Freitag, 18. April 2014

Quiltausstellung in Uslar und eine neue Idee

Vor einer ganzen Weile hatte ich auf Facebook den Hinweis gelesen, dass in Uslar wieder eine Ausstellung der Stubenquilter ist. Da heute ja so gut wie keine Fußballspiele waren und Steffen keine Ansetzung hatte, haben wir heute morgen ganz spontan entschieden, dass wir da hinfahren. Schließlich war die Ausstellung vor drei Jahren schon so interessant.

Also haben wir es wahr gemacht und sind nach dem Mittag losgefahren. Das hat richtig viel Spaß gemacht, so ganz spontan mal irgendetwas zu machen. Die Ausstellung war unheimlich toll und wir haben viele tolle Quilts gesehen. So ziemlich zu Beginn ist mir ein toller Jinny-Beyer-Quilt aufgefallen und ich habe mich einmal mehr auf September gefreut, wenn mein Projekt startet. Viele schöne Quilts waren zu sehen, aber ein Quilt nach dieser Vorlage hat es mir angetan. Der war in lila-weiß und traumhaft bestickt... Der lässt mich gedanklich nun nicht wirklich mehr los und so habe ich im Netz mal ein bisschen gesucht und tatsächlich einige der Schnitte gefunden. Aber zum Patchen brauche ich die Vorlagen nicht wirklich, ich bräuchte sie nur für die Stickmuster - und da kann ich vielleicht irgendwie improvisieren... In Gedanken gehe ich schon mal meine Stoffkisten durch, welche Stoffe dafür geeignet wären.

Die Ausstellung ist noch bis zum 21.4.2014 geöffnet und ist auf jeden Fall einen Besuch wert!

Vorhin habe ich es dann endlich geschafft, mal meine bisherigen Blumenblöcke (außer der Schrift von Silvia, sonst hätte ich erst noch so viel wegräumen müssen) auszulegen. Das ist schon ein wahrer Schatz, den ich da habe, einfach ein Traum, aber seht selbst:
Toll, oder? Mit meinen eigenen beiden Blöcken und der Schrift von Silvia (die zähle ich mal als einen Block) habe ich jetzt schon dreiunddreißig Blöcke für meinen Quilt. Das ist irre und ich freue mich so sehr darüber!!!

Mittwoch, 16. April 2014

Rosenmohn, Mohnrosen, Rosen und Mohn

Gestern habe ich wieder einen tollen Blumenbrief in der Post gehabt und zwar von Marie-Louise. Sie hat mir für meinen Geburtstagsblogquilt die Jubirose von Regina Grewe genäht. Ich glaube, ich kann mir jetzt in meinem Quilt schon ein richtiges Rosenbeet anlegen. Rosen sind auch wirklich feine Blumen, so wie alle anderen auch.
Die Rose hat einen blauen Hintergrund, liebe Marie-Louise, das ist gar kein Problem. Auch Dein Block findet einen prächtigen Platz in meinem Quilt. Ich freue mich über diesen Block, wie über jeden anderen auch und er wird ein Farbtupfer in meinem Rosenbeet (?) werden. Liebe Marie-Louise, hab vielen Dank dafür.

Dann erreichte mich heute noch ein Brief aus Österreich und zwar noch einer von Silvia. Sie hat in der letzten Zeit zu Hause ganz viel geräumt, neue Möbel bekommen und hat beim Einräumen derselben ein wenig sortiert und dabei ist ihr noch ein Blumenblock in die Hände gefallen. Dabei musste sie wieder an mich und meine Aktion denken und hat den Block noch kurzer Hand eingetütet. Und so konnte ich heute noch einen Brief aus dem Kasten fischen und aus ihm diesen tollen Block befreien:
Eine Mohnblume nach Bernadette Mayr. Wieder ein ganz toller Block, der meinen Quilt bereichern wird. Liebe Silvia, hab vielen Dank dafür!

Ich glaube, ich werde morgen, wenn meine Katharina Mittagsschlaf macht, mal wieder meine Blöcke/Schätze sortieren, auslegen und Euch wieder ein Foto zeigen.

Dienstag, 15. April 2014

Round Robin

Ein Round Robin im Hobbybereich ist "eine Freizeitbeschäftigung bei der verschiedene, meist weit auseinanderwohnende Menschen gemeinsam Produkte erstellen" (Quelle: Wikipedia). Nun weiß ich also auch, was ich die letzten zehn Monate unter anderen gemacht habe: Nämlich mit weit auseinanderwohnenden Menschen ein gemeinsames Produkt erstellt.

