Mittwoch, 9. September 2015

Der alte Lappen hat ausgedient.

Vielen lieben Dank Euch allen für Eure lieben Kommentare. Im Moment ruht die Arbeit am Neffenquilt, da ich in dieser Woche bis 17 Uhr arbeiten muss... ...aber eigentlich müsste ich, denn schon in der kommenden Woche ist die Einschulung.

Heute habe ich ganz tolle Post bekommen. Bei Kerstin habe ich vor einiger Zeit tolle Seifenschalen gesehen. Naja und dann habe ich Kerstin gefragt, ob sie noch eine Seifenschale hat, denn unsere Seife liegt immer auf einem Lappen. Nicht schön, aber es hilft. Kerstin hatte noch eine Schale und wir wurden uns ganz schnell einig und schon heute war die Seifenschale da.
An der Verpackung sieht man schön, welche Leidenschaft Kerstin hat. ;-) Meine Katharina hat sich unheimlich über die Stoffreste gefreut, sie konnte sie gleich gebrauchen - wofür ist allerdings ihr Geheimnis.

Die Seifenschale ist in natura noch viel schöner, als auf den Fotos:
Toll, oder? Und viel besser, als mein Lappen:
Und die Schale passt perfekt auf die Ecke vom Waschbecken:

Ich freue mich unheimlich über meine Seifenschale. Toll, dass das Geschäft zustande gekommen ist. ;-)

Sonntag, 6. September 2015

Das Spielfeld

Ich hatte ja gestern schon geschrieben, dass ich nun mit Hochdruck am Neffenquilt arbeiten "muss", da die Einschulung ja schon bald ist und der Quilt muss ja noch eine Reise durch halb Deutschland antreten.

Also habe ich heute Mittag mein Top geheftet. Was mich allerdings geritten hat, das dicke Volumenvlies zu verwenden, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich hatte mir extra Baumwoll-Polyestervlies bestellt, aber als ich angefangen hatte zu heften, habe ich gedacht, dass es ja ein schöner warmer Kuschelquilt werden soll und, obwohl ich mir beim letzten Quilt schon vorgenommen hatte, dieses Vlies nicht mehr zu verwenden, habe ich es doch wieder getan. Es muss ja auch aufgebraucht werden, aber es ist einfach viel zu voluminös und steif. Es lässt sich auch nicht wirklich schön quilten. :-(
Als das Top bei mir an Schrank hing, wusste ich schon irgendwie, wie ich den Quilt quilten wollte. Im Spielfeld wollte ich die Linien des Spielfeldes aufgreifen und den Mitteilkreis ein-, zweimal umrunden. Letztendlich habe ich den Mittelkreis und die Mittellinie dreimal umrundet. Es war aber wegen des unheimlich dicken Vlieses, weil der Quilt dadurch so viel Gewicht und Volumen hat, sehr schwer.

Bei meiner Nähmaschine ist ein Führungslineal dabei, welches in den Fuß eingesteckt wird und das mit einem kleinen Metallplättchen gehalten wird. Leider habe ich mir gleich bei der ersten Runde Das Plättchen verbogen, sodass mein Lineal auch in diesem Fuß keinen Halt mehr hat und ich die Abstände schätzen musste. :-(

So sind die Abstände leider nicht gleichmäßig geworden. Im Ganzen jedoch ist das Spielfeld so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe.
Die Mitte habe ich mit gelbem Verlaufsgarn gequiltet. Als Unterfaden habe ich Bottom Line verwendet. Das ist ein sehr feiner, dünner Faden, auf eine Spule passt viel mehr drauf, als von normalem Garn. So richtig viel kann ich zu dem Garn ja noch nicht sagen, weil - siehe oben - der Quilt so dick und schwer ist und das Quilten nicht wirklich gut von der Hand geht. Aber auch auf der Rückseite ist das Quiltmuster sehr gut zu erkennen.
 
Auf den linken Foto ist das Quiltmuster gut zu erkennen. Die Farbe gibt es allerdings nicht gut wieder, da ich es ohne Blitz aufgenommen habe, das rechte Foto gibt die Farbe der Rückseite gut wieder. Es ist ein richtig schönes helles Sonnengelb.

