Samstag, 7. August 2021

Das Ende unseres Abenteuerurlaubs ist nah...

...und ich freue mich darüber. Küche renovieren hat für mich immer so etwas von Abenteuerurlaub. Alles ist provisorisch und man muss genau planen, was man zu welchem Zeitpunkt braucht, wo man etwas ablegt. Als wir unsere Küche ausgeräumt haben, haben wir uns z. B. ein Tablett mit den Nötigsten Gerätschaften gemacht, so dass wir wenigstens gut frühstücken konnten. Als Kind fand ich es immer aufregend, wenn meine Eltern zu Hause die Küche renoviert haben, der Herd stand dann um die Ecke im Wohnzimmer, war aber irgendwie trotzdem angeschlossen, so dass meine Mutter Essen machen konnte, alles war aufregend. Meine Eltern selber fanden das alles nicht so toll. Heute kann ich sie da vollkommen verstehen. 😉

Mit Katharina habe ich dann immer abgewaschen, das haben wir im Badezimmer in unserem kleinen Waschbecken gemacht. Katharina sagte dann einmal zu mir, dass sie es lustig findet, dass wir das Geschirr dann gleich wieder zum Essen nehmen. Ich musste erst eine Weile überlegen, was sie damit meinte, aber dann war mir klar, dass sie das Abwaschen meint. Das kennt sie ja gar nicht, denn wir haben ja einen Geschirrspüler und packen da so gut wie alles rein. Dass sie also zum Kaffee oder zum Abend das Geschirr hat, welches sie morgens schon hatte, kennt sie nicht. Durch dieses Gespräch ist mir bewusst geworden, wie sich doch alles irgendwie gewandelt hat und das, was für mich als Kind normal war, ist für meine Kinder was Besonderes...

Die Flecken in der Küche sind weggegangen, allerdings war weder die Tapete noch die Farbe besonders gut. Beides würde ich nicht wieder kaufen. Am schlimmsten war jedoch die Farbe, trotz zweimal weißen gibt es noch viele Stellen, die kaum Farbe abbekommen haben. Wenn wir den Flur machen, müssen wir da noch einmal ausbessern.

Den Boden haben wir dann Donnerstag verlegt und ausliegen lassen. Allerdings ist mir da gleich beim Verlegen ein Missgeschick passiert, denn beim Hinziehen des Belags habe ich ihn kaputt gemacht.

Ein ziemlich großer Riss ziert nun unseren Boden, allerdings ist der Riss direkt unter dem Geschirrspüler, so dass es nur ärgerlich ist, aber nicht zu sehen. Das war mir in dem Moment egal, mir schossen so schnell die Tränen in die Augen.

Zugeschnitten habe ich den Belag dann gestern früh, als alle anderen noch geschlafen haben. Ich war mal wieder ganz zeitig wach, da mich das Zuschneiden im Halbschlaf schon beschäftigt hat. Zum Glück habe ich mit dem Zuschneiden an der Tür begonnen, denn da habe ich zweimal zu viel abgeschnitten. An der Wand stand der Belag aber ausreichend über, so dass ich das, was ich zu viel abgeschnitten hatte, immer wieder ausgleichen konnte. Beim dritten Mal passte es dann wirklich.

Als Abschluss hatten wir feste Leisten gekauft, welche auf die Halterungen geklickt werden. Allerdings erwiesen sich diese bei unseren Berg-und-Tal-Wänden als völlig daneben, die konnten wir nicht verwenden, sonst hätten wir teilweise Abstände zwischen Leisten und Wand von bis zu 2, 3 Zentimetern gehabt. Es schien, als sollte nichts geglingen bei uns. Also haben wir uns gegen die Leisten entschieden und wieder flexible Fußleisten besorgt. Diese sind für unsere Wände eben besser geeignet.

Während Steffen und Jonathan die ersten Schränke wieder aufgehängt haben, habe ich die Türen gestrichen. Drei Türen konnte ich immer auf einmal bearbeiten, dazu lagen zwei Türen auf den Farbeimern und eine auf unserem Hocker. Man muss sich eben nur zu helfen wissen. ;-)

Zwei Türen habe ich immer im Wohnzimmer auf dem Tisch gestrichen, die dritte im Flur. Ja, ich weiß, das ist ein wenig unkonventionell, aber egal. Zum Trocknen habe ich die Türen dann immer in der Wohnung verteilt und sobald sie getrocknet waren, haben wir die Türen angeschraubt.

Allerdings war dan gestern wohl eine Grenze erreicht, an der wir alle nicht mehr konnten. 😂😂😂 Ist irgendwie ja auch kein Wunder. Unsere Küche sind inzwischen schon wieder ein wenig mehr nach Küche aus, nachdem die Schränke standen und hingen, habe ich dann auch schon meine Quilts wieder aufgehängt, frau muss eben Prioritäten setzen.

