Sonntag, 9. Juni 2019

Zufrieden war ich nicht

Eine Weile war es hier bei mir im Blog relativ ruhig. Zum einen war wieder viel los bei uns und zum anderen habe ich keine wirkliche Lust zum Nähen gehabt. Ich habe ja schon hin und wieder geschrieben, dass mir die Nähecke im neuen Schlafzimmer überhaupt nicht gefällt. Egal was ich gemacht habe, es war alles blöd. Die Tische habe ich in jeder erdenklichen Variante gestellt, den Zuschneidetisch verkleinert, aber entweder kam ich nicht gut an die Gardinen oder aber beim Lüften gingen die Fenster nicht richtig auf - kurz: Ich war völlig unzufrieden. Und so waren wir vor ein paar Tagen mal wieder im Baumarkt und ich habe mich nach anderen Platten umgesehen.

Nachdem wir die Zimmer im Herbst wieder getauscht hatten, wollte ich die Nähecke besonders schön machen und hatte mir bei Ikea Tischplatten gekauft. Schön sah es aus, aber ich denke, die Platten waren mit 60 cm einfach viel zu tief. Sie haben zu viel Platz weggenommen und haben dazu eingeladen, alles darauf abzulegen.

Also habe ich mir dann einen Plan gemacht und überlegt, welche Platten ich brauche.
Fehlte dann nur noch eine neue, andere Idee für den Zuschneidetisch. Der Tisch aus den Kallax-Regalen war ja gut, vor allen Dingen hatte ich Unmengen an Stauraum, aber ich musste ihn ja immer wegschieben, wenn ich an das Stoffregal wollte. Meine Wahl fiel dann auf einen Servierwagen von Ikea. Am Freitag war ich mit Johannes und Katharina dann bei Ikea. Beim Bummel durch die Möbelausstellung habe ich mich dann für den Bekväm-Servierwagen, eigentlich für zwei dieser Servierwagen entschieden. Die Bretter haben wir gleich nebenan im Baumarkt gekauft. Da gab es zwar nicht die Größen, die ich mir herausgesucht hatte, aber ich kann ja improvisieren. ;-)

Sonnabend habe ich dann alles ausgeräumt und abgebaut. Die Reste vom Zuschneidetisch haben wir gleich Sonnabend früh um Bauhof gefahren. Dann ging es an's Aufbauen...
  
Als erstes hat der kleinere Tisch Beine bekommen und ich habe getestet, ob mein Plan wohl aufgehen könnte. Dann habe ich mich an das Zusammenbauen der Servierwagen gemacht.
Und so sah das Zimmer gestern dann aus:
 
Die beiden Alex-Elemente wollte ich gern behalten, denn die Schubkästen sind gut gefüllt und hätte ich die Elemente aussortiert, hätte ich diese Sachen auch irgendwo unterbringen müssen.
Auf diesen Foto ist meine heutige Aufgabe zu sehen: Ich musste endlich das sortieren, was ich aus Zeitmangel immer erst einmal im Zuschneidetisch verstaut habe. Praktisch waren die Türen auf jeden Fall: Tür auf, Problemteil hinein, Tür zu, Problemteil vergessen. ;-)
Die Umräumerei hat wieder enorm viel Kraft gekostet, aber schaut mal: Es hat was gebracht, die Fenster gehen richtig weit auf und ich habe Platz und komme auch gut an die Gardinen ran (alles getestet).
Meine heutige Aufgabe war dann das Sortieren der Stapel, die ich aus dem Zuschneidetisch geholt habe. Dass es viel ist, wusste ich, aber dass es so viel ist, war mir nicht bewusst. Zunächst habe ich das kleine Billy-Regal wieder vom Boden geholt  holen lassen (hatten wir alles schon einmal, aber ich muss ja die Sachen aus dem Zuschneidetisch unterbringen) und dann habe ich begonnen zu sortieren. Die Schnitte habe ich endlich einmal abgeheftet, E-Books gesichtet und teilweise entsorgt, Papier sortiert, Anleitungen sortiert, aussortiert und abgeheftet, Stoffe sortiert... Es hat eine ganze Weile gedauert, aber am Ende blieb von den zwei großen Stapeln nicht ganz so viel übrig und ich bin froh, dass ich endlich sortiert habe.
Sieht das jetzt nicht schön ordentlich aus? Ich freue mich sehr, dass ich mich ans Aus- und Aufräumen gewagt habe.
Auf den beiden Alex-Elementen steht die Stickmaschine und ich komme, wenn ich nähe, gut an die Schubladen ran, denn da sind die Nähsachen verstaut.
Die Nähmaschinen haben nun wieder nebeneinander Platz und sind alle angeschlossen. Ich kann also, wenn ich möchte, sofort losnähen und muss nicht erst räumen.
Die Platte, auf der die große Nähmaschine Platz hat, ist ein wenig tiefer, als die für die Overlock und Covermaschine.
Die weißen Möbel sahen auch schön aus, sie passten besonders gut zum Schlafzimmer. Jetzt ist es wieder kunterbunt zusammengewürfelt, aber so habe ich jetzt mehr Platz und das Nähen macht mir wieder mehr Spaß. Zwischenzeitlich hatte ich gar keine Lust mehr, mich im Schlafzimmer an die Nähmaschine zu setzen und hatte oft überlegt, dieses Hobby aufzugeben. Zum Glück habe ich es nicht gemacht, sondern noch einmal überlegt, wie ich die Nähecke besser und schöner gestalten konnte. Nachdem ich heute Nachmittag dann mit Einräumen endlich fertig war, habe ich getestet, ob so jetzt alles perfekt ist: Ich habe das Shirt beendet, welches ich angefangen hatte, als ich auf die weiteren Findus-Teile gewartet habe und Zeit überbrücken musste. Bilder vom dem Shirt gibt es dann aber morgen, sonst wird der Beitrag ja viel zu lang. ;-)

4 Kommentare:

  1. Liebe Viola,
    mein erster Gedanke als ich das las, war, toll wie tatkräftig diese Frau ist. Dass du anschließend geschafft warst, kann ich mir gut vorstellen. Doch es hat sich gelohnt, das sieht jetzt so schön übersichtlich und ordentlich aus und es freut mich sehr für dich. Die Servierwagen find ich praktisch und die Idee, die Lineale da aufzuhängen, klasse.
    Viel Freude mit deiner neuen Situation wünsch ich dir
    eSTe

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  2. So schön, dass du dir wieder einen Platz geschaffen hast, an dem du dich wohl fühlen kannst mit deinem Hobby. Jetzt freue ich mich bald wieder neue Werke von dir zu sehen! LG Ingrid

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  3. Aufgeben?! bloss nicht, viola! ich finde es prima, das du die sache nochmal in ruhe angegangen hast, es sieht jetzt wirklich übersichtlicher aus und der rollwagen gefällt mir total! ...ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)

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  4. Oh, wie einem doch ein schlechter Arbeitsplatz das Hobby vermiesen kann. Was bin ich froh, dass du weitermachen kannst und eine tolle Lösung gefunden hast.
    Winkegrüße Lari

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