Mittwoch, 26. Dezember 2018

Es war ein gutes Jahr - Teil III

Oktober
Im Oktober hat Jonathan Geburtstag und hat von uns einen Flug mit der Megazipline geschenkt bekommen und damit es ihm nicht so ergeht wie mir, nämlich, dass der Gutschein über ein Jahr im Schrank liegt, haben wir gleich einen Termin gebucht. Und da ich ja meinen Gutschein bis dato auch noch nicht eingelöst hatte, sind wir zusammen geflogen. Es war ein traumhaft schönes Erlebnis, hätte für mich noch etwas länger gehen können und wenn es nicht so teuer wäre, würde ich da wohl noch öfter fliegen. Aber so war das ein einmaliges Erlebnis und ganz oft sehe ich mir das Video auf meinem Handy an.
In meiner Erinnerung war es ein schöner goldener Oktober, schaut doch mal:
Mmh, die Äpfel waren unheimlich lecker und ich habe mich immer gefreut, wenn ich mir bei meinen Eltern welche vom Bäumchen pflücken durfte.

November
Für den November habe ich ein Foto meines neu gestalteten Nähbereichs ausgewählt. Das Jahr 2018 war für uns auch mal wieder ein Jahr der Umräumerei. Ende August fing es an, da wurde bei uns - damals noch unser Schlafzimmer - ein Heizkörper abmontiert, da bei uns Balkons angebaut werden sollen. Der Balkon kommt an das Zimmer, welches wir damals noch als Schlafzimmer genutzt hatten. Zunächst wollten wir das auch so belassen, dann haben wir uns aber ganz spontan dazu entschlossen, doch wieder Wohn- und Schlafzimmer zu tauschen. Gesagt, getan. Rückblickend muss ich sagen, dass das mal wieder eine Hammeraktion gewesen ist. Schließlich haben wir zwei Zimmer bei "laufendem Geschäftsbetrieb" getauscht und das immer am Wochenende. Und irgendwie war Steffen gerade da immer ganz oft zum Fußball unterwegs. Vieles habe ich - meist mit irgendeinem Kind - allein gestemmt. Ausgeräumt, abgebaut, aufgebaut, festgestellt, dass es nicht passt, zu Ikea gefahren, neue Möbel gekauft, aufgebaut, eingeräumt... Heute frage ich mich, wie wir das alles geschafft haben. Aber wir haben. 
 
Unser Wohnzimmer ist neu und schön eingerichtet, einen neuen Schlafzimmerschrank haben wir (der alte hat nach drei-, viermal aufbauen den Geist aufgegeben), Katharinas Zimmer ist neu eingerichtet und meine Nähecke habe ich dann auch noch einmal neu gestaltet. Und ich habe festgestellt, in unseren neuen Skoda passen unheimlich viele Pakete hinein. :-)

Dezember
Das Bild mit der Kopflampe ist noch vom November, passt aber auch in den Dezember. Immer wieder muss ich die Jungs zum Fußball fahren, entweder Johannes zum Pfeifen oder Jonathan zum Spiel oder zum Training. Das ist natürlich immer wieder mit Wartezeiten verbunden, die ich dann für mich und mein Hobby nutze. Manchmal chille ich einfach nur oder daddeln ein bisschen mit dem Handy rum, oftmals handarbeite ich dann aber auch was. So habe ich während meiner Wartezeite, egal ob nun in Magdeburg in der Uni im Urlaub oder in Thale, wenn Jonathan Training hat, mein Quilthaus vollendet. Die Wartezeiten sind meine Auszeit vom Alltag, da kann ich runterkommen und wieder neue Kraft tanken.
Ach ja, es war ein gutes Jahr! So viele schöne Erinnerungen, so viele schöne Momente und Erlebnisse... Hoffen wir, dass das nächste Jahr ebenso schön wird.