Die Vitrinentür ist noch mit Folie beschichtet. Die Glastüren und die Schubkästen wollen wir in einem dunkleren Grau streichen. Dazu habe ich bunte Möbelknöpfe ausgesucht, die eigentlich gestern kommen sollten. Allerdings sind sie gestern wohl im falschen Postauto gelandet. Ich bekam von unserer Postfrau zwei Pakete und bin dann sogar noch einmal hinter ihr hergelaufen und habe nach dem Knopfpaket gefragt, denn in der Sendungsverfolgung stand, dass es in Zustellung ist. War es aber nicht.

Und ja, ich finde das schön, wenn jeder Schrank einen anderen Knopf hat, ich denke, das wird richtig schön aussehen.

Heute werden wir dann den Rest einräumen, Gardinenleisten anbringen, die starren Leisten zurückbringen und noch die dunkelgraue Farbe für die Schubkästen und Glasschränke kaufen und dann hoffe ich, dass wir heute Abend endich mit der Küche fertig sind und unser "Abenteuerurlaub" beendet ist.


Donnerstag, 5. August 2021

"Baustellen"news

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinen letzten Beiträgen. Regina hat gefragt, wie ich das schaffe, zu renovieren und nebenbei noch zu nähen. Ich weiß nicht, wenn wir abends fertig waren oder gerade was zu tun war, was ich nicht kann (ja, das gibt es auch) oder nicht mag, dann habe ich mich zur Entspannung mal 5 Minuten an meine Nähmaschine gesetzt. 

Gestern haben Steffen und die Kinder nun die Küche geweißt, die wir vorher frisch tapeziert haben. Vielleicht hätten wir aber noch länger warten müssen, denn gestern war unsere Küche total fleckig...

...und ich total frustiert. Gestern habe ich unsere ganze Aktion zutiefst bereut. Heute morgen führte mich mein erster Weg dann auch in die Küche. Die Flecken sind so gut wie weg, allerdings ist an diesen Stellen die Farbe oftmals auch gebrochen. 😓😓

Dann waren Steffen und ich gestern unterwegs, um eine neue Lampe für die Küche zu kaufen. Wir hatten vor vielen Jahren eine Lampe aus einem alten DDR-Gebäude bekommen, welches damals entkernt und umgebaut worden ist. Diese Lampe hat uns über viele, viele Jahre begleitet. Aber nun war die Zeit des Abschied nehmens gekommen. Allerdings ist es gar nicht so einfach, eine schöne und günstige Lampe zu bekommen. Drei Läden haben wir gestern erfolglos abgeklappert. Das hat meinen Frust noch verstärkt.

Am Abend habe ich dann mit Katharina eine unserer Küchentüren bearbeitet. Unsere Küche haben wir 2011 gekauft. Irgendwann lösten sich dann aber die Folien der Türen und schrumpelten zusammen. Lange haben wir überlegt, was wir machen, wir haben sogar schon einmal eine neue Küche geplant. Der Plan war schön, aber eben auch schön teuer. Und so haben wir letztendlich überlegt, die Folie einfach von den Türen abzuziehen und die Türen neu zu streichen. Allerdings haben wir darüber lange nachgedacht, ob wir das machen oder nicht.

Gestern haben wir dann eine kleine Dose Farbe mitgenommen und entschieden, dass wir das erst einmal an einer Tür probieren. Das habe ich gestern mit Katharina gemacht. Das war eine der Türen, an denen sich die Folie schon extrem gelöst hat und so konnten wir die gut abziehen. Die Tür haben wir ein wenig angeschliffen und dann mit der Möbelfarbe gestrichen. Auf der glatten Fläche haben wir gerollt und in den Fugen mit einem Pinsel gestrichen.

Allerdings ging auch diese Aktion gestern nicht ohne Hindernisse ab. Ich wollte mich hinknien und habe nicht mehr an den Schraubenzieher gedacht, der neben mir lag und habe mich voll auf den Schraubenzieher gekniet. Aua, das tat weh und ich habe dadurch das Gleichgewicht verloren. Ich konnte mich gerade noch so abfangen, dass ich nicht mit dem Gesicht auf der frisch gestrichenen Tür lande, so bin ich nur mit dem Arm und der Brust auf der Tür gelandet. 😂 Katharina hat erst versucht, darüber nicht zu lachen, aber dann haben wir beide herzhaft über dieses Missgeschick gelacht.

Auch die Tür ist gut geworden, ich werde da sicher noch einmal drüber streichen. Vielleicht werden wir die Küche zweifarbig streichen, die Türen in dem hellen grau und die Schubfächer in einem etwas dunkleren Ton. Dann brauchen wir noch neue Griffe, da habe ich gestern auch schon schöne entdeckt. Wir müssen nur gucken, wie wir die Folie von den Türen abbekommen, an denen sie sich noch nicht gelöst hat. Das können wir aber erst dann versuchen, wenn die Schränke wieder an Ort und Stelle sehen/hängen, dann im Moment stehen die Schränke noch bei Katharina im Zimmer.

