Mittwoch, 8. Januar 2025

8. Januar

Freude        Joachim Ringelnatz

Freude soll nimmer schweigen.
Freude soll offen sich zeigen.
Freude soll lachen, glänzen und singen.
Freude soll danken ein Leben lang.
Freude soll dir die Seele durchschauern.
Freude soll weiter schweingen.
Freude soll dauern
Ein Leben lang.
 

Montag, 6. Januar 2025

Der Freudenschrei

Vielen Dank für euer Interesse an meinem neuesten Projekt. Ich denke, dass die Übergänge manchmal nicht beim ersten  Mal gepasst haben, weil ich dann vielleicht doch ein wenig beim Nähen mit den Teilen verrutscht bin. Meist habe ich es ohne zu stecken genäht und - naja, das Ergebnis war dann oft Trennen. Ich hätte ja auch Stecknadeln verwenden können, aber... Ach, egal.

Ich habe heute an meinem Projekt weitergenäht. Die Vorlagen habe ich mir heute morgen, als alle anderen noch geschlafen haben, ausgeschnitten, so dass ich dann gleich nach dem Frühstück weiternähen konnte. Ich habe gemerkt, dass mir das Nähen heute leichter von der Hand ging, ich habe nicht so viel an andere Dinge gedacht. Gestern war ich wohl häufiger in Gedanken und ich denke, das ist auch ein Grund, warum mir Fehler unterlaufen sind.

Ich habe das obere Teil heute fertig genäht, ich habe doch tatsächlich den ganzen Tag dafür gebraucht. Und so ganz ohne Trennen habe ich es dann doch nicht geschafft, die Übergänge am rechten Rand gefielen mir nicht und die habe ich dann  noch einmal korrigiert.

So sieht es viel besser aus. Und so sieht das obere Teil insgesamt aus:
So allein sieht es noch recht unspektakulär aus, aber in Gesamtheit mit dem unteren Teil ist es richtig schön.
Ich freue mich, dass mein top nun fertig ist und ich finde, es sieht mal so richtig, richtig schön aus. Und soll ich noch was sagen? Ich habe noch ein paar kleine Korrekturen vorgenommen. Ich wäre wohl nicht Viola, wenn ich es nicht gemacht hätte. 😂

Als erstes habe ich den Abstand zwischen Kopf und Körper der rechte Person im Hintergrund korrigiert. 
Der Abstand war mir zu groß und so habe ich den ein wenig enger gemacht.
So sieht es viel besser aus. Und wenn ich einmal am Korrigieren bin - ihr habt es euch bestimmt gedacht - habe ich den nicht passenden Übergang  am  Schreienden,, wo ich gestern das schwarze gegen ein graues Stück Stoff getauscht habe, geändert. Lange habe ich überlegt, ob ich das machen soll, aber ich konnte es einfach nicht so lassen, ich musste da immer hingucken. 😉
Das Bild ist extrem vergrößert und der Quilt zum Zeitpunkt des Fotos noch nicht gebügelt, daher sieht es da so krukelig aus. So schlimm ist es in natura nicht. Es war gar nicht so einfach, den Übergang irgendwie vernünftig hinzubekommen, schließlich war das ja auch die Stelle, wo ich schon eine Änderung vorgenommen hatte. Nach einigen Versuchen hat es dann aber geklappt und es ist nun so, dass ich damit leben kann.
Das waren nun vier Tage intensiven Nähens, die waren anstrengend, aber unheimlich befriedigend. Ich freue mich und bin dankbar, dass ich so viel Zeit dafür bekommen habe und mich aus dem Familienleben ein wenig für die Zeit zurückziehen konnte. Danke dafür. Mit diesem Top habe ich nun drei fertige Tops, die ich quilten kann. Ich denke, ich werde mit dem Schrei anfangen, denn da weiß ich nämlich schon, wie ich den quilten könnte (im Gegensatz zu meinem Gewächshaus und dem Läufer, denn da fehlen mir noch die Ideen). 

Nachtrag um 21.34 Uhr: Ich habe einer schlaflosen Nacht vorgebeugt und die linke Hand noch ein wenig korrigiert, sie war in natura doch recht krukelig. Nun sie sie besser aus und ich kann hoffentlich ruhig schlafen.