Anfang 2013 kam mir die Idee, dass ich mal wieder an einem solchen Projekt teilnehmen könnte und hatte Veri gefragt, ob sie dazu auch Lust hätte. Wenn ich ganz ehrlich bin, hatte ich gehofft, dass Veri einen organisiert, es selbst zu tun, hatte ich mir bis dato nicht zugetraut. Na egal, der Gedanke ließ mich nicht mehr los und gemeinsam mit Veri hatte ich sechs Leute organisiert und wir starteten im April 2013 in unsere gemeinsame Aktion.

Ich habe lange überlegt, welche Stoffe ich versenden sollte und was ich überhaupt nähen und nähen lassen wollte. Ich weiß nicht, wie oft ich meinen Plan über den Haufen geworfen habe, letztendlich habe ich mich für Stoffe der Serie "Byzantium" entschieden, davon hatte ich ausreichend, aber noch keine wirkliche Verarbeitungsidee.
Zuerst hatte ich die Idee, ein Kinderbuch aus meiner DDR-Kindheit mitzuschicken. Das Buch heißt „Servus Aladin“ und handelt davon, wie sich ein Junge aus Moskau und ein Mädchen aus Wien auf einer Reise in den Orient treffen. Das Mädchen ist hoffnungslos romantisch und hat die wahrscheinlich typische Vorstellung vom Orient, der Junge ist eher am Fortschritt interessiert. In Vorbereitung auf den RR habe ich das Buch erneut gelesen und musste dabei feststellen, dass ich das Buch anders im Kopf hatte, ich hatte nämlich auch die verklärte Vorstellung im Kopf. ;-)

Meine Stoffwahl ist geblieben und so bin ich auf die Suche gegangen, was für Blöcke ich nähen könnte... Ich konnte ja auch mal was ausprobieren, was ich sonst vermeide, z. B. New-York-Beauty-Blöcke. Also habe ich mir einen Block gesucht und den genäht. Aber schon da habe ich festgestellt, dass das keine Blöcke sind, die ich gern nähe, so ist es bei dem einen Block geblieben.
Also habe ich in meinen Büchern gesucht und schöne Blöcke gefunden und so habe ich meine Mitte irgendwann fertig gehabt:

Ich habe dann überlegt, ob man mit einem Quilt eigentlich unbedingt was ausdrücken muss? Mmh, eigentlich würde es ja reichen, wenn es schön aussieht, aber sicher ist es für die anderen Mitnäher einfacher, was Passendes dazu zu nähen, wenn ich meine Gedanken zu Papier brächte. Von meiner Orient-Idee konnte ich mich wegen der Stoffe mit Golddruck nicht wirklich verabschieden und so habe ich diesen Gedanken weiter verfolgt. Mein Block mit den grünen Stellen ist für mich ein Baum oder ein Strauch oder eine Wüstenblume, welcher von einer Mauer eingeschlossen ist. Von links strahlt die heiße Wüstensonne in die kleine Oase... Die Mauer ist kunstvoll gestaltet, im unteren Bereich ist ein halbrundes Ornament aus zwei verschiedenen Materialien (Stoffen) gearbeitet, im oberen Bereich ist ein Mosaik, ebenfalls aus zwei verschiedenen Materialien (Stoffen). Die hellen Stoffen stehen für den hellen Wüstensand...
 Da mein Quilt eigentlich über unserer Couch hängen sollte, hatte ich mir ein ganz spezielles Layout überlegt. Lang und nicht allzu hoch und für jede war vorgegeben, welchen Teil sie von meinem Top nähen sollte.

So sollte mein Quilt am Ende aussehen. Runde 1 habe ich selbst genäht, das ist meine Mitte. Dann folgten Birgit (QF bidoz1), Petra, Sandra (QF mimino), Susanne (QF Mupfeltom) und zum Schluss Veri. Verschickt wurde immer in der gleichen Reihenfolge.

