Mit meinem dritten Gelmerodaquilt hatte ich ja Anfang
März angefangen. Das Top war recht schnell zusammengesetzt, allein das Quilten hat sich gefühlt ewig hingezogen. Der Quilt hing bei uns im Wohnzimmer am Schrank, hin und wieder habe ich
gequiltet. Aber so richtig voran gekommen bin ich nicht. Es hat mich aber dann doch schon ein wenig gestört, dass ich so ewig dafür gebraucht habe. Um voran zu kommen, habe ich in den letzten Tagen sehr intensiv daran gearbeitet.
Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich den Quilt recht dicht und eng quilten werde, um damit die Schatten und Strukturen des Gemäldes herauszuarbeiten. Das habe ich auch gemacht, das hat aber auch viel Zeit gekostet. Ich habe mal wieder gemerkt, wie sehr das Quilten fusselt. ich glaube, die Oakshots tun ein Übriges dazu. Immer, wenn ich die Spule gewechselt habe, habe ich gleich die Nähmaschine mit sauber gemacht.
Ich habe mir meine mittlere Janome zum Quilten ins Wohnzimmer geholt. Die konnte ich dort stehenlassen, da ich ja nebenbei auch noch meine
Säulen genäht habe (bin aber auch damit noch nicht fertig). Mir ist aufgefallen, dass es sich mit der Maschine doch irgendwie leichter quiltet, als mit der M7. Irgendwie war es bei der Maschine einfacher, den Quilt zu bewegen. Ihr glaubt aber gar nicht, wie oft die Maschine gepiept und nicht gequiltet hat. Die M7 hat ja den automatischen Fußheber, bei der mittleren muss ich das selber machen. Und da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, habe ich das natürlich ganz oft vergessen und wollte einfach drauflos nähen.
In meinem letzten Beitrag hatte ich ja schon geschrieben, dass sich das Top gewellt hat. Ich habe manchmal echt Sorgen gehabt, dass es am Ende nicht glatt hängen wird. Ich habe mal immer die gleiche Stelle aus den Bildern ausgeschnitten, da ist ganz gut zu erkennen, dass die Wellen durch das Quilten weniger geworden sind und das Binding dann auch noch hilfreich war.
Nachdem das Binding angenäht war, habe ich den Quilt noch einmal mit ganz, ganz viel Dampf gebügelt. Nun hängt er akzeptabel gerade. 😂Von der Rückseite her ist das Quilting wunderbar zu erkennen, Steffen findet die Rückseite fast noch schöner, als die Vorderseite.
Bei diesem Gemälde stehen im Vordergrund Figuren, die musste ich noch auf mein Top aufbringen. Dazu habe ich von meinem Poster die Figuren auf Transparentpapier gezeichnet und dann die Stoffe damit ausgeschnitten.
Die Figuren habe ich mit Klebestift aufgeklebt und dann offenkantig appliziert. Da die Stoffe doch sehr fransen, habe ich dann mit frei geführtem Zickzackstich appliziert. Die Konturen der Personen habe ich dann mit normalem Stich gequiltet.
Ich überlege noch, ob die Teile an der Tür die Türflügel darstellen sollen, so dass die Tür offen ist. Da muss ich nochmal lesen, ob ich dazu eine Erklärung finde. Sollte das so sein, dann werde ich die braunen applizierten Teile durch Quilten noch mit der oberen Tür verbinden. Ich bin mir aber tatsächlich nicht ganz sicher, was diese Teile darstellen sollen. Ich bin mit meinem Quilt sehr zufrieden. Allerdings muss ich noch überlegen, ob und wenn ja, wie ich die Kugel am Turm anbringe. Die habe ich nämlich vergessen und nun sitzt an der Stelle doch glatt mein Aufhängetunnel.
Steffen hat sich gewünscht, dass wir den Quilt jetzt aufhängen. So habe ich es auch gemacht. Ich befürchte nur, dass ich ihn unten ein klein wenig schief geschnitten habe. Leider konnte ich das nicht mehr korrigieren. Ursprünglich war mein Quilt ja 80 x 100 cm. Nach dem Quilten ist er extrem geschrumpft , nun ist er noch 77 x 95 cm groß. Eigentlich weiß ich ja, dass dichtes Quilten das Top schrumpfen lässt, aber wenn man ich es dann so deutlich sehe, erstaunt es mich doch irgendwie. Vielleicht habe ich den Quilt auch nur ein bisschen schief geschnitten, denn die linke Seite ist 95 cm lang und die rechte 95, 4 cm. Ich bin wohl mal wieder pingelig... 😂 .
Aber egal, ob schief oder nicht: Ich bin total glücklich mit meinem neuen Gelmerodaquilt und alle drei nebeneinander sehen mal so richtig schön aus. Ich kann absolut verstehen, dass Feiniger dieses Motiv so oft gemalt und gezeichnet hat. 😍
Liebe Viola, ich gratuliere herzlich zu diesem Gelmeroda III, der mich vollends von deiner Geschicklichkeit überzeugt. Ich denke, die tolle Ausstrahlung dieser Quilts kommt von all dem Gefühl das du da reinsteckst. Sehr schön wie du dir so scheinbar ohne Zögern helfen kannst, die Schattenfiguren sind sehr gut gelungen. Ganz sicher wirst du eine optimale Entscheidung wegen der offenen Tür treffen. Ich wünsch euch weiterhin viel Freude damit. LG eSTe
AntwortenLöschenDas sieht scho stark aus und dichtes Quilten verändert so stark, dass es deshalb nicht viele machen. Zu Unrecht, wie ich finde. Ich freue mich, wenn der Quilt ganz hängt und das "Schiefa" kannst Du bestimmt durch´s Aufhängen ausgleichen.
AntwortenLöschenNana
Wow, toll geworden dein Gelmeroda-Quilt. Mir gefällt die Rückseite auch richtig gut.
AntwortenLöschenDas der Quilt soviel geschrumpft ist verblüfft mich jetzt aber auch.
Viele Grüße
Karin
Ich bewundere sehr wie du mit deinem Quilting diesen Quilt erst so richtig zum Leben erweckt hast. Er sieht so lebendig aus, noch lebendiger wie ein Gemälde. Einfach toll! Viele Grüße Ingrid
AntwortenLöschenLiebe Viola,
AntwortenLöschenherzlichen Glückwunsch! Das ist wunderschön geworden. Und nun ist er auch gut "platt".
Mit den Figuren gefällt mir das auch richtig gut.
LG
Elke
Der Quilt ist toll geworden. Du kannst zu Recht sehr stolz auf dich sein. Das Quilting verändert das Gesamtbild immer sehr. Und dichtes Quilting finde ich bei einem Wandquilt auch wunderschön. Das ist doch nicht schlimm, dass er jetzt in Höhe und Breite ein paar Zentimeter weniger hat. Die Wirkung ist großartig.
AntwortenLöschenLG Renate