Montag, 27. Oktober 2014

Was Sonnabend blau war, war gestern rot. ;-)

Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich Sonnabend früh an/mit meiner Stickmaschine fast verzweifelt wäre und ich nicht verstanden habe, warum sie dann problemlos stickte.

Nana hatte ja geschrieben, dass es - kurioserweise - Garne gibt, die eben nicht funktionieren. Solche Garne habe ich wohl auch erwischt. Wobei... ...blau hat gestern funktioniert. Ich habe nämlich gestern noch gestickt. Letztes Jahr hatte ich mir eine schöne Stickdatei gekauft und auch gleich angefangen, sie zu sticken. Es sollte ein Quilt werden, den ich an die Wand in Katharinas Zimmer hängen wollte. Vor einem Jahr war sie noch ziemlich viel auf der Erde unterwegs und an der Stelle, wo sie viel gespielt hat, ist einen Außenwand und da sollte der Quilt als hin, um die Kälte abzuhalten.

Der Anfang der Stickereine flutschte nur so und wie es oftmals so ist, kamen tausend andere wichtige Dinge dazwischen und das Teil landete halbfertig in der Kiste. Die Filzanhänger habe ich mittlerweile zu Topflappen für ihre Kinderküche umfunktioniert.

Gestern fiel mir das Teil, als ich was gesucht habe, wieder in die Hände und ich habe überlegt, was ich daraus mal machen könnte. Den Quilt zum Kälteschutz brauchte es nun wirklich nicht mehr, aber ein Kopfschutz fürs Bettchen - das wär doch mal was.

Also habe ich gestickt, gestickt und gestickt und habe jedes Mal, wenn ich blau genommen habe, meiner Stickmaschine eingeredet, dass das KEIN blaues Garn ist. Es hat funktioniert: Der blaue Faden ist nicht gerissen - aber dafür der rote. Ich hätte das Garn ja schon viel eher aussortieren können, aber auf die Idee bin ich Dummerchen erst bei dem letzten Motiv gekommen.

Ich hatte mir auch schon überlegt, wie ich den Kopfschutz am Bett anbringen wollte. Ich wollte es so nähen, dass auf der Rückseite wie eine Tasche angenäht ist, die ich über das Bett ziehe. Der Plan war ganz einfach: Vorderseite, doppelt Thermolam, Rückseite, Tasche, alles passend und richtig herum aufeinanderlegen, nähen, verstürzen - und gut ist. Tja, soweit, so gut. Nur leider habe ich die Teile in der falschen Reihenfolge aufeinander gelegt.

So dass nun zwar die Tasche vernünftig verstürzt ist, Vorderteil und Rückseite und Vlies aber leider nicht. Jetzt sind die Nähte unter der Tasche leider zu sehen. Aber ich habe es so gelassen, wer weiß, was mir beim Trennen noch passiert wäre. Den unteren Rand von meinem Kopfschutz habe ich dann einfach mit einem Binding eingefasst. Es sieht zwar nicht so perfekt aus, aber ich glaube, Katharina ist das egal.
Und wenn sie gerade mal nicht schlafen kann oder will, hat sie nun wenigstens was Schönes zum Gucken und zum Entdecken.

Sonntag, 26. Oktober 2014

Er ist wunderschön geworden!

Wer mit mir auf Facebook befreundet ist, hat ja schon ein Foto von meinem Farmers Market gesehen. Nachdem ich ihn noch einmal gewaschen und dieses Mal auf der Leine getrocknet hatte, sah er viel besser aus, als noch den Abend zuvor.

Und weil Freitag so wunderschönes Herbstwetter war, habe ich beschlossen, von diesem Quilt mal wieder Fotos in der Natur zu machen. Eigentlich schwebten mir ja Fotos mit buntem Laub im Hintergrund vor, aber da wir dann bei meinen Eltern geholfen haben, den Wohnwagen in's "Winterquartier" zu schieben, habe ich meinen Plan ein wenig genändert und die Fotos zunächst bei meinen Eltern auf der Terrasse gemacht. Im Licht der Sonne sah mein Quilt noch viel schöner aus:
 




 




Auf den Fotos ist auch ein bisschen zu erkennen, wie ich gequiltet habe. Zwar ist der Quilt noch immer "schrumpelig", aber lange nicht mehr so sehr, wie nach der Runde im Trockner. Man sieht zwar immer noch den Zug vom Trocknen, aber damit kann ich nun leben und bei der nächsten Wäsche mache ich es, wie es mir Valomea geschrieben hat: Über mehrere Leinen hängen, das ist auch fast wie liegend trocknen.

Auf dem Feld hinterm Haus lagen noch die ganzen Heurollen und da haben wir dann auch noch einmal Fotos gemacht. Logisch, dass Katharina auch mit auf's Bild musste.

Das Wollvlies ist wunderbar warm und ich habe es nicht bereut, dass ich es genommen habe und beim nächsten Mal packe ich den Quilt nicht in den Trockner.

Und nun zeige ich Euch auch noch mein neues Profilbild. Das hat Steffen gemacht und ich finde, es ist ein richtig schönes Foto.

Samstag, 25. Oktober 2014

Ob sie's geahnt hat?

Als ich Ende des Sommers zwei Sachen für meine Freundin gestickt hatte, bin ich schon fast an meiner Maschine verzweifelt, ständig ist der Faden gerissen, manchmal schon nach zwei, drei Stichen wieder. Alles Saubermachen und neu Einfädeln hat nichts genützt. An den T-Shirts für Jakob bin ich dann verzweifelt und habe mir mal wieder neue Spulenkapseln bestellt.

Aber irgendwer hatte ein Problem damit, dass ich zum Feiertag (3. Oktober) mit meiner Maschine sticke, denn die erste Lieferung kam nicht bei mir an. Der Händler hat dann nach einigen Tagen einen neuen Brief versandt, der dann zwar bei mir ankam, aber nur eine Spulenkapsel enthielt, da nur noch eine auf Lager war. Aber egal, das wird schon. Also habe ich froh angefangen zu sticken und der erste Stich ging in die Spulenkapsel und damit war an Sticken ohne Fadenriss nicht mehr zu denken. Am liebsten hätte ich meiner Maschine denselben Gang gegönnt, wie vor zwei Jahren der Covermaschine: Ab in die Tonne. Aber dafür war sie dann doch zu teuer.