So und nun möchte ich endlich das Geheimnis und mein wunderschönes Round Robin-Top lüften:

Runde 2 hat Birgit für mich genäht. Sie hat die Mauersequenzen fortgeführt und, wie es sich für den Orient gehört, Minarette genäht. Dann hat sie noch die Luftspiegelungen und Fächer genäht und die Sonne im linken Bereich fortgeführt.
Dann ging mein Top nach Petra, um dort die nächste Runde zu bekommen. Petra hatte viele Gedanken und hat sich letztendlich für Teppiche entschieden, da ihre Reihe ja unten liegt. Petra hat zwei kunstvolle Teppiche zu meinem Top hinzugefügt:
Sandra durfte dann als nächstes für mich nähen. Für sie waren die beiden Seitenteile neben dem Mittelteil. Lange hatte sie überlegt und beim Vorlesen der abendlichen Gute-Nacht-Geschichte war irgendwann auch die Geschichte vom Kleinen Muck dabei und in dem Buch hatte sie ein Bild von einer Sternenborte gesehen. Die hat sie nun für mein Top genäht.
 
Dann ging mein Paket auf Reisen zu Susanne. Für sie war die linke Seite gedacht. Die bisherigen Teile sind alle im gleißenden Sonnenlicht und so hat mir Susanne das ganze Gegenteil, nämlich die Nacht gearbeitet. Dazu hat sie die Mauer aus dem ersten und zweiten Teil wieder aufgegriffen und mit Sternen und Mond zu einem schönen Block zusammengesetzt.
Veri war dann die letzte, die mein Top weitergenäht hat. Für sie war der rechte Teil gedacht. Veri hatte die Idee, mir ein orientalisches Gebäude, welches in der Dämmerung zu sehen ist, zu nähen. Die Sonne ist am Untergehen und die ersten Sterne sind zu sehen. In der Dämmerung sitzt eine Flötenspielerin vor dem Tor und lässt den Tag Revue passieren.
Jedes Teil für sich ist allein schon ein Traum, aber was glaubt ihr wohl, wie wunderschön alle sechs Teile miteinander aussehen:
Mein Top ist einfach ein Traum und ich freue mich unheimlich, wie toll meine Idee aufgegriffen und umgesetzt worden ist. Ich bedanke mich bei allen Mitnäherinnen für die schöne, gemeinsame Nähzeit und Näharbeit. Es hat unheimlich viel Spaß mit Euch allen gemacht. Liebe Birgit, liebe Petra, liebe Sandra, liebe Susanne und liebe Veri, habt vielen, vielen Dank für dieses tolle Top!

Sonntag, 13. April 2014

Ich platze gleich...

...aber nicht vor Wut oder Ärger, nein, ganz im Gegenteil, nämlich vor Stolz!!!

Im Januar hatten wir ja endlich Johannes' Kleiderschrank aussortiert und festgestellt, dass er dringend neue Sachen braucht, in seinem Schrank war es da sehr übersichtlich. Da er von der Figur her nicht dem entspricht, wie es die Industrie in seinem Alter vorsieht, haben wir das Problem, dass es nicht wirklich einfach ist, für ihn tolle, gut sitzende Kaufkleidung zu bekommen. Kindersachen fallen fast komplett aus und auch die Herrensachen passen nicht wirklich gut. Also hatte ich mir dieses Buch bestellt und immer mal wieder durchgeblättert. Aber vor dem Schnitt erstellen habe ich mich lange gedrückt...

Gestern habe ich dann endlich damit angefangen, Johannes' Maße genommen und einen ersten Versuch gestartet.
Mensch, das Teil hat sogar die Form eines Schnitts und es ist ein tragbares Teil rausgekommen. Weil ich damit nicht wirklich gerechnet hatte, habe ich einen gut abgelagerten Stoff genommen.
Auf dem Bild ist das Shirt noch nicht gesäumt und am Halsausschnitt muss noch etwas weg. Als ich dann erneut in das Buch gesehen habe, habe ich festgestellt, dass ich nicht die Anleitung für ein Shirt, sondern für einen Pullover genommen habe. Deswegen sitzt das Shirt auch sehr leger. Also habe ich einen weiteren Versuch gestartet und einen zweiten Schnitt konstruiert.

