Donnerstag, 19. Dezember 2019

Weihnachtsstickereien

Ihr Lieben habt vielen Dank für Eure Kommentare, wie immer habe ich mich sehr über jeden einzelnen gefreut.

In den letzten Tagen habe ich immer mal wieder gestickt. Bei Urban Threads habe ich mal wieder so schöne Dateien gesehen, die musste ich einfach haben. Und damit es nicht so endet, wie in den letzten Jahren so oft, nämlich dass die Dateien noch als zip-Datei auf der Festplatte schlummern, habe ich mich gleich daran gemacht und einige gestickt.

Als erstes hatte ich mich Hals über Kopf in eine Mistelzweigdatei verliebt. Irgendwie ist es ja ein wenig... ...romantisch, mit dem Lieben unter einem Mistelzweig zu stehen und sich zu küssen. Eigentlich fehlt mir ja das Romantikgen völlig, aber manchmal kommt da so etwas durch. Naja und so habe ich mir eben einen Mistelzweig gestickt.
Zu der Datei gehören zwei verschiedene Blattformen und die Blüten. Jedes Teil habe ich vier mal gestickt. Nachdem das Stickvlies ausgewaschen und die Teile getrocknet waren, habe ich die auf einen Schnürsenkel aufgefädelt. Eine richtige Schnur wär mir lieber gewesen, aber die war gerade nicht da. Zum Glück hat Steffen aber einen nicht endenden Vorrat an Schürsenkeln und so musste erst einmal einer dran glauben. ;-)
 Ich werde meinen Mistelzweig mit an den Weihnachtsbaum hängen.
Für den Weihnachtsbaum (erst einmal aber nicht für meinen) habe ich auch noch ein paar Anhänger gestickt:
Einen Stiefel, eine Glocke, Handschuhe...
Viele der Teile habe ich weggegeben, aber am Wochenende werde ich für unseren Weihnachtsbaum auch noch ein paar Anhänger sticken. Wir haben an unserem Baum ein Sammelsurium von kleinen Teilen und Anhängern und ich finde, da sind schon lange keinen neuen Teile mehr hinzugekommen.

Mittwoch, 18. Dezember 2019

Ein ganzes Rosenjahr

Am Sonntag war der 15. und das hieß, dass da nun der letzte Block von Rosen-Bom von Country Rose erscheint. Die Blöcke gab es ja in drei verschiedenen Versionen, wobei ich mich für die kleinsten Blöcke entschieden habe. Für den Hintergrund habe ich meinen grauen Stoff verwendet, den ich ursprünglich für den 6K12B-Bom nehmen wollte. Der Stoff passte aber nicht zu meinem Stoffpaket - und letztendlich habe ich da sowieso nicht mit genäht. Also kann ich bei grauem Hintergrund aus dem vollen schöpfen und auch die 12 kleinen Blöckchen haben nicht wirklich viel Stoff verbraucht.

Aber nun habe ich genug erzählt. Am Montag habe ich nun meinen letzten Block fertig gestellt:
Dieser Block gefällt mir wieder sehr gut, besonders die Blütenblätter in Herzform haben es mir angetan.

Block 11 habe ich am Wochenende genäht.
Auch das ist wieder eine sehr schöne Interpretation einer Rose. Zu jedem Block gab es ja auch immer eine Erläuterung dazu, warum die Rose so ist und wer dafür Pate stand. Jetzt bin ich gerade ein wenig traurig, dass ich mir das nicht durchgelesen habe. Meist habe ich die Blöcke auch gleich gedruckt und gar nicht gespeichert, so dass ich das jetzt auch nicht noch einmal nachholen kann. Naja, ist jetzt auch egal. Wichtig ist, dass ich bei diesem Projekt durchgehalten und meine zwölf Blöcke fertig habe.
Und das sind nun meine zwölf Blöcke in der Übersicht. Ich überlege noch, ob ich sie zu einem Quilt verarbeite oder aber ob ich drei schmale Quilts daraus nähe. Da die Blöcke mit Nahtzugabe nur 16,5 cm groß sind, würde der oder die Quilts auch kleine Quilts werden. Mal schauen, zu welcher Variante ich mich entschließe. Zwischenstreifen müssen auch noch rein, zuerst hatte ich überlegt, die aus Flanell zu arbeiten, aber jetzt tendiere ich zu handgefärbten Stoffen. Da habe ich durch das monatliche Abo, welches ich hatte, einen reichlichen Vorrat und mit Sicherheit genau die passende Farbe - wobei ich noch gar nicht weiss, in welche Richtung die Farbe gehen soll... ;-)

Samstag, 14. Dezember 2019

Joyeux Noel...

