Sonntag, 16. August 2020

Wird das deine neue Morgendecke?

 Ach, ich liebe es, wenn Katharina nicht auf das richtige Wort kommt und es dann mit ihren Worten umschreibt. So kam sie gestern nicht auf das Wort "Tagesdecke" und hat dann einfach eine Morgendecke daraus gemacht. Und ich finde, irgendwie hat der Begriff auch was und wenn es eine Morgendecke gibt, gibt es auch eine Nachmittagsdecke und ich muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich zwei oder drei Quilts habe, die so groß sind, dass ich sie als Tagesdecke nutzen kann. 😂

Gestern am späten Nachmittag oder frühen Abend habe ich begonnen, meine Herzblöcke zusammen zu nähen. Auf dem Foto, welche ich auf dem Handy hatte, habe ich gesehen, dass zwei gleiche Blöcke in einer Reihe liegen, das wollte ich gern noch ändern.

Mir ging es um die beiden Herzblöcke in der 4. Reihe von unten, die sind gleich und konnten nicht in einer Reihe liegen bleiben. Eigentlich wollte ich mit einem der gestreifen Blöcken aus der ganz obersten Reihe tauschen, aber dann habe ich die zwei wirklich gleichen Blöcke in der 5. Reihe von oben entdeckt und einen der Blöcke nach unten gelegt. 

Auch in der Reihe ganz oben habe ich noch getauscht, denn die zwei gestreiften Blöcke direkt nebeneinander gefielen mir nicht.Ich habe dann den dritten Block von rechts mit einem der gestreiften Blöcke getauscht. So sah es besser aus, allerdings habe ich dann, als das Top fertig am Schrank hing, gesehen, dass nun zwei sehr helle Blöcke untereinander liegen. Na gut, das bleibt jetzt so, sonst würde ich sicher immer wieder was finden, was doch nicht so optimal ist. 

Und so sieht das Top nun aus: 

Lange habe ich gestern mit Katharina auf unserem Bett gesessen und die Herzen angesehen, sie hat ein neues Spiel "erfunden": Herzenmemory. Ja, das macht Spaß zu einem Herz das zweite zu suchen und irgendwie ist es ja im wahren Leben auch, man spielt Herzmemory. Manchmal muss man viele Herzen "aufdecken", um festzustellen, welches dann das Gegenstück zu seinem eigenen ist, manchmal stellt man es schon beim ersten Versuch fest. 😍😘

Ich habe gestern dann zu Katharina gesagt, dass ich finde, ich habe das gut gemacht. Daraufhin sagte sie "Ja, und die Frauen, die die Herzen genäht haben!". Wie recht sie doch hat! 💗lichen Dank an alle 💗Näherinnen.

Als das Top gestern so am Schrank hing, habe ich überlegt, ob ich das Baumherz nicht doch lieber eine Reihe höher gesetzt hätte. Da lag es in meinem ersten Plan auch, aber dann habe ich es eine Reihe runter gesetzt. Irgendwie gefiel mir das besser, nun überlege ich, was ich tue. Ich habe das Top heute morgen mal auf unser Bett gelegt, aber entscheiden, was ich mit dem Baumherz mache - da lassen, wo es ist oder raustrennen und eine Reihe höher setzen - habe ich noch immer nicht...

Samstag, 15. August 2020

Meine Heimat - Block 9

 Ein vorweg: Dieser Block ließ mich zweifeln, zweifeln, ob ich mir das richtige Projekt ausgesucht habe und ob die Stoffe wohl die Richtigen sind. Noch eins vorweg: Der Block ist fertig (sonst könnte ich ja keinen Post darüber schreiben 😉).
 

Block 9 sitzt links im Quilt und ist der erste der grünen Blöcke. Der Block ist ein bisschen tricky, denn er hat mal wieder Rundungen, dieses Mal sind sie aber viel kleiner und zwarter, als bei den letzten Blöcken. Marianne hatte es damals so gemacht, dass sie die Rundungen - wie beim Storm-at-sea-Block - begradigt hat. Elke hat es bei ihrem Block damals anders gemacht, sie hat die Rundungen genäht.