In den Ecken habe ich mir Linien vorgezeichnet, die konnte ich dann doch nicht frei Hand quilten. Die geraden Ecken sollen die Stahlkonstruktion in einem Stadion darstellen. Von diesen drei Linien ausgehend, habe ich innerhalb des Randes Linien im Zickzack gequiltet. Diese werde ich dann noch wiederholen, so wie bei dem Jinny-Beyer-Quilt.
Ein bisschen ist der Verlauf der Linien im Randbereich schon zu erkennen. Mal sehen, ob ich morgen schon an dem Quilt weiterarbeiten kann...


Samstag, 5. September 2015

Norráker - Guten Appetit.

Sicher habt ihr schon gemerkt, dass es in meinem Blog wieder ein bisschen ruhiger geworden ist, das liegt daran, dass seit Montag unser Urlaub vorbei ist und wir wieder zur Arbeit gehen. Naja und dieses Jahr war es ja leider so, dass neben der Arbeit wenig Zeit blieb, entweder fürs Hobby oder fürs Bloggen. Aufgeben mag ich meinen Blog aber nicht, denn ich weiß, es wird auch mal wieder anders! Naja und so werden die Beiträge weniger, aber dafür länger... ;-)

Fange ich mal der Reihe nach an. Seit Sonntag bin ich auch schon wieder ein Jahr älter. Da ich Sonntag noch ziemlich viel zu tun hatte und auch nicht mehr schlafen konnte, bin ich ganz zeitig aufgestanden und habe die Briefe aus der Geburtstagsliste aufgemacht. Das war richtig schön. Im letzten Jahr habe ich ja eine Pause gemacht, in diesem Jahr war ich wieder mit dabei. Es hat wieder ganz viel Spaß gemacht, all die tollen Briefe aufzumachen und die schönen Stoffe auszuwickeln. Mein Wunsch waren Lynette-Anderson-Stoffe aus der Serie "Pocketful of Daisies" oder aber Lecienstoffe in gedeckten Farben. Und diese tolle Stoffvielfalt habe ich bekommen:
Und auch die Karten und Beigaben waren schön, über jede einzelne habe ich mich riesig gefreut.
Besonders hat mich der gestrickte Spüllappen von Gisela gefreut. Ich hatte 2009 von Gisela schon solch einen Spüli zum Geburtstag bekommen und dann 2010 mit ihr einen Tausch vereinbart. Die Lappen habe ich ALLE immer noch in Benutzung (so sehen sie leider schon aus, manche werden nur noch durch die Fäden zusammengehalten) und nun gab es einen neuen. Allerdings bringe ich es nicht übers Herz, die kaputten Spülis zu entsorgen. Bei Gelegenheit muss ich glatt mal ein Foto davon posten...

Ein paar Tage vor meinem Geburtstag erreichte mich dann noch ein Päckchen von Silvia. In dem Päckchen plätscherte es - ja, ich gebe es zu, ich habe mal ein wenig geschüttelt - und ich dachte erst, dass vielleicht etwas kaputt gegangen sein könnte. Aber war es zum Glück nicht. Silvia hat mir einen tollen Einkaufsbeutel genäht; der zusammengepackt eine Herzform hat und ausgepackt riesig ist. Der Beutel ist sofort in meine Handtasche gewandert, denn ich mag keine Plastiktüten und gekaufte Beutel mit Werbeaufdruck auch nicht.
 
Von Katrin hat mich ein lieber Brief erreicht - der Umschlag war aus einem großen Umschlag selbst genäht, das muss ich mir merken, ich habe nie die passende Größe da - und ausgepackt habe ich ganz wunderschöne Knöpfe für meinen Chateau Hexagon-Quilt. Eingewickelt waren die Knöpfe in einem schönen roten Stoff und zusammengehalten mit einem Webband.
Leider bin ich mit dem Quilt noch nicht wirklich weiter gekommen... :-(