Unsere nächste Aufgabe heute morgen ist das vorläufige Auslegen des Bodenbelags. Der liegt schon seit zwei Tagen bei uns im Hausflur.

Auslegware habe ich ja nun schon zweimal verlegt, PVC-Belag allerdings noch nicht. Mal schauen, ob mir das auch halbwegs gut gelingt. Es bleibt also weiter spannend bei uns.

Dienstag, 3. August 2021

Etappenziel erreicht

Gestern hat nun unsere zweite Urlaubswoche begonnen und wir haben mit der Küche begonnen. Wir haben uns ja vorgenommen, Jonathans Zimmer (erledigt!), die Küche und den Flur zu renovieren. Dre Wochen Urlaub, drei Räume... 😱

Vor der Küche hatte ich am meisten Sorgen, denn da sammelt sich erfahrungsgemäß viel an, besonders in den Schränken. Und so war es auch. Da werde ich beim Einräumen eine ganze Menge aussortieren (müssen). Wir haben alles, was möglich war, bei Katharina im Zimmer untergebracht; so sieht es bei ihr derzeit auch aus.


Unser gestriges Ziel war, den Raum leer und die Tapete komplett abzubekommen. Dieses Ziel haben wir erreicht.

Heute werden wir nun die Decke und die Wände tapezieren, morgen weißen und zum Ausliegen dann schon einmal locker den Bodenbelag reinlegen. Den wollen wir dann Donnerstag komplett verlegen, die Leisten anbringen und dann wieder einräumen. Ich denke, die Woche wird darüber hingehen...

Am Sonntag habe ich für den neuen Regalquilt zwei weitere Blöcke genäht. Bei den Vorlagen von Renate war auch ein Nudelglas dabei. Das findet sich nun auch in meinem Regal:

Zu den Nudeln gehört Ketchup, auch der findet sich - dank Renate - nun in unserem Regal:

Beide Blöcke passen sehr schön zusammen und werden unser Regal gut vervollständigen.

Ich hatte mich noch einmal auf die Suche nach meinem Hintergrundstoff gemacht und bin auch fündig geworden und habe dort noch einmal vom Hintergrundstoff bestellt. Die Lieferung war nur zwei Tage später da. Darüber habe ich mich sehr gefreut, nun kann ich doch wieder ein wenig befreiter nähen. Leider ist die Lieferung von dem anderen Shop noch immer nicht da, wer weiß, wie diese Sache ausgeht. Zum Glück habe ich mich für Bezahlung auf Rechnung entschieden...

Als Katharina genäht hat, habe ich festgestellt, dass sie arge Probleme hat, die Nahtzugabe passend zurückzuschneiden. Das ist - glaube ich - auch kein Wunder, denn das ist wirklich nicht einfach. Ich habe dann das Add-a-quarter-Lineal mitbestellt. Für mich selber brauchte ich das Lineal nicht, aber es ist eine prima Erleichterung, Ist es einmal da, kann ich es auch nutzen und habe das Lineal beim Nähen der beiden Blöcke getestet.

Das Lineal hat eine etwas höhere Kante, welche dann an dem ungeknickten Papier "einrasten" kann. Das, was dann übersteht und abgeschnitten werden kann, ist 1/4 Inch. Für längere Teile, die abgeschnitten werden, ist das Lineal wirklich eine sehr gute Sache; kleinere Teile werde ich wohl wie gehabt mit der Schere abschneiden.

Nun werde ich sehen, wie Katharina mit dem Lineal umgehen kann, ob es für sie eine Erleichterung ist.

Sonntag, 1. August 2021

Aufmunterungspost

 

Irgendwann im Juli, mitten im Vorurlaubsarbeitsstress kam eine E-Mail von Ines, in welcher sie darum bat, Este Blöcke zur Aufmunterung zu schicken. Ich musste mich erst einmal orientieren und bei Este im Blog nachlesen. Ohje... Es stand für mich außer Frage, mich an der Aktion zu beteiligen, auch wenn es ein wenig länger gedauert hat. Aber ich lag noch gut im Zeitfenster.

So habe ich mir dann irgendwann die Vorlagen ausgedruckt und mich an die Aufgabe gemacht. Da Katharina auch mal wieder nähen wollte, habe ich mich mit ihr zusammen in die Nähecke verzogen. Ich habe ihr erzählt, warum wir die beiden Blöcke nähen wollen. Immer wieder stelle ich fest, dass alle drei meiner Kinder sehr empathisch sind und mitbekommen und teilhaben, wenn es anderen Menschen nicht gut geht und sie Zuspruch brauchen.