Runde Rundungen sollte mein Block auch haben, aber ich wollte die Mitte nicht liesen, denn das geht bei den festen Stoffen so schwer (zumindest für mich). Ich hatte mir beim Auseinanderschneiden der Vorlagen überlegt, dass ich ja einfach versuchen könnte, die Mitte auf Papier zu nähen. Das habe ich dann auch gemacht und die Rundungen mit gaaaaanz viel Dampf gebügelt, damit sich die Stoffe auch so rund legen, wie ich das gern hätte.

Da der Anfang gut aussah, habe ich so weiter genäht und dabei eine Mitte produziert, mit der ich gut leben kann. Man kann sogar die Rundungen erkennen. Die Ecken meines Blocks habe ich ganz normal auf Papier genäht. Die wenigsten Gedanken hatte ich mir über die seitlichen Mittelteile gemacht, schließlich habe ich ja bei den beiden vorigen Blöcken schon Rundungen genäht.

Ich habe meine Teile nur an den Rundungen passgenau zugeschnitten, an den anderen Seiten habe ich - neben der Nahtzugabe - immer noch ein wenig Stoff mehr zugegeben, um eventuelle Verschiebungen beim Nähen am Ende beim Trimmen des Blocks ausgleichen zu können. Dadurch kam es dann aber auch, dass meine Teile nicht ganz genau gepasst haben und sich meine Rundungen nicht mit den Rundungen des Mittelteils getroffen haben.
Ich musste bei diesem Block sehr viel trennen. Ich habe in der letzten Woche immer nach der Arbeit ein oder zwei Stündchen daran genäht. Naja und nach einem Arbeitstag und das noch bei der Hitze bin ich einfach nicht mehr richtig bei der Sache und habe dann ein Teil komplett falsch zusammengenäht. Zum Glück habe ich den Block an dem Abend nicht mehr fertig genäht, sonst wäre mir der Fehler womöglich gar nicht aufgefallen.
Die braune Ecke des Mittelteils muss nämlich nach unten zeigen und dabei passten da die Rundungen ganz gut. Also habe ich am nächsten Tag getrennt und alles neu geordnet und sortiert und dann sah mein Block auch viel gefälliger aus.
Auf diesem Foto mit etwas Abstand zum Block kann man die Rundungen besonders gut erkennen. Ich bin froh, dass dieser Block nun geschafft ist. Block 10 wird wieder einfacher, den kann ich wieder mit den Schablonen von Marti Michell zuschneiden. Im Originalquilt sitzt er direkt neben dem gerade genähten Block. Da ich meinen Quilt aber im Querformat nähe, rutscht dieser Block in die zweite Reihe an den rechten Rand in den Himmel.

Montag, 10. August 2020

Neues von den Herzen

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinen letzten Beiträgen. Wie immer habe ich mich sehr darüber gefreut. 😊

Ich kann es gar nicht glauben, nur noch zwanzig Tage bis zu unserem Jubiläum, so recht kann ich es noch gar nicht glauben: 25 Jahre - ein Vierteljahrhundert. Was für eine lange Zeit. Ich bin schon mehr als die Hälfte meines Lebens mit Steffen zusammen. 😍

Nun wird es aber auch mal Zeit, mich mit den Herzen zu beschäftigen. Mein Plan war ja eigentlich, zwei Quilts zu nähen, aber diesen Plan habe ich am Wochenende mal kurzer Hand über den Haufen geworfen. Für eine akzeptable Größe bräuchte ich pro Quilt ja ungefähr 70 Blöcke, das ist eine ganze Menge. Und da ich mich schwer entscheiden konnte, welchen Block ich in welchen Quilt machen möchte, habe ich beschlossen: Ein Quilt. Und zwar eine neues Tagesdecke, die immer mal zu wechseln, schadet ja nichts.

Bevor ich die Blöcke aber auslegen und sortieren konnte, musste ich sie erst einmal trimmen. Einige waren schon passend groß, die anderen habe ich am Sonnabend zurecht geschnitten. Da kam mir meine neue drehbare Schneidematte von der großen Katharina gerade recht.

