Dienstag, 23. März 2021

Urlaub nutzen

Heute hatte ich nun meinen ersten der sechs Resturlaubstage. Da mein Urlaub ein wenig zerpflückt ist, heute und morgen habe ich frei, Donnerstag gehe ich noch einmal arbeiten und dann beginne ich am 6.4., habe ich mir für die ersten beiden Urlaubstage was ganz Besonderes vorgenommen: Putzen. 

Heute habe ich mir die Küche vorgenommen und mal alles das gemacht, wozu normalerweise die Zeit zu knapp ist. Ich habe alle Schränke abgewischt und alles gründlich sauber gemacht. Nun sieht es wieder gut aus und ich bin zufrieden. Bis dann mein Blick auf den Küchenschrank fiel, auf dem einige Gerätschaften Platz haben:

Das stört mich schon ein wenig, ich finde, das sieht immer unordentlich aus. Also habe ich beschlossen, ich nähe einen weiteren Regalquilt. Als ich 2018 den Regalquilt genäht habe, welcher seinen Platz über der Tür hat, bekam ich ganz viele Vorlagen von Renate geschickt, die sie gezeichnet hatte. Leider weiß ich nicht mehr, wo ich die Vorlagen abgespeichert habe, so habe ich auf meine anderen zurückgreifen müssen. Und dann kam mir die Idee, ich kann ja mal versuche, selber was zu zeichnen. Ich arbeite nicht so oft mit EQ7 und so gelang beim Schüsselstapel erst der dritte oder vierte Versuch. Letztendlich ist aber doch ein brauchbarer Block bei rausgekommen.

Beim Zeichnen des Blocks, der übrigens 6 Inch groß ist, habe ich mich an dem Punkteraster orientiert, welches in EQ7 ist. Allerdings habe ich beim Nähen festgestellt, dass die Ecken, welche die Schüsseln unten "abrunden" etwas größer sein könnten.

Ich habe mir vorgenommen, andere Stoffe zu verwenden und andere Blöcke zu nähen, als bei den bisherigen vier Quilts und so habe ich Jonathan gefragt, ob wir denn in der Küche Bohnen haben. Wenn ich im Nähchaos "stehe" und solche Frage stelle, gehe ich davon aus, dass das Kind weiß, wovon ich rede. Wusste er nicht, wie seine Gegenfrage zeigt: "Hinter dem Vorhang oder im Tiefkühlschrank?" "Ähm weder noch, sondern auf den Quilts!"... 😂 Also habe ich mal eben ein Glas Bohnen "eingekocht".

Auch dieses Glas ist Marke Eigenbau, sieht man sicher auch daran, dass die Ecken unten, die das Glas "abrunden" nicht gleich groß sind. Egal, mir gefällt es. Und noch ein dritter Block ist für mein Regal entstanden. Diese Vorlage ist von Quilt Glück, da hatte ich damals, als ich die ersten Regalquilts genäht hatte, Vorlagen gekauft.

Drei Blöcke habe ich heute genäht. Einige werden noch folgen müssen, damit die Ecke über dem Schrank gut verdeckt ist. Auf jeden Fall soll auf dem Regal auch die ein oder andere Weinflasche stehen und vielleicht ein Brotkorb und eine Schüssel mit Pommes... Mal schauen.

Morgen vormittag ist das Bad an der Reihe und dann kann ich weitere Blöcke für den neuen Regalquilt nähen.

In der Küche wäre übrigens auch noch was aufzuräumen, aber davor habe ich mich erst einmal erfolgreich gedrückt. Elke hatte kürzlich ein Foto ihrer Pinnwand gezeigt. Die kann ich aber ganz locker mit unserem Kühlschrank toppen:

Wenn wir unsere Küchentür recht schwungvoll schließen, passiert es schonmal, das ein ganzer Schwung Zettel runterfällt. Die könnten wir dann ja gleich aussortieren, aber das wär blöd, weil viel zu produktiv, also wird für die Zettel wieder Platz gesucht. Und ja, wir finden unseren Kühlschrank noch, denn wir haben einen Hinweis, wo er zu finden ist:

Nämlich genau hier!!! 😂😂😂

Sonntag, 21. März 2021

Buchhüllen gehen immer

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare zum Abschiedsquilt. Meine Kollegin hat sich sehr darüber gefreut und ich glaube, wir hatten beide das ein oder andere Tränchen im Auge. So richtig glauben kann ich es noch immer nicht. Ich gehe nächste Woche noch zwei Tage arbeiten, dann ist auch für mich die Zeit zu Ende...

