glück hat der Autofahrer im Kreisverkehr geschaltet. Ich habe heute noch ein schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke... 😳 Nachdem wir dann aber endlich einen Parkplatz gefunden hatten, konnten wir mit der Erkundung der Stadt anfangen.

Dass Ulm an der Donau liegt, war mir nicht wirklich bewusst, das haben wir erst festgestellt, als wir uns vom Parkhaus Richtung Münster aufgemacht haben.

Das Ulmer Münster ist weithin sichtbar und überragt gefühlt alle anderen Gebäude in der Stadt. Man braucht eigentlich nur zu gucken, wo es ist und in diese Richtung gehen. So haben wir es auch gemacht und - hey - es hat geklappt.
Das Münster ist beeindruckend, mit über 160 Meter ist einer der Türme der höchste Kirchturm der Welt und mit über 190.000m³ umbauten Raum ist das Münster die größte evangelische Kirche in Deutschland. Auf Grund der Größe ist das Münster wohl auch auf ewig eine Baustelle. Im Innern war auch gerade ein Bereich abgesperrt, da dort Steine von der Decke gestürzt waren.
In Innern des Münsters erwartet die Besucher eine Weitläufigkeit, man fühlt sich ganz klein in dieser großen Kirche.
Sehr in Erinnerung geblieben ist mir auch die Höhe der Kirche, es ist, als ob sie in den Himmel strebt.
Auch das Münster hat einen tollen Chorraum mit einem beeindruckenden Chorgestühl und wunderbar leuchtenden Fenstern.
Diese Figur sieht so sanft und bezaubernd und weich auch. Toll, wie man so etwas aus einem Stück Holz, was ja eigentlich hart und fest ist, schnitzen kann.
Wenn da noch Sonne durch die Fenster strahlt, dann muss es doch noch schöner aussehen.
Auf diesen beiden Bildern kann man gut erkennen, wie hoch die Kirche wirkt. das Mittelschiff ist fast 42 Meter hoch.

Nachdem wir das Münster hinter uns gelassen hatten, sind wir noch ein klein wenig durch die Altstadt gebummelt, haben uns beim Bäcker ein bisschen war zu Essen für die Fahrt geholt und haben das bunt angemalte Haus gesucht, welches ich beim Durchfahren auf der Parkplatzsuche entdeckt hatte. Steffen fand meine Idee irgendwie gar nicht gut und hat das auch kund getan. Sprich, wir hatten kurzzeitig eine arge Meinungsverschiedenheit... ...so Verschieden, dass wir an der Donau kein Familienfoto gemacht haben.
Das bunt angemalte Haus entpuppte sich dann als Rathaus von Münster und zähneknirschend musste Steffen zugeben, dass es "nicht schlecht" ist.
Auf dem Weg zum Parkhaus haben wir noch zwei Kuriositäten entdeckt, zum einen das schiefe Haus und zum anderen das schmalste Hotel.
Beide Gebäude sind Hotels.

Ulm ist eine schöne Stadt, allerdings fanden wir sie ein wenig schmutzig. Ich weiß nicht, ob vielleicht gerade eine Veranstaltung stattgefunden hat und das daraus resultierte oder ob die Stadt allgemein so ist. Ulm ist eine schöne Stadt, die sicher auch eine längeren Besuch lohnt. Wir musste uns dann aber irgendwann trennen, schließlich mussten wir noch eine ganze Weile nach Hause fahren. Die Fahrt war ein wenig tricky, denn Steffen hat mich zuerst in die falsche Richtung geschickt. Mir kam es komisch vor, aber er war sich seiner Sache sehr sicher, um dann festzustellen, ups, war doch die falsche Richtung. Nun ja, um den ganzen noch die Krone aufzusetzen, hat er mir dann gesagt, ich muss auf die A38 nach Nordhausen fahren, da dies ein ganzes Stück kürzer ist, als über Göttingen. Ja, die Strecke war auch wirklich kürzer, allerdings hatte Steffen in's Navi nicht eingegeben, dass wir nach Hause wollen, sondern nur bis Nordhausen. Ha, ha, ha... da fehlte dann noch ein ganzes Stück und gefühlt waren wir dann sogar noch länger unterwegs. Nach der ganzen Fahrerei konnte ich nicht mehr und war echt froh, als wir dann gegen viertel, halb elf endlich zu Hause waren.

Auch wenn die Fahrerei anstrengend und es wirklich sehr weit war, war es ein schöner Kurzurlaub und wir haben die Zeit sehr genossen. Wir konnten Kraft tanken für den Alltag und zehren von den schönen Erlebnissen und Erinnerungen. 😍💖


Sonntag, 27. November 2022

Klimt - schwierig

Vielen lieben Dank für Eure Kommentare zu meinem Klimtquilt. Eine Weile habe ich überlegt, dann aber oben rechts die Ecke doch getrennt. SO konnte ich es beim besten Willen nicht lassen, ich hätte dann immer darauf gucken müssen und das ist Mist. 