 
Es waren auch ein paar Blöcke dabei, die ich ein wenig vergrößern musste, dafür habe ich gleich die Reste genommen, die ich bei den anderen Blöcken abgeschnitten habe.
Und dann kam die schönste Aufgabe, die es für mich am Quilt nähen gibt: Das Sortieren der Blöcke. Erst einmal habe ich nur zehn Blöcke in der Breite und in der Länge ausgelegt und da die dann aufgefüllt. In die Mitte meines Quilts kommt der große Block von Petra. Das ist so ein richtiger Hingucker.
Ich hatte fünf Blöcke über, entweder, die verwende ich nicht oder ich nähe noch fünf Blöcke und eine elfte Reihe voll zu bekommen. Ich habe mich dann dafür entschieden, noch fünf Blöcke zu nähen. Zuerst hatte ich überlegt, noch weitere Textzeilen aus dem Lied "So wie Du bist" zu sticken, aber die schönsten habe ich ja schon verwendet. So habe ich mich dann entschieden, noch vier Blöcke mit einzelnen Herzen zu applzieren. Die Spitzen der Herzen zeigen zur Ecke des Blocks. Die Blöcke kommen in die vier Ecken des Quilts. Die Herzen stehen für unsere vier Kinder. Einen weiteren Block habe ich dann noch appliziert mit zwei Herzen, die stellen Steffen und mich dar.
Und so wird unser Quilt dann aussehen. Das rötliche Aussehen kommt daher, weil wir im Sommer immer die Gardinen zuziehen müssen, da es ansonsten vor Wärme bei uns nicht auszuhalten ist. Gemeinsam mit Katharina habe ich dann die Blöcke zusammengelegt und beschriftet, um welche Reihe es sich bei dem Päckchen handelt.

Samstag, 8. August 2020

Zuwachs im Nähzimmer

 Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem letzten Beitrag. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Unsere neuen Decken sind täglich im Einsatz, allerdings muss ich feststellen, dass man auf einer weißen Decke die Kaffeeflecken viel deutlicher sieht, als auf einer grünen Decke. 😂Vielleicht sollte ich einfach noch eine Wechseldecke nähen, damit die dann auch gewaschen werden können. 😏 Stoff ist ja noch vorhanden. Mal schauen.

Frauke hatte in ihrem Kommentar den Hinweis gegeben, dass ich bei den Bezügen die Ecken hätte abnähen können. Das war auch zu Anfang mein Plan, da ich dann aber nicht wusste, wie ich das tun musste, habe ich es sicherheitshalber gelassen.

Nun kann ich aber auch endlich ein Foto der Balkontischdecke zeigen, wie sie auf dem Balkontisch liegt.

Gestern habe ich Zuwachs für mein Nähzimmer bekommen. Nein, ein Nähzimmer ist es noch immer nicht, es ist nur die Nähecke im Schlafzimmer. Von meiner Kollegin ist die Mutti verstorben und sie hat auch genäht und so bin ich zu zwei Nähmaschinen gekommen. 

Es ist jetzt nicht so, dass ich unbedingt eine weitere Nähmaschine gebraucht hätte, aber sie hatte sonst niemanden, der sie genommen hat naja und so sind sie eben zu mir gekommen. Die kleine Singer werde ich als "Wohnzimmernähmaschine" nehmen, wenn ich morgens wieder zeitig wach bin und mal was nähen möchte. Mal gucken, ob ich beide Maschinen flott kriege.

Ich habe aber noch einen anderen tollen Schatz bekommen. Ein großes Stück Leinen (ich denke, es war als Tischdecke genutzt). Im Moment hängt es auf dem Boden zum Trocknen. Daraus will ich einen Quilt nähen, mit Applikationen, Stickerei und Spitze. Die passende Spitze dazu habe ich auch bekommen. Einen großen Karton mit Bändern und Spitzen.

 

Montag, 3. August 2020

Es war einmal...

...so fangen ja bekanntlich die Märchen an und eine kleine Geschichte wird das auch. Also, es war einmal ein Stoff, der gern ein Rückseitenstoff sein wollte, aber leider nicht sein konnte. Wunderschön war der Stoff, hell mit wunderschönen Blumen darauf, herrlich breit war der Stoff und auch der Preis war annehmbar. Der Stoff sollte Rückseite für meinen letzten Quilt vom Fatquartershop werden. Leider habe ich so gar nicht darauf geachtet, welches Gewicht der Stoff hat. So schön der Stoff ist, war er als Rückseite leider ungeeignet, denn es ist eher wie ein dicker, fester Canvas. Na gut, der geht nun wirklich nicht als Rückseite und so lange der Stoff lange Zeit im Regal.