Um mir bestimmte Dinge aufzuschreiben, habe ich mir noch eine Buchhülle nach dem Schnitt von Herzensüß genäht. Inzwischen haben ich schon mehere von den Hüllen genäht, eigentlich sollte man meinen, dass ich die nun fehlerfrei nähen kann. Aber nein, bei meiner Buchhülle habe ich Mist gemacht, denn ich habe die Umschlaglaschen mit auf die Außenseite der Hülle genäht. Als ich dann das Webband auf den Reißverschluss genäht habe, habe ich damit die Lasche festgenäht. Aber selbst da bin ich noch nicht stutzig geworden. Ich habe die Lasche abgetrennt und das Webband noch einmal aufgenäht. Als ich dann äußerern und inneren Umschlag zusammengenäht und gewendet habe, ist mir mein Fehler aufgefallen. Ich habe also alles wieder aufgetrennt.

Nachdem ich dann alles wieder aufgetrennt habe, habe ich es richtig zusammengenäht und dann ein wirklich schöne Buchhülle genäht. Allerdings musste ich dann die Kamsnaps noch einmal abmachen, da die Knöpfe ein wenig schief saßen. :-(

Für meine Buchhülle habe ich - logischerweise - Reprostoffe verwendet. Mit der Hülle bin ich nach dem Auftrennen sehr zufrieden.

Eine weitere Hülle habe ich für meine Freundin genäht, die am Dienstag Geburtstag hatte. Sie mag gern blaue Farben und so habe ich eine Hülle in blau genäht.

Der Stoff für die Außenhülle ist ein Rest von einem Quilt, den ich 2015 genäht habe. Den anderen blauen Stoff hatte ich für den Abschiedsquilt mit bestellt. Ich musste Stoff nachbestellen und wusste nicht genau, welcher blaue Stoff es war und so habe ich drei bestellt, von denen dann zwei komplett über geblieben sind.

Katharina fand die Buchhülle so, so schön, am liebsten hätte sie sie selbst behalten. Also haben wir Stoffe bestellt und ich habe ihr gestern eine eigene Buchhülle genäht. Als sie heute morgen aufgestanden ist, hat sie ihre Buchülle unter dem Arm gehabt. Das ist doch wohl der schönste Dank.

Leider ist mir auch hier mal wieder ein Fehler unterlaufen, denn ich habe vergessen, bei der lila Tasche den Reißverschluss an der einen Kante abzusteppen. Dieser Fehler ist mir schon einmal passiert. Da bin ich wahrscheinlich in Gedanken schon bei der nächsten Reißverschlusstasche, dass ich an diesen Schritt gar nicht mehr denke. :-(
Ich freue mich immer wieder über diesen schönen Schnitt, inzwischen passe ich die Hülle direkt an das Notizbuch an, denn die ersten waren für die herkömmlichen Notizbücher ein wenig groß. Wenn ich richtig gezählt habe, habe ich mittlerweile neun von den Hüllen genäht. Am liebsten würde ich mir noch eine weitere nähen, denn das macht unheimlich viel Spaß. Mal schauen, vielleicht kann ich noch jemanden mti einer Hülle versorgen. ;-)

Sonntag, 14. März 2021

Der fertige Abschiedsquilt

Ja, genau, er ist fertig geworden und das dieses Mal sogar einige Tage vor dem Termin. Am Freitag trennen sich unsere Wege nun und der Tag war sozusagen mein Limit. Allerdings werde ich den Quilt schon morgen mitnehmen. Wenn Steffen und ich ein Geschenk für den anderen haben, können wir es eigentlich fast nie bis zum eigentlichen Tag für uns behalten und schenken uns die Sachen eigentlich immer früher. Nun kommt eben auch meine Kollegin in den Genuss. ;-)

Mein Top ist schon seit ein paar Tagen fertig, mit dem Heften musste ich allerdings warten, bis der Abschied von unseren Kindern da war, denn sie schlafen ja immer bei Katharina im Zimmer und das ist der einzige Raum, wo ich Platz habe einen großen Quilt zu heften, allerdings dann nicht, wenn da noch ein "Doppelbett" steht. Am Sonnabend mussten wir Abschied  nehmen und haben das Bett wieder zurückgebaut, so konnte ich den Quilt heften.

Ich hatte ja von der schönen Rückseite erzählt. Dreimal hatte ich sie im Warenkorb, aber wegen des hohen Mindestbestellwertes habe ich mich dann doch dagegen entschieden. Letztendlich habe ich mich für Wellnessfleece in creme entschieden. Das macht den Quilt ein wenig eleganter als das dunkle orange.

Gequiltet habe ich dann heute morgen. Ich habe jeweils in der Naht gequiltet, nichts großartiges. Aber da der Quilt ja kuschelig sein soll, ist das genau die richtige Version.