Sonntag, 5. Januar 2025

Es ist zum Schreien mit dem Schrei

Habt vielen Dank für eure Kommentare zu meinem neuen Projekt. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Ja, es ist schon ein gewagtes Muster, welches ich mir ausgesucht habe. Eine ganze Weile bin ich um das Muster virtuell "herumgeschlichen", aber hey, warum auch nicht. Die Bilder von Munch hatten mich im Februar, als wir uns die Ausstellung im Barberini angesehen haben, beeindruckt, ich finde sie sehr ausdrucksstark mit den Motiven und den leuchtenden Farben. Ja, die "Vier Mädchen auf der Brücke" haben wir auch gesehen, das ist auch ein sehr schönes Bild.

Ich habe in den letzten beiden Tagen intensiv an meinem Schrei genäht, manche Male hat mich das zum Schreien gebracht. Ich musste sehr, sehr oft trennen, weil zum Beispiel die Übergänge nicht gepasst haben oder ich einen falschen Stoff verwendet habe.

Ich habe gestern das Teil genäht, welches an das Gesicht genäht wird. Das ging - bis auf die Trennerei - ganz gut.


Diese beiden Teile wollte ich dann zusammennähen, aber irgendwie passte es nicht. 😱Ich war der festen Überzeugung, dass ich das Teil mit dem roten Rand falsch herum zusammengenäht habe, dass das Teil mit dem vielen Blau nach oben kommt. Also habe ich getrennt...
...um das Teil dann genauso, wie es war, wieder zusammenzunähen. Mein Fehler war nämlich, dass ich auf die gespiegelte Vorlage geguckt habe, meine Teile aber richtig herum vor mir liegen hatte. Ich hätte das Teil nur einmal drehen müssen, dann hätte ich meinen Denkfehler sicher bemerkt. Tja, das ist nun selten dämlich. 😂Das Teil mit dem roten Rand muss nämlich an die andere Seite genäht werden, der rote Rand schließt das Motiv an der rechten Seite ab.
Mein Plan für heute war der untere Teil des Quilts. Das waren ziemlich viele Einzelteile, von AK bis AZ. Ich habe diese in der passenden Reihenfolge genäht, so konnte ich immer gleich passende Teile zusammennähen.
Auch heute hatte ich oft das Problem, dass die Übergänge beim ersten zusammennähen nicht passten. 😟
Ja, das ist der Quilt des Trennens. Obwohl ich die Teile mit den Passzeichen gut ausgerichtet habe, passte es beim ersten Nähen eben leider nicht. Die Teile, die ich fertig hatte, habe ich dann immer zu meinem gestern genähten Teil gelegt, es hat Spaß gemacht, dem Quilt beim Wachsen zuzusehen.
Irgendwann war es dann geschafft und ich konnte das untere Teil des Quilts zusammennähen.
Es seiht schön sehr schön aus und durch das Trennen passten dann auch die Übergänge so, dass ich damit zufrieden war. Also habe ich meine beiden Teile zusammengesteckt.
Bei solch großen Teile muss ich dann immer auf den Fußboden ausweichen (noch ein Argument für ein eigenes Nähzimmer, dann kommt da nämlich auch ein richtig großer Tisch rein, den ich für solche Arbeiten nutzen kann). Ich habe meine beiden Teile noch einmal kontrolliert und zusammengenäht und...
... na klar: Getrennt. Obwohl ich gut gesteckt und kontrolliert hatte, passten bei den beiden Leuten im Hintergrund die Übergänge nicht. Ich habe nur das Stück, welches verschoben war, getrennt und dann noch einmal neu und passend zusammengenäht.

Ja, so ist es besser. Zufrieden bin ich mit meinem Teil in's Wohnzimmer gegangen, den Kaffee hatte ich mir redlich verdient.
Und was sehe ich SOFORT?! Ja, klar, zwei Stellen, an denen ich die falsche Farbe erwischt habe. Das ist mir leider häufig passiert, sonst habe ich es aber immer gleich entdeckt. Bei der Stelle an der linken Schulter des Schreienden und am rechten Rand habe ich es aber tatsächlich erst gesehen, als wir beim Kaffee saßen. Ich konnte, ehrlich gesagt, den Kaffee nicht mehr richtig genießen. Die beiden Stellen ließen mir keine Ruhe und so bin ich dann noch einmal an meine Nähmaschine gegangen. Eigentlich hatte ich schon alles aufgeräumt.