Heute habe ich so liebe Post bekommen, mit der ich gar nicht gerechnet hatte. Solche Post ist doch einfach die Beste. Und ich habe einen neuen Spüllappen, so dass ich einen der löchrigen mal wieder entsorgen könnte. Ja, richtig, könnte, denn die gestrickten Spüllappen nehme ich immer bis sie wirklich auseinander fallen. Heute hat mich jedenfalls ein lieber Brief von Katrin (Cattinka) erreicht und sie hat mir einen gestrickten Spüllappen geschickt. Liebe Katrin, ich habe mich riesig darüber gefreut. Hab vielen, vielen Dank dafür.
Da kam mir die Idee, dass ich in diesem Jahr ja auch mal Weihnachtspost verschicken könnte. Naja und so habe ich mir eine Stickdatei gekauft und meine Stickmaschine sticken lassen. ;-)
Es war ein wenig schwierig, den Filz einzuspannen. Der kleinste Rahmen meiner Maschine misst 14 x 20 cm und der Filz ist von der Breite her auch genau 20 cm. Deswegen passt bei den ersten beiden Versuchen auch die Fadenspannung nicht ganz so richtig, aber die Karten sind trotzdem schön.

Bei der dritten Karte habe ich den Filz dann mit Sprühkleber auf das Vlies geklebt. Das ging gut und ich habe dann noch die Fadenspannung ein wenig reduziert und dann sah es wirklich gut aus.

Ich habe dann mal mein Übersetzungsprogramm gefragt, was ich da eigentlich gestickt habe. Aber mit "Joy Fux Noel" und "Joyfull Noel" wusste das Programm nichts anzufangen. Aber zum Glück "denkt" Google mit und fragte mich irgend wann, ob ich vielleicht "Joxeux Noel" meine...
Nun weiß ich wenigstens, was ich da gestickt habe... Ein paar Karten werde ich noch sticken und dann nächste Woche meine Weihnachtspost auf den Weg bringen.

Sonntag, 8. Dezember 2019

Die Lebensgeister kehren wieder

In den letzten Wochen hatte ich oftmals das Gefühl, alles bricht über mir zusammen, irgendwie reichte es nur noch für das Nötigste und dann standen ja auch noch die Hallenturniere an. Von diesen habe ich mir in diesem Jahr eine Auszeit genommen. Es fiel mir sehr schwer, ich habe ein unheimlich großes Pflichtbewusstsein. Aber gerade in den letzten Tagen habe ich gemerkt, dass mir die Auszeit sehr gut tut und dass sie wichtig ist. So kehren ganz langsam meine Lebensgeister wieder zurück, ich bekomme wieder Lust, neue Dinge in Angriff zu nehmen oder liegengebliebenes fertig zu stellen. Das ist ein schönes Gefühl, wenn so langsam die Lust zurückkommt und ich nicht mehr bei der kleinsten Kleinigkeit in Tränen ausbreche.

Heute habe ich den Schwung genutzt und weiter die Blöcke für den Weihnachtsquilt oder -läufer zu sticken. Da die neue Stickmaschine die Sprungfäden eigenständig abschneidet, muss ich beim Sticken nicht dabei sitzen und aufpassen, wann ich einen Faden abschneiden muss, so kann ich sticken und nebenbei noch andere Dinge erledigen, zum Beispiel Kaffee trinken. ;-) So habe ich es heute nachmittag gemacht. Steffen und ich waren im Wohnzimmer und haben Kaffee getrunken und Katharina hat mir immer berichtet, wenn die Maschine gestoppt hat, dann bin ich schnell rüber gegangen, um das Garn zu wechseln. ;-)

So sind dann auch heute Nachmittag die Blöcke fertig geworden. Ich habe zwar alle sechs gestickt, aber der Vogel hat keinen Eingang in meinen Quilt gefunden, denn der ist im Querformat, die anderen Motive sind hochformatig.