Am Wochenende hat er nun teilweise seine Bestimmung gefunden. Ich bekam Weißwäsche, zunächst wollte ich sie kaufen, dann kam die Frage, ob ich stattdessen auch was dafür nähen könnte. Ja, kann ich. Die Fertigstellung zog sich noch eine ganze Weile hin, am Freitag bekam ich dann die Maße und habe mit dem Nähen angefangen. Gewünscht war ein Polster für eine Sitzbank. Dass Polster sollte zweigeteilt sein.

Bevor ich aber aus dem tollen Stoff, der mal ein Rückseitenstoff sein wollte, aber nicht konnte, etwas für mich nähen. Also habe ich als erstes eine schnelle Tischdecke für unseren Balkontisch genäht. Dafür habe ich einfach ein Quadrat geschnitten, mit der Overlock gesäumt und umgeschlagen. Leider habe ich noch kein Foto vom Balkontisch, aber auch auf dem Esstisch sieht die Decke schöne aus.
Zum Glück sieht man die Kaffeeflecken, mit denen ich die Decke am Wochenende getauft habe, nicht. ;-) Als nächstes habe ich noch einen schmalen Läufer für den Esstisch genäht. Ebenso wie die Tischdecke, ganz einfach.
Länger konnte ich mich nun nicht mehr vor den Polstern drücken. Also habe ich erst einmal vier Teile zugeschnitten, mit Vlies hinterlegt und in Reihen gequiltet.
Dann habe ich einen Reißverschluss dazwischen genäht.

Eigentlich wollte ich zwischen die Platten einen Steg nähen, da ich mir aber nicht sicher war, ob mir das gelingt, habe ich einfach die Teile so zugeschnitten, dass auch die Höhe des Schaumstoffpolsters mit abgedeckt wird. Heute kam nun das Schumstoffpolster und Steffen hat es gleich zurecht geschnitten. Als ich von der Arbeit nach Hause kam, habe ich mich gleich ran gesetzt und die Kissenhüllen fertig genäht. Froh war ich, als die Sache endlich erledigt war.
 
Die Kissenhüllen sind noch ein wenig größer als das Kissen, denn erfahrungsgemäß läuft solch ein Stoff noch ein wenig ein und nach der ersten Wäsche sollte es dann perfekt passen. Noch ist ein gutes Stück von meinem Rückseitenstoff über, mal schauen, wo dieses Stück dann seine Bestimmung findet.

Sonntag, 2. August 2020

Wie ein Brief den Plan korrigiert

Ohje, die Zeit rennt. Nun haben wir schon August. Ich freue mich ja immer wie irre auf den August, weil ich da Geburtstag habe. Ich gebe zu, ich liebe es, Geburtstag zu haben und nein, es stört mich auch nicht, wieder ein Jahr älter zu werden. Ich zähle wirklich die Tage, bis dann mein Geburtstag ran ist. Am Freitage hatte ich auf Arbeit eine Frist eingegeben und ratet mal, was das Datum war: Richtig, der 30.8. und ich habe mich darüber gefreut. 😂
Andererseits ist es aber dann auch immer so, dass nach meinem Geburtstag die Wehmut kommt, Wehmut, weil der Sommer so langsam in den Herbst übergeht und die schöne, leichte Jahreszeit dem Ende entgegengeht und dann der dunkle Winter vor der Tür steht. 😓Aber bevor der August zu Ende gehen kann, möchte ich - wenigstens - einen  der beiden Silberhochzeitsquilts fertig stellen.

Bei mir sind auch noch Blöcke angekommen. Zwei Blöcke wurden mir sozusagen angekündigt. Irgendwann fragte mich Johannes nach den Blöcken und was denn wäre, wenn nach meinem Stichtag noch Blöcke kämen. Ich habe ihm geantwortet, dass auch diese Blöcke Eingang in die Quilts finden werden. Ich ahnte damals schon, dass Henni mir auch einen Block nähen würde. Und genau das hat sie getan. Nicht einen hat sie genäht, sondern zwei. Und ich freue mich sehr darüber.
Johannes und Henni hatten mir die Blöcke schon vorher als Bild geschickt. Zuerst wollte Henni auf dem Block mit den applizierten Herzen nur fünf Herzen applizieren. Ich habe ihr dann aber gesagt, dass es doch sechs sein müssen, für sie selbst muss doch auch ein Herz mit dabei sein. Und so sind es sechs Herzen auf dem Block. Beide Blöcke finden einen schönen Platz im Quilt.
Herzlichen Dank liebe Henni, ich habe mich sehr darüber gefreut.