Ich habe dann das schwarze Stück an der Schulter rausgetrennt (wie gehabt, wirklich nur das Stück) und durch den grauen Stoff ersetzt. Das Einnähen war gar nicht so einfach, ich musste mehrere Anläufe nehmen. Dann passte es aber so, dass ich damit leben kann. Die Übergänge passen nicht hundertprozentig, aber da habe ich mich entschieden, das nun so zu lassen, denn ich denke, es würde nicht besser werden.
So ist die Schulter wenigstens rund und die Übergänge, die jetzt nicht passen, werde ich dann beim Quilten versuchen zu beheben. Ich habe versucht, es besser zu nähen, aber es ging nicht und so habe ich es nun so gelassen. Rechts unten habe ich dann auch das braune Stück durch die richtige Farbe ersetzt und so ist der bisherigen Quilt nun stimmig und rund.
Mein Plan für morgen ist der obere Teil des Quilts und dann ist das Top fertig. Ich hoffe, dass ich morgen nicht so viel trennen muss. 

Freitag, 3. Januar 2025

Der Schrei

Zunächst einmal wünsche ich euch allen noch ein gesundes neues Jahr und freue mich auf ein weiteres Blogjahr und den regen Austausch mit euch. Ich glaube, ich muss noch etwas zu meinem Neujahrspost schreiben. 😉Zum einen mag ich das Gedicht, es ist so ein kleines, aber schönes Gedicht und zum anderen ist es für mich gedanklich so, dass nach Silvester, wenn das neue Jahr beginnt, alles von vorn anfängt. Die Tage werden wieder länger, die dunkle Zeit neigt sich dem Ende entgegen, es ist alles noch neu und... ...unbenutzt. Irgendwie ist es für mich dann so, dass der Frühling nicht mehr weit ist, auch wenn ich gern erst einmal richtigen Winter habe.

Letztes Jahr im Februar waren Steffen und ich im Barberini in Potsdam und haben uns dort die Ausstellung über Edvard Munch angesehen. Ich glaube, der Schrei ist auch denjenigen ein Begriff, die sich nicht so arg für Kunst interessieren. Das war auch das Bild, welches ich von Munch kannte, die anderen waren mir auch eher unbekannt. Schön waren sie alle, er hatte eine sehr interessante Art zu malen. 

Im Netz lief mir irgendwann eine Anleitung zum Gemälde der Schrei über den Weg. Der Quilt wird auf Papier genäht. Irgendwie bin ich momentan wieder im Flow beim Nähen auf Papier. Eine Weile habe ich überlegt, ob oder ob nicht, Ende letzten Jahres habe ich mich dann zum "ob ja" entschieden und die Anleitung gekauft. Erst wollte ich das Nähen nach hinten schieben, aber dann hat es mich gepackt und ich habe mir erst einmal Stoffe bestellt. Ich habe zwar einige Stoffe zu Hause, aber oftmals nicht in ausreichender Menge. Also habe ich überlegt und geguckt und dann bestellt. Und schon ein paar Tage später waren die Stoffe da.

Heute habe ich dann begonnen, die Stoffe zu sortieren und für die Stoffe, für die ich nur wenig brauchte und keine neuen Stoff bestellt hatte, die passenden Stoffe aus meinem Regal rauszusuchen. Es war gar nicht so einfach, den passenden Stoff zu finden (so sah es dann auch bei mir aus), aber nach einer Weile war es dann geschafft und jeder Farbe war ein passender Stoff zugeordnet.


Die Anleitung ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Die erste Hürde bestand darin, zu erkennen, warum einige der Seiten mit den Schnitten verkleinert ausgedruckt worden sind. Nach einer ganzen Weile habe ich dann gelesen, dass es sich dabei um die Anleitung handelt, wie die geteilten Schnitte zusammengeklebt werden müssen. Das wiederum ist ja nicht schlecht. 

