Sonntag, 15. Mai 2016

Ganz spontan

Heute Mittag habe ich mal bei Planet Patchwork nach Stoff für den Rand und die weiteren Zwischenstreifen für meinen Samplerquilt geguckt. Dabei ist mir dann auch ein toller Stoff für einen Kaleidoskopquilt über den Weg gelaufen. Und wenn ich ganz ehrlich sein soll, hatte ich ihn auch schon im Warenkorb. Hatte, denn ich habe ja noch zwei Stoffe für Kaleidoskopquilts im Schrank liegen. Und ich kenne mich, wenn ich Stoff erst bestellen muss, dann verläuft das Projekt wieder im Sande.

Also habe ich mir erst einmal meine Stoffe angesehen. Der eine ist ausreichend für einen großen Quilt, der andere ist weniger, für einen Wandquilt. Da ich ja eigentlich mit meinem Samplerquilt vorankommen möchte, kann ich natürlich kein weiteres, großes Projekt in Angriff nehmen. So habe ich mich für den kleinen Wandquilt entschieden.

Das ist mein Ausgangsstoff:
Der Rapport ist nicht besonders groß, ich glaube, es waren 20 cm, das Muster hat sich nicht nur in der Länge, sondern auch entsprechend in der Breite wiederholt, so brauchte ich von dem Stoff nur dreimal den Rapport zu kaufen. Dadurch habe ich aber auch weniger Kaleidoskope, aber für einen Wandquilt ist es ausreichend.

Und wieder musste ich erst einmal überlegen, wie ich mein Lineal mit der Markierung für 60° anlegen muss. Ich habe mich wohl ziemlich dämlich angestellt. Bei jeden neuen Schnitt musste ich neu überlegen. ;-)

Mein Bestreben war es, das Top heute fertig zu bekommen, denn wenn ich es erst wieder weglege, dann bleibt es dabei. Zum Glück hatte ich passenden Stoff in ausreichender Menge zu Hause. Mir schwebte ein warmes, dunkles Orange vor, aber das hatte ich nicht. Mir fiel dann ein heller Batik in die Hände.
Als meine Kaleidos dann aber auf dem hellen Stoff lagen, war ich mir gar nicht mehr so sicher. Also habe ich noch einmal gesucht und noch zwei dunklere Stoffe gefunden.
Zuerst war ich ja der Meinung, hell geht gar nicht, aber nachdem ich alle drei Stoff gesehen habe, war ich mir irgendwie gar nicht mehr sicher. Ich habe dann in einer Facebook-Gruppe mein Foto gezeigt und gefragt. Bis auf zwei, drei waren eigentlich alle für die helle Variante. Ich tendierte ja auch schon mehr zur hellen Variante. Nachdem ich die Teile dann auf dem dunklen Batik ausgelegt hatte, habe ich mich zur hellen Variante entschieden.
 
Also hell. Ich habe dann die Teile für die Zwischenräume geschnitten und alles zusammen genäht. Das geht ja wirklich schnell und ruckzuck war mein Top fertig.
 
Morgen werde ich dann mein Top mit Vlies und Rückseite versehen und quilten. Ich habe mir vorgenommen, diesen kleinen Quilt Pfingsten noch fertig zu stellen, damit er auf gar keinen Fall als Ufo endet. Das Top ist derzeit 42 cm mal 87,5 cm groß und soll dann neben der Badezimmertür hängen, im Wechsel mit den anderen Quilts, die ich dafür schon genäht habe. ;-)


Lesen könnte hin und wieder helfen!

Heute morgen habe ich gleich nach dem Frühstück mit meinen Blöcken für den Sampler weitergenäht. So ganz schlüssig bin ich mir noch nicht, ob ich nun nur noch die Blöcke aus den Anleitungen vom Handarbeitshaus nähe oder ob ich noch in dem Heft von Marti Michel gucke. Heute habe ich auf jeden Fall erst einmal die aus den Anleitungen genäht.