Für die Zwischenstreifen habe ich mal wieder tief in die Kisten mit den handgefärbten Stoffen von Martina Süßmuth-Militzer gegriffen. Da ich die Stoffe lange im Abo hatte, habe ich eigentlich immer die passende Farbe parat. Und immer wenn ich die Stoffe sehe und sortiere, überlege ich, ob ich beim Abo nicht wieder einsteigen sollte.
Zunächst hatte ich mich für diese beiden Stoffe entschieden, habe dann aber noch einmal gesucht und einen Stoff gefunden, der in einem wunderschönen Bronzeton ist und der passte noch ein bisschen perfekter zu meinen Blöcken.

Meine Familie meinte, ich solle einen Tischläufer daraus nähen, denn "an den Wänden hängen doch schon so viele Quilts". Na gut, also habe ich einen Läufer genäht. Dafür habe ich die Blöcke mit dem Motiv mal in die eine, mal in die andere Richtung angeordnet, so ist von jeder Seite mal ein Motiv richtig herum zu sehen.
 
Zunächst habe ich die Blöcke im Nahtschatten gequiltet, dann habe ich die Motive jeweils ein paar Mal frei Hand umrundet.
 
 
 
Und während der Läufer so auf unserem Esstisch lag, haben sich doch glatt zwei Tintenflecken auf einen der Blöcke geschummelt. Wie die da hin gekommen sind, kann keiner sagen, aber sie sind da. Schön leuchtend blau auf cremefarbenen Hintergrund. Mein Traum...
Da wir leider keinen Tintenkiller im Haus haben, musste ich mir anders behelfen. Laut Internet soll es funktionieren, wenn man das Kleidungsstück in Wasser mit Waschmittel einweicht und dann kräftig reibt. Als habe ich während des Abendessens meinen Läufer eingeweicht...
 ...und dann waren die Tintenflecken wirklich kaum noch zu sehen.
Nun hängt mein Läufer erst einmal zum Trocknen auf der Leine. Lieber hätte ich ihn gleich auf den Tisch gelegt, aber naja, manchmal kommt es eben anders als man denkt. ;-)

Auf jeden Fall freue ich mich, dass mein Läufer fertig geworden ist und er gefällt mir auch richtig, richtig gut. :-))

Samstag, 7. Dezember 2019

Spontan? Spontan!

Habt vielen Dank für Eure lieben Kommentare zu meinem letzten Post. Meine Kollegin hat sich über die Weihnachtsbaumanhänger sehr gefreut. Tja und was das Problem bei den Kipferln war, weiß ich nicht...

Meine Kollegin (die mit den Weihnachtsbaumanhängern) sagt ja immer, ich sei der spontanste Mensch, den sie kennt. Ich weiß nicht, ob ich wirklich so spontan bin... Manchmal schon, siehe Katharina und unser zweites PQ-Auto... Ja, vielleicht bin ich manchmal wirklich spontan, auch unseren Heiratsantrag gab es ganz spontan, ohne viel Gewese und Vorbereitung. Und diese spontanen Bauchentscheidungen habe ich bisher NIE bereut.

Naja und am Dienstag war ich mal wieder so spontan und habe mir eine andere Stickmaschine gekauft. Schon als ich mich für die Brother entschieden hatte - eine Entscheidung, die ich bisher auch nicht bereut habe - wollte ich eigentlich gern eine Maschine, die die Sprungfäden abschneidet. Denn dieses Gefummel immer, hat mich von Anfang an gestört. Mir fiel eine Stickmaschine von Janome auf und die gab es am Dienstag noch zum Sonderpreis wegen irgendeiner Aktion uns seit Mittwoch steht sie bei mir.
Steffen hatte in der letzten Woche Spätschicht und schrieb mir Mittwoch, dass mein Paket da sei. Ich habe ihm geschrieben, dass das Stickgarn sei, was ich bestellt habe. Daraufhin meinte er, aber auf dem Karton steht Janome drauf... Dann war es wirklich schon die Stickmaschine, das konnte ich gar nicht glauben.