Am Sonnabend hat mich dann noch ein Brief mit der Post erreicht. Der hat mich ganz besonders gefreut. Er kam von Petra. Petra hat auch einen Blog, aber schon seit Januar 2019 schreibt sie nicht mehr. Wir haben uns immer in Thüringen bei Reginas Ausstellungen getroffen und es war immer schön, Petra zu treffen. Umso mehr habe ich mich über ihre Post gefreut.
Auch Petra hat uns zwei Blöcke genäht. Sie sind gegensätzlich, aber doch gleich. Man sieht, dass sie zwei eigentständige Blöcke sind, aber doch zusammen gehören. Petra hat mir noch einen weiteren Blöck geschickt. Und dieser Block hat mich bewogen, meine Idee zu ändern.
Diese beiden Turteltauben hat Petra vor einer Weile für jemanden gestickt, allein zur Verwendung kam der Block dann nicht mehr. Nun findet er in einem der beiden Silberhochzeitsquilt seinen Platz in der Mitte. Turteltauben gehören doch einfach in einen Quilt zur Silberhochzeit. Das hat mich bewogen, meine Idee für den Quilt nochmal zu überdenken...
Herzlichen Dank liebe Petra, ich habe mich sehr darüber gefreut.

Ich habe mir dann überlegt, dass ich die Schrift nicht patchen, sondern sticken werde. So kann ich alle die Liedteile in den Quilts verwenden, die mir wichtig sind. Würde ich diese alle aus den gepatchten Buchstaben nähen, würden es riesen Quilts werden.
Das ist nun der Stapel meiner Blöcke vorhin habe ich sie mal auf zwei Stapel verteilt und vielleicht werde ich sie nachher mal auslegen und gucken, ob das, was mir so vorschwebt, auch schön aussieht.

Freitag, 31. Juli 2020

Monatsfragen 7/2020

Wieder ist ein Monat vergangen und bei Martin gibt es die neuen Monatsfragen. Dann will ich mich mal erinnern, was im Juli so gewesen ist.

1) Welcher Blog-Beitrag hat deine Leser begeistert?

Ich gucke sonst ja nicht, welcher meiner Beiträge euch am meisten begeistert hat und erst durch die Monatsfragen bin ich darauf gekommen. Und ich gebe zu, ich guck auch nur einmal im Monat danach, nämlich immer dann, wenn Martin fragt...

Mein beliebtester Beitrag war der über meinen neuen Wartequilt, 311 Menschen haben den Beitrag gelesen. Wow, so viele! Herzlichen Dank dafür. Allerdings wartet der Quilt im Moment, weiter als damals bin ich damit nämlich noch nicht gekommen.

2) Welchen Projekten/Hobbies bist du nachgegangen?


Naja, da gibt es ja bei mir nicht so viel Abwechslung. Ich nähe fleißig Quilts und Patchworksachen. In diesem Monat habe ich aber auch mal wieder Kleidung genäht, ein Kleid für mich und ein Shirt für Katharina. Das hat auch mal wieder sehr viel Spaß gemacht.

3) Gab es im Radio oder Fernsehen etwas tolles für dich?

Im Moment gucken wir eher weniger Fernsehen, da wir abends erst oft ziemlich spät fertig werden und wenn es das Wetter zulässt, sitzen wir noch eine kleine Weile auf dem Balkon. Vorigen Sonntag haben wir aber einen alten Tatort geguckt. Derzeit kann man ja irgendwie aus 50 (?) vorgeschlagenen Tatort-Filmen auswählen und es kam ein alter Tatort mit den Kommisaren aus Weimar ("Der treue Roy"). Wir haben über diesen Film herzhaft lachen können...

4) Was war leider nicht so gut an diesem Monat?

Tja, was war nicht so gut diesen Monat... Es gab mal wieder was auf Arbeit, allerdings habe ich mich dieses Mal gegen diverse Leute behauptet, auch wenn es nichts bringen wird, aber ich habe mich nicht so hinstellen lassen, wie sie es wollten. Und ich bin solz auf mich, dass ich mich "gewehrt" habe - und dann ist es ja eigentlich doch wieder gut.

5) Lachen tut immer gut, was hat dich diesen Monat zum Lachen gebracht?