Um zu sehen, ob mein Stoff für das Gesicht reicht, habe ich damit begonnen, eigentlich eher untypisch, aber so konnte ich gleich ein gutes Ergebnis sehen. Also habe ich im Schnitt geguckt, welche Teile für das Gesicht sind und habe diese ausgeschnitten. Und schon tauchte das nächste Problem auf, denn ich hatte zweimal die Schnitte für die Augen... 😕. Ach, wird schon passen und so habe ich dann erst einmal genäht und da waren dann wieder die doppelten Augen... Glücklicherweise gibt es ja ein Übersetzungsprogramm, welches auch über die Kamera funktioniert:

Gut, es ist kein super Deutsch, aber der Sinn ist zu verstehen und so war ich froh, dass ich mit den "richtigen" Augen angefangen hatte, da ich diese verdrehten Augen nicht wollte. Ich habe dann auch gleich die beiden Augen zusammengenäht und ja, sieht echt cool aus und...
...zum Familie erschrecken reicht es erst einmal. 😂😂😂 Bei Katharina hat es perfekt funktioniert.

Heute habe ich den mittleren Teil des Tops mit dem Gesicht zusammengenäht. Und ich denke, das wird so richtig schön werden.

Morgen geht es dann weiter, ich habe mir schon die Teile ausgeschnitten, so dass ich morgen dann weiternähen kann. Ich freue mich schon darauf. 😍

Mittwoch, 1. Januar 2025

1. Januar



Er ist's        Eduard Mörike

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
- Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja, du bist's!
Dich hab ich vernommen.

Dienstag, 31. Dezember 2024

Zum Ende des Jahres

...hatten wir noch einmal richtig viel Glück. Naja, eigentlich hatte eher Katharina das Glück, aber doch irgendwie wir alle. Sie war gestern mit Freunden unterwegs und ist wohl vom Bordstein abgerutscht oder in's Stolpern geraten und mit einem Auto kollidiert. Der Spiegel hat sie am Rücken erwischt und das Auto ist über ihren rechten Fuß gefahren. Einer der Freunde hat sie wohl noch zurückgezogen, sonst hätte es vielleicht schlimmer geendet. Der Fuß ist gebrochen, muss aber nicht operiert werden. Man könnte jetzt jammern und sagen "So ein Pech aber auch!", man kann es aber auch einfach nur positiv sehen, es ist nicht mehr passiert und auch dem Autofahrer geht es gut. Beide sind mit einem Schrecken und Schock davon gekommen. Den Autofahrer hat die ganze Sache auch sehr mitgenommen, wir haben dann noch einmal mit ihm telefoniert und ihn beruhigt und mitgeteilt, dass nur der Fuß gebrochen ist und er sich keine Gedanken und Sorgen machen soll. Das sind eben Dinge, die passieren, da kann niemand etwas dafür. Der anwesende Polizist hat uns erzählt, dass er schon Eltern erlebt hat, die in solch einer Situation ganz anders reagiert haben und den Autofahrer verprügelt haben... 😱

Auch ihren Freunden geht es wieder gut, ich glaube, auch sie waren alle erschrocken über das, was da passiert ist. Sie haben aber unglaublich gut und souverän reagiert, sind bei Katharina geblieben, haben uns regelmäßig informiert und waren ganz tapfer und haben erst angefangen zu weinen, als Katharina im Rettungswagen lag und die Tränen der Freunde nicht mehr sehen konnte. 

Das einzige, was sehr schade ist, ist dass Katharina nun nicht mit ihrer Freundin und deren Eltern Ende Januar nach Ägypten fliegen kann. Sie wären in einen Aquapark geflogen. Nun ja, vielleicht kann sie das irgendwann einmal mit ihrer Freundin nachholen.

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...habe ich sonst immer das ein oder andere Top zum Quilt verarbeitet. Das war auch in diesem Jahr mein Plan, zumindest das Gewächshaus wollte ich fertig machen. Und so habe ich dann heute nach Vlies und einer Rückseite gesucht und bin tatsächlich auch fündig geworden. Was glaubt ihr wohl, was das für ein schönes Gefühl ist, wenn die Größe des Quilts zu meiner Idee kompatibel ist. 😍
Man sieht es oben rechts, es hat gerade so gereicht. Man muss auch mal Glück haben. 😉Geheftet ist alles und ich hätte quilten können, aber ich weiß noch nicht so recht, wie ich quilten soll und so habe ich alles erst einmal beiseite geräumt. Ich habe ja noch ein paar Tage frei und da werde ich dann sicher mit dem Quilten beginnen.
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...habe ich dann noch die gefärbten Stoffe ausgewaschen und gebügelt. Die Farben sind sehr schön geworden, so, wie ich sie mir vorgestellt habe. Besonders der Flanell ist genauso geworden. So hätte ich ihn im Handel nie und nimmer bekommen.