Beim Zusammennähen ist mir aufgefallen, dass der Ärmel für das Armloch zu klein ist, ich dachte erst, dass es daran liegt, dass ich am Armloch eventuell eine zu steile/große Rundung gezeichnet habe. Als Johannes das Teil probiert hat, habe ich festgestellt, dass die Ärmel viel zu eng sind. Ohne meine Hilfe kam er aus dem Teil nicht mehr raus, wir haben darüber unheimlich gelacht. Also habe ich mir alles noch einmal angesehen und nachgemessen und festgestellt, dass ich beim Konstruieren des Ärmels glatt zehn Zentimeter unterschlagen habe. Ich habe einfach ein Ausgangsmaß falsch auf dem Lineal abgelesen, statt 22,5 cm habe ich nur 12,5 cm genommen. Das konnte nicht funktionieren und schon auf dem gezeichneten Schnitt sieht man die Abweichung:
Als ich versucht hatte, den Ärmel einzusetzen, musste ich wieder an mein erstes und einziges Mal denken, wo ich mich zum Probenähen beworben hatte. Da passte der Ärmel auch nicht, dann hieß es, da ein bisschen weniger NZG, da ein bisschen mehr und dann passt es schon...

Heute morgen habe ich also ein drittes Probeteil genäht und war schon zuversichtlich, dass es ein tragbares Shirt wird und habe daher schon straßentaugliche Stoffe genommen. Vorn ist das Shirt länger als hinten und hat in der Mitte eine Rundung, damit das Shirt über dem Bauch nicht absteht. Den Halsausschnitt habe ich gleich erweitert. Und so sieht das Shirt aus:
 
Auch das Suppendosenshirt habe ich heute morgen fertig genäht. Aber das ist von Schnitt her zu weit:
Das Shirt steht vorn auch ziemlich weit über dem Bauch ab, also ist es gut, dass ich das andere Shirt länger und mit Rundung vorn genäht habe:
Das sind nun meine beiden Probeteile und ich bin wirklich stolz auf mich, dass ich das geschafft habe. Nun, da ich weiß, wo ich was am Schnitt noch ändern muss, kann ich dann morgen den guten Stoff anschneiden und noch weitere Shirts nähen, schließlich steht der Sommer vor der Tür.

Freitag, 11. April 2014

Große Freude und ein kleines Ärgernis

Habt vielen, vielen Dank für Eure letzten Kommentare, leider schaffe ich es im Moment nicht, allen zu antworten. Ich hatte ja einen Antrag auf Verlängerung des Tages auf mindestens 36 Stunden gestellt, aber der scheint wohl verloren gegangen sein. ;-)

Im Moment ärgert mich mein Computer, Blogger oder wer auch immer: Ich kann mir einen, maximal zwei Blogs angucken und dann erscheint die Meldung, dass diese Seite nicht angezeigt werden kann. Ach Mensch, das macht doch gar keinen Spaß... :-( Und ich weiß nicht, wie ich das ändern kann. So, das war das kleine Ärgernis und nun zeige ich Euch meine großen Freuden der letzten zwei Tage.

Gestern und heute bin ich mit Paketen gut versorgt worden:
Das war meine Paketlieferung von gestern, heute sah es ähnlich aus. Das war natürlich richtig schön und gestern habe ich es mir zum Auspacken richtig gemütlich gemacht. In einem der Pakete ..waren Stoffe, die Katharina für mich besorgt hatte. Mein großes Kind braucht ein paar T-Shirts und Katharina hatte tolle Stoffe gefunden:
Zwei schöne Jerseystoffe und zwei passende Bündchen... Und auch meine Katharina hat Stoffe bekommen, naja, eigentlich ja nicht sie, sondern ich für sie... ;-)

Vor zwei Tagen hatte ich bei Facebook gesehen, dass es von Stoff und Liebe Heidistoffe gibt. Eigentlich finde ich es ja nicht wirklich schön, so viel Geld für Stoff auszugeben, aber bei diesen Stoffen konnte ich nicht widerstehen. Also habe ich zwei Stoffe bestellt und ich muss sagen, die Stoffe sind ein Traum, wunderbar weich und das Bild ist so toll.
Mal sehen, was ich aus den Stoffen nähe, vielleicht noch ein Bodykleid (ohne Bodyteil) nach dem Schnitt von Schnabelina. Eines habe ich heute schon für Katharina genäht und habe dafür die Sterntalerstoffe verwendet. Ich finde das Kleidchen richtig niedlich.
Und dann habe ich heute noch zwei Rosen bekommen. Ja richtig, ich habe wieder Blumenpost bekommen und zwar von der Stoffliebhaberin Andrea. Zwei tolle Rosen hat sie mir genäht und auch diese Blumen werden meinen Quilt zu etwas ganz Besonderem machen:
Leider sind die Farben auf dem Foto nicht so schön getroffen. :-( Eine Rose ist mit wunderbaren rosa Stoffen genäht und die andere in tollen Gelbtönen. Beide Blumen erinnern mich an den Herbst. Sie sind so schön. Liebe Andrea, hab vielen Dank dafür!

