Samstag, 23. März 2024

Sunset Circle

Vor zehn (!) Jahren habe ich meine Feuerblume genäht, auch so ein Quilt, auf den ich durch das Netz aufmerksam geworden bin. Gefühlt hat damals jeder den Circle of life genäht, ich habe mich dann irgendwann für den Sunset Circle entschieden. Der Quilt war handwerklich nicht meine beste Arbeit, dass ich ihn am Ende aber auch noch schief zugeschnitten habe, war einfach nur blöd. Bisher hat mich das nicht so wirklich gestört, aber als ich den Quilt letztens aufgehaben habe, fand ich, das geht gar nicht.

Obwohl der Quilt von Anbeginn so schief ist, hat mich das nun so sehr gestört, dass ich mich entschlossen habe, den Quilt irgendwie gerade zu bekommen.
Von dem blauen Stoff hatte ich noch Reste, das wusste ich. Den roten Stoff, den ich damals für das Binding genommen habe, hatte ich nicht mehr und so habe ich mal wieder einen Hilferuf in Richtung der großen Katharina gesandt. Und wie immer konnte sie helfen. Der Stoff passte nicht hundertprozentig, aber so, dass es nicht groß auffällt.

Am letzten Wochenende nun habe ich mich an den Quilt gesetzt. Als erstes musste ich das Binding abtrennen. Das war eine mühselige Arbeit. Ich habe dann den Quilt auf meinem Nähtisch ausgebreitet und an der Seite ausgerichtet, so konnte ich gut sehen, wie schief der Quilt war und was ich korrigieren musste. Das war schon ein ganz ordentliches Stück.
Und ja, der Quilt liegt wirklich am rechten Winkel ausgerichtet auf dem Tisch.

Ich wusste nicht so recht, wie ich vorgehen sollte, so habe ich als erstes von dem blauen Stoff ein Stück angenäht. Dann habe ich Vlies und Rückseite zusammengesteckt und an das Vorderteil genäht... ...um dann festzustellen, dass das Mist war, denn so hatte ich nicht die Rückseite hinten, sondern das Vlies. So, wie ich mir das vorgestellt hatte, ging es schonmal nicht. Ich habe es natürlich nicht vorher gesteckt und probiert, sondern gleich angenäht und so musste ich dann wieder trennen.

Naja, darin habe ich ja Übung und wenn ich repariere, soll es ja ordentlich werden. Der zweite Versuch klappte dann besser und ich konnte mein angenähten Quilt quilten. Ich hatte gehofft, noch von dem Garn was zu finden, welches ich damals genommen hatte, aber das war aufgebraucht. Ich habe dann ein ähnliches gefunden und ein wenig gequiltet. Weil ich den Quilt damals recht wenig gequitlet hatte, beulte er immer und so habe ich noch ein wenig nachgequiltet. Am Ende habe ich dann das Binding wieder zusammengesetzt und angenäht. Dabei habe ich mich wirklich gewundert, was ich mir damals dabei gedacht habe: Das Binding hatte ich einmal längs in der Mitte gefaltet und dann beide Seiten noch einmal zur Mitte, so, wie Schrägband gefaltet wird. Beim Annähen habe ich dann aber die gebügelten Streifen aufgefaltet und einzeln angenäht. Der Sinn dahinter erschließt sich mir nicht!

War mein Quilt vorher zu kurz, so ist die korrigierte Seite jetzt etwas zu lang, aber das habe ich nun so gelassen. Was auch gut war, denn als der Quilt dann an der Wand hing, sah er doch gerade aus:

Ja, ok auf den beiden Fotos sieht man ein klein wenig, dass die rechte Ecke nun minimal länger ist als die linke, aber nein, das ändere ich nun nicht mehr. Es bleibt jetzt so, denn auf jeden Fall ist es tausendmal besser als vorher.
Und mit der Änderung des Quilts kann ich auch gleich ein bisschen von meiner Nach-dem-Fernstudium-machen-Liste abhaken: Ich habe nämlich so viel in meiner Garnschublade gewühlt, dass ich sie gleich mal aufräumen musst.
Das sieht doch schon richtig schön aus und so kann ich viel besser sehen, welches Garn ich gebrauchen kann.

1 Kommentar:

  1. Oh je Viola, jetzt muss ich aber mal ganz sehr mit dir schimpfen. Hast du keine Leiter in deinem Haushalt??? Du stellst dich auf einen Stuhl, der drehbar ist und so wie ich sehe auch noch Rollen hat? Wer hat dir denn das beigebracht? Deine Mühe mit deinem Quilt in allen Ehren, aber willst du etwa deine Prüfungen nicht machen können, nur weil du mit gebrochenen Knochen im Krankenhaus liegst? Mit erhobenen Zeigefinger, aber gut gemeint von Rela

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