Und von der großen Katharina habe ich zu den beiden tollen Stöffchen und gestrickten Socken für warme Füße eine tolle genähte Viola-Tasche bekommen. Viola-Tasche deshalb, weil es genau MEINE Farben sind und MEIN Stoff ist. Katharina hatte diese Tasche schon einmal genäht und ich hatte gefragt, ob sie vielleicht so groß sei, dass da die Sauna-Sachen reinpassen würden. Ich wollte mir solche eine Tasche dann nämlich auch nähen. Na, das brauche ich dann ja nicht mehr. Ich habe ja jetzt eine. Allerdings habe ich noch nicht probiert, ob die Sauna-Sachen da reinpassen, denn im Sommer waren wir nicht in der Sauna, da war es ja auch so warm genug. ;-)
Das Foto wird der Tasche jetzt gar nicht wirklich gerecht, denn die ist einfach nur toll. Vorn hat sie noch Taschen mit Gummizug, sowas würde mir wohl nie gelingen und an der Seite noch zwei Taschen mit Reißverschluss. Sie ist einfach nur wunderschön!!!

So und nun komme ich zur eigentlichen Überschrift meines Posts. Wir wohnen ja in einem Mehrfamilienhaus und da ist die Küche relativ klein. Wir haben aber noch Glück, denn in unserer Küche kann man zu fünft sitzen. Es gibt auch Wohnungen, gebaut zu DDR-Zeiten, wo die Küche nur ein schmaler Schlauch ist. Es ist gar nicht so einfach, für solche eine recht kleine Küche einen passenden Tisch zu finden. Vor vielen Jahren habe ich mal auf dem Sperrmüll einen wirklich schmalen, kleinen Tisch gefunden. Der stand jahrelang in unserer Küche. Nun sind wir seit drei Jahren einer mehr und die Jungs werden auch immer größer und so wurde es am Tisch immer enger. Bei fast jeder Mahlzeit gab es Diskussionen. Das Minikind hat sich lauthals beschwert, wenn Wurst oder Käse in ihrer Nähe standen, die Jungs haben sich ständig gekabbelt, weil der eine einen Zentimeter mehr Platz hatte als der andere und Steffen und ich saßen sowieso immer über Eck... Alles nicht wirklich tragisch, aber nervig.

Und als wir kürzlich bei Ikea waren, fiel uns die Tischgruppe Norraker auf. Die schien wie geschaffen für unsere Küche zu sein. Der Tisch etwas breiter und größer als unserer, die Stühle stapelbar und Bank und Hocker perfekt unter den Tisch zu schieben. Wir haben dann überlegt und entschieden, dass das unser Weihnachtskauf werden wird.

Naja und letzten Mittwoch ist es morgens mal wieder fast eskaliert (nicht nur wegen des Platzmangels beim Frühstück) und ich war so genervt davon, dass ich entschieden habe: Es ist schon fast Weihnachten und wir fahren zu Ikea und kaufen die Sachen. Das haben wir dann am Donnerstag Nachmittag nach der Arbeit gemacht. So schnell waren Steffen und ich schon lange nicht mehr durch den Ikea durch. Wir haben die Möbelabteilung links liegen gelassen und sind gleich in die Markthalle gegangen und haben die Sachen gekauft. Tisch, Hocker und Bänke lagen ganz sichtbar gleich am Eingang. Aber die Stühle haben wir nicht auf Anhieb gefunden. Die Suche sagte uns dann, wo sie lagen und - es war unser Glückstag - da lagen noch genau ZWEI Stühle. Und mehr wollten wir ja auch nicht.

Der Aufbau war einfach, wie eigentlich immer bei Ikea und seit Freitag Nachmittag können wir nun in aller Ruhe essen. Klar es ist nun etwas enger in unserer Küche, aber weil an den Längsseiten vom Tisch die Bank und der Hocker stehen, habe ich mehr Platz. So kann ich nun am Herd was machen, auch wenn dort an der Tischseite wer sitzt. Das war vorher nicht so, da Stühle ja doch mehr Platz einnehmen. Ach, was ist das jetzt schön.
Wenn wir sonst fertig waren mit Essen, kamen drei Stühle immer in die Ecken neben dem Schrank, sonst hätten wir uns in der Küche gar nicht mehr bewegen können. Die neuen Stühle sind noch besser stapelbar als unsere alten, passen auch genau in die Ecke, müssen sie aber nicht mehr. Denn die Bank passt perfekt unter den Tisch. Und wenn ich die Stühle ranschiebe, passt der Hocker genau dazwischen. Das nenne ich mal durchdacht!
Und so sieht es nun aus. Ihr merkt wohl schon, dass ich mich wie irre darüber freue. ;-)

Montag, 31. August 2015

Mein Farbwirbel

Vielen, vielen Dank für Eure lieben Kommentare, hier und bei Facebook, zu meinem Farbwirbel. Ich habe mich sehr gefreut und kann ganz stolz berichten, dass ich nun einen perfekten Farbverlauf habe (finde ich).