Es war ein gutes Jahr - Teil II

Juli
Das Foto von Katharinas letztem Gang in den Kindergarten. Auch bei den Jungs haben wir es so gemacht, dass wir am letzten Tag an all den Stellen, an denen wir jeden Morgen Halt gemacht haben, ein Foto gemacht haben. Bei den Jungs war das anders, da der Weg in den Kindergarten ein viel längerer war. Katharina konnte ich erst dann zu Fuß in den Kindergarten bringen, nachdem sie in den Ausweichkindergarten umgezogen war. Ich habe ja in meinem ersten Rückblick schon geschrieben, dass ich den neuen, alten Kindergarten geliebt habe. Der Weg zu  Fuß in den Kindergarten war eine Pflicht, egal, wie das Wetter war: Wir sind immer zu Fuß gegangen. Die Zeit haben wir beide genossen, wir hatten morgens noch ein paar Minuten Zeit, Zeit zum Erzählen, Zeit, um Dinge am Straßenrand zu entdecken, Zeit für das, was sonst zu kurz kommt. Und irgendwann mussten wir dann beide Abschied nehmen - mit einem lachen und einem weinenden Auge.
In den Juli fiel auch unser Sommerurlaub. Da wir zu Anfang des Jahres noch gar nicht wussten, wie es mit Steffen weitergeht und wenn er wieder arbeiten gehen kann, ob er dann auch Urlaub mit uns bekommt, haben wir nichts geplant. Wir haben entschieden, wir bleiben zu Hause. Letztendlich war das auch gut, denn Steffen hatte zwar mit uns Urlaub, aber nur ein paar Tage. Ich war darüber traurig, denn die letzten Monate gingen an meine Substanz: Ich musste der Fahrer in unserer Familie sein, das habe ich auch gern gemacht. Ich hätte mich daher sehr gefreut, wenn wir im Sommer zusammen drei Wochen Urlaub gehabt hätten und ich mal ein wenig Entspannung gehabt hätte. Nachdem meine Traurigkeit darüber vorbei war, haben wir aus dem Urlaub das Beste gemacht. Oft war ich mit den Kindern unterwegs, wir waren seit Jahren mal wieder im Freibad. Abends sind Steffen und ich oft noch unterwegs gewesen.
In unseren Urlaub fiel auch die Mondfinsternis. Wir sind mit Decke und Getränken losgezogen und hatten uns eine schöne Stelle gesucht, an der wir die Mondfinsternis gut sehen konnten. Es war auch alles perfekt - nur war der Himmel voller Wolken und es war nix zu sehen. Das war egal, der Abend war wunderschön und wird uns lange in Erinnerung bleiben.
Im Sommer musste Steffen auch wieder öfter nach Magdeburg in die Uniklinik. Die Tage haben wir genutzt, um ein bisschen die Zeit zu genießen. So waren wir zum Beispiel am Domfelsen an/in der Elbe. Durch den trockenen Sommer führte die Elbe wenig Wasser und so kam dann der Domfelsen zum Vorschein. Klar, dass wir uns das ansehen mussten.

August
 
Der August... Das zweite Großereignis stand uns nun ins Haus: Katharinas Einschulung. Vorher haben wir haber noch unsere restlichen Urlaubstage genutz. Abends waren wir in unserem Urlaub immer spazieren, leider konnten wir das nach unserem Urlaub nicht weiter fortsetzen. Aber im Urlaub haben wir die Zeit genutzt. Manchmal war Katharina mit dabei. Hier waren wir in Elbingerode am Pavillon und ich habe ihr die Stellen gezeigt, an denen ich als Kind oft war. Das war auch für mich wie eine Reise in die Vergangenheit.
Im August war auch wieder die Mitmachausstellung. Fühlte ich mich im letzten Jahr nur als Besucher, so habe ich in diesem Jahr auch Quilts mitgenommen und auf die Leinen gehängt. Ich hatte mich mit Valomea, Katrin und Petra getroffen. Ich habe Regina wieder getroffen und es war ein sehr schöner Nachmittag.
Und noch einmal waren wir an der Elbe in Magdeburg. Dieses Mal waren wir alle zusammen da. Einmal muste ich meine Füße in die Elbe halten, auch wenn es nur ein kurzer Moment war, war es dorch irgendwie etwas Besonderes...

September
Im September fällt mir unser spontaner Autokauf ein. Meine Kollegin sagt immer, ich sei der spontanste Mensch, den sie kennt. Seitdem Steffen wieder arbeiten geht, haben wir uns unser Auto geteilt. Leider musste er auch immer wieder so früh anfangen, dass er nicht mit dem Bus zur Arbeit fahren konnte. An diesen Tagen hatte er dann das Auto und ich war der Busfahrer. Mich hat das nicht so immens gestört... Eines Tages hatte ich Steffen von der Arbeit abgeholt und er fragte mich, was ich für Laune habe, er hat ein Angebot bekommen. Ich dachte zunächst, es ging um was dienstliches, aber nein, es war ein Auto. Ich habe gleich kategorisch abgelehnt, wir brauchen kein zweites Auto. Letztendlich haben wir uns darauf geeinigt, das Auto anzusehen. Die Verkäuferin zeigte uns dann alles das, was man beim Autokauf so gezeigt bekommt. Steffen und ich wollten uns aber gern nach hinten setzen: Ich links, Katharina in der Mitte, Steffen rechts. Wir hatten alle massig Platz. Ich guckte Steffen an und in dieser Sekunde habe ich entschieden, wir kaufen das Auto.