Zuerst habe ich den Block "Herbstmühlen" genäht, ein Block ganz nach meinem Geschmack, da ich Blöcke gern nähe, die aus vier Teilen bestehen. Das gefällt mir irgendwie.
Ich finde, der Block sieht ganz toll aus. :-)

Als nächstes habe ich den Block "Quadrate eingerahmt" genäht, er sieht ähnlich aus, wie der Block "Storm at Sea". Das ist ein Block, den ich sehr gerne nähe. Beim Nähen musste ich wieder daran denken, dass ich vor vier Jahren, da war ich mit Katharina hochschwanger, diesen Block für Silvia im Rahmen des Freundschaftsblocktausches genäht hatte. Damals hatte ich den Block jedoch auf Papier genäht, heute mit den Schablonen.
Tja und als dritten Block habe ich einen genäht, bei dem ich die Anleitung hätte lesen und nicht nur die Bilder angucken sollen, denn den Block habe ich, bis auf acht Quadrate, noch einmal fast komplett aufgetrennt. Das kommt eben davon, wenn man nur auf die Bilder guckt und das dann auch nicht richtig, denn so habe ich nicht gesehen, dass die Teile nicht nur in der einen Farbgruppe zusammengenäht werden. Aber egal, nach vielem Trennen ist der Block fertig geworden.
Zuerst habe ich gedacht, dass ich da farblich reichlich daneben gegriffen habe, aber jetzt, auf dem Foto, sieht er doch gar nicht schlecht aus. Durch den dunklen Hintergrund kommt Leben in den Quilt. Noch fehlen mir aber sieben Blöcke, bevor ich mir Gedanken über den Rest machen kann. Es liegt also noch ein Stück Arbeit vor mir.

Samstag, 14. Mai 2016

Monatsmusterfernkurs

Irgendwie war mir heute mal wieder nach den Monatsmusterblöcken vom Handarbeitshaus. Sechs Blöcke hatte ich ja schon fertig und die sind dann erst einmal wieder in der Kiste gelandet. Bis heute...

Als ich die ersten Blöcke genäht habe, hatte ich mir überlegt, die alle mit einem lila Streifen in den Eckblöcke zu nähen. Aber dann sind mir keine weiteren Muster eingefallen und ich habe mich anderen Sachen zugewandt.
Zwischen die Blöcke wollte ich gern helle Streifen und Drumherum einen lila Rand nähen. Damit habe ich heute morgen angefangen.
Da diese sechs Blöcke ja die Mitte von meinem Quilt bilden sollen, muss ich noch 14 (!) Blöcke nähen. Mmh, so viele zu nähen war eigentlich nicht mein Plan. Aber egal. Also habe ich mir die Anleitungen angesehen und als erstes dieses schönen Block genäht:

Ok, die Mitten passen links und oben nicht ganz, aber im Ganzen sieht der Block schön aus. Als nächstes habe ich einen Baumblock genäht. Auch der war noch einfach zu nähen.
In diesem Jahr werden Blöcke mit dem Schablonenset G genäht. Damit kann man Hexagon-Blöcke nähen. Der erste Block, den ich nähen wollte, war der aktuelle. Die Anleitung habe ich vor ein paar Tagen bekommen und der Block sieht wunderschön aus. Also: Lauter Rauten und Dreiecke geschnitten, ausgelegt, nach der Anleitung zusammengenäht und verzweifelt! Ich glaube, ich habe noch nie so lange für einen Block gebraucht und noch niemals so viele Nähte wieder aufgetrennt. Wahrscheinlich habe ich irgendwo gleich am Anfang ein Teil verkehrt herum an ein anderes genäht und schon hat nichts mehr gepasst. Zwischendurch habe ich ernsthaft überlegt, alles in die Tonne zu werfen, aber dann hatte mich der Ehrgeiz gepackt und irgendwann nach fast zwei Stunden war der Block dann doch noch fertig:
Ach ja, der Block ist mit Maschine genäht und hat nicht eine einzige Y-Naht. :-) Einen Block wollte ich gern noch nähen und da die Schablonen vom Set G nun gerade ausgepackt waren, habe ich noch einen weiteren Block damit genäht: Würfel. Und auch die konnte ich wieder mit Maschine und ohne Y-Nähte nähen.
Bei den letzten beiden Blöcken habe ich es mit Katharina gehalten, die mich immer dazu anhält, was Eigenes zu machen und nicht nur nachzunähen. So habe ich bei meinen Würfeln einige mit einem anderen Deckel gearbeitet, mein Stern oben hat zwei andersfarbige Spitzen.

