Mittwoch, 5. Juli 2023

...wenn es sich anfühlt wie schweben...

Das ist ein unbeschreibliches Gefühl, alles wird ganz weich und leicht und man strahlt über das ganze Gesicht und kriegt sich gar nicht wieder ein. So geht es mir seit heute nach dem Mittag. Heute kamen nämlich die Ergebnisse der Klausur, die wir in Hamburg geschrieben haben.

Wir hatten in Hamburg ja zwei Tage Handels- und Gesellschaftsrecht. Es stresst mich noch immer, aber nicht mehr ganz so viel. Ich hatte beim Üben vor der Klausur ein Thema großzügig ausgeklammert, eines, bei dem ich immer meine Probleme habe und mir unsicher bin. Ich dachte, das wird schon nicht drankommen, was dran kam, brauche ich sicher nicht weiter auszuführen: Ja, genau, dieses Thema.  Also blieb mir nicht weiter über, als mit dem Gesetz zu arbeiten und mich daran zu orientieren und das habe ich gemacht und ich fand nach der Klausur, dass ich das doch ganz gut hinbekommen habe. Ich hatte ein Bestanden-Gefühl. Das ist ja auch schon viel wert.

Dadurch, dass wir vom Kurs eine Whatsapp-Gruppe haben, wusste ich schon, dass die Briefe heute kommen. Einige bekommen ihre Post immer sehr zeitig. Glücklicherweise war ich heute nicht im Homeoffice, sondern im Büro. Als die Postfrau kam, bin ich gleich zu ihr gestürmt und habe schon meinen Brief gesehen und als ich ihn aufgemacht habe, habe ich angefangen zu juchzen, mein Herz fing an zu klopfen und meine Hände fingen an zu zittern. Sicherheitshalber habe ich dann doch nochmal auf meine Note geguckt. Ne, passt, ist wirklich eine... ...eins (sehr gut).

Ich sitze gerade hier und starre wieder auf die Note und schwebe. Ich kann es nicht glauben und das im Handels- und Gesellschaftsrecht. Ein Gebiet, welches ich 29 Jahre nicht machen musste und welches mir noch immer Herzklopfen bereitet und in welchem ich immer noch sehr langsam bin. Naja, ich arbeite darin ja auch gerade erst seit letztem Sommer... Meine Kolleginnen haben sich mit mir gefreut und mich gleich ganz fest gedrückt. Immer wieder habe ich auf meinen Brief geguckt, ob meine Note wirklich stimmt - hätte ja sein können, dass ich mich in meiner Aufregung verguckt habe...

Ich habe mir vor ein paar Tagen (in Erwartung meines Ergebnisses) einen neuen Charm für mein Armband bestellt. Ich war in Hamburg dreimal bei Planten un Blomen und habe mich in den Park (und auch in Hamburg) verliebt und da passte dieser Charm besonders gut:
Stiefmütterchen (lat. Viola irgendwas), Schmetterlinge und eine kleine Schnecke zieren ihn. Ja, das ist eine schöne Erinnerung an Hamburg. Ich hatte eigentlich einen Charm gesucht, der ein typisches Motiv von Hamburg zeigt, so wie mein Apfelweibla von Bamberg, aber leider habe ich da nicht so das Passende gefunden und der Charm von Pandora hat mir nicht gefallen.

Stunden-, tagelange habe ich das Internet durchforstet und irgendwann habe ich ein Anhänger gefunden, zwar nicht das, was ich wollte, aber doch auch schön. Und so habe ich mit dem Händler dazu geschrieben und mir dann den Anhänger bestellt. 
Ich habe dann zufällig entdeckt, dass es diese Anhänger von verschiedenen Städten gibt, unter anderem auch von Bamberg. Steffen meinte dann, ich soll ihn mir bestellen. Ich hatte erst überlegt, da er doch nicht ganz günstig war, aber am Ende habe ich ihn mir dann doch gekauft. Und so sieht mein Urlaubslieblingsstadterinnerungsarmband aus:
Ja Bamberg und Hamburg sind mir in so lieber Erinnerung, das sind zwei sehr schöne Städte. Von Hamburg werde ich demnächst berichten, eigentlich wollte ich das mit meiner Note in einem Bericht zusammenfassen, aber ich freue mich so sehr über die Note, das musste ein eigener Beitrag werden.

Sonntag, 2. Juli 2023

Das Binding

 

Das kann jetzt irgendwie nicht wahr sein. Als ich gestern die Decke zum Essen abgenommen habe, habe ich das dort entdeckt. Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich fand, dass das Binding mit den Maßen arg knapp war und das war dann auch deutlich zu sehen, an vielen Stellen war es nicht schön genäht.