Als wir dann zu Hause im Bett lagen, hanben wir überlegt, ob wir einen Diesel oder Benziner gekauft haben, ob das Auto Tüv hat usw., usf. Über diese Dinge haben wir nicht gesprochen, wir wussten nur, hinten haben künftig alle drei Kinder gut Platz. ;-)


Ein weiteres unser Spontanausflüge: Wir waren in Wolfsburg zum Fußball, einfach mal so. Nach dem Frühstück hatten wir uns das überlegt, haben spontan Karten gekauft und einen wundervollen Nachmittag verbracht. Und nein, es hat mich gar nich gestört, dass ich fahren musste.

Wenn mir mal nach bunt und Farbe ist...

...dann lege ich meinen bunten Tischläufer aus dem Adventskalender von handgefärbt auf unseren schwarzen Tisch.
Gestern Abend habe ich den kleinen Quilt vollendet. Gequiltet habe ich mit der Maschine im Nahtschatten. Unter den Dreiecken habe ich noch mit dem gefärbten Stickgarn ein bisschen gestickt. Eigentlich wollte ich noch mehr sticken, aber zum einen fehlen mir die Ideen und zum anderen sieht meine Stickerein von hinten nicht so wirklich schön aus. Und da ich mich für einen Tischläufer entschieden haben, bei dem man dann auch ja hin und wieder die Rückseite sehen kann, habe ich es bei der Stickerei unterhalb der Dreiecke belassen.
Sollte es mir irgendwann nicht gefallen, kann ich ja immer noch weiter sticken. Im Moment bin ich mit meinem Quilt erst einmal zufrieden.

Dienstag, 25. Dezember 2018

Es war ein gutes Jahr - Teil I

Kürzlich habe ich mal wieder meinen Bilderordner sortiert. Wenn ich die Bilder von meinem Handy auf den PC übertrage, werden diese alle in einem Ordner gespeichert und im Laufe der letzten Monate ist der mal wieder so voll geworden, dass Sortieren notwendig war. Also habe ich mich hingesetzt und für jeden Tag einen extra Ordner angelegt und die Fotos dort hin verschoben. Und dabei habe ich gesehen, dass wir so ein schönes Jahr hatten. Eigentlich gab es fast nur Freude.

Klar, zu Anfang des Jahres hatten wir noch viel mit Steffens Krankheit zu tun, aber es war zu sehen, dass es besser wird. Ab Mitte des Jahres geht er wieder arbeiten, das war zwar auch wieder eine Umstellung für uns alle, aber es war eine Positive. Wir haben viel zusammen gemacht und erlebt, haben mal wieder anderes gemacht, das was in den letzten Jahren oftmals zu kurz gekommen ist. Der Sommer war ja sowieso durch nichts zu toppen. Wir haben - mal wieder - viel umgeräumt. Wir hatten zwei Großereignisse dieses Jahr. Kurz: Wenn ich durch die Fotos klicke, sind nur Freude und schöne Erinnerungen dabei. Ich habe mir vorgenommen, von jedem Monat ein Foto rauszusuchen. In den ersten Monaten ist mir das auch noch gelungen, aber dann wurde die Freude so überschwänglich, dass ich mich beim besten Willen nicht nur auf ein Foto beschränken konnte.

Januar

Im Januar waren Steffen und ich wieder in Harsleben zum Hallenturnier der dortigen B-Jugend eingeladen. Ich bin ja Staffelleiterin der B-Junioren und Harlseben lädt mich immer zu seinem Hallenturnier ein. Zum ersten Mal war das vor zwei Jahren. Da fing das Problem mit Steffen Augen gerade an. Ich selber war noch nie in Harsleben und musste mich auf das verlassen, wo er mich hinleitet. Ging natürlich gründlich schief, da er ja nichts sehen konnte. Im Januar dieses Jahr waren wir wieder in Harlseben und Steffen hat mir sofort den richtigen Weg gewiesen. Da ist mir erst einmal aufgefallen, wie schlecht er seinerzeit wirklich gucken konnte und wie viel die Lastertherapie bis dato schon gebracht hatte. Ich bin immer wieder glücklich und dankbar, dass er die Möglichkeit hat, in Magdeburg in der Augenklinik behandelt zu werden.