Also habe ich vor zwei Wochen mit den Kundendienst telefoniert und meine Maschine eingeschickt und gestern kam sie wieder wohlbehalten bei mir an. Am längsten hat jeweils der Transport gedauert. Ich bin aber erst heute dazu gekommen, sie auszuprobieren und es gab wieder bitterliche Tränen: Der Faden ist schon wieder ständig gerissen.

Ich habe dann verschiedene andere Fäden probiert, die gingen alle, nur nicht die Marathongarne und bisher habe ich problemlos damit gestickt. Egal, ich bin für meine Stickereien auf andere Garne ausgewichen, aber da da die Farbauswahl sowas von gering ist, musste ich beim letzten wieder das Marathongarn versuchen und siehe da: Es geht!!!

Und dann bin ich ganz mutig geworden und habe mir drei FSL-Dateien gekauft. Bisher habe ich die gemieden, weil ich immer gedacht habe, das kann ich nicht... Tja, und nun ist meine erste Datei fertig und es ist mir nur einmal der Faden gerissen, weil die Nadel abgebrochen ist. HURRA!!!
Ach Mann, hätte ich gewusst, dass das so easy geht, hätte ich mir gleich das Set gekauft. So habe ich erst einmal nur die drei zum Testen genommen. Aber ich freue mich und Anfang nächster Woche soll wohl auch die zweite ausstehende Spulenkapsel verschickt werden. Vielleicht brauche ich sie ja gar nicht, aber es ist immer gut, eine neue zu Hause zu haben. Ach übrigens, gestickt habe ich, na klar, mit Marathongarn. Vielleicht mag meine Maschine kein blau???

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Manches muss man nicht selbst testen.

Mein Winterquilt ist fertig - und ich auch.

Am Montag habe ich, gleich nachdem ich nach Hause gekommen bin, an meinem Quilt weitergearbeitet. Mir gingen zwar so nach und nach die Ideen für Quiltmuster aus, aber irgendwie hat es sich dann doch ergeben, dass ich fertig geworden bin. Und weil ich so unheimlich stolz auf meinen Quilt bin war, kommen jetzt ein paar Fotos:


Auf dem oberen Foto kann man auf der Rückseite so richtig schön erkennen, wie ich die einzelnen Blöcke gequiltet habe. Durch den Lichteinfall sieht es, finde ich, ganz besonders schön aus.

Der Dienstag stand dann, Fußball und Sky sei Dank, ganz im Zeichen des Binding annähen. Rückseitig habe ich es sogar von Hand angenäht:
Und dann war er eben fertig, mein neuer, schöner Quilt.
Während ich gequiltet habe, habe ich schon darüber nachgedacht, ob Wollvlies wohl in der Waschmaschine gewaschen werde kann. Zum Glück habe ich den "Beipackzettel" vor dem Entsorgen erst einmal gelesen und da stand dann so sinngemäß, dass das Vlies kalt in der Waschmaschine gewaschen werden kann und ein liegendes Trocknen empfohlen wird. Trocknen im Trockner wird nicht empfohlen, da wegen der Temperatur das Vlies recht stark schrumpfen kann. Aha... Und irgendwie war mir auch so, das in der Anleitung von meinem neuen Trockner steht, dass Wolle nicht im Trockner getrocknet werden kann. Ach, so schlimm wird's schon nicht sein, also: Quilt in den Trockner.

Zuerst war ich ja noch zögerlich und habe eine halbe Stunde Kaltluft gewählt. Ach, mein Quilt sah toll aus, also wird er auch irgendein Programm überstehen. Ich habe dann in meiner Liste geguckt und entschieden, dass ein Programm für Dessous schon schonend sein wird. Wird es bestimmt auch sein, aber wohl doch eher für Dessous. Mein Quilt war eine einzige Katastrophe und ich war gestern Abend so traurig, dass ich ihn am liebsten gleich entsorgt hätte.
Das Vlies hatte sich total zusammengezogen (die, die die Anleitung geschrieben haben, hatte wohl doch recht). Ich hätte ja auch hören können, schließlich hat mir Google den Text so wunderbar übersetzt. :-(

Heute morgen führte mich mein erster Gang ins Wohnzimmer zu meinem Katastrophenquilt, aber oh Wunder, er ist über Nacht nicht wieder glatt geworden. Mehr versauen konnte ich nicht, also habe ich ihn gleich noch einmal gewaschen - und nein, nicht wieder im Trockner getrocknet, sondern auf dem Boden aufgehängt.
So ganz viel ist auf dem Foto nicht zu erkennen, schließlich war das von heute früh. Aber ein bisschen sieht man, dass das Quiltmuster rückseitig wieder zu erkennen ist, das war gestern Abend gar nicht mehr gegeben. Also hat die erneute Wäsche wenigstens ein bisschen was gebracht und wieder eines habe ich gelernt: Wenn die Vlieshersteller vom Trocknen im Trockner abraten, dann meinen die das auch so!!!

Samstag, 18. Oktober 2014

Es wird ein Winterquilt!

Am letzten Sonnabend hatte ich ja schon meinen halbfertigen Farmers Market gezeigt und am Sonntag habe ich es wirklich geschafft und mein Quilttop fertig gestellt. Seit Sonntag hing der Quilt nun bei mir am Schrank. Zum einen, weil Vlies und Rückseite noch nicht bestellt bzw. da waren und zum anderen, um mir eine Eingebung hinsichtlich des Quiltmusters zu verschaffen.
Auf die richtige Eingebung warte ich allerdings bis heute, lediglich bei der Mitte wusste ich, wie ich die quilten wollte. Der Rest ergibt sich, denke ich, beim Quilten.