Um noch ein paar schöne Fotos vom Quilt zu machen, sind wir heute mal wieder losgefahren. Und wieder waren wir erschrocken, wie schlimm es im "Wald" aussieht:

Holz wohin das Auge schaut und keine Bäume mehr...

Lustige Fotos vom Quilt konnten wir dann an der Trogfurter Brücke machen. Der Wind war dabei eine große Hife:

Ein paar Meter weiter war ebenfalls noch einmal eine schöne Stelle, an der ich ein paar schöne Fotos machen konnte.

Wieder zu Hause habe ich dann noch ein Label gestickt, das muss einfach sein, wenn ein Quilt das Haus verlässt.

Dann durfte der Quilt seine erste Runde in der Waschmaschine drehen, schließlich musste der Schmutz vom Fotografieren abgewaschen werden.

Nun bin ich mal gespannt, was meine Lieblingskollegin morgen dazu sagen wird. Ich hoffe, sie freut sich darüber und hat eine schöne Erinnerung an unsere gemeinsame Zeit.

Samstag, 13. März 2021

Mein Schanzenhausquilt

2009 habe ich ein Fußbodenmuster fotografiert und danach einen Quilt genäht. Hier könnt ihr ein Foto vom fertigen Quilt sehen. Ob ich es damals nicht besser wusste oder keine Lust auf ein richtiges Binding hatte, weiß ich nicht mehr, auf jeden Fall habe ich die Decke verstürzt und dann gequiltet. Dass konnt ja nicht funktionieren, der Stoff hat sich verschoben und ich hatte viele Falten in meiner Decke. Damals hat mich das nicht gestört, ich habe mich gefreut, dass meine Decke fertig war.

Die Decke lag dann viele Jahre bei Steffen im Büro auf dem Tisch. Als er dann so lange krank war, hat er die Decke wieder mit nach Hause gebracht. Beim letzten Wachsen sind mir mal wieder die vielen Falten aufgefallen.

So wollte ich den Quilt auf gar keinen Fall lassen und so habe ich mich dann am letzten Wochenende dran gesetzt und habe das Quilting aufgetrennt. Das war eine recht mühsame Arbeit, aber der Ehrgeiz war da, es zu schaffen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit war es dann geschafft und alles war aufgetrennt. Damals hatte ich Vlies zum Aufbügeln genommen, dieses hat kurioserweise aber gar nicht mehr am Stoff gehaftet. Sicher hat sich der Kleber durch die häufigen Wäschen abgewaschen. Ich habe meinen Quilt dann auch gleich neu geheftet.

Gequiltet habe ich meinen Quilt dann gestern. Diese Garne hatte ich mir dafür ausgewählt:

Hatte ich 2009 in der Naht gequiltet, so habe ich dieses Mal füßchenbreit neben der Naht gequiltet. Das Muster habe ich damit ein wenig betont und aufgegriffen. 

Schwierig war es dann, den passenden Stoff für das Binding auszusuchen. Verschiedene Stoffe standen zur Wahl, am Ende habe ich mich für einen dezenten Lecien-Stoff entschieden.

Die Stoffe sind arg in die Jahre gekommen und habe an Farbe verloren. Auf diesem Foto kann man es ein wenig erkennen:

Ich bin aber froh, dass ich die Decke aufgetrennt und neu gequiltet habe. Mein kleiner Quilt hat auch ein hübsches Binding bekommen, welches ich sogar von Hand angenäht habe. Nun sieht er wieder schön aus und begleitet uns sicher noch ein paar Jahre und sei es nur als Balkontischdecke...

Und das ist nun meine alte neue Decke:

Der untere dunkle Fleck ist der Schatten vom Handy... Die Stoffe sind im Laufe der Jahre richtig weich geworden und haben, wie geschrieben, ziemlich Farbe verloren. Aber ich mag die Decke trotzdem gern, vielleicht weil da auch so viele Erinnerungen dran hängen?

Und weil das ja irgendwie auch eine Reparatur ist, verlinke ich den Beitrag bei Valomeas Linkparty Reparieren von 12 bis 12. 

Mittwoch, 10. März 2021

Mein kleiner Bienenquilt

Im letzten Jahr hatte ich mich ja ganz spontan in einen Quilt verliebt, den ich bei Shabby Fabrics gesehen hatte. Ich habe mich allerdings gegen die Packung entschieden und den Quilt aus meinen Stoffen genäht. Genäht und appliziert war der Quilt relativ schnell und dann lag er erst einmal eine ganze Weile und wartete auf die Fertigstellung.

Anfang März, als es dann Zeit war den Winterquilt im Flur durch etwas Nicht-winterliches auszutauschen, habe ich dann den Quilt fertiggestellt. Ich habe in der Naht gequiltet, nichts weltbewegendes.