Februar
Für Februar habe ich ein Foto eines Quilts ausgesucht, den ich dieses Jahr fertig genäht habe. Anfang des Jahres habe ich ganz viele angefangene Quilts beendet. Schon zwischen den Jahren war ich im Flow und habe meinen Wetterquilt, mein Skizzenbuch und meinen Farbwirbel fertig gestellt. Den Flow habe ich genutzt und noch zwei weitere Quilts fertig gestellt und einen komplett neu genäht.

März
Im April stand das erste unser zwei Großereignisse ins Haus: Jonathans Jugendweihe. Da ich in die Sachen von Johannes Jugendweihe leider nicht mehr reinpasse, mussten neue Sachen her. Zunächst hatte ich mir verschiedene Kleider bestellt, aber irgendetwas passte immer nicht: Entweder gab es das Kleid nicht wirklich in meiner Größe oder es war zu eng oder ich hatte einen Babybauch oder es war zu lang oder, oder, oder... Irgendwann war ich einfach nur noch frustriert. Als ich dann die Ankündigung für den schönen Rosenstoff gesehen hatte, war meine Idee geboren: Den bestelle ich mir und dann nähe ich mir ein Kleid. Schon ganz früh saß ich am Rechner, damit ich den Stoff auch wirklich bekomme. Und wie man sieht, hatte ich Glück. Noch nie habe ich so sorgfältig ein Kleidungsstück genäht. Ich habe sogar ein Probeteil genäht und daran Anpassungen vorgenommen und ich fühlte mich in meinem Kleid soooo wohl und glücklich.

April
Für April habe ich ein Foto eines unserer Ausflüge ausgesucht. Durch unsere vielfältigen Aufgaben und dadurch, dass beide Jungs auch noch beim Fußball aktiv sind, bleibt für gemeinsame Aktivitäten wenig Zeit. Die wenige Zeit, die wir haben, haben wir versucht, im vergangenen Jahr zu nutzen. So haben wir oftmals mal wieder einen kleinen Ausflug in die Umgebung gemacht. Insbesondere, wenn wir Johannes zum Pfeifen fahren mussten, haben Steffen und ich mit Katharina einen Ausflug gemacht. Im April waren wir zum Beispiel am Blauen See in Hüttenrode. Das kalkhaltige Wasser des Sees absorbiert alle Farben außer blau und so erscheint der See blau. Im Sommer ändert sich die Farbe durch Algen zu Grün. Auch in anderen Jahreszeiten ist der See wunderschön, aber wenn er im Frühjahr so strahlend blau leuchtet, ist er am schönsten.

Mai
Im Mai stand mal wieder eine Operation von Steffen an. Wenn ich mich recht erinnere, musste das Öl im Auge gewechselt werden. Es ist immer wieder blöd, wenn Steffen im Krankenhaus ist, aber je öfter das vorkommt, um so weniger wirft es mich aus der Bahn. Oh je, wie sehr hat mich das noch ein, zwei Jahre vorher mitgenommen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir nun einen Fortschritt sehen konnten?!

Juni
Der Juni... ...ja, auch der war schön und emotional. Katharina hatte zum Beispiel mit ihrer Kindergartengruppe ihre Abschlussfahrt. Irgendwie konnte ich es noch gar nicht glauben, dass die vier Jahre im Kindergarten schon wieder vorbei waren. Der erste Tag der Eingwöhnung ist mir noch gut in Erinnerung: Kind abgeben und wieder gehen. So war das eigentlich nicht geplant und so hat mich der Abschied kalt erwischt und ich wusste gar nicht, was ich mit einer Stunde Freitzeit anfangen sollte. Die Anfangszeit war nicht so einfach, wenn ich noch an die vielen Wechsel der Erzieherinnen denke... Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Bezugspersonen Katharina in der Zeit hatte. Selbst Erzieherinnen hatten irgendwann mal gesagt, dass es diese Gruppe wirklich hart getroffen hatte. Aber irgendwann habe ich mir gesagt, wir als Eltern kommen dagegen sowieso nicht an, also habe ich versucht, das Beste daraus zu machen. Die schönste Zeit im Kindergarten war die, als Katharina dann auf Grund des Umbaus in das andere Gebäude gezogen ist. Ach, was habe ich diesen Kindergarten geliebt. Jeden Morgen, wenn ich sie gebracht habe und ich das Gebäude betreten habe, ging mein Herz auf. Und ehe ich mich versah, war die Zeit schon wieder vorbei und es hieß, Abschied nehmen...
Für Juni habe ich noch ein weiteres Foto ausgesucht. Dieses Foto ist ein Meilenstein in unsere Familie. Das hatten wir seit 1 1/2 Jahren nicht: Steffen fährt. Wenn ich das Foto sehe, fühle ich nach einem halben Jahr noch die Freude, die ich damals hatte, aber auch ein wenig... ...Sorge, ob Steffen wirklich schon wieder so gut sehen kann, dass er selbst wieder Auto fahren kann. Meine Sorge war verständlich, aber unbegründet. Es ging alles gut und seitdem war ich mir noch viel sicherer, dass es irgendwann wieder normal bei uns werden wird.