Als Vlies habe ich mich für Wollvlies entschieden (zum ersten Mal) und ich bin gespannt, wie es ist. Beim Quilten selbst war es schon seeehr warm. Und auch die Rückseite ist dieses Mal was ganz anderes als sonst: Ich habe mich für Flanell entschieden. In Bordeaux mit kleinen weißen Pünktchen. Und bisher bin ich sowohl vom Quilt, als auch von der Rückseite begeistert. Beim Heften und auch noch beim Quilten fällt mir immer wieder auf, dass mein Vlies nach Schaf riecht, was aber nicht unangenehm ist.

Ein bisschen habe ich heute auch schon mit dem Quilten angefangen und weil heute Sonnabend ist und damit Bundesliga-Konferenz auf Sky kommt, habe ich mir meine Nähmaschine mit ins Wohnzimmer genommen. So konnte ich Fußball gucken und meinen Quilt quilten.

In der Mitte habe ich zunächst die Linien der Flying-Geese-Einheiten in der Naht gequiltet und in die geteilten Quadrate habe ich, im Kontrast dazu, Blumen gequiltet.

In den Quadratblöcken werde ich mal Federn versuchen. Zum Glück habe ich viele dieser Blöcke, denn da muss ich noch ganz viel üben. Aber die Grundzüge sind schon zu erkennen.
 

So und da darf der Quilt nun bis morgen erst einmal liegen bleiben. Auf dem Foto ist auch die Rückseite zu erkennen, wobei sie in natura nicht ganz so grell und kräftig ist.

Samstag, 11. Oktober 2014

Da waren's nur noch sechs.

Ja genau, nur noch sechs Blöcke trennen mich von einem traumhaft schönen Quilttop. Ich war fleißig und eisern und habe meinen Plan gleich am Freitag in die Tag umgesetzt. Steffen hatte ja mit der Jugend ein Fußballspiel und ich habe meinem süßen Töchterchen mit Nachdruck klargemacht, dass sie gern mit ihrem Papa zum Fußball möchte. Und das hat auch geklappt und so konnte ich gleich Freitag an meinem Top weiterarbeiten.

Gestern habe ich die Blöcke der 7. Lieferung genäht, wobei am Abend dann aber die Konzentration unheimlich nachgelassen hat, das habe ich heute morgen festgestellt, weil ich noch ein Teil über hatte. Also musste ich alles wieder auftrennen. Ich wundere mich bloß, warum die Blöcke trotzdem zusammengepasst haben...
Ich habe meine Teile noch nicht gleich zusammengenäht, da ich hinsichtlich der Blöcke der 8. Lieferung erst nach den Farben gucken wollte. Immer wenn ich Teile fertig hatte, habe ich sie auf Bügel gehängt, dafür eignen sich ganz prima die Kinderhosenbügel von C & A.

Heute morgen habe ich gleich an meinen Blöcken weitergenäht und zwischendurch habe ich auch noch Hefeklöße gemacht. Wie konnte ich nur auf so eine dämliche Idee kommen? Immer wieder musste ich in die Küche, aber sie waren total lecker.
Nachdem Katharina sich durch Gucken und Kosten überzeugt hat, dass die Hefeklöße gut gehen, deckt sie sie wieder ordentlich zu. ;-)

Heute Nachmittag ging es dann ganz eisern mit meinen Blöcken weiter und so kann ich nun stolz verkünden: Meinem Top fehlen nur noch die sechs unteren Blöcke und es ist auch schon soweit zusammengenäht:
Letztendlich war es gut, dass ich die Blöcke der 8. Lieferung noch nicht zusammengenäht hatte, denn ich hatte ich bei einem Block vertan und das Teil aus den 2-Inch-Quadraten verkehrt herum angenäht, sodass dort nun zwei helle Quadrate aufeinander treffen. Wenn man nur flüchtig hinsieht, fällt es nicht auf, aber dadurch haben alle anderen Blöcke nicht mehr so recht gepasst, immer stießen zwei helle oder zwei dunkle Quadrate aneinander. Also habe ich kurzerhand das Layout so abgewandelt, dass es wieder passt.

Jetzt muss ich nur überlegen, wie ich diesen lebhaften Quilt quilten werde. Mmh... Mein Jonathan meinte heute beim Abendbrot, als ich diese Überlegung schon einmal ausgesprochen habe "Romy Bürgers!". :-) Das würde ich ja gern, aber dafür muss ich erst wieder ein wenig sparen, also muss ich mich da selber durchbeißen.
Wenn ich mir das "Liegefoto" ansehe, gefällt mir das Top im Liegen fast noch besser, als wenn es hängt...

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Meine Lebensgeister kehren zurück...

Ich hatte ja schon öfter mal erwähnt, dass ich seit September wieder voll arbeiten gehe und ich mich dadurch erst einmal komplett neu orientieren und meinen Zeitplan neu ordnen musste. Gerade als ich dabei war, mussten wir uns auf Arbeit an eine neue Situation gewöhnen, die von uns allen ziemlich viel fordert und noch bis mindestens Ende des Jahres anhält.

Dadurch war die Zeit für mein Hobby so gut wie nicht mehr vorhanden (ist sie jetzt auch nicht), aber inzwischen habe ich sozusagen meinen Frieden damit geschlossen und meine Nähzeit auf's Wochenende verlegt. Seitdem ich mich gedanklich damit arrangiert habe, geht es mir auch besser und es kommt wieder die Lust auf neue Projekte und darauf, alte fertig zu stellen.

Am Wochenende habe ich gleich damit angefangen, alte Projekte zu nähen. Mein Farmers Market ist so ein altes Projekt. Ich weiß gar nicht mehr genau, seit wann ich den habe, auf jeden Fall kam heute die letzte Lieferung (also muss er ja schon seit Oktober/November 2013 hier liegen). Unabhängig davon habe ich mir am Wochenende vorgenommen: DER WIRD JETZT FERTIG!!! Eigentlich hatte ich gehofft, an dem langen Wochenende ein bisschen weiter zu kommen, aber da Steffen dreimal als Schiedsrichter im Einsatz war, kam es eben anders. Nichtsdestotrotz habe ich ein bisschen nähen können und habe doch glatt ein paar Blöcke geschafft. Und als ich die Blöcke der 5. Lieferung so vor mir liegen sah, wusste ich auch wieder, was mich an diesem Quilt so fasziniert hat.
Die sechste und die achte Lieferung habe ich auch schon genäht, aber davon gibt es kein Foto (noch nicht), ich habe lieber genäht. Und ich fiebere - ehrlich gesagt - schon unheimlich dem Freitag entgegen. Da habe ich schon um drei Feierabend und Steffen ist mit seiner Jugend zum Fußball unterwegs und nimmt Katharina mit... Muss ich mehr sagen?

