Samstag, 10. Mai 2025

Was mich glücklich macht

Bei Nana habe ich gerade gelesen, dass sich sich etwas für ihr Hobby gekauft hat. Sie fragte in ihrem Beitrag, ob man das braucht. Das brachte mich dazu, mal darüber zu schreiben, was mich glücklich macht.

Dazu muss ich ein wenig weiter ausholen, Achtung, es könnte lang werden. Momentan geht es mir nicht so gut, es ist mir oftmals alles zu viel, im Privaten, wie auch auf Arbeit. 

Um meine stetigen Rückenschmerzen in den Griff zu bekommen, fahre ich nun zweimal in der Woche schwimmen und habe mich für einen Online-Rückenkurs angemeldet. Ich habe also feste Termine in der Woche, die mir gut tun, aber auch Zeit in Anspruch nehmen. Dazu kommt, dass ich 40 Stunden arbeite, ein wenig Fahrtzeit habe und auch immer versuche, bei meinen Eltern vorbei zu schauen. Gefühlt bin ich nur noch zum schlafen zu Hause. Aber gerade auch das Schwimmen möchte ich beibehalten. Ich muss mich zwar oftmals durchringen, aber wenn ich dann meine 50 Bahnen geschwommen bin, fühle ich mich zwar erschöpft, aber so richtig gut. Wenn ich sonntags schwimmen fahre, lege ich mich nachmittags oftmals auf's Sofa zum Ausruhen. Das kenne ich sonst so nicht wirklich von mir.

Am Donnerstag war es dann morgens so, dass mich die Wasseranzeige am Kaffeeautomaten mal wieder "zu Tränen rührte", das Wasser war leer und eigentlich wollte ich vor der Arbeit noch einen zweiten Kaffee trinken. Mir geht es in letzter Zeit oft so, dass es die Kleinigkeiten sind, die mich dann völlig aus der Bahn werfen. Und so habe ich dann am Donnerstag mit meinen Kolleginnen und dem Chef gesprochen, ob ich nicht spontan ein paar Tage frei nehmen kann. Zum Glück ist das in diesem Büro kein Problem. Es muss dann keiner für mich die Schichten übernehmen, wie es im anderen Büro in der 17-Uhr-Woche war. Es geht in diesem Büro auch mal, wenn einer mal am Nachmittag allein ist. So habe ich nun seit gestern frei, ganz spontan, einfach so! Und das tut so gut.

Ich habe dann auch lange überlegt, was ich tue, um wieder in's Gleichgewicht zu kommen, um wieder innerlich zur Ruhe zu kommen. Meine Kollegin empfahl ein Besuch in der Sauna/Therme. Darüber habe ich tatsächlich auch nachgedacht, diesen Gedanken aber wieder verworfen. Ich habe stattdessen was gaaaanz anderes gemacht: Ich habe begonnen, im Schlafzimmer meine Nähsachen zu sortieren.

Ja, jetzt werdet ihr vielleicht mit dem Kopf schütteln, aber das hat mich gestern glücklich gemacht. Ich habe mich ja schon oft darüber ausgelassen, dass wir ein Platzproblem haben, naja, eigentlich eher ich. 😂Durch das Stoffe färben, ist natürlich einiges an Zubehör und Stoffen dazugekommen. Diese Sachen habe ich in Kartons gelagert und diese neben ein Regal gestellt (in den Regalen ist leider kein Platz mehr) und irgendwann war der Stapel der Kartons höher als der Tisch. Der Zuschneidetisch im Schlafzimmer liegt immer voll, wenn ich was anfangen möchte, muss ich erst einmal frei räumen. Das sind Dinge, die mich stören. Mehr Platz werde ich die nächsten Jahre nicht bekommen, also muss ich versuchen, zu optimieren, wo es geht.