Montag, 24. Dezember 2018

Mmh - mmmh

Bestimmt ist Euch in den letzten zwei Jahren schon einmal das Logo der 6K12B begegnet. Die 6 Köpfe sind 6 Quilterinnen, die sich vor zwei Jahren zusammen getan und einen QAL entwickelt haben. In diesem Jahr ging das Projekt in die zweite Runde, es wurde ein Row by Roy genäht. Zunächst habe ich überlegt, mitzunähen, habe mich dann aber dagegen entschieden. Jetzt muss ich sagen, dass dies eine gute Entscheidung war, denn viele gleiche Blöcke nähen, macht mir keinen Spaß mehr.

Kürzlich hatte ich bei Bloglovin auf einem der sechs Blogs gelesen, dass es im kommenden Jahr eine dritte Runde geben wird. Als erstes hat mich das Layout des Quilts angesprochen: Blöcke in drei verschiedenen Größen, locker angeordnet. Das gefällt mir. Als ich dann ein Stoffpaket passend zum Quilt entdeckt habe, war es um mich geschehen.
Stand nur die Frage des Hintergrundstoffs im Raum. Zunächst habe ich mich für einen Stoff in grau entschieden.
Allerdings fand ich ihn dann doch vielleicht zu dunkel. Ich habe dann noch nach einem weiteren Stoff geguckt. Mir schwebte da ein meergrün (was auch immer das für eine Farbe ist) vor und so habe ich mich noch einmal auf die Suche gemacht und habe einen weiteren Stoff gefunden, den ich passend fand. Als Hingucker wollte ich gern ein schmutziges, kaltes Gelb haben. Leider habe ich keinen wirklichen Stoffladen vor Ort und so bin ich immer auf Onlineshops angewiesen. Heute kam nun der andere Hintergrundstoff und das "mmh" wird immer größer:
ohne Blitz
mit Blitz
Ich weiß nun nicht, welches Stoff ich nehmen soll. Vielleicht wirkt der Grüne schöner, wenn ich ein anderes gelb nehme? Mmh...???

Es gibt aber noch ein weiteres "mmmh", das aber ist ein gaaaaaanz laaaang gezogenes, denn ich habe heute schon einmal das Essen für morgen vorbereitet. So ganz hindernisfrei war das aber auch nicht. Nachdem ich vor zwei Jahren feststellen musste, dass eine Gans nicht in meinen kleinen Bräter passte, habe ich am Freitag einen Größeres gekauft. Die Gans hätte da sicher reingepasst, ich habe den Bräter auch in den Ofen bekommen, aber dann hätte ich die Tür offen lassen müssen... So ein Mist aber auch. Also mussten wir heute früh noch einmal schnell losfahren und das Teil umtauschen.

Meine Gans passt da rein, aber wer bitteschön, stellt ovale Bräter her? Da kann man so schlecht schöpfen, um die Ganz zu begießen. Also das Wahre ist das noch nicht, da werde ich wohl noch einmal nach Weihnachten schauen müssen. Egal, meine Gans ist soweit fertig und die Soße schon einmal unheimlich lecker.
Nicht, dass ihr jetzt denkt, meine Gans wäre eingeschränkt, nein, das eine Bein - oder was auch immer - musste ich abschneiden, es stand über den Bräter drüber und ich konnte den Deckel nicht zumachen. ;-) Seitdem ich bei Valomea das Rezept für die Gans entdeckt habe, habe ich es immer angewendet. Einfach nur lecker. Und es hat mich heute wieder gelehrt, direkt aus dem Ofen seeeehr heiß. :-( Hach, ich freu mich so auf morgen... :-))

Und damit wünsche ich Euch ein besinnliches Weihnachtsfest, genießt die Zeit mit Euren Lieben, macht das, wozu Ihr Lust habt.