Ich habe Katharina gesagt, welche Stofffarben wir brauchen und was mein Plan ist und sie hat zunächst die Stoffe ausgesucht. Ein klein wenig Hilfe brauchte sie dabei von mir, sonstn wären die Blöcke zu unruhig geworden.

Den ersten Teilblock habe ich noch genäht, weil ich annahm, dass dies für Katharina noch zu schwer sein würde. Aber dann habe ich sie einfach machen lassen, schließlich ist "Nähen auf Papier" nicht allzu schwierig.

Katharina hat das auch wirklich gut gemacht und so haben wir zwei schöne Blöcke auf den Weg gebracht. Dazu haben wir beide eine Karte mit lieben Grüßen beigelegt. Ich habe Katharina so schreiben lassen, wie sie mag. Ich habe es als Kind nämlich immer gehasst, wenn ich Briefe schreiben "musste": Mit Lineal und Bleistift Linien vorzeichnen, Text möglichst vorschrieben... Naja, ihr kennt das vielleicht auch. Ich gucke nur immer drauf, dass sie keine Rechtschreibfehler einbaut und den Rest lasse ich sie so schreiben, wie sie mag. Da sie Linkshänderin ist, sie es für sie noch einmal schwerer. Ich hoffe, dass ich durch diese Weise ihr die Freude am Briefe und Karten schreiben geben kann (ich selber schreibe sehr gern Karten und versuche dabei immer, ein wenig mehr als liebe Grüße zu schreiben).

Diese beiden Blöcke haben wir auf den Weg gebracht. Este ist auch wieder zu Hause und hat ihre ganze Post geöffnet und sich sehr darüber gefreut. Nun bleibt uns nur, Este ganz viel Kraft zu wünschen, auf dass sie die Krankheit besiegen kann.

Freitag, 30. Juli 2021

Die Vorhaben wachsen

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare zu unseren Urlaubsideen. Mit Jonathans Zimmer sind wir gestern größtenteils fertig geworden, nun fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten, wie zum Beispiel Griffe für seinen neuen Kleiderschrank. Da habe ich doch glatt vergessen, die mitzubestellen. So hat er im Moment einen "Geheimschrank"... 😂 Heute werde ich mit den Kindern zu Ikea fahren und die restlichen Sachen für sein Zimmer holen. Hauptsache, ich vergesse die Griffe nicht. 😂

In den letzten Tagen hatte ich auch immer wieder Zeit, ein wenig zu nähen. Wir haben uns die Arbeiten aufgeteilt, zum Beispiel war ich raus, als es darum ging, die Scheuerleisten anzubringen. So konnte ich die freie Zeit nutzen, um mich mit den Blöcken für den Regalquilt zu beschäftigen. Wieder hat Katharina mich unterstützt und eigene Blöcke genäht. Wir hatten ja im Vorfeld schon abgesprochen, dass sie auf jeden Fall den Muschelsalat nähen soll. 

Die Vorlage dafür habe ich in EQ gezeichnet, allerdings da noch nicht mit der Idee, dass Katharina diesen Block näht.

Den Radieschensalat hat sie extra für ihren Bruder genäht, denn der mag gern Radieschen.
 

Da sie gern noch mehr nähen wollte, habe ich noch nach weiteren leichten Blöcken geguckt und noch einmal Schüsseln in EQ gezeichnet und sie möglichst einfach gehalten. So schließen die Deckel passgenau mit den Schüsseln ab. Das sieht vielleicht ein wenig seltsam aus, aber so ist der Block am einfachsten zu nähen gewesen. Die Stoffe hat sich Katharina ganz allein ausgesucht. Ich muss sagen, dass sie ganz andere Stoffe ausgesucht hat, als ich es getan hätte.

So stehen in unserem Regal nun Eier- und Obstsalat und eingelegte Peperoni. Ich finde, das hat Katharina wirklich gut gemacht. Sie hat auch die Erfahrung gemacht, dass Trennen zum Nähen einfach dazu gehört. Manche Dinge hat sie ganz allein gemacht. Ich bin ganz schon stolz auf mein großes Mädchen.

Von Renate bekam ich noch eine ganze Menge Blöcke gesandt, ich habe mich als erstes für das Honigglas entschieden. Das gefiel mir so gut und ich mag selbstgemachten Honig sehr gern. Für das Schildchen auf dem Glas habe ich einen Stoff mit Bienen und einem Schriftzug ausgesucht. 

Als Jonathan gestern seinen Schrank eingeräumt hat und ich nur hin und wieder Rat geben musste, habe ich mich ganz lange an die Nähmaschine gesetzt und noch weitere Blöcke genäht. Als erstes ist eine Tortenplatte entstanden. Den Block habe ich wieder selbst gezeichnet; ich brauchte dafür allerdings auch mehere Anläufe. Das ist gar nicht so einfach, die Gedanken in EQ umzusetzen, die am Ende dann auch nähbar sind.