Und dann ist heute ein Paket angekommen, welches fast ein ganzes Jahr lang unterwegs gewesen ist. Also nicht am Stück, sondern immer mit Pausen unterwegs bei fünf Näherinnen. Ja, mein Round Robin-Paket ist wieder bei mir angekommen.
Ach Mensch ist das aufregend, das Paket war viel unterwegs, meist südlich von mir und nun ist es wieder da. Oh, wie aufgeregt war ich, als ich von Veri die Mail mit der Sendungsnummer bekam. Gefühlte hundert Mal habe ich geguckt, wo mein Paket ist und heute kam es dann an. Am liebsten würde ich ja mal spicken, aber wir sechs wollen die Pakete zusammen auspacken und die paar Tage werde ich es noch aushalten. ;-)

Mittwoch, 9. April 2014

Mal was ganz Anderes

Gestern hatte ich ja die wunderschöne Rose gezeigt, die mir Gesine genäht hatte. Ich habe mich darüber unheimlich gefreut, zumal es das erste Projekt ist, welches Gesine auf Papier genäht hat. Mein "Handel" mit Euch besagt ja, dass ich Jedem, der mir einen Block schickt, ein Stück Patchworkstoff im Tausch zurücksende.

Für Gesine jedoch habe ich mir was Anderes ausgedacht. Sie hat nämlich auch ein tolles Projekt am Laufen. Sie macht bei der 365-Tage-Quilt-Aktion mit und näht sich einen Dancing-Nines-Quilt. Auf ihrer Tanzfläche gab es noch eine ganze Menge Plätze zu vergeben und so bekam sie von ganz vielen Leuten Stoffe für einen Tanz geschickt. Gesine hatte sich überlegt, für jeden vergebenen Tanzplatz eine Klinik-Mütze zu nähen. Die Idee finde ich toll und so habe ich überlegt, dass ich Gesine bei ihrer Mützenaktion unterstütze.

Also habe ich heute nach dem Projekt gegoogelt und auch die Anleitung für die Mütze gefunden. Also ausgedruckt, Stoffe rausgesucht und angefangen. So einfach, wie die Mützen zu nähen sind, so dämlich habe ich mich dabei angestellt. Die Leute denken sich schon etwas dabei, wenn sie im E-Book schreiben, dass man zuerst die beiden seitlichen Abnäher nähen sollte. Gelesen hatte ich das auch, aber Abnäher sind Abnäher und so habe ich bei der ersten Mütze gleich alle Abnäher genäht und bin dann beim nächsten Schritt wieder ins Grübeln gekommen. Irgendwann machte es Klick und mir ist mein Fehler aufgefallen. Aber selbst bei den beiden folgenden Mützen konnte ich den Fehler irgendwie nicht vermeiden, das kommt wohl davon, wenn man mehrere Sachen auf einmal macht.

Naja, ich habe drei tragefähige Mützen genäht und werde nachher einen Brief mit diesen Mützen an Gesine schicken.
Beim Nähen der Mützen gingen mir unheimlich viele Gedanken durch den Kopf und ich war einmal mehr dankbar, dass es uns gut geht und meine drei Kinder gesund sind. Da ist es doch eigentlich egal, wenn sie mal über die Stränge schlagen oder mal ein loses Mundwerk haben oder nicht pünktlich nach Hause kommen. Ich denke, die Eltern der Kinder, für die die Mützen genäht werden, würden sich freuen, wenn sie meine "Probleme" hätten. Von daher war es mir eine Herzensangelegenheit, Gesine bei ihrer Aktion zu unterstützen. Anprobieren "musste" ein der Mützen meine kleine Katharina, ich konnte mir so gar nicht vorstellen, dass sie passt. Aber sie sitzt wirklich total gut und Katharina sah mit der Mütze niedlich aus.
Und da musste ich dann wieder an die Eltern denken, deren Kinder Krebs haben und die Mützen geschenkt bekommen, damit sie ein bisschen Freude und einen bunten Farbtupfer im Klinikalltag haben. Und oft sind ja auch so ganz kleine Kinder betroffen... Mir gehen immer noch so viele Gedanken durch den Kopf und ich glaube, heute werde ich wohl nichts mehr nähen... Bestimmt werde ich noch die ein oder andere Mütze nähen und an Gesine senden, die drei (für jedes meiner Kinder eine) werde ich heute einpacken und mit lieben Grüßen an Gesine senden. Und dann werde ich mir endlich das E-Book von Klimperklein für die Minutenmütze kaufen, damit ich meiner Katharina auch so eine Mütze nähen kann.