Wahrscheinlich werde ich die vier Blöcke an die Ecken von meinem Quilt setzen. Gelegt habe ich es schon einmal.
Nun hoffe ich nur, dass ich noch zehn schöne Blöcke finde und dass meine Stoffe reichen. Ich muss mal überlegen, welchen Stoff ich für die Zwischenstreifen nehmen sollte. Das ganz helle Blau wird bestimmt nicht gut aussehen, da ich das ja schon als Hintergrund verwende. Mal schauen, was mir morgen oder übermorgen dazu einfällt. ;-)

Freitag, 13. Mai 2016

Aaaalso...

Mir schwebte schon ziemlich lange eine neue Brille vor, so als Zweitbrille. Ist bei meiner Stärke auch gar nicht so schlecht. Die, die noch im Schrank liegen, haben alle nicht mehr die passende Stärke, das pinke Gestell hat in der Sonne von Italien arg gelitten (habe ich ja auch schon seit 2008 oder so) oder sie drücken auf der Nase. :-(

Also habe ich schon seit einer Weile nach einer Brille gesucht. Aber es ist ja kein Problem, denn ich habe einen Sonnenbrille, die perfekt sitzt und die es bei dem Händler noch in einer anderen Farbe gab. Also habe ich mir die bestellt.
Und war enttäuscht, denn die Brille ist an der Nase ganz anders als meine Sonnenbrille. Ich wollte sie erst behalten, aber nach ein paar Stunden hatte ich Druckstellen. Okay, die also nicht.

Also habe ich weiter gesucht und mir drei Brillen zur Ansicht bestellt. Zwei davon fielen gleich aus, eine, weil sie auf der Nase gedrückt hat und die andere, weil sie zu schmal für mein Gesicht war. Die dritte sah ganz gut aus und für die habe ich mich dann entschieden und mir die mit Gläsern bestellt. Ging alles ganz fix und unkompliziert. Aber irgendwie konnte ich mich mit der Brille dann nicht sehen. Gibt es sowas?
Das Problem ist ja immer, dass ich die Brille, wenn dann die richtigen Gläser drin sind, immer noch einmal ganz anders sehe, als mit Fensterglas. Drei, vier Tage lag die Brille und ich habe versucht, mich daran zu gewöhnen, aber nein, das bin ich nicht. :-( Also weiter suchen. Weil ich sowieso das Gefühl hatte, nicht so richtig gut gucken zu können, habe ich mal einen Laden vor Ort gesucht und habe meine Augen ausmessen lassen. Rechts ging das gleich beim ersten Mal, links brauchte es dann zwei Anläufe.

Bei ersten Mal habe ich mich für zwei Modelle entschieden, die ich erst einmal bis zum zweiten Versuch habe zurücklegen lassen.
 
Mmh ja, beide nicht schlecht, aber so richtig... ...ich weiß nicht. Katharina und Silvia wurden um Rat gefragt. Leider gingen ihre Meinungen auseinander, so dass ich mir irgendwie sicher war, dass es keine der beiden wird. Heute habe ich dann also den zweiten Augentest machen lassen und dann noch einmal gefühlte hundert oder zweihundert Gestelle aufprobiert. Die Optikerin war unheimlich nett und hat sogar aus dem Lager ganz viele Gestelle geholt. Eigentlich wollte ich ja eine eher eckige Brille, dunkle Farben sind gut, aber sie sollte doch irgendwie auffällig sein. Gar nicht so einfach, meine Wünsche zu erfüllen.