Allerdings hatte ich in meiner Vorlage die untere Kante der Platte vergessen, die habe ich dann einfach so mit genäht. Zwei der Muffins habe ich dann noch appliziert. Appliziert habe ich dann auch die nächsten zwei Blöcke: Den Brotkorb und die Schale Pommes.


Zum Abschluss kann ich noch einen Block mit zwei Flaschen und einem Glas zeigen. Das ist eine Vorlage von Quiltglück, die ich mir für den allerersten Regalquilt gekauft hatte.

Himbeeressig, Plaumenwein und eingelegte Artischoken finden sich nun auch in unserem Vorratsregal. Ein paar Flaschen möchte ich nun noch nähen und Schokolade soll sich auch im Regal finden. Das sind meine bisherigen Blöcke in der Übersicht.

Ich finde, das ist schon eine sehr schöne Auswahl. Allerdings geht mein Hintergrundstoff nun so langsam zur Neige. Ich habe kürzlich danach gegoogelt und tatsächlich noch einen Shop gefunden, der den Stoff hat. Allerdings war mir der Shop völlig unbekannt, ich bin gespannt, ob meine Bestellung bei mir ankommt, ansonsten muss ich nochmal auf die Suche gehen.

Dienstag, 27. Juli 2021

Urlaubsideen

Seit gestern nun liegen drei Wochen Urlaub vor uns. Allerdings verspricht der Urlaub in diesem Jahr weniger Erholung, denn wir haben uns ja vorgenommen, zu renovieren. Zunächst hatten wir nur geplant, die Küche und den Flur zu machen, dann kam irgendwie Jonathans Zimmer dazu. Und mit dem haben wir angefangen. Seit Freitag wohnen wir im Chaos, aber ein Ende scheint absehbar, denn bei Jonathan sind wir gut vorangekommen und räumen morgen schon wieder ein.

Ich habe mal wieder ganz viel gelernt, zum Beispiel weiß ich jetzt, dass Eurorollen von Tapete eine Länge von 10,5 m haben. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich gleich mehr Tapetenkleister gekauft, so musste ich aber nochmal los, weil der Kleister natürlich viel zu wenig war. Ich kann jetzt Decken tapezieren, Wände sowieso und Auslegware kann ich nun auch verlegen. Aber ganz ehrlich: Ich muss das nicht alles können müssen, manchmal wäre mir zugucken lieber... 🙈 Ich habe auch gelernt, dass frau Auslegware nicht nur nach dem Aussehen kaufen sollte, sie ist nämlich so dick und flauschig, dass die Tür derzeit schleift und nicht wirklich zugeht... 😂

Leider beschäftigt mich die ganze Sache so sehr, dass ich morgens sehr früh wach bin, noch bevor mein Wecker zu Arbeitszeiten klingeln würde. am Sonnabend habe ich mich daürber noch geärgert, inzwischen mache ich das Beste daraus und habe mir meine kleine Wohnzimmernähaschine genommen und nähe morgens in der Küche den ein oder anderen Block für unseren weiteren Regalquilt.

Nun finden sich in unserem Regal eine Weinflasche und eine Flasche Kaffeelikör. Allerdings ist die Flasche vom Kaffeelikör irgendwie unförmig...

Diesen Block habe ich mit EQ7 gezeichnet. Ich habe ja vorher schon ein paar Blöcke gezeichnet, die ich auch gespeichert habe, aber wenn ich die öffnen möchte, kommt nichts. Ich weiß nicht, was ich da beim Speichern falsch mache.

Ein bisschen eingekocht habe ich auch noch.

Auberginen, Kirschen, Weintrauben und Äpfel (oder sind das vielleicht Quitten? So nach und nach füllt sich unser Vorratsregal. Auch habe ich ein weiteres kleines Gläschen gefüllt.

Ich finde, das sieht schon richtig schön aus. Heute sind noch zwei weitere Blöcke hinzugekommen. Eine habe ich heute morgen genäht und Katharina hat die Teile dann - unter meiner Anleitung - zusammengenäht. Den Block mit den Melonen hat sie fast ganz allein genäht. Ich habe ihr die Stoffe grob zugeschnitten und bei den ersten Nähten noch einmal erklärt, wie sie die anlegen muss, genäht hat Katharina den Block dann allein. Ich finde, das hat sie wirklich gut gemacht. Einen weiteren Block hat sie noch in Arbeit.