Ich hatte Freitag Abend ja alle Teile noch einmal auseinander getrennt. Für Sonnabend habe ich mir dann vorgenommen, die Teile in aller Ruhe zusammen zu nähen. Zuerst hatte ich die Idee, meine Teile anhand der zusammen geklebten Schablonen zurechtzuschneiden. Dazu habe ich die einzelnen Schablonen so zusammengeklebt, dass sich die Markierungen getroffen haben.
Wie man auf dem Foto sieht, wäre zurechtschneiden aber keine so gute Idee gewesen, also habe ich die wieder verworfen. Also blieb mir nur die Möglichkeit, ganz genau zu bügeln, zu stecken und zu nähen und natürlich musste ich darauf achten, die richtigen Teile an die richtige Seite zu nähen, denn das war ein Tag zuvor mein Fehler...

Für das gelbe Teil, welches meiner Meinung nach etwas fehl am Platze war, habe ich lange überlegt und drei, vier Stoffe aufgelegt und an Hand des Fotos entschieden, ob der Stoff dafür passend ist oder nicht. Letztendlich habe ich mich für einen Batik in orange-rot entschieden und ich denke, der passt ganz gut an die Stelle.
Als ich angefangen habe zu nähen, hätte ich meine Teile bald wieder falsch herum zusammen genäht, zum Glück ist es mir noch vor dem ersten Stich aufgefallen.
Ach ja, das sieht schon richtig schön aus.
Da ist mein Wirbel noch ungebügelt, aber man sieht, dass es dieses Mal besser aussieht und die Teile auch besser zusammen passen. Ich habe es so gemacht, dass ich, wenn ich beim Zusammenstecken festgestellt habe, dass Nahtzugaben nicht überein stimmen, da immer noch ein wenig abgenäht habe. Die Nahtkreuzungen passen nicht an jeder Stelle zusammen, aber schon besser, als beim ersten Versuch.

Die Mitte habe ich, nachdem ich das ja nun gelernt habe, von Hand appliziert. Allerdings hätte ich dabei wohl aufpassen sollen, dass ich nicht mein Teil mit festnähe. Der Klassiker, nicht nur beim Quilten!

Leider hatte ich gestern nicht wirklich Zeit, um an meinem Top weiter zu arbeiten, aber ich habe meinen Kreis wenigstens auf den schwarzen Hintergrund gesteckt. Ja, das sieht echt gut aus!
Heute war ja unser erster Arbeitstag nach drei Wochen Urlaub, von daher wird es bestimmt noch eine Weile dauern, bevor mein Wirbel fertig wird, zumal der Neffenquilt nun oberste Priorität hat, denn die Einschulung ist gar nicht mehr lange hin.

Freitag, 28. August 2015

So ein Mist...

Schon vor einiger Zeit habe ich bei Craftsy einen tollen Quilt entdeckt. Leider gibt es den nur in einer Komplettpackung, mir hätte die Anleitung gereicht. Also habe ich gegrübelt und bin zu der Überzeugung gekommen, dass es bei dem Muster wohl die Dahlie handeln müsste. Also habe ich mir beim Handarbeitshaus die Zuschneideschablonen für die Dahlie bestellt. Aber so richtig habe ich mich nicht an den Quilt rangetraut. Tja und die Gesamtpackung war bei Craftsy relativ schnell ausverkauft. :-( Egal, ich habe ja genug Projekte.