Dienstag, 8. April 2014

Die Rose des kleinen Prinzen?

Nein, es ist meine eigene! Und darüber freue ich mich sehr, aber der Reihe nach.

Gesine hatte mir am Wochenende geschrieben, dass sie ein Blümchen für mich genäht hat und es am Montag mit der Post auf den Weg schicken wird. Hach, was war ich aufgeregt und als ich heute in meiner Sidebar auf meinem Blog gesehen habe, dass Gesine was gepostet hat und mein Bild mit verlinkt hat, musste ich natürlich gleich gucken gehen. Aber Blogger oder mein Rechner oder wer auch immer hatte was dagegen, die Seite konnte nicht angezeigt werden. Also musste ich wieder einen kleinen Umweg machen und dann konnte ich endlich den Post lesen. Gesine hat es ja so schön geschrieben und noch schöner, als sie geschrieben hat, hat sie genäht. Dass sie das erste Mal auf Papier genäht hat, mag ich kaum glauben, der Block ist perfekt! Und wunderschön!
Eine traumhaft schöne Rose wird nun meinen künftigen Quilt bereichern, ihn bunter und schöner machen und zu etwas ganz Besonderem machen. Liebe Gesine, hab vielen Dank dafür!

Und noch ein weiterer Block ist heute für meinen Quilt dazu gekommen. Den habe ich mir selbst noch gemacht. Ich hatte ja schon den Anfang meiner Stickerei gezeigt und dank Euch weiß ich jetzt auch, wie ich beim Sticken anfange und ende und wie ich am besten gerade Linien sticken kann. Am meisten Kopfzerbrechen hat mir der Rückstich bereitet, aber auf dieser Seite habe ich eine tolle Erklärung gefunden. Ich muss aber zugeben, dass ich beim Sticken immer wieder auf die Seite gucken musste, um den Stich überhaupt hinzubekommen. Aber es hat geklappt und mein kleines Sträußchen ist fertig.

 
Naja, es ist noch nicht schön, aber ein Anfang ist gemacht und ich weiß, was ich beim zweiten Versuch anders machen muss. Dass der Baumwollsatin nicht zum sticken geeignet ist, habe ich schon mitbekommen, ich weiß jetzt auch schon - Danke, Katharina! - welchen Stoff ich zum Sticken nehmen kann.

Nana hatte gestern einen schönen Post über die "blaue Stunde", die Zeit zwischen Tag und Abend, noch nicht ganz weg, aber auch noch nicht ganz da, die Zeit vor der Ruhe am Abend... Die blaue Stunde mag ich auch sehr gern, sie hat so etwas zauberhaftes... Bei uns war sie heute ziemlich verregnet, aber schön sah es auch aus:

Montag, 7. April 2014

Die ausgetretenen Pfade

Ich hatte ja großartig verkündet, mal was Anderes machen zu wollen. Und am Wochenende habe ich mit dem Vorsatz auch gleich angefangen. So richtig viel zum nähen kam ich allerdings nicht, Steffen war pfeifen und Katharina fand nähen blöd... So konnte ich nur Sonntag Vormittag ein bisschen nähen.

Ich habe ganz schön lange überlegt, ob ich meine schönen petrol-blau-grün-grauen Stoffe schon anschneiden wollte, aber wenn ich den Quilt nähen möchte, muss ich irgendwann einmal die Stoffe anschneiden. Also habe ich es am Sonntag gewagt. Also habe ich mal geguckt und mir einen einfachen Block rausgesucht und die Stoffe ausgesucht und doch wieder verworfen und dann doch genommen und zugeschnitten und dann irgendwann meinen Block ausgelegt.
Orientiert habe ich mich bei diesem Block an dem ersten Block vom Park-Bench-BoM. So ein bisschen zum Üben, allerdings wollte ich nicht genau den gleichen/den selben (ich weiß immer nicht, wie es genau heißt) Block nähen und so habe ich an den dunkelblauen Rhomben ganze Dreiecke angenäht. Die Lineale lassen da wirklich sehr viel Spielraum, die Blöcke zu verändern.