Sonntag, 23. Dezember 2018

Angekommen im Advent

Ja, ich weiß, es ist ein bisschen spät, aber in diesem Jahr war der Advent für mich noch stresssiger als sonst. Die ganzen Futsal-Turniere mussten wir noch in diesem Jahr "über die Bühne bringen" und so hatte ich seit November ziemlich viele Hallenturniere zu betreuen. Ich will nicht jammern, mein Mitstreiter hatte noch mehr Turniere, aber gerade das letzte Wochenende mit vier Endrunden hat mich unheimlich geschlaucht. Alles das, was man sonst im Advent so macht, ist da eigentlich völlig zu kurz gekommen. Zum Glück musste ich in der letzten Woche nur bis 15 Uhr arbeiten und so habe ich dann nach der Arbeit noch das ein oder andere erledigen können.

Und nun sitze ich hier - alle andere schlafen noch (hoffentlich bleibt das noch ein wenig so) - und schreibe mal wieder im Blog, genieße schon die zweite Tasse Kaffee und koste mich durch die Plätzchen, die wir Freitag und Sonnabend noch einmal gebacken haben.
Vanillekekse, Vanillekipferl, Bethmännchen, Engelsaugen, Karamelkekse,
Baesler Brunsli und Zimsterne

Meist backen wir immer die gleichen Sorten, aber gestern fielen mir in dem Rezeptheft Baesler Brunsli auf. Die sahen so lecker aus, dass ich Steffen gleich mal beauftrag habe, dafür noch ein paar Zutaten einzukaufen und seit gestern weiß ich nun auch, dass Kirschwasser keine Backzutat ist... 😳Naja, dann haben wir eben auch solche Plätzchen. Aber lecker sind sie allemal.

Ich hatte mir ja im Herbst den Adventskalender von handgefärbt bestellt. Ich war einfach neugierig darauf und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäusch. Martina hatte die Tütchen unheimlich liebevoll gepackt: In jeder Tüte war ein Brief mit der Anleitung, was Süßes, Tee (meine Kolleginnen haben sich gefreut, ich bin nicht so der Teetrinker), Stoff und - an den Tagen, wo nicht genäht werden musste - anderes Hardarbeitszubehört. Der Kalender war praktisch aufgebaut: Einen Tag wurde das Innere des Blocks genäht, am nächsten Tag die Umrandung dazu. Einige Stoffe mussten immer schon für den 17.12. zurückgelegt werden

Ich kam nicht täglich zum nähen - wie auch... Aber Anfang Dezember habe ich mal ein paar Blöcke genäht und konnte mir so gar nicht vorstellen, wie der kleine Quilt am Ende aussehen wird.
 
Jetzt kann ich es ja sagen: Am letzten Wochenende war meine Neugier so groß, dass ich schon einmal in das letzte Tütchen geguckt habe, um zu sehen, wie der Quilt aussehen wird. Aber darin war die Auflösung nicht, auch nicht in der 23, 22, 21, 20, 19, 18... Bis zur Tüte 17 musste ich mich vorarbeiten. Und wenn ich jetzt schreibe, dass das Wow-Erlebnis, wie der Quilt aussehen soll, erst gestern beim Zusammennähen kam, müsst ihr bestimmt lachen. Mir ging es auf jeden Fall so. 😂

Und so sieht der kleine Quilt nun aus:
Die Farben sind auf dem Foto etwas blass, in natura leuchten sie noch viel mehr. Und nun weiß ich auch, wofür ich immer Stoffe für den 17.12. zurücklegen sollte: Das waren die Stoffe für den Außenrand und beim Annähen kam dann die Erkenntnis, dass die ja genau mit den Blöcken übereinpassen. 🙈

Allerdings musste ich auch mal wieder trennen. Die Übergänge an der rechten Seite passten nicht wirklich:
Früher hätte ich das so gelassen, heute, nach den vielen Jahren Patchwork-Erfahrung geht so etwas für mich gar nicht. Also habe ich getrennt. Ich habe nur das Teil abgetrennt, welches zu groß war und habe dann die Nähte an den farbigen Stoffen mit größerer Nahtzugabe neu gemacht.
Zweimal musste ich trennen, beim dritten Mal war ich dann zufrieden. Der getreifte Stoff hat sich dadurch ein wenig gestaucht, daran habe ich nicht gedacht, aber es fällt nur auf, wenn man es weiß.