Zuerst hatte ich ja überlegt, nur das ausgefranste Binding abzutrennen, aber da ich solche Stellen, wie oben in auf den Bildern an mehreren Stellen im Binding hatte, habe ich mal eben das komplette Binding abgetrennt. Den ganzen Vormittag heute habe ich daran gesessen.
Nun ja, es war eine absolute Scheißarbeit, das Binding vorn und hinten abzutrennen, aber wenn ich wieder einen schönen Quilt haben wollte, musste es wohl sein. Ich habe dann beim zweiten Mal auch nicht das Binding mit Biese angenäht, sondern ein ganz normales, welches ich von vorn mit der Maschine und von hinten mit der Hand angenäht habe. Den ganzen Abend habe ich daran gesessen. Aber nun sieht das Binding schön aus und die schadhafte Stelle ist auch weg.
So, nun kann ich den Quilt ohne schlechtes Gewissen mit nach Bad Berka bringen (ich habe auch endlich rückseitig die kleinen Fädchen abgeschnitten - eine Arbeit, die ich so gar nicht liebe...).
Perfekt! So gefällt es mir sehr gut und ich freue mich, dass ich mir die Mühe gemacht habe, das komplette Binding zu erneuern.

Donnerstag, 29. Juni 2023

Trinket SAL - Das Ergebnis

Vor ein paar Tagen hatte ich ja das fertige Top unseres Trinket-Quilts gezeigt. Das Top ist auch schon zum Quilt geworden und ziert unseren Tisch im Wohnzimmer. 😍 Aber irgendwie rast die Zeit im Moment nur so, wir sind auch viel unterwegs (zum Fußball), was einerseits auch schön ist, andererseits bleibt zu Hause so viel liegen... Aber was soll's. Nur noch vier Wochen und dann habe ich Urlaub. Ich freue mich so sehr darauf.

Mein Unser Trinkeltquilt: Als Rückseite habe ich ebenfalls einen japanischen Webstoff genommen, vor einiger Zeit hatte ich mal ziemlich viele Meter davon günstig gekauft. Die hatte jemand entweder auf Kleinanzeigen oder auf Facebook angeboten und da konnte ich einfach nicht widerstehen. Jetzt hat es sich gelohnt, der Quilt ist stimmig mit der passenden Rückseite. Schon zeitig stand mein Entschluss fest, in gerade Linien zu quilten, die parallel, aber auch winklig zueinander verlaufen. So habe ich es dann auch gemacht.
Ein bisschen ist schon auf diesen Fotos mein Plan zu erkennen. Gut, manche Linien haben einen gewissen Schwung in sich, wie ich das immer schaffe, ist mir ein Rätsel. 😂
Ich habe immer Stück für Stück gequiltet, um meine Schulter nicht zu sehr zu beanspruchen. Ich habe immer nähfußbreit gequiltet, das ist sehr dicht geworden, hat viel Zeit gekostet und bald noch mehr Garn. Ich hatte eine neue Rolle zum Quilten genommen, ich glaube, die ist fast nur noch viertel voll.
Noch fehlen ein paar Bereiche, aber die Idee ist schon ganz gut zu erkennen.
An ein, zwei Stellen, an denen sich viele Quiltnähte treffen/kreuzen, hat mein Quilt etwas gebeult, aber das hat sich durch das Waschen größtenteils gegeben, so dass nun davon so gut wie nichts mehr zu sehen ist.
Ich muss sagen, dass ich schon ziemlich froh war, als das Quilten dann endlich geschafft war, das hat nicht wirklich Spaß gemacht, immer nur gerade Linien... Für das Binding habe ich mich mal wieder für ein Binding mit Biese entschieden. Vor vielen Jahren hatte ich das mal an dem Quilt Erdbeersommer probiert und fand das damals sehr hübsch. Aber irgendwie ist das wieder verblieben. Ich musste erst einmal wieder nach einer Anleitung suchen. Zum Glück habe ich auch eine gefunden, allerdings fand ich - im Nachhinein betrachtet - die Maße ein klein wenig knapp (ich glaube, es waren 1 1/2 und 1 1/4 Inch). Beim nächsten Mal würde ich die geringfügig größer zuschneiden, damit ich beim Umklappen das Binding nicht so arg ziehen muss.
Ja, das Binding sieht schön aus, die Mühe hat sich gelohnt. Durch das sehr dichte Quilten ist einiges von der Größe des Tops verlorengegangen. Damit hätte ich so nicht gerechnet. Aber es reicht zum Glück immer noch, um unseren Tisch abzudecken.
Anschließend habe ich dem Quilt eine Runde Waschmaschine spendiert und ihn im Trockner getrocknet.