Ich habe es mir aber wieder sehr, sehr einfach gemacht und wirklich nur die beiden Teile rausgetrennt, die ich tauschen wollte. Inzwischen habe ich darin ganz gute Übung. 😂

Nachdem ich die beiden Hexagone wieder eingenäht hatte und meine Streifenfolge an mein Mittelpanel gelegt habe, war ich zufrieden. So sah es wirklich gut aus. 

Leider habe ich dabei gar nicht darauf geachtet, dass ich mit dem Mittelteil noch um ein halbes Hexagon nach oben hätte gehen müssen. 

Tja, mir ist es leider nicht aufgefallen und so habe ich die linke Seite der Hexagone zusammengenäht. Ich hatte ja in meinem letzten Post schon geschrieben, dass ich die Hexagone ein wenig umsortieren musste, da ich bei den mittleren ein weiteres Hexagon brauchte, da eben doch eine ganze Menge in der Nahtzugabe verschwunden ist. Dadurch kam natürlich auch meine schöne Anordnung durcheinander und ich musste unheimlich viel neu sortieren. Aber irgendwann hatte ich dann die perfekte Lösung und konnte meine Teile zusammennähen.

Als ich dann die linke Streifenfolge an das Mittelteil nähen wollte, trat das nächste Problem auf: Wollte ich die Hexagone so zusammennähen, wie sie passen, fehlt mir im oberen Bereich ein Hexagon, stimmte es oben, passten die Hexagone nicht überein.

Irgendwie war es zum Verrückwerden. Durch das neu sortieren, ist irgendwie alles durcheinander geraten. Ein Weilchen habe ich überlegt, wie ich es dann zusammennähe und habe mich dann für die Variante entschieden, dass es oben passt. Durch das recht wilde Muster fällt es - finde ich - im unteren Bereich nicht wirklich auf, dass da die Hexagone nicht übereinstimmen. So habe ich dann also meine Hexagone zusammengenäht. Ich habe mich, warum auch immer, dazu entschieden, aus den Hexagonen einen Rahmen zu nähen und dann das Mittelteil einzupassen. Heute denke ich, dass das wohl nicht so günstig gewesen ist, hätte ich es Stück für Stück zusammengesetzt, wäre es sicher einfacher geworden.

Warum ich es mir so schwer gemacht habe, kann ich nicht mehr sagen, ich dachte, das wäre eine gute Idee, es so zu nähen. Aber das war es nicht, denn es war unheimlich schwierig, das Bild gerade einzunähen. Die rechte Seite habe ich mit der Maschine genäht. Den Rest habe ich appliziert. Zuerst wollte ich alles von Hand applizieren, dann habe ich mich aber doch für die Variante entschieden, alles mit der Maschine zu applizieren. Das ging auch ganz gut und letztendlich sieht man es aus der Ferne nicht, ob die Sachen unsichtbar oder sichtbar appliziert sind.

Ich wollte dann, wie gehabt, mein Top an den Schrank hängen und dabei ist mir dann aufgefallen, dass die Hexagone nicht übereinstimmen. So ein Mist aber auch:

Nun gut, dann ist es eben so. Ich trenne nicht noch einmal, sondern schneide das Top zurecht. Weil ich es besonders gut machen wollte, habe ich ganz oft gemessen und probiert.

Aber, wie heißt es so schön? Dreimal abgeschnitten und immer noch zu kurz. Ja, dreimal abgeschnitten und immer noch schief und das mal so richtig.

Dieses Quilttop treibt mich noch in den Wahnsinn. Ahhh... So habe ich es erst einmal ein paar Tage hängen lassen und dann heute noch einmal beschnitten. Wieder musste ich ein paarmal schneiden, damit das Top halbweg gerade ist. Das, was jetzt noch schief ist, kann ich guten Gewissens tolerieren.

Ich habe insgesamt ganz schön viel weggeschnitten. Mittlerweile ist das Top nicht aber halbwegs gerade. Ich habe mal wieder gemerkt, dass es gar nicht einfach ist, einen Kaleidoskopquilt mit Panel zu nähen. Schon bei dem Quilt "Stadt der Türme" gemerkt. Nun ja, letztendlich hat es ja doch irgendwie geklappt und die Probleme sehe ich dem Top nicht (mehr) an.

So sieht mein Top nun aus, ich denke ich werde noch eine kleine Änderung vornehmen und zwar das geblümte Dreiecke in dem rot markierten Bereich im unteren Bild raustrennen. Wenn dort ein braunes Dreiecke sitzt, passt zwar das Hexagon nicht mehr, aber die Anordnung sieht insgesamt harmonischer aus. Und darauf kommt es doch an: Das ein Quilt harmonisch aussieht.

Ich habe mal ein braunes Dreieck aufgesteckt und finde, das sieht viel gefälliger aus. 

Also werde ich noch einmal ein bisschen trennen und mauscheln und dann bin ich mit meinem Top zufrieden. 😍