Die Marmorierung in der Farbe gefällt mir unheimlich gut, das ergibt einen schönen lebendigen Hintergrund im Quilt. Ich bin froh, dass ich mich entschieden habe, den Hintergrundstoff selbst zu färben. Wenn alle Stoffe nebeneinander liegen, ist die Farbabstufung besonders gut zu erkennen.
Auch die anderen Stoffe sind klasse geworden. Spannend sind immer die Ergebnisse der Containerfärbung. Da habe ich dieses Mal einfach blau und rot aufbrauchen wollen, um nicht ganz so viel der Farblösung wegschütten zu müssen. Und auch die roten Stoffe sind schön geworden und dass ich diese nun mehrfach habe, ist auch kein Problem. Für den Mohn-Gelmerodaquilt habe ich nun definitiv schöne Stoffe.
Ich habe mich beim Bügeln allerdings schon ein wenig, na sagen wir mal, unwohl gefühlt. Zum einen störte mich die Motte und zum anderen fühlte ich mich ein wenig beobachtet:
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...habe ich an meinem Handy eine neue Funktion entdeckt (dass ich das Handy schon seit August habe und das unter anderem wegen des Stifts gekauft habe, sage ich jetzt mal nicht): Skizze zu Bild. Das ist ein Programm, bei dem man ein mehr oder weniger schönes Bild malen kann und das dann mit Hilfe von KI in ein schöneres Bild umgewandelt wird. Ich finde, das ist eine tolle Spielerei. Und so verabschiede ich mich nun mit genau solch einem Bild in den Silvesterabend. Ich sage Danke für eure Treue zu mir und meinem Blog, für eure lieben Kommentare (der erste Post rückwärts gesehen ohne Kommentar ist vom Juni - wow!), die vielen Anregungen, die ich durch euch bekommen habe, für den Austausch, auch für den Zuspruch, den ich von euch immer wieder bekomme, eure lieben Briefe und E-Mails und überhaupt für alles andere auch!

DANKE!!!
 

Ich wünsche euch allen einen schönen Silvesterabend und einen guten Rutsch (bitte nicht mit dem Ergebnis meiner Tochter) und ein gesundes neues Jahr. Ich freue mich auf ein weiteres Blogjahr und habe schon so viele Pläne, nähtechnisch und auch sonst, darauf freue ich mich sehr.

31. Dezember

Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

aus: Der kleine Prinz
 

Montag, 30. Dezember 2024

Allein, allein...

Ja, ganz allein und das ist so traumhaft schön. Es ist Ruhe, keine Hektik, keiner ist da, keiner ruft nach mir, keiner streitet oder neckt den anderen. Einfach nur ich und nix weiter. Himmlisch. Geplant war das nicht, denn das hat sich gestern spontan bei unserem Sonntagskaffee ergeben. Katharinas Freundin und deren Mama und Oma waren zum Kaffee da und so ergab es sich, dass Katharina bei ihrer Freundin schlafen konnte. Spontan wie wir immer sind. Und als mir dann bewusst wurde, dass ich ja dann Montag wirklich mal Zeit für mich habe, habe ich die männlichen Bieders, die heute alle arbeiten müssen, ganz nett und mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass sie ja nicht vergessen sollen, am Montag zur Arbeit zu gehen. 😂Als Mutter und Ehefrau kann ich da eben nicht aus meiner Haut und helfe, wo ich kann und wenn es nur gute Ratschläge sind. 😂Um mich zu ärgern, haben sie dann alle unisono gesagt, sie würden sich dann Montag früh bei Arzt treffen und bekämen doch bestimmt Bettruhe verschrieben...  Haben sie natürlich nicht, sondern sind alle ganz brav zur Arbeit gegangen (also davon gehe ich jetzt mal aus, denn weg sind sie alle 😂).