Und dann habe ich Mut bewiesen und eine Brille probiert, die nicht meinen Formvorstellungen entsprach, meinem Farbwunsch auch nicht - aber sie fällt auf und meiner Katharina muss sie gefallen: PINK!!!
Ich freue mich auf meine neue Brille und ich fühle mich damit total wohl, auch wenn sie ganz anders ist, als mir vorschwebte und ganz anders als die anderen, die in die engere Wahl kamen. Meinen Jungs wollte ich es schonen beibringen, aber Katharina meinte gleich "Die ist PINK!". Leider kann ich den Gesichtsausdruck der Jungs nicht zeigen, wenn ich ihn beschreibe, geht es von totalem Entsetzen bis hin zu Jetzt-dreht-sie-durch. Jonathan fragte: "PINK? Für Dich?". Und Johannes: "PINK? Na hoffentlich ist es ein schönes Pink!".

Ja, pink für mich und ja, es ist ein schönes pink und ich hoffe doch sehr, dass die Zeit, bis sie denn fertig ist, schnell vergeht...

Sonntag, 8. Mai 2016

Muttertag

Vor ein paar Tagen hat mich Katharina gefragt, ob es denn auch einen Kindertag gibt. Ich habe ihr erzählt, dass es den Tag gibt und dass er ein paar Tage nach ihrem Geburtstag ist. Ich habe gefragt, wie sie darauf gekommen ist und sie sagte, das hat sie sich so ausgedacht. Ich konnte mir allerdings denken, dass sie im Kindergarten darüber gesprochen haben. Ich fand es ja süß, dass sie nichts verraten hat. ;-)

Und richtig, im Kindergarten haben sie was zum Mutter- und Vatertag gebastelt.
 
Leider ist der Salzteig zerbrochen, das scheint Salzteig so an sich zu haben. Als die Jungs klein waren, haben wir ihre Hände auch mal in Salzteig gemacht, die Teile sind leider auch zerbrochen...

Von Steffen (obwohl ich nicht seine Mutter bin) und Jonathan habe ich gestern auch noch etwas bekommen. Wie bei uns üblich, habe ich es schon vorher bekommen:
Eigentlich wollten sie mir ja etwas anderes mitbringen, aber dann haben sie die Orchidee zum Sonderpreis entdeckt und da dachten sie sich, weil ich Orchideen ja liebe und es diese zum Sonderpreis gibt, nehmen sie die mit. Ich werde die schon wieder hinkriegen. Ah, ich liebe diese erfrischende Ehrlichkeit meiner Familie. :-))
Bei Orchideen zum Sonderpreis gibt es leider keinen Übertopf dazu und so steht sie erst einmal in der Müslischale, ideal ist das nicht, aber Provisorien halten bei uns meist einige Jahre... ;-)

Freitag, 6. Mai 2016

Mühsam

Gestern war ja ein freier Tag und eigentlich hatte ich mir vorgenommen, mit meinem Mittelteil vom Tula-Pink-Quilt voran zu kommen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Fast nichts habe ich geschafft und ausgeschlafen war ich auch nicht. Wie auch, wenn ich viertel sechs schon wieder wach bin. :-(

Naja, ein klein wenig habe ich dann aber doch noch zuwege gebracht. Ich habe mich ja für Maschinenapplikation entschieden und so habe ich gestern erst einmal ein paar Teile auf Vliesofix aufgezeichnet. Dann ging es an die schwierigste Arbeit: Nämlich das Aussuchen der passenden Stoffe.
Als ich dann meine Applikationen aufgelegt habe, musste ich ganz schön schieben und hin- und herüberlegen, nur um dann festzustellen, dass ich sie spiegelverkehrt herum gearbeitet habe. Letztendlich habe ich beschlossen, dass es egal ist, ob der Bogen im Blütenstängel recht oben und links unten ist oder umgekehrt. ;-)
Leider bin ich über's Aufbügeln nicht hinaus gekommen, aber vielleicht komme ich morgen ein bisschen weiter. Diese Teile werde ich wieder mit Maschine applizieren, die kleinen Kreise werde ich dann von Hand applizieren, da ist es zu aufwändig, das große Teil unter der Maschine zu drehen, die Kreise sind ja doch etwas kleiner...

