Samstag, 30. März 2019
Nähen zur Aufbewahrung
Unser Wochenende in Sachsen war so naja. Schön, aber irgendwie liegt uns Sachsen in letzter Zeit wohl nicht, denn als wir vor ein paar Jahren ein Wochenende in Meißen waren, war Steffen krank und hatte anschließend eine Wundrose im Bein - und dieses Mal war es genauso. Ich habe es Freitag schon irgendwie geahnt, es war alles wie damals und nun ist es Gewissheit. Aber wir haben ja Erfahrung mit Katastrophen und diese ist nun auch gar nicht so groß. Wir hatten schon ganz andere Dinge zu bewältigen. ;-)
Als ich letzten Freitag in Gröbern war, hatte ich zwei wunderschöne Stoffe gesehen und wusste schon als sie noch im Regal standen, dass daraus eine Projekttasche werden würde. Und so habe ich mich heute morgen mal wieder an meine Nähmaschine gesetzt.
Als erstes habe ich mir überlegt, dass ich eine Aufbewahrung für meine Stickgarnröllchen brauche. Als es noch weniger Garne waren, hatte ich die immer in meiner pinken Blechbüchse, aber nun sind etliche hinzu gekommen und mein Büchschen ist zu klein geworden. Klar, ich habe noch weitere Büchsen, aber die sind mir zum Mitnehmen zu groß.
So habe ich mir als erstes eine Aufbewahrungs"tasche" für meine Stickgarne genäht. Dafür habe ich mal wieder in meinen beiden Kartons mit den Reprostoffen gesucht. Ich liebe diese Stoffe, schade, dass es im Moment weniger davon gibt. Das sind Stoffe, die mich sofort ansprechen, wenn ich die schönen Muster und die gedeckten Farben sehe, geht mein Herz auf. ;-)
Verschlossen wird mein Täschchen mit Kamsnpas. Allerdings ist einer ein bisschen verrutscht und wenn ich die dann verschlossen habe, lag die Rundung nicht schön glatt. Also habe ich den Knopf wieder abgemacht und einen neuen angebracht. Der saß dann zwar an der richtigen Stelle, aber ich habe das falsche Teil genommen, so dass ich beide Knöpfe nicht schließen könnte. Also musste auch der wieder ab. :-( Versuch Nummer drei ist dann aber geglückt.
Innen habe ich Gummiband eingnäht, welches ich in Abständen abgenäht habe. Allerdings hätte ich es doch noch enger nähen können, denn manches Gummi ist für ein Röllchen doch zu groß. Naja. Das war der erste Versuch. Vielleicht nähe ich so ein Teil noch einmal und nähe dann unter das Gummi eine kleine Lasche, so dass die Röllchen nicht nach unten rausfallen können.
Wenn meine Tasche bestückt ist, ist sie ein bisschen knorkelig, das kommt von den Rollen. Wie ich das besser machen könnte, weiß ich gerade noch nicht. Vielleicht müsste ich festes Vlies verwenden? Und wenn ich die Röllchen reinschiebe, zieht sich mein Täschchen etwas zusammen. Mmh... Auch da habe ich noch keine Idee.
Anschließend habe ich dann noch meine Projekttasche genäht. Die schönen Stoffe musste ich nun wirklich verarbeiten. Da der Stoff ein so schönes Muster hat, habe ich den gar nicht weiter zerschnitten, sondern so im Stück verwendet.
Zunächst hatte ich die Rückseite frei Hand gequiltet. Ich habe schon die Fadenspannung geändert und - besonders in den Kurven - ganz langsam gequiltet. Aber trotzdem sah die Rückseite nicht wirklich schön aus.
Sehr Ihr das? Das passt überhaupt nicht. Ich glaube, ich muss meine Nähmaschine mal wieder auf den Kopf stellen. Beim Freihandquilten musste ich schon immer die Fadenspannung ändern, aber so extrem war es noch nie. Ich hoffe nicht, dass die Maschine nun irgendwann ihren Geist aufgibt. Zuerst habe ich überlegt, das Quilting so zu lassen, schließlich ist die hässliche Seite innen in der Tasche und man sieht sie in der Regel nicht. Ich habe auch erst einmal den Reißverschluss eingenäht - und dann doch das komplette Quilting aufgetrennt. Nein, das gefiel mir nicht und ich konnte damit nicht wirklich leben. Beim zweiten Versuch habe ich dann einfach gerade Linien gequiltet. Inzwischen gefällt mir das auch ganz gut. Eigentlich fast besser als das freihand gequiltete.