Der Originalquilt hat ja noch keine Bienen aufgestickt. Für mich stand ziemlich schnell fest, dass ich keine Bienen sticken möchte, also habe ich Ewigkeiten gesucht und dann Bienen aus Kunststoff gefunden, die ich in meinen Quilt gepiekst habe. Leider habe ich keine Holzknöpfe als Bienen gefunden. So musste ich eben ausweichen.


Seitdem der Quilt fertig ist, hängt er nun bei uns im Flur über dem Trockner. Naja, eigentlich hätte er einen Platz verdient, an dem er besser zur Geltung kommt, aber da passt er eben genau hin...

Heute haben wir dann noch eine kurze Radtour gemacht, um mal noch ein anderes Foto vom Quilt zu machen.

Man sieht, dass bei uns noch nicht wirklich viel Grün ist, der Winter ist noch nicht lange vorbei und in ganz vielen Ecken liegen noch immer Schneereste.

Vor nicht allzu langer Zeit standen dort mal überall Bäume, der Waldumbau bei uns geht in großen Schnitten weiter, eröffnet aber auch völlig neue Blickwinkel.

Die Holzstapel sind derzeit allgegenwärtig und täglich sind Holzlaster unterwegs. Ob wir irgendwann noch einen neuen Wald erleben werden?

Sonntag, 7. März 2021

Update vom Abschiedsquilt

In gut 14 Tagen brauche ich ja den Abschiedsquilt, da sich dann ja die Wege von mir und meiner Lieblingskollegin trennen werden. Für meine Verhältnisse habe ich mit dem Projekt ja wirklich sehr zeitig angefangen. Bereits Anfang Februar habe ich mit dem Zuschnitt und den ersten Blöcken angefangen und so konnte ich das Projekt relativ entspannt angehen.

Immer mal wieder habe ich das ein oder andere Blöckchen genäht, immer wieder musste ich Stoffe nachkaufen, da der erste Stoffkauf ein sehr spontaner war und ich zu dem Zeitpunkt noch gar nicht wusste, was ich aus den Stoffen nähen wollte und somit auch noch nicht wusste, von welchem Stoff ich welche Menge brauchen würde.

Beim Zuschneiden der Stoffe habe ich festgestellt, dass meine Umräumaktion hinsichtlich des Zuschneidetischs nicht optimal war, denn ich hatte - weil die Näh- und Zuschneidetische über Eck stehen - nur die Hälfte vom Zuschneidetisch zu Verfügung. Also habe ich den Zuschneidetisch wieder an die ursprüngliche Stelle gestellt. So war es eben doch besser.

Zum Glück trägt Jonathan meine Umräumaktionen noch ohne Murren mit und hilft mir, wo er kann. 😍

Am vergangenen Freitag habe ich mich dann wieder sehr intensiv mit meinem Abschiedsquilt beschäftigt und weitere Blöcke genäht. Der Quilt besteht ja nur aus einem einzigen Block und so kann ich immer gut in Kette nähen.

So nach und nach kam ich meinem Ziel, den 24 Blöcken näher. Die restlichen Blöcke, die mir noch fehlten, habe ich heute morgen im Wohnzimmer genäht. Da kam meine kleine "Wohnzimmernähmaschine" zum Einsatz, die ich seit ein paar Wochen habe. Lange wollte ich gern mal wieder eine kleine Maschine zum Mitnehmen oder eben für's Wohnzimmer haben. Immer mal wieder habe ich danach geguckt und mich dann für eine Janome DC7100 entschieden. Eine gute Wahl. Das ist eine kleine Maschine, die ich auch gut mal mitnehmen kann, sie hat aber auch eine elektrische Fadenscheren und einen Kniehebel, zwei Dinge, auf die ich nicht verzichten wollte.

Heute morgen, als nur Katharina und ich wach waren, habe ich dann die letzten sieben Blöcke genäht.

Nachdem ich dann alle Blöcke fertig hatte, habe ich sie gemeinsam mit Katharina ausgelegt und sortiert. Wenn ich mich dann für die endgültige Anordnung entschieden habe, werde ich das Mittelteil zusammennähen und dann die Ränder anbringen. Dann wäre das Top schon fertig.

Als Rückseite möchte ich gern Wellnessfleece nehmen, schließlich soll der Quilt schön kuschelig werden. Ich habe ja eine schöne Farbe entdeckt, allerdings kann ich bei diesen Shops nur ganze Meter bestellen und es gibt einen ziemlich hohen Mindestbestellwert. Mmh... Das gefällt mir nicht wirklich und so überlege ich noch eine Weile, was ich nun mache...