Als wir im Urlaub waren und die Jungs sich um kostenfreies W-Lan gekümmert hatten, hatte ich spaßeshalber mal bei Craftsy geguckt und was sehe ich da? Na klar, die Packung. Dieses Mal habe ich dann nicht wieder überlegt und probiert, den Quilt selbst zu konstruieren, sondern habe mir die Packung bestellt. Nachdem ich dann die Mail bekommen hatte, dass meine Ware im Versand ist, habe ich ganz oft in der Sendungsverfolgung nachgesehen, wo mein Paket dann ist. Die Übergabe an DPD stand dort zum Beispiel seit Montag und nichts hat sich verändert. Heute habe ich dann gar nicht mehr geguckt und heute hat der DPD-Fahrer geklingelt und hatte doch tatsächlich mein Craftsy-Paket. Als Jonathan damit hochkam, kam ich mir vor, wie in der Zalando-Werbung... ;-)

Logisch, dass ich gleich ausgepackt und nach einiger Überlegung auch noch damit angefangen habe. Die Stoffe sind einfach toll, alles Batiks und die Farbpalette ist schon klasse. In dem Farbwirbel kommt kein Stoff doppelt vor. Ich war dann dabei, die Stoffe zu sortieren und habe ich ehrlich gewundert, warum denn auf jedem Stoff ein kleines Klebchen mit einer Zahl klebt. Naja, ich habe da nicht weiter drüber nachgedacht.

Erst nach einer ganzen Weile ist mir aufgefallen, dass die Zahlen auf den Klebchen mit den Zahlen in der Anleitung übereinstimmen. :-(
Wär ja auch blöd, sich die Anleitung, auch wenn sie auf Englisch ist, vorher mal komplett durchzulesen. Ich habe es dann aber doch noch sortiert bekommen und meine Teile entsprechend zugeschnitten.
 Wo es hingehen soll, ist schon zu erkennen. Nun hieß es, Teile zusammen zu nähen. Das habe ich getan und zum Glück schon beim zweiten Bogen festgestellt, dass ich die größten Teile verkehrt herum sortiert habe. Also vom ersten Teil wieder abtrennen und neu sortieren. Dann konnte es weitergehen. Ich habe es sogar so weit geschafft, die Bögen zum Kreis zusammen zu nähen.
 Ich musste ein wenig zirkulieren, aber irgendwie hat es gepasst. Leider war der Kreis stellenweise ein wenig zu groß, sicher lag das daran, dass es bei mir immer eine gewisse Abweichung gibt, wenn ich mit Papierschablonen zuschneide. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich mich immer sehr bemühe, mit dem Rollschneider nicht ins Papier zu schneiden und dann immer ein, zwei Millimeter zu groß zuschneide. Ich habe dann hier und da ein wenig abgenäht, dann passten zwar die Übergänge nicht mehr so ganz, aber es war ok. Ich habe dann sogar die Mitte noch festgesteckt und wolle dann beim Fernsehen  das Teil applizieren.
Als mein Teil dann so auf dem Fußboden lag, kam es mir irgendwie komisch vor. So genau konnte ich es noch nicht sagen, aber ich fühlte, dass es so nicht passt. Also habe ich mir das Bild angesehen und festgestellt, dass ich wohl drei, vier Teile vertauscht hatte und zwar die grünen. Also habe ich mal wieder getrennt und getrennt und getrennt.
So sieht es schon besser aus, aber ganz stimmig scheint es noch immer nicht zu sein. Irgendwann habe ich dann meinen Fehler entdeckt: Ich habe die Teile an der falschen Seite zusammen genäht. So ein Mist aber auch, denn nun konnte ich alles wieder auftrennen. Naja, was soll's. Nachdem ich alles getrennt hatte, habe ich meine Teile zusammen gelegt und nun kann man endlich den richtigen Farbwirbel erkennen:
Auf dem Foto ist zu erkennen, dass ein gelbes Teil falsch ist. Laut Anleitung hätte da ein Teil mit Nr. 7354 hingehört, in meiner Packung war jedoch ein Stoff mit Nummer 7324 über. Ich habe angenommen, dass der Stoff dann wohl an diese Stelle gehört, aber auf dem Foto sieht man, dass es nicht passt. Also mache ich mich mal auf die Suche nach einem Stoff in orangerot... Ich hoffe, ich finde was Passendes... ;-)

Donnerstag, 27. August 2015

Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder ereilt es uns und die Schule fängt wieder an. Irgendwie scheint die Zeit der Sommerferien nur so vorbei zu fliegen. Der erste Schultag ist auch für uns immer mit einiger Arbeit verbunden, so müssen die Leihbücher kontrolliert und die Mängel aufgeschrieben werden (kann mir einer sagen, warum ich ein Geschichtsbuch ausgeliehen habe, obwohl hier zu Hause genauso ein Buch noch von Johannes liegt und weiß einer, warum ich bei Johannes ein Buch ausleihen wollte, was er gar nicht braucht?) und alle Bücher müssen eingekleidet werden. Schon seit ein paar Jahren haben die Kinder genähte Umschläge, die halten wenigstens länger als die aus Kunststoff.

