Sonntag, 23. Dezember 2018

Angekommen im Advent

Ja, ich weiß, es ist ein bisschen spät, aber in diesem Jahr war der Advent für mich noch stresssiger als sonst. Die ganzen Futsal-Turniere mussten wir noch in diesem Jahr "über die Bühne bringen" und so hatte ich seit November ziemlich viele Hallenturniere zu betreuen. Ich will nicht jammern, mein Mitstreiter hatte noch mehr Turniere, aber gerade das letzte Wochenende mit vier Endrunden hat mich unheimlich geschlaucht. Alles das, was man sonst im Advent so macht, ist da eigentlich völlig zu kurz gekommen. Zum Glück musste ich in der letzten Woche nur bis 15 Uhr arbeiten und so habe ich dann nach der Arbeit noch das ein oder andere erledigen können.

Und nun sitze ich hier - alle andere schlafen noch (hoffentlich bleibt das noch ein wenig so) - und schreibe mal wieder im Blog, genieße schon die zweite Tasse Kaffee und koste mich durch die Plätzchen, die wir Freitag und Sonnabend noch einmal gebacken haben.
Vanillekekse, Vanillekipferl, Bethmännchen, Engelsaugen, Karamelkekse,
Baesler Brunsli und Zimsterne

Meist backen wir immer die gleichen Sorten, aber gestern fielen mir in dem Rezeptheft Baesler Brunsli auf. Die sahen so lecker aus, dass ich Steffen gleich mal beauftrag habe, dafür noch ein paar Zutaten einzukaufen und seit gestern weiß ich nun auch, dass Kirschwasser keine Backzutat ist... 😳Naja, dann haben wir eben auch solche Plätzchen. Aber lecker sind sie allemal.

Ich hatte mir ja im Herbst den Adventskalender von handgefärbt bestellt. Ich war einfach neugierig darauf und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäusch. Martina hatte die Tütchen unheimlich liebevoll gepackt: In jeder Tüte war ein Brief mit der Anleitung, was Süßes, Tee (meine Kolleginnen haben sich gefreut, ich bin nicht so der Teetrinker), Stoff und - an den Tagen, wo nicht genäht werden musste - anderes Hardarbeitszubehört. Der Kalender war praktisch aufgebaut: Einen Tag wurde das Innere des Blocks genäht, am nächsten Tag die Umrandung dazu. Einige Stoffe mussten immer schon für den 17.12. zurückgelegt werden

Ich kam nicht täglich zum nähen - wie auch... Aber Anfang Dezember habe ich mal ein paar Blöcke genäht und konnte mir so gar nicht vorstellen, wie der kleine Quilt am Ende aussehen wird.
 
Jetzt kann ich es ja sagen: Am letzten Wochenende war meine Neugier so groß, dass ich schon einmal in das letzte Tütchen geguckt habe, um zu sehen, wie der Quilt aussehen wird. Aber darin war die Auflösung nicht, auch nicht in der 23, 22, 21, 20, 19, 18... Bis zur Tüte 17 musste ich mich vorarbeiten. Und wenn ich jetzt schreibe, dass das Wow-Erlebnis, wie der Quilt aussehen soll, erst gestern beim Zusammennähen kam, müsst ihr bestimmt lachen. Mir ging es auf jeden Fall so. 😂

Und so sieht der kleine Quilt nun aus:
Die Farben sind auf dem Foto etwas blass, in natura leuchten sie noch viel mehr. Und nun weiß ich auch, wofür ich immer Stoffe für den 17.12. zurücklegen sollte: Das waren die Stoffe für den Außenrand und beim Annähen kam dann die Erkenntnis, dass die ja genau mit den Blöcken übereinpassen. 🙈

Allerdings musste ich auch mal wieder trennen. Die Übergänge an der rechten Seite passten nicht wirklich:
Früher hätte ich das so gelassen, heute, nach den vielen Jahren Patchwork-Erfahrung geht so etwas für mich gar nicht. Also habe ich getrennt. Ich habe nur das Teil abgetrennt, welches zu groß war und habe dann die Nähte an den farbigen Stoffen mit größerer Nahtzugabe neu gemacht.
Zweimal musste ich trennen, beim dritten Mal war ich dann zufrieden. Der getreifte Stoff hat sich dadurch ein wenig gestaucht, daran habe ich nicht gedacht, aber es fällt nur auf, wenn man es weiß.

Zunächst hatte ich überlegt, aus dem Quilt einen Wandquilt zu machen, mir gefiel die Idee von Martina so gut, am Dreieck ein paar Holzperlen anzunähen. Aber ich finde, auf unserem schwarzen Esstisch kommen die Farben viel besser zur Geltung als an einer weißen Wand:
So werde ich dann einen Tischläufer daraus machen und - schweren Herzens - auf die Holzperlen verzichten (sonst könnte ich den Quilt ja nicht waschen und das muss bei einem Tischläufer bei uns leider sein).

6 Kommentare:

  1. Liebe Viola, das war ja ein wunderschöner Adventskalender und der Tischläufer strahlt so richtig auf Eurem Tisch!!! Eine gute Idee!!!
    Habt ein schönes Weihnachtsfest miteinander und vllt auch etwas Zeit zum Ausruhen und relaxen, kommt gut ins neue Jahr!
    Liebe Grüße an Deine Familie von Katrin

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  2. Du wirst schon eine andere Verwendung für die Perlen finden. Der Läufer wird megagut!!!!

    Nana

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  3. Ein toller Tischläufer, da haben die Kekse gleich einen würdigen Untersatz.
    LG Angelika

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  4. Liebe Viola,
    das war ein toller Adventskalender. Auf dem Tisch kann ich ihn mir auch gut vorstellen. Aber als Wandquilt würde er mir auch gefallen.
    Sehr gut kann ich nachvollziehen, dass die letzten Wochen für dich anstrengend waren. Hoffentlich kannst du die Weihnachtstage genießen.
    Dir und deiner Familie wünsche ich von ganzem Herzen alles Gute für die Weihnachtszeit und einen wunderbaren Start in das Jahr 2019.
    Ganz liebe Grüße
    Renate

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  5. Du hast noch vor den Feiertagen eine wunderbare Patchworkarbeit gemacht. Sie passt sehr schön auf den dunklen Tisch. ich wünsche dir und den menschen um dich herum schöne Feiertage. Grüße von Rela

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  6. Oh Waahnsiiinnn. Der sieht ja total klasse aus. Und du hast recht, auf dem schwarzen Tisch leuchtet er viel mehr.
    Falls wir uns nicht mehr Lesen, wünsche ich dir einen guten Rutsch ins Neue Jahr.
    Winkegrüße Lari

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