Zuerst habe ich mich nicht so recht getraut, aber dann habe ich sie doch ausgepackt und ich muss sagen sie ist wunder-, wunderschön. Ein Traum!!! 😍
Ich habe sie auch gleich sticken lassen. Zuerst eine der Dateien, die in der Maschine gespeichert sind. Auf dem Display wird real angezeigt, wo die Maschine gerade stickt, der Button bewegt sich im Tempo der Stickerei.
Auch Katharina war begeistert. Man sieht es ja.
Für meine Brother brauchte ich die Dateien ja im .pes-Format, für die neue Maschine im .jef-Format. In einem Forum habe ich von einem kostenfreien Prgramm gelesen, mit dem ich das Format der Dateien ändern kann. Ich habe viele Dateien und es wäre schade, wenn ich die nun nicht mehr verwenden könnte. Also habe ich das Programm runtergeladen und einen ersten Versuch gestartet. Es funktioniert. Das war das einzige Kriterium, welches mich bewogen hätte, die Maschine nicht zu behalten. Aber da auch das geklappt hat, steht dem neuen Glück nichts mehr im Weg.

Für meine Kollegin hatte ich ja die Weihnachtsbaumanhänger gestickt, da zwei misslungen sind, habe ich ihr die restlichen zwei noch einmal gestickt.
Und für mich oder uns sticke ich gerade Dateien, die ich bei Urban Threads entdeckt habe. Die Datei nehnnt sich Bohemian Woodland Noel. Von den sechs Dateien habe ich bereits vier gestickt. Ich möchte daraus einen Weihnachtsquilt für uns nähen.
 
 
Beim Weihnachtsmann allerdings habe ich zwei Farben verwechselt, nämlich Kupfer und Alu... Naja, nun guckt der Weihnachtsmann ein wenig blass "aus der Wäsche", aber sonst sehen die Stickereien wirklich schön aus.

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Nikolaus geht um das Haus

Habt vielen lieben Dank für Eure Kommentare zu meinen beiden Watercolor-Blöcken. Wahrscheinlich habt ihr Recht, dass ich einfach viel zu pingelig bin...

Für  meine Kollegin wollte ich zum morgigen Nikolaustag gern wieder ein paar glutenfreie Vanillekipferl backen. Sie hat Zöliakie und da ist es eben schwierig, spontan Plätzchen oder Kuchen zu kaufen. Da ich weiß, dass sie Vanillekipferl sehr gern mag, wollte ich ihr - wie im letzten Jahr auch - welche zum Nikolaustag backen. Es fing auch richtig gut an und meine Kipferl sahen im Ofen richtig gut und lecker aus:
Nur leider sind sie zu Kuchenstaub zerfallen, sobald ich sie nur angesehen habe.
Tja, leider habe ich so gar keine Ahnung, was da schief gelaufen ist. Ich habe mich noch bemüht, die besten Kipferl rauszusuchen und in eine Plätzchendose zu legen, aber das ging leider gar nicht. Sobald ich sie angefasst habe, sind sie zerkrümelt. Na gut, dann gibt es in diesem Jahr eben leider keine Kipferl zum Nikolaus. :-(

Zu den Kipferl wollte ich ihr noch ein, zwei Weihnachtsbaumanänger sticken. Vor ein paar Jahren habe ich mir schöne FSL-Dateien gekauft, die ich auch schon ein paar Mal gestickt hatte. Also habe ich meine Stickmaschine mit den Dateien gefüttert und habe sie arbeiten lassen.
Die ersten beiden Dateien wurden auch gut gestickt, bei der dritten hat sich leider der Unterfaden verheddert. Ich habe das Stickgarn auch als Unterfaden verwendet und ich vermute, dass die Spule zu locker aufgespult war.