Im letzten Jahr musste ich  ja zehn Umschläge neu nähen, in diesem Jahr - ACHTUNG, jetzt kommt's - nur einen einzigen und zwar einen ganz kleinen in ungefähr A6-Größe. Ich glaube, ich habe die Jungs beim Abendbrot und auch vorher mindestens zwanzig Mal gefragt, ob auch wirklich alle Bücher einen Umschlag haben... Haben sie. ;-)

Aber dafür habe ich noch etwas anderes genäht und zwar noch einmal eine Hülle für eine Zeugnismappe. Nein, nicht für meine Jungs, da hat ja das eine Kind nicht einmal mehr eine Zeugnismappe, die hat sich in Wohlgefallen aufgelöst und seitdem sind die Zeugnisse im Papphefter abgeheftet. ;-)

Ein kleines Mädchen kommt in die Schule und sollte eine Kleinigkeit bekommen und da habe ich mich mit meiner Kollegin auf eine Hülle für die Zeugnismappe "geeinigt". Die Fertigung lag dann bei mir. Und so sieht sie aus:
Der grüne Stoff war eigentlich für die Zwischenstreifen von meinem Wunschgarten gedacht, aber das war mir dann doch zu grell. Nun hat er eine gute Verwendung in der Hülle gefunden. Verziert habe ich die Hülle mit Blumen, die ich mal von Veri geschenkt bekommen habe. Bei Katharinas Ordnerhülle hatte ich die Blümchen auch schon einmal verwendet. Auch auf der Rückseite der Hülle finden sich Blumen, wie auf einer Blumenwiese.
Die Hülle habe ich mit dünnem Vlies gedoppelt und gequiltet und dann erst mit der Innenseite verstürzt. An der rückwärtigen Umschlagklappe habe ich das letzte der Mädchenlabel angenäht. Nun sind sie wirklich aufgebraucht. :-(
Ich hoffe, dass wir mit der Hülle eine Freude machen können und wünschen der kleinen Schulanfängerin eine schöne Schulzeit.

Mittwoch, 26. August 2015

Manche Dinge kosten echt Überwindung!!!

Vielen Dank euch allen für eure lieben Kommentare zu meinen letzten Beiträgen. Über jeden einzelnen habe ich mich sehr gefreut. :-)

Gestern Abend haben Steffen und ich was ganz Spontanes gemacht: Wir waren in Magdeburg zum Fußball. Wir haben in dieser Woche ja noch Urlaub und auch Steffen ist, was das Pfeifen angeht, noch ein wenig im Urlaubsmodus und weniger unterwegs. Also haben wir ganz spontan Karten bestellt und sind zu einem der in der 3. Liga vielen Ostderbys gefahren (Magdeburg gegen Chemnitz).

Obwohl ganz viele Fußballfans die gleiche Idee wie wir hatten, sind wir gut durch Magdeburg durchgekommen und hatte keinen Stau. Wir haben ein wenig vom Stadion entfernt geparkt und waren da schon in diesem Sog drin, dem man sich unschwer entziehen kann, wenn ganz viele Menschen den gleichen Weg, das gleiche Ziel haben. Also sind wir einfach den anderen hinterher gegangen. Und nein, wenn die Straße frei ist, interessiert da keine Fußgängerampel oder Verkehrsinsel... :-(

Am und im Stadion war logischerweise alles blau-weiß. Wir waren vor fast fünfzehn Jahren mal dort im, damals noch alten Stadion, als Magdeburg im Pokal gegen Bayern gespielt hatte. Das war schon ein unheimliches Erlebnis.
Unsere Plätze waren ganz oben im Stadion, links von uns, getrennt durch zwei freigebliebene Blöcke, saßen die mitgereisten Chemnitz-Fans.
Zu Beginn war auch dieser Block noch recht leer, aber kurz vor Beginn des Spiels hat er sich dann zusehends gefüllt. Die Chemnitzer haben von Beginn an Stimmung gemacht und das über das gesamte Spiel.