Ich habe aber nicht nur alte Projekte, sondern auch einige neue (die Lebensgeister - siehe Überschrift - sind wirklich wieder da). Im aktuellen Newsletter von quiltmania war mal wieder ein Hinweis auf einen neuen BoM. Eine ganze Nacht habe ich darüber geschlafen und morgens den Bestellbutton gedrückt und dann war ich ganz hibbelig, wann er denn kommt. Sonnabend kam er dann und ich war hin und weg, allein schon von den Stoffen.

Und während ich mich noch über meinen Brief gefreut und das Einschreiben unterschrieben habe, meinte der Postbote zu mir, dass "dieser Brief dann wohl auch" für mich sei. Es war eine Postsache und das bedeutet ja Post vom Zoll. Man konnte allerdings nur die Straße und den Ort lesen, wie er daraus auf mich geschlossen hat, ist mir bis heute unerklärlich. Und dann ist es irgendwie total blöd, wenn man zwei Bestellungen aus Amerika laufen hat und nicht weiß, welche beim Zoll liegt. Also habe ich Steffen mit allen Unterlagen ausgestattet und er war so lieb, mir die Sachen vom Zoll abzuholen. Und es waren meine Stoffe für den Jinny-Beyer-Quilt. Das sind Stoffe - Wahnsinn!

Und als ob das nicht genug wäre, habe ich mir zur Belohnung einen Quilt beim Handarbeitshaus bestellt. Der stach mir sofort in's Auge, als ich den neuen Katalog angesehen habe. Der Quilt ist ein Traum und die Lecien-Stoffe ja sowieso. Einziges Manko für mich ist, dass er wieder mit Schablonen zugeschnitten wird... Lange habe ich überlegt, da ich ja eigentlich genug Quilts und Projekte habe, aber nachdem weil ich eine Sonderzahlung bekommen habe, habe ich gedacht, das ist jetzt DIE Gelegenheit. Und heute kam mein Paket. Wow, die Stoffe sind wunderschön und ich freue mich schon irrsinnig darauf, den Quilt zu nähen:
Eine ganze Zeit lang, im Grunde genommen schon seitdem ich mit meinem Quilt "Meine Ende und mein Anfang" fertig war, hatte ich nicht so richtig Lust, einen Quilt zu nähen. Katharina sagt immer zu mir, alles hat seine Zeit und ich fühle, dass jetzt die Zeit kommt, in der ich wieder Lust auf meine Nähmaschine habe und ich freue mich darauf. Im Moment bin ich so voller Elan! Ich habe auch sogar schon wieder zwei, drei Nächte durchgeschlafen und habe nachts nicht Ewigkeiten wach gelegen und über die Arbeit nachgedacht. Und wenn ich morgens dann noch irgendwann ohne Kopfschmerzen aufwache, dann ist es wohl nahezu perfekt! :-)

Samstag, 27. September 2014

Manche Dinge ändern sie nie! Zum Glück!

Eines dieser Dinge, die sich nie ändern werden, ist meine Leidenschaft für Fertigpackungen und BoMs. Ich habe manchmal das Gefühl, die Shopinhaber senden mir absichtlich Newsletter mit BoM-Ankündigungen. ;-) Nein, ganz im Ernst, irgendwann im Frühjahr kam ein Newsletter vom Fatquartershop mit der Ankündigung eines neuen BoM: Ein Quilt aus zauberhaften Stoffen aus der Kollektion Mill Works. Die Stoffe sind mal ganz anders, als ich bisher genäht habe und so habe ich mich entschlossen, diesen BoM zu nähen.

Start war im September, die Lieferung war auch nicht wirklich lange unterwegs und gleich, als der Brief kam, habe ich angefangen, die Stoffe zuzuschneiden. Ich habe mir vorgenommen, bei diesem Projekt dabei zu bleiben und die Lieferungen nicht erst wieder im Regal zu stapeln. Zum Nähen bin ich heute gekommen und diese vier wunderschönen Blöcke sind dabei heraus gekommen:
Ich freu mich schon wie verrückt auf die nächste Lieferung und bin fast ein wenig traurig, dass ich darauf nun wieder vier Wochen warten muss.

Die Wartezeit kann ich aber ganz passabel überbrücken. Ich habe mich nämlich, nachdem ich nun lange genug bei Sandra auf dem Blog ihre tollen Friendship + x-Blöcke bewundert habe, entschlossen, diesen Block auch mal zu probieren. Heute morgen habe ich im Netz eine Anleitung dazu gefunden. Bei mir ist es ja immer so, dass ich die Dinge, die gerade aktuell sind, nie gleich mitmache, sondern immer erst nach einer gewissen Weile. Ich habe zum Beispiel auch nie die Bücher gelesen, die alle gelesen haben. Ich habe immer erst eine Weile damit gewartet. Und so ist es mit diesen Blöcken auch. Die anderen haben ihre Quilts fertig, da fange ich an. ;-)

Da ich Stoffe abbauen möchte, habe ich überlegt, welche Kisten übervoll sind. Und dabei fielen mir meine zwei (!) blauen Kisten ein. Man könnte jetzt glatt meinen, dass blau meine Lieblingsfarbe ist, aber dem ist nicht wirklich so. Ich weiß auch gar nicht, warum ich massenhaft blaue Stoffe habe. Damit der Quilt wenigstens ein wenig zu mir passt, habe ich mich für orange als zweite Farbe entschieden. Denn das ist MEINE Farbe. Der Testblock, den ich genäht habe, ist ziemlich scrappy, ich grübele noch, ob ich dabei bleibe. Vielleicht mache ich einige Blöcke scrappy und andere ruhiger.
Die äußeren Quadrate vom Mittelkreuz werden lila und gelb, je nachdem, in welcher Farbe ich das Mittelkreuz nähe. Ist das Kreuz orange, werden die Endstücken gelb, ist das Kreuz blau, werden die Endstücken lila. Ich denke, dass das gut aussehen wird. Vielleicht hat ja jemand von Euch Lust, mit mir diese Blöcke zu swappen? Ich würde mich freuen, wenn sie jemand findet, der Lust dazu hat, pro Monat vier, fünf Blöcke zu nähen und hin- und herzuschicken. Dann macht eine solche Aktion noch viel mehr Spaß.