Und noch einmal ein Foto von vorn, ohne Wind:
Ich bin sehr stolz auf unser gemeinsames Projekt und den fertigen Quilt. Das hat sehr viel Spaß gemacht.

Sonntag, 25. Juni 2023

Eine neue Zeugnismappe

Als Johannes in die Schule gekommen ist, hatten wir eine Erstausstattung über einen Bürohändler gekauft, mit dem die Schule zusammengearbeitet hatte. Dabei war auch eine Zeugnismappe, irgendwann im Laufe des Schülerlebens hat die aber ihren Geist aufgegeben und die Zeugnisse sind - vorerst - in einen Pappschnellhefter umgezogen. Immer mal wieder wollte ich eine neue Zeugnismappe kaufen, aber unser pragmatischer Johannes sah da keinen Sinn darin, schließlich steht die Mappe, bis auf ein paar Tage im Jahr, im Schrank. Das war in seinen Augen immer eine unnütze Geldausgabe. Naja und so ist es eben verblieben.

Nun ist es so, dass er wohl bald wieder Zeugnisse bekommen wird. Das und seinen im Spaß gesagten Satz, dass er ja das einzige der drei Kinder ist, welches seine Zeugnisse im Pappschnellhefter aufbewahren muss, habe ich zum Anlass genommen, ihm zum Geburtstag eine Zeugnismappe zu nähen.

Die habe ich natürlich schlicht gehalten. In grün (er schwärmt von einem British-Renn-Grün, was auch immer das ist) und mit grau, damit sie nicht ganz so trist ist.

Die Mappe habe ich Donnerstag nach der Arbeit genäht, ich habe gemerkt, dass ich lange nicht genäht habe, mir ist mal wieder so viel schief gegangen.
Das Grün kommt auf den Fotos leider gar nicht so schön zur Geltung.

Für die Innenseiten habe ich Chemiestoff genommen, schließlich mag er Chemie und möchte eine Ausbildung zum Chemielaboranten machen.
Das Hauptgeschenkt war aber seine erste Million:
Die Idee dazu haben wir auf Instagram entdeckt und ich fand die Idee schön. Ich glaube, Johannes hat sich über sein Geschenk und die Zeugnismappe gefreut.

Samstag, 24. Juni 2023

Trinket SAL - die letzten Blöcke und...

Hier war es lange ruhig, dabei hätte ich so gern gleich von meinen Erlebnissen im Hamburg berichtet. Ich war letzte Woche zur 3. Präsenzphase im Rahmen des Fernstudiums in - nein, nicht in Leipzig - Hamburg. Im Vorfeld hat mich das unheimlich gedanklich gestresst, denn ich musste vom Hotel ein paar Minuten zur U-Bahn laufen und dann ein paar Stationen mit der U-Bahn fahren und dann noch ein paar Minuten laufen. Naja und für mich war das gedanklich der absolute Stress, dafür war das Hotel günstig. Aber eigentlich wollte ich noch gar nicht von Hamburg schreiben, denn das nimmt viel mehr Zeit in Anspruch, denn es war eine unheimlich schöne und intensive Woche und ich habe Hamburg lieben gelernt. 😍

Aber eigentlich wollte ich von unserem Mittwochsprojekt berichten, welches inzwischen abgeschlossen ist. Ich glaube, die letzten fünf Blöcke habe ich hier noch gar nicht gezeigt (das kommt davon, wenn frau vorarbeitet und dann mit den Terminen durcheinander kommt 😂).

Die Blöcke 6 bis 10 der Kategorie Life waren dann auch die letzten, die zu nähen waren. 

Eine ganze Weile hatten Katharina und ich überlegt, was wir mit den Blöcken machen wollten. Für uns stand von Anfang an fest, dass wir jeden Block nur einmal nähen und es kein großer Quilt werden soll. Wir hatten dann auch noch überlegt, ob wir darauf vielleicht einen Wandquilt machen sollten. Im Netz habe ich verschiedene Varianten gesehen, gut gefallen haben mir die, in der die Blöcke untereinander in Reihen angeordnet sind. Aber so recht konnten wir uns für nichts entscheiden.

Und sind wir doch mal ehrlich, das schönste am Quilt nähen, ist doch das Auslegen und Hin- und Hersortieren der Blöcke.
Wir haben die Blöcke dann zunächst nach Farben sortiert, das war gar nicht so einfach, zu entscheiden, zu welcher Gruppe ein Block nun gehört, aber ich denke, wir haben das ganz gut hinbekommen.
Das war eine erste Idee, die wir dann aber irgendwie wieder verworfen haben, denn sie war nicht stimmig.