Ich war immerzu nur am Gucken und habe versucht, ganz viele Eindrücke im Kopf und im Herzen festzuhalten und aufzusaugen. Es war einmalig!
 
Zu Anfang das noch recht leere Stadion, welches sich dann aber nach und nach gefüllt hat. Ich wusste gar nicht, wohin ich zuerst gucken sollte.
Was ich allerdings nicht verstehen konnte und kann, ist, dass viele erst nach Beginn des Spiels gekommen sind und schon vor Abpfiff der ersten Halbzeit wieder gegangen sind, um sich was zu Trinken zu holen... Wenn ich zum Fußball gehe, möchte ich doch von Anfang bis Ende gucken?! Egal, wir saßen pünktlich auf unseren Plätzen und konnte die Atmosphäre genießen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben die Chemnitzer Fans in ihrem Block irgendwelche Pyrotechnik gezündet, der Stadionsprecher hat gleich darauf hingewiesen, dass das unerwünscht ist und das bitte unterbleiben soll.
Das sind dann immer die Momente, wo es mir ein wenig unheimlich wird. Was geschieht dann weiter? Eskaliert die ganze Situation oder geht alles friedlich über die Bühne? Es blieb alles friedlich, die Magdeburger Fans aus dem Block U haben "dagegen" gehalten. Sie standen ganz ruhig, haben alle ihre Schals hochgehalten und waren ruhig, so, als ob sie still dagegen protestieren.
Die Fans aus Block U (DER Magdeburger Fanblock) haben sowieso für ein für mich Kuriosum gesorgt. Immer wenn sie gehüpft sind oder sich in der Masse bewegt haben, haben unsere Sitze in ihrem Takt mit gewippt. Zuerst dachte ich, dass diejenigen, die hinter uns standen, an unseren Sitzen gewackelt haben, aber Steffen hat mich dann darauf hingewiesen, dass es sie Schwingungen sind, die sich da fortsetzen. Das war irgendwie ein irres Gefühl... Und überhaupt die Stimmung. Während der gesamten neunzig Minuten war es eine grandiose Stimmung. Das ist schon ein tolles Erlebnis.

Das Spiel war klasse, es gab eigentlich keine Phase, wo es abgeflacht und nicht interessant war, es ging immer hin und her und in der zweiten Halbzeit hätte Chemnitz durchaus den Ausgleich schießen können, aber Magdeburg hat das 1:0 gut verteidigt und dann in der zweiten Halbzeit sogar noch auf 2:0 erhöht. Klasse!
Auch der Weg vom Stadion zum Parkplatz war einfach und ohne Probleme, wir sind einfach wieder den anderen hinterher gegangen, sie werden wohl das gleiche Ziel haben. Und da war es dann wieder mein Dilemma. An der ersten breiten Straße konnte ich mich ja noch durchsetzen, dass wir die Straße an der Verkehrsinsel überqueren, an der nächsten Fußgängerampel hat Steffen mich dann schon gewarnt "Wehe, du bleibst stehen! Du wärst die Einzige!"... Naja, mit gehangen, mit gefangen, aber es hat mich große Überwindung gekostet!

Es war alles prima organisiert, am Einlass mussten wir nicht warten, an den Versorgungsständen und Toiletten nicht, überall waren Sicherheitsleute und haben für Ordnung gesorgt. Außerhalb vom Stadion waren unheimlich viele Polizisten im Einsatz, es gab keinen Grund, sich zu irgendeiner Zeit unsicher zu fühlen. Dabei ist mir mal wieder aufgefallen bzw. bewusst geworden, wie viele Menschen dienstlich und ehrenamtlich im Einsatz sind und ihre Freizeit opfern, damit andere sicher ihrem Vergnügen nachgehen können. Auch wenn es wohl keiner liest, den es betrifft, sage ich einfach mal "Danke!".