Nun weiß ich nicht, was ich mir für morgen früh mehr wünschen soll: Ausschlafen oder doch wieder püntlich wach werden. Auf jeden Fall habe ich mir für den morgigen Block schon einmal alles parat gelegt. Es soll ein Honigglas werden - vielen Dank liebe Renate, dass Du Deinen Schatz mit mir und meiner Katharina geteilt hast. 😉

Sonntag, 18. Juli 2021

Neue Blöcke für den neuen Regalquilt

Habt vielen Dank für eure lieben Worte zu meinem letzten Beitrag. Der schöne Tag klingt noch immer in mir nach und ich, nein, wir beide, sind unheimlich stolz auf Jonathan. :-)

Ich würde ja gern mal wieder was nähen und habe ganz viele Ideen im Kopf, aber diese Hitze lähmt mich einfach nur. Ich mag es nicht, wenn es so warm ist, bei jeder Bewegung scheine ich zu zerfließen und unsere Räume sind so unendlich warm, ganz besonders unser Schlafzimmer. Naja... Irgenwann wird es auch wieder kühler. ;-)

Ich habe nur noch eine Woche zu arbeiten, dann haben wir beide Urlaub. Drei lange Wochen liegen dann vor uns, konkrete Pläne für unseren Urlaub haben wir auch schon: WIR RENOVIEREN! Ja, ist blöd, aber nun muss es endlich einmal sein, wir schieben das schon so lange vor uns her. Drei Wochen, drei Zimmer... ...sollte hoffentlich zu schaffen sein. Wobei ich ganz ehrlich sagen muss, dass es mir davor graut. Wenn ich an diese viele Arbeit denke und Steffen und ich stehen so ganz allein vor dem Berg Arbeit. 

Die Küche steht auch mit auf dem Plan und so fiel mir mein neuer Regalquilt wieder ein.  Bis auf die drei Blöcke, die ich im März genäht habe, ist an diesem Vorhaben nichts weiter passiert. Also habe ich heute nachmittag mal die Kisten mit den Obst- und Gemüsestoffen hervorgeholt und mir ein paar Vorlagen rausgesucht. 

Drei Blöcke sind heute für den Quilt entstanden:

Dieser ganz kleine, winzige Blöcke gehört eigentlich zu dem Block mit den beiden Flaschen. Das kleine Gläschen hätten vor den Flaschen stehen müssen. Allerdings wusste ich nicht mehr wirklich, wie der Block aussehen sollte und habe ihn natürlich falsch genäht: Meine beiden Flaschen standen auf dem kleinen Gläschen. Nachdem mir mein Fehler dann aufgefallen ist, habe ich getrennt. Nun werde ich das kleine Gläschen wohl separat in mein Regal stellen. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen vielleicht noch ein paar Blöckchen nähen kann, wenn wir dann im Renovierfieber sind, wird es mit Nähen wohl nichts werden. :-(

Samstag, 17. Juli 2021

Der große Tag

Mann, was war ich aufgeregt, es fing an, als ich gestern nach Hause kam und die letzten Vorbereitungen für die Zeugnisausgabe getroffen habe. Jonathan schien dagegen gar nicht aufgeregt zu sein und wies mich mehrmals darauf hin, dass ich doch bitte nich heulen möge. Aber gut, den Hinweis konnte er sich schenken, das wird er merken, wenn er selber Kinder hat.

Unsere Sachen haben ich alle rechtzeitig fertig bekommen. Für Katharina habe ich aus den Resten vom Jersey ein Shirt nach dem Trägerkleidschnitt genäht. Da haben wir es mal wieder, dass man, wenn man einen guten Schnitt hat, den doch einfach immer wieder verwenden soll. Dann war noch ein kleiner Rest Jersey über und aus dem habe ich ihr einen ganz einfachen Rock genäht, der oben ein Bündchen hat. Aus dem Rest vom Walk hat sie ein einfaches Überziehkleid in A-Linien-Form bekommen. So konnte sie auswählen, was sie trägt. 

Es war ein recht warmer Abend, so dass Katharina sich für Shirt und Rock entschieden hat. Ich habe meine Jacke trotzdem angezogen. Nach dem Essen war ich froh, dass ich meine Jacke hatte. Als wir auf den Schulhof kamen, starrte uns eine Dame regelrecht an. Ich bin in Gedanken durchgegangen, woher ich sie kennen könnte. Nein, ich kannte sie nicht, sie freute sich über unsere Sachen und hätte glatt dahinschelzen können und meinte dann zu ihren Kollegen, dass das ein wahrer Augenschmaus wäre zu den bekleidungstechnischen Fehltritten. Ich habe leider gar nicht so recht mitbekommen, dass sie über unsere Kleidung spricht, sonst hätte ich ihr doch noch gesagt, dass ich die Sachen extra für den gestrigen Anlass genäht habe.