Heute Mittag habe ich mich in meine Elternzeit - die gefühlt schon Jaaaahre zurück liegt - zurückversetzt gefühlt. In meiner Elternzeit habe ich ja jeden Tag Mittag gekocht und dabei oft was ausprobiert oder Resteessen gemacht. Die große Katharina hat mich da immer ganz perfekt mit Ideen versorgt und heute gab es mal wieder ein Essen, welches sie mir auch gesagt hat: Gebackene Apfelringe.
Einfach nur lecker. Da ich zwar immer noch keinen Apfelausstecher habe, sind es bei mir noch immer keine Ringe, sondern Apfelspalten, die ich mit Teig überzogen und in heißem Fett ausgebacken habe. Katharina hat sich mal wieder geweigert, unser Essen auch nur zu kosten, sie hat lieber mit dem Zimtzucker gespielt. Die Jungs waren darüber aber nicht ganz so böse, denn sie meinten unisono zu ihr: "Du weißt ja gar nicht, was du verpasst!". Ach, das ging runter wie Öl und geschmeckt hat es wieder wunderbar.

Sonntag, 21. September 2014

"Appel nehm?!"

Im Moment habe ich das Gefühl, mir rinnt die Zeit einfach nur so durch die Hände, ich kann sie gar nicht greifen, schon ist sie wieder vorbei. Ich muss mich wohl erst einmal wieder an die Vollbeschäftigung gewöhnen ;-), aber es wird und ich freue mich noch immer, wenn ich morgens zur Arbeit gehen kann. Leider ist dadurch die Zeit zum Handarbeiten weniger geworden und wenn mein Steffen, so wie dieses Wochenende, oft zum Pfeifen unterwegs ist und ich mit Katharina alleine bin, wird es meist gar nichts. Dann muss ich mir was suchen, wo sie helfen kann. Heute ist meine Wahl auf einen Apfelkuchen gefallen.

Backen gehört ja nicht wirklich zu meinen Lieblingsbeschäftigungen und Kentteig, der dann womöglich noch ausgerollt werden muss, ist ein Graus für mich. Aber seitdem mir meine Freundin Ramona da mal einen Trick gezeigt hat, hat das Ausrollen seinen Schrecken verloren... Die Jungs hatten von meinen Eltern am Freitag Äpfel mitgebracht und so gibt es heute Nachmittag frischen Apfelkuchen.

Katharina hat ganz fleißig mit geholfen. Zuerst hat sie den Teig vom Blech genascht, dann hat sie die Schüssel mit der Quarkmasse ausgeleckt und zum Schluss hat sie sich die Äpfel gleich vom Blech genommen:
Zu meinem Geburtstag habe ich ja einige Amazon-Gutscheine geschenkt bekommen und ich habe eigentlich schon gleich gewusst, was ich mir davon kaufen soll... Schon seit einer ganzen Weile habe ich mit dem kleinen Garnschrank von DMC geliebäugelt. Das wäre doch mal was und ich hätte endlich eine schöne Aufbewahrung für die Stickgarne. Also habe ich mir das Schränkchen bestellt und es wurde auch ganz schnell geliefert. Meine Freude darüber hielt aber nur kurz, denn die oberste Schublade war kaputt.
Ich hatte mich dann mit dem Verkäufer in Verbindung gesetzt und er teilte mir mit, dass er noch einen Schrank hat und wenn dieser ohne Mängel ist, schickt er ihn mir zu. Der Schrank war ok und schon am Montag hatte ich den Schrank. Der andere Schrank sollte direkt an den Hersteller zurückgehen, da sich dieser aber beim Händler noch nicht gemeldet hatte, meinte der Händler, er schickt mir den neuen Schrank ohne Inhalt und ich kann den defekten Schrank auch behalten. Wow, was für eine Kulanz. Ich habe mich darüber riesig gefreut und mein Steffen hat mir die defekte Lade gestern geklebt und ich hoffe, es hält. Ich habe dann meine Garne gleich einsortiert und nun bin ich sowas von zufrieden.
Gestern habe ich meine neuen Schränke gleich ausgiebig genutzt und gestickt, aber zeigen kann ich davon leider nichts, da das alles Überraschungen werden. Überhaupt kann ich wegen der Überraschungen in letzter Zeit weniger zeigen. Ich hoffe, ihr bleibt mir weiterhin treu?!

Katharina findet meine neue Schränke übrigens auch ganz toll. Zum einen macht es ihr unheimlich viel Spaß, die Laden aufzuziehen und wieder zuzuschieben und wenn sie dann vom vielen Auf- und Zumachen eine Pause braucht, ist dafür auch gesorgt:

Montag, 15. September 2014

Blog Hop

Es ist ja in der virtuellen Welt immer so, dass es viele Aktionen und Blog Hops gibt und ich finde, davon lebt die Bloggerwelt, es macht mir Spaß, z. B. bei einer Linkparty dabei zu sein oder über einen Blog Hop den einen oder anderen interessanten Blog zu finden. Derzeit schwappt gerade die Welle des internationalen Blog Hop durch die Bloggerwelt. Letzte Woche hat sich Maja vorgestellt und heute darf ich nun ein bisschen was über mich erzählen. Damit es für Euch nicht so öde wird, stelle ich Euch eine Schale mit Bonbons hin und lade Euch ein, es Euch gemütlich zu machen und bei den Bonbons herzhaft zuzugreifen.

Wer bin ich und was mache ich?

Meine Blogleser "kennen" mich ja bestimmt schon ein wenig, hin und wieder gebe ich auch Einblicke, die über Nähen und Handarbeiten hinaus gehen. Für alle die, die noch nicht so lange bei mir mitlesen, stelle ich mich natürlich auch noch einmal vor.