Und so habe ich gestern Nachmittag erst einmal angefangen, den Kartonstapel neben dem Regal (der dummerweise auch noch im Laufweg stand) zu sortieren. Unter dem Tisch stand ein Rollcontainer, der da einfach nur stand. Auf Grund der Tischbeine komme ich an den Rollcontainer schlecht dran und so war das eigentlich verschenkter Platz. So habe ich dann gestern bekommen, den Rollcontainer zu sortieren. Das meiste davon konnte weg, manches habe ich aufgehoben (Zeitungsausschnitte, von denen ich mich dann doch nicht trennen konnte) und so habe ich sage und schreibe sechs Schubfächer freigeräumt. In diese habe ich die Färbesachen einsortiert.

Die von mir gefärbten Stoffe habe ich in die Kartons mit den anderen gefärbten Stoffen eingeräumt. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum ich die zunächst getrennt aufbewahren wollte. 

Ich bin gestern nicht fertig geworden, weil ich zu spät angefangen habe, weil wir abends zum Fußball waren und überhaupt: Wer treibt mich denn (außer ich selber)?!

Ich denke, dass ich so langsam wieder mein Gleichgewicht finden werde. Und ich denke, dass ich dazu auf dem richtigen Weg bin, mich meinem Hobby zu widmen. Ja, Entspannung ist auch schön, aber mir fehlt momentan die Zeit zu Hause, die Zeit für mich und mein Hobby, die Zeit, einfach mal ein bisschen zu kramen, dabei was zu finden und dann einfach was anzufangen. Einfach mal ohne Plan... 😊Ich glaube, das ist mein ganz persönliches Spa, das macht mich glücklich und wird mir helfen, wieder positiv zu sehen.

5 Kommentare:

  1. Ich kann dich nur zu gut verstehen! Mein Freund schüttelt auch immer den Kopf, wenn ich mitten im Chaos der vielen Dinge, die zu tun sind und anstehen und getan werden müssen, dann die wenige freiere Zeit damit verbringe Dinge zu ordnen ... mir persönlich gibt das innere Ruhe und stellt mein Gleichgewicht wieder ein. Zum einen tut es mir gut um mich herum Ordnung zu haben (das fühlt sich dann gleich innerlich auch so an) und zum anderen macht es im Hobbybereich ja auch Freude, weil man von so schönen Dingen umgeben ist und wie du sagst dann auch wieder Anfänge findest. Ich schaffe es dann leider viel zu selten zu Bewegung und Sport ... schlecht ... ich weiß das, aber irgendwie glaube ich auch dran, dass alle Dinge im Leben irgendwie den richtigen Zeitpunkt dann schon finden. Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass du für dich positive Zonen schaffen kannst und dort Kraft tanken kannst! Liebe Grüße Ingrid

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  2. Liebe Viola,
    da kann ich dich auch gut verstehen. Einfach mal dasitzen, die Hobbysachen in Ruhe anschauen und dabei gleichzeitig sortieren. Das tut gut. Die Zeit ist jetzt ja auch nicht einfach für dich und die ganze Familie. Tu das, was dir Freude macht, oder versuche es zumindest.
    Liebe Grüße
    Renate

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  3. Liebe Viola, um all den Herausforderungen gerecht zu werden, muss man Entscheidungen für sich treffen, sonst nimmt man Schaden. Vielleicht kannst du dich auch mal nur ein paar Tage krank melden, um zu entspannen. Zeit nur für dich. Egal womit. Sonst stehst du vor einem Burnout. Und dann ist keinem geholfen. Liebe Grüße von Rela

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  4. Liebe Viola,
    Ordnung im Äußeren schaffen schafft auch Ordnung inm Kopf und im Herz. Es ist gut, wenn Du jetzt ein bisschen Zeit für Dich hast.
    Ich wünsche Dir, dass die "Erdung" gut gelingt und wenn ein bisschen Übersicht im Nähbereich ein positiver Nebeneffekt ist - perfekt!
    Herzliche Grüße
    Elke

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  5. Liebe Viola,
    Ich kann gut verstehen das Du Dich oft überfordert fühlst. Du hast auch echt viel auf dem Zettel.
    Schön das Du spontan ein frei machen konntest.
    Ich mag es auch, dieses ......ein bisschen Ordnung schaffen, sei es im Nähzimmer oder auch nur die Schublade mit den ganzen geöffneten Briefen zu sortieren und abzuheften 😂
    Lg und eine schöne Woche
    Karin

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