Zunächst hatte ich überlegt, aus dem Quilt einen Wandquilt zu machen, mir gefiel die Idee von Martina so gut, am Dreieck ein paar Holzperlen anzunähen. Aber ich finde, auf unserem schwarzen Esstisch kommen die Farben viel besser zur Geltung als an einer weißen Wand:
So werde ich dann einen Tischläufer daraus machen und - schweren Herzens - auf die Holzperlen verzichten (sonst könnte ich den Quilt ja nicht waschen und das muss bei einem Tischläufer bei uns leider sein).

Samstag, 8. Dezember 2018

Es hat mich gefunden

Habt vielen lieben Dank für Eure Kommentare zu meinem Quilthaus. Wie immer habe ich mich über jeden einzelnen sehr gefreut. Bisher bin ich noch nicht dazu gekommen, die fehlenden Arbeiten am Quilthaus vorzunehmen. Ich hoffe nur, dass es nicht wie mit meinem gestickten Herbstquilt wird: Der ist seit mittlerweile fünf (!) Jahren fertig und noch immer habe ich das Stickvlies nicht ausgewaschen. :-( Jedes Jahr, wenn ich den im Herbst aufhänge, nehme ich mir vor, beim Abnehmen das Vlies endlich einmal auszuwaschen, aber da das Stickvlies durchsichtig ist, vergesse ich es wohl immer wieder. Leider habe ich das ein oder andere "das mache ich später"-Teil, wenn sie erst einmal so weit sind, dass ich sie aufhängen kann, verbleibt es meist - siehe mein Quilt, den ich gerade aus der Küche abgenommen habe, um die Adventskalender aufzuhängen, da ist der Aufhängetunnel unten auch noch immer nicht festgenäht.

Egal, ich wollte ja davon erzählen, was mich gefunden hat... Irgendwann bin ich mal im Netz auf die Bücher der Reihe Quilt Country von Les Editions de Saxe aufmerksam geworden. Das sind wunderschöne Bücher und das ein oder andere steht davon nun in meinem Regal. Das Buch "Envie de Quilter" habe ich irgendwann auf ebay Kleinanzeigen entdeckt und nicht lange gezögert und die Dame hatte auch gleich noch eine Kiste mit Wollfilz im Verkauf. Da musste ich dann doch etwas länger überlegen, aber "haben ist ja besser als brauchen" und sie hatte die Farben schon passend zum Buch gekauft. Naja und so kaufte ich dann zwei Tage später auch noch den Wollfilz - zum Glück, würde ich jetzt sagen, denn so konnte ich Montag gleich mal anfangen:
Das Schöne an der ganzen Sache war, dass Jonathan am Dienstag Training in der Mehrzweckhalle hatte. In einer Turnhalle kann frau natürlich viel besser warten, als im Auto vor dem Sportplatz und in der Turnhalle stand der kleine Tisch, der zu den Hallenturnieren auch immer da steht. Das war ja wie im Paradies... ;-)
Die Leute mögen vielleicht ein bisschen komisch geguckt haben, aber das war mir egal. Ich habe einfach die Zeit, die ich da fast nur für mich hatte genossen und habe meinen ersten Block appliziert. Die Blöcke sind nicht wirklich aufwändig und es wird auch nur mit einfachem Stich appliziert. Ich bin also mit einem Blöckchen relativ schnell fertig - daher werde ich dieses Projekt wirklich für die Wartezeiten aufheben.

Zum Nähen mit der Maschine habe ich auch zwei Projekte in Arbeit, zum einen habe ich mir die Vorlagen von den Winterhäusern von Ute Glück gekauft und zum anderen habe ich den Adventskalender von handgefärbt. Davon erzähle ich in den nächsten Beiträgen. Jetzt muss ich mich langsam fertig machen, denn ich habe heute zwei Hallenturniere als Turnierleitung. Nächstes Wochenende habe ich an beiden Tagen jeweils zwei Turniere und dann IST FÜR MICH AUCH ENDLICH ADVENT, denn dann habe ich keine Verpflichtungen mehr für die Adventszeit!

Sonntag, 2. Dezember 2018

Und was mache ich jetzt?