Sonntag, 1. Mai 2016

Der erste Schnitt

Mein neuestes Projekt habe ich ja schon vorgestellt. Die Ideen sind ja immer vielfältig vorhanden, schwer fällt mir immer der erste Schnitt in den Stoff, besonders, wenn es viel Stoff am Stück ist. Das ist eigentlich blöd und irrsinnig, aber wenn ich z. B. vor vier Metern Stoff am Stück stehe, fällt es mir schwer, den anzuschneiden. Irgendwie weiß ich da immer nicht so richtig, wo und wie ich anfangen soll. So ging es mir auch dieses Mal wieder.

Von meinem Hintergrundstoff hatte ich ja vier Meter und auch da fiel mir der erste Schnitt wieder unheimlich schwer. Aber ich habe es getan und gestern angefangen. ;-)

Von den Tula Pink-Stoffen habe ich ja zwei unteschiedliche Fat-Quarter-Pakete gehabt. Eines war aus der Eden-Serie und das andere war das True Colors-Paket. Die True Color-Stoffe waren ja angepriesen, dass sie farblich zu allen anderen Stoffen der Tula Pink-Serien passen. Und so scheint es wirklich zu sein:

Eigentlich hatte ich ja vor, zunächst die kleineren Blöcke zu nähen, aber leider ist es in dem Buch unglücklich beschrieben: Zuschnittmaße in cm, Nahtzugabe 0,6 mm... Ah, das gefällt mir gar nicht. Also habe ich begonnen, die Maße wieder in Inch umzurechnen. Da der Quilt ja in Reihen um den Mittelblock genäht wird, habe ich dann aber doch mit dem Mittelblock angefangen. Ich schneide meine Stoffe zwar auch etwas größer zu, aber nicht gleich so viel, wie im Buch angegeben... :-( Nun musste ich nur noch passende Stoffe aussuchen.

Das große Herz im Mittelblock wollte ich eigentlich aus einem Stoff der Serie Elizabeth nähen. Ich konnte es mir so richtig schön vorstellen, wenn von dem Herz die Dame lacht. Aber dafür hätte ich dann erst noch Stoff bestellen müssen. Also habe ich umdisponiert und nun schaut vom Herz ein Tiger. Das sieht auch klasse aus.
Im Original sind die Motive von Hand appliziert, ich habe mich schon zu Beginn für Vliesofix entschieden. Denn noch ein aufwändiges Handnähprojekt muss ja nicht sein. ;-) Allerdings habe ich mit beim Aufzeichnen der Applikationen ein bisschen angestellt, als würde ich zum ersten Mal applizieren. Den Zackenrand habe ich erst von der Vorlage ausgeschnitten, um ihn dann auf Vliesofix aufzuzeichnen. Das Ausschneiden der Vorlage hätte ich mir ja auch sparen können. Egal. Ich habe es geschafft.
Sieht doch irgendwie mystisch und toll aus?!

Appliziert habe ich mit meiner kleinen Bernina, die wollte ich da mal testen und auch das hat sie mit Bravour überstanden. Bei schönen Garnen habe ich ja meinen Vorrat von King Tut-Garnen und da kann ich farblich aus dem Vollen schöpfen. Und so sieht mein angefangener Mittelblock nun aus:

Man sieht, das Garn passt eigentlich perfekt zu den Stoffen, besonders passend ist das Garn, mit welchem ich das mittlere Herz appliziert habe, das hat genau die Farben, die im Stoff vorkommen. Einfach nur wunderschön! :-)
Und auch wenn in meiner Mitte keine Elizabeth ist, der Tiger mach auch eine gute Figur!

Freitag, 29. April 2016

Pläne³

Ich habe einfach von allem zu viel, nein, halt nicht von Allem, denn Zeit habe ich zu wenig. Aber von den anderen Sachen, ok, außer Geld, habe ich zu viel und ganz besonders habe ich zu viele Bücher und so habe ich in den letzten Tagen zwei große Pakete an Momox geschickt. Erst hatte ich versucht, die Bücher privat zu verkaufen, aber das lief nicht wirklich gut und da ich schnell Platz brauche, habe ich mich dann für Momox entschieden. Das lief auch wirklich gut. Bevor ich mich von Büchern getrennt habe, habe ich sie natürlich erst einmal durchgeblättert, ob ich in dem Buch nicht doch etwas war, was ich hätte noch gebrauchen/wissen/nähen können.

Und klar könnt ihr euch jetzt schon denken, dass ich natürlich was gefunden habe, was ich SOFORT nähen muss: Nämlich den Quilt "Herzen und Blumen" von Kim Mclean. Der hatte es mir angetan und am liebsten hätte ich sofort damit angefangen. Tja und so habe ich mal wieder alle meine Pläne über den Haufen geworfen. Irgendwie mache ich das in letzter Zeit - oder eigentlich vielleicht schon immer - immer öfter. Aber wenn ich was fertig bekomme, ist es ja ok. Frau Wechsung schrieb mir letztens so sinngemäß, dass es ja auch ein wenig um das Sammeln von Quilts, Stoffen und Anleitungen geht, denn ein Briefmarkensammler hat auch nicht zu jeder Marke einen Brief geschrieben. Na, das ist doch Motivation!!!
In meinem Buch ist der Quilt natürlich aus Kaffe Fassett-Stoffen genäht, aber das gefiel mir nicht so recht. Im Februar hatte ich mir bei der Quiltzauberei ein Fatquarterpaket mit Tula Pink-Stoffen gekauft, die erschienen mir dafür genau richtig. Also habe ich noch einmal gesucht und noch weitere Stoffe gefunden. Meinen Hintergrund, ein wunderschönes Sonnengelb, habe ich bei Nadelöhr-Patchwork gefunden. Und das ist nun mein Feuerwerk an Farben:
Die Schablonen sind auch schon passend vergrößert.
Nun fehlt eigentlich nur noch der Mut, diese schönen Stoffe anzuschneiden. :-(

Sonntag, 24. April 2016

Ich näh' mir ein Kleid!

Vielen, vielen Dank für Eure lieben Kommentare zu meiner "Heimat im Abendlich". Ich habe mich sehr darüber gefreut. Der Quilt hängt ja nun schon eine Woche und gerade gestern erst habe ich gedacht, dass er ja doch ganz schön geworden ist. Aus dem Schlafzimmer fiel mein Blick von Weitem auf den Quilt und da kamen die vielen unterschiedlichen Häuser wirklich gut zur Geltung. Also habe ich doch gut daran getan, den Quilt fertig zu nähen... ;-)

Als ich heute morgen aus dem Fenster gesehen habe, war ich ein wenig erschrocken: Raureif auf dem Dach gegenüber.
Das war schon ein wenig skurril: Vor dem Haus der blühende Strauch und auf dem Dach mal wieder eine weiße Schicht. Und kalt war es auch noch.
Aber die Sonne, die jetzt schon nicht mehr da ist, hat schon viel Kraft und so verschwindet der Raureif nach und nach.
 
Jonathan hat heute ein Konzert in der Musikschule und natürlich fahren wir geschlossen mit, um uns das Konzert anzuhören. Mir kam dann die Idee, ich könnte mir ja mal wieder was zum Anziehen nähen. Früher, als die Jungs noch klein waren, habe ich ihnen zu jedem Anlass was zum Anziehen genäht. Das schaffe ich nun zwar nicht mehr, aber das wäre doch jetzt die passende Gelegenheit, mein neues Buch einzuweihen:
Bei Angela habe ich das Buch entdeckt und sie ist begeistert davon. Eine ganze Weile habe ich mich standhaft dagegen gewehrt, weil mein Bücherregal ja übervoll ist, aber nachdem ich jetzt schon ziemlich viele Bücher bei momox verkauft habe, dachte ich, die Lücken könnte ich ja wieder füllen... ;-) Gut, also ein Kleid. In dem Buch steht, dass man Jersey vorwaschen sollte und wenn das Kleidungsstück später in den Trockner soll, sollte auch der Stoff im Trockner getrocknet werden. Also erst einmal Stoffe waschen.
Irgendwie konnte ich mich aber nicht für einen Schnitt entscheiden und dann hätte ich ja auch erst noch den Schnitt kopieren müssen, also dachte ich mir, zuerst ist Katharina dran. Nähen wollte ich ihr mal wieder das Trägerkleid von Klimperklein nähen. Aber, was Wunder, der Schnitt ist noch immer verschwunden. Er war ja zum Jahreswechsel schon verschwunden, da habe ich ihr dann einfach noch die 92 genäht. Aber nachdem wir nun bei der U8 gehört haben, dass wir einen Metermenschen haben, kann ich die Größe nun wirklich nicht mehr nähen. Drucken kann ich im Moment auch nicht, unsere Patronen sind so leer, dass nur noch weiße Blätter aus dem Drucker kommen. Also habe ich in den Ottobre-Zeitungen nach einen Schnitt mit einem Wackelrock gesucht und ein Raglankleid gefunden. Der Schnitt war schnell kopiert und dann habe ich für Katharina ein passendes Kleid genäht.
Den Stoff habe ich vor einiger Zeit bei Juliane auf ihrer Facebook-Seite entdeckt. Es muss schon ein etwas älterer Stoff sein, auf jeden Fall war der genau passend für Katharinas Kleid. Es ist auch tragbar und es gefällt ihr, es gefällt ihr so gut, dass sie es gestern schon zum Einkaufen angehabt hat. Nach dem Schnitt werde ich ihr noch ein weiteres Kleid nähen, das Rockteil ist bereits zugeschnitten und dann kann sie aussuchen, welches Kleid sie heute anziehen möchte.

Samstag, 16. April 2016

Doppeltes Binding? Kann ich nicht mehr!

Heute morgen war ich mal wieder ziemlich zeitig wach, ich liebe diese Momente am Morgen, wenn noch alle anderen schlafen und ich mal ganz für mich sein kann. Das habe ich ja nicht so oft, irgendwer ist immer da. Und weil ich nicht tatenlos rumsitzen kann, habe ich gleich heute morgen mit meiner Stadt weitergemacht. So richtig viel war nicht mehr zu quilten, lediglich die blauen Teile und die Häuser selbst standen noch aus. Das habe ich dann heute morgen gemacht.
Ich habe mich dann auch getraut, in den Fotos zu quilten. Erst wollte ich das nicht machen, aber die standen mir dann zu sehr hervor. Beim ersten Foto hatte ich unterschiedlichen Ober- und Unterfaden und obwohl ich die automatische Fadenspannung hatte, ist der Unterfaden, der heller war als der Oberfaden, beim ersten Foto sehr auf die Oberseite gezogen worden. So sind die Quiltnähte dort eigentlich zu hell. Aber weil ich befürchtet habe, dass im Foto Löcher zurückbleiben, habe ich es so gelassen und nicht aufgetrennt.

Für das Binding habe ich den golden Stoff genommen. Ich weiß gar nicht, was das für ein Stoff ist, auf jeden Fall franst er sehr doll aus. Deswegen habe ich mich auch mal wieder für ein doppeltes Binding entschieden. Das letzte Mal, dass ich ein doppeltes Binding genäht habe, an das ich mich erinnern kann, war bei diesem Quilt. Seitdem habe ich nur noch einfache Bindings angenäht. Nun ja, das Annähen ging ja noch. Probleme habe ich dann bekommen, als ich die Enden des Bindings zusammennähen wollte, das musste ich glatt viermal probieren, ehe ich sie dann richtig herum zusammen genäht hatte. Durch das ständige Auftrennen ist mein Stoff natürlich immer weiter ausgefranst. Aber ich glaube, der wäre aus bei  nur einmal franselig geworden.
 
Tja und als ich dann beim Binding auf der Vorderseite feststecken wollte, habe ich gemerkt, dass IM Binding eine Stecknadel versteckt ist. Oh Mann, das fehlte mir gerade noch. Ich habe dann aber nur ein ganz kleines Stückchen aufgetrenn und meine Stecknadel rausgefummelt.
 
Aber allen Binding-Widrigkeiten zum Trotz: Mein Quilt ist fertig und hängt und ich bin froh, dass ich ihn doch genäht habe. Der Quilt hängt bei uns im Flur neben der Badezimmertür, dafür habe ich ihn passend genäht, und wenn ich im Flur bin, fällt mein Blick darauf.
Auch die Rückseite sieht klasse aus, auf der sind die Häuser und Dächer fast noch besser zu erkennen, als auf der Vorderseite.