Ich heiße Viola und bin seit 30. August stolze vierzig Jahre alt. Ich bin seit 19 Jahren mit dem besten Mann der Welt verheiratet (das habe ich heute gerade wieder gemerkt, als wir gemeinsam gefühlte zwanzig Körbe Wäsche weggebügelt haben) und habe drei Kinder. Zwei Jungs, 13 und 11 Jahre und unser kleines Mädchen - vor drei Jahren hieß sie hier auf meinem Blog noch Pünktchen - mit zwei Jahren. Nach den Jungs war die Familienplanung eigentlich abgeschlossen, bis wir beide irgendwann eine Idee hatten, sie in die Tat umsetzten und unsere kleine Katharina bekamen... ;-) So schnell ändert sich also das Leben.

Seit Ende Mai ist meine Elternzeit vorbei und ich gehe wieder arbeiten. Ich bin wieder in meinen alten Beruf und auch an meine alte Arbeitsstelle zurückgekehrt und es war schön, wieder dabei zu sein. Gelernt habe ich im Notariat und da bin ich auch immer noch und es macht noch immer ganz viel Spaß (ich habe mir aber schon ganz oft vorgenommen, keinem mehr zu erzählen, was ich mache, denn das scheint so ein Beruf zu sein, wo jeder immer mal Rat braucht...).

Wie bin ich zum Patchwork gekommen?

Auch da muss ich wieder ein bisschen weiter ausholen. Als ich 1994 mit Steffen zusammengezogen bin, habe ich mir irgendwann eine Nähmaschine gekauft. Ich kannte das so von meiner Mutter, dass eine Nähmaschine zum Haushalt dazu gehört. Damals habe ich die Nähmaschine größtenteils zum Reparieren und als Staubfänger genutzt. Als dann Johannes unterwegs war, habe ich Gardinen und einen Himmel für das Kinderbett genäht und irgendwann kam mir die Idee, ich könnte ihm was zu Anziehen nähen. Schönen Stoff habe ich bei Buttinette gefunden, der Schnitt war allerdings völlig untauglich, da aus einer Burda aus den 80er Jahren. So sahen die Sachen dann auch aus: Weit, weit, weit... Aber zum Lumpelfest im Kindergarten hat es getaugt.

Naja und so kam eines zum anderen und ich habe angefangen zu nähen, Sachen für die Kinder, Sachen für mich, dieses und jenes. Irgendwann habe ich mir dann eine Stickmaschine gekauft und bin durch Google auf das Hobbyschneiderinnen-Forum gestoßen. Und in diesem Forum habe ich von einem Charmequilt gelesen. Au ja, das will ich auch nähen. Tja und so bin ich zum Patchwork gekommen und letztendlich kam eines zum anderen und das Nähen von Kleidung ist im Laufe der Jahre immer mehr in den Hintergrund getreten.

Ach so: Einen Charmequilt habe ich übrigens bis heute nicht genäht. ;-)

Woran arbeite ich momentan?

Im Moment arbeite ich im Geheimen, da ich an einem Adventskalender für Silvia und an dem Geburtstagsgeschenk für Katharina arbeite. Also nicht, dass ihr jetzt einen völlig falschen Eindruck von mir bekommt: Das Geburtstagsgeschenk ist für die große Katharina und nein, ich arbeite nicht schon ein dreiviertel Jahr vorher an einem Geschenk für meine kleine Katharina.

Ein weiteres Projekt ist mein Wunschgarten, der Quilt weswegen ich unbedingt sticken lernen wollte. Im Moment ruht daran die Arbeit allerdings, da Adventskalender und Geburtstag oberste Priorität haben.

Ein weiteres Projekt ist der Mario-Quilt für Johannes, wobei der jetzt nicht oberste Priorität hat. Vielleicht werde ich ihm den Qiult aber auch zur Jugendweihe im nächsten Mai nähen. Das werde ich sehen.

 Naja und dann arbeite ich noch an verschiedenen Sachen, wobei die eigentlich alle ruhen, seitdem ich wieder arbeiten gehe.

Warum mache ich das alles?

Zur Zeit frage ich mich das auch ganz oft... ;-) Nein, ganz im Ernst: Das Nähen und Handarbeiten ist mein Ausgleich zur Arbeit, zum Haushalt, zur Familie. Dabei kann ich wunderbar entspannen, abtauchen und die Welt um mich herum vergessen. Und es macht mir Spaß, etwas entstehen zu lassen, einfach nur vor dem Fernseher zu sitzen und nichts tun, das kann ich nicht.

Wie läuft bei mir der "kreative Prozess" ab?

Mmh... kreativer Prozess? Ich weiß es nicht so genau. Meist ist es eine Idee, die ich irgendwo sehe oder aufschnappe oder etwas, was ich unbedingt machen oder probieren möchte. Wenn ich dann beim Nähen bin, ergibt sich oftmals das ein oder andere. Bisher habe ich für Quilts, die ich nicht nach Vorlage oder Anleitung nähe, nur ein einziges Mal einen Plan gemacht, sonst habe ich immer aus dem Bauch heraus genäht. Also ich glaube, so richtig kreativ bin ich nicht wirklich, denn ich gebe es zu: Ich liebe Fertigpackungen und BoMs... ;-)

So und nun habe ich - glaube ich - einen ganz guten Einblick gegeben und reiche den "Staffelstab" an Kirsten und Veri weiter und bin schon ganz gespannt, was sie nächsten Montag für Einblicke geben werden.

PS: Und bei Valomea habe ich in ihrem Blog Hop-Beitrag gerade eine zusätzliche Frage gelesen, die ich auch unheimlich spannend finde:

Und was mache ich sonst noch so?