Sonntag, 23. August 2015

Der Neffenquilt

Den Anfang vom Neffenquilt hatte ich ja schon gezeigt. Nachdem ich festgestellt habe, dass ich für meinen Lynette-Anderson-Quilt die Gans falsch herum aufgezeichnet habe, habe ich den erst einmal beiseite gelegt.
Toll, oder? Eigentlich wollte ich da ein bisschen dran weiter arbeiten, so dass ich auf der Couch was machen kann, aber ich habe mich über die falsche Gans, nein, eigentlich über mich selbst ziemlich geärgert, so dass ich erst einmal mit dem Neffenquilt weitergemacht habe. Der ist ja eigentlich auch wichtiger, denn die Einschulung ist schon bald.

Einen Fußballquilt hatte ich ja schon einmal genäht, aber leider hatte ich mir da keine Maße für das Fußballfeld aufgeschrieben. Warum auch?! Also habe ich nach Gefühl genäht.
 
Und wie man sieht, hat es sogar geklappt. Die Rundungen habe ich aus Schrägband gearbeitet und dann appliziert. Bei diesem Quilt habe ich dann die Naht an der Stelle, wo die Rundung anfängt und aufhört, noch einmal ein wenig aufgetrennt, um den Anfang und das Ende des Schrägstreifens dort in der Naht zu verstecken. War zwar ein bisschen mehr Arbeit, aber es sieht ordentlich aus.

In den Mittelkreis habe ich, wie damals beim Schalke-Quilt auch, das Vereinslogo appliziert. Leider musste ich dafür anderen Stoff nehmen, als für die Strafraumlinien. Aber von der Ferne fällt das gar nicht weiter auf...
Bei den Zahlen und Buchstaben habe ich zunächst nicht daran gedacht, dass ich die ja spiegelverkehrt aufzeichnen muss... :-( Der zweite Versuch hat dann aber geklappt.

Für den zweiten inneren Rand habe ich schwarz-weißen Fußballstoff gekauft, wobei ich dann aber doch wieder ins Grübeln gekommen bin, ob der passt. Aber wie man sieht, passt es gut und es ist ein Hingucker.

Tja und dann hieß es messen, rechnen und hin- und herüberlegen, wie ich das Mittelteil mit meinen vorhandenen Blöcken auf das passende Maß für einen Kuschelquilt bekomme. Das war gar nicht so einfach und oft habe ich meine Überlegungen über den Haufen geworfen.

 Wenn ich mir meinen Zahlenzettel so ansehe, muss ich wohl froh sein, dass am Ende doch ein passabler Quilt bei rausgekommen ist. ;-) Die Ecken waren noch einmal eine kleine Grübelei, zuerst wollte ich die ja im 45-Grad-Winkel nähen. Dann hatte ich überlegt, einen großen schwarzen Block zu nehmen.

 
Das war mir dann aber doch zu heftig. Neue Nine-Patches wollte ich aber auch nicht nähen, also habe ich mich letztendlich für vier kleine schwarze Eckblöcke und einen schwarzen Rand um den Quilt entschieden. Nachdem ich die erste Reihe der Nine-Patches zusammengenäht hatte, bin ich echt in's Grübeln gekommen, ob ich mich nicht doch irgendwie vermessen oder verrechnet habe, denn es fehlte doch ein ganzes Stück.
 
Aber mir gutem Bügeln habe ich meine Streifen dann doch auf das richtige Maß gebracht. Ich hatte mich weder vermessen, noch verrechnet. ;-)




Gestern Abend habe ich dann gleich meine Nähmaschine in's Wohnzimmer getragen, sodass ich heute morgen nach dem Frühstück gleich mit den Nähen anfangen konnte. Und das habe ich auch gemacht und so kann ich ganz stolz berichten: Mein Top ist fertig. Und ich muss sagen, ich finde es wirklich gelungen (ok, bis auf die Farben und das Logo, die sind nun nicht so meins), aber meine Idee und Umsetzung finde ich gut. Ja, ich weiß, Eigenlob stinkt... :-(
 
Nun warte ich nur noch auf das bestellte Kuschelfleece für die Rückseite und dann kann aus dem Top ein Quilt werden. Wie ich quilten werde, weiß ich inzwischen auch schon. Nur wegen des Garns überlege ich noch ein klein wenig. Bei Romy Bürgers habe ich ja ein ganz tolles Garn in genau DEN Farben entdeckt, aber das ist eine große Kone... Mmh, ich denke, ich werde es doch bestellen. ;-)