Habt vielen lieben Dank für Eure Kommentare zu meinem letzten Post. Ja, Ihr habt recht, es muss hin und wieder mal rauchen. Ich denke, Steffen und ich passen schon ganz gut zusammen. Wir waren vor einigen Jahren mal auf dem Fußballplatz - wo auch sonst - und Steffen erzählte, dass wir gerade eine Meinungsverschiedenheit hatte und da meinte ein Vater so sinngemäß, dass wir uns streiten könnte er nicht glauben, wir passen doch so gut zusammen. ;-) Ja, wir passen gut zusammen und ich bin froh, dass wir uns damals getroffen haben. Eigentlich ist es schon erstaunlich, was das Leben so für Begegnungen für einen bereithält und dass dann auch gerade die EINE Person dabei ist, die dann wirklich für's ganze Leben bleibt...

Aber eigentlich wollte ich von meinem Quilthaus erzählen. Ich habe den Quilt von Hand gequiltet, entweder beim Warten im Auto oder zu Hause abends beim Fernseh gucken.
Wenn ich Jonathan zum Training gefahren habe, hatte ich eigentlich immer meinen Quilt dabei. Schließlich möchte ich die Wartezeit sinnvoll nutzen. Manch einer mag das vielleicht seltsam finden, aber ich genieße diese Zeit als Auszeit für mich. Wo habe ich sonst knapp 2 Stunden wirklich ganz für mich allein? Wie ihr seht, ist der Quiltring allerdings zu groß für mein Körbchen.
Allerdings war es mit dem Licht seit der Zeitumstellung nicht mehr so günstig und so habe ich mir von Papa eine Kopflampe ausgeborgt. Jonathan fand das peinlich, aber mir war es eigentlich egal. Denn wenn ich in Thale warte, kennt mich ja keiner und die, die mich kennen, sind nicht da. ;-)
In Wernigerode habe ich dann in dem Geschäft, wo ich auch meine anderen beiden Körbe gekauft habe, einen Korb entdeckt, der ein bisschen andere Maße hat, als meine anderen zwei. Den habe ich mir gekauft und der ist nun nur für meine Nähsachen zum Mitnehmen (die anderen beiden Körbe sind Einkaufskörbe)
 
Wenn ich zu Hause gequiltet habe, habe ich natürlich immer mein Quilttablett benutzt und mich jedes Mal darüber gefreut, dass ich es entdeckt habe.
Bei ebay Kleinanzeigen habe ich dann noch einen halben Quiltring entdeckt. Den habe ich gestern benutzt, um den Rand meines Hauses zu quilten. An diesen Rahmen muss ich mich noch etwas gewöhnen, aber es ist für mich besser, als wenn ich ohne Rahmen quilte.
Nachdem mein Quilt dann gestern fertig geworden ist, habe ich ihn auch gleich noch mit Binding und Tunnel versehen und die Knöpfe angenäht. Da es Holzknöpfe sind, habe ich die ersten von Hand angenäht. Nach den ersten paar Knöpfen habe ich mich dann entschlossen, doch die Nähmaschine zu Hilfe zu nehmen. Letztendlich war das doch eine Gute Entscheidung, denn es waren gefühlte hundert Knöpfe anzunähen. ;-) Beim Annähen der Knöpfe habe ich festgestellt, dass ich noch ein kleines Vogelnest applizieren und ein wenig sticken muss. Das habe ich wohl irgendwie vergessen. :-(

Egal, ich  musste meinen Quilt so aufhängen:
Vorerst bleibt der Quilt erst einmal an der Wand hängen und in den nächsten Tagen werde ich dann die Restarbeiten erledigen. Auf jeden Fall freue ich mich wie verrückt, dass er nun so gut wie fertig ist. Auch mit meiner Stoffwahl bin ich zufrieden, hin und wieder habe ich doch ein wenig gezweifelt, ob meine Stoffe nicht zu dunkel und düster sind, aber es gefällt mir so richtig gut. Wenn mein Quilt ganz fertig ist, werde ich dann auch noch einmal jedes Zimmer einzeln fotografieren und zeigen, so kann man dann die Details ein bisschen besser erkennen. :-))

Und nun komme ich wieder zu meiner Überschrift zurück: Ich muss mir jetzt überlegen, was mein neuer "Wartequilt" werden soll, denn wenn jetzt mein Quilthaus fertig ist, so geht doch Jonathans Training in Thale weiter - und das schon morgen.