So ein ungeplanter freier Alleintag ist manchmal ein wenig schwierig für mich, nicht weil ich alleine bin, sondern weil ich dann so viele Ideen habe, was ich tun könnte, dass ich mich für keine entscheiden kann und mir selbst im Weg stehe. So war es heute auch, erst habe ich gefrühstückt, dann ausgiebig geduscht und meine Haare Sivestertauglich hergerichtet (aber beim Friseur sieht das immer besser aus) und dann habe ich überlegt, was ich machen könnte. 

In den letzten Jahren habe ich es oft so gemacht, dass ich zwischen den Jahren Tops zu Quilts verarbeitet habe. Das stand für heute auch zur Debatte, das Gewächshaus ist bereit und auch ein Tischläufer könnte dann mal fertig werden. Ich möchte auch gern mal wieder einen Gelmerodaquilt nähen, ich könne für mein neues Projekt die Schablonen ausschneiden, ich könnte für den Meeresquilt was vorbereiten, ich wollte mein Schubfach sortieren... Ich könnte die Liste noch endlos fortsetzen. Allein: ICH KONNTE MICH NICHT ENTSCHEIDEN!!! Und so habe ich nichts von alledem gemacht. Die Entscheidung, was ich tun sollte, hat mir dann die Post abgenommen, die geklingelt und mir ein Paket gebracht hat.

Für meinen Meeresquilt möchte ich auch für den Hintergrund Flanell verwenden, nur leider habe ich den nicht in der Farbe gefunden, die mir vorschwebte. Blau gab es leider nur gemustert. Und so habe ich mir zwei Meter Flanell bestellt und beschlossen, dass ich den Stoff selbst färbe.

Also habe ich die Salz- und Sodalösung angemischt und alles zum Färben in der Küche vorbereitet. Ich hoffe, dass der Stoff auch die Farbe annimmt, denn ich habe den nicht vorbehandelt. Naja und wenn es nicht klappt, war es eben ein Versuch und ich mache es nochmal. Ich habe mich für vier unterschiedliche blautöne entschieden, ich denke, damit kann ich den Hintergrund des Quilts gut gestalten: Von dunkel im unteren Bereich nach hell ganz oben.

Da der Flanell natürlich dicker ist als der Baumwollsatin habe ich mehr Flüssigkeit in den Tüten gebraucht, ich habe dann einfach mehr Salz- und Sodalösung genommen. Ich hoffe, das geht so einfach. Ich bin bei so etwas ja eher pragmatisch: Probieren geht über Studieren.
Ich bin sehr gespannt, wie der Flanell die Farbe annimmt. Ich musste auf jeden Fall eine Menge kneten, der Einfachheit halber habe ich das teilweise außerhalb der Tüte gemacht. Spritzen konnte es kaum, da es relativ wenig Flüssigkeit in der Tüte war.
Ja und wenn ich einmal am Färben bin, kann ich doch gleich noch die roten Stoffe für den Gelmerodaquilt für Juni färben. Gesagt, getan. Dafür habe ich einen etwas dünneren Baumwollsatin genommen, von dem ich probeweise mal 2 Meter bestellt habe. Allerdings gefällt er mir (im ungefärbten) Zustand nicht, denn erst ist vom Griff her viel dünner als der, den ich bisher gefärbt habe. Naja, ich werde sehen, wie die Farben und der gefärbte Stoff sind. 
 
Als ich das erste rot gemischt habe, kam mir die Farbe bekannt vor und ich hatte so ein Gefühl, als ob ich die schon einmal gefärbt hätte. Das Gefühl hat sich dann aber schnell wieder verflüchtigt. Jedoch nur solange, bis ich dann beim Aufräumen in meine Stoffkiste geguckt habe:

Ja, super, da ist eine rote Farbreihe und ein Blick in die Färbeprotokolle bestätigt das. Ich habe schon eine rote Reihe, gefärbt mit Karminrot, genau wie die heutige...

Egal. Doppelt hält besser und so kann ich auch prüfen, ob die Stoffe Auswirkungen auf die Farben haben. Das hat ja auch sein Gutes, denn wenn zwei unterschiedliche Stoffe in den gleichen Farben gefärbt sind, kann ich die Stoffe gut miteinander vergleichen. Und wer weiß, vielleicht ist der dünnere Stoff ja doch angenehmer.