Jonathan hat mich mal wieder zum Lachen gebracht. Da muss ich ein wenig weiter ausholen. Er hat ja die Klasse nun nicht geschafft und wiederholt die 10. Klasse. Aus diesem Grund war ich der Meinung, dass etwas Materielles, und wenn es nur eine Kleinigkeit ist, sollte es für das Zeugnis nicht geben. Um ihn nicht traurig zu machen und um zwischen den Kindern, die noch Zeugnisse bekommen, keine Unterschiede zu machen, gab es dann auch für Katahrinas Zeugnis nichts Materielles. Übergehen wollte ich die Zeugnisse aber auch nicht und so sind wir letztes Wochenende mit den Kindern nach Wernigerode gefahren. Dort ist gerade ein Riesenrad aufgebaut und damit sind wir gefahren.

Anschließend haben wir uns noch einen großen Eisbecher gegönnt, als für jeden einen 😂und wir haben den Kindern gesagt, dass wir das jetzt als Anerkennung - oder wie auch immer man es nennen mag - für die Zeugnisse gemacht haben. Jonathans Frage kam wie aus der Pistole geschossen: "Was bin ich euch schuldig?"

6) Was war dein Genusshighlight des Monats?

Das Genusshighlight diesen Monat war das Essen bei uns in der Kartoffelkate. Meine Eltern hatten am 28.7. ja Hochzeitstag und haben uns zum Essen eingeladen. Ich hatte Sülze mit Bratkartoffeln und Speckbohnen. Das war so unheimlich lecker...

7) Gab es einen Beitrag oder Artikel im Netz der dir in Erinnerung geblieben ist?

Ja, ich habe irgendwo im Netz gelesen, dass im nächsten (?) Jahr das Kindergeld erhöht werden soll. Wenn das wirklich stimmt, wär das toll.

8) Was hast du dir gegönnt?

Ich habe mir den ein oder anderen Stoff gegönnt, aber das mache ich oft. Wir haben uns als Familie was gegönnt: Nämlich drei Tage Dresden mit Besuch im Grünen Gewölbe, der Gemäldegalerie Alte Meister, einer Führung in der Semperoper und einer Dampferfahrt.

Wir müssen auch gar nicht mehr lange warten, bis wir nach Dresden fahren. Wir freuen uns alle vier unheimlich darauf, wir fahren ja nicht so häufig weg und so ist so etwas für uns immer was ganz Besonderes.

Das war eine ganz spontane Idee, darauf gekommen sind wir, weil Steffen von Kirschen sprach und Katharina meinte, sie würde dann in einen Kirschkern ein "K" ritzen wollen. So kamen wir auf den Kirschkern im Grünen Gewölbe und Katharina und Jonathan sagten, sie möchten da gern mal hin. Man muss aber Karten irgendwie vorbestellen, weil pro Stunde nur eine gewisse Anzahl an Leuten in das Museum darf. Steffen meinte, dem wäre nicht so und man kann Sonnabends für Sonnabends Karten kaufen. Ich habe daraufhin zu ihm gesagt, wenn das klappt, fahren wir noch am Wochenende nach Dresden. Es ging natürlich nicht, aber so haben wir den Kurz-Spontan-Urlaub gebucht und geplant.

Und wisst ihr was, wir haben - bis auf die Damperfahrt - schon alle Termine fest gebucht, so kommen wir gar nicht in die Versuchung, irgendetwas über den Haufen zu werfen oder Zeit zu vertrödeln...

9) Hast du etwas schönes erlebt, von dem du berichten willst?

Ja, eigentlich könnte hier jetzt Dresden hinpassen, aber davon habe ich ja unter Nummer 8 schon berichtet. Aber noch ein Erlebnis habe ich, von dem ich gern erzählen möchte.

Gestern war die Trauerfeier für die verstorbene Mutti meiner Kollegin, zu der ich auch gegangen bin. Zum einen habe ich die Mutti hin und wieder getroffen, zum anderen wollte ich meine Kollegin begleiten. Es war eine katholische Trauerfeier. Evanglische und weltliche habe ich schon oft erlebt, eine katholische bisher noch nicht. Es war ein trauriger Anlass, aber die gesamte Zeit über hatte ich das Gefühl, die Gemeinde trauert nicht in dem Sinne, sondern feiert den Neubeginn des Wiederkommens. Ich weiß nicht, wie ich es genau beschreiben soll, aber dieser Gottesdienst hat mich nicht traurig in dem Sinne zurückgelassen.

