Am Sonnabend war die Beisetzung und ich habe mich in meinem Kleid wohl- und sicher gefühlt. Hört sich jetzt sicher irgendwie komisch an, aber mir war es wichtig, auch für diesen Anlass ein Kleid genäht zu haben.
Am Montag stand nun unser Kurzurlaub in Potsdam an, allerdings stand alles von Anfang an unter keinem guten Stern. Katharina kam Freitag weinend aus der Schule nach Hause, da sie Halsschmerzen hatte. Dazu gesellte sich dann auch noch Fieber, so dass sie fiebernd mit zur Beisetzung musste (es war ja niemand mehr da, bei dem sie hätte bleiben können). Katharina hat sich aber gut geschlagen, dank Fiebersaft. Am Sonntag waren wir dann mit ihr beim Kindernotdienst, nach einer halben Stunde Warten im Treppenhaus und einer weiteren dreiviertel Stunde Aussicht auf Warten, haben wir unsere Karte wieder genommen und sind nach Hause gefahren. Da war sie liegend auf dem Sofa doch besser aufgehoben. Bei manchen Kindern habe ich mich dann aber doch gefragt, warum sie beim Notdienst waren, sie sind ganz fidel dort rumgehüpft und hatte viel Spaß und Freude. Am Montag war ich dann mit ihr hier beim Arzt und der hat sie eine Woche aus dem Verkehr gezogen. Na super, wir wollten doch zwei Tage nach Potsdam. Am liebsten wär ich gar nicht gefahren, aber dann wären sowohl die Eintrittskarten als auch das Hotelzimmer verfallen. Also sind wir gefahren, aber so richtig entspannend war es nicht.
Am Montag haben wir uns zunächst im Museum Barberini die Monet-Ausstellung angesehen. Von der Ausstellung hatte ich zufällig im Fernsehen gehört und beschlossen, dass ich mir die gern ansehen möchte.
Es war schon faszinierend, so viele Gemälde von Monet auf einmal zu sehen. Und wie vielfältig er gemalt hat.
Wie man sieht, hatten wir am Montag traumhaft schönes Wetter. Und so konnte ich in aller Ruhe mein rotes Kleid ausführen, welches ich am Wochenende noch einmal geändert habe.
Ein Foto von mir im Kleid gibt es leider nicht aus Potsdam, sondern nur aus unserem heimischen Wohnzimmer.
Ich habe Ober- und Rockteil noch einmal komplett auseinander getrennt und dann einen Streifen dazwischen gesetzt. So sehe ich zwar immer noch dick, aber nicht mehr schwanger aus. 😂Und ich fühle mich in dem Kleid nun so richtig wohl.
Am Montag Abend hatten wir im Nikolaisaal in Potsdam dann das Konzert: Die Udo Jürgens Story. Alex Parker hat gesunden und Gabriela Benesch hat dazu Anekdoten und Erzählungen von Udo Jürgens vorgetragen. Leider habe ich es, so lange Udo Jürgens noch lebte, nie geschafft, ein Konzert von ihm zu besuchen. Aber ich muss sagen, der Abend war dafür eine Entschädigung, wenn ich die Augen geschlossen habe, hätte dort vorn wirklich Udo Jürgens sein können. Es war wirklich wunderschön.
Und weil ich einmal so im Flow war, habe ich mir für den Abend auch ein Kleid genäht. Schließlich machen Steffen und ich so etwas äußerst selten und dann muss es eben auch richtig gewürdigt werden.
Ich habe mich wieder für das Kleid Chloe entschieden, als Stoff habe ich den Stoff Falling Leaves genommen. Der lag schon eine ganze Weile bei mir im Schrank.
Der Stoff hat am Rand eine Bordüre und damit die Blätter auch in die richtige Richtung fallen, habe ich mein Rockteil quer zum Fadenlauf zugeschnitten. Da der Stoff in beide Richtungen dehnbar ist, war das ok. So fallen die Blätter dann auch nach unten, so, wie es sein muss.
Auch in diesem Kleid habe ich mich wohlgefühlt. Vielleicht sollte ich öfter mal ein Kleid tragen?
