Samstag, 28. Februar 2026

Mein Protestquilt

Meinen ersten Protestquilt, der mir übrigens auch richtig gut gefiel, hatte ich euch hier ja schon gezeigt und auch geschrieben, dass er auf Reisen geht. Nein, nicht zu einer Ausstellung, ich habe ihn verschenkt. Die große Katharina schrieb irgendwann, dass sie einen Platz wüsste, wo der Quilt gut hinpassen würde. Na und wenn mir jemand so ein Angebot macht, dann muss der Quilt doch dorthin gehen, oder? Ich wollte ja sowieso noch einen weiteren Quilt nähen und zwei brauche ich nun wirklich nicht (es sei denn, es wäre ein Gelmerodaquilt, davon kann man auch mehr als zwei brauchen 😂).

Für meinen zweiten Quilt hatte ich wieder in den aussortierten Stoffe gesucht und bin fündig geworden. Der Hintergrundstoff ist nicht aus der Restekiste, denn das ist ja nun wirklich kein Rest mehr. 

Begonnen habe ich allerdings mit dem Schild. Da hatte ich mir überlegt, den zweiten Quilt in Anlehnung an die Briefmarke mit dem Schriftzug "Nie wieder ist jetzt" zu machen. Ich habe also die Briefmarke in eine Vorlage für PP umgewandelt und den Block genäht. Das ging dann auch ganz gut (ich scheine das Programm wohl immer besser zu verstehen).

Ja, ich bin ob der Größe ein wenig ins Grübeln gekommen, denn der Block ist doch um einiges Größer als das Schild auf dem ersten Quilt. Naja, wird vielleicht die Nahtzugabe sein (aber wenn ich ehrlich bin, war es mehr als 1/4 Inch an jeder Seite...)
 

Hatte ich, insbesondere die Hand, bei meinen ersten Quilt in wärmeren Farben genäht, waren es beim zweiten Quilt eher kühlere Farbtöne. Eigentlich recht ungewöhnlich für mich, aber da ich aus Resten genäth abe, musste ich eben nehmen, was ausreichend vorhanden war. 

Das Nähen ging bei dem zweiten Quilt einfacher, ich habe die Teile nicht mehr als so klein und fummelig empfunden. Beim ersten Quilt habe ich die teilweise schon als seeeehr klein empfunden, gerade bei den Nägeln. Bei meinem zweiten Quilt wollte ich das Schild zum Wechseln machen, so dass ich da immer anderen Botschaften zeigen kann. Das eigentliche Schild habe ich daher aus einem gemusterten Stoff genäht, der Nähmotive enthält. So könnte ich den Quilt auch als Pinnwand nutzen.
Irgendwie erschien mir der Quilt größer als der letzte und als sie dann nebeneinander am Schrank hingen, verstärkte sich der Eindruck noch:
 
Es war nicht nur die Größe, die mich hat zweifeln lassen, sondern auch die Farbe der Hand. Irgendwie konnte ich mich mit der Farbwahl nicht so recht anfreunden und auch jetzt, wenn ich beide Tops nebeneinander sehe, finde ich die warmen Farbtöne einfach schöner. Irgendwann fiel mir dann ein, dass ich den ersten Schnitt direkt vom Handy aus gedruckt habe, da habe ich noch nicht gefunden, wie ich beim Drucken einstellen kann, dass der Druck in 100%iger Größe erfolgt. Den zweiten Schnitt habe ich dann vom Laptop aus gedruckt und dort eingestellt, dass 100% gedruckt wird. Naja und deswegen ist der zweite Quilt größer, das ist die richtige Größe.
Meinen Mittelblock habe ich von Hand mit dem Schriftzug bestickt. Dafür habe ich in meiner Aurifil-Garnbox nach der passenden Farbe gesucht.
 

Auch wenn ich die Box schon recht lange habe, habe ich bisher kaum Garn davon genutzt, was aber hauptsächlich daran liegt, dass ich in letzter Zeit kaum gestickt habe.

 

Ich glaube, ich habe beim Vorzeichnen nicht die ganz richtige Perspektive getroffen, da fiel mir aber erst auf, als ich fertig war mit Sticken. Aber so habe ich es dann gelassen und meinen kleinen Block zum Miniquilt gemacht.

 

Rückwärtig habe ich an die Ecken kleine Dreiecke eingenäht, in welche ich dann Magnete eingenäht habe. Diesen Tip habe ich auf Instagram gesehen. Auch auf den Quilt habe ich auf der Rückseite Magnete angenäht. Ich war erst skeptisch, ob das klappt, aber es ging richtig gut. Ich habe meinen Quilt dann geheftet... ...und dann die Abweichung an der Hand korrigiert. Ja, man könnte den Quilt dann noch einmal komplett entheften, man kann es aber auch lassen. 😉Ja, die Abweichung war nicht groß, aber mich hat sie doch gestört (auch, wenn Steffen das wieder nicht verstehen konnte).

Die Änderung war ein klein wenig fummelig, aber es hat sich gelohnt, die Übergänge passen nun viel besser:

 

Gut, dass ich die Übergänge geändert habe, ich bin richtig zufrieden mit der Änderung. Und auch der Quilt gefällt mir gut. 

   

Die Idee mit den Magneten war gut, so kann ich das Schild nach Bedarf wechseln. In einem Stickdateienshop habe ich gesehen, dass die Designerin jeden Monat einen Vogel und ein Blümchen passend zum Monat entwirft. Ich habe mir überlegt, diese Dateien jeden Monat zu kaufen und daraus kleine Quilts für den Protestquilt zu nähen, so kann ich ihn zum Beispiel auch als Monatsquilt nutzen. 

6 Kommentare:

  1. Liebe Viola,
    ich hätte die Hand auch noch mal getrennt... *lach*
    Die Schrift könnte ein bisschen mehr Volumen vertragen, oder?
    Die Hand ist toll geworden! Die Farbe finde ich auch okay.
    LG
    Elke

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  2. Trennen kann man viola ohnehin nicht ausreden, habe ich beim lesen gedacht. Aber das hast du richtig gemacht. So ein Wechselschild ist doch eine gute Idee, und mit Magneten- toller Einfall. Zumal man heute winzige starke Magnete bekommt. Klasse gemacht. LG von Rela

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  3. Liebe Viola,
    du machst immer ganz besondere Quilts. Es sind künstlerische Arbeiten, die sehr eindrucksvoll sind.
    LG Renate

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  4. Ein toller Quilt ist das. Eigentlich kannst Du zu jedem Thema, welches aktuell ist und/oder Dich bewegt ein Schild machen.

    Nana

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  5. Liebe Viola,
    danke für den Kommentar bei mir. Ich steige ja so langsam wieder ins Blog-Leben ein ... Dein Jahresrückblick hat mich tief bewegt.
    Deine Protestquilts finde ich sehr stark ... hab ein schönes Wochenende.
    Viele Grüße Anke

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  6. wow
    das sieht ja toll aus..
    die Hand in den warmen Farben gefällt mir sehr
    die rieht fast real aus ;)
    sehr beeindruckend
    liebe Grüße
    Rosi

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