In meinem letzten Post hatte ich ja schon von der Kette von meiner Oma geschrieben. Ich habe sie zum Goldschmied gebracht und gefragt, ob es möglich ist, die Kette zu reparieren. Das war möglich und den Anhänger habe ich dann gleich noch reinigen lassen. Gücklicherweise ist alles pünktlich fertig geworden und so konnte ich gestern meine Kette zum ersten Mal tragen. Nach der Reinigung sahen Kette und Anhänger wie neu aus und strahlten mit mir um die Wette. 😉

Als ich die Kette von Oma geschenkt bekommen habe, dachte ich so "naja" und so lang sie eben viele Jahre im Schrank. Nun passte der Stein nahezu perfekt zu meinem Kleid und ich habe sozusagen mein Herz an diese Kette verloren. So kommt für jeden Gegenstand irgendwann seine Zeit. Zu der Kette habe ich noch einen goldenen Ring und einen goldenen Armreif von Oma getragen. Ich fühlte mich damit unheimlich wohl und so war sie bei Jonathans großem Tag auch dabei.

Für Jonathan hatten wir im C&A schöne Sachen bekommen, das Sakko gab es für schlappe 10 Euro. Für den einen Tag haben wir es mitgenommen. Die Ärmel waren zu lang, die habe ich einfach umgeheftet. Ich denke, er wird das Sakko sowieso nie wieder anziehen. Ganz im Gegensatz zu seinen Schuhen. Ich hätte mir ja ein paar richtig chice Lederschuhe gewünscht, aber hey, er muss sich wohlfühlen und so habe ich mich dann mit ihm auf die rot-schwarzen Sneakers geeinigt. Mit der roten Krawatte und den dunklen Sachen sah das richtig toll aus.

Die Zeugnisausgabe war nur für Jonathans Klasse, das fand ich persönlich sehr schön (bei Johannes war es damals der komplette Jahrgang bei der Zeugnisausgabe). Als Jonathan im letzten Jahr die Schule gewechsel hat und die Klasse wiederholt hat, haben wir ihm einen Ansporn gesetzt und locker-flockig gesagt, wenn er sich in das Buch der Schule eintragen kann, bekommt er von uns Tickets für ein Bayernspiel. Wir haben da nicht weiter daran gedacht und niemals damit gerechnet, dass wir unser Versprechen einlösen müssten. Tja... und dann durfte sich Jonathan als Klassenbester in das Buch der Schule mit eintragen.

Die Sonnenblume im Vordergrund ist von Jonathans Klassenkamerad, der hielt sie gerade so schön in's Bild. Ich finde, das sieht richtig schön aus. Und nun müssen wir uns doch glatt überlegen, wo wir Karten für ein Bayernspiel herbekommen... 😂😱

Es war wirklich ein sehr schöner und lustiger Abend.
Nach der Zeugnisausgabe waren wir essen. Wir waren schon ewig nicht mehr essen, war ja auch schwer möglich und so haben wir den Abend umso mehr genossen. Vielleicht kann doch irgendwann mal wieder ein wenig Normalität zurückkehren.

Für den Spruch des Abends hat dann aber Katharina gesorgt. Nachdem wir die ersten Getränke geleert und das Essen bestellt hatten, kam die Kellnerin und fragte, ob wir noch was zu trinken möchten. Ihre Antwort war einfach nur köstlich: "Nein, nur mein Essen!".

Was habe ich in den Jahren auf dem Gymnasium diesen Tag herbeigesehnt, wie oft habe ich zu Steffen gesagt, dass Jonathan einfach nach der 9. Klasse abgehen und was lernen soll, damit das leidige Thema Schule endlich beendet ist. Was habe ich zu Beginn des Schuljahres die Worte der Direktorin hier in Elbingerode angezweifelt, die uns sagte, dass es Jonathan schaffen wird und dass er einen guten Schulabschluss machen wird. Ja, sie hatte Recht: Er hat einen wunderbaren Schulabschluss gemacht, er ist wieder mit Freude zur Schule gegangen, hat gelernt und dafür gearbeitet und - und das ist das Wichtigste - er hat Anerkennung in der Schule erfahren, wurde so angenommen, wie er ist. Es war das - mit Abstand - entspannteste Schuljahr für ihn und uns in seiner Schullaufbahn.

Nun geht auch dieses Kind seinen Weg in das Berufsleben. Die Zeit vergeht so schnell und die Kinder werden unheimlich schnell groß.