Dann habe ich noch einmal zwei Dateien gestickt, allerdings hatte ich die eine viel zu weit am Rand des Rahmens platziert, so dass die Nadel irgend wann den Rahmen erwischt hat. :-( Das war heute wohl nicht mein Tag.
Nun ja, wenigstens drei Anhänger sind entstanden, die werde ich dann an einen Tannenzweig hängen und ihr auf den Schreibtisch stellen, ich denke, auch darüber wird sie sich freuen. :-)

Sonntag, 1. Dezember 2019

Ich habe das Sticken verlernt... :-(

In den letzten Tagen habe ich mich mit den letzten zwei Blöcken vom Watercolor-Bom beschäftigt. Die zu stickenden Motive waren sehr schön, einmal war es eine Landschaftszene und zum anderen ein tolles Herbstmotiv.

Begonnen habe ich mit der Landschaft. Links steht eine Tanne, die teilweise nachgestickt werden sollte. In der Vorlage wurde bräunliches Garn verwendet.
Zuerst habe ich auch mit braun gestickt, aber das habe ich wieder aufgetrennt, denn da sah der Baum aus, wie unsere vom Borkenkäfer befallenen Fichten. Das hat mir nicht gefallen. Also auftrennen und in die Ecke legen.

Den Baum habe ich dann erst einmal "zurückgestellt". Zunächst habe ich den Apfelbaum und rechts den gelben Strauch gestickt. Das ging ganz gut. Die Stiche, die da verwendet werden, kann ich inzwischen.
 
Oben seht ihr auch schon, dass ich die Tanne noch einmal neu gestickt habe. Allerdings habe ich mit dem Stich (Grätenstich) gekämpft. Obwohl mein Buch neben mir lag und ich immer wieder geguckt habe, ist er mir nicht so richtig schön gelungen. :-(
Der neunte Block war/ist ein wunderschönes Herbstmotiv in tollen warmen Herbstfarben. Die Blattadern sollten mit dem Federstich gestickt werden. Gestickt habe ich, aber es ist alles andere als ein Federstich. Da die Blätter dann aber noch ausgestickt worden sind, habe ich es so gelassen.
Die Kreuzstiche am Besen - eine absolute Katastrophe. Von vorn naja, von hinten... :-(
Sieht aus wie eine Geheimbotschaft. Aber glücklich bin ich damit nicht. Naja, von vorn geht es und ich muss einfach mehr üben...

Im ganzen sieht der Block ganz passabel aus:
Ich habe auch mal alle meine Blöcke zusammen ausgelegt. Noch immer kann ich mir nicht vorstellen, wie sie zusammen gesetzt werden. Sollte mir die Version nicht gefallen, werde ich jeden Block einzeln verarbeiten und mir dann daraus kleine Monatsquilts machen. Aber erst einmal warte ich auf die kommenden Blöcke.

Samstag, 16. November 2019

Die Entscheidung ist gefallen

Schon eine ganze Weile plagt mich das schlechte "Näh"gewissen, weil ich schon seit Juli nicht mehr an meinem Wetterquilt genäht habe. Gedanklich habe ich mich von diesem Projekt entfernt. So schleppend wie dieses Jahr, ging es die zwei vorigen Jahre nicht. Da war ich mit Eifer bei der Sache.

Nachdem ich heute bei Valomea auf dem Blog das Wetter vom Oktober gesehen habe, habe ich mich selbst in den Allerwertesten getreten und habe meinen Wetterkarton hervorgeholt. Unheimlich mühsam war es, die ganzen Stoffe rauszusuchen, viele musste ich nachschneiden, naja und wenn drei Monate zu nähen sind, dann ist das schon eine ganze Menge. Aber ich habe es fertig.

Der August, er war recht warm, aber ich meine, nicht so warm, wie im letzten Jahr. Zum Ende des Monats gab es sogar noch einmal ein paar Sommertage.
Der September war wieder ein wettertechnisch langweiliger Monat: Gelb wohin man schaut. Vom 14. bis 16. September war ich ja bei meiner Schwester, da habe ich das Wetter wieder geteilt. Allerdings muss ich gestehen, dass ich vergessen habe, um zwölf bei meiner Schwester die Temperatur aufzuschreiben. Erst als ich wieder zu Hause war, habe ich nach den Temperaturen geguckt. Dann hatte ich nur noch die Möglichkeit, die Höchsttemperaturen zu nehmen.
Der Oktober hat mich einiges an Nerven gekostet. :-( Auch dieser Monat war wieder relativ warm, man sieht es an den vielen gelben Tagen, Mitte des Monats war es an drei Tagen mittags 19 Grad warm. Das ist schon ordentlich.

