...und ich freue mich darüber. Küche renovieren hat für mich immer so etwas von Abenteuerurlaub. Alles ist provisorisch und man muss genau planen, was man zu welchem Zeitpunkt braucht, wo man etwas ablegt. Als wir unsere Küche ausgeräumt haben, haben wir uns z. B. ein Tablett mit den Nötigsten Gerätschaften gemacht, so dass wir wenigstens gut frühstücken konnten. Als Kind fand ich es immer aufregend, wenn meine Eltern zu Hause die Küche renoviert haben, der Herd stand dann um die Ecke im Wohnzimmer, war aber irgendwie trotzdem angeschlossen, so dass meine Mutter Essen machen konnte, alles war aufregend. Meine Eltern selber fanden das alles nicht so toll. Heute kann ich sie da vollkommen verstehen. 😉
Mit Katharina habe ich dann immer abgewaschen, das haben wir im Badezimmer in unserem kleinen Waschbecken gemacht. Katharina sagte dann einmal zu mir, dass sie es lustig findet, dass wir das Geschirr dann gleich wieder zum Essen nehmen. Ich musste erst eine Weile überlegen, was sie damit meinte, aber dann war mir klar, dass sie das Abwaschen meint. Das kennt sie ja gar nicht, denn wir haben ja einen Geschirrspüler und packen da so gut wie alles rein. Dass sie also zum Kaffee oder zum Abend das Geschirr hat, welches sie morgens schon hatte, kennt sie nicht. Durch dieses Gespräch ist mir bewusst geworden, wie sich doch alles irgendwie gewandelt hat und das, was für mich als Kind normal war, ist für meine Kinder was Besonderes...
Die Flecken in der Küche sind weggegangen, allerdings war weder die Tapete noch die Farbe besonders gut. Beides würde ich nicht wieder kaufen. Am schlimmsten war jedoch die Farbe, trotz zweimal weißen gibt es noch viele Stellen, die kaum Farbe abbekommen haben. Wenn wir den Flur machen, müssen wir da noch einmal ausbessern.
Den Boden haben wir dann Donnerstag verlegt und ausliegen lassen. Allerdings ist mir da gleich beim Verlegen ein Missgeschick passiert, denn beim Hinziehen des Belags habe ich ihn kaputt gemacht.
Ein ziemlich großer Riss ziert nun unseren Boden, allerdings ist der Riss direkt unter dem Geschirrspüler, so dass es nur ärgerlich ist, aber nicht zu sehen. Das war mir in dem Moment egal, mir schossen so schnell die Tränen in die Augen.
Zugeschnitten habe ich den Belag dann gestern früh, als alle anderen noch geschlafen haben. Ich war mal wieder ganz zeitig wach, da mich das Zuschneiden im Halbschlaf schon beschäftigt hat. Zum Glück habe ich mit dem Zuschneiden an der Tür begonnen, denn da habe ich zweimal zu viel abgeschnitten. An der Wand stand der Belag aber ausreichend über, so dass ich das, was ich zu viel abgeschnitten hatte, immer wieder ausgleichen konnte. Beim dritten Mal passte es dann wirklich.Als Abschluss hatten wir feste Leisten gekauft, welche auf die Halterungen geklickt werden. Allerdings erwiesen sich diese bei unseren Berg-und-Tal-Wänden als völlig daneben, die konnten wir nicht verwenden, sonst hätten wir teilweise Abstände zwischen Leisten und Wand von bis zu 2, 3 Zentimetern gehabt. Es schien, als sollte nichts geglingen bei uns. Also haben wir uns gegen die Leisten entschieden und wieder flexible Fußleisten besorgt. Diese sind für unsere Wände eben besser geeignet.
Während Steffen und Jonathan die ersten Schränke wieder aufgehängt haben, habe ich die Türen gestrichen. Drei Türen konnte ich immer auf einmal bearbeiten, dazu lagen zwei Türen auf den Farbeimern und eine auf unserem Hocker. Man muss sich eben nur zu helfen wissen. ;-)
Zwei Türen habe ich immer im Wohnzimmer auf dem Tisch gestrichen, die dritte im Flur. Ja, ich weiß, das ist ein wenig unkonventionell, aber egal. Zum Trocknen habe ich die Türen dann immer in der Wohnung verteilt und sobald sie getrocknet waren, haben wir die Türen angeschraubt.
Allerdings war dan gestern wohl eine Grenze erreicht, an der wir alle nicht mehr konnten. 😂😂😂 Ist irgendwie ja auch kein Wunder. Unsere Küche sind inzwischen schon wieder ein wenig mehr nach Küche aus, nachdem die Schränke standen und hingen, habe ich dann auch schon meine Quilts wieder aufgehängt, frau muss eben Prioritäten setzen.
Die Vitrinentür ist noch mit Folie beschichtet. Die Glastüren und die Schubkästen wollen wir in einem dunkleren Grau streichen. Dazu habe ich bunte Möbelknöpfe ausgesucht, die eigentlich gestern kommen sollten. Allerdings sind sie gestern wohl im falschen Postauto gelandet. Ich bekam von unserer Postfrau zwei Pakete und bin dann sogar noch einmal hinter ihr hergelaufen und habe nach dem Knopfpaket gefragt, denn in der Sendungsverfolgung stand, dass es in Zustellung ist. War es aber nicht.Und ja, ich finde das schön, wenn jeder Schrank einen anderen Knopf hat, ich denke, das wird richtig schön aussehen.
Heute werden wir dann den Rest einräumen, Gardinenleisten anbringen, die starren Leisten zurückbringen und noch die dunkelgraue Farbe für die Schubkästen und Glasschränke kaufen und dann hoffe ich, dass wir heute Abend endich mit der Küche fertig sind und unser "Abenteuerurlaub" beendet ist.























