Sonntag, 11. Juli 2021

Es gibt wieder einen Anlass, der ein Kleid braucht

Ich habe es ja schon sehr oft gemacht, dass ich mir zu bestimmten Anlässen, Kleider genäht habe und nun steht bei uns wieder ein Anlass an, der ein Kleid braucht. Am Freitag hat Jonathan Zeugnisausgabe und das ist für mich ein Anlass, mir dazu ein wunderschönes Kleid zu nähen. Jonathans Schullaufbahn war nicht ganz so einfach, immer wieder haben wir mit- und oft auch gegeneinander gekämpft, haben uns aneinander gerieben, oftmals aufgerieben. Nachdem Jonathan dann im letzten Jahr die Schulform gewechselt hat, wurde es endlich ein entspanntes Schuljahr. Der Wechsel war die beste Entscheidung, wir wissen nun auch, dass Schule schön sein kann. Egal: Er hat die Schule nun geschafft und wird am kommenden Freitag ein gutes Zeugnis bekommen. Und egal, wie das Zeugnis ist, wir sind stolz auf unser Kind!

Bei Facebook habe ich zwei Nähgruppen entdeckt, in denen manchmal ganz tolle Sachen gezeigt werden. Dort habe ich auch einen tollen Kleiderschnitt und wunderschönen Stoff entdeckt. Beides habe ich mir bestellt, der Stoff ist ein Traum. Der Schnitt allerdings "tut nichts für mich". Da es ein neuer Schnitt ist, habe ich aus einem Probestoff das Oberteil probiert. Zum Glück muss ich sagen, denn der Schnitt ist toll, aber nichts für mich. Vielleicht rührt die Abneigung auch daher, dass in der Anleitung der Hinweis stand, man solle seine Kaufgröße zuschneiden, nach den Maßen hätte ich dort zwischen 48 und 50 geschwankt. Aber weder eine 48 noch eine 50 ist meine Kaufgröße. 

Nachdem ich den ersten Frust verdaut hatte, habe ich mich wieder für den Schnitt Chloe entschieden. Den Schnitt kenne ich, der passt zu mir und ich mag ihn. Mein einziges Problem zu dem Zeitpunkt war nur, dass mein kopierter Schnitt verschwunden war. Ich bin gespannt, wo der Schnitt wieder auftaucht. Naja, dann habe ich ihn eben noch einmal kopiert (zum Glück war der zusammengeklebte Schnitt noch da 😂).

Ist der Schnitt erst einmal fertig kopiert, geht das Nähen relativ schnell und so war das Kleid an nur einem Tag genäht. Es war die richtige Entscheidung, auf den altbewährten Schnitt zu nähen, denn das Kleid passt zu mir und ich fühle mich wohl darin.

Den Stoff habe ich für den Rock quer zu Fadenlauf zugeschnitten, damit das Muster am unteren Rock verläuft. Da der Stoff in beide Richtungen elastisch ist, war das kein großes Problem.

Zu Jonathans Jugendweihe habe ich mir das erste Chloe-Kleid genäht. Damals hatte ich mir noch eine Walkjacke nach einem Schnitt von Pattern Company dazu genäht. Mittwoch auf dem Weg zur Arbeit fiel mir ein, dass ich mir ja auch eine Jacke nähen kann. Also habe ich morgens vor der Arbeit noch schnell nach einem Walkstoff in rostorange gesucht... ...und bin fündig geworden (manche Dinge ändern sich eben nie, wie oft habe ich schon vor der Arbeit noch schnell Dinge erledigt, geklärt, bestellt... 😉). Jonathan bekam per Whatsapp die Aufgabe nach meinem Schnitt zu gucken, mit der genauen Angabe, wo er sein muss, war das auch kein Problem. Der Schnitt war da, wo er sein sollte. Fehlte nur noch der Stoff.

Der kam glücklicherweise schon Sonnabend an und so konnte ich heute dann die Jacke nähen. Auch das war - bis auf den Volant - kein größerers Problem. Beim Volant habe ich erst ganz genau geguckt und probiert, wie ich ihn nähen muss. Bei der letzten Jacke ist mir da ja ein Fehler unterlaufen, so dass die rückwärtige Naht außen war. Das wollte ich dieses Mal unbedingt vermeiden - und es hat geklappt. Nun fehlen nur noch die Knöpfe für die Ärmel und dann ist mein Outfit fertig. 

Auf jeden Fall fühle ich mich darin unheimlich wohl:


Auch mit meinem Kleid bin ich zufrieden. Einen kleinen Mangel gibt es allerdings: Bei meinem ersten Schnitt hatte ich den Halsausschnitt ein bisschen weiter zugeschnitten, diese Änderung fiel mir alledings erst auf, nachdem der Beleg angenäht und abgesteppt war. Das wollte ich nicht alles wieder auftrennen, so ist es eben ein etwas hochgeschlossenes Kleid.

Eine Kette zum Kleid habe ich auch schon. Vor langer Zeit habe ich von meiner Oma mal eine Kette mit einem größeren Anhänger mit einem grünen Stein geschenkt bekommen. Dieser Anhänger ist wie gemacht für mein Kleid. Ich muss mich nur noch um eine Kette kümmern, denn die ist leider kaputt.