Als ich mehr als die Hälfte des Monats genäht hatte, habe ich festgestellt, dass ich einen Tag vergessen habe.
Seht ihr oben rechts das einsame Stück? Das ist der elfte Oktober. Oh nein... :-( Ich war fast geneigt, das ganze Projekt aufzugeben und gar nicht fertig zu nähen. Habe ich dann aber doch nicht gemacht. Nach dem Abendessen habe ich dann zwischen dem 11. und 12. Oktober getrennt und einfach das einsame Stück eingenäht.
 Das ist sicherlich nicht die beste Methode, aber ich kann damit leben, der Oktober ist genäht.
Allerdings habe ich die drei Monate noch nicht an mein bisheriges Top genäht, das werde ich dann morgen machen. Als mir das Missgeschick mit dem Oktober passiert ist, habe ich entschieden: Das war es jetzt mit dem Wetter. Ich werde dieses Jahr natürlich zu Ende nähen, dann habe ich drei Jahre das Wetter dokumentiert, aber für mich ist das nun genug.

Ich merke, dass ich mich schwer motivieren kann und das ist dann der Zeitpunkt zu sagen: Jetzt ist Schluss. Außerdem habe ich auch von vielen Stoffen nur noch kleine Reste, die sicher nicht für ein weiteres Jahr reichen würden. Und im nächsten Jahr kommt dann sicher ein anderes Projekt, welches mich über das Jahr begleiten wird. :-)

Am Sonntag gibt es eine richtige Hose ;-)

Vor einem oder vielleicht vor zwei Jahren hatte ich für Katharina einen ganzen Schwung Leggings genäht. Als sie kürzlich eine davon anhatte, habe ich festgestellt, dass es nun nur noch dreiviertel Leggings sind. Das ist ja eigentlich auch ganz gut, aber nicht bei den derzeitigen Temperaturen. Also mussten neue Hosen her (kurioserweise mag sie die im Moment viel lieber als Jeans).

Bei Buttinette hatte ich dann ein paar Romanitjerseys bestellt. Daraus hatte ich auch die letzten schon genäht. Katharina durfte entscheiden, welchen Stoff ich zuerst nehmen sollte - wobei, die Frage hätte ich mir sparen können, denn es war klar, für welchen Stoff sie sich entscheidet: Zuerst sollte es der schwarze Blumenstoff sein. ;-)

Von einem Sweatshirt von mir war noch ein Rest übrig, daraus ist auch noch eine Hose entstanden. Allerdings reichte der Stoff in der Länge nicht mehr und so habe ich die Hosenbeine gestückelt.
Heute habe ich dann die restlichen Stoffe vernäht, so sind noch einmal vier Hosen entstanden. Allerdings hat mich meine Nähmaschine bei einer Hose geärgert und den Stoff nicht weiter transportiert und schwupps war der Stoff reingezogen. Mir blieb nur die Möglichkeit, den Stoff  abzuschneiden. So hatte ich dann ein Loch in der Hose. :-(
Früher hätte ich die Hose entsorgt. Aber ich merke an vielen Dingen, dass ich mich einfach weiter entwickelt habe. Ich habe den Bund abgeschnitten und aus Bündchenstoff einen etwas breiteren Bund angenäht.
Eine "richtige" Leggings hat zwar so einen Bund nicht, aber so ist die Hose wenigstens gerettet. Und das ist meine ganze Hosenparade von heute:
Die hellblaue Hose ist aus einem Sweatstoff, der innen flauschig ist, fast wie Alpenfleece. Die mag Katharina auch sehr gern. Da sie nun sechs passende Leggings hat, könnte sie jeden Tag eine andere anziehen - und sonntags gibt es dann eine richtige Hose oder ein Kleid. ;-)