Beim zweiten Block habe ich dann ein bisschen gelb als Hingucker dazu genommen. Das Gelb wollte ich gern in die Mitte legen, um den Blick darauf zu lenken.
Wenn die Stoffe ausgesucht und zugeschnitten sind, geht das Nähen (mit der Maschine) wirklich sehr schnell, das, was am längsten dauert, ist das Aussuchen der Stoffe. Und während Katharina Mittagsschlaf gemacht hat, habe ich es geschafft, noch einen dritten Block zu nähen. Da bin ich ein wenig in den grünen Bereich abgeschwenkt. Und das sind meine drei genähten Blöcke auf einen Blick:
Ich finde, sie sehen richtig schön aus. Ich habe mir jedoch überlegt, noch einen weiteren Stoff zu den Stoffen aus dem Paket dazu zu nehmen, nämlich ein dunkles grau. Ich denke, das wird bestimmt auch schön aussehen und ich muss mir nicht so viele Gedanken machen, ob der helle Stoff reicht. ;-)

Heute habe ich dann endlich einen kleinen Handstickrahmen gekauft. So richtig gefällt er mir nicht, da das Holz nicht wirklich schön sauber verarbeitet ist, aber für den Anfang und den ersten Versuch wird es gehen. Ein bisschen probiert habe ich auch schon. Ich habe einen grünen Baumwollsatin genommen (grün aus einem bestimmten Grund, aber Baumwollsatin ist bestimmt nicht so gut, das geht so ziemlich schwer zu durchstechen) und mir mit Bleistift ein kleines Sträußchen aufgezeichnet.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut ich für meine Verhältnisse doch zeichnen kann, wenn es um mein Hobby geht. Ich habe natürlich probiert, ob ich das mit dem Sticken hinbekomme. Als erstes habe ich einen Knötchenstich versucht (da habe ich nämlich gleich verstanden, wie ich den sticken muss). Zwei Blumen habe ich fertig bekommen. So richtig schön ist es noch nicht, aber für den ersten Versuch kann ich, denke ich, zufrieden sein:
Ich weiß nur nicht genau, wie ich die Arbeit beende und den Faden verknote. Dazu habe ich in meinen Büchern auch nichts gefunden. Vielleicht kann mir das einer von den Stickerinnen verraten? Das wäre ganz lieb von Euch.

Samstag, 5. April 2014

Sidekickruler und Hex N More

Zu meinen neuen Projekt brauchte ich natürlich auch die passenden Lineale und da ich ja bekennender BoM-Fan bin, konnte ich auch irgendwann dem Park-Bench-BoM nicht mehr widerstehen...

Heute habe ich nun überlegt, womit ich anfangen sollte und habe ich zunächst einmal für die ersten beiden Blöcke des Park Bench entschieden. Die Anleitung ist wirklich richtig gut beschrieben, man kann direkt nach den Abbildungen arbeiten. Das sind die Stoffe für die ersten beiden Blöcke, auch ganz anders, als ich sonst verarbeite.
Ohne dieses Projekt würde ich solche Stoffe nicht kaufen, aber ich finde sie total schön und ich hatte gestern ja geschrieben, dass ich mal die ausgetretenen Pfade verlassen wollte.

Mit diesen beiden Linealen werden die einzelnen Teile der Blöcke zugeschnitten.
Mit diesen Linealen kann man verschiedenen Teile zuschneiden, um damit die Dreiecke für die Hexagone zusammenzustellen, ich denke, da gibt es unzählige Möglichkeiten. Und jetzt weiß ich auch, warum in der Anleitung geschrieben ist, dass man die Stoffe für die Rauten quer zum Fadenlaufen der mitgeschickten Zuschnitte zuschneiden soll. Schneidet man die Stoffe nämlich längs in Streifen, reichen sie nicht. Und was habe ich gemacht? Na klar, längs in Streifen geschnitten und mich noch gewundert, dass so viel Stoff über bleibt und um Zeit zu sparen, habe ich natürlich gleich alle drei hellen Stoffe auf einmal verschnitten...

Naja, ich habe dann in meinen Kisten nach weiß, hell- und dunkelgrau gesucht und eigentlich auch drei schöne Stoffe gefunden, so dass ich heute meine ersten beiden Park-Bench-Blöcke nähen konnte. Und das sind sie:
Ich finde die Blöcke so richtig schön, auch wenn die Stoffe der Rauten nicht original sind, aber sie passen ins Gesamtbild. Da ich jetzt weiß, wie ich die Lineale verwenden muss und ich auf die Stoffe der zweiten Lieferung einen Monat warten muss, kann ich ja getrost mit den petrol-grauen Stoffen anfangen und daraus einen Quilt nähen.