Ein wenig kann man die gerade Linien erkennen. Den grünen Stoff habe ich für die Vorderseite mit verwendet. Dafür hatte ich ihn speziell gekauft.
Im Schubkasten habe ich noch zwei Aufnäher gefunden. Einer ziert nun die Projekttasche, der andere die Garntasche.
Das Binding habe ich bei beiden Teilen rückseitig von Hand angenäht, die Sachen sollten so richtig schön werden - und das sind sie auch geworden. Die ein oder andere Hürde stand im Weg, aber ich bin mit meinen Teilen zufrieden und so kann ich nun die Blöcke meines neuen, aufwändigen Stickprojekts und das dazu passende Garn gut aufbewahren. Von dem Stickquilt erzähle ich bei nächsten Mal, dann bin ich mit meinem Block vielleicht auch schon ein bisschen weiter gekommen. :-)
4 Kommentare:
Ich freue mich sehr, wenn ihr mir einen Kommentar hinterlasst. Jedoch weise ich hiermit ausdrücklich darauf hin, dass mit dem Schreiben eines Kommentars im Hintergrund Deine IP-Adresse, Name, Zeitstempel, ggf. E-Mail und Webseite erfasst werden und natürlich der Inhalt Deines Kommentars. Deinen Kommentar kannst Du wieder löschen. Und Du kannst Deinen Kommentar von mir auch wieder so löschen lassen, dass für andere Leser nichts mehr auf den gelöschten Kommentar hinweist.
Wenn Du aber mit der Speicherung Deiner Daten nicht einverstanden bist, dann hinterlass bitte keinen Kommentar. Mit dem Absenden Deines Kommentars erklärst Du Dich mit der Speicherung Deiner Daten einverstanden.
Abonnieren von Kommentaren:
Als Nutzer der Seite kannst du nach einer Anmeldung Kommentare abonnieren. Du erhältst eine Bestätigungsmail, um zu prüfen, ob Du Inhaber der angegebenen E-Mail-Adresse bist.
Diese Funktion kann jederzeit über einen Link in den Info-Mails wieder abbestellt werden.






Liebe Viola,das mit der Fadenspannung beim Freihandquilten kenne ich, sehr sogar. Obwohl ich schon sehr viel gequiltet habe passiert das immer mal wieder. Es gibt viele Gründe: Ober- und Unterfaden sind nicht zusammenpassend, die Fußhöhe muss verstellt werden, das Vlies ist zu dick oder zu dünn, die Nadel sollte erneuert werden und, und und....
AntwortenLöschenBei mir hat auch schon geholfen, einfach mit Transporteur einige Stiche geradeaus zu machen und dann ging es wieder. Ich habe auch nach erfolgreichem Test auf einem Probelappen erst ganz spät bemerkt, dass es wieder nicht stimmte. Zum Auftrennen viel zu viel. Hab dann einfach noch eine Rückseite drauf gemacht, damit man es nicht sieht. Das ist bei mir wie beim Computer, bei manchen steigt man einfach nicht dahinter. Ausmachen, schlafen gehen und am nächsten Tag kann es wie von selbst gehen. Beste Grüße von Rela
Liebe Viola, das tut mir sehr leid, dass es Steffen nicht so gut geht. Ich drück beide Daumen, dass die Besserung schnell kommt. Die Fadenspannung beim Freihandquilten ist wirklich sehr heikel, mir wurde gesagt, nach Möglichkeit nie die Unterfadenspannung zu verändern, sondern alles über den Oberfaden zu regulieren. Sehr glücklich bin ich darüber nicht, ich hab auch schon lang nicht mehr freihand gequiltet.
AntwortenLöschenLG eSTe
Liebe Viola,
AntwortenLöschenda haben wir wohl die gleiche Vorliebe für Stöffchen. Sollte dich deine Reise mal in die Niederlande Richtung Groningen führen, dann kann ich dir das Geschäft "de frottende Freule" wärmstens ans Herz legen. Inger spricht auch deutsch. Einmal im Jahr muss ich da einfach hin.
Liebe Grüße
Renate
Dein Täschchen für das Garn ist auf jeden Fall praktisch. Auch wenn du schon Ideen für Verbesserungen hast. Dass es deinem Mann nicht gut geht, tut mir sehr leid. Ich wünsche ihm gute Besserung.
AntwortenLöschenWinkegrüße Lari