Bloggen, das ist seit 2009 eine meiner Leidenschaften. Ich fotografiere gern und erstelle mir und meiner Familie daraus unheimlich gern Fotobücher. Als es noch keine digitale Fotografie gab und ich noch nichts von Fotobüchern wusste, habe ich Fotoalben gestaltet, ich glaube, inzwischen haben sich weißt über siebzig (!) Jumbofotoalben bei uns angesammelt. Ich lese auch gern, seitdem ich meinen Kindle habe, lese ich wieder mehr als früher. Als Kind, zu DDR-Zeiten habe ich Bücher regelrecht verschlungen und gesammelt habe ich die Bücher vom Verlag "Neues Leben", das war eine Jugendbuchreihe, die tolle Jugendbücher herausbrachte. Klar waren diese Bücher immer ideologisch, aber sie haben sich mit den Problemen der Jugendlichen beschäftigt. In jeder Stadt, wo ich war, habe ich den Bücherladen gesucht und geguckt, ob es wieder ein neues Buch gab. Diese kleine Sammlung habe ich heute noch.

Und dann teile ich eine Leidenschaft mit meinem Steffen: FUSSBALL! Ich liebe es, wenn Steffen sonnabends mal nicht als Schiedsrichter unterwegs ist und wir gemeinsam auf den Fußballplatz gehen können. Ich liebe es auch, im Fernsehen Fußball zu gucken: Montags zweite Liga, dienstags Sport 1-Fantalk, Mittwoch Champions-League, Donnerstags Europa-League, Sonnabend Sportschau, Sonntag Doppelpass... Und gestern haben wir uns Sky Bundesliga und Sky Sport bestellt, irgendwie freuen wir uns darauf alle und vielleicht können wir morgen ja schon Champions League gucken... ;-)

Sonntag, 14. September 2014

Passend zum Wetter

Eigentlich haben wir ja noch Sommer, zumindest dem Kalender nach, denn bei uns ist das Wetter seit einigen Tagen mehr als herbstlich. Es regnet, mal mehr, mal weniger, morgens fahren wir ganz oft im dicken Nebel zur Arbeit und Schule. Es lässt sich nicht mehr ignorieren, der Herbst ist da! Eigentlich mag ich den Herbst ja am liebsten, aber so, wie er sich bisher präsentiert, ist es nicht das, was ich am Herbst liebe. Aber noch hat der Herbst ja erst angefangen und ich habe noch Hoffnung auf "meinen" Herbst. ;-)

In den letzten Tagen habe ich den aktuellen Katalog vom Handarbeitshaus bekommen und wieder fiel mir der Quilt Regenstadt von Bernadette Mayr auf. Das war nun die Gelegenheit, ein paar Tage habe ich noch darüber nachgedacht und am Freitag habe ich dann mit dem Quilt begonnen. Freie Schneidetechnik ist im Moment genau das Richtig für mich, denn da ich seit September wieder Vollzeit arbeite, ist die Zeit zum Handarbeiten noch weniger geworden und da ist es gut, ein Projekt zu haben, wo es nicht hundertprozentig auf den genauen Zuschnitt ankommt. Also habe ich Stoffe rausgesucht und meine kleine Regenstadt zusammengestellt.

Für die Paspel hatte ich fertig geschnittene Streifen verwendet, die waren jedoch zu breit. Die ersten habe ich in der Breite noch eingenäht, aber ich fand sie dann zu breit und so habe ich sie noch minimal schmaler geschnitten. Dann gefiel es mir besser.

Ich habe meinen Quilt kleiner als das Original von Bernadette Mayr genäht. Ich habe mir vorgenommen, meine Wandquilts nur noch so zu nähen, dass ich die vorhandenen Stangen nutzen kann. Und die Regenstadt soll im Flur endlich einmal die Wintersterne ablösen, die da schon seit einer gefühlten Ewigkeit hängen.
Steffen ist ja der Meinung, ich müsste ich die freie Fläche ohne Regentropfen noch einen Mond nähen. Im Original gibt es ja auch einen Mond, aber dagegen spricht, dass es, wenn es regnet, ja bewölkt ist und wenn es bewölkt ist, ist der Mond nicht zu sehen. Also bleibt es bei mir erst einmal stark bewölkt...

Gequiltet habe ich meine Regenstadt frei Hand mit gerade Linien. Diese habe ich zuerst gerade oberhalb der Häuser enden lassen. Als ich mir meinen Quilt dann aber so angesehen habe, ist mir mein Fehler aufgefallen und ich habe dann den Regen nach unten über die Häuser verlängert. Schließlich hört echter Regen auch nicht oberhalb der Häuser auf. ;-)

Auf jeden Fall freue ich mich, dass ich mal wieder was fertig bekommen habe. Im Moment ist das ja nicht ganz so einfach.

Gestern hatte ich ganz tolle Post im Briefkasten. Von meinen Arbeitskolleginnen hatte ich mir in diesem Jahr einen Gutschein zum Geburtstag gewünscht. Nein, nicht schon wieder von Amazon, dieses Mal habe ich mir einen Gutschein von der Bandweberei Kafka gewünscht. Gestöbert hatte ich im Shop schon ganz oft, bestellt hatte ich bisher noch nie. Aber in dieser Woche nun habe ich meinen Gutschein eingelöst und nach Herzenslust gestöbert - und nicht überlegt, ob ich das Band wirklich brauche. Sondern ich habe in den Warenkorb gelegt, was mir gefiel, schließlich hatte ich ja einen Gutschein und so brauchte ich nur ein wenig dazuzulegen. Am Donnerstag habe ich meine Bänder bestellt und am Sonnabend waren sie da. Ach, war das schön und das ist mein kleiner Schatz:
Da ist ein Band schöner als das andere und sie sind einfach ein Traum. Die Blumen- und Kräuterbänder verwende ich vielleicht für die Ecken vom Wunschgarten, zumindest habe ich sie dafür erst einmal bestellt. Ob ich es letztendlich wirklich so mache, entscheide ich, wenn es soweit ist (im Moment ruht der Wunschgarten erst einmal, da hänge ich zur Zeit mit ganzen vier Blöcken hinterher, im Moment sind andere Dinge wichtiger *gellesilviawinkewinkeüberdenberg*).

Mittwoch, 10. September 2014

Nun mach aber mal'n Punkt... ...äh Kreuz!