Irgendwann kam mir dann die Idee, den Herzblock mit drei weiteren in die Mitte zu setzen und davon ausgehend die Blöcke rechtwinklig anzuordnen. Wir hatten zu dem Zeitpunkt schon entschieden, dass es eine Tischdecke werden sollte und von jeder Seite des Tischs sollten einige der Blöcke richtig herum zu sehen sein. Zunächst mussten wir noch drei Herzen nähen. 
Die vier Herzen bildeten den Mittelpunkt unseres Quilts und darum herum haben wir die Blöcke angeordnet.
So ungefähr sah unser Plan aus. Ob es letztendlich genauso geworden ist, kann ich gar nicht sagen, aber das war auch nicht wirklich wichtig. Hier kam es nicht auf die genauen Abstände zwischen den Blöcken und die genaue Lage im Quilt an.
Das Zusammennähen hat jeder mal von uns übernommen. Das Top habe ich dann zusammengesetzt, da ich da dann doch messen und rechnen musste, damit es hinkommt. Manchmal war es gar nicht so einfach, alles richtig in Position zu bringen. Ich weiß gar nicht, wie oft ich im Wohnzimmer den Tisch gemessen habe. 😂
Für die Ecken der Randstreifen habe ich mich mal wieder für Ecken im 45-Grad-Winkel entschieden. So häufig nähe ich die nicht, obwohl sie mir jetzt schon besser gelingen, als noch vor einigen Jahren. Aber es ist für mich immer wieder spannend zu sehen, ob es wirklich klappt.
Es hat geklappt und nach dem Bügeln sah die Ecke noch besser aus. Und dann war irgendwann unser Top fertig und ich habe es zur Probe auf unseren Tisch gelegt:
Passt und sieht gut aus, sehr sogar.

Freitag, 9. Juni 2023

Die Losfee war mir hold

Zunächst habt vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem letzten Beitrag, ich habe mich sehr über jeden einzelnen gefreut. Hin und wieder komme ich ja auch dazu, in anderen Blogs zu lesen und manchmal auch zu kommentieren und so hatte ich bei Elke einen Kommentar hinterlassen.

Elke sortiert schon seit einer ganzen Weile aus und berichtet darüber auf ihren Blog, viele andere Blogger hat sie damit angesteckt. Gut finde ich, dass die Sachen nciht einfach entsorgt, sondern weitergegeben oder einer anderen Bestimmung zugeführt werden. So hatte Elke auf ihrem Blog auch geschrieben, dass sie ein Hundertwassertuch weitergeben möchte, welches sie zwar mag, ihr aber farblich nicht steht. Ups, das Tuch hatte genau die passende Farbe zu meiner gelben Jacke. Schon oft habe ich überlegt, mir dazu etwas Passendes zu kaufen, damit ich die Jacke auch mal mit einem schwarzen Teil tragen kann. Also habe ich bei Elke kommentiert und da auch eine andere Blogleserin sich in das Tuch verliebt hatte, hat Elke es verlost. Diesen Beitrag dazu hätte ich bald gar nicht gesehen, da meine Zeit in letzter Zeit mal wieder arg knapp bemessen ist (das alte Leid, aber lassen wir das... 😂).

Und irgendwann hatte ich dann einen Brief im Postkasten, den ich aber, weil ich gerade auf dem Sprung war, erst einmal in meine Handtasche gesteckt habe. Zum Glück habe ich am nächsten Tag was in meine Tasche getan und da fiel mir der Brief wieder ein. Ich musste dabei gleich an die Briefumschläge denken, die meine Schwester vor vielen Jahren immer selbst gefaltet hatte.

Allein schon der Umschlag ist toll, aber das Tuch - ihr glaubt es nicht, wie wunderschön das ist.

Es ist wie gemacht für meine senfgelbe Jacke und auch an mir (ich hoffe, das klingt jetzt nicht eingebildet), sieht es wirklich schön aus.

Ach, Selfies sind immer ein wenig schwierig, aber man kann gut sehen, dass es einfach ein wunderschönes Tuch ist. Ich freue mich wie verrückt darüber und, aber pssst, die Jacke hängt immer noch nicht wieder im Schrank, denn da sehe ich sie mit dem Tuch zusammen nicht. 😂
Liebe Elke, hab nochmals vielen, lieben Dank dafür. Ich freue mich sehr darüber und freue mich schon, wenn es wieder ein wenig kühler wird, dann wird das Tuch ausgeführt. 😍