Übernachtet hatten wir im Hotel Mercure, zu DDR-Zeiten war es das Interhotel Potsdam. Dort war ich mit meinen Eltern mal im Urlaub. Hier hatte ich davon schon einmal kurz geschrieben. Das Zimmer war schön, das Bad allerdings echt gewöhnungsbedürftig: Zum einen gab es keine Tür, zum anderen gab es vor Dusche und Toilette nur eine Schiebetür, man konnte also entweder nur die Dusche oder aber die Toilette schließen und oben war es trotzdem offen. Das war ein absolutes Manko für mich und die Größe des Bades...


Am Dienstag wollten wir uns eigentlich noch irgendetwas in Potsdam ansehen, nachdem uns dann aber ein Anruf von Jonathan erreichte, der uns erzählte, dass er sich in der Schule mehrfach übergaben hatte, war meine Laune wieder auf dem Unter-Nullpunkt und ich hatte keine Lust mehr auf Potsdam. Irgendwie scheint es zwischen mir und Potsdam nicht zu passen...
Wir sind dann, bevor wir nach Hause gefahren sind, noch nach Berlin gefahren, da wir dort vor einem Jahr in einem ganz tollen Patchworkladen waren. Den Laden haben wir gefunden, zehn nach eins waren wir da, um festzustellen, dass von eins bis drei Mittagspause ist. Es war wohl einfach nicht mein Tag... Auf jeden Fall war die Fahrt nach Berlin für die Katz. Naja, eigentlich bräuchte ich ja keinen Stoff, aber schön wäre es gewesen.
Ach ja, als ich als Kind mit meinen Eltern in Potsdam war, hatte ich im Restaurant von einem Kellner eine kleine Marzipanente geschenkt bekommen. Bei unserer Abreise hatte ich sie leider auf der Fensterbank im Hotelzimmer vergessen. Immer, wenn wir an Potsdam vorbeigefahren sind, habe ich meine Eltern nach der Ente gefragt. Ich hatte ja so eine winzig kleine Hoffnung, dass ich in der Fensterbank eine kleine (Marzipan)Ente vorfinde - aber die Fensterbank war leider leer. 😓














Liebe Viola,
AntwortenLöschenschade, dass eure Reise nicht so ablief, wie du es dir gewünscht hast. Beide Kleider sind sehr schön geworden und sehen gerade mit den dunklen Strümpfen toll aus.
Liebe Grüße
Renate
Liebe Viola,
AntwortenLöschendas Einsetzen von dem Streifen im Kleid war eine gute Idee!
LG
Elke
Schade, das euer Wochenende unter einem nicht so guten Stern begann. Beide Kleider gefallen mir, obwohl ich überhaupt kein Kleidtyp bin;-)
AntwortenLöschenLG Klaudia
Liebe Viola,
AntwortenLöschenach herrje, nächstes Mal wird es besser! Kinder krank ist immer blöd... das bringt alle pläne gründlich durcheinenader. Schön das die beerdigung überstanden ist. Das rote kleid sieht wirklich prima aus, aber dein neues blaues ist wirklich phantastisch geworden :0) ein toller stoff, es steht dir prima und macht eine tolle figur! du solltest wirklich öfter kleid tragen! Witzig: für mein Blitzkleid hab ich mir auch den Chloe Schnitt ausgesucht, muss aber noch ein bisschen abspecken :0)dann gehts los. In Potsdam waren wiir ja auch letztes jahr zur Harry Potter Ausstellung- und wir waren auch im Mercure :0) Ich hatte das gleiche Problem mit der Glastür zur Toilette/Dusche *kicher* Potsdam fand ich supertoll! Schön das du wenigstens im Museum warst und auch der Konzertabend war doch toll! Ihr solltet nochmal fahren! In Potsdam gibt es übrigens ein supertolles Patchworkgeschäft/Stoffladen :0) Da muss man gar nicht weit fahren! Süss Stoff heisst er...https://www.suessstoff-potsdam.com/ ...ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)
Liebe Viola, das war ja nun nicht gerade das Gelbe vom Ei. Du hast so realistisch davon geschrieben. Doch du findest dich mit jeder Situation zurecht, das bewundere ich sehr. Du ziehst deine Schlüsse, machst das beste draus und blickst zuversichtlich auf das Kommende. Toll.
AntwortenLöschenLG eSTe