10) Was gab es besonderes auf deinem Blog zu entdecken? (Kommentare, Beiträge, Veränderungen)

Och, ob es da was Besonderes zu entdecken gab, weiß ich gar nicht. Für mich ist es immer gleich und Veränderungen mag ich sowieso nicht.

11) Gab es noch etwas, wovon du unbedingt erzählen willst?

Wir haben in den letzten Tagen oft auf unserem Balkon gesessen, endlich war das Wetter mal wieder balkontauglich. Viele Insekten haben uns besucht. So langsam scheint es sich bei ihnen herum gesprochen zu haben, dass ich mich bemühe, einen Insektenfreundlichen Balkon zu gestalten.

 

Gut, auf das grüne Tier hätte ich jetzt auch verzichten können, aber egal. Nun ist es da (was auch immer das ist).

12) Was hast du dir für den kommenden Monat vorgenommen?

Ich habe mir fest vorgenommen, einen der beiden Silberhochzeitsquilts anzufangen, vielleicht auch fertig zu stellen. Davor liegen aber erst einmal eine Menge Buchstaben, die ich nähen muss. Da ich bei den Buchstaben dieses Mal aber nicht so stoffsparend nähen muss, hoffe ich, dass es schneller geht, als die Buchstaben für den Camperquilt.

Donnerstag, 30. Juli 2020

Meine Heimat Block 8

Es ist Zeit, den nächsten Block vom Heimatquilt zu zeigen. Im Gegensatz zu Block 7 war dieser Block wieder recht leicht zu nähen. Das Mittelteil und die Seiten des 9-Patch-Blocks habe ich wieder mit den Schablonen von Marti Michell zugeschnitten. Die Teile sind identisch mit den Teilen von Block 2.

Den Bogen in den Eckblöcken habe ich dann wieder gezeichnet.
Einmal von Ecke zu Ecke, so wie der Block im fertigen Quilt dann ist und einmal mit der Nahtzugabe von 1/4 Inch, damit ich das dann gleich für meine Schablonen verwenden kann.
Ich nähe den Quilt ja aus gefärbtem Baumwollsatin und leider habe ich immer wieder Probleme, dass meine Maschine Stiche auslässt. Wobei Stiche auslassen ist falsch gesagt, sie macht hin und wieder Stiche. Das trifft es besser:
Ich hatte dazu ja schon einmal etliche Nadeln ausprobiert und damals funktionierte es mit einer 90er Topstitchnadel gut. Bei Block 7 ging das gar nicht, nicht ein Stich war da, wo er sein sollte. Also habe ich nochmal probiert und dann den Block mit einer 100er Nadel genäht. Das ging ganz gut. Ich habe dann noch im Netz gesucht und kam auf Microtexnadeln, die wohl sehr spitz sein sollen. Ich habe mir dann einige Nadelpäckchen bestellt (aber keine 100er Microtex, da ich dafür bei Amazon extra Porto hätte zahlen müssen). Vielleicht hätte ich es tun sollen, denn mit einer 80er Microtex-Nadel habe ich das obige Ergebnis erzielt. Ich habe dann mit einer 100er Topstitchnadel genäht. Das ging ganz gut und ich werde wohl doch noch 100er Microtexnadeln zum testen bestellen. Wenn der Quilt dann fertig ist, weiß ich hoffentlich, welche Nadel für diese Stoffe perfekt ist. 😉

Ich nähe meinen Quilt ja im Querformat, da er irgendwann mal über unserem Bett oder wahlweise auch im Wohnzimmer über dem Sofa hängen soll und so muss ich meine Blöcke anders anordnen. Katrin bekam dazu von Valomea den Tip, den Originalquilt zu kopieren und die Blöcke auszuschneiden. So kann man gut gucken, welcher Block wo am besten aussieht. Das habe ich dann auch gemacht und so konnte ich puzzeln und schieben und so sieht meine derzeitige Variante dann aus:
Mein Haus steht am Rand eines Tals, in welches die Sonne scheint. Habe ich es bisher so gemacht, dass ich die Farben nach den Blöcken im Buch ausgesucht habe, muss ich nun natürlich gucken, dass die Farben zu der Anordnung meiner Blöcke passen. So habe ich es dieses Mal so gemacht, dass ich mir die Nachbarblöcke genommen habe und geguckt habe, welche Farben passend sind.
So habe ich den Block dann auch zusammengenäht.
Die Farbverteilung ist gut zu erkennen: Von links kommt das Licht, wobei rechts noch Nacht ist. Und so sehen meine bisherigen Blöcke in der Gesamtheit aus:
An die rechte Seite kommen noch zwei Sternenblöcke, dann kann ich in den uneren Bereich gehen und dort die Landschaftnähen. Mal schauen, mit welchem Block wir weiternähen werden. 😊

