Juli
Das Foto von Katharinas letztem Gang in den Kindergarten. Auch bei den Jungs haben wir es so gemacht, dass wir am letzten Tag an all den Stellen, an denen wir jeden Morgen Halt gemacht haben, ein Foto gemacht haben. Bei den Jungs war das anders, da der Weg in den Kindergarten ein viel längerer war. Katharina konnte ich erst dann zu Fuß in den Kindergarten bringen, nachdem sie in den Ausweichkindergarten umgezogen war. Ich habe ja in meinem ersten Rückblick schon geschrieben, dass ich den neuen, alten Kindergarten geliebt habe. Der Weg zu Fuß in den Kindergarten war eine Pflicht, egal, wie das Wetter war: Wir sind immer zu Fuß gegangen. Die Zeit haben wir beide genossen, wir hatten morgens noch ein paar Minuten Zeit, Zeit zum Erzählen, Zeit, um Dinge am Straßenrand zu entdecken, Zeit für das, was sonst zu kurz kommt. Und irgendwann mussten wir dann beide Abschied nehmen - mit einem lachen und einem weinenden Auge.

In den Juli fiel auch unser Sommerurlaub. Da wir zu Anfang des Jahres noch gar nicht wussten, wie es mit Steffen weitergeht und wenn er wieder arbeiten gehen kann, ob er dann auch Urlaub mit uns bekommt, haben wir nichts geplant. Wir haben entschieden, wir bleiben zu Hause. Letztendlich war das auch gut, denn Steffen hatte zwar mit uns Urlaub, aber nur ein paar Tage. Ich war darüber traurig, denn die letzten Monate gingen an meine Substanz: Ich musste der Fahrer in unserer Familie sein, das habe ich auch gern gemacht. Ich hätte mich daher sehr gefreut, wenn wir im Sommer zusammen drei Wochen Urlaub gehabt hätten und ich mal ein wenig Entspannung gehabt hätte. Nachdem meine Traurigkeit darüber vorbei war, haben wir aus dem Urlaub das Beste gemacht. Oft war ich mit den Kindern unterwegs, wir waren seit Jahren mal wieder im Freibad. Abends sind Steffen und ich oft noch unterwegs gewesen.
In unseren Urlaub fiel auch die Mondfinsternis. Wir sind mit Decke und Getränken losgezogen und hatten uns eine schöne Stelle gesucht, an der wir die Mondfinsternis gut sehen konnten. Es war auch alles perfekt - nur war der Himmel voller Wolken und es war nix zu sehen. Das war egal, der Abend war wunderschön und wird uns lange in Erinnerung bleiben.
Im Sommer musste Steffen auch wieder öfter nach Magdeburg in die Uniklinik. Die Tage haben wir genutzt, um ein bisschen die Zeit zu genießen. So waren wir zum Beispiel am Domfelsen an/in der Elbe. Durch den trockenen Sommer führte die Elbe wenig Wasser und so kam dann der Domfelsen zum Vorschein. Klar, dass wir uns das ansehen mussten.
August
Der August... Das zweite Großereignis stand uns nun ins Haus: Katharinas Einschulung. Vorher haben wir haber noch unsere restlichen Urlaubstage genutz. Abends waren wir in unserem Urlaub immer spazieren, leider konnten wir das nach unserem Urlaub nicht weiter fortsetzen. Aber im Urlaub haben wir die Zeit genutzt. Manchmal war Katharina mit dabei. Hier waren wir in Elbingerode am Pavillon und ich habe ihr die Stellen gezeigt, an denen ich als Kind oft war. Das war auch für mich wie eine Reise in die Vergangenheit.
Im August war auch wieder die Mitmachausstellung. Fühlte ich mich im letzten Jahr nur als Besucher, so habe ich in diesem Jahr auch Quilts mitgenommen und auf die Leinen gehängt. Ich hatte mich mit Valomea, Katrin und Petra getroffen. Ich habe Regina wieder getroffen und es war ein sehr schöner Nachmittag.
Und noch einmal waren wir an der Elbe in Magdeburg. Dieses Mal waren wir alle zusammen da. Einmal muste ich meine Füße in die Elbe halten, auch wenn es nur ein kurzer Moment war, war es dorch irgendwie etwas Besonderes...
September

Im September fällt mir unser spontaner Autokauf ein. Meine Kollegin sagt immer, ich sei der spontanste Mensch, den sie kennt. Seitdem Steffen wieder arbeiten geht, haben wir uns unser Auto geteilt. Leider musste er auch immer wieder so früh anfangen, dass er nicht mit dem Bus zur Arbeit fahren konnte. An diesen Tagen hatte er dann das Auto und ich war der Busfahrer. Mich hat das nicht so immens gestört... Eines Tages hatte ich Steffen von der Arbeit abgeholt und er fragte mich, was ich für Laune habe, er hat ein Angebot bekommen. Ich dachte zunächst, es ging um was dienstliches, aber nein, es war ein Auto. Ich habe gleich kategorisch abgelehnt, wir brauchen kein zweites Auto. Letztendlich haben wir uns darauf geeinigt, das Auto anzusehen. Die Verkäuferin zeigte uns dann alles das, was man beim Autokauf so gezeigt bekommt. Steffen und ich wollten uns aber gern nach hinten setzen: Ich links, Katharina in der Mitte, Steffen rechts. Wir hatten alle massig Platz. Ich guckte Steffen an und in dieser Sekunde habe ich entschieden, wir kaufen das Auto.
Als wir dann zu Hause im Bett lagen, hanben wir überlegt, ob wir einen Diesel oder Benziner gekauft haben, ob das Auto Tüv hat usw., usf. Über diese Dinge haben wir nicht gesprochen, wir wussten nur, hinten haben künftig alle drei Kinder gut Platz. ;-)
Ein weiteres unser Spontanausflüge: Wir waren in Wolfsburg zum Fußball, einfach mal so. Nach dem Frühstück hatten wir uns das überlegt, haben spontan Karten gekauft und einen wundervollen Nachmittag verbracht. Und nein, es hat mich gar nich gestört, dass ich fahren musste.