Freitag, 4. April 2014

Ausgetretene Pfade verlassen...

...das möchte ich demnächst. Aber der Reihe nach, denn als erstes möchte ich das Blümchen zeigen, welches mich heute erreicht hat.

Die Schrift auf dem Briefumschlag kam mir gleich bekannt vor, hatte ich doch schon oft Post von der Absenderin bekommen. Erika war so lieb und hat sich auch mit einem genähten Blümchen an meiner Aktion beteiligt. Darüber freue ich mich natürlich sehr. Erika hat mir eine Fuchsie genäht, sie ist einfach toll und sieht so wunderbar dreidimensional aus.
Ist die Blume nicht niedlich? Wieder eine tolle Blume, die meinen künftigen Quilt bereichern wird. Liebe Erika, hab vielen Dank dafür. Mit meinem Gänseblümchen habe ich jetzt schon 26 Blumen und natürlich die Schrift von Silvia. Wahnsinn, niemals hätte ich damit gerechnet!

In den letzten Tagen habe ich, immer mittags und hin und wieder abends, an meinem Sampler gequiltet. Und mit meiner Feder bin ich schon richtig weit gekommen. Nur bin ich mir nicht ganz so sicher, ob ich die rosa Kreide auch wieder rausbekomme...
Dann habe ich mir überlegt, dass es nun an der Zeit wäre, auch mal was Neues zu probieren. In letzter Zeit habe ich überall so schöne gestickte Sachen gesehen, dieser wunderschöne Quilt hat letztendlich den Ausschlag gegeben, dass ich nun auch sticken lernen will! Also habe ich mal bei Amazon geguckt und mich für zwei Bücher entschieden:
Und ein bisschen Stickgarn habe ich mir auch noch gekauft, denn so etwas habe ich ja überhaupt nicht. Ich wusste nur nicht, dass ich nicht das Garn haben, welches wie so ein Strang gewickelt ist, denn das würde bei mir nur ein Chaos werden. Also habe ich eine ganze Weile gesucht und hier dieses Garn entdeckt. Ein paar Rollen habe ich mir gekauft, passend zu dem Quilt, den ich irgendwann nähen möchte.
Aber bevor ich irgendwann meine Quiltcitiy nähe, werde ich noch einen anderen Quilt verwirklichen. In für mich völlig untypischen Farben, nämlich diesen hier:

Das sind doch mal Farben! Ganz anders als ich sonst immer wähle und was soll ich sagen: Der Quilt wird für mich, ich mag es noch gar nicht glauben... Seitdem ich ihn zum ersten Mal gesehen habe, war ich von diesem Quilt hin und weg. Lange habe ich überlegt, ob ich soll oder nicht. Man sieht ja, wie ich mich entschieden habe und nun bin ich, ehrlich gesagt, ein wenig traurig, dass Steffen morgen den ganzen Tag zum Fußball unterwegs ist, sonst würde ich doch glatt mit dem Quilt anfangen. ;-)

Mittwoch, 2. April 2014

Zwei Hanseblumen ;-)

War das heute schön, als Jonathan nach Hause kam. Zum einen brauchte er für den Nachhauseweg nur gute zwanzig, fünfundzwanzig Minuten, er brauchte auch schon mal fünfzig, sechzig Minuten - morgens schafft er den Weg in fünf Minuten - und zum anderen brachte er mir mal wieder Blümchenpost mit. Er ist nicht nur der weltbeste Blockerkenner, sondern auch der weltbeste Posthochholer... ;-)

Heute habe ich in einem Brief gleich zwei Blöckchen gehabt und zwar von A. aus Lübeck (leider ohne Blog, aber vielleicht ändert sich das mal irgendwann), zwei echte Nordlichter oder Hansestäder eben. Aber nicht aus Marzipan gemacht, nein, wunderschön nach dem Muster von Regina Grewe genäht.

Ich habe eine Ballonblume und noch eine Mohnblume bekommen. Ein Blümchen mit hellem und ein Blümchen mit dunklerem Hintergrund. Beide sind wunderschön und werden einen tollen Platz in meinem künftigen Quilt bekommen.
Guckt doch mal, wie schön räumlich die noch geschlossenen Blüte der Ballonblume aussieht, man sieht richtig die Rundung. Liebe A. hab vielen Dank dafür!