Montag, 27. Juli 2020

Reste aufbrauchen

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem Kleid. Ich möchte den Kommentar von Este kurz aufgreifen, die schreibt, dass sie es schön findet, dass ich es beibehalte, zu besonderen Anlässen ein Kleid für mich zu nähen. Früher habe ich das auch immer gemacht, allerding eher weniger für mich, sondern für die Jungs.

Wenn sich im Kindergarten der Fotograf angekündigt hatte, gab es eigentlich immer neue Sachen. Als wir Anfang Juni bei Oma im Haus waren, hat Jonathan einen Briefumschlag mit alten Fotos von sich und Johannes gefunden. Die Bilder hatten wir für Oma nachbestellt, ach herrje, da gab es noch Fotos auf Papier. Ich denke, da habe ich noch analog fotografiert.
Für die Jungs habe ich zum Beispiel mal diese Hosen und Matrosenhemden für einen Fototermin genäht. Ich war mächtig stolz auf die Sachen. Das war 2005, da habe ich noch nicht so richtig lange genäht. Was sagte Jonathan, als er die Bilder gesehen hat? "Mutter, wie hast Du uns denn zurecht gemacht?" Ähm ja, ich finde es noch heute schön...

2006 zum Beispiel, als Freunde von uns geheiratet haben, habe ich für die Jungs auch Sachen genäht. Aus breitem, gelben Cord habe ich Hosen genäht. Passend dazu gab es karierte Hemden. Ich weiß noch, wie ich damals bei dem dicken Stoff geflucht habe und wie viele Nadeln ich geschrottet habe... Ich glaube, auch diese Sachen finden heute keinen Anklang mehr.
Auch Katahrina ist natürlich in den Genuss genähter Sachen für bestimmte Anlässe gekommen. So habe ich ihr zum Beispiel das "Zielscheibenkleid" genäht. Das war für den Moment, wo sie im Krankenhaus fotografiert worden ist.
Für Katharina hatte ich für bestimmte Anlässe seltener genäht. Aber als sich im Kindergarten mal ein Fotograf angekündigt hatte, hat sie auch ein Kleid bekommen. Aus cremefarbigem Jersey mit Glitzerhafenkitz hatte ich ihr seinerzeit in Klimperklein-Kleid genäht. Allerdings hat sie sich noch vor dem Frühstück begöbelt und musste abholt werden. Nix mit Bilder vom Fotografn. Aber als der Fotograf dann ein weiteres Mal kam, hat sie das Kleid angezogen.
Da ich von meinem Kleid noch einen Rest über hatte, habe ich daraus für Katharina noch ein T-Shirt genäht. In der aktuellen Ottobre habe ich dafür einen Schnitt gefunden, besonders hübsch fand ich die Ärmel am T-Shirt. Zugeschnitten habe ich das Shirt schon in Größe 140. Genäht war es schnell. Die Ärmel und unten am Shirt habe ich mit Rollsäum versäubert. Das mache ich nicht so häufig, aber dieses Mal ging alles gut.
Bei Ottobre wird ja ganz viel mit Framilonband gearbeitet. Das habe ich noch nie verarbeitet, ich habe die Ärmel oben ganz herkömmlich mit der Nähmaschine gekräuselt. Wenn ich das obere Bild so ansehe, war es gut, dass ich das Shirt in Größe 140 genäht habe, so passt es hoffentlich ein bisschen länger.
Selbstverständlich ist das Shirt, welches ich für Katharina genäht habe, auch für das Essen zum Hochzeitstag morgen von Mama und Papa. Ich denke, sie werden sich freuen, dass ich extra was für diesen Anlass genäht habe. Mama weiß ja, wie das ist, früher hat sie selber genäht und zu DDR-Zeiten war das sicher schwieriger als heutzutage, schließlich gab es bei uns vieles nicht oder nicht so, wie man es sich gewünscht hatte...
Ach ja, ich finde, es sieht schön aus, wie die zwei Sachen dort am Schrank hängen und nun freue ich mich auf morgen Abend.