Ich habe ja schon ganz oft auf verschiedenen Blogs die tollen Kreuzstichbilder bewundert. Früher fand ich Kreuzstich immer etwas bieder (ich kann das ja sagen, bin ja selber Bieder), aber seitdem ich diese tollen Bilder, Mustertücher und andere Sachen gesehen habe, habe ich immer wieder mal überlegt, ob ich das wohl auch schaffen könnte. Letztendlich hat das Bild von Grit den Ausschlag gegeben, dass ich mir gedacht habe: Das musst Du lernen (beim Wunschgarten hat es ja auch geklappt). Aber da ich noch nicht so hundertprozentig überzeugt war, habe ich Grit ein bisschen dazu ausgefragt. Und sie hat mich ermutigt und mir einen ganz tollen Brief geschickt, der heute in der Post war. Sozusagen eine Grundausstattung zum Kreuzstichsticken.
Dank Grits Zettel weiß ich nun auch, was der Unterschied zwischen 14- und 11-fädigem Stoff ist.
 
Wenn ich mir die Stoffe so ansehe, werde ich wohl mit dem 11-fädigen Stoff anfangen, der sieht gröber aus...

Die Anfänge hat Grit mir auch gleich vorgestickt, einmal den unteren Teil und einmal den oberen Teil vom Kreuz. Da an beiden noch der Faden hing, konnte ich gleich probieren, ob es klappt. Das war bestimmt ein Bild für die Götter: Noch in's Badehandtuch eingewickelt, mit roten Kopf, weil wieder zu heiß gebadet (wann lerne ich es endlich?) und dann am Tisch sitzen und sticken... Man gut, dass Steffen nicht da war, der hätte sich wieder über mich amüsiert... ;-) Aber es hat geklappt. Ich habe ein paar kleine Kreuze zustande bekommen.
Die oberen Kreuzchen sind meine, an den unteren Kreuzen hat Grit mir gezeigt, wie der obere Stich zu setzen ist. Ich muss natürlich noch viel üben, aber ich bin schon einmal froh, dass ich das Prinzip überhaupt verstanden habe. Liebe Grit, hab vielen Dank für Deinen lieben Brief, der war ein Traum!!!


Sonntag, 7. September 2014

Zwei sind gleich - und wieder nicht...

Für mein neues Projekt, welches ich irgendwann einmal anfangen möchte, fehlten mir noch ein paar Basicstoffe in gedeckten Farben, das war doch mal wieder ein Grund, bei Planet Patchwork zu stöbern und da bin ich über ein tolles Paneel gestolpert. Da fiel mir gleich wieder ein, dass ich schon lange vorgehabt hatte, für Katharina ein Memory aus Stoff zu nähen (die zwei Paneele, die ich dafür schon gekauft hatte, habe ich ganz, ganz schnell vergessen, schließlich wollte ich dieses ja gern haben) und schwups, lag es im Warenkorb. Die Lieferung war wieder ganz fix: Donnerstag bestellt, Freitag schon da.

Eigentlich hatte ich Freitag so gar keine Zeit zum Nähen, weil ich ja noch Einiges für meine Geburtstagsfeier am Sonnabend vorzubereiten hatte, aber es juckte mich in den Fingern... ...und eine Suppe ist ja schnell gekocht, also habe ich Freitag angefangen, die Bildchen zuzuschneiden. Stabiles Vlies hatte ich nicht mehr in ausreichender Menge zu Hause, also bin ich schnell in den NP geflitzt und habe geschaut, ob ich dort Bodentücher aus/mit Vlies bekomme und ich hatte Glück. Ich habe gleich mal drei Packungen gekauft und die Bodentücher als Füllung für die Memorykarten genommen. Das Zusammennähen der drei Lagen ging recht fix.
Immer, wenn ich ein Teil fertig hatte, habe ich gleich die Ecken schräg geschnitten, so dass ich dann alle Teile auf einmal wenden konnte.

 Das Wenden war eine ziemliche Fummelarbeit, denn ich konnte die Wendeöffnung ja nicht so groß lassen und durch das Vlies war die Sache ein bisschen steif, aber letztendlich habe ich Freitag Abend alles noch gewendet bekommen.


Die Wendeöffnungen habe ich dann Sonnabend geschlossen, immer wenn ein bisschen Zeit war und so habe ich das Memoryspiel noch am Sonnabend fertig gestellt. Die Bilder sind zwar nicht so ganz kindgerecht, aber mir haben sie am Besten gefallen und einige  Tiere kennt Katharina schon und die, die sie noch nicht kennt, erklären ihr die großen Brüder. Gestern z. B. hat sie einen Einsiedlerkrebs kennengelernt. ;-)

Leider gab es von der Möwe nur ein einziges Bild in dem Paneel, jetzt habe ich schon überlegt, ob ich noch einmal ein Paneel kaufen und hoffen sollte, dass da eine Möwe dabei ist... Mal schauen.

Meine Geburtstagsfeier gestern war richtig schön, vielleicht sollte ich jetzt immer vierzig werden, denn so einen schönen Geburtstag hatte ich wohl noch nie. Steffen und ich hatten gestern sogar Zeit, um drei auf den Fußballplatz zu gehen. Es war Pokalzeit, wir haben nur gehofft, dass es keine Verlängerung und Elfmeterschießen gibt, denn das wäre dann mit den Gästen um sieben doch etwas knapp geworden. Aber es hat alles geklappt und Steffen und ich hatten einen traumhaften Nachmittag. Das schaffen aber auch wirklich nur wir beide: Um sieben Gäste bekommen, um drei zum Fußball gehen.

Heute haben wir das schöne Wochenende mit einem Belohnungskaffeetrinken in Derenburg im Glaswerk ausklingen lassen. Wir meinten, dass wir uns das nach der ganzen Schlepperei der Möbel redlich verdient hatten, schließlich mussten wir unser Wohnzimmer bis auf die Schrankwand komplett ausräumen.
In der Ausstellung waren wir ja schon oft, aber dieses Mal haben wir den kleinen Garten hinter dem Gebäude entdeckt, der ist wirklich zauberhaft.

Besonders interessant fand ich die "Müllkübel", von Weitem dachte ich ja, dass es mal wieder an der Zeit wäre, diese zu leeren, aber von Nahem musste ich dann doch schmunzeln: