Sonntag, 2. September 2018

Das Nähzimmer

Habt vielen Dank für Eure lieben Glückwünsche, ich habe mich sehr darüber gefreut.

Heute hatte ich mal wieder Nähzeit an der frischen Luft, denn Johannes war mal wieder als Schiedsrichter im Einsatz und ich musste ihn fahren. Wenn die Spielorte so weit weg sind, dass es sich nicht lohnt, nach Hause zu fahren, nehme ich mir meist was zum Handarbeiten mit. So auch wieder heute.

Von meinem Quilthaus hatte ich mir das Nähzimmer vorgenommen. Vor ein paar Tagen hatte ich damit schon begonnen, bin aber nicht über die Tischbeine hinaus gekommen. ;-) Ich war aber optimistisch, dass ich heute aber ein bisschen was schaffen würde, denn das Spiel dauert 70 Minuten, dazu kommen Halbzeit und Vor- und Nachbereitungszeit.
Im Auto hatte ich mich wieder häuslich eingerichtet und dann an meinem Block gearbeitet.
Für das Kleid auf der Schneiderpuppe habe ich einen ganz besonderen Stoff ausgesucht. Vor ein paar Wochen hatte ich beim Fatquartershop so ein schönes Flanell-Fatquarterpaket gesehen. Das habe ich mir mal gegönnt. Es ist jetzt nicht so, dass ich unbedingt Stoffe bräuchte, aber die waren so schön. Und ich finde, das Kleid sieht wirklich schön aus. Dafür war der Stoff perfekt.
Mein Zimmer ist noch nicht ganz fertig, einiges fehlt noch, aber ich finde, es sieht schon richtig hübsch aus.
 
In das kleine Kistchen kommen später dann Stoffrollen. Mal schauen, wie ich das dann mache, ob ich die einfach nur lose reinstecke?

Samstag, 1. September 2018

:-)

Irgendwie fällt mir gerade keine Überschrift für meinen Post ein, das ist mir in - Moment - 9 Jahren bloggen auch noch nicht passiert. ;-) Mmh... ...braucht es eine Überschrift? Wär schon besser, aber naja, vielleicht fällt mir ja noch eine ein.

Zunächst habt vielen Dank für Eure lieben Kommentare zu meinem gekauften Quilt. Natürlich habt ihr Recht, dass ich das auch nähen kann. Das werde ich irgendwann auch tun, von der Dame, die den Quilt genäht hat, habe ich einige Hinweise bekommen. Ich stand mir immer selbst im Weg und wusste nicht wirklich, was genau ich als Vorlage nehmen kann. Nun bin ich schlauer und habe schon ein paar Bilder auf meinem PC. Allein die Zeit fehlt.

Vor zwei Tagen war es mal wieder soweit, es ist ein weiteres Jahresring hinzu gekommen, 44 sind es nun. Manch einer mag mit dem Alter ein Problem haben, bei mir ist es eher das Gegenteil. Irgendwie fand ich jedes Alter schön, sage mir jetzt aber immer, ich möchte nicht mehr zwanzig sein. Ich bin froh, dass ich meinen Platz im Leben gefunden habe, dass ich nicht mehr auf der Suche sein muss, dass ich angekommen bin. Und angekommen bin ich auf jeden Fall. Im Moment habe ich das Gefühl, es wird wieder alles einfacher, gerade, wenn ich an das letzte Jahr denke.

Am Donnerstag vor einer Woche schon bekam ich ein Paket von Katharina. Ohje, das war eine große Herausforderung für mich, ein Paket eine Woche lang zuzulassen, aber ich habe es geschafft und das Paket bis zum Geburtstag zugelassen. Am Donnerstag habe ich dann eine wunderschöne Tasche ausgepackt, eine Schnabelina mit allem Drum und Dran.
 
 
Der Hauptstoff ist ein wunderbar weicher satt lilafarbiger Babycord und der andere Stoff ist traumhaft schön gemustert. Innen findet sich ein nFutter mit süßen Hühnchen.
 
Die Tasche ist natürlich seit Freitag schon in Benutzung und ich bin sehr glücklich darüber, zumal ich selber keine Taschen nähe. :-)

Von Astrid, mit der ich künftig regelmäßig AMC tauschen werde, habe ich eine schöne Geburtstags-AMC bekommen.
Ich freue mich schon auf unseren monatlichen Tausch. :-)

Tja und dann habe ich mir einen Traum erfüllt. Nein, es hat mal nichts mit Nähen oder Fußball zu tun. Irgendwann in der 11. oder 12. Klasse habe ich zum ersten Mal Star Trek The Next Generation geguckt und seitdem war es sozusagen um mich geschehen. Ich glaube, damals kamen die Folgen noch vom ZDF und es war spannend und faszinierend. Als ich dann 1994 in unsere erste gemeinsame Wohnung gezogen bin, habe ich in der Woche immer die Folgen auf Video aufgenommen. Die Folgen kamen einmal am Tag und wurden in der Nacht noch einmal wiederholt. Ich habe natürlich die Folgen der Nacht aufgenommen, denn da kam weniger Werbung und so passten genau 5 Folgen auf eien VHS-Kassette. Meine Güte, das waren noch Zeiten. Sonntags habe ich immer den Videorecorder programmiert und gehofft, dass kein Stromausfall oder ein Gewitter kommt. Alle 178 Folgen hatte ich dann auf Video und oftmals haben Steffen und ich am Wochenende eine Videosession gemacht. :-) Daran denken wir heute noch gern und oft zurück.

Irgendwann hatten wir keinen Videorecorder mehr, die Kassetten habe ich aber noch lange Zeit aufgehoben, ich konnte mich beim besten Willen nicht davon trennen. Lange Zeit lagen die Kassetten im Schlafzimmer unter unserem Schrankbett, nachdem wir das dann aber gegen ein normales Bett ausgetauscht hatten, mussten auch die Kassetten weichen. :-( Nunja, manchmal muss man sich auch von Dingen trennen. Immer, wenn ich mitbekommen habe, dass mal wieder irgendwo im Fernsehen Star Trek lief, habe ich das geguckt. Und solange wir noch Sky hatten, habe ich mir die Folgen immer aufgenommen und am Wochenende, wenn ich wach war und alle anderen geschlafen haben, geguckt. Da wir Sky aber gekündigt haben, fiel diese Möglichkeit dann auch weg.

Aber ich habe ja Geburtstag gehabt und dieses Mal habe ich mir von den Amazon-Gutscheinen keine Bücher gekauft, sondern eine... ...DVD-Box. Und weil noch ein bisschen Geld übrig war, habe ich mir mal einen Prime-Versand gegönnt. Und heute kam das Paket an:
 Ahh, ist das nicht toll, was da durch's Papier blitzt?!
 

 Die komplette Staffel auf Blu-Ray. :-)
Ich war vorhin schon unterwegs zu Farpoint Station. Es ist wie früher, nur dass das Bild natürlich viel, viel besser ist und der Sound - wie im Kino. Ich freue mich, dass ich mir meinen Wunsch erfüllt habe und hoffe nun, dass ich bald weiter gucken kann. ;-)

Sonntag, 26. August 2018

Ich habe mal wieder geshoppt

Könnt ihr euch noch an meine Bummelmeile erinnern, die ich mir im März bei ebay Kleinanzeigen gekauft habe? Seitdem habe ich immer mal wieder geguckt, ob die Dame mal wieder Quilts, die mich interessieren, anbietet. Und kürzlich habe ich tätsächlich wieder einen Quilt gefunden. Wieder sind wir uns ganz schnell einig geworden und schon Freitag kam das gute Stück wohlbehalten und gut verpackt bei mir an. Und nun bin ich stolzer Besitzer eines genialen Landschaftsquilts:
Der Quilt stellt einen kleinen Ort in NRW dar und nun weiß ich auch endlich, welche Vorlagen ich für solche Art Quilts nehmen kann. Mir schwebt nämlich schon lange vor solche einen Quilt mal von Elbingerode zu nähen. Ein paar Vorlagen habe ich mir schon gespeichert... ;-)
 Schaut euch doch mal die feinen Quiltlinien und die akkurate Arbeit an. Einfach toll.
 
 
Und auch die Rückseite sieht wunderschön aus.
 
Ach, ich freue mich über meinen schnönen Quilt und nun werde ich mal einen Platz suchen, an dem er so richtig gut zur Geltung kommt. :-))

Montag, 20. August 2018

Zwei neue Räume

Habt vielen lieben Dank für Eure Kommentare zu meinen Filzstücken. Mittlerweile sind sie getrocknet und könnten weiter verarbeitet werden, aber das dauert noch. Eine, zwei Ideen habe ich schon, aber in den letzten Tagen war ich wieder mit Bauen beschäftigt.

Den Anfang vom Quilthaus hatte ich ja hier schon gezeigt. Den Quilt bzw. Teile davon hatte ich damals in der Burda Patchwork entdeckt. Als die Zeitung erschienen ist, hatte ich mir diesen Quilt allerdings nicht zugetraut. Weil ich mich dann irgendwann in meinen Wunschgarten verliebt hatte und ich testen wollte, ob ich sticken (lernen) kann, habe ich mir dann den kleinen Gartenquilt bestellt. Der ging damals ganz gut und so habe ich mich an weitere Projekte getraut. Vor vier (!) Jahren hatte ich mir dann die Anleitung für das Quilthaus gekauft. Die Anleitung war dann erst einmal im Karton, Stoffe hatte ich fleißig gesammelt, aber dabei blieb es dann erst einmal. Nachdem es mit meinem Skizzenbuch und dem Pflanzenhandel so gut lief, kam mir die Idee, es doch mal mit dem Quilthaus zu versuchen, schließlich brauche ich irgendein eine Sofa- und Schiedsrichter-Fahr-Arbeit. ;-)

Als erstes habe ich meine Küche vollendet und spaßeshalber mal die Knöpfe aufgelegt:
Es fehlen noch komplett die Stickereien und die kleinen Verzierungen, die werde ich machen, wenn alle Blöcke fertig sind.

Als nächsten Block habe ich mir dann die Eingangstür vorgenommen. Zunächst suche ich mir die recht einfachen Blöcke raus.
Am Sonntag musste ich dann Johannes wieder zum Pfeifen fahren. Zunächst hatte ich mir überlegt, ich nehme mir mein Buch mit, welches ich mir Freitag gekauft hatte. Aber dann habe ich überlegt, zweigleisig zu fahren, wäre vielleicht gar nicht verkehrt und so habe ich mir schnell noch den Hintergrund genäht. Leider ist der irgendwie zu klein geraten, da die Blöcke allerdings mit Zwischenstreifen zusammen gesetzt werden, kann ich die fehlende Größe gut ausgleichen.

Ich hatte mir den Hausflur mitgenommen und mit der Treppe begonnen. Wenn mich jemand gesehen hat, wie ich Sonntag mit Johannes losgezogen bin, der hat gedacht, ich ziehe aus. ;-) Naja, gut, ganz so schlimm war es nicht, aber ich hatte in der Tat zwei Kartons mit Stoffen dabei. Das ist eben so, wenn man sich nicht wirklich gut vorbereitet hat.
Probleme bereitete  mir der Stuhl. Mein erster frei gezeichneter Stuhl war einfach nur blöd. Dann kam mir die Idee, den Stuhl abzuzeichnen. Dafür eignen sich Butterbrottüten perfekt.

 
Meinen Stuhl habe ich dann seitenverkehrt auf meinen Stoff gesteckt und ausgeschnitten und so hatte ich dann einen perfekten Stuhl!
So sieht es doch ganz hübsch aus. Der Stuhl bekommt noch ein Rückenkissen und auch hier fehlen noch die Stickereien, aber die kommen ganz zum Schluss. Ob ich in den nächsten Tagen zu einem weiteren Block komme, weiß ich noch nicht, ich muss bis 17 Uhr arbeiten. Na, mal sehen. Ich kann mir aber sicher sein, dass mir die Vorlagen nicht abhnden kommen, schließlich lagen sie schon gut vier Jahre in der Kiste. ;-)

Freitag, 17. August 2018

Filzen

Vor einer ganzen Weile schon hatte ich mir überlegt, dass ich zu gern mal Filzen würde. Vor ewigen Zeiten, die Jungs waren noch klein, hatte ich mal Bälle gefilzt. Dabei blieb es dann aber irgendwie. Im Mai hatte ich mir dann Filzwolle und ein Buch gekauf und war fest entschlossen: Ich lerne Filzen. Ich fange ganz klein an und filze erst einmal nur Filzstücke. Das erste habe ich mit Katharina gemeinsam gemacht:
 
Eine Weile lag mein Stück "rum", bevor ich es dann zu einer wirklich schönen AMC verarbeitet habe. Auch diese wartete eine Weile auf ihre Bestimmung, letztendlich habe ich sie Petra geschickt, als Dank für den Periodensystemstoff.
Heute hatte ich dann mal wieder Lust zum Filzen und auch Katharina war gleich Feuer und Flamme und so haben wir mal wieder zusammen gefilzt.
Herausgekommen sind drei schöne Stücke.
Ich wüsste nun gar nicht, welche Seite schöner aussieht. Das obere, kleine Stück wollte Katharina gern filzen. Das ist ein Sonnenuntergang.
Das gelb-blaue Stück soll eine Meerszene werden. Ich finde, man kann sehr gut das kleine Segelboot erkennen.
Und dieses Stück wird eine blühende Mohnblumenwiese. :-) Nun muss ich nur noch warten, bis die Stücke getrocknet sind und dann kann ich sie weiter verarbeiten. Allerdings muss ich mich mit dem Filzen noch einmal genauer beschäftigen, der Anfang war irgendwie... ...holprig.

Dienstag, 14. August 2018

Das Quilthaus

Seit zwei Tagen haben wir nun ein Schulkind. Meine Güte, wie schnell das doch irgendwie ging. Die Einschulung am Sonnabend war schön. Katharina wollte gern zum Gottesdienst auch gehen und ich muss sagen, das war, wie auch schon damals bei den Jungs, eine gute Entscheidung.
Der Gottesdienst stand unter dem Motto "Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich." Ich hätte gar nicht gedacht, dass Katharina  das Ganze so aufmerksam verfolgt. Als wir am Montag in die Schule gegangen sind, sagte sie mir, dass sie Bauchschmerzen hat. Wir sind dann darauf gekommen, dass sie aufgeregt ist und daher einen "Klumpen" im Bauch hat. Sie meinte aber, dass "der Gott in der Schule auf sie aufpasst und dass dann alles klappt, denn was bei uns nicht möglich ist, geht bei Gott". Ich fand das total süß, wie sie sich eine Nische geschaffen hat, dass ihr der Schulstart gelingt. ;-)

Am Sonnabend war  uns der Wettergott nicht ganz so hold. Als ich die Sachen für Katharina und mich genäht hatte, war es heiß und ein Ende der Hitze nicht in Sicht. Und so habe ich dann eben sommerliche Sachen genäht. Im Ergebniss dessen haben wir Sonnabend bei 16 Grad und eisig kaltem Wind auf dem Schulhof geklappert.
 
 
 Wie man sieht, wurde Katharinas Schultüte nicht geklaut, am Freitag war sie ja ganz aufgeregt, weil sie plötzlich weg war. Sie ist der Meinung, dass Jonathan sie weggenommen hat, denn er hatte die Schultüte auf dem Schulhof dann in der Hand.
So lange haben wir auf dieses Ereignis hingefiebert und irgendwie war der schöne Tag so schnell vorbei. Abends waren wir mit den Kindern im Goldenen Adler essen. Das war wunderschön und der Tag hatte einen schönen Ausklang.

Am Montag musste Steffen wieder nach Magdeburg zum Lasern und es wurde ihm schon gesagt, er soll ausreichend Zeit mitbringen. Aus diesem Grund habe ich mich entsprechend vorbereitet und mir das erste Zimmer vom Quilthaus vorbereitet.
Schon vor einigen Jahren hatte ich mir die Anleitung und die Knöpfe für das Quilthaus bestellt. Stoffe hatte ich auch schon einige gesammelt, aber bisher habe ich mich an das Projekt nicht heran getraut, da ich nicht wusste, wie ich normale Stoffe applizieren sollte. Nachdem ich nun aber meine Liebe zu Wollfilz und Flanellstoffen entdeckt habe und weiß, wie schön die beim Applizieren zu händeln sind, habe ich mir das Projekt als nächstes vorgenommen.

Ich möchte mein Haus aus Japanstoffen arbeiten und appliziere die Teile dann aus Flanell und Wollfilz. Angefangen habe ich mit dem Esszimmer.
Ich bin am Montag mit meinem Block fast fertig geworden, es fehlt nur noch ein Topf, drei Teller, ein Teppich und die Katze.
Obwohl ich mich bei den Möbeln an der Vorlage orientiert habe, sind sie doch irgendwie größer geworden als im Original, scheint wohl eine Bauernstube zu sein. ;-) Ich finde auch, die Möbel sehen besser aus, wenn sie mit dunklem Garn appliziert werden. Naja, beim nächsten Mal weiß ich es.

Freitag, 10. August 2018

Fertig!

Habt vielen Dank für Eure lieben Kommentare zu meinen letzten Posts. Es ist schon irgendwie komisch, jetzt, wo die Jungs schon groß und schulisch größtenteils mehr oder weniger selbständig sind, noch einmal von vorn anzufangen. Beim gestrigen Elternabend ging es nun um Organisatorisches zur Einschulung und um das Einsortieren der Arbeitsmittel. Zunächst hatte ich befürchtet, dass Katharina am Montag mit einem, bis auf Federtasche und Brotbüchse, leerem Schulranzen losgeht. Aber die Fibel und das Mathebuch haben wir wieder mitgenommen. Diese beiden Bücher muss sie dann immer dabei haben. Ich bin gespannt, wie sich mein eigentlich ja kleines Mädchen in der Schule macht. Gestern Vormittag kam zwischenzeitlich bei mir der Katzenjammer. Wo sind nur die letzten sechs Jahre geblieben? Meine Güte, wenn ich darüber nachdenke...

Gestern auf dem Elternabend wurden wir noch einmal darauf hingewiesen, mit den Kindern das Schleife binden zu üben. Ich wurde in meiner kleine Schulbank gleich noch kleiner, denn das hatte ich zwar mit Katharina schon ein-, zweimal geübt, aber es dann immer wieder aus meinem Kopf gestrichen, schließlich gibt es Turnschuhe mit Klettverschluss. Heute morgen habe ich es mit Katharina dann mal wieder geübt. Meine erste Überlegung bestand nun wieder darin, wie zeige ich als Rechtshänder einem Linkshänder das Schleife binden? Binden Linkshänder eine Schleife anders als Rechtshänder? Ich habe es ihr dann einfach so gezeigt, wie ich es immer mache und nach zweimal probieren konnte sie es.
 
Also, dass das so einfach geht, hätte ich nicht gedacht und seitdem hat Katharina gefühlt mindestens hundert Schleifen gebunden. :-) Sie ist jetzt wohl soweit gewesen. Auf jeden Fall fiel mir ein Riesenstein vom Herzen. Ich nehme solche Dinge zwar sehr locker, irgendwann hätte sie es schon noch gelernt, aber wir müssen ja nicht gleich zu Schuljahresbeginn an negativ auffallen.

Ihre Zuckertüte habe ich heute morgen gepackt. Die Jungs gehen ja seit Donnerstag wieder zur Schule und obwohl ich noch frei habe, habe ich mir einen Wecker gestellt und bin mit den Jungs zusammen aufgestanden. Die Zeit, nachdem sie dann schon unterwegs waren und Katharina noch geschlafen hat, habe ich genutzt und die Tüte gepackt.

Ich weiß nicht, ob ich schon einmal über die Zuckertüte geschrieben habe. Johannes hat die von der Nachbarin meiner Eltern zur Einschulung geschenkt bekommen. Die Tüte ist vom Enkelkinder Nachbarin. Ich habe die Tüte dann für Jonathan aufgehoben und danach kam sie wieder auf unseren Kleiderschrank. Im Sommer 2011 fiel sie mir wieder in die Hände und ich hatte überlegt, sie zu entsorgen, aus welchen Gründen auch immer, bin ich davon abgekommen und wir haben sie wieder auf den Schrank gelegt. Naja und dann haben wir uns für ein Pünktchen entschieden und wussten, in sechs Jahren würde sie noch einmal zum Einsatz kommen. Also durfte sie sechs weitere Jahre auf dem Schrank verbringen.

Die Jungs wurden am ersten, zweiten Schultag in der Schule fotografiert und mussten dazu noch einmal ihre Einschulungssachen anziehen und die Zuckertüte mitbringen. Für diesen Anlasse haben wir sie immer mit Zeitungen ausgestopft. Die von Jonathans Einschulung waren noch in der Zuckertüte.
 
Auf jeden Fall war es damals ein nicht so warmer Sommer wie jetzt, das kann man auch gut an den Pegeständen der Flüsse ablesen. Die Elbe bei Magdeburg hatte damals 1,61 m Wasserstand. Kein Vergleich zu heute.

Nach der kleinen Zeitreise habe ich dann die Zuckertüte gepackt und anschließend sicher in meinem Kleiderschrank verstaut.
Und na klar, heute morgen hat Katharina festgestellt, dass die "blaue Tüte" auf dem Schrank weg ist. Sie ist dann auch auf die Suche gegangen, zum Glück erfolglos. ;-)

Und auch Katharinas Kleid habe ich heute beendet. Am Rücken fehlten noch die Knopflöcher. Ich nähe ungern Knopflöcher, denn da geht immer etwas schief. Dieses Mal habe ich im Vorfeld probiert und probiert, mit Vlies und ohne Vlies.
Und obwohl ich im Vorfeld so viel probiert habe, ging das erste Knopfloch schief. Zweimal musste ich am Kleid trennen. Da ich aber genau aufgepasst habe, ist mir bei den ersten Stichen schon aufgefallen, dass etwas nicht passt. Letztendlich hat es dann aber doch noch ganz gut geklappt. Eines der Knopflöcher ist zwar etwas aus dem Lot, aber damit kann ich leben.
Die Knöpfe hat sich Katharina selbst ausgesucht. Von der Art her sind sie alle ähnlich, aber in den Farben unterschiedlich. Zuerst wollte ich sie von gleichen Knöpfen überzeugen, habe mir dann aber gedacht, "Hey, das ist ihr Kleid, wenn sie doch aber bunte Knöpfe möchte, warum nicht?". Und ich muss sagen, es sieht auch wirklich süß aus.
Vorn habe ich ihr noch ein kleines Sonnenblumenknöpfchen aufgenäht, hauptsächlich, um das Umknicken des Belegs zu verhindern. Da dies nicht gereicht hat, habe ich den Beleg von hinten etwas angenäht. Leider sind die Stiche etwas zu sehen. :-( Das muss ich künftig besser machen.
Auf jeden Fall sind alle die Sachen, die mir heute Nacht den Schlaf geraubt haben, erledigt. Nun hoffe ich morgen noch auf schönes